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1 Projekt IT-Sicherheitskonzept.DVDV Dokumentation.Sicherheitsrichtlinie.Server DVDV Dienstleister Bundesverwaltungsamt BIT 3 Barbarastr Köln 10. Mai 2006

2 Dokumentinformationen Projekt IT-Sicherheitskonzept.DVDV Dokumentation.Sicherheitsrichtlinie.Server DVDV Dienstleister Bundesverwaltungsamt BIT 3 Barbarastr Köln Version: 0.1 Datum: 10. Mai 2006 Projektnummer: P Kommentar: IT-Sicherheitsrichtlinie Server DVDV Dienstleister (Meldeämter) Interner PL (BVA): Kornelia Utta Externer PL (MC): Michael Kühle Telefon: Telefon: (0) Fax: Fax: (0) Standort: Steria Mummert Consulting AG Neue Weyerstraße 6 D Köln Steria Mummert Consulting AG Seite 2 von 8

3 Dokumentinformationen Dokumentenhistorie Veränderungen Version Datum Editor Änderung SMC Initiales Dokument SMC Interne QS Steria Mummert Consulting AG Seite 3 von 8

4 TTU1UT TUTEinleitungUT TU2UT TUTIT-Sicherheitsrichtlinie IT-Sicherheitsrichtlinie.Server DVDV Dienstleister Dokumentinformationen Inhaltverzeichnis 5 für DVDV DL-ServerUT 6 TU2.1UT TUTAnforderungenUT 6 TU2.2UT TUTGenerelle GefährdungenUT 6 TU2.3UT TUTNotwendige MaßnahmenUT 7 Steria Mummert Consulting AG Seite 4 von 8

5 Einleitung 1 Einleitung Im Rahmen von DVDV erbringen die Behörden die notwendigen Verwaltungsdienstleistungen, z.b. erteilt das Meldeamt Bremen dem Meldeamt Kiel eine entsprechende Behördenauskunft. Die Verbindungsinformationen der kommunizierenden Behörden sind dabei im DVDV hinterlegt. Dabei ist es unerheblich, ob der Dienstleister das Fachverfahren selber, oder beispielsweise durch eine Datenzentrale betreibt und die Daten nach Empfang erst intern weitergeleitet werden. Aus Sicht des DVDV sind diese als Repräsentant einer Behörde ebenfalls Dienstleister. Die vorliegende Richtlinie soll in diesem Sinn einen DVDV-Dienstleister (DVDV- DL) darin unterstützen, die erforderliche Basissicherheit für den Betrieb der DVDV-Systeme zu gewährleisten. Das bedeutet generell, dass der Dienstleister sicherzustellen hat, dass die von einer Fachanwendung angeforderte Verbindungsinformation, zur Durchführung des eigentlichen Datenaustauschs zwischen den (Melde-) Behörden, manipulationssicher abgefragt und verwendet werden kann. Für die Sicherheit der Übertragungsstrecke sind die Landesmaster verantwortlich. Die Übertragung erfolgt abgesichert per OSCI. Für die DVDV-DL ist im Wesentlichen der Schutz der Integrität (Authentizität) der Verbindungsinformationen relevant. Ansonsten wurde sowohl für die Vertraulichkeit als auch für die Integrität der Daten ein maximal mittlerer Schutzbedarf (nach ISO 27001/BSI-102) festgelegt. Die Verfügbarkeit der dezentralen Systeme des Dienstleisters ist nicht Bestandteil dieser Richtlinie. Alle Angaben die sich auf den IT-Grundschutz beziehen, basieren auf dem aktuellen ISO Standard 27001/BSI (Version 1.0). Die Angaben von Bausteinen und Maßnahmen entsprechen der neuen Nummerierung und den aktualisierten Inhalten des IT-Grundschutzkatalogs (Stand Dezember 2005). Grundlage zur Erstellung dieser Richtlinie ist die BSI Grundschutzmaßnahme zur Festlegung einer Sicherheitsrichtlinie für einen allgemeinen Server (M 2.316). Diese ist Bestandteil des Bausteins Allgemeiner Server (B 3.101). Aufgrund des besonderen Fokus auf Integrität ist in diesem Zusammenhang insbesondere die Gefährdung Integritätsverlust schützenswerter Informationen (G 5.85) relevant. Steria Mummert Consulting AG Seite 5 von 8

6 aufgeführten IT-Sicherheitsrichtlinie.Server DVDV Dienstleister IT-Sicherheitsrichtlinie für DVDV DL-Server 2 IT-Sicherheitsrichtlinie für DVDV DL-Server Unter Beachtung der geltenden Gesetze, Vorschriften, Verordnungen und Regelungen beschreibt die vorliegende IT-Sicherheitsrichtlinie die allgemeinen Sicherheitsanforderungen an die Server von DVDV Dienstleistern. Obwohl es sich prinzipiell nur um eine Abfrage von Daten handelt, muss insbesondere die Integrität der übertragenen Verbindungsinformationen bei der (automatisierten) Verwendung gesichert werden. Die Richtlinie bezieht sich auf den sicheren Betrieb der DVDV DL-Server in Bezug auf die Integrität der übermittelten (abgefragten) Daten. Die Verfügbarkeit der DL-Server sowie der Schutz der einzeln abgerufenen (öffentlichen) Verbindungsinformation, stellen keine Aspekte einer globalen Sicherheit dar und sind daher nicht Bestandteil dieser Richtlinie. Es werden nur die Anforderungen explizit aufgeführt, die zur Gewährleistung dieser Aspekte zur Verfahrenssicherheit von den DVDV Dienstleistern zu erfüllen sind. Alle Angaben die sich auf den IT-Grundschutz beziehen, basieren auf dem aktuellen BSI Standard (Version 1.0). Die Angaben von Bausteinen und Maßnahmen entsprechen der neuen Nummerierung und den aktualisierten Inhalten des IT-Grundschutzkatalogs (Stand Dezember 2005). Insbesondere ist in diesem Zusammenhang zu beachten, dass die übergeordneten Aspekte sowie Infrastrukturmaßnahmen nicht mehr in den System- und Netz- Bausteinen enthalten sind. Betriebssystemspezifische Anforderungen sind nicht explizit aufgeführt und müssen gegebenenfalls zusätzlich umgesetzt werden. Es wird darüber hinaus empfohlen, die DVDV- DL- Server durch ein Sicherheitsgateway (Firewall) zu schützen und sicherzustellen, dass keine unzulässigen Netzkopplungen gemäß BSI IT-Grundschutz (siehe M 5.87 sowie M 5.13, 5.61 und 5.62) existieren. 2.1 Anforderungen Die allgemeinen Maßnahmen des BSI Grundschutzhandbuchs für den sicheren Betrieb eines IT- Verbunds sind entsprechend einzuhalten. Dies betrifft insbesondere die organisatorischen und infrastrukturellen Maßnahmen, die zum Betrieb der DVDV- DL- Server notwendig sind. Die Umsetzung von IT-Grundschutz prinzipiell bereits vorausgesetzt, sollten für den sicheren Betrieb der DL-Server zur integritätsgeschützten Abfrage, bzw. Nutzung von Verbindungsinformationen die Umsetzung der in Abschnitt X2.3 X Maßnahmen, im gemeinsamen Interesse der DVDV- Betreiber und Nutzer, vollständig umsetzt werden. 2.2 Generelle Gefährdungen Für den Schutz der Integrität der Verbindungsinformationen ist insbesondere den folgenden Gefährdungen entgegenzuwirken: Steria Mummert Consulting AG Seite 6 von 8

7 IT-Sicherheitsrichtlinie für DVDV DL-Server Gefährdung im Bereich der organisatorischen Mängel: G 2.7 Unerlaubte Ausübung von Rechten, da sich bei der Vergabe von Rechten an die falsche Person oder bei unautorisierter Ausübung von Rechten, eine Vielzahl von Gefährdungen ergeben, die auch die Integrität von Daten beeinträchtigen. Gefährdungen im Zusammenhang mit menschlichen Fehlhandlungen: G 3.8 Fehlerhafte Nutzung des IT-Systems und G 3.9 Fehlerhafte Administration des IT-Systems, da beides die Sicherheit des DVD- DL- Systems beeinträchtigen kann, wenn dadurch IT-Sicherheitsmaßnahmen missachtet oder umgangen werden können. Gefährdungen auf Grundlage vorsätzlicher Handlungen: G 5.2 Manipulation an Daten oder Software, insbesondere die Änderung der Verbindungsinformatinonen G 5.19 Missbrauch von Benutzerrechten, bzw. G 5.20 Missbrauch von Administratorrechten, d.h. vorsätzliche Nutzung von recht oder unrechtmäßig erworbenen System- Privilegien, um dem System oder dessen Benutzern (Behörden) zu schaden. G 5.21 Trojanische Pferde und G 5.23 Computer-Viren, insbesondere zur Änderung der Verbindungsinformatinonen G 5.85 Integritätsverlust schützenswerter Informationen, insbesondere im Hinblick auf versehentlich oder vorsätzlich Verfälschung von Daten, so dass dadurch falsche (Verbindungs-) Informationen weitergegeben werden. Hierdurch können beispielsweise (gefilterte) Anfragen über einen Man in the Middle geleitet und so falsche Rückmeldungen generiert werden. 2.3 Notwendige Maßnahmen Basierend auf den vorab aufgeführten spezifischen Gefährdungen, sind zum Schutz der Integrität der Verbindungsinformationen, insbesondere die nachfolgend aufgeführten Grundschutzmaßnahmen umzusetzen. Die umzusetzenden Maßnahmen bzw. die in den Grundschutzmaßnahmen aufgeführten Schritte, beziehen sich explizit nur auf den Schutz der Integrität, wobei die empfohlenen Schritte zu den weiteren Grundwerten ebenfalls beachtet werden sollten. Die Maßnahmen basieren dabei auf dem Grundschutzbaustein Allgemeiner Server. Die dort aufgeführten Voraussetzungen, z.b. das ein Server in einem Serverraum, Serverschrank oder in einem Rechenzentrum betrieben wird, sind ebenfalls entsprechend zu beachten. Ergänzend dazu Steria Mummert Consulting AG Seite 7 von 8

8 IT-Sicherheitsrichtlinie für DVDV DL-Server sollten ebenfalls die netzspezifischen Aspekte des DL-Servereinsatzes aus dem Baustein Heterogene Netze vom Dienstleister beachtet werden. Ansonsten ergeben sich die folgenden Maßnahmen, die (insbesondere) im Hinblick auf den Schutz der Integrität umzusetzen sind: Maßnahme im Bereich Planung und Konzeption: M 5.10 Restriktive Rechtevergabe, insbesondere unter dem Aspekt, dass jeder Benutzer (bzw. jede Anwendung) nur auf die Dateien ein Zugriffsrecht erhält, die er (es) zur Aufgabenerfüllung benötigt. Das Zugriffsrecht selbst ist wiederum auf die notwendige Zugriffsart zu beschränken. Maßnahme zur Umsetzung: M Strukturierte Datenhaltung, insbesondere die Vorgaben der entsprechenden Strukturen durch die Administratoren. Maßnahmen zum sicheren Betrieb: M Zeitnahes Einspielen sicherheitsrelevanter Patches und Updates, hierbei ist insbesondere auch zu beachten, dass Integrität und Authentizität (Ursprung) der bereits installierten Produkte bzw. der einzuspielenden Sicherheitsupdates und Patches zu überprüfen sind. M 4.24 Sicherstellung einer konsistenten Systemverwaltung, hierbei ist insbesondere darauf zu achten, dass durch entsprechende Aufgabenteilung, Regelungen und Absprachen sicherzustellen ist, dass Administratoren keine inkonsistenten oder unvollständigen Eingriffe vornehmen. M 4.93 Regelmäßige Integritätsprüfung, in diesem Zusammenhang auf dem Server selber und nicht bezogen auf die Übertragung der Daten. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Benutzer (Anwendungen) nicht auf verfälschte Daten zurückgreifen, aber auch, dass verborgene Hintertüren erkannt werden, die ein Angreifer für einen späteren Zugriff auf den Rechner installiert haben könnte. M Einsatz eines lokalen Paketfilters, da über den Einsatz eines Sicherheitsgateways hinaus, auch auf jedem Rechner entsprechende Zugriffsbeschränkungen auf Anwendungsoder Netzebene einzurichten sind. M Sicherer Betrieb eines Servers, besonders wichtig ist dabei, dass die Administration des Servers mit der gebotenen Sorgfalt auf einem sicheren Zugang erfolgt. M 5.8 Regelmäßiger Sicherheitscheck des Netzes, der Netzadministrator sollte regelmäßig, mindestens monatlich, einen Sicherheitscheck des Netzes nach den Vorgaben dieser Grundschutzmaßnahmen durchführen. Steria Mummert Consulting AG Seite 8 von 8

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