Elektrosmog ein Phantomrisiko

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1 Elektrosmog ein Phantomrisiko

2 Elektrosmog ein Phantomrisiko

3 Inhalt Vorwort 4 Einleitung: 7 Seriös ist nur das Vielleicht Die EMF-Gesundheitsrisiken: 11 Tödlich bis harmlos Die EMF-Haftungsrisiken: 22 Der Verlust des Unmöglichen Die EMF-Risiken des Versicherers: 30 Es wird sich etwas ändern Zusammenfassung: 35 Den Schaden begrenzen und kommunizieren 3

4 Vorwort Elektrosmog steht im Verdacht, Krebs und andere Krankheiten zu verursachen oder zu begünstigen. Die vorherrschende Meinung geht davon aus, dass Elektroindustrie und Elektrizitätswirtschaft jedoch nur dann haftbar gemacht werden könnten, wenn der bislang fehlende naturwissenschaftliche Kausalbeweis für eine gesundheitsschädigende Wirkung schwacher elektromagnetischer Felder (EMF) erbracht würde. Die vorliegende Publikation kommt zum gegenteiligen Schluss. Sie zeigt, dass bereits auf Grundlage des heutigen Wissensstandes Urteile zugunsten der Kläger gefällt werden könnten. Die nachfolgenden Kapitel legen ausführlich dar, weshalb die Frage nach den Gesundheitsrisiken schwacher elektromagnetischer Phänomene nicht sicher zu beantworten ist. Epidemiologische Studien können zwar belegen, dass Menschen unter bestimmten Expositionsbedingungen häufiger erkranken. Aus solchen Statistiken lässt sich aber grundsätzlich nie auf den Einzelfall schliessen. Solange die Ursachen von Krebs und anderen Krankheiten nicht zweifelsfrei geklärt sind, lassen sich Zusammenhänge bestenfalls vermuten. Entscheidende Frage ist deshalb nicht, zu welchen Ergebnissen die EMF-Forschung in absehbarer Zeit kommen wird, sondern, wie die Gesellschaft solche Vermutungen künftig bewertet: Einerseits erscheint es ungerecht, einem Opfer nur deshalb keinen Schadenersatz zuzusprechen, weil die Ursachen seiner Erkrankung nicht zweifelsfrei zu klären sind. Anderseits ist es ebenso ungerecht, jemanden nur schon deshalb haftbar zu machen, weil er den Schaden verursacht haben könnte. Aus dieser Pattsituation ergibt sich für die Versicherungswirtschaft ein äusserst gefährliches Änderungsrisiko, das aus zwei Komponenten besteht: Dem klassischen Entwicklungsrisiko, also der Möglichkeit, dass sich elektromagnetische Felder aufgrund neuer Forschungsergebnisse als gefährlicher erweisen als bisher angenommen. Und dem gesellschaftspolitischen Änderungsrisiko, also der Tatsache, dass gleiche wissenschaftliche Erkenntnisse aufgrund veränderter gesellschaftlicher Werte anders bewertet werden als bisher. Der allmähliche Übergang des Haftungsrechts von der ursprünglichen Verschuldenshaftung über die Gefährdungshaftung zur teilweise bereits praktizierten reinen Vermutungs- oder Verdachtshaftung skizziert die Richtung dieses Wandels. Das Rechtsinstrument Haftpflicht wird zunehmend als Mittel der Daseinsbewältigung ge- oder sogar missbraucht. Sei es, um politische Ziele im Kampf gegen eine als zunehmend bedrohlich empfundene Technisierung unserer Umwelt zu erreichen oder zum profanen Zweck der Bereicherung. Wir stufen das Änderungsrisiko also nicht deshalb als ausserordentlich brisant ein, weil sich schwache elektromagnetische Felder wider Erwarten doch als gefährlich erweisen könnten so, wie sich vor vielen Jahren Asbestfasern nach und nach als gesundheitsschädlich herausstellten. Wir erachten das Änderungsrisiko deshalb als so gefährlich, weil ein grosses politisches und finanzielles Interesse breiter Kreise daran zu erkennen ist, dass Elektrosmog von der Gesellschaft als gefährlich angesehen wird. 4

5 Setzen sich diese Interessen durch, könnten hängige und künftige EMF- Haftpflichtklagen zugunsten der Kläger entschieden werden und dadurch Forderungen existenzbedrohenden Ausmasses auf die Versicherungswirtschaft zukommen. Immense Abwehrkosten sind bereits jetzt zu erwarten. In diesem Sinne ist diese Publikation eine Warnung. Die EMF-Problematik ist für die Assekuranz gefährlicher und bedrohlicher als gemeinhin vermutet. Und zwar nicht wegen der nicht beweis- und quantifizierbaren Gesundheitsrisiken, sondern wegen des unkalkulierbar grossen gesellschaftspolitischen Änderungsrisikos. Die Publikation will jedoch mehr als nur warnen. Sie zeigt auch die wissenschaftstheoretischen und gesellschaftspolitischen Hintergründe dieses Wandels auf und stellt die EMF-Problematik als typisches Beispiel für sogenannte Phantomrisiken dar, das heisst für denkbare Gefahren, deren Grösse nicht zu bemessen ist und die vielleicht nicht einmal existieren, die aber dennoch wirklich sind. Und sei es nur, indem sie Angst bewirken und Klagen provozieren. Die vorliegende Publikation präsentiert keine Lösungen. Sie zeigt aber auf, wo sie zu suchen sind: In den Werten, Gesetzen, Gepflogenheiten und Konventionen, die das Zusammenleben von Menschen in hochdifferenzierten Gesellschaften regeln. Solche Spielregeln dürfen nicht einseitig geändert werden. Vielmehr müssen sie immer wieder aufs Neue gemeinsam ausgehandelt und vereinbart werden. Wir sind zu dieser Kommunikation bereit und stellen uns gerne der zukunftsorientierten Diskussion über pragmatische und tragfähige Lösungen. Dr. Bruno Porro Mitglied der Geschäftsleitung Künftig wird sich die Versicherungswirtschaft immer häufiger mit solchen Phantomrisiken konfrontiert sehen. Abgesehen von der dringend notwendigen Schadenbegrenzung im Bereich EMF stellt sich die übergeordnete Aufgabe, neue Bewältigungsstrategien für technologische Entwicklungs- und gesellschaftspolitische Änderungrisiken zu entwickeln. Die Versicherungswirtschaft kann dazu beitragen; allerdings nur in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. 5

6 Einleitung: Seriös ist nur das Vielleicht Kompliziertheit und Komplexität der EMF-Problematik Die öffentliche Diskussion über den sogenannten Elektrosmog konzentriert sich auf zwei Fragen: Schaden elektromagnetische Felder und Strahlungen kurz EMF der Gesundheit? Sind Hersteller beziehungsweise Betreiber von Anlagen und Geräten, die solche Felder und Strahlungen aussenden, für die dadurch entstehenden Schäden haftpflichtig? Nach allgemeiner Erwartung wird die Frage nach dem Gesundheitsrisiko elektromagnetischer Felder und Strahlungen über kurz oder lang mit einem eindeutigen Ja oder Nein beantwortet werden, was die haftungsrechtliche Situation dann quasi von selbst klären würde. Diese Erwartung ist falsch, weil sie auf der irrigen Annahme beruht, die Zusammenhänge zwischen elektromagnetischen Expositionen des menschlichen Organismus und Krankheiten wie Krebs, Immunschwäche, Alzheimer oder Parkinson seien lediglich kompliziert. Tatsächlich haben wir es jedoch mit komplexen Zusammenhängen zu tun, die mit den heute verfügbaren Forschungsmethoden nicht einmal zu erkennen, geschweige denn zu verstehen sind. Die gesuchten Antworten auf die Frage nach den Zusammenhängen liegen jenseits der heutigen «Wissbarkeitsgrenze». Eine einfache Analogie aus der Geschichte der Wissenschaft: Erst nach der Erfindung des Mikroskops konnte der Mensch erkennen, dass es Bakterien, Viren und andere Kleinstlebewesen gibt, die Krankheiten hervorrufen. Heute sucht die Wissenschaft nach Methoden und Instrumenten, die vergleichbar einem Mikroskop komplexe Systeme wie zum Beispiel unseren Organismus besser durchschauen und eines Tages vielleicht sogar verstehen lassen. Bis dahin sind über die Auswirkungen elektromagnetischer Phänomene auf den menschlichen Organismus nur Vermutungen möglich. Die aber sind zu vage, um die eingangs gestellte Frage nach der Schädlichkeit von EMF zuverlässig mit Ja oder Nein beantworten zu können. Die einzig seriöse Antwort lautet: vielleicht. Um dieses «vielleicht» soweit als möglich zu präzisieren, sind alle verfügbaren Informationen zu berücksichtigen. Deshalb müssten wir uns zunächst eingehend mit der Quanten- und der Relativitätstheorie auseinandersetzen, um eine ungefähre Vorstellung von dem zu gewinnen, was Physiker unter Feldern und Strahlungen, Energie und Kraft, Zeit und Raum verstehen. Weiter müssten wir alle Hypothesen über die Entstehung von Krebs und anderen Krankheiten diskutieren, um zu verstehen, was Mediziner und Physiologen über die Ursachen dieser Krankheiten wissen und was nicht. All dies müsste vor dem Hintergrund der mehr als 2500 Jahre alten Geschichte des Kausalitätsbegriffes betrachtet werden, um nachvollziehen zu können, weshalb die Naturwissenschaft heute unter Ursache und Gesetzmässigkeit anderes versteht als noch zu Beginn unseres Jahrhunderts. Und schliesslich wäre auch noch zu untersuchen, wie sich dieses veränderte Ursachenverständnis der Naturwissenschaften auf die Rechtsetzung und -sprechung auswirkt. Dazu wiederum gälte es, umstrittene soziologische und politische Grundsatzfragen zu diskutieren. 7

7 EMF aus der Sicht der Assekuranz Eine solch multidisziplinäre Betrachtung der EMF-Problematik ist aber allein schon deshalb wenig hilfreich, weil sich jede der involvierten Disziplinen einer eigenen Denkweise, Methodik und Sprache bedient, ohne deren Kenntnis die jeweiligen wissenschaftlichen Aussagen widersprüchlich erscheinen müssen. Anderseits können wir diese Widersprüche nicht ausser Betracht lassen, weil die EMF-Problematik genau hier, an der Schnittstelle zwischen Recht und Naturwissenschaft, ihren eigentlichen Ursprung hat. Denn die Rechtssysteme sehen sich gegenwärtig vor die Aufgabe gestellt, aufgrund nur vager naturwissenschaftlicher Erkenntnisse einen gerechten Ausgleich zwischen individuellem Schutzbedürfnis und gesamtgesellschaftlichen Interessen herstellen zu müssen. Wie sollen wir mit Technologien umgehen, die vielen Menschen offensichtlich nützen, einigen wenigen aber möglicherweise grossen Schaden zufügen? Da niemand über mehr Erfahrung im systematischen Umgang mit Risiken verfügt als die Versicherungswirtschaft, wird von ihr zu Recht erwartet, zur Lösung dieses Problems beizutragen. Viele Interessengruppen versuchen aber, die Haltung der Assekuranz zur EMF- Problematik politisch zu instrumentalisieren; etwa indem sie in eine Deckung beziehungsweise Nichtdeckung von EMF-Risiken einen Beweis für die Unbedenklichkeit respektive Gefährlichkeit elektromagnetischer Phänomene hineininterpretieren. Solchen Ansinnen muss sich die Assekuranz verweigern. Der Versicherer kann die EMF-Problematik weder naturwissenschaftlich noch philosophisch, medizinisch oder juristisch und schon gar nicht parteipolitisch bewerten, sondern er kann zu all diesen Fragen nur aus der spezifischen Perspektive der Assekuranz Stellung beziehen. Daraus ergibt sich die dieser Publikation zugrundeliegende Methodik: Wir diskutieren die EMF-Problematik aus der Sicht des Risk Managements. Wir sehen unsere Aufgabe nicht darin, die erkenntnistheoretischen, physikalischen, technischen, physiologischen, rechtlichen, soziologischen und politischen Fragen zu klären. Sondern wir wollen zeigen, wie sich EMF-Risiken auf Grundlage der heute verfügbaren Informationen darstellen und welche Möglichkeiten der Risikobehandlung bestehen. Statt das Problem lösen zu wollen, beschränken wir uns darauf, Möglichkeiten der Problembewältigung zu skizzieren. Dabei konzentrieren wir uns den Aufgaben der Assekuranz gemäss auf den sogenannten Risikotransfer. Wichtigste Voraussetzung für eine systematische Risiko-Diskussion der EMF- Problematik ist die konsequente Unterscheidung zwischen dem EMF-Gesundheitsrisiko und dem EMF-Haftungsrisiko. Denn nur so wird deutlich, dass die Frage nach der Haftung nicht durch Klärung der naturwissenschaftlich-medizinischen Aspekte entschieden wird. Vielmehr lässt die aktuelle Entwicklung moderner Gesellschaften befürchten, dass selbst dann ein Haftungsrisiko besteht, wenn eine Gesundheitsgefährdung durch schwache elektromagnetische Felder nicht bewiesen ist. Um diesen Zusammenhang anschaulich darzustellen, wurde die Publikation in vier Kapitel gegliedert. EMF aus der Sicht des Risk Managements An der Schnittstelle zwischen Recht und Naturwissenschaft EMF-Gesundheitsrisiko und EMF- Haftungsrisiko 8

8 Während «Das EMF-Gesundheitsrisiko» die Gesundheitsgefahren diskutiert, behandelt «Das EMF-Haftungsrisiko» die Gefahr von Schadenersatzforderungen insbesondere an die Elektrotechnische und Elektronische Industrie. «Das EMF- Risiko des Versicherers» zeigt, dass das Gesundheitsrisiko versicherungstechnisch betrachtet keine ungewöhnliche Aufgabe darstellt, dagegen das Haftpflicht-Risiko unter bestimmten Bedingungen für den Versicherer existenzbedrohende Ausmasse annehmen kann. Eine Deckung wird nur dann gewährt werden können, wenn von der Öffentlichkeit elementare Kriterien der Versicherbarkeit erfüllt sind. Dieser versicherungspolitische Aspekt ist Thema der Zusammenfassung. Ein Denkprotokoll Mit dem Ziel der guten Lesbarkeit und Verständlichkeit haben wir auf eine wissenschaftliche Darstellung unserer langjährigen Studien zur EMF-Problematik verzichtet. Wir konzentrieren uns auf die wesentlichen Punkte und zeigen, wo Lösungen zu suchen sind: Nicht vor Gericht oder in den Forschungslabors, sondern in der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung über den Umgang mit Risiken. Deshalb darf diese Publikation nicht als «fertiges Ergebnis» betrachtet werden. Sie ist vielmehr Protokoll eines Denkprozesses innerhalb der Schweizer Rück, dessen primäres Ziel war, das Problem möglichst genau zu fassen. Dazu haben eine Vielzahl von Wissenschaftlern und Experten aus Europa, den Vereinigten Staaten und Japan in vielen persönlichen Gesprächen beigetragen. Ihnen allen sei insbesondere für Ihre Bereitschaft gedankt, die Schattenlinien der jeweils eigenen Disziplin zu überspringen und uns zu helfen, die fachübergreifenden Grundmuster der EMF-Problematik herauszuarbeiten. 9

9 Die EMF-Gesundheitsrisiken: Tödlich bis harmlos Was sind elektromagnetische Felder und Strahlungen? Um das EMF-Gesundheitsrisiko diskutieren zu können, sind fünf Fragen zu klären: Was sind elektromagnetische Felder und Strahlungen und welche Gefahr stellen sie für den Organismus dar? Wie gross ist das Risiko einer Gesundheitsschädigung durch elektromagnetische Expositionen? Wie ist dieses Risiko zu bewerten? Wie können wir dieses Risiko behandeln? Der Physiker versteht unter einem Feld einen mit Kraft erfüllten Raum. Das Gravitationsfeld der Erde ist beispielsweise von Schwerkräften erfüllt, die uns in Richtung Erdmittelpunkt ziehen. Elektrische Felder bestehen aus elektrischen Kräften, die von Ladungsträgern, etwa Protonen und Elektronen, ausgehen. Gleichnamige Ladungsträger stossen sich ab, ungleichnamige ziehen sich an. Durch Anziehung bilden Elementarteilchen Atome, diese wiederum Moleküle, Zellen, Organe, Lebewesen. So bestehen wir aus Materie, die von elektrischen Feldern zusammengehalten wird. Heben sich die elektrischen Kräfte von miteinander verbundenen Teilchen auf, erscheinen sie nach aussen elektrisch neutral. Berühren sich unterschiedliche Materialien, findet an ihren Grenzflächen jedoch ein allmählicher Ladungsträgeraustausch statt. Liegt zum Beispiel ein Wollpullover auf unseren Haaren, wandern negative Ladungsträger von der Wolle auf unsere Haare. Zwischen den nun «negativen» Haaren und dem «positiven» Pullover baut sich eine elektrische Spannung auf. Haare und Pullover ziehen sich gegenseitig an. Ziehen wir den Pullover schnell über den Kopf, bleibt den negativen Ladungsträgern nicht genügend Zeit, um von den Haaren auf die Wolle zurückzuspringen. An den Haaren entsteht ein Überschuss negativer Ladungsträger, die sich gegenseitig abstossen: Die Haare stehen uns zu Berge, und zwar solange, bis die überschüssigen Ladungsträger als schwacher elektrischer Strom von den Haaren über den Körper zur Erde abgeflossen sind. Bewegte Ladungsträger gleichbedeutend mit elektrischen Strömen erzeugen ein Magnetfeld. Fliesst Strom durch ein Kabel, geht von diesem ein Magnetfeld aus. Wickeln wir das Kabel zu einer Spule auf, entsteht in deren Innenraum ein rotierendes Magnetfeld. Installieren wir dort einen frei beweglichen Magneten, wird dieser von den Magnetkräften der bewegten Ladungsträger mitgezogen und dreht sich. Das ist das Prinzip des Elektromotors. Umgekehrt: Drehen wir den Magneten, bewegt dessen Magnetfeld die Ladungsträger im Kabel, und es wird Strom erzeugt. Das ist das Prinzip des Generators. Dieser Zusammenhang wird als Elektromagnetismus bezeichnet. Bewegte Ladungsträger erzeugen Magnetfelder; bewegte Magnetfelder erzeugen elektrische Ströme. Auch das Erdmagnetfeld wird von starken elektrischen Strömen im Inneren unseres Planeten hervorgerufen. Wieso aber ist ein gewöhnlicher, offensichtlich nicht «elektrischer» Haushaltsmagnet magnetisch? Elektronen rotieren um ihre eigene Achse, vergleichbar einer Eiskunstläuferin, die sich bei einer Pirouette zwar nicht von, aber auf der Stelle bewegt. Auch wenn ein Elektron scheinbar ruht, ist es doch ständig in Bewegung und deshalb immer von einem Magnetfeld umgeben. Je nach Konstellation der Elementarteilchen können sich die Magnetkräfte gegenseitig aufheben, und die Atome beziehungsweise Moleküle erscheinen nach aussen unmagnetisch. Oder die Kräfte verstärken sich, wodurch der jeweilige Gegenstand magnetisch erscheint. Magnetfelder Elektromagnetismus Entstehung des Magnetismus 11

10 Elektrische Wechselfelder, magnetische Wechselfelder Elektromagnetische Strahlung Nun sind bekanntlich zwei Stromarten zu unterscheiden. Gleichstrom, bei dem Ladungsträger vom einen zum anderen Ende des Kabels wandern, und Wechselströme, bei denen sich die Ladungsträger, vergleichbar einem Pendel, hin und her bewegen. Entsprechend schwingen auch die Felder dieser Ladungsträger, wodurch sie zu elektrischen beziehungsweise magnetischen Wechselfeldern werden. Während uns die Haare in einem Gleichfeld zu Berge stehen, werden sie von einem Wechselfeld in Schwingungen versetzt. Sensible Menschen nehmen dies als leichtes Vibrieren der Körperhaare wahr, wenn sie beispielsweise direkt unter einer Starkstromleitung stehen. Stellen wir uns einen einzelnen solchen Ladungsträger und seine Felder im Wechselstrom vor: Kommt der Ladungsträger zum Stehen, wird die Bewegung seiner Felder verlangsamt. Also wäre zu erwarten, dass die bewegten Felder im genau gleichen Moment wie ihr Ladungsträger zum Stillstand kommen. Nach der Relativitätstheorie können sich Informationen jedoch maximal mit Lichtgeschwindigkeit fortpflanzen, also nur mit endlicher Geschwindigkeit. Die äusseren Bereiche der Felder erhalten die Information über die Verlangsamung ihres Ladungsträgers demnach nicht sofort, sondern mit zeitlicher Verzögerung. Obwohl der Ladungsträger bereits ruht, sind sie immer noch in Bewegung. Pendelt der Ladungsträger sehr schnell hin und her, verlieren die Felder den Anschluss an ihren Ladungsträger. Sie lösen sich von ihrem Ursprung ab und breiten sich als elektromagnetische Strahlung im Raum aus. Vergleichbar einem Ton, der sich von einer Klaviersaite löst und durch den Raum schwebt. Bekannte Beispiele für elektromagnetische Strahlungen sind Licht, Wärme und Radiosignale. Woraus Kräfte und Strahlungen bestehen, weiss die Physik noch nicht. Einerseits verhält sich Licht wie eine Schwingung, anderseits zeigt es Eigenschaften von Teilchen. Deshalb sprechen die Physiker vom Welle-Teilchen-Dualismus. Dieses Phänomen ist nicht erklärbar, ohne unsere tradierte Vorstellung von Raum und Zeit aufzugeben, was hier zu weit führen würde. Deshalb beschränken wir uns auf eine vereinfachende Zusammenfassung der physikalischen Aspekte: Felder bestehen aus Gravitationskräften, elektrischen Kräften oder magnetischen Kräften. Die Wirkung dieser Kräfte besteht darin, die Ursprünge jeweils gleichartiger Felder zu beschleunigen, indem sie sich anziehen oder abstossen. Bei Gleichfeldern ist die Kraft konstant, bei Wechselfeldern kehrt sich ihre Richtung ständig um, wodurch die angezogenen beziehungsweise abgestossenen Teilchen in Schwingung versetzt werden. Strahlung können wir uns als Wechselfelder vorstellen, die sich von ihrem Ursprung lösen und frei im Raum ausbreiten. Da sich unser Körper aus Teilchen zusammensetzt, die alle von mehr oder weniger starken elektrischen und magnetischen Feldern umgeben sind, kann im Prinzip jeder Bestandteil unseres Organismus durch von aussen eindringende Felder und Strahlungen bewegt beziehungsweise in Schwingung versetzt werden. Eine aus dem Auge herauspräparierte Zelle zeigt in wässriger Lösung in einem Reagenzglas beispielsweise ausgeprägte magnetische Eigenschaften. Gleich einer Kompassnadel richtet sie sich nach dem Feld eines in die Nähe gebrachten Magneten aus. Die Grenzen physikalischen Wissens Wie gefährlich sind elektromagnetische Felder und Strahlungen? 12

11 Nur eine Frage der Dosis? EMF als Signale Bei einem lebenden Menschen können diese Augenzellen ihre Lage natürlich nicht beliebig verändern, weil sie Teil eines festen Zellverbandes sind. Um Teilchen tatsächlich zu bewegen, müssen sie entweder beweglich sein, wie im Beispiel mit den Haaren, oder es müssen genügend starke Kräfte wirken, um sie von ihrer Umgebung losreissen zu können. In Anlehnung an den Lehrsatz von Paracelsus, wonach allein die Dosis bestimme, ob ein Ding Gift sei, könnte angenommen werden, dass die Gesundheitsgefährdung allein von der Feld- oder Strahlungsstärke bestimmt werde. Etwa so, wie die Temperatur eines Steins nur dadurch bestimmt wird, wieviel Energie ihm von aussen zugeführt wird. Unser Organismus stellt jedoch ein komplexes System dar, das selbst Energie erzeugt und verbraucht und auf Energiezufuhr ganz unterschiedlich reagiert. Dazu ein Beispiel aus der Welt des Kinos: Die Lampe des Filmprojektors gibt Lichtenergie ab, die von der Leinwand reflektiert, von unserem Auge aufgenommen, in der Netzhaut in elektrische Energie und in Form von Nervensignalen ans Sehzentrum unseres Gehirns weitergeleitet wird. So sehen wir Antony Perkins in Hitchcocks «Psycho» das Messer schwingen und unser Herz schlägt schneller. Die Reaktion des Organismus wird also nicht nur von der Energiemenge, sondern auch von der übertragenen Information beziehungsweise deren Interpretation bestimmt. Die Physiologen ziehen es deshalb vor, statt von Ursachen und Wirkungen von Signalen und Antworten zu sprechen. Im Beispiel des Spielfilms besteht das Signal in der Information «gleich geschieht ein Mord». Die biologische Antwort kann je nach Gemüt und Kinoerfahrung des Zuschauers von einem gelangweilten Gähnen bis zum Herzinfarkt reichen. Stellen wir uns nun vor, einer der Kinobesucher würde angesichts der oben angedeuteten Mordszene vor Schreck aufspringen und aus dem Kino fliehen. Für diese biologische Antwort muss offensichtlich viel mehr Energie aufgewendet werden als das auslösende Signal beinhaltet. Dieses Beispiel illustriert einen für das richtige Verständnis der EMF-Problematik besonders wichtigen Zusammenhang: Der Organismus kann Signale energetisch verstärken. Eigentliche Ursache der biologischen Antwort ist dieser Verstärkungsprozess, nicht das Signal selbst. Dieses wirkt «nur» als Auslöser. Mit den energetischen Wirkungen und den Signalwirkungen sind folglich zwei verschiedene Gefahren elektromagnetischer Phänomene zu unterscheiden. Energetische Wirkungen schaden dem Organismus, indem einzelnen Molekülen, Zellen oder Organen soviel Energie zugeführt wird, dass diese ganz oder teilweise zerstört werden. Sonnenstrahlung beispielsweise kann unsere Hautzellen so stark erhitzen, dass es zu einem Sonnenbrand kommt. Die kurzwelligen Sonnenstrahlen etwa ab dem Ultraviolett-Bereich enthalten noch mehr Energie und können deshalb gar chemische Bindungen in den Genen der Hautzelle aufbrechen. Eine mögliche Folge ist die Entstehung von Krebszellen. Mikro- und Radiowellen enthalten demgegenüber erheblich weniger Energie, dringen allerdings tiefer in den Körper ein und können deshalb tiefliegendes Gewebe erhitzen. Das ist der gleiche Effekt wie wenn Mikrowellen in einem Ofen die in einem Stück Fleisch enthaltenen Wassermoleküle in hohe Schwingungen versetzen, wodurch das zu garende Gut von innen her erwärmt wird. Energetische Wirkungen 13

12 Die Gefährlichkeit solcher Strahlungsquellen wird häufig überschätzt, weil man nicht berücksichtigt, dass die Energiedichte der Strahlung mit zunehmender Entfernung von ihrem Ursprung überproportional abnimmt. Das kann an einem gewöhnlichen Elektroherd nachvollzogen werden. Unmittelbar über der heissen Kochstelle ist die elektromagnetische Wärmestrahlung so stark, dass wir uns sofort die Finger verbrennen. Doch bereits mit einem Abstand von etwa einem halben Meter ist die Strahlung harmlos schwach. Die Annahme, schwache Radiosignale könnten dem Menschen schaden, entspricht in etwa der Befürchtung, man könne sich vom Wohnzimmer aus an einem in der Küche stehenden Herd die Finger verbrennen. Ein anderes Missverständnis ergibt sich aus der weit verbreiteten Meinung, Strahlung sei immer gefährlich, auch wenn sie noch so schwach ist. Abgesehen von der weit verbreiten Assoziation mit radioaktiver Strahlung beruht diese Befürchtung auf der Annahme eines kontinuierlichen Ursachen-Wirkungs-Zusammenhangs: Wenn starke Strahlung einen grossen Gesundheitsschaden bewirkt, so wird ein Bruchteil dieser Strahlung einen entsprechenden Bruchteil dieses Schadens anrichten. Tatsächlich laufen energetische Vorgänge jedoch immer gequantelt, also stufenartig ab. Führen wir einem System kontinuierlich Energie zu, treten bestimmte Wirkungen nicht in gleichem Masse dazu auf, sondern sprunghaft und immer erst dann, wenn das System das für die jeweilige Wirkung erforderliche Energieniveau erreicht hat. Das heisst: Durch Energiezufuhr etwa durch Sonneneinstrahlung wird eine Hautzelle zwar immer erwärmt. Geschädigt wird sie dadurch jedoch erst dann, wenn ihre Innentemperatur 47 Grad Celsius übersteigt. Thermische Schäden setzen also stets eine relativ starke Energiezufuhr voraus. Signalwirkungen hingegen können selbst durch schwächste Felder hervorgerufen werden. Denn der Organismus kann, wie am Beispiel des verschreckten Kinobesuchers illustriert, schwache Signale in starke biologische Antworten umsetzen so wie ein Radiogerät die schwachen Signale eines Rundfunksenders verstärkt. Nach dem oben skizzierten Generator-Prinzip kann ein von aussen einwirkendes magnetisches Wechselfeld in unserem Körper elektrische Ströme induzieren, die unter Umständen zu einem Herzkammerflimmern führen, optische Eindrücke vortäuschen oder biochemische Prozesse beeinflussen. Das entspricht dem Prinzip vom Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Allerdings wird diese Analogie der Komplexität unseres Organismus nicht gerecht. Wir müssen uns eher ein Fass vorstellen, das selbst Wasser produziert und ständig welches verbraucht, zudem von vielen Quellen gespeist wird und gleichzeitig aus vielen Öffnungen Wasser abgibt. Und: Es hat einen Steuerungsmechanismus, der durch das Öffnen von Überlaufventilen oder Freisetzen eingebauter Wasserreserven auch extrem starke Schwankungen des Wasserspiegels blitzschnell auszugleichen vermag. Die Energiemengen schwacher elektromagnetischer Phänome liegen in einer Grössenordnung, die im obigen Bild einzelnen Wassertröpfchen oder sogar nur einzelnen Wassermolekülen entspricht. Sie sind also so schwach, dass ein einzelnes solches Feld einen intakten Organismus praktisch nicht stören kann. Signalwirkungen 14

13 Elektrosmog Melatonin-Hypothese Dennoch ist eine Schädigung des Organismus denkbar. Erstens könnten viele Tröpfchen auf einmal in das Fass gelangen. Dies entspricht der Hypothese vom Elektrosmog. Einige Forscher mutmassen, dass die Vielzahl elektromagnetischer Phänomene einer hochtechnisierten Umwelt eine Art Smog bildet, der den Organismus langfristig in ähnlicher Weise stresst wie zum Beispiel ein zwar niedriger, aber ständig anhaltender Geräuschpegel. Unklar ist die Bedeutung dieses Elektrostresses für den Organismus als Ganzes, insbesondere im quantitativen Vergleich zu anderen Stressfaktoren wie chemischen Belastungen oder psychischen Faktoren. Zum zweiten ist denkbar, dass der Regelmechanismus selbst beeinträchtigt wird. Ein Beispiel für solche Überlegungen ist die Melatonin-Hypothese. Melatonin ist ein wichtiges Hormon mit vermutlich krebsunterdrückender Wirkung. Es wird von der tief im Gehirn liegenden Zirbeldrüse hergestellt. Seine Produktion wird unter anderem über die Netzhaut des Auges gesteuert: je mehr Licht, desto weniger Melatonin. Experimente zeigen, dass auf die Zirbeldrüse einwirkende Magnetfelder ebenfalls zu einer Verringerung der Melatoninproduktion führen. Die Felder beschädigen die Drüse zwar nicht, signalisieren ihr aber, jetzt nicht zu produzieren. Deshalb ist nicht auszuschliessen, dass technisch erzeugte Magnetfelder über die Beeinflussung der Zirbeldrüse eine Verringerung der Melatoninproduktion bewirken und auf diese Weise indirekt die Tumorabwehr des Organismus schwächen. Abgesehen davon, dass die krebsunterdrückende Wirkung von Melatonin noch bezweifelt wird, ist die Beeinträchtigung der Zirbeldrüse eine rein qualitative Beobachtung, und es gibt keinerlei konkrete Anhaltspunkte, ob und in welchem Masse das Tumorabwehrsystem tatsächlich beeinträchtigt wird. Ähnlich verhält es sich mit allen anderen Hypothesen über mögliche Zusammenhänge zwischen Reizerscheinungen und krankhaften Prozessen. Sie sind zwar denkbar, aber weder zu beweisen noch zu widerlegen, geschweige denn zu quantifizieren. Statt diese Hypothesen einzeln zu diskutieren, ist es wichtiger zu zeigen, weshalb die Erforschung dieser Zusammenhänge so schwierig ist. Starke Felder und Strahlungen hinterlassen eindeutige Spuren; Überhitzungen und Verbrennungen resultieren beispielsweise in typischen Gewebeveränderungen. Im Prinzip haben wir es also mit Verletzungen zu tun, die sich in der Regel ebenso eindeutig auf bestimmte elektromagnetische Expositionen zurückführen lassen wie zum Beispiel ein Knochenbruch auf einen Sturz beim Skifahren. Ein Fall: Bei Arbeiten an einer Radar- Sendeantenne wurde diese versehentlich in Betrieb gesetzt und einer der Techniker starker Mikrowellenstrahlung ausgesetzt. Kurze Zeit später starb der Mann. Bei der Autopsie wurden verbrennungsartige Gewebeveränderungen festgestellt, die eindeutig auf die thermische Belastung durch die Mikrowellenbestrahlung zurückzuführen waren. Solche Unfälle und Experimente an isolierten Molekülen, Zellen und Organen klären den generellen Zusammenhang zwischen bestimmten elektromagnetischen Expositionen und thermischen Schäden zweifelsfrei. Weil eine Hautzelle, wenn sie auf mehr als 47 Grad erhitzt wird, nicht nur zerstört werden kann, sondern zwingend zerstört wird, darf der Schluss gezogen werden: Wurde eine Hautzelle thermisch zerstört, so muss ihr entsprechend viel Energie zugeführt worden sein. Probleme der EMF Forschung 15

14 Schwache Felder und Strahlungen müssen hingegen nicht zwingend, können aber biologische Antworten auslösen. Setzen wir den Körper schwachen Feldern aus, führt dies nicht sicher, sondern nur vielleicht zu bestimmten Reaktionen. Zudem können die jeweiligen biologischen Antworten auch durch andere Signale ausgelöst werden. Eine verringerte Melatonin-Produktion, um dieses Beispiel wieder aufzugreifen, muss nicht zwingend auf Magnetfeldeinwirkungen, sondern kann auch auf viele andere, möglicherweise sogar unbekannte Vorgänge zurückzuführen sein. Wir sehen nun, dass die Forschung zwei grundverschiedene Zusammenhänge zu klären versucht. Einerseits klassische Ursachen-Wirkungsbeziehungen, die sich oft sogar experimentell belegen lassen: Wird eine Zelle überhitzt, wird sie immer zerstört. Um solche Zusammenhänge zu erkennen, bedarf es nicht einmal eines genauen Wissens der interzellulären Vorgänge. Für praktische Zwecke genügt die Feststellung, dass es so ist. Zum anderen hat es die Forschung mit komplexen Ursachen-Wirkungs-Geflechten zu tun, in denen beobachtbare biologische Antworten in unbekannter Weise durch schwache Signale ausgelöst oder beeinflusst werden können. Entgegen der allgemeinen Annahme, die Forschung versuche zu beweisen, dass schwache EMF-Phänomene Krebs erzeugen, versucht sie vielmehr herauszufinden, ob und falls ja in welcher Weise und unter welchen Bedingungen solche Krankheiten durch elektromagnetische Phänomene beeinflusst werden, wobei nicht einmal eine gesundheitsfördernde Wirkung auszuschliessen ist. Zweifelsfreie Antworten wird die Forschung erst geben können, wenn die Krankheitsursachen vollständig geklärt sind. Wenn wir eines Tages wissen sollten, welche Rolle schwache elektromagnetische Felder bei Krebserkrankungen spielen, dann werden wir auch wissen, wodurch Krebs entsteht. Bis dahin bleibt der Wissenschaft nichts anderes übrig, als immer wieder neue Hypothesen aufzustellen, zu überprüfen und zu verwerfen, bis sich schliesslich aus vielen Einzelerkenntnissen ein aussagekräftiges Gesamtbild über Krebs und andere Krankheiten herausschält. Alternativ zu diesem mühsamen Weg der Ursachenforschung wird immer häufiger versucht, gesundheitsschädliche Einflüsse elektromagnetischer Phänomene mittels epidemiologischer Untersuchungen nachzuweisen. So zeigen mehrere Studien, dass in der Nähe von Hochspannungsleitungen aufwachsende Kinder überdurchschnittlich häufig an Leukämie erkranken. Darin einen Beweis oder auch nur einen deutlichen Hinweis auf eine Krebs erzeugende oder begünstigende Wirkung elektromagnetischer Felder zu sehen, ist jedoch eine allen Regeln der Statistik widersprechende und geradezu unseriöse Schlussfolgerung. Denn diese Studien beobachten nur die Korrelation zwischen dem Vorhandensein bestimmter EMF- Quellen der Stromleitungen und der relativen Erkrankungshäufigkeit von Kindern, die in der Nähe dieser Quellen wohnen. Weder aber wurde gemessen, welchen Feld- und Strahlungsstärken die Kinder effektiv ausgesetzt waren, noch konnte untersucht werden, ob tatsächlich Reizerscheinungen auftraten. Zudem sagen statistische Untersuchungen grundsätzlich nichts über die Art der Beziehungen zwischen zwei Phänomenen aus. Epidemiologische Studien 16

15 Ein anderes Beispiel: Nach einer skandinavischen Studie erkranken Gleiskontrolleure nach mehr als zehnjähriger Berufstätigkeit etwa doppelt so häufig an einem Gehirntumor wie es dem Durchschnitt der Bevölkerung entspricht. Darin könnte ebenfalls ein schlagender Beweis für die Gefährlichkeit der von den elektrischen Fahrdrähten ausgehenden Felder gesehen werden. Der Autor der Studie, Tore Tynes, gibt allerdings zu bedenken, dass die Gleisgänger beim täglichen Ablaufen der Eisenbahnstrecken nicht nur elektromagnetischen Feldern, sondern auch vielen anderen Einflüssen ausgesetzt sind, darunter auch bekannten Gesundheitsgefahren wie etwa Metallstaub oder den Dämpfen von Holzschutzmitteln, mit denen die Eisenbahnschwellen behandelt werden. Um zur Klärung der für die EMF-Problematik relevanten Fragen beitragen zu können, müssten statistische Studien ein entscheidendes Kriterium erfüllen: Die miteinander verglichenen Personengruppen dürften sich einzig in ihrer elektromagnetischen Exposition unterscheiden. Alle anderen Lebensumstände, die Lebensweise und selbst die genetischen Prädispositionen müssten hingegen identisch sein. Nur dann wäre es begründet anzunehmen, dass die vom Durchschnitt abweichenden Erkrankungsraten in direktem Zusammenhang mit der elektromagnetischen Exposition stehen. Dieses Kriterium ist in der Praxis nicht zu erfüllen, weshalb epidemiologische Studien ein für die EMF-Forschung letztlich ungeeignetes Forschungsinstrument darstellen: Fernsehen, Radio, Telefon, Telefax, Handy, künstliches Licht, Leuchtreklamen und andere technische Anwendungen des Elektromagnetismus sind immer auch mit bestimmten Lebensweisen verbunden, die sich ohne Zweifel auf die Gesundheit auswirken können. Angenommen, eine epidemiologische Studie würde nachweisen, dass Fernsehzuschauer häufiger erkranken als Personen, die nie elektronische Massenmedien nutzen, so wäre damit noch lange nicht geklärt, was den Organismus mehr strapaziert: die Felder und Strahlungen des Fernsehapparates, die Botschaften dieses Mediums oder die Trägheit der Fernsehzuschauer. Zu Beginn dieses Kapitels hatten wir gefragt, welche Gesundheitsgefahren von elektromagnetischen Phänomenen ausgehen. Die Palette möglicher Effekte reicht von eindeutig nachweisbaren, lebensbedrohlichen Verletzungen bis zu Reizerscheinungen, die den Organismus, wenn überhaupt, allenfalls indirekt beeinflussen. Nach allgemeiner Auffassung sind diese Wirkungen direkt abhängig von der Stärke der jeweiligen Felder und Strahlungen. Dies gilt jedoch nur für die thermischen Schäden. Für sie können Grenzwerte ermittelt werden, oberhalb derer eine Schädigung auftreten muss und unterhalb derer sie nicht auftreten kann und deshalb auszuschliessen ist. Für die Reizerscheinungen lassen sich solche Grenzwerte nicht ermitteln. Zwar stellt jedes Signal immer auch eine Energiezufuhr dar. Da die Signale jedoch vom Organismus verstärkt werden, kann theoretisch selbst das schwächste Signal biologische Antworten hervorrufen und auf diese Weise organische Prozesse beeinflussen. Daraus ergibt sich die hypothetische Möglichkeit indirekter Zusammenhänge zwischen schwachen elektromagnetischen Expositionen und letztlich allen komplexen Vorgängen im Organismus, also auch Krankheiten wie Krebs, Alzheimer, Parkinson und so weiter. Die Befürchtung, beispielsweise von Stromleitungen oder Elektrogeräten ausgehende Felder könnten eine Gesundheitsgefahr darstellen, beruht allein auf dieser hypothetischen Möglichkeit. Nachgewiesen ist dieser Zusammenhang nicht, und nach aktueller Lage der Dinge ist ein solcher Nachweis in absehbarer Zeit Zusammenfassung 17

16 Die untenstehende Grafik gibt einen Überblick der grossen Bandbreite elektrischer und magnetischer Felder beziehungsweise elektromagnetischer Strahlungen, ihrer technischen Anwendungsbereiche und der heute erkennbaren biologischen Wirkungen. 18

17 Wie gross sind die EMF-Gesundheitsrisiken? auch nicht zu erwarten. Denn dazu müsste die Forschung zunächst Methoden und Instrumente entwickeln, mit denen sich komplexe Systeme wie unser Organismus wirklich verstehen lassen. Damit ergibt sich folgende Ausgangslage für die Bemessung der Gesundheitsrisiken: Die thermischen Schäden stehen in direktem Zusammenhang mit Stärke und Dauer beziehungsweise Häufigkeit der Exposition. Je stärker die elektromagnetischen Felder und Strahlungen sind, und je häufiger ein Mensch ihnen ausgesetzt ist, desto wahrscheinlicher tritt ein thermischer Schaden ein, und desto grösser ist demnach sein Gesundheitsrisiko. Bei den Reizerscheinungen sind zwei Fälle zu unterscheiden. Zum einen solche mit biologischer Relevanz dazu gehört beispielsweise die Beeinflussung der elektrischen Steuerung des Herzschlags durch starke Magnetwechselfelder. Hier gilt wie oben: Die Wahrscheinlichkeit solcher Effekte lässt sich aufgrund der bekannten Beziehungen zwischen Signalfrequenz und -stärke so genau bestimmen, dass das Risiko bemessbar ist und sogar Grenzwerte ermittelt werden können, unterhalb derer eine Gesundheitsgefährdung praktisch ausgeschlossen werden kann. Fazit: Starke elektromagnetische Expositionen stellen ein bemessbares Gesundheitsrisiko dar. Das Gesundheitsrisiko schwacher elektromagnetischer Expositionen, die nicht zu eindeutig erkennbaren Reizerscheinungen führen, ist hingegen nicht zu bemessen. Es ist unkalkulierbar gering. Starke elektromagnetische Felder stellen eine bekannte Gefahr dar, gegen die wir uns wirksam zu schützen vermögen. Aufgabe der Risikobewertung ist es festzulegen, wieweit das Gesundheitsrisiko reduziert werden muss, um akzeptiert werden zu können. Es muss nach welchen individuellen oder gesellschaftlichen Wertmassstäben auch immer entschieden werden, wieviel Unsicherheit wir zu akzeptieren bereit sind. Denn daraus ergibt sich der erforderliche Sicherungsaufwand. Bei schwachen Feldern haben wir es nicht mit Unsicherheit und damit mit einer mehr oder weniger grossen Schadenwahrscheinlichkeit zu tun, sondern mit Ungewissheit. Da wir nicht wissen, wie gross das Risiko ist, können wir es weder bewerten noch entscheiden, ob es akzeptabel ist. Vielmehr steht zur Diskussion, wieviel Ungewissheit wir zu akzeptieren bereit sind. Wie sind die Risiken zu bewerten? Zum anderen haben wir es mit Reizerscheinungen unbekannter biologischer Relevanz zu tun. Da wir nicht wissen, wie sich diese auf den Organismus auswirken, ist auch nicht klärbar, ob elektromagnetische Expositionen, die solche Reizerscheinungen hervorrufen können, eine Gesundheitsgefahr darstellen. Erst recht ist es unmöglich, die Grösse dieser Gefahr zu bemessen oder zu ermitteln, ob schwache Felder die Wahrscheinlichkeit zu erkranken erhöhen. Dazu müssten wir ja wissen, ob und in welchem Masse schwache elektromagnetische Phänomene diese Krankheitsprozesse beeinflussen. Abschliessend einige Bemerkungen zur Risikobehandlung, wobei wir zunächst wieder das Gesundheitsrisiko starker Strahlungen diskutieren. Durch völlige Beseitigung der Strahlungsquellen kann das Risiko eliminiert, durch entsprechende Schutz- und Vorsichtsmassnahmen erheblich verringert werden. Letzteres ist gängige Praxis und wird in den meisten Ländern durch technische Standards, Vorschriften und gesetzlich festgelegte Grenzwerte erreicht. Wie sind EMF- Risiken zu behandeln? 19

18 Das ungewisse Gesundheitsrisiko schwacher Felder kann nicht gezielt verringert werden, da es keinen Grenzwert gibt, unter dem jede hypothetische Gefährdung sicher auszuschliessen wäre. Oft wird argumentiert, das Gesundheitsrisiko sei logischerweise umso geringer, je weniger Felder und Strahlungen erzeugt werden. Gerade so, wie eine Verringerung von Luftschadstoffen das Risiko von Lungenerkrankungen reduziert. Also erscheine es doch nur sinnvoll, auch den Elektrosmog zu verringern. Das Problem ist nur: Die Schädlichkeit von Abgasen und Stäuben ist zweifelsfrei erwiesen, die bionegative Wirkung schwacher Felder hingegen eine reine Hypothese. Deshalb erscheint es wenig erfolgversprechend, elektrische Anlagen beispielsweise so einzukapseln, dass sie keine Felder emittieren können. Das wäre zwar technisch machbar, allerdings extrem teuer. Aus Sicht des Risk Managements ist es zweckmässiger, die stets begrenzten finanziellen Ressourcen beispielsweise zur Reduzierung von Luftschadstoffen aufzuwenden, da sich die Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung damit ganz sicher, durch Magnetfeldabschirmungen jedoch nur vielleicht reduzieren liesse. Als praktikabler Kompromiss bietet sich an, Geräte und Anlagen so zu gestalten und einzusetzen, dass EMF-Expositionen allgemein verringert werden. Wahrscheinlich bringt dies zwar keinen Sicherheitszugewinn, kann aber auch nicht schaden. Um absolute Sicherheit zu erzielen, müsste jedes Risiko eliminiert werden. Das hiesse, auf jede Technik zu verzichten, durch die der Organismus auch nur im entferntesten künstlich erzeugten elektromagnetischen Phänomenen ausgesetzt wird. In letzter Konsequenz hiesse dies, alle irgendwie elektrifizierten Geräte und Anlagen wie elektrisches Licht, Radio und Telefon, Flugzeuge, U-Bahnen oder Computer und Armbanduhren abzuschaffen. Selbst das Radfahren müsste aufgegeben werden. Denn wir bewegen uns dabei durch das Erdmagnetfeld, wodurch wegen der höheren Geschwindigkeit stärkere elektrische Ströme im Körperinnern induziert werden können, als wenn wir zu Fuss gehen. Fazit: EMF-Gesundheitsrisiken sind praktisch nicht vollständig zu eliminieren. Sie können, soweit bekannt und bemessbar, allenfalls verringert werden. In jedem Fall aber bleibt ein Restrisiko: Jeder Mensch ist den bekannten Gefahren starker Strahlung und den ungewissen Gefahren schwacher Felder ausgesetzt. Transferierbar sind nur die materiellen Folgen einer Gesundheitsschädigung, etwa medizinische Behandlungskosten, Verdienstausfall und Rehabilitationsmassnahmen. Hier bedarf es keiner Unterscheidung mehr zwischen den beiden in diesem Kapitel gezeigten Gefahren. Nüchtern und rein finanztechnisch betrachtet ist es gleichgültig, warum ein Mensch an Krebs erkrankt. Entscheidend ist, dass die mögliche medizinische Behandlung nicht an den Kosten scheitert. Dies ist Aufgabe des Krankenversicherers. Für ihn ist die in diesem Kapitel diskutierte Problematik ohne Bedeutung, weil er die Behandlungskosten praktisch unabhängig von der Krankheitsursache deckt. Im Gegensatz zum Haftpflichtversicherer: Dessen Risiko ergibt sich daraus, ob und unter welchen Bedingungen die hier skizzierten hypothetischen Zusammenhänge zwischen schwachen elektromagnetischen Feldern und verschiedenen Krankheiten als ursächlich angesehen werden. Selbsttragen und Transfer von EMF-Gesundheitsrisiken 20

19 Die EMF-Haftungsrisiken: Der Verlust des Unmöglichen Gerechtes und richtiges Urteilen Faktoren der Wahrheitsfindung Für eine Betrachtung der Haftungsrisiken ist ein bewusster Wechsel der Perspektive unabdingbar. Bislang haben wir Gefahren diskutiert, die von elektromagnetischen Phänomenen ausgehen. Als möglicherweise gefährdet betrachteten wir dabei die Gesundheit derjenigen, die solchen Strahlungen und Feldern ausgesetzt werden. Unter dem Aspekt des Haftungsrisikos geht die Gefahr von Klägern aus. Sie besteht in einer Schadenersatzforderung, die das Vermögen des Beklagten bedroht. Die Haftungsrisiken ergeben sich folglich nicht aus den Gesundheitsrisiken. Sie werden vielmehr davon bestimmt, aus welchen Gründen und wie oft Klage geführt wird und wie die Gerichte entscheiden werden. Zur Verdeutlichung eine drastische Analogie aus dem Strafrecht: Ob ein Angeklagter wegen Mordes verurteilt wird, hängt nicht davon ab, ob er den Mord begangen hat, sondern allein davon, wie das Gericht die bekannten Fakten beurteilt. Ungeachtet juristischer Details und erheblicher Unterschiede zwischen einzelnen nationalen Rechtssystemen hat jedes Gericht zwei Aufgaben: Die Wahrheitsfindung und die Beurteilung dessen, was als Wahrheit erachtet wird. Unter Gerechtigkeit wird verstanden, gleiche Wahrheiten gleich zu beurteilen. Richtiges Urteilen setzt voraus, die Wahrheit zu erkennen. Einen Angeklagten wegen Mordes zu verurteilen ist dann gerecht, wenn ihm die Täterschaft zweifelsfrei bewiesen wurde. Richtig ist das nur, wenn der Verurteilte die Tat begangen hat. Wenn wir vereinfachend voraussetzen, dass Gerichte immer gerecht entscheiden, wird das Urteil allein vom Ergebnis der Wahrheitsfindung bestimmt. Die Wahrheitsfindung ihrerseits kennt drei Faktoren: die Beweislage, die geforderte Beweisqualität, also die zulässige Interpretationsbreite des Wissens, und die Kategorien, nach denen das Bewiesene bewertet wird, zum Beispiel also, was unter Ursächlichkeit verstanden wird. In der Analogie zum Strafprozess: Das Urteil hängt davon ab, ob dem Täter die Tat bewiesen werden kann, wann der Beweis als erbracht gilt und was unter Mord verstanden wird. Im Vergleich zu «Mord» ist «Ursache» jedoch ein sehr vager juristischer Begriff. Er orientiert sich zwar am naturwissenschaftlichen Ursachenverständnis und erscheint deshalb als präzise definiert. Tatsächlich aber hat sich das Kausaldenken der Naturwissenschaften in diesem Jahrhundert grundlegend gewandelt. Ein einfaches Beispiel: Ein Autofahrer kommt an einem Spätwintertag auf einer kleinen Nebenstrasse in einem Waldstück überraschend auf Glatteis, prallt mit seinem Wagen gegen einen Baum, wird gegen das Lenkrad geschleudert und stirbt. Was ist die Todesursache? Die Statistik registriert als Todesursache «Verkehrsunfall». Auf dem Totenschein wird Herzversagen angegeben. Die Hinterbliebenen argumentieren, Todesursache sei das Versagen des Airbags. Hätte der nämlich funktioniert, wäre der Mann nicht mit dem Brustkorb gegen das Lenkrad geschlagen, sein Herzbeutel hätte keinen Bluterguss erlitten, und das Herz hätte nicht versagt. Dem hält ein Rechtsanwalt entgegen, eigentliche Ursache seien die beiden früher erlittenen Herzinfarkte. Ohne diese, bestätigen medizinische Experten, hätte der Mann den Unfall wohl überlebt. Auf der Suche nach der Todesursache 22

20 Der Ursachenbegriff der klassischen Naturwissenschaft Vor etwas mehr als 100 Jahren wäre nichts von all dem als Ursache im naturwissenschaftlichen Sinne zur Diskussion gestanden. Nicht aber, weil es damals noch keine Autos und Airbags gab, sondern weil die klassische Naturwissenschaft als Ursache definierte, was der Wirkung aufgrund einer Regel ausnahmslos immer vorangeht. Diese Regel selbst wurde als Kausalität bezeichnet, als eine Gesetzmässigkeit, die bestimmt, dass diese Ursache zu einer bestimmten Wirkung führen muss. Da nun aber weder Herzinfarkte noch versagende Airbags oder Verkehrsunfälle zum Tod führen müssen, stellen sie im Sinne der klassischen Naturwissenschaft keine Ursachen dar. Beispiel zu nennen, zwei identische radioaktive Jod-131-Atome unter denselben Bedingungen gleichzeitig zerfallen. Tatsächlich aber zerfallen sie zu beliebigen Zeitpunkten, sie verhalten sich zufällig. Beobachten wir allerdings eine grosse Zahl von Jod-Atomen, ist trotz des spontanen Verhaltens einzelner Atome ein regelmässiges Verhalten der Masse zu erkennen: Der Anteil zerfallener Atome je Zeiteinheit bleibt stets konstant. Als Mass dafür dient die Halbwertszeit. Sie gibt an, nach welcher Zeit jeweils die Hälfte der Atome zerfallen ist. Für Jod- 131 beträgt die Halbwertszeit rund acht Tage. Der Laplacesche Determinismus Die erkenntnistheoretischen Folgen der Relativitäts- und Quantentheorie Am schärfsten wurde diese Denkweise gegen Ende des 18. Jahrhunderts vom französischen Gelehrten Laplace formuliert: Würden wir alle Naturgesetze kennen und gelänge es uns, die Lage und die Bewegung aller Atome des Universums zu einem bestimmten Zeitpunkt genau zu bestimmen, dann wären wir in der Lage, die Zukunft vollständig vorherzusagen. Dieser Laplacesche Determinismus wurde zum Leitbild, zu einem Paradigma der klassischen Naturwissenschaft. Da es möglich schien, Naturgesetze zu erkennen und daraus Formeln abzuleiten, mittels derer sich die Zukunft voraussagen und gestalten lässt, sah es die Naturwissenschaft als ihre vordringlichste Aufgabe an, solche Gesetze zu finden. Zu Beginn unseres Jahrhunderts zeigten die Quanten- und die Relativitätstheorie jedoch, dass die Idee von Laplace auf falschen Annahmen beruht. Laplace ging davon aus, Naturgesetze würden die Atome zu einem bestimmten Verhalten zwingen. Demnach müssten, um nur ein Durch solche Beobachtungen wurde das Kausalitätsdenken generell in Frage gestellt. Denn bis dahin konnte unter einer Gesetzmässigkeit nur verstanden werden, dass etwas entweder immer oder nie der Fall ist. Eine solche Gesetzmässigkeit ist aber nur für die Gesamtheit aller radioaktiven Jod-Atome zu erkennen: Nach acht Tagen ist immer die Hälfte aller Jod- Atome zerfallen. Der Zerfallszeitpunkt des einzelnen Atoms ist nur zu vermuten. Mit einer Wahrscheinlichkeit von fünfzig Prozent tritt er nach acht Tagen ein. Das Atom kann aber auch sofort oder erst nach Wochen oder Monaten zerfallen. Damit hatte es die Naturwissenschaft plötzlich mit zwei Arten erkennbarer Gesetzmässigkeiten zu tun: Mit den kausalen, die besagen, aus welchem Grunde etwas geschehen muss, und mit den statistischen, die besagen, wie häufig etwas bisher geschehen ist, und wie wahrscheinlich es deshalb unter genau gleichen Bedingungen in Zukunft wieder geschehen wird. Kausale und statistische Gesetzmässigkeit 23

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