mittlerer Bereich (AI, m.d.) - Musterklausur: Buchführung im NKF

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1 Musterklausur Seite 1 Steffen Vollbrecht mittlerer Bereich (AI, m.d.) - Musterklausur: Buchführung im NKF Erlaubte Hilfsmittel: Gesetzestexte und deren Anlagen, z.b. die Sammlung des StIWL Taschenrechner Gesamtpunktzahl: Note(npunkte): Dauer der Bearbeitung: 90 Minuten + 60 Minuten Bewertung Grundsätzlich gilt: 1. Genau die Fragestellung beachten! Überflüssige Antworten verbessern NICHT Ihre Note, Sie erwecken dadurch nur den Anschein, dass Sie die Aufgabenstellung nicht verstanden haben. Und deswegen sogar richtige Aspekte Ihrer Antwort als zufällig richtig erscheinen, was wiederum zu Punktabzügen führen kann! 2. Grundsätzlich gilt: Falsche Antworten können zu Punktabzügen führen. Vorher genau überlegen, was geantwortet wird. A. Verbuchung eines kompletten Geschäftsjahres Auf den nächsten Seiten sind die Eröffnungsbilanz der kleinen Gemeinde G zum und deren Sachkonten dargestellt.!!! Alle Buchungsfälle bitte ohne Umsatzsteuer verbuchen!!!! Verwenden Sie für Buchungssätze und T-Konten die Kontenbezeichnungen nach Kontengruppen, falls nicht in den T-Konten schon etwas anderes vorgegeben wurde! Kontengruppenziffern werden nicht verlangt und auch nicht gewertet. 1. Ergänzen Sie auf Seite 4 an den mit Fragezeichen gekennzeichneten Stellen die Begriffe! 2. Buchen Sie folgende Geschäftsvorfälle des Jahres 2015 (Begründung nicht verlangt!): i) In den jeweiligen T-Konten! ii) Geben Sie die jeweiligen Buchungssätze in untenstehenden Lücken an! a) Im Februar 2015 bekommt vom Land Umsatzsteuer überwiesen (1 Mio. ). (Anmerkung: Kommunen bekommen seit 1998 einen Teil der Umsatzsteuer als allgemeine Finanzierung. Die Kommune stellt dazu keine Forderung an das Land, sondern bekommt Ihren Anteil einfach überwiesen.) b) Für Stromverbrauch werden von der Gemeinde in 2015 insgesamt vom Bankkonto an die Stadtwerke AG bezahlt. Buchungssatz Soll Haben

2 Musterklausur Seite 2 Steffen Vollbrecht c) i) Die Gemeinde hat einen Kran für die Beseitigung von Sturmschäden von der MuF-AG für gemietet. Die Rechnung der MuF-AG geht ein. ii) Nach 20 Tagen wird die Rechnung ohne Skontoabzug überwiesen. c) i) Buchungssatz Soll Haben c) ii) Abschluss der Konten am Jahresende d) Das Konto Bebaute Grundstücke umfasst nur ein Gebäude ( ) und das darauf stehende Grundstück (Wert ). Das Gebäude wurde in der erstmaligen Eröffnungsbilanz der Gemeinde am mit (einem Rest-)Buchwert von und einer (Rest-)Nutzungsdauer von 30 Jahren bilanziert. (Anmerkung: Die Restnutzungsdauer beträgt nun am nur noch 25 Jahre) Wie hoch ist der Abschreibungsbetrag 2015? Berechnung: Verbuchen Sie die Abschreibung für das abgelaufene Jahr! d) Buchungssatz Soll Haben - Weitere Abschreibungen sind für die Klausur nicht zu verbuchen! e) Schließen Sie bitte die Konten ab! Dokumentieren Sie bitte auch die Konten im Schlussbilanzkonto, die einen Wert von Null aufweisen. Dadurch zeigen Sie, dass Sie kein Konto vergessen haben, sondern ganz gezielt u.a. einen Endbestand von Null ermittelt haben! 3. Weiteres f) Bei welchen der obigen Geschäftsvorfällen wird der Finanzkontenkreis berührt? Kennzeichnen Sie bitte: + bedeutet Finanzkontenkreis ist betroffen - bedeutet Finanzkontenkreis wird nicht betroffen Geschäftsvorfall: a) ( ) b) ( ) c) i) ( ) ii) ( ) d) ( ) (Falsche Angaben führen zu Abzügen!)

3 Musterklausur Seite 3 Steffen Vollbrecht Aktiva E r ö f f n u n g s b i l a n z Passiva Bebaute Grundstücke 1300' Eigenkapital 710' BuG 400' Pensionsrückstell. 700' Liquide Mittel 210' VB aus Krediten 500' 1910' 1910' SBK S H S Ergebniskonto H Bebaute Grundstücke BuG Eigenkapital Liquide Mittel Pensionsrückstell. VB aus Krediten VB LL

4 Musterklausur Seite 4 Steffen Vollbrecht?? S Bebaute Grundstücke H S Eigenkapital H S H AB 1300' AB 710' S BuG H S Pensionsrückstell. H S H AB 400' AB 700' S Liquide Mittel H S VB aus Krediten H S H AB 210' AB 500' S H S VB LL H S H AB AB 0'

5 Musterklausur Seite 5 Steffen Vollbrecht L Ö S U N G L Ö S U N G S SBK H Ergebniskonto 52 SuD 500' 40 Steuern 1000' Bebaute Grundstücke 1270' Eigenkapital 1179' 54 sonst. ord. Aufw. BuG 400' 1' 57 bilanz. Abschreibungen 30' Liquide Mittel 709' Pensionsrückstell. 700' VB aus Krediten 500' EK 469' VB LL 0' 1000' 1000' 2379' 2379' Erfolgskonten Bestandskonten (Aktiv- und Passivkonten) Aufwands- und Ertragskonten S Bebaute Grundstücke H S Eigenkapital H S 40 Steuern H AB 1300' bilanz.ab. 30' AB 710' Liquide Mittel 1000' ErgK 469' SBK 1270' SBK 1179' ErgK 1000' 1300' 1300' 1179' 1179' 1000' 1000' S BuG H S Pensions rück stell. H S 52 Sach- u. Dienstl. (SuD) H AB 400' AB 700' LiqM 500' SBK 400' SBK 700' ErgK 500' 400' 400' 700' 700' 500' 500' S Liquide Mittel H S VB aus Krediten H S 54 sons t. ord. Aufw. H AB 210' 52 SuD 500' AB 500' VB LL 1' 40 Steuern 1000' VB LL 1' SBK 709' SBK 500' ErgK 1' 1210' 1210' 500' 500' 1' 1' S H S VB LL H S 57 bilanz. Abschreibungen H AB Liq.Mittel 1' AB 0' beb.gr. 30' sons t.ord.a. 1' L Ö S U N G SBK SBK 0' ErgK 30' 1' 1' 30' 30'

6 Musterklausur Seite 6 Steffen Vollbrecht B. Weitere Geschäftsvorfälle Verwenden Sie für die Buchungssätze die Kontenbezeichnungen nach Kontengruppen! Kontengruppennummern werden nicht verlangt und auch nicht gewertet. Die Anzahl der Zeilen ist nicht unbedingt identisch mit den benötigten Zeilen! 1 a) Für das Sozialamt werden am 15. Juni neue Möbel für abzgl. 30% Rabatt gekauft. b) Die Rechnung aus a) wird 10 Tage später unter Abzug von 3% Skonto bezahlt. Verbuchen Sie mit Nettoskonto! c) Verbuchen Sie die Abschreibung im Kaufjahr am Jahresende bei linearer Abschreibung und einer Abschreibungsdauer, die den Haushaltsausgleich im Anschaffungsjahr möglichst gering belastet, aber im vom NKF vorgegebenen Rahmen liegt (Tipp: Nutzungsdauern lt. Anlage zum NKF Gesetz)! 2) Die Stadtwerke haben die Gewinnausschüttung i.d.h.v an die Gemeinde am noch nicht überwiesen. Verbuchung am Jahresende? 3) Herr Weber, der einen Fischstand auf dem Wochenmarkt betreibt, zahlt am 25. September die Standgebühr für die Monate Oktober bis Januar des nächsten Jahres in der Höhe von in Bar bei der Stadtkasse ein. Die Standgebühr ist in einer Satzung geregelt ( ist ein öffentlich-rechtliches Leistungsentgelt). a) Buchung der Bareinzahlung bei direkter Periodenabgrenzung? b) Buchung im nächsten Jahr?

7 Musterklausur Seite 7 Steffen Vollbrecht 4) Die Gemeinde G mietet eine Werkstatthalle bei der KFZ AG an. Dort können Reparaturen für den gemeindeeigenen Fuhrpark vorgenommen werden. Die Miete für den Dezember von 555 wird lt. Mietvertrag erst im Januar des Folgejahrs fällig. a) Buchung der Dezembermiete im alten Jahr bei Rechnungseingang? b) Buchung der Dezembermiete im neuen Jahr bei Bezahlung? 2 Verbuchen Sie eine möglichst wirtschaftliche Verfahrensweise! a) Es wird Bürobedarf (Papier, Stifte, Tesafilm...) im Wert von 500 auf Ziel eingekauft. b) Es wird die Hälfte des Bürobedarfs verbraucht. 3 Abschreibung Ein kleiner Bagger wurde am für gekauft. Er wird am wie folgt dokumentiert: Eröffnungsbilanz zum Maschinen u. Techn.Anl., Fzg a) Verbuchen Sie den geometrisch-degressiven Abschreibungsbetrag für 2014! Der Abschreibungsprozentsatz betrage 20%. b) Wie hoch wäre der Abschreibungsbetrag für 2014 bei einem möglichen Wechsel zur linearen Abschreibung? Es soll der Haushaltsausgleich möglichst wenig belastet werden! Verwenden Sie die Anlage zum NKF-Gesetz für die Bestimmung der Nutzungsdauer! Nutzungsdauer lt. Anlage (Welcher?) Nutzungsdauer unter Berücksichtigung des wenig zu belastenden HH- Ausgleichs : Restnutzungsdauer: Formel und Ergebnis:

8 Musterklausur Seite 8 Steffen Vollbrecht C. Nennen und Kurzerläuterung 1) Die Outputorientierung ist ein Kernziel des NKF. Nennen Sie zwei weitere Kernziele des NKF (Keine Erläuterung)! ) Erläutern Sie kurz, was Aktivierung im NKF bedeutet! 3) Erläutern Sie kurz Pensionsrückstellungen aus der Sicht des NKF! (inkl. Wirkung für den kommunalen Haushaltsausgleich nach 75 II GO)

9 Musterklausur Seite 9 Steffen Vollbrecht D. Multiple-Choice Prüfen Sie folgende Aussagen auf ihre Richtigkeit und kennzeichnen Sie diese mit ( + ) für richtig ( ) für falsch ( ) falls Sie die Antwort nicht wissen. Achtung: Es können mehrere Aussagen richtig oder falsch sein! Falsche Kennzeichnungen führen zu Abzügen! Also im Zweifelsfall nichts markieren! Begründen Sie auch Ihre Lösung! 1) Verschiedene Aussagen: - Rückstellungen werden gebildet um später einen Kredit zurückzahlen zu können. ( ) - Auf der Aktivseite der Bilanz wird die Mittelherkunft dargestellt. ( ) - Rückstellungen sind liquide Mittel. ( ) - Das Eigenkapital besteht aus liquiden Mitteln. ( ) - Der geometrisch-degressive Abschreibungsbetrag ist immer höher als der der linearen Abschreibung. - Die Bildung von Pensionsrückstellungen belastet den aktuellen kommunalen Haushaltsausgleich. ( ) ( ) - Pensionsrückstellungen dienen der intergenerativen Gerechtigkeit. ( ) - Investitionsbezogene Zuwendungen des Landes werden passiviert. ( ) - Die Bildung von Produkten und Kennzahlen ist eine Maßnahme um wirtschaftliches Handeln zu unterstützen. ( ) - Die Ergebnisrechnung gibt eine Übersicht über die Zahlungsströme. ( ) - Die Ergebnisrechnung enthält die für den kommunalen Haushaltsausgleich (siehe 75 II GO) relevanten Rechnungsgrößen. - Eine Gemeinde kann liquide sein, aber trotzdem kann der NKF- Haushaltsausgleich nach 75 II GO problematisch sein. ( ) ( )

10 Musterklausur Seite 10 Steffen Vollbrecht 2) Der kommunale Haushaltsausgleich nach 75 II GO des Haushaltsjahres 2014 wird erschwert durch - die Tilgung eines Kredites in ( ) - Zinsen aus 2014 eines Kredites. ( ) - eine von der Gemeinde im Jahr 2014 bezahlte Rechnung aus ( ) - ein Mehr an Resturlaub in 2014, der in 2015 genommen werden kann. ( ) - ein Mehr an Resturlaub in 2014, der Ende 2014 gestrichen wird. ( )

11 Musterklausur Seite 11 Steffen Vollbrecht E. Einordnungen mit Beträgen und verschiedene Kontengruppennummern Geben Sie bitte für folgende Sachverhalte die -Beträge für den NKF-Haushalt des Jahres 2015 an! Falsche Angaben führen NICHT zu Abzügen! Geschäftsvorfall 1 Der Eigenbetrieb Kultur erhält von einem Mäzen im November 2015 eine Spende über (Einzahlung per Scheck auf Bankkonto), zweckgebunden für den späteren Kauf eines Gemäldes. Ertrag ( + ) oder Aufwand ( - ) Einzahlung ( + ) oder Auszahlung ( - ) Kontengruppennr ( 2stellig), falls Ertrag oder Aufwand 2a) Das Land überweist der Kommune im Januar 2015 eine Zuwendung für den Bau eines neuen Rettungsdienstgebäudes über Hier nur die Überweisung darstellen! 2b) Das Rettungsdienstgebäude von 2a) wird im Juli 2015 fertig gestellt und hat eine Nutzungsdauer von 40 Jahren. Bitte geben Sie an, wie sich die Zuwendung des Landes auf die Ergebnisrechnung 2015 auswirkt. 3 Der katholischen Bibliothek wird von der Gemeinde 2015 ein Betriebskostenzuschuss von gewährt wird für Personal im Juni 2015 ausgezahlt. Darin enthalten ist ein zinsloses Wohnungsbaudarlehen der Gemeinde an eine Mitarbeiterin i.d.h. von (Tilgungsfrei für 2 Jahre).

12 Musterklausur Seite 12 Steffen Vollbrecht F. Ausführliche Frage Erläutern Sie ausführlich auf einem extra Blatt das Kernziel Outputorientierung! Anregungen bitte an mailen! Vielen Dank!

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