Privatversicherungsrecht I

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1 Frühjahrs-/Sommersemester

2 Kontakt Prof. Dr. Oliver Brand, LL.M. (Cambridge) Materialien: Kontakt: brand.uni-mannheim.de/lehre brand.uni-mannheim.de/kontakt facebook.com (LS Brand an der Uni Mannheim) +49 (621) Sprechzeiten: Dienstags, h 2

3 1 Grundlagen 3

4 Gliederung Grundlagen Zustandekommen des Versicherungsvertrags Inhalt des Versicherungsvertrags Obliegenheiten Regress im Versicherungsvertragsrecht 4

5 1 Einführung I. Literaturhinweise Deutsch, Das neue Versicherungsvertragsrecht, 6. Aufl., 2008, Verlag Versicherungswirtschaft, Preis: 42,- Kerst/Jaeckel, Versicherungsrecht, 2010, C.H. Beck, Preis: 9,90 Looschelders/Paffenholz, Versicherungsvertragsrecht, 2011, Kohlhammer, 19,90 Marlow/Spuhl, Das neue VVG kompakt, 4. Aufl., 2010, Verlag Versicherungswirtschaft, Preis: 49,- Schimikowski, Versicherungsvertragsrecht, 4. Aufl., 2009, C.H. Beck, 29,- *Wandt, Versicherungsrecht, 5. Aufl., 2009, Carl Heymanns Verlag, Preis: 29,80 5

6 1 Einführung II. Grundkonzept Vier-Säulen-Modell Frühjahrssemester () - Versicherungsvertragsrecht AT Herbstsemester (I) - Versicherungsvertragsrecht BT - Internationales und europäisches Versicherungsrecht - Versicherungsunternehmensrecht - Versicherungsaufsichtsrecht - Versicherungswirtschaftsrecht (Kartell- und Lauterkeitsrecht) Ergänzend: Karrierechance Versicherungsrecht 6

7 1 Einführung III. Risikovorsorge Risiken 1. Kosmische und meteorologische Ereignisse Sonnenwinde, Asteroiden Erdbeben, Stürme, Überschwemmungen, Dürre 3. Ereignisse, die vom eigenen Willen unabhängig sind Feuer, Unfälle, Tod, Krankheit 4. Willensgesteuertes Verhalten Dritter Diebstahl, Vandalismus, Terrorismus, Totschlag und Körperverletzung 4. Eigenes fahrlässiges Verhalten Haftung (D&O, Produkte, Umwelt, deliktische, vertragliche) 7

8 1 Einführung III. Risikovorsorge Risikovorsorge durch Versicherung 1. Phasen der Risikovorsorge Risikoanalyse (Erkennung, Qualifikation, Ursachenanalyse) Risikobewältigung (Abwälzung, Verminderung, Teilung) 2. Arten der Risikovorsorge Vertrauen auf das gute Glück/höhere Mächte (Mittelalter) Ansparen von Geldmitteln (P: Grenze; Ineffizienz) Börsenlösung: Katastrophenanleihen, Wetter-Derivative (dazu: VW 2012, 223) Versicherung Umlageverfahren ( Gefahrengemeinschaft ) Prämiensysteme (Gesetz der großen Zahl) Mischsysteme (z.b. Gemeindlicher Schadensausgleich) 8

9 1 Einführung III. Risikovorsorge Versicherbarkeit von Risiken (I): Kriterien (nach Berliner, Die Grenzen der Versicherbarkeit von Risiken, 1982) Zufälligkeit Beim Vertragsabschluss dürfen Schadenereignis, Eintrittszeitpunkt und Schadenshöhe weder dem VR noch dem VN bekannt und beeinflussbar sein. Schätzbarkeit Um eine risikogerechte Prämie berechnen zu können, muss die Wahrscheinlichkeit des Eintritts und das Ausmaß des Schadens für den VR quantifizierbar sein. Unabhängigkeit (weiches Kriterium) Durch ein Schadenereignis soll der Versicherungsfall nicht bei einer ganzen Reihe von versicherten Risiken entweder gleichzeitig (Kumulrisiko) oder nacheinander (Ansteckungsrisiko) ausgelöst werden. Beherrschbarer Höchstschaden Die höchstmögliche Versicherungsleistung aus einem Risiko darf bestimmte, unternehmensspezifische Grenzen nicht überschreiten. 9

10 1 Einführung III. Risikovorsorge Versicherbarkeit von Risiken (II): Grenzfälle Selbstmord (vgl. 161 VVG); P: Zufälligkeit Kapitallebensversicherung; P: Zufälligkeit Katastrophen Naturkatastrophen (Überschwemmung, Sturm, Erdbeben, Dürre, Frost etc.) Technische Katastrophen (Großbrände, Verkehrskatastr., Bergbaukatastr.) P: Schätzbarkeit (verbesserte Risikomodelle, Bsp.: Sturmfluten (Aon Benfield, Welt v ); Unabhängigkeit; beherrschbarer Höchstschaden Terrorismus und Piraterie (P: Zufälligkeit; schwer modellierbar), Unabhängigkeit, beherrschbarer Höchstschaden Mittel Vertragliche Feinsteuerung: Höchstsummen; Prämienanpassung Rückversicherung Verteilung der Risiken auf sämtliche VN einer Sparte (Frankreich; P: ökonomisch sinnlose Allokationen) 10

11 1 Einführung III. Risikovorsorge Privatversicherung und Sozialversicherung 1. Privatversicherung legitimiert durch Art. 2, 12, 14 GG; Art. 49, 81 ff. EGV Entstehung kraft Individualvertrags Prinzip der Individualäquivalenz ( jeder nach seinem Risiko ) 2. Sozialversicherung Entstehung kraft Gesetzes Solidaritätsprinzip 3. Verhältnis der Komplementarität zueinander Bsp.: Krankenversicherung (str.) (näher: Heinze, ZVersWiss 2000, 243) 11

12 1 Einführung IV. Prinzipien Prinzipien des Privatversicherungsrecht (Übersicht) Äquivalenzprinzip Prinzip von Treu und Glauben Gleichbehandlungsprinzip 12

13 1 Einführung IV. Prinzipien Prinzip der individuellen Äquivalenz von Prämie und Risiko Absicherung in verschiedener Form Ermöglichen einer versicherungsmathematisch fundierten Prämienkalkulation - u.a. auch durch Prämienanpassungsklauseln - Grenze allerdings durch 12 ff. VAG; KalV Vorvertragliche Anzeigepflichten des VN zur Absicherung der Kalkulation (Verhinderung der Risikomanipulation vor Vertragsschluss) Grundsätze über die Gefahrerhöhung (Verhinderung der Risikomanipulation nach Vertragsschluss) 13

14 1 Einführung IV. Prinzipien Prinzip von Treu und Glauben Besonders stark ausgeprägt (uberrimae fides) Teilweise kodifiziert: z.b. 6, 7 VVG. Gründe VR fortwährend auf Mitwirkung des VN angewiesen (Information, Gefahrverwaltung, Schadensmitteilung und -minderung) VN ist VR regelmäßig wirtschaftlich und erfahrungstechnisch unterlegen Bsp.: VR: Ergänzende Hinweispflichten auf fehlende Unterlagen bei der Kündigung (OLG Hamm VersR 1977, 999); VN: Rücksichtnahme auf die Versichertengemeinschaft bei der Wahl einer besonders kostenträchtigen Behandlungsmethode in der PKV (BGH VersR 2003, 581, 585) 14

15 1 Einführung IV. Prinzipien Gleichbehandlungsprinzip Im allgemeinen Privatrecht unbekannt; im Versicherungsrecht nicht als allgemeiner Grundsatz niedergelegt. - Ausprägungen: 11 II, 12 IV und V, 21 VAG Grundlage: Fürsorge- und Treuepflicht des VR aus dem Versicherungsverhältnis Wirkung: Schutz vor willkürlicher Schlechterstellung; Wirkung stärker, je weniger der VN Einfluss auf Abschluss und Inhalt des Vertragsschlusses hat (z.b. Kfz- Haftpflicht-Versicherung) - P: Geschlechterspezifische Tarifierung Ungleichbehandlungen rechtfertigbar - risikobezogene Kriterien (Personenversicherung: Alter, Gesundheitszustand, etc.) - wirtschaftliche Kriterien (z.b. Gruppenversicherung; Mohr, VersR 1963, 1094, 1096 ff.) - soziale Kriterien (z.b. Behindertenrabatte; Kaulbach, VersR 1988, 15 f.) (näher v. Koppenfels-Spieß, VersR 2004, 1085) 15

16 1 Einführung III. Risikovorsorge Arten der Privatversicherung (I): Gegliedert nach 1. Schadensversicherung - Versicherung eines konkreten Schadensfalls; Schaden als Obergrenze der Ersatzpflicht ( 78 VVG); P: Neuwertversicherung - Sonderregeln der VVG - Unterfall der Sachversicherung, VVG - Bsp.: HaftpflichtV, GebäudeV, RechtsschutzV 2. Summenversicherung (Anlage A.1.a VAG) - Versprechen einer abstrakten Geldleistung, unabhängig davon, ob VN Schaden hat - immer Personenversicherung - Bsp.: LebensV, UnfallV 16

17 1 Einführung IV. Prinzipien Arten der Privatversicherung (II) Gegliedert nach 1. Personenversicherung - kein Gegensatz zur Schadensversicherung (z.b. 194 VVG) - versicherte Gefahr bezieht sich auf eine Person (Gefahrsperson; nicht zw. VN) 2. Nichtpersonenversicherung Diese Art der Unterteilung ist weniger relevant als die nach Schadens- und Summenversicherung 17

18 1 Einführung V. Rahmenbedingungen Markt und Versicherung Kein einheitlicher Markt ( Jedermann-Vers. ; Spartenvers.) Heute: Preis- und Produktwettbewerb (AVB) Wegfall der Bedingungsgenehmigung zum (P) Versicherungsnehmer als aufgeklärter Marktbürger? Mittel der Marktaufsicht: Kartell- und Lauterkeitsrecht, AGB-Recht Nationale Versicherungskulturen (kaum grenzüberschreitendes Anbieten von Versicherungsdienstleistungen) 18

19 1 Einführung V. Rahmenbedingungen Geschichtliche Entwicklung der Versicherung Vorläufer: Bodmereiverträge (Babylon, ca v. Chr.); Ladungsteilung (China) Träger: See- und Fernhandel: Genua: 1343; städtebauliche Entwicklung (Brandrisiko): Großer Brand von London, 1676 Geographische Entwicklungslinien in Europa: Norditalien, Spanien, Niederlande, Vereinigtes Königreich, Hansestädte 19

20 1 Einführung V. Rahmenbedingungen Rechtsquellen VVG von 1908 (Neukodifikation 2007) VAG von 1901 (Aufsichtsrecht) BGB (insb. 104 ff., 119 ff., 138, 145 ff., 305 ff.) AVB (in einigen Sparten Quasialleinstellung, z.b. Feuerversicherung) 20

21 1 Einführung V. Rahmenbedingungen Rechtsquelle VVG Ursprünge im 19 Jhd.: AGB Keine Regelung des Versicherungsvertrags im BGB aleatorische Natur dynamische Entwicklung Immaterialität; Bezüge zum Handelsrecht Kodifikationsgedanke: VVG 1908 (AGB-Ergänzung und -kontrolle, keine Vollregelung von Versicherungsverträgen; eigene, BGB-unabhängige Dogmatik) Zunehmend Einzug des Verbraucherschutzgedankens (zwingendes und halbzwingendes Recht) nach 1920; Ausbau zum Versicherungsnehmerschutz Grundgedanken: Besondere (Vertrags-) Treue auf beiden Seiten (uberrimae fides); Mehrpolarität Neukodifikation 2007 Inkrafttreten zum (P: Übergangsrecht; Krankenvers.) ergänzt durch Nebenrecht (z.b. PflVG, VVG-InfoV) Ziel: Lücken schließen, Korrektur, Verbraucherschutz, Modernisierung 21

22 1 Einführung V. Rahmenbedingungen Rechtsquelle AVB Mindestinhalt vorgegeben durch 10 I VAG Musterbedingungen d. GDV für Jedermann-Versicherungen Einbeziehung nach allg. AGB-Recht der 305 ff. BGB (mit Ausnahmen: z.b. 49 II VVG) Inhaltskontrolle nach , 310 III BGB 305c BGB: Überraschende Klauseln; Auslegung 307 I BGB: Transparenzgebot 307 II 1 BGB: Abweichen von Grundgedanken Rechtsfolge bei Unwirksamkeit: 306 BGB insb. subsidiäres Gesetzesrecht: 306 II BGB ergänzende Vertragsauslegung (teils Sonderbestimmungen, z.b. 164, 203 IV VVG) 22

23 1 Einführung V. Rahmenbedingungen Versicherungsrecht und Privatautonomie Angespanntes Verhältnis, da VersR Teil der Daseinsvorsorge Versicherungspflichten hauptsächlich in der Haftpflichtversicherung, aber auch in der Krankenversicherung; Teilweise abgesichert durch Kontrahierungszwänge, 193 V VVG (P: schlechte Risiken) Zwingendes Recht auch sog. halbzwingende Normen (z.b. 18 VVG) AGG Geltung für Versicherungsverträge nach 19 I Nr. 2 AGG Benachteiligungen zu rechtfertigen nach 20 I, II 1 AGG (wichtig für Prämien- und Leistungsgestaltung in der Kranken- und Lebensversicherung) Beachte: Urteil des EuGH v in der Rs. C-236/09 - Test Achats zur Gender- Richtlinie II (geschlechterspezifische Tarifierung europarechtswidrig) 23

24 1 Einführung V. Rahmenbedingungen Geschlechtsspezifische Tarifierung (I) Betroffenes Prinzip: Äquivalenzprinzip Hintergrund: Entscheidung des EuGH v in der Rs. C-236/09 - Test Achats Inhalt - Ausgangspunkt: Rechtfertigung von Ungleichbehandlungen nach 20 II AGG mit anerkannten Prinzipien risikoadäquater Kalkulation möglich - Beruht auf Öffnungsklausel des Art. 5 II Gender-RL 2004/113 - EuGH (Tz. 32): Unbefristete Möglichkeit verstößt gegen Art. 21, 23 GR-Charta - Ausnahme des Art. 5 II Gender-RL 2004/113 daher ab ungültig - Dt. Gesetzgeber muss bis zu diesem ZP 20 II AGG anpassen/streichen und 12 I Nr. 1 VAG streichen, der geschlechtsspezifische Tarifierung anordnet 24

25 1 Einführung V. Rahmenbedingungen Geschlechtsspezifische Tarifierung (II) Neuverträge dürfen das Geschlecht in ihrer Kalkulationsgrundlage nicht berücksichtigen Abbildung des Geschlechts durch geschlechtsersetzende Faktoren wohl nicht möglich: Schlussanträge GAin Kokott Tz. 62 f. Alternativkriterien - Katalog der Gain z.t. untauglich, da Kriterien veränderungsanfällig, teils sogar nicht rechtmäßig erfragbar (z.b. Drogenkonsum); vgl. Schlussanträge Tz. 62 f.; P: PKV kennt keinen Tatbestand der Gefahrerhöhung (LebensV: 158 VVG) - Faktor Lebenserwartung: Beruf (Arzt, evangelischer Pastor <> Gerüstbauer, Bergarbeiter); P: Veränderung, geschlechtergeneigte Berufe, soziale Selektion (Lüttringhaus, EuZW 2011, 296, 299) - Faktor Kopfschaden: ärztliche Untersuchungen (wohl nur für Premium-Tarife tauglich); Gentests nach 18 GenDG nicht möglich; Privilegierung von Tarifen mit Selbstbehalt (Mönnich, VersR 2011, 1092, 1099) möglich, aber nicht sinnvoll (Brand, VersR 2011, 1337) 25

26 2 Zustandekommen des Versicherungsvertrags 26

27 2 Zustandekommen I. Literaturhinweise Armbrüster, Beratungspflichten des VR nach 6 VVG n.f., ZVersWiss 2008, 425 ders., Das allg. Widerrufsrecht im neuen VVG, r+s 2008, 493 Baumann, Es gibt den dritten Weg Ein zusätzliches Vertragsmodell für das neue VVG, VW 2007, 1955 Pohlmann, Viel Lärm um Nichts Beratungspflichten nach 6 VVG und das Verhältnis zwischen Beratungsaufwand und Prämie, VersR 2009, 327 Römer, Zu den Informationspflichten nach dem neuen VVG Ein Vorblatt zu den AVB, VersR 2007,

28 2 Zustandekommen I. Grundsätze Vertragsschluss Zustandekommen nach den allgemeinen zivilrechtlichen Vorschriften des BGB (Versicherungspolice, 3 VVG, hat nur Beweisfunktion) Versicherungsverträge können danach formlos geschlossen werden (z.b. telefonisch oder per Internet) Abschaffung des Policenmodells Verbliebene Modelle : - Antrag durch den VN (Antrags-Modell; gesetzlicher Regelfall; geprägt durch 7 I VVG) Variante: Vorschlags-Modell - Antrag durch den VR (Invitatio-Modell; früh Gaul, VersR 2007, 21, 24 ff.) - Keine Modelle: sog. Verzichts- und sog. Stellvertreter-Modell Besonderheiten des VVG (z.b. Billigungsklausel des 5 VVG als lex specialis zu 150 II BGB) 28

29 2 Zustandekommen I. Grundfragen AVB als Vertragsbestandteile Grundregel: 305 II BGB ( 7 I 3 VVG nicht lex specialis) - sperrt 5 VVG: Keine Einbeziehung über diese Vorschrift im Antragsmodell (str.) Ausnahme: vorläufige Deckung, 49 II VVG - kein Hinweis ( 305 II Nr. 1) oder Mglkt. der Kenntnisnahme ( 305 II Nr. 2 BGB) - keine Einigung; im Zweifel: VN günstigere AVB Ausnahme: Nachträgliche Bedingungsanpassung, 164 II, 176, 204 III, IV VVG Nachträgliche Einbeziehung durch ausdrückliche Vereinbarung möglich - nicht: Zugang zwischen Antragstellung und Annahme, Verstreichenlassen der WR-Frist Beachte: 305c I BGB (Überraschende Klauseln) - AG Meldorf VuR 2011, 35 Verlängerungsklausel 29

30 2 Zustandekommen II. Abschluss-Modelle Antrags-Modell Aushändigung sämtlicher Unterlagen VN prüft Unterlagen VR gibt Angebot incl. Bedingungen ab VR prüft Antrag VR nimmt Angebot an Vorteile des Modells Nachteile des Modells - gesetzeskonform - Informationen müssen vorrätig sein (elektronische Bereitstellung) - Bei komplexen Produkten: mehrfache Vertreterbesuche notwendig 30

31 2 Zustandekommen II. Abschluss-Modelle Invitatio-Modell VN fordert Angebot an VR prüft Risiko VR gibt Angebot incl. Bedingungen ab VN prüft Angebot VN nimmt Angebot an Vorteile des Modells Nachteile des Modells - Makler und Vertreter müssen nicht - Teils Reibung mit dem Gesetz umfänglich Infomaterial bereit halten - Ähnlich wie Policenmodell (VR) - Unnütze Arbeit bei Maklervertrieb - Anfällig für menschliche Schwächen auf Seiten des VN 31

32 2 Zustandekommen II. Abschluss-Modelle Problematische Bestimmungen im Invitatio-Modell 8 II Nr. 1 VVG: Widerrufsfrist beginnt entgegen Wortlaut mit Zugang der Annahmeerklärung beim VR (Beachte: Widerrufsbelehrung) - a.a. Schimikowski, VW 2007, 715, 717: vertragliche Regelung 19 I 1 VVG: Maßgeblicher Zeitpunkt ist nicht Vertragserklärung des VN, sondern die Invitatio des VR, arg. e. 19 I 2 VVG 33 I VVG: Versicherungsschein wird erst mit Zugang der Annahmeerklärung beim VR zu einem solchen, so dass die Frist erst zu diesem ZP läuft - Vereinbarung einer Zugangsfiktion zulässig 32

33 2 Zustandekommen II. Abschluss-Modelle Willenserklärung des VN im Invitatio-Modell Nicht in fehlendem Widerspruch gegen Prämieneinzug zu sehen (a.a. noch BGH r+s 1991, 325 f.) - käme Wiederbeleben des Policenmodells gleich Fiktion der Annahmeerklärung nicht möglich - P: 308 Nr. 5 BGB, 307 I BGB (Schimikowski, VW 2007, 715) Möglich: Anreize (Prämiennachlass) bei Annahme innerhalb eines best. Zeitraums 33

34 2 Zustandekommen III. Beratungspflichten Grundfragen des 6 VVG Besondere vorvertragliche und vertragsbegleitende Aufklärungspflicht - Tritt neben 311 II, 241 II, 280 I BGB Hintergrund - Überschießende Umsetzung von Art. 12 III Vermittlerrichtlinie 2002/92/EG (str.) - angedeutet in Art. 2: 202 I PEICL Tritt neben VVG - Grund: Lücken bei Direktvertrieb vermeiden (P: Ausnahme des 6 VI VVG) - Gleichlauf der Verpflichtungen von VR und Vermittler Ausgangspunkt der Beratung: Ermittlung des Bedarfs - Einzelfallbezogene Frage nach Wünschen und Bedürfnissen, 6 I VVG <> 7 VVG - Aushändigung der Informationen nach 7 VVG beseitigt Beratungsbedarf nicht 34

35 2 Zustandekommen III. Beratungspflichten Anlass für die Beratung Erkennbarkeit für den VR (BT-Drucks. 16/1935, S. 24) = Beweislast bei VN Beurteilungsschwierigkeiten = Komplexität des Risikos/Produkts - Lebensversicherung: Neuwert; Zeitwert - Ermittlung der Versicherungssumme schwierig (z.b. Versicherungswert 1914) Person des VN und dessen Risikosituation - Wissensstand; Alter; Bildungsstand Vermögen (Prämienbel.); Tätigkeit (Deckungslücken) - Beherrschen der deutschen Sprache (OLG Karlsruhe VersR 1988, 486, str.) Wünsche und Bedürfnisse des VN - Rundumsicherung (OLG Frankfurt, NVersZ 2002, 400) - Verfehlung des Vertragszwecks (Kfz-Versicherung: Deckung für asiatische Türkei) - Offensichtliche Fehlvorstellungen (z.b. BerufshaftpflichtV für Dachdecker) Vertragswechsel (u.a. auch Wechsel GKV/PKV) 35

36 2 Zustandekommen III. Beratungspflichten Pflichten bei der Beratung Befragung - Grundsatz: Zweck des Versicherungsschutzes, persönliche Verhältnisse des VN - eng: Korrektur von Fehlvorstellungen - weit: Wunsch nach umfassender Beratung; für den VR begrenzbar Beratung - keine vergleichende Betrachtung des Marktes; keine Konkurrenzprodukte - Wesentliche Punkte des Versicherungsprodukts (Deckungslücken; Unterversicherung) - abhängig von der Sachkunde des VN (OLG Köln VersR 1996, 1265) - Angemessenes Verhältnis von Aufwand und Prämie; führt aber nicht per se zur Reduktion der Beratungspflichten (BT-Drucks. 16/1935, S. 24; str.): Haftpfl.-Versicherung! Begründung - Festgestellter Bedarf, in Betracht kommende Produkte, getroffene Auswahl 36

37 2 Zustandekommen III. Beratungspflichten Dokumentationspflichten, 6 I 2, II VVG Doppelfunktion - Erhöhen der Beratungsqualität - Bewältigung von Beweisproblemen hinsichtlich Fehlberatung (BT-Drucks. 16/1935, S. 26) Umfang - II: Erteilter Rat und Gründe dafür - I 2: Gestellte Fragen ( dies : str.) Formalia - Grundsatz: in Textform, 126b BGB; Ausnahme: Mdl. auf Verlagen des VN (II 2 und 3) - klar und verständlich - Übermittlung vor Abschluss des Vertrages ( 7 VVG) Folgen bei unterlassener und unzulänglicher Dokumentation - Lückenhaftigkeit = lückenhafte Beratung; i.ü. allgemeine Rechtsfolgen Praxis: Muster und Vorlagen: 37

38 2 Zustandekommen III. Beratungspflichten Beratungspflicht während der Vertragslaufzeit, 6 IV VVG Anlass - Einführung neuer AVB/Tarife, aber nur im Rahmen von Verhandlungen (str.) - Eintritt des Versicherungsfalls (aber nicht: Obliegenheiten, str.) - Unwirksamkeit einer Kündigung - Vertragswechsel in der PKV oder BUV - Bei konkreten Wünschen des VN nur, wenn Wunsch erkennbar von Fehlvorstellung getragen Dauer - bis zum Vertragsende (Armbrüster, ZVersWiss 2008, 425, 433) Keine Dokumentationspflicht - Dokumentation aber zu Beweiszwecken sinnvoll Lauterkeitsrechtliche Relevanz - Nachbearbeiten u.u. bis Wirksamkeit einer Kündigung zulässig (Brand, Düsseldorfer Reihe, Band 3, S. 49, 92 f.) 38

39 2 Zustandekommen III. Beratungspflichten Ausnahmen von der Beratungspflicht, 6 VI VVG (I) Großrisiken i.s,d. 210 II VVG Rückversicherung, 209 VVG Maklervertrieb - VR darf davon ausgehen, dass Makler Beratung vornimmt (BT-Drucks. 16/3945, S. 58) - auch bei Gelegenheitsvermittlern i.s.d. 34d IX GewO, die nicht beraten (str.) - Pflichten aus Treu und Glauben (z.b. bei Irrtum des VN) bleiben unberührt - Pflichten nach 6 IV VVG bleiben bestehen, wenn Makler nicht laufend betreut 39

40 2 Zustandekommen III. Beratungspflichten Ausnahmen von der Beratungspflicht, 6 VI VVG (II) Fernabsatzverträge i.s.d. 312b BGB ( 6 VI Fall 3 VVG) - einschränkend auszulegen: Vertrieb muss auf Fernabsatz ausgerichtet sein - Pflichten aus Treu und Glauben bleiben unberührt (Stöbener, ZVersWiss 2007, 465, 478) - Grund: VR nicht zumutbar, VN hat kein schutzw. Vertrauen (BT-Drucks. 16/3945, S. 58) - Wertung des Reformgesetzgebers zweifelhaft. Reduzierung des Umfangs hätte genügt. Aber: Keine Ausnahme für den Internetvertrieb von Maklern ( 61 VVG) - Beabsichtigter Gleichlauf der Beratungspflichten gefährdet - Analogie zu 6 Abs. 6 Fall 3 zumindest für Versicherungsvertreter möglich - Kein Widerspruch zu europäischem Recht (Art. 13 III Vermittlerrichtlinie) 40

41 2 Zustandekommen III. Beratungspflichten Verzicht auf Beratung und Dokumentation Europarechtskonform (<> 7 VVG) Voll- oder Teilverzicht möglich - auch nur auf Dokumentation (europarechtskonform) Gesonderte ausdrückliche Erklärung in Schriftform, 6 III VVG - Gesondertes Schriftstück (BT-Drucks. 16/3945, S. 60 für 7 VVG) - Kann von VR vorformuliert werden (str.) BT-Drucks. 16/3945, S. 60 (formularmäßiger Verzicht) bezieht sich nur auf fertigen Verzicht in AVB - VR darf nur auf Verzichtsmöglichkeit hinweisen, nicht dem VN dazu raten ( 81 VAG!) Hinweis erforderlich, dass sich Verzicht nachteilig auf Möglichkeit auswirken kann, Schadensersatz wegen unterlassener oder fehlerhafter Beratung geltend zu machen - P: Wortlaut des Abs. 5; Anlassrechtsprechung 41

42 2 Zustandekommen III. Beratungspflichten Rechtsfolge der Pflichtverletzung Schadensersatz nach 6 V VVG (Wahlrecht des VN) I BGB nachgebildet (auch Beweislast in S. 2); 254 BGB gilt - Haftung für selbst. und unselbst. Vertreter gem. 278 BGB (halbzwingend gem. 18 VVG!) - Vertragsaufhebung, wenn Schaden = nachteiliger Vertrag und V-Fall noch nicht eingetr. (Ersatz der Prämien und der Aufwendungen für den Vertragsschluss) - Vertragsanpassung, wenn VR bedarfsgerechten Vertrag anbietet (Deckungsschutz unter Anrechnung der Differenzprämie) Beweiserleichterungen - für den VN bei Verletzung von Dokumentationspflichten (z.b. hinsichtlich gestellter Fragen) - z.b. Nichtvorlage des Beratungsprotokolls (OLG Saarbrücken zfs 2010, 207) 42

43 2 Zustandekommen III. Beratungspflichten Versicherungsrechtliche Erfüllungshaftung Definition: Erfüllungshaftung des VR für fehlerhafte Angaben des Versicherungsvertreters über Deckungsumfang vor Vertragsschluss, wenn der VN kein erhebliches Eigenverschulden trifft 1. Ansicht: mit VVG-Reform 2008 abgeschafft (L/W/Armbrüster, 6 Rn. 332 f.; VersHB/Reiff 5 Rn. 146; VersHB/Rixecker, 18a Rn. 52; E. Lorenz, FS Canaris, 757, 772 f.) - immer ein pönaler Fremdkörper, der die Grenzen des Schuldrechts strapazierte (Erfüllungshaftung für Unmögliches; Erfüllungshaftung für bloße Sorgfaltswidrigkeit) - 6 V, 63 VVG im Deckungsumfang nicht wesentlich geringer - In den Fällen nicht erhältlichen Versicherungsschutzes VN nicht schutzwürdig 2. Ansicht: Uneingeschränkte Fortgeltung (OLG Frankfurt a.m. VersR 2012, 342 obiter dictum; S/B/Ebers, 6 Rn. 56) - Kein ausdrücklicher Abschaffungswille des Reformgesetzgebers erkennbar 43

44 2 Zustandekommen IV. Informationspflichten Grundfragen des 7 VVG (I) Hintergrund - Richtlinienrecht (RL 92/49/EWG; RL 2002/83/EG; RL 2002/65/EG) - vgl. auch Art. 2:201 PEICL Zweck - Abbau struktureller Informationsdefizite; Ermöglichen rationaler VN-Entscheidungen - Produkt Versicherung kein Inspektionsgut (z.b. Regulierungspraxis, Solvenz, Rendite), Bedürfnis, sich zu versichern, sehr individuell - Unterstützung der Ausübung von Widerrufsrechten nach 8 VVG bei wirks. Vertrag Gegenstand: Inhalt des Vertrags ( 6 VVG: Wünsche und Bedürfnisse) Inhalt: insbesondere VVG-InfoV + AVB, 7 II VVG 44

45 2 Zustandekommen IV. Informationspflichten Grundfragen des 7 VVG (II) Auslösendes Moment - Neuabschluss - maßgebliche Änderung (analog Art. 1 I EGVVG Altvertrag : 19 VI 1 VVG) - nicht bei bloßer Verlängerung/einseitigem Anpassungsrecht (Fehlen einer 6 IV VVG entsprechenden Regel) - bei Rechtsänderungen: 6 I Nr. 2 VVG-InfoV Ausnahmen - Vertrag wird auf Verlangen ( 447 BGB) des VN im Fernabsatz ( vgl. 312b I 1 BGB) geschlossen, 7 I 3 Hs. 1 VVG - Information muss dann unverzüglich nach Vertragsschluss nachgeholt werden - Großrisiken i.s.d. 210 II VVG, 7 V 1 VVG 45

46 2 Zustandekommen IV. Informationspflichten Produktinformationsblatt, 4 VVG-InfoV Zweck - Transparenz (Antidot zur Hypertrophie der Informationen ) - Entscheidungshilfe in Form eines Überblicks über das Wesentliche Hintergrund - Zehn-Punkte-Vorschlag des ehemaligen BGH-Richters (IV.) und Versicherungsombudsmanns Römer (ders., VersR 2006, 740) - gedeckt von 7 II Nr. 1, 5 VVG (str.) Formalia - nur ggü. Verbraucher-VN, 4 I 1 VVG-InfoV (auch mitvers. Privatrisiken) - als solches zu bezeichnen, 4 V 1 VVG-InfoV - den übrigen Informationen voranzustellen (P: USB-Sticks, DVDs etc.) - bestimmte Reihenfolge der Informationen ( 4 V 3 VVG-InfoV; Vergleichsmöglichkeit) 46

47 2 Zustandekommen IV. Informationspflichten Zeitpunkt der Informationserteilung Rechtzeitig vor Abgabe der Vertragserklärung des VN - ausfüllungsbedürftiger Rechtsbegriff; keine starre Mindestbedenkfrist als Zwangsbedenkzeit (aber empfehlenswert) Kriterien - ähnlich wie bei der anlassbezogenen Beratung nach 6 VVG - Kunde (privat/geschäftlich; Vorkenntnisse; Erfahrung; Eilbedürftigkeit: Ausnahme schon bei vorl. Deckungszusage ( 49 I 1 VVG); wirtschaftliche Bedeutung) - Produkt (einfache Standardprodukte: Hausrat-, Wohngebäude-, PHV, K-Versicherung <> schwierige Produkte: Altersvorsorge (KapitalL- oder Rentenversicherung; substitutive Krankenversicherung) - Vertriebsform 2. Vermittlerbesuch nicht unbedingt erforderlich 47

48 2 Zustandekommen IV. Informationspflichten Form der Informationserteilung Mindeststandard des 126b BGB ( dauerhafte Wiedergabe ) - P: Art. 36 i.v.m. Anhang III Lebensversicherungs-RL: Papierform = in lesbarer Form Klar und verständlich, 7 I 2 VVG - sprachlich und formal (Gliederung, Satzbau, Wortwahl, optische Aufbereitung) - in Verhandlungssprache (LG Köln NJW-RR 2002, 1491 Haustürwiderruf) Möglichkeiten - Hinweis auf Link zum Download/Mitlesen am Bildschirm/telefonisch (-) - Online-Bereitstellen in (dauerhaftem) passwortgeschütztem Bereich - Ausdruck/Download + Abspeichern durch VN (BT-Drucks. 14/2658, S. 40; KG NJW 2006, 3215, 3217): entspr. Bestätigung auf Website vorsehen! - Übergabe einer Broschüre - Übergabe in elektronischer Form ( , CD-Rom, USB-Stick) 48

49 2 Zustandekommen IV. Informationspflichten Informationserteilung in elektronischer Form P: Zumutbarkeit der Kenntnisnahme: VN hat keinen Computer - Nachfrage des VR und Zustimmung des VN notwendig - Möglichkeiten: Fax, Angabe von -Adresse etc. P: Produktinformationsblatt auf USB-Stick ( vorangestellt ) - Individualisierung - Pop-Up -Lösung - zumindest, wenn als solches bezeichnet und sämtliche andere Informationen in einem separaten Ordner 49

50 2 Zustandekommen IV. Informationspflichten Folgen verspäteter oder unterlassener Information Keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit des Vertrages Verschobenes Widerrufsrecht bei verspäteter Übermittlung; ewiges Widerrufsrecht bei unterlassener Übermittlung ( 8 II VVG) Schadensersatz gem. 280 I BGB; ggf: Prämien, wenn Vertrag bei ordnungsgemäßer Information nicht abgeschlossen worden wäre Lauterkeitsrechtliche ( 4 Nr. 11 UWG) und aufsichtsrechtliche Folgen ( 81 VAG) 50

51 2 Zustandekommen IV. Informationspflichten Verzicht auf Information Dem Wortlaut des Gesetzes nach möglich gem. 7 I 3 Hs. 2 VVG durch ausdrückliche Erklärung ( 6 III VVG) - auf gesamte Informationen oder einen Teil - Erklärung kann von VR vorformuliert werden (str.); BT-Drucks. 16/3945, S. 60 (formularmäßiger Verzicht) bezieht sich nur auf fertigen Verzicht in AVB - durch gesonderte schriftliche Erklärung (= gesondertes Schriftstück <> 37 II VVG; BT-Drucks. 16/3945, S. 60) P: Möglichkeit des Verzichts verstößt gegen Art. 12 I RL 2002/65/EG (Fernabsatz II); L/P/Pohlmann, 7 Rn. 32; S/B/Ebers, 7 Rn Vom Reformgesetzgeber zu Unrecht beiseite gewischt (BT-Drucks. 16/3945, S. 48) - Folge: Vorschrift insgesamt (also auch im überschießend umgesetzten Teil) unanwendbar 51

52 2 Zustandekommen V. Widerruf durch den VN Grundfragen Zweck: Reue-Frist (cooling off) zum Einholen von Vergleichsangeboten Herkunft: Fernabsatzrecht, Art. 6 II RL 2002/65 EG) Europaweit verbreitet (vgl. auch Art. 2:303 PEICL) Voraussetzungslos; vertriebsformunabhängig Grundsätzlich für alle Versicherungsnehmer (nicht nur Verbraucher) Als unselbständiges Gestaltungsrecht abtretbar (MünchKomm-BGB/Roth, 399 Rn. 19) Kein Verzicht des VN vorgesehen 52

53 2 Zustandekommen V. Widerruf durch den VN Rechtspolitische Legitimität P: Doppelt überschießende Umsetzung des Art. 6 II RL 2002/65 EG - Erweiterung auf Nichtverbraucher-VN - Loslösung von der Vertriebsform des Fernabsatzes - Grund: regulatorische Einfachheit (zweifelhaft; vgl. 19, 21 VVG) Information und Beratung nach 6, 7 VVG beseitigen grundsätzlich die strukturelle Unterlegenheit des VN (Brand, Karlsruher Forum 2011) knüpft an ein Modell an (Fernabsatzrecht), das Gefährdung des Verbrauchers durch situative Unterlegenheit annimmt, gilt aber so, als ginge es um vertragstypische Unterlegenheit schützt nicht effektiv, da Zweifel an Richtigkeit des Vertragsschlusses bei Versicherungsverträgen zumeist erst später aufkommen 53

54 2 Zustandekommen V. Widerruf durch den VN Widerrufserklärung Erklärung des Widerrufs - bei Unzulässigkeit umdeutbar in Kündigung zum nächst möglichen Termin - Bei mehreren VN: Gemeinsame Erklärung erforderlich, 357 I 1, 351 BGB - bei Versicherung für fremde Rechnung: VN; Ausnahme: 44 II VVG - Folge: schwebende Wirksamkeit bis zur Ausübung des WiderrufsR <> 5a VVG a.f. Form - WE in Textform erforderlich, 8 I 2 VVG; keine Begründung notwendig - P: Richtlinienkonformität (str.) - Einhaltung der Textform aus Beweisgründen zu empfehlen (u.a. auch in Protokollen/Schriftsätzen möglich) 54

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