Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Kapitel 2

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1 Einführung in die Betriebswirtschaftslehre Kapitel 2 1

2 Gliederung 1. Gegenstand der Betriebswirtschaftslehre 8. Personalwirtschaft 2. Gesellschaftliches, wirtschaftliches und rechtliches Umfeld 3. Beschaffung und Materialwirtschaft 9. Organisation 10. Rechnungswesen 4. Produktionswirtschaft 5. Absatzwirtschaft 6. Finanzwirtschaft 7. Ziele und Strategien 2

3 Kapitel 2 Gesellschaftliches, wirtschaftliches und rechtliches Umfeld 1. Einleitung 2. Gesellschaftliches Umfeld 3. Wirtschaftliches Umfeld 4. Rechtliches Umfeld: Unternehmensverfassung 3

4 Einflussfaktoren auf die Unternehmung Technologischer Fortschritt Globalisierung Interne Stakeholder Externe Stakeholder Unternehmung Klimatische Faktoren Geographische Faktoren Infrastruktur Gesellschaft Rechtsordnung Staat Religion Wertvorstellungen 4

5 Das ökonomische Teilsystem im gesellschaftlichen Umfeld politischadministratives Teilsystem religiöses Teilsystem ökonomisches Teilsystem Gesellschaft 5

6 Wirtschaftliches Umfeld Wirtschaftsordnung (Struktur) Liberalismus Sozialismus Marktwirtschaft Zentralverwaltungswirtschaft? 6

7 Soziale Marktwirtschaft Marktwirtschaft/Wettbewerbsprinzip Eigentumsordnung: Privateigentum, jedoch Sozialbindung (Prinzip des sozialen Ausgleichs) 7

8 Wirtschaftliche Entwicklung I Industrialisierung Interessengegensätze zwischen Kapitalbesitzern und Arbeitern Macht Kapitalbesitzer Gegenmacht Gewerkschaften Arbeitgeberverbände (Ende 18. Jh.)? 8

9 Wirtschaftliche Entwicklung II Ziele 1. Wachstum 2. Vollbeschäftigung 3. Geldwertstabilität 4. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht 5. Gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung 6. Minimierung Umweltbelastungen 9

10 Einflussfaktoren von Standortentscheidungen Staatliche Rahmenbedingungen - Steuern, Zölle - Rechts- u. Wirtschaftsordnung - Subventionen - Auflagen, Beschränkungen Beschaffungsmärkte - Grund und Boden - Anlagengütermarkt - Arbeitsmarkt - Transportsituation UNTERNEHMEN Absatzmärkte - Absatzpotential - Absatzkontakte - Absatztransportkosten Naturgegebene Einflussgrößen (Geologie und Umweltbedingungen) 10

11 Cluster Cluster: System untereinander vernetzter Unternehmen und Einrichtungen, die als Ganzes wertvoller sind als die Summe der einzelnen Elemente des Systems. 11

12 Unternehmensverfassung Allgemeine Zwecksetzung Unternehmensorgane bzw. Kompetenz-system Schlichtungsregeln und Konflikthandhabungsmechanismen Träger des Unternehmens Grundrechte und pflichten 12

13 Rechtsformen II Rechtsform des privaten Rechts Einzelunternehmung Gesellschaft Genossenschaften Personengesellschaften Kapitalgesellschaften GbR OHG KG GmbH & Co. KG stille Gesellschaft AG GmbH KGaA 13

14 Organe der Aktiengesellschaft Aufsichtsrat wählt kontrolliert wählen Vorstand Arbeitnehmer Hauptversammlung 14

15 Aufbau einer GmbH & Co. KG Kommanditgesellschaft Komplementär (volle Haftung) Kommanditisten (beschränkte Haftung) GmbH-Gesellschafter A, B und C Gesellschafter A Gesellschafter B Gesellschafter C gleichzeitig GmbH-Gesellschafter 15

16 Aufbau einer KGaA Vorstand kontrolliert bilden Aufsichtsrat Komplementär(e) wählen bilden versammlung Arbeitnehmer Kommanditaktionäre Haupt- 16

17 Gesellschaftsformen im Überblick GbR Gesellschaft bürgerlichen Rechts ohg Offene Handelsgesellschaft KG Kommanditgesellschaft AG Aktiengesellschaft GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung eg Eingetragene Genossenschaft KGaA Kommanditgesellschaft auf Aktien 17

18 Kriterien für die Wahl der Rechtsform Haftung Leitung Gewinn- und Verlustbeteiligung Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten Publizitätspflichten Aufwendungen für die Rechtsform Steuerbelastung Unternehmungskontinuität 18

19 Staat Garantie der Koalitionsfreiheit Garantie der Tarifautonomie Freie Wahl des Arbeitsplatzes Schutz des Eigentums aber: Sozialbindung 19

20 Tarifautonomie Merkmal: Soziale Partnerschaft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern Tarifvertrag Tarifvertragsparteien Arten von Tarifverträgen Wirkung von Tarifverträgen Streik und Aussperrung 20

21 Wirkung von Tarifverträgen obligatorische Wirkung normative Wirkung Friedenspflicht Durchführungspflicht Einwirkungspflicht Tarifnormen sind Mindestnormen! 21

22 Tarifverhandlung und Arbeitskampf Verhandlung Tarifkommission Einigung? nein Schlichtung durch Schlichter ja Neuer Tarifvertrag Einigung? nein Urabstimmung ja nein Streik? Streik ja nein Aussperrung? ja Aussperrung 22

23 Mitbestimmung in großen Gesellschaften MitbestG 1976 Kapitalgesellschaften > Arbeitnehmern (Große Gesellschaften) Formale Parität: Vorsitzender (AG) hat zwei Stimmen Arbeitsdirektor im Vorstand, auch gegen AN 23

24 Mitbestimmung in kleinen Gesellschaften BetrVG 1952 Kapitalgesellschaften >500 AN, <2.000 AN Unterparität: 2/3 AG + 1/3 AN Kein Arbeitsdirektor 24

25 Mitbestimmung auf Betriebsebene Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) von 1972 alle inländischen Betriebe mit i. d. R. 5 Arbeitnehmern Organe: Betriebsrat (ggf. Gesamtbetriebsrat, Konzernbetriebsrat) Betriebsversammlung Jugend- und Auszubildendenvertretung Wirtschaftsausschuss Einigungsstelle Sprecherausschuss 25

26 Betriebsrat Mitbestimmungsrechte Zustimmungsrecht/ Widerspruchsrecht (Vetorecht) Initiativrecht Mitwirkungsrechte Information/ Unterrichtung Anhörung Beratung 26

27 Mitbestimmung/Mitwirkung Soziale Angelegenheiten Arbeitszeit Urlaubsregelung Lohnauszahlung Verwaltung von Sozialeinrichtungen Gestaltung von Arbeitsplatz, Arbeitsablauf und Arbeitsumgebung Personelle Angelegenheiten allgemeine personelle Angelegenheiten Fragen der Berufsbildung Personelle Einzelmaßnahmen Wirtschaftliche Angelegenheiten 27

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