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1 WP_State_of_10GBASE-T_RevB_DE_B 03/04/ :21 Page 2 Der neueste Stand der Netzwerktechnologie: 10GBASE-T Equipment-Verfügbarkeit und die Zukunft der Kupferverkabelung Wie man so schön sagt: Gut Ding will Weile haben. Doch wenn zu viel Zeit dabei verstreicht, schürt das in diesem Fall eine gewisse Unsicherheit. So geschehen bei den 10GBASE-T Netzwerkkomponenten. Vor sieben Jahren wurde der 10GBASE-T Standard verabschiedet und die lange Wartezeit auf die 10GBASE-T Netzwerkkomponenten hat die digitale Gerüchteküche derweil zum Kochen gebracht. Ergebnis: 10GBASE-T brächte das ultimative Aus für das Medium Kupfer, die symmetrische Twisted-Pair Verkabelung und das dazugehörige Equipment. Fakt dagegen ist, dass die längere Dauer bis zur Marktreife sowohl mit der letzten wirtschaftlichen Rezession zu erklären ist als auch dem Bemühen, mit dieser neuen Technologie signifikante Verbesserungen in der Energieeffizienz zu erreichen. Inzwischen sind diese Herausforderungen gemeistert worden und alles deutet darauf hin, dass 2013 die Verbreitung von 10GBASE-T Lösungen sprunghaft ansteigt. Dieses Whitepaper soll den Schleier, der über der Wahrheit zu 10GBASE-T liegt, lüften und die Zukunft der Ethernet Applikationen über eine Twisted-Pair Kupferverkabelung beleuchten. 1

2 WP_State_of_10GBASE-T_RevB_DE_B 03/04/ :21 Page 3 10GBASE-T Netzwerkequipment ist bereits verfügbar und wird in zunehmendem Maße eingesetzt. Obwohl die Entwicklung anfangs durch energiehungrige Applikationen verzögert wurde, arbeitet die heutige Chiptechnologie, die den 10GBASE- T Bitstrom (auch PHY genannt) liefert, mit einem weiterentwickelten 40 nm lithographischen Herstellungsverfahren, wodurch sich Stromverbrauch, Leiterplattengröße und Kosten reduzieren. Heute ist 10GBASE-T Equipment in Form von Netzwerkkarten (NIC), Switchen mit hoher Portdichte, modularen chassisbasierten Switchen, Network Attached Storage (NAS) Arrays und Netzwerkgeräten von verschiedenen Herstellern erhältlich. Mit Blick in die Zukunft prognostiziert die Linley Group beispielsweise, dass ,8 Millionen Ports mit 10GBASE-T PHYs ausgeliefert werden ein drastischer Anstieg gegenüber den Ports in Die Trendlinien in Abbildung 1 zeigen die Prognose der Linley Group zu verschiedenen Typen der 10 Gig Ethernet Anwendungen für die kommenden Jahre. Auffällig ist, dass 10GBASE-T bereits 2014 eine beherrschende Marktposition einnehmen soll. Die in Abbildung 1 veranschaulichten Entwicklungstrends in der Marktdurchdringung sind vergleichbar zu denen bei der Einführung des Ethernet, wobei damals Glasfaser-Netzwerkschnittstellen die Kupferschnittstellen übertrafen, dann aber sehr bald zahlenmäßig von den Kupferports überholt wurden. Abbildung 1: Prognostizierte Akzeptanzrate der 10 Gigabit Ethernet Anwendungen 35,000 30,000 25,000 10GBASE-CR (Direct Attach Assemblies) 10GBASE-S, 10GBASE-L, and 10GBASE-E (Optical Fiber) 10GBASE-KR (Backplane) 10GBASE-T (Balanced Twisted-Pair) 20,000 15,000 10,000 5, Quelle: The Linley Group 2

3 WP_State_of_10GBASE-T_RevB_DE_B 03/04/ :21 Page 4 10GBASE-T und die symmetrische Twisted-Pair Kupferverkabelung bieten eindeutige Vorteile gegenüber anderen 10 GbE-Lösungen. Mit den signifikant reduzierten Kosten und Energieverbrauch der neueren 40 nm PHY Komponenten und weiteren Einsparungen durch 28 nm Komponenten, deren Markteinführung in diesem Jahr erwartet wird, können sich Manager von Rechenzentren (RZ) nun die grundlegenden Vorteile der 10GBASE-T Chiptechnologie zunutze machen. Dazu zählen: die Fähigkeit mit vorhandenen langsameren Ethernet-Technologien durch die Funktion der Autonegotiation zu interoperieren, die bequeme Verlegung eines symmetrischen Twisted-Pair Kupferverkabelungssystems und Verwendung der bekannten Kabel und Steckverbindertypen, die Flexibilität von strukturierten 100 m, 4 Steckverbinder Verkabelungstopologien zur Unterstützung von Moves, Adds und Changes (MAC) im LAN und in der Rechenzentrumsumgebung sowie die Fähigkeit des Power over Ethernet (PoE und PoE Plus). Der Interoperabilität mit den klassischen Ethernet- Geräten durch Autonegotiation kommt ein besonderer Stellenwert zu. Sie ermöglicht eine sukzessive RZ- Erweiterung und Investition in einzelnen Etappen, anstatt im Gewaltmarsch alle Server und Switche auf einmal auf 10 Gbit/s aufrüsten zu müssen, wie es bei Ethernet- Systemen der Fall ist, die keine Autonegotiation unterstützen. Dazu gehören Glasfasermedien und Direct Attach Kabel wie SFP+. 10GBASE-T Netzwerkkomponenten unterstützen die 10 Gbit/s Übertragung zu neuen Servern und sind ebenso fähig, über Autonegotiation bis 1 Gbit/s und weniger herunterzuregeln, um vorhandene Server zu unterstützen. Auf diese Weise können Rechenzentren ihre Switch- Architekturen zukunftssicher machen. Ein 10GBASE-T Switch ist in der Lage, nunmehr effektiv mit älteren 1 Gbit/s und 100 Mbit/s Servern zu kommunizieren, genauso aber besteht die Möglichkeit, später bei Bedarf und vorhandenen finanziellen Mitteln 10 Gbit/s Server einzuführen. Diese Interconnect Komponente von PLX Technology repräsentiert die neueste Generation der 10GBASE-T Transceiver. Hergestellt mit dem 40 nm Lithografieverfahren, ist diese als 1-Kanal, 2-Kanal und 4-Kanal Version erhältlich. Die Markteinführung im März 2012 von Produkten, die mit Intel Xeon E Serverprozessoren ausgestattet sind (vormals Codename Romley ) und eine 10GBASE- T LAN on Motherboard (LOM) Konnektivität besitzen (d. h. separate Netzwerkadapter werden nicht benötigt), war ein großer Katalysator für die Akzeptanz von 10GBASE-T. So vermeldete Crehan Research, dass die Anzahl der im 2. Quartal 2012 gelieferten 10GBASE-T Ports alle vorangegangenen Quartale zusammen noch übertraf, und geht davon aus, dass sich die Marktverbreitung von 10GBASE-T 2013 verzwanzigfacht. Mit der bereits allgemein am Markt erhältlichen LOM Technologie ist es Serverherstellern möglich, die Technologie der Autonegotiation direkt in ihre Produkte zu integrieren. Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind weitreichend. Zum ersten Mal wird es Server auf dem Markt geben, die bereits mit Ethernet-Anschlüssen vorkonfiguriert sind und über Autonegotiation die Datenraten je nach Übertragungsleistung der anderen Geräte auf 100 Mbit/s, 1 Gbit/s oder 10 Gbit/s anpassen. Um für diese Entwicklung gewappnet zu sein, sollten RZ-Manager 10GBASE-T fähige Switche einsetzen, welche die volle Leistungsfähigkeit der angeschlossenen Server ausschöpfen können. 3

4 WP_State_of_10GBASE-T_RevB_DE_B 03/04/ :21 Page 5 Die Leistungsaufnahme der 10GBASE-T PHYs wird exakt gesteuert. Seit die Technologie im Jahre 2006 erstmalig durch die IEEE standardisiert wurde, konnte die Leistungsaufnahme von 10GBASE-T Komponenten durch Weiterentwicklungen schnell verringert werden. Die ersten PHY-Anwendungen wurden durch ein 130 nm lithografisches Herstellungsverfahren ermöglicht und verbrauchten etwa 10 W pro Port. Im Vergleich dazu verbrauchen die heute verfügbaren 40 nm Komponenten weniger als 4 W pro Port, und bei den für 2013 erwarteten 28 nm Komponenten soll der Verbrauch bereits unter 2,5 W pro Port liegen! Abbildung 2 verdeutlicht diese Entwicklung. Abbildung 2: 10GBASE-T Leistungsaufnahme 12 Leistungsaufnahme (W/Port) nm 65nm 40nm 28nm Lithografisches Herstellungsverfahren nach Typ Zwei spezielle Protokolle können die Leistungsaufnahme bei 10GBASE-T noch weiter senken. Zusätzlich zu der durch die Halbleitertechnologie erzielten Reduzierung des Stromverbrauchs können BASE-T Systeme und insbesondere 10GBASE- T Systeme einige einzigartige standardbasierte Algorithmen anwenden, welche sich die Besonderheiten des Netzwerkverkehrs zunutze machen, um den Stromverbrauch noch weiter zu reduzieren. Möglichkeiten, die Effizienz zu steigern, bestehen insbesondere dann, wenn Netzwerkgeräte über längere oder auch sehr kurze Zeitspannen ungenutzt sind. Wake-on-LAN (WoL) heißt ein neuerer Netzwerkstandard, der durch die Advanced Manageability Alliance (AMD) veröffentlicht worden ist. Das Netzwerkequipment, wie zum Beispiel Server, wird in den Schlafmodus versetzt, bis es durch ein spezielles Netzwerksignal, genannt Magic Packet, wieder geweckt wird. Die Netzwerkkarte schaltet während des Ruhezustandes auf einen Energiesparmodus um, bleibt aber in Bereitschaft und wartet auf das Magic Packet. Sobald das ankommt, wird der Server aufgeweckt, der dann wieder den Normalbetrieb übergeht. Da die Aufweckzeit im WoL typischerweise nur Zehntel einer Sekunde beträgt, ist diese Stromsparstrategie ganz hervorragend geeignet, wenn Server für längere Zeit ungenutzt bleiben wie beispielsweise in der Nacht oder während anderer längerer Phasen der Inaktivität. Selbst in den Hochleistungs-Rechenzentren gibt es Phasen, in denen nur ein Bruchteil der vorhandenen Kapazität benötigt 4

5 WP_State_of_10GBASE-T_RevB_DE_B 03/04/ :21 Page 6 wird. Das ist eine logische Konsequenz der Überkapazität, die vorhanden ist, um Spitzenzeiten abzudecken und die temporären und saisonalen Fluktuationen im Bedarf aufgrund nicht einheitlicher Nutzerstandorte und Zeitabläufe auszugleichen. WoL nutzt diese Schwankungen in der Auslastung. Mit erstaunlichen Resultaten! Einen einzigen Server mit einer typischen Leistungsaufnahme von 500 W in den Schlafmodus zu versetzen bringt eine höhere Energieeffizienz als an hunderten Transceivern zu sparen! Demgegenüber sind 10 Gig Ethernet über Glasfaser oder SFP+ Direct Attach Kabel gegenwärtig nicht dafür ausgelegt, das WoL- Protokoll zu unterstützen. Das heißt, diese Systeme ziehen immer volle Energie. WoL ist eine hervorragende Strategie, die einzig bei 10GBASE-T eingesetzt wird, um den Gesamtstromverbrauch im RZ zu reduzieren. Während WoL für längere Ruhephasen konzipiert ist, gibt es eine andere Technologie, das so genannte Energy Efficient Ethernet3 (EEE), das speziell den Burst- Charakter des Netzwerkverkehrs ausnutzt. Der typische Ethernet-Verkehr enthält viele Zeitintervalle ohne Datenverkehr mit einer Dauer von Mikrosekunden bis Millisekunden. Diese werden mit so genannten Idle Patterns bzw. Wellenformen ausgefüllt, die keine reale Computerinformation enthalten, deren Übertragung jedoch dazu dient, die Taktsynchronisation zwischen den Transceivern aufrechtzuerhalten. Der EEE-Algorithmus tauscht diese Idle Patterns im Low Power Idle (LPI) Modus aus, wo wenig Strom verbraucht wird. Der während dieser kurzen Momente ohne Datenübertragung angewendete LPI-Modus erfordert ein neues Signalisierungsschema, das eine Signalgebung über die Übertragungsstrecke sowie vom und zum Station-Management umfasst. Ist der LPI aktiv, wird ein Auffrischungssignal gesendet, um die Parameter des Receivers, wie Taktung, Strom, Equalizer- und Canceller- Koeffizienten, zu erhalten. Diese sind gleichermaßen wichtig, um den schnellen Übergang vom LPI zum aktiven Modus zu gewährleisten. In der Regel liegt die Umschaltzeit vom aktiven Modus zum LPI und umgekehrt jeweils im Bereich von drei Mikrosekunden. Das heißt, EEE induziert nur eine geringe Latenz in das Netzwerk. In Abhängigkeit vom konkreten Datenverkehr ergibt sich daraus unter dem Strich eine Energieeinsparung bei den Transceivern von 50 bis 90 %. Beispielsweise wird ein 28 nm 10GBASE-T Transceiver mit einer typischen Leistungsaufnahme von 1,5 W im Aktivmodus bei einer Streckenlänge von 30 m und Anwendung des EEE- Algorithmus bei üblichem Datenverkehr dann nur noch 750 mw verbrauchen. Noch größere Energieeinsparungen werden EEE-Optimierungen auf der Systemebene bringen, die bei Switchen und Ethernet Controller Chips zum Einsatz kommen und weit über denen der EEE-Optimierungen in den Transceivern liegen werden, da die Leistungsaufnahme des gesamten Switches bzw. Servers gesteuert werden kann (und die ist mehr als doppelt so hoch wie die Leistungsaufnahme pro Port der vorangehenden Transceiver-Generation). 10GBASE-T Short Reach Mode ist eine weitere Strategie zur Optimierung der Energieeffizienz bei 10GBASE-T. Ein besonderes Feature der 10GBASE-T PHYs, das einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung des Gesamtenergiebedarfs leisten kann, ist die Fähigkeit, automatisch die Streckenlänge zwischen kompatiblen Transceivern zu erkennen. Ist diese kürzer als 100 m, drosseln 10GBASE-T Transceiver ihre Leistungsaufnahme unter Beibehaltung einer normkonformen BER-Performance (Bitfehlerrate). Dieser so genannte Short Reach Mode nutzt den größeren Signal-Rauschabstand aufgrund der geringeren Signaldämpfung in kürzeren Übertragungsstrecken aus. Die damit zu erzielende Energieeinsparung ist immens. Da die Signalstärke am Empfänger wesentlich höher ist, wenn die Streckendämpfung nur über 10 m Verkabelung erfolgt statt über 100 m, lässt sich die Übertragungsleistung stark reduzieren, ohne sich negativ auf die Bitfehlerrate auszuwirken. Es wird oft fälschlicherweise angenommen, dass der Short Reach Mode ein An/Aus-Zustand ist, der direkt an eine bestimmte Streckenlänge gebunden ist (z. B. 30 m). Das ist nicht der Fall. Das Stromverbrauchsprofil im Short Reach Mode ist kontinuierlich und zur Streckenlänge skalierbar. 5

6 WP_State_of_10GBASE-T_RevB_DE_B 03/04/ :21 Page 7 Im Short Reach Mode kann nicht nur die Übertragungsleistung verringert werden, sondern auch die Anzahl der zur Echounterdrückung und zum Streckenausgleich verwendeten Filter Taps reduziert werden, indem deren Leistungsaufnahme in der Komponente heruntergefahren wird. Als Beispiel ein Transceiver mit einer typischen Leistungsaufnahme von 3,5 W, angeschlossen an einen 100 m Channel, kann mit nur 2,5 W auskommen, wenn er an einen 30 m Channel angeschlossen ist, oder sogar mit weniger als 2 W bei nur 10 m Übertragungsstrecke. Da die Verkabelungskonfigurationen in vielen modernen RZ kürzere Streckenlängen als die maximalen 100 m aufweisen, gewinnt dieses Feature zunehmend an Bedeutung. Abbildung 3: 10GBASE-T Verkabelungskosten im Vergleich QSFP+ Active Optical Assembly (15m) $1,187 $747 $472 QSFP+ Active Module w/ MTP Jumper (15m) $1,187 $998 $1,030 QSFP+ Passive Copper (7m) $1,187 $595 $135 SFP+ Active Module w/ LC Jumpers (15m) $4,494 $2,315 $650 SFP+ Passive Copper (7m) CX4 Passive Copper (15m) $1,695 $835 $160 $4,494 $2,061 $87 OM3/MTP Multimode (30m, 2-connector) $3,490 $1,611 $91 OM3/LC Multimode (110m, 2-connector) $3,490 $1,678 $238 Category 6A UTP - F/UTP (30m, 2-connector) Category 7A S/FTP (30m, 2-connector) $683 $683 $354 $374 $148 $192 Equipment Maintenance Channel/Assembly $0 $1,000 $2,000 $3,000 $4,000 $5,000 $6,000 $7,000 $8,000 10GBASE-T ist die 10 GbE-Applikation mit der höchsten Kosteneffizienz. Während Reichweite, Stromverbrauch und Abwärtskompatibilität wichtige Aspekte bei der Auswahl des Übertragungsmediums sind, werden die meisten Planer bestätigen, dass der Kostenfaktor den Entscheidungsprozess maßgeblich beeinflusst. Die Wahrheit ist: 10GBASE-T bietet mehr Vorteile und Flexibilität als andere 10 Gbit/s Applikationen und zudem die höchste Kosteneffizienz! In Abbildung 3 sind Equipment (Serverport und NIC), Verkabelungstypen und jährliche Wartungskosten für einen Channel sowie die dazugehörigen 10 Gbit/s Portverbindungen aufgeführt, die repräsentativ für die Typen und Längen der typischerweise in RZ verlegten Medien sind. Die kostengünstigste Wahl für eine 10 Gbit/s Übertragung ist die 10GBASE- T Netzwerkausrüstung in Verbindung mit einer symmetrischen Twisted-Pair Kat. 6A/Klasse EA UTP-Kupferverkabelung, Kat. 6A/Klasse EA F/UTP- oder Kat. 7A/Klasse FA S/FTP-Verkabelung. Zum gleichen Ergebnis kommt man, wenn man diese Analyse für die Channel und die dazugehörigen Portverbindungen wiederholt, welche den Verkabelungstypen und Streckenlängen entsprechen, die üblicherweise in der horizontalen LAN-Verkabelung Anwendung finden. Es wird der Preisvorteil sein, der schließlich die Marktverbreitung von 10GBASE-T vorantreibt. 6

7 WP_State_of_10GBASE-T_RevB_DE_B 03/04/ :21 Page 8 Das Interesse an höheren Übertragungsraten als 10 Gbit/s über die symmetrische Twisted-Pair Kupferverkabelung wächst. Die größte Bestätigung, dass BASE-T Ethernet-Anwendungen eine starke Zukunft haben, liegt im wachsenden Interesse an der Verkabelung der Nächsten Generation. Diese soll Anwendungen über symmetrische Twisted-Pair Kupferkabel unterstützen, die nach 10GBASE-T kommen! Da die Ethernet Applikationen für den LAN-Backbone und den RZ- Kernbereich stets vor den Ethernet Spezifikationen für die horizontale LAN-Verkabelung und den RZ-Randbereich kamen, lässt sich darauf wetten, dass die nächste Ethernet über Twisted-Pair Übertragungsgeschwindigkeit 40 Gbit/s betragen wird, um IEEE 802.3ba4 konforme 40 Gbit/s Ethernet Computer-Backplanes und faseroptische Netzwerkgeräte anzuschließen. Der stärkste Treiber, der das große Engagement, das Interesse und die Investition der Industrie in die Zukunft des kupferbasierten Ethernet demonstriert, ist gegenwärtig die Arbeit von ISO/IEC und TIA an der Entwicklung der Verkabelungsspezifikationen der nächsten Generation, die auf die Unterstützung solcher Anwendungen abzielt. Kürzlich hat ISO/IEC ein Projekt ins Leben gerufen, um einen neuen Standard auszuarbeiten, der vorläufig als ISO/IEC x Guidance for balanced cabling in support of at least 40 Gbit/s data transmission (Leitfaden für die symmetrische Kabel zur Unterstützung einer Datenübertragung mit mindestens 40 Gbit/s) bezeichnet wird. Dieser vorgeschlagene zweiteilige Standard adressiert sowohl bestehende ISO/IEC konforme Channel und Channel mit erweiterter und/oder verbesserter Performance-Charakteristik. Abbildung 4: Kabeloptionen für 10 Gbit/s Kategorie 6A/Klasse EA Geschirmt (F/UTP) Kategorie 6A/Klasse EA Ungeschirmt (UTP) Kategorie 7A/Klasse FA Vollgeschirmt (S/FTP) TIA arbeitet derzeit an einem Projekt mit der Bezeichnung Spezifikationen für die 100 Ω Verkabelung der nächsten Generation, die voraussichtlich als Anhang 1 zum Standard ANSI/TIA 568-C.2 erscheinen. Diese massiven Projektinitiativen bestätigen erneut die Stärke und Popularität der BASE-T Applikationen und der symmetrischen Twisted- Pair Kupferkabel. 10GBASE-T ist die Wartezeit wert. Während die 10 GbE-fähige symmetrische Twisted-Pair Kupferverkabelung bereits seit geraumer Zeit verfügbar ist, war die Wartezeit und die damit verbundene Unsicherheit, bis 10GBASE-T Equipment allgemein am Markt erhältlich ist, weitaus größer. Jetzt ist es soweit! Das 10GBASE-T Netzwerkequipment bietet eine größere Reichweite und Flexibilität als jede andere 10 Gbit/s Kupferverkabelungslösung und ist eine äußerst attraktive Alternative zu den 10 Gbit/s Glasfaserlösungen, wenn die Streckenlänge unter 100 m bleibt. Rechenzentren und LAN IT- Manager, die in kluger Voraussicht eine 10 Gbit/s fähige symmetrische Twisted-Pair Kupferverkabelung in ihrem Netz installiert haben, sind jetzt in der überlegenen Position, die Möglichkeiten der Autonegotiation und Energieeinsparung bei 10GBASE-T zu nutzen und schrittweise Server- und Switch-Upgrades durchzuführen, um Netzwerk-Engpässen entgegenzuwirken und ihre Kapazität zu erhöhen. Die anderen werden das Nachsehen haben. 7

8 WP_State_of_10GBASE-T_RevB_DE_B 03/04/ :21 Page 1 Referenzen: 1 IEEE 802.3at, IEEE Standard for Information technology - Telecommunications and information exchange between systems - Local and metropolitan area networks - Specific requirements Part 3: Carrier Sense Multiple Access with Collision Detection (CSMA/CD) Access Method and Physical Layer Specifications Amendment 1: Physical Layer and Management Parameters for 10 Gb/s Operation, Type 10GBASE-T, September The Linley Group, A Guide Ethernet Switch and PHY Chips, December IEEE 802.3az, IEEE Standard for Information technology - Telecommunications and information exchange between systems - Local and metropolitan area networks - Part 3: Carrier Sense Multiple Access with Collision Detection (CSMA/CD) Access Method and Physical Layer Specifications Amendment 5: Media Access Control Parameters, Physical Layers, and Management Parameters for Energy Efficient Ethernet, October IEEE 802.3ba, IEEE Standard for Information technology - Telecommunications and information exchange between systems - Local and metropolitan area networks - Part 3: Carrier Sense Multiple Access with Collision Detection (CSMA/CD) Access Method and Physical Layer Specifications Amendment 4: Media Access Control Parameters, Physical Layers, and Management Parameters for 40 Gb/s and 100 Gb/s Operation, June 2010 Über die Autoren: Ron Cates, ist Vice President of Marketing für Netzwerkprodukte bei PLX Technology, einem führenden Hersteller von 10GBASE-T Transceivern. Zuvor hatte er den Posten des Senior Vice President und General Managers für WAN-Produkte bei Mindspeed Technologies inne. Ron verfügt über 30 Jahre Erfahrung in der Halbleiterindustrie und besitzt einen BSEE und MSEE Abschluss der University of California, Los Angeles, und einen MBA der San Diego State University. Erreichbar ist Ron unter Valerie Maguire, hat einen BSEE und arbeitet als Global Sales Engineer bei Siemon, einem international anerkannten Hersteller hochleistungsfähiger Verkabelungssysteme aus Kupfer und Glasfaser. Valerie nimmt leitende Positionen im Unterausschuss TR-42 für Telekommunikationsverkabelung der TIA und zusätzlich in der IEEE Ethernet Arbeitsgruppe ein. Aus ihrer Feder stammen mehr als 45 Fachartikel und technische Dokumente, sie besitzt ein US-Patent und erhielt 2008 den Harry J. Pfister Award für herausragende Leistungen in der Telekommunikationsindustrie. Erreichbar ist Valerie unter About Siemon Established in 1903, Siemon is an industry leader specializing in the manufacture and innovation of high quality, highperformance network cabling solutions. Headquartered in Connecticut, USA, with global offices, manufacturing and service partners throughout the world, Siemon offers the most comprehensive suite of copper (unshielded and shielded twistedpair) category 5e, category 6 (Class E), category 6A (Class EA) and category 7/7A (Class F/FA), and multimode and singlemode optical fiber cabling systems available. With over 400 patents specific to structured cabling, from patch cords to patch panels, Siemon Labs invests heavily in R&D and development of industry standards, underlining the company's long-term commitment to its customers and the industry. About PLX PLX Technology, Inc. (NASDAQ: PLXT), based in Sunnyvale, Calif., USA, is an industry-leading global provider of high-speed semiconductors based on dominant connectivity standards including PCI Express, Ethernet, and USB. Primarily targeting cloud-driven data center markets, the company develops innovative software-enriched silicon that enables customer s product differentiation, reliable interoperability and superior performance. tm pí~íé çñ NMd_^pbJq =oéîk=_ ab==qlnp== Follow Siemon on Twitter: Join Siemon on Facebook: YouTube: Follow PLX on Twitter: Join PLX on Facebook: Watch tutorials on YouTube:

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