St. Martin. Düngenheim Kaisersesch Ulmen. Konzeption

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1 St. Martin Düngenheim Kaisersesch Ulmen Konzeption

2 Die Standorte St. Martin Düngenheim und Kaisersesch befinden sich in der Natur- und Ferienregion Schiefereifel, der Standort Ulmen in der Vulkaneifel, alle im Landkreis Cochem-Zell, der Standort St. Johann in der Vordereifel und im Landkreis Mayen-Koblenz. Alle Einrichtungen sind verkehrstechnisch günstig durch die Nähe zur Autobahn A 48/A 1 Koblenz-Trier erreichbar. Für die Standorte Düngenheim und Kaisersesch benutzen Sie bitte die Abfahrt Kaisersesch, für den Standort Ulmen die Ausfahrt Ulmen und für den Standort St. Johann die Ausfahrt Mayen. Kaisersesch ist seit 2001 auch wieder Bahnstation und stündlich mit dem Trans-Regionalzug von der Rheinschiene aus erreichbar, in Ulmen Bahnstation der Eisenbahnfreunde Vulkaneifel (Fahrplan und Anbindung). Autobahnabfahrten Impressum: Herausgegeben: Herausgeber: Redaktionelle Mitarbeiter: Gesamtherstellung: 2010 St. Martin Düngenheim Kaisersesch St. Johann Ulmen Winfried Weber, Robin Rump, Hiltrud Weiler Anette Bretz-Stotz, Beatrix Wertgen-Bleser, Wilhelm Pickenhahn, Markus Wagener, Dierk Lauxen, Herbert Klasen, Ulrich Kutscheid Caritas Werkstätten St. Anna, Ulmen

3 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis...1 Präambel I. Religiöses Leben in St. Martin II. Betreuung, Wohnen, Förderung und Bildung, Fachdienste A. Ambulante Dienste...6 B. Wohnangebote Wohnen für Kinder und Jugendliche Wohnen für Erwachsene Wohnen für ältere und pflegebedürftige Menschen Eltern-Kind-Wohnen...12 C. Förder- und Bildungsangebote Integrativer Kindergarten Grundschule / Schwerpunktschule für Integration Förderschule mit den Schwerpunkten ganzheitliche und motorische Entwicklung Tagesförderstätten D. Fachdienste Sozialverwaltender Dienst Medizinverwaltender Dienst...20 E. Zusammenarbeit mit Angehörigen III. Service und Versorgungsbereiche IV. Sonstige Angebote...23 A. St. Martin Baumschule und St. Martin Gastronomie B. Zeno-Gastronomie und Zeno-Bad...24 V. Stiftung...25 VI. Kontakt

4 Präambel zur Konzeption für das Bildungs- und Pflegeheim St. Martin mit seinen Standorten in Düngenheim, Kaisersesch, St. Johann und Ulmen Das Bildungs- und Pflegeheim St. Martin ist eine Einrichtung der Kreuzschwestern von Straßburg. Die Ordensgemeinschaft wurde 1848 von Madame Adèle de Glaubitz gegründet, Sitz der europäischen Provinz der Gemeinschaft ist in Bingen am Rhein. Das soziale Werk der Kreuzschwestern befindet sich heute in Kamerun, Frankreich sowie im Südwesten Deutschlands. Die Kreuzschwestern haben den Rechtsträger St. Hildegardishaus ggmbh, Jugend- und Behindertenhilfe, Düngenheim zum für ihre sozialen Einrichtungen und Dienste als alleiniger Gesellschafter gegründet. Als katholischer Träger der Freien Wohlfahrtspflege widmet sich dieser Rechtsträger den Schwerpunktaufgaben der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe sowie der Hilfen für Menschen mit Beeinträchtigungen an 20 Standorten im Südwesten Deutschlands. Auch die Einrichtungen St. Martin gehören zu diesem Rechtsträger der Kreuzschwestern. Der Grundauftrag des sozialen Werks der Kreuzschwestern lautet Das Heilshandeln Gottes an den Menschen sichtbar zu machen. Im Sinne dieses Grundauftrages gelten in den Einrichtungen und Diensten folgende Grundsätze: Grundsätze: 1. Aus unserem Selbstverständnis (Tradition) heraus steht bei uns der Mensch, insbesondere der hilfsbedürftige Mensch, im Mittelpunkt (Fokus) unseres Handelns. Was wir tun und wie wir es organisieren, muss sich danach richten. 2. Der Mensch soll bei uns durch die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen, spüren, dass er anerkannt, angenommen und in seiner Persönlichkeit unterstützt wird. 3. Christliche Werte sollen im Alltag erfahrbar werden und Glaubens- und Sinnerfahrungen ermöglichen. 4. Wir achten, fördern und vertreten aktiv Teilhaberechte von Menschen und wirken menschenverachtenden Strömungen entgegen. 5. Wir wollen, dass sich die Menschen in unseren Einrichtungen und Diensten in wertschätzender Grundhaltung begegnen, sich in ihrer Unterschiedlichkeit akzeptieren und dass auf diese Weise christliche Dienst- und Lebensgemeinschaft entsteht Wir erwarten von unseren Mitarbeitern (*), dass sie sich aktiv und loyal mit den Zielen des Trägers verbinden und bereit sind, die mit ihnen vereinbarten Leistungen zu erbringen. Darüber hinaus erwarten wir von unseren leitenden Mitarbeitern, dass sie den kooperativen Führungsstil als Voraussetzung für das Gelingen delegierter Verantwortung zu ihrem Handlungsgrundsatz machen und Vorbilder sind für die Umsetzung dieser Grundsätze.

5 7. Arbeitsorganisation, Zuständigkeiten und Entscheidungswege regeln wir nach dem Prinzip der Delegation von Verantwortung. Kommunikation und Information sind für uns unverzichtbar als Grundlage und Werkzeug unseres Tuns. Wir wollen, jeder aus seiner Verantwortung, uns gegenseitig achten, offen unsere Meinungen austauschen und unsere Entscheidungen transparent machen. 8. Gute Dienstleistung basiert auf fachlicher und persönlicher Kompetenz und Qualifizierung. Wir fordern und fördern die fachliche und persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden, damit sie ihrer Verantwortung mit Blick auf die Entwicklung der Angebote und Dienste immer besser gerecht werden können. 9. In unseren Häusern soll ein bewusster Umgang mit der uns anvertrauten Schöpfung sichtbar sein, deshalb entwickeln wir gemeinsam eine ökologisch sinnvolle Praxis. 10. Selbstverständlich sind für uns: Handeln auf der Basis anerkannter Fachlichkeit die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften die Beachtung der sparsamen Wirtschaftsführung die ständige Weiterentwicklung der Einrichtungen und Dienste auf ein zeitgemäßes Niveau die Einrichtungen und Dienste sollen lebendiger Bestandteil der Gemeinden / der Gesellschaft sein, sodass die Mitbürger sie als zugehörig erkennen und erfahren können. Für die Einrichtungen St. Martin bedeutet die Umsetzung dieser Grundsätze konkret: Christlich begründete Hilfe ist getragen vom Glauben an Gott, der als Schöpfer und Erlöser alle Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Im Mittelpunkt der Menschenfreundlichkeit Gottes steht die Caritas, praktizierte christliche Nächstenliebe, vor allem für die hilfesuchenden Menschen unter uns. Diese Grundlage und Herkunft verpflichten die Einrichtungen St. Martin, sich den Menschen mit Beeinträchtigungen zuzuwenden, sie zu pflegen, ihnen zu assistieren und Teilhabechancen zu eröffnen. Dabei achten und schützen sie die Würde und das Lebensrecht eines jeden Menschen in allen Lebensphasen, auch vor der Geburt. Sie respektieren die Persönlichkeitsrechte unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Staatsangehörigkeit, Geschlecht, gesellschaftlicher oder beruflicher Position. Anwaltlich treten sie für den Erhalt und die Sicherung der Rechte von Menschen mit Beeinträchtigungen ein. Sie übernehmen Mitverantwortung bei der Entwicklung und Realisierung adäquater Hilfeangebote. Die anerkannte Qualität der Dienste und Leistungen wird ständig durch Pflicht- und auch freiwillige externe und interne Prüfungen belegt. Dabei ist anerkannte Qualität für die Einrichtungen St. Martin dann gegeben, wenn Beziehungen und Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gelingen und wechselseitige Anerkennung stattfindet. Aus-, Fort- und Weiterbildung im Austausch von Theorie und Praxis tragen dazu bei, Konzepte, Modelle und Standards für die vielfältigen Hilfen und Dienste ständig fortzuentwickeln. St. Martin weckt durch geeignete Aktionen das Interesse für soziale Berufe. Sich stetig verändernde Teilhabebedarfe verändern berufliche Anforderungen. Das umfangreiche Fortbildungsprogramm der Einrichtungen ist das adäquate Instrument für eine gute Personalentwicklung in Abhängigkeit der Teilhabebedürfnisse. St. Martin ist Mitglied der Caritas auf Orts-, Bistums- und Bundesebene. St. Martin arbeitet mit allen gesellschaftlichen Gruppen, Verbänden und caritativen Initiativen zusammen. St. Martin achtet und kontrolliert die fachliche, ökonomische, biblisch-theologische und ethische Dimension der Güte seiner Hilfen und Dienste. 3

6 St. Martin respektiert die politischen Zielsetzungen der UN-Konvention für die Hilfen zugunsten von Menschen mit Beeinträchtigungen. Barrierefreiheit, die weitere Verselbstständigung und noch stärkere Selbstbestimmung der Menschen wird aktiv als Zielsetzung unterstützt. In den konkreten sachlichen, räumlichen und fachlichen Betreuungsbedingungen sollen die Menschen dies spürbar erleben. Das Handeln der Einrichtungen St. Martin ist transparent. Deshalb arbeiten sie bereitwillig, offen und umfassend mit Reha- und sozialen Hilfeträgern im Besonderen, aber auch mit allen anderen Partnern gut zusammen. In der Zusammenarbeit wird herausgestellt, dass die umfassende Beteiligung der Menschen mit Beeinträchtigungen selbst an den Prozessen der Hilferealisierung wesentlicher Bestandteil der Praxis ist. Die Arbeit mit und für die Menschen soll Freude machen. St. Martin schätzt deshalb eine starke Gemeinschaft. Sie kann nur durch offenes Wort und konstruktive Kritik gelingen. Fehler und Schwächen sind Bestandteil menschlichen Handelns. Ihr Eingeständnis macht den Umgang miteinander leichter und kann notwendige Veränderungen schnell einleiten. Schwierige Situationen werden gemeinsam gemeistert. Lob und Anerkennung sind Quelle für neue Kraft. Defizite und Probleme werden analysiert, konstruktiv kritisiert und bearbeitet. St. Martin wirkt erfolgreich im Team; Leitung, Aufsicht und Kontrolle auszuüben stehen damit nicht im Widerspruch. Höflichkeit, Freundlichkeit, gegenseitige Achtung und Akzeptanz sind Grundvoraussetzung für diese Gemeinschaft. Diese neue Konzeption wurde fortgeschrieben, weil sich eine Reihe von Veränderungen seit dem Jahre 2003 ergeben hat. Organe des Trägers haben diese Konzeption genauso beschlossen wie die vielfältig beteiligten Organe, Institutionen und Repräsentanten für die Menschen. Diese Konzeption wird helfen, das Profil des Trägers in den Einrichtungen und Diensten besser kennenzulernen. Viel Spaß beim Lesen! Düngenheim, Januar 2010 Winfried Weber Vorstand St. Hildegardishaus e.v. Markus Wagener Direktor Einrichtungen St. Martin Robin Rump Geschäftsführer St. Hildegardishaus ggmbh 4 (*)Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im Folgenden auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Mit der Bezeichnung Mitarbeiter oder Bewohner beispielsweise sind selbstverständlich auch Mitarbeiterin und Bewohnerin gemeint.

7 I. Religiöses Leben in St. Martin Wir sind davon überzeugt, dass wir, Schwestern und Mitarbeiter, durch unseren gelebten und erlebbaren Glauben und durch unser aktives Christ sein, dem Menschen, der sich uns anvertraut, auf diese Weise Wertschätzung, Achtung, Nähe und Akzeptanz und somit die Liebe Gottes zu ihm und allen Menschen vermitteln. Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns. St. Martin, als Einrichtung eines freien kirchlich-karitativen Trägers, leistet alle Angebote und Dienste in christlicher Grundhaltung. Darüber hinaus gehende religiös-seelsorgliche Begleitung und Angebote haben zum Ziel: Den Menschen mit Teilhabebedarf und den Mitarbeitern Erfahrungen zu ermöglichen, dass ihr Leben wert- und sinnvoll ist. Alle Menschen sind Gottes Geschöpfe von Ihm bejaht und gewollt und werden von uns so angenommen, wie sie sind. Seelsorge ist Sorge um den ganzen Menschen in allen Lebenssituationen und mit all seinen Sinnen (ganzheitlicher Ansatz). Die Freiheit der Entscheidung wird geachtet und die Entwicklung des persönlichen Glaubens gefördert. Es geht darum, aus dem Glauben an Gott, der uns in Jesus Christus nahegekommen ist, Hilfen zur Bewältigung des Lebens zu ermöglichen, besonders bei Problemen, in Krankheit und beim Sterbeprozess. Religiöse Erfahrungen in der Gemeinschaft der Christen bereichern das Leben. Dazu gehört die Integration, zum Beispiel in die Pfarrgemeinden. Religiöse Erziehung und Begleitung ist Zuspruch und Anspruch, Vermittlung von Wertschätzung und Gottes Zuwendung. Die Gestaltung des religiösen Lebens wollen wir vor allem in der Atmosphäre des Alltags erfahrbar werden lassen, insbesondere durch: die Feier des Kirchenjahres, religiöse Bräuche im Laufe des Jahres: Sternsingeraktion, Fastenzeit, Erntedankfest, St. Martinsfest, Rorate-Messen im Advent, religiöse Begleitung im Lauf des Lebens durch die Vorbereitung und Feier der Sakramente: Taufe, Erstkommunion und Buße, Firmung, Konfirmation, Ehe, Krankensalbung, Gesprächs- und religiös-soziale Angebote für die Menschen mit Teilhabebedarf, ihre Eltern, Angehörige und Mitarbeiter zum Beispiel als Einzel- und Glaubensgespräche, religiöse Fortbildungen, Meditationen, Adventsfeier und Singkreis, Möglichkeiten, sich zum Gottesdienst oder zu besonderen Anlässen zu treffen, sind in der heimeigenen Kirche und Kapelle in Düngenheim und Ulmen sowie in den Kirchen der Pfarrgemeinden gegeben. Jeder Christ ist durch Taufe und Firmung oder Konfirmation Träger des christlichen Glaubens. In Anlehnung an die Grundsätze für die Arbeit in Einrichtungen der Kreuzschwestern freuen wir uns, wenn alle ihre Fähigkeiten und Ideen zum Wohl der Gemeinschaft einbringen. Gerade Menschen mit Teilhabebedarf können mit ihrer Freude auch andere froh machen. Sie zeigen den Menschen ohne Beeinträchtigung durch ihr Dasein einerseits Grenzen des Lebens auf, aber auch ebenso, wie diese Grenzen angenommen werden können. Der christliche Glaube kann dabei eine wichtige Hilfe und Begleitung sein. 5

8 Diese Menschen orientieren sich an ihren Bezugspersonen und sind darauf angewiesen, dass diese sie an ihrem Glauben teilhaben lassen, den Gruppenalltag aus der christlichen Grundhaltung heraus gestalten, ihnen die Teilhabe an religiösen Festen, an den Sakramenten und am sonstigen religiösen Leben sowie die Integration in die Pfarrgemeinden ermöglichen. Diese gemeinsame Aufgabe erfolgt in Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen Seelsorgern, die neben der konkreten Tätigkeit mit und für die Menschen mit Teilhabebedarf, vor allem auch die Mitarbeiter gerne unterstützen und begleiten. Ergänzt wird dies durch ehrenamtliches Engagement sozial engagierter Personen. II. Betreuung, Wohnen, Förderung und Bildung, Fachdienste A. Ambulante Dienste Seit 1998 bietet St. Martin ambulante Angebote und Dienste für Menschen mit Teilhabebedarf im regionalen Einzugsgebiet an. Die ambulanten Dienste fördern verstärkt das Selbstbestimmungsrecht und die Eigenverantwortung der Klienten. Die Menschen mit Teilhabebedarf können ihren persönlichen Lebensplan gestalten, indem sie selbst Art, Umfang und Ort der Hilfeleistung bestimmen und die gewährten Geldleistungen auch im Rahmen Persönlicher Budgets disponieren. Der Budgetnehmer wird zum Vertragspartner von St. Martin. Das Ermöglichen der vollen Teilhabe (Inklusion) ist zentraler Ansatzpunkt der Hilfen, unabhängig von Art und Ausmaß des Unterstützungsbedarfs. Familien, die ihre Angehörigen mit Teilhabebedarf zu Hause betreuen, werden durch die aufsuchenden Hilfen in vielfältiger Weise beraten, begleitet und entlastet, so dass die Inklusion in Familie und Gesellschaft unterstützt und gefördert wird. Ziel der Ambulanten Dienste St. Martin ist die Ermöglichung effektiver und aktiver Teilhabe an allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens. Dies bedeutet Förderung des Gemeinschaftsgefühls zwischen Menschen mit und ohne Teilhabebedarf, sowie deren Verbesserung von Teilhabechancen. Lebensumfeld und Lebensniveau sollen im Rahmen bestehender Strukturen in den Familien gefestigt werden. Gesellschaftliche Strukturen sind so zu gestalten und zu verändern, dass sie der Vielfalt von Lebenslagen von Menschen mit Teilhabebedarf besser gerecht und erweitert werden. Vollständige und wirksame Teilhabe und Inklusion in die Gesellschaft haben höchste Priorität und sichern ein hohes Maß an sozialer Zugehörigkeit und Autonomie. So entsteht selbstbestimmtes Leben in sozialen Bezügen. Ambulante Dienste der Behindertenhilfe haben sich neben den teil- und vollstationären Angeboten etabliert und verfolgen das Ziel, vollstationäre Betreuung hinaus zuschieben oder in Einzelfällen gänzlich auszuschließen. 6 Das Angebot wird von St. Martin Ulmen, Eifel-Maar-Park, aus geleistet und ist regional flächendeckend zurzeit auf die Landkreise Cochem-Zell und Vulkaneifel begrenzt. Durch Kooperationen mit den ambulanten Hilfezentren der Caritas sowie mit anderen sozialen Dienstleistern entsteht ein tragfähiges soziales Netzwerk.

9 Am Anfang steht die Kontaktaufnahme mit interessierten Familien und Abklärung des Hilfebedarfs. Daran schließt sich die Organisation von geeigneten auch ehrenamtlichen Hilfen für die Menschen mit Teilhabebedarf an sowie deren Betreuung, regelmäßige Begleitung und Assistenz in den Bereichen: Familienentlastung Sport, Freizeit, Kultur und Bildung Mobilität und Kommunikation Wohnen Integrationshilfen im Vorschul-, Schul- und Hortbereich Assistenz- und Integrationshilfen im Arbeitsbereich Sozialrechtliche und alltagspraktische Fragestellungen Kontakt-, Beratungs- und Vermittlungsangebote Öffentlichkeitsarbeit. Ambulante Dienste sind fester Bestandteil eines gut funktionierenden Netzwerkes, zu denen auch Behörden und andere soziale Einrichtungen zählen. Die Arbeit innerhalb dieses Netzwerkes macht es möglich, individuelle Unterstützung und Betreuung adäquat zu gewährleisten. So hilft St. Martin auch bei der Beantragung und Verwaltung von Trägerübergreifenden Persönlichen Budgets, die als Komplexleistung von mehreren Rehabilitationsträgern (zum Beispiel der Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen, der Arbeitsförderung, der gesetzlichen Krankenund Rentenversicherung, der Kinder- und Jugendhilfe, der sozialen Pflegeversicherung sowie der Sozialhilfe) zu einer Gesamtplanung kombiniert werden können. Der Leistungskatalog bezieht sich auf alle Lebensbereiche und Altersstufen von Menschen mit primär geistiger Beeinträchtigung. B. Wohnangebote Seit März 1966 bietet St. Martin ganzheitliche und umfassende Lebensbegleitung von Menschen mit Teilhabebedarf allen Alters und Geschlecht durch Erziehung, Betreuung, Pflege, Versorgung, Assistenz und Förderung in unterschiedlichsten Wohnformen. Es werden Menschen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Konfession oder Religionszugehörigkeit aufgenommen, betreut und begleitet, wenn eine Grundakzeptanz der hier praktizierten, christlich ausgerichteten Arbeit gegeben ist. An den Standorten Kaisersesch und Ulmen werden ausschließlich Wohnangebote für Erwachsene angeboten, in Düngenheim zusätzlich für geistig und mehrfach beeinträchtigte Kinder und Jugendliche. Wenn möglich, wird den in St. Martin lebenden Erwachsenen eine lebenslange Beheimatung geboten. Zudem wird umfassende Förderung, Beschäftigung und Arbeit in den Tagesförderstätten, den eigenen Zweck- und Integrationsbetrieben sowie durch Vermittlung von Arbeit in den Werkstätten für behinderte Menschen im Verbund der Caritas Werkstätten gewährleistet. Der Einsatz unserer Wohn- und Förderangebote wird mit allen an der Erziehung, Förderung, Pflege und Betreuung Beteiligten abgestimmt (Gesamtplanförderkonzept). 7

10 Dadurch ist gewährleistet, dass nicht nur Elemente des Wohn- und Förderangebotes isoliert genutzt werden können, sondern eine geplante individuelle und strukturierte Förderung im Verbund vermittelt wird. Durch adäquate, persönlichkeitsorientierte Angebote zum Wohnen und zur Teilhabe möchten wir jedem Bewohner einerseits Beheimatung und Geborgenheit und andererseits Raum zur individuellen Entfaltung und zum gemeinsamen Leben bieten. Wir legen Wert auf eine Wohn- und Lebensatmosphäre, die dem Menschen ein möglichst familienähnliches, gemeinschaftliches Leben ermöglicht, so dass er sich hier, im ersten Lebensraum, wohl und zuhause fühlen kann. Das gestaffelte Betreuungs-, Bildungs- und Förderangebot zur Tagesstrukturierung und Ausgestaltung des zweiten Lebensraumes will jedem Bewohner ein angemessenes Angebot je nach Alter und individuellen Fähigkeiten bieten. Der Freizeitbereich als dritter Lebensraum umfasst die Teilhabe am gesellschaftlich-kulturellen Leben. Angestrebt wird eine größtmögliche Inklusion, das heißt Einbeziehung und Dazugehörigkeit. Gemeint ist damit ein möglichst ganz normales Miteinander von Menschen mit und ohne Teilhabebedarf in allen Lebensbereichen. In St. Martin werden primär Menschen mit Entwicklungsdefiziten im Sinne einer geistigen Beeinträchtigung, gegebenenfalls verbunden mit zusätzlichen, körperlichen, seelischen oder verhaltensmäßigen Beeinträchtigungen aufgenommen. Aber auch Menschen mit schweren und mehrfachen Beeinträchtigungen und sehr hohem Pflege- und Betreuungsbedarf werden ebenso berücksichtigt, wie Menschen mit intellektuellen Entwicklungs- und starken Lerndefiziten oder psychischen Problematiken im Grenzbereich zur geistigen Behinderung. Hingegen können Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen, die einer ständigen Intensivpflege oder klinischen Betreuung bedürfen, Menschen mit hochgradigen Auto- oder Fremdaggressionen und Verhaltensstörungen, die einer überwiegend psychiatrischen oder psychologisch-therapeutischen Betreuung bedürfen, sowie Menschen, die einer suchttherapeutischen Behandlung bedürfen, nicht aufgenommen werden. Betreuung und Pflege wird auch für einen kurzen Zeitraum angeboten. Für Menschen, die für kurze Zeit eine vollstationäre Unterstützung benötigen, besteht die Möglichkeit der Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege sowie der Kurzzeitbetreuung. Kurzzeitaufnahmen erfolgen in den bestehenden Wohngruppen. Die Betreuten sind während dieser Zeit zusätzliche Gäste. Um den Aufenthalt während dieser Zeit optimal zu gestalten, empfiehlt sich eine frühzeitige Anfrage und persönliche Vorstellung, zumal eine hohe Nachfrage nach diesem Angebot besteht. Aufnahmeanfragen richten sich nach dem zu ermittelnden Hilfe- und Teilhabebedarf des Betroffenen, der Überprüfung der in St. Martin vorhandenen Kapazitäten in den drei Lebensräumen sowie einer entsprechenden Kostenübernahmeerklärung. Vor einer Aufnahme erfolgt eine Vorstellung des Menschen mit Teilhabebedarf. Mit ärztlichen Unterlagen sowie meist durch ein Probewohnen wird geprüft, ob auf Dauer in die Einrichtung aufgenommen, adäquat betreut und begleitet werden kann. 8 Die Wohngruppen sind so konzipiert, dass in der Regel Bewohner unterschiedlicher Altersgruppen, mit verschiedenen Beeinträchtigungen und zum Teil geschlechtsgemischt zusammen wohnen.

11 Wir legen Wert darauf, dass die Bewohner in St. Martin wegen der Art und Schwere ihrer Beeinträchtigung nicht vom Gemeinschaftsleben ausgegrenzt werden. Die Wohngruppen werden deshalb soweit wie möglich nach heterogenen Gesichtspunkten gebildet, wenn nicht Erfordernisse der Intensivbetreuung andere Strukturen aufweisen müssen. Die Wohnangebote werden weitestgehend nach den Personenkreisen Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene unterschieden: 1. Wohnen für Kinder und Jugendliche Primär werden minderjährige geistig oder mehrfach beeinträchtigte Kinder und Jugendliche im schulfähigen Alter für die Dauer der Beschulung aufgenommen, im Bedarfsfall bereits im Vorschulalter. Nach der Schulzeit wird mit allen Beteiligten über eine Rückkehr ins Elternhaus, einen Umzug in eine andere Einrichtung, in eine andere Wohnform oder wenn möglich über einen lebenslangen Verbleib in St. Martin entschieden. Für cirka 80 Kinder und Jugendliche werden zurzeit am Standort Düngenheim Wohngruppen mit einer Gruppenstärke von 9 bis 12 Personen in familienähnlicher Gruppenzusammensetzung angeboten, das heißt, es leben jüngere und ältere Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichem Betreuungsbedarf, zum Teil geschlechtsgemischt, in einer Wohngruppe zusammen. Um sich in der Wohngruppe zuhause fühlen zu können, bieten die Gruppen den Standard einer großen Wohnung oder eines Mehrfamilienhauses mit Küche, Esszimmer, Wohnzimmer und gemeinschaftlichen oder individuellen Sanitärbereichen. Die Kinder und Jugendlichen wohnen je nach Wohngruppenausstattung in Einzel- oder Zweibettzimmern. Die Wohngruppen verfügen über großzügige gemeinschaftliche Räume wie Spiel- und Freizeiträume. Viele Kinder- und Jugendgruppen bewohnen ein eigenes Gruppenhaus mit überschaubaren Spielmöglichkeiten hinter dem Haus oder im Garten. Andere Wohngruppen verfügen über große Terrassen oder angrenzendes Garten- und Freigelände mit Spielplatzgeräten oder Freiflächen für Sport, Spiel und Bewegung. Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit steht die Erziehung und Förderung zu größtmöglicher individueller Selbständigkeit, zum Beispiel im lebenspraktischen Bereich und im Sozialverhalten. Ergänzend dazu erhält jedes Gruppenmitglied die individuell notwendige Betreuung, Pflege und Therapie, religiöse Begleitung und Bildung sowie verschiedenste Angebote und Anregungen zur Gestaltung der Freizeit. Die Vermittlung und Umsetzung dieser pädagogischen Ziele und Aufgaben übernehmen in diesen Wohngruppen speziell ausgebildete Mitarbeiter wie Erzieher, Heilerziehungspfleger, Heilpädagogen, Sozialpädagogen, Kinderpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger sowie Gruppenhelfer mit überwiegend hauswirtschaftlichen Erfahrungen und Kenntnissen. 2. Wohnen für Erwachsene In Düngenheim werden für ca. 120 Erwachsene mit überwiegend höherer Betreuungs- oder Pflegebedürftigkeit Wohnangebote vorgehalten. In einigen Wohngruppen leben Menschen, die in der Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten. Die meisten bedürfen aber einer höheren Betreuung oder Pflege und erhalten in den heimeigenen Tagesfördergruppen arbeits- und beschäftigungstherapeutische Förderangebote. 9

12 Am Ortsrand der Gemeinde Düngenheim gelegen, bietet St. Martin mit seinem dörflichen Charakter Einzelhäuser und Komplexgebäude mit mehreren Wohngruppen sehr individuelle Wohnangebote und vor allem für die meist mehrfach behinderten Menschen ein verkehrsberuhigtes und geschütztes Wohnumfeld. Das großzügige Gelände mit vielen Grünflächen, die gute infrastrukturelle Ausstattung mit Freizeitangeboten wie Turnhalle, Therapie- und Snoezelräumen, Spiel- und Begegnungsplätzen, Reitangebot, öffentlichem Hallenbad, Gastronomie- und Konferenzräumen und eigener Kapelle bietet die Möglichkeit zur ganzheitlichen Förderung und zum Leben und Wohlfühlen in einer dorfähnlichen Umgebung. Die vielfältige Mitwirkung an Festen und Veranstaltungen in der Gemeinde Düngenheim oder die Mitwirkung der Bevölkerung bei Aktionen der Einrichtung zeugt von einer guten Inklusion der in St. Martin lebenden Menschen mit Teilhabebedarf in der Region. Ziel ist eine größtmögliche, ganzheitliche, individuelle Förderung und die Ermöglichung einer weitestgehenden Teilhabe am Leben der Gemeinschaft. In der Umgebung verfügt St. Martin in der Ortschaft Düngenheim, in der Stadt Kaisersesch und der Ortschaft St. Johann bei Mayen dezentral über Wohnangebote für individuelleres Wohnen in kleineren, sogenannten Verselbständigungs- und Trainingswohngruppen, Wohngemeinschaften oder Appartements zum Paar-Wohnen. In Anlehnung an das Normalisierungsprinzip, das es dem Menschen mit Teilhabebedarf gestattet, nach den Bedingungen des täglichen Lebens des überwiegenden Teiles der Bevölkerung zu leben, wurde 1997 das Wohnheim in Kaisersesch mit 62 Wohnheimplätzen für Erwachsene errichtet. Jeweils 12 Menschen leben in vier Wohngruppen. Zwei Trainingswohnungen mit jeweils fünf Plätzen vervollständigen das Angebot des insgesamt barrierefrei ausgebauten Hauses. Abgesehen von einem sich verändernden Tages-, Wochen- und Jahresrhythmus, wird hier verstärkt die Orientierung in der Stadt bis hin zur völligen Inklusion eingeübt. Für die Menschen mit Teilhabebedarf in Kaisersesch bedeutet dies eine gesteigerte Umweltwahrnehmung im Hinblick auf Nachbarschaft, Kirchengemeinde, Geschäftswelt, Behörden und Besuchen von Festen und Feiern. Die hier lebenden Bewohner verfügen in der Regel über einen höheren Grad der Selbstkompetenz, sind meist Beschäftigte in den Caritas-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen oder den Integrationsbetrieben von St. Martin. Die guten Erfahrungen in Kaisersesch förderten die Entscheidung, im Nachbarort Ulmen (Vulkaneifel) einen dritten Standort mit weiteren Wohn- und Förderangeboten zu konzipieren und aufzubauen. Die inzwischen vollständig erneuerte Infrastruktur des Sozialstandortes St. Martin im Eifel-Maar-Park ermöglichte im großzügigen Gelände den Bau weiterer Wohnhäuser und Fördereinrichtungen. Die St. Martin Gastronomie als Integrationsbetrieb sowie eine Zweigstelle der Caritas Werkstätten Mayen stellen am Sozialstandort Ulmen eine Vielzahl von Arbeitsplätzen für Menschen mit Teilhabebedarf auf dem ersten Arbeitsmarkt zur Verfügung. Die Erwachsenengruppen haben in der Regel eine Gruppenstärke von 9-12 Personen oder von 5-8 Personen in dezentralen Wohngruppen und Wohngemeinschaften. Diese Wohngruppen setzen sich zusammen aus Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. 10 Die Erwachsenen verfügen über Einzel- oder Zweibettzimmer; in den Wohnangeboten zur Verselbständigung überwiegend über Einzelzimmer. Die Zimmer werden größtenteils als individuelle Wohnund Schlafräume genutzt und verfügen über individuelle sanitäre Einrichtungen. Zusätzlich sind die Wohngruppen ausgestattet mit Küchen und großzügigen Gemeinschaftsräumen.

13 Die Sanitärbereiche der Wohngruppen sind mit zentralem Pflegebad und mit individuellen sanitären Räumen barrierefrei ausgestattet, zum Beispiel mit Lifter, Duschliege, barrierefreiem WC, überfahrbarer Dusche und Hubbadewanne. Schwerpunkt der pädagogischen und pflegerischen Angebote in diesen Wohngruppen sind individuell abgestimmte Bildungs-, Betreuungs-, Förder- und Pflegemaßnahmen, sowie religiöse Begleitung und vielfältige Angebote zur gemeinsamen oder persönlichen Gestaltung der Freizeit unter größtmöglicher Selbstbestimmung der Bewohner. Im Mittelpunkt der pädagogischen Betreuung steht die Lebensbegleitung und Bildung der Erwachsenen zur Erhaltung und weiteren selbstbestimmten Förderung der individuellen Selbständigkeit und Selbstsicherheit in allen Lebensbereichen. Projekte zur Förderung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten bis hin zur Vermittlung von Arbeitsmöglichkeiten in der Werkstatt für behinderte Menschen und auf dem ersten Arbeitsmarkt stützen dieses Ziel. Die Durchführung und Umsetzung dieser Aufgaben und Ziele werden wie im Kinder- und Jugendbereich von pädagogischem und pflegerisch geschultem Fachpersonal wahrgenommen. Im Rahmen dieser Arbeit werden ein gegenseitiger und umfassender Austausch und eine enge Zusammenarbeit mit den Förderbereichen gepflegt. Weiterhin erfolgt eine enge Kooperation und Abstimmung mit den eigenen Medizinverwaltenden Diensten sowie den Haus- und Fachärzten bezüglich notwendiger medizinischer, therapeutischer oder pflegerischer Maßnahmen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist der intensive, gegenseitige Austausch und die enge Zusammenarbeit mit der Tagesförderstätte, der Werkstatt für behinderte Menschen und den eigenen Integrationsbetrieben. 3. Wohnen für ältere und pflegebedürftige Menschen Um den in St. Martin lebenden Menschen ein möglichst langes Wohnen in bekannter Umgebung anbieten zu können, wurde die Konzeption um das Angebot zum Wohnen für älter werdende Menschen erweitert. Unser Seniorenzentrum St. Elisabeth am Standort Düngenheim ist ein Alten- und Pflegeheim mit 10 Pflegeplätzen, in dem ältere und pflegebedürftige Menschen in einem familienähnlichen Umfeld begleitet und gepflegt werden. Weiterhin verfügen wir über zwei Kurzzeitpflegeplätze sowie zwei Tagespflegeplätze. Wurden hier zunächst ausschließlich Ordensschwestern betreut und gepflegt, genießen heute auch Pflegebedürftige der Umgebung Pflege und Zuwendung, orientiert an christlichen Werten des Zusammenlebens. Die Pflegeleistungen orientieren sich in Anlehnung an die pflegetheoretischen Erkenntnisse von Monika Krohwinkel mit dem sogenannten AEDL-Pflegemodell: Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens. Für jeden Bewohner wird eine individuelle Pflegeplanung für sein neues Zuhause erstellt. Unser Ziel ist es, den Aufenthalt unserer pflegebedürftigen Menschen und Gäste erholsam und abwechslungsreich zu gestalten; soweit möglich und gewünscht im ständigen fachlichen Austausch mit dem vertrauten Hausarzt. Wir wollen, dass sich der zu pflegende Mensch bei uns wohl fühlt. Die Pflege im Seniorenzentrum St. Elisabeth basiert auf dem Grundgedanken: Bei uns steht der auf Hilfe und Begleitung angewiesene Mensch im Mittelpunkt aller Bemühungen; was wir tun und wie wir es organisieren, muss sich danach richten. 11

14 Daraus ergeben sich die Grundeinstellungen Christliche Grundhaltung, Menschenwürde sowie Eigenständigkeit, Selbstbestimmung und Lebensgeschichte. Bei drohender oder bereits eingetretener Überforderung der Pflegeperson, bei Fehlen einer Pflegeperson sowie bei Eigen- oder Fremdgefährdungstendenzen der Pflegebedürftigen kann die Heimpflegebedürftigkeit von der Pflegekasse attestiert werden. Urlaub machen vom Alltag. Dieses Angebot der Kurzzeitpflege/Verhinderungspflege umfasst ein familiäres Umfeld, Kontakt und Geselligkeit mit anderen Bewohnern sowie die Teilnahme an Aktivitäten. Kurzzeit- oder Verhinderungspflege kann sinnvoll sein, wenn die Pflegeperson Urlaub oder Entlastung benötigt, sie durch Kur oder Krankheit ausfällt oder ein gewünschter vollstationärer Pflegeplatz noch nicht zur Verfügung steht. St. Elisabeth bietet ferner Tagespflegeplätze an, um den pflegenden Angehörigen die nötige Entlastung im Alltag zu geben. Die Tagespflege ermöglicht den pflegenden Angehörigen, Pflege und Berufstätigkeit zu verbinden und sie ermöglicht auch, die notwendigen Freiräume zu schaffen für Familie und Freizeit. Tagespflegegäste verbringen gemeinsam mit den übrigen Bewohnern den Tag und kehren abends wieder nach Hause in die gewohnte Atmosphäre zurück. Alle Angebote umfassen individuelle Grund- und Behandlungspflege sowie soziale Betreuung durch qualifiziertes Fachpersonal reichhaltiges, abwechslungsreiches, täglich frisch zubereitetes Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Zwischenmahlzeiten oder Sonderkostformen einen Ruheraum für Ruhe- und Entspannungsmöglichkeiten Therapien wie Krankengymnastik oder Ergotherapie nach ärztlicher Verordnung regelmäßige Angebote durch Friseur und Fußpflege Beratung der Betroffenen und Angehörigen seelsorgerische Begleitung und die Möglichkeit zur Teilnahme an regelmäßigen Gottesdienstangeboten im Haus Räumlichkeiten für Familienfeste Angebote der Aktivierung und Mobilisation Gesprächskreise, Gesangsrunden, Ausflüge und jahreszeitliche Feste 4. Eltern-Kind-Wohnen St. Martin hat mit dem Angebot Eltern-Kind-Wohnen ein Konzept zur Entlastung und Erholung für Menschen mit Teilhabebedarf mit ihren Eltern, Angehörigen und Betreuern entwickelt. Wohnen und Urlaub, unterstützt durch sozialpädagogische Leistungen sowie ein attraktives Serviceangebot, sind im Urlaubs- und Touristenort Ulmen (Vulkaneifel) Garant für die angestrebten familiären Entlastungen. 12 Die Wohnung befindet sich auf dem Gelände von St. Martin Ulmen und verfügt über Wohn- und Esszimmer, eine Küche sowie entsprechende Schlaf- und Sanitärräume. Selbstverständlich ist die Wohnung barrierefrei zu erreichen.

15 Eltern-Kind-Wohnen ist aber nicht nur räumlich sondern auch organisatorisch mit allen Hilfeangeboten von St. Martin verbunden. Deshalb ist Urlaub und Ferienwohnen im Rahmen dieses Angebotes auch in Kombination mit Kurzzeitbetreuung möglich. Das Team der Ambulanten Dienste steht mit seiner Fachlichkeit genauso als Ansprechpartner zur Verfügung wie Ordensschwestern und Mitarbeiter aller Bereiche. Die Leistungen können frei gewählt und insgesamt zu günstigen Konditionen in Anspruch genommen werden. C. Förder- und Bildungsangebote 1. Integrativer Kindergarten Der Integrative Kindergarten von St. Martin Düngenheim kann Vorschulkinder mit oder ohne Teilhabebedarf im Alter von 2-6 Jahren aufnehmen. Die Kinder kommen aus dem umliegenden Einzugsgebiet, sind Bewohner von St. Martin oder Kinder von Mitarbeitern. Durch die gemeinsame Erziehung und Förderung von Kindern mit und ohne Teilhabebedarf wird erreicht, dass die Kinder lernen, vorurteilsfrei und angstfrei miteinander umzugehen sowie Stärken und Schwächen zu ertragen und zu akzeptieren lernen. Dabei geht es mehr um die Entwicklung der Fähigkeiten, mit den eigenen Einschränkungen leben zu lernen und bestehende Fertigkeiten auszubauen, als um das Bestreben, alle Defizite zu beseitigen. Der Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit liegt im alltäglichen Zusammenleben; es geht darum, übersteigerte Selbstwert- und Unwertgefühle zu korrigieren und gleichzeitig die Kinder in ihren individuellen Möglichkeiten im emotionalen, sozialen und kognitiven Bereich zu fördern. Im Kindergarten von St. Martin erfolgt eine vorschulische Förderung, wie in allen Regelkindergärten. Ausgehend von der Zielsetzung jeglicher Erziehung, nämlich die größtmögliche Selbstentfaltung des Kindes, seine Eigenständigkeit und Unabhängigkeit vom Erwachsenen zu erreichen, orientiert sich der Kindergarten an dem Leitwort der Montessori-Erziehung Hilf mir, es selbst zu tun. Er richtet die pädagogische Arbeit methodisch nach dem Leitgedanken des situationsorientierten Ansatzes und offenen Arbeitens aus, das heißt, unter Anderem wird der Tagesablauf offen geplant und organisiert. Weitere Hilfe und Orientierung für die Kinder bietet auch die Übersichtlichkeit des Gruppengeschehens, eine verminderte Gruppengröße mit maximal 15 Kindern, eine Differenzierung innerhalb der Gruppe, die Gestaltung der Räume, sowie die offene und annehmende Zuwendung der Betreuer. Auch therapeutische Angebote für Kinder mit Beeinträchtigung werden in Tagesablauf und Gruppengeschehen integriert, um zu erreichen, dass die therapeutische Einzelübung eine immer geringere Rolle spielt. Somit erlebt das Kind mit Teilhabebedarf mit seinen eigenen Fähigkeiten und Einschränkungen die therapeutische Förderung als normales Förderangebot. Ergänzend zu den einschlägigen Bildungs- und Lerndokumentationen unterliegt der Integrative Kindergarten dem Qualitätsmanagement-System der Gesamteinrichtung St. Martin, welches in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Gutachtern überprüft und neu zertifiziert wird. Der Integrative Kindergarten ist eine zweigruppige Einrichtung, in der je Gruppe 10 Regelkinder und je 5 Kinder mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen zusammen betreut werden. Er befindet sich im Gebäudetrakt der Förderschule und verfügt neben der üblichen Ausstattung auch über einen eigenen Förderraum für Therapiemaßnahmen und Einzelförderung. 13

16 Für die Kinder wird die Betreuung über die Mittagszeit angeboten. Neben dem Angebot von Mittagessen besteht ferner die Möglichkeit zur Mitnutzung der gesamten Infrastruktur der Gesamteinrichtung von St. Martin: Zeno-Bad, Spielplätze im Heim- und Schulgebäude, Tiergehege, Pferde, Förderräume in den Tagesförderbereichen für Erwachsene, zum Beispiel Snoezelräume, Bällchenbad und Fachräume der Schule wie Rhythmikraum und Turnhalle. Da der Übergang von der Kindergartenbetreuung zum Schuleintritt eine entscheidende Schnittstelle für die Kinder darstellt, ist es wichtig, diese Zeit engmaschig und mit speziellen Angeboten zu begleiten. Aus diesem Grund wird in jedem Jahr ein so genannter Kooperationskalender für das Kindergartenjahr vor der Einschulung erstellt. Er enthält von den Kindergärten und Grundschulen der Region gemeinsam geplante Aktionen wie Schulbesuche, Experimente, Projekte und Fortbildungen und wird auch an die Eltern ausgegeben. In diesem letzten Kindergartenjahr sollen elementare Kenntnisse und Fähigkeiten als Grundlage für die Arbeit in der Grundschule vermittelt werden. Insbesondere die Beobachtung der Sprachentwicklung und deren besondere Förderung durch gezielte Bildungsangebote haben besondere Bedeutung. Für die Erziehung und Förderung im Integrativen Kindergarten stehen Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen sowie heilpädagogische Fachkräfte zur Verfügung. Darüber hinaus richtet sich die personelle Besetzung nach Bedarf, zum Beispiel bei erhöhtem Betreuungsaufwand. Als weiteres Angebot in diesem Bereich ist die Kindertagesstätte Kaisersesch unter dem Dach der St. Hildegardishaus ggmbh zu finden. Wir verweisen auf ihr eigenes, generationsübergreifendes Konzept, welches die Grundlage für den Neubau des Hauses für Kind und Familie in Kaisersesch darstellt. 2. Grundschule / Schwerpunktschule für Integration St. Martin kam als Träger dem Wunsch der Gemeinde Düngenheim nach, wieder eine ortsansässige Grundschule zu haben. Nach längerem Bemühen ist es 2004 gelungen, eine Genehmigung für eine private Grundschule zu erhalten. Seit April 2008 ist sie als Schwerpunktschule für Integration staatlich anerkannt. Im Schuljahr 2009/2010 werden insgesamt 130 Schüler unterrichtet. Gemeinsames Leben und Lernen heißt für uns nicht, dass alle zur gleichen Zeit das Gleiche lernen sollen. Um den Kindern in ihrer Unterschiedlichkeit gerecht zu werden, ist eine Individualisierung des Unterrichts vonnöten. Umgesetzt wird die Integration durch den Gemeinsamen Unterricht in einer Integrationsklasse. Kinder mit Sinnes-, Körper- oder geistigen Beeinträchtigungen wie auch solche mit Sprach- und Lernstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten lernen mit nicht beeinträchtigten Kindern gemeinsam. Offene Unterrichtsformen und Projekte lassen innere Differenzierung und einen effektiven und flexiblen Förderunterricht ohne Ausgrenzung zu. Fördern wird zum Unterrichtsprinzip, Fordern ist gleichzeitig möglich. Die integrative Erziehung eröffnet Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gerade durch die offenere Unterrichtsform gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen und fördert so das gegenseitige Verständnis. 14 Die Kinder lernen, dass Menschen unterschiedlich sind und auch sein dürfen. Alle Kinder erleben, dass die besonderen Bedürfnisse, die individuellen Eigenarten und Probleme der Kinder akzeptiert werden und ernst genommen werden.

17 Die Tatsache, dass der Unterricht so geplant wird, dass die leistungsfähigeren Schüler sich nicht langweilen und die leistungsschwächeren Schüler die ihren Lernmöglichkeiten entsprechenden Aufgaben bewältigen können, trägt in großem Maße zum Abbau von Gewaltbereitschaft und zur Leistungssteigerung aller Kinder bei. Wir bewältigen diese Aufgabe mit Hilfe unserer Personalausstattung und der Einstellung zum Mitmenschen. Durch Fördermaßnahmen, Gruppenteilungen und Teamteaching von Grund- und Förderschullehrern oder Pädagogischen Fachkräften können wir erreichen, dass sowohl die förderbedürftigen Kinder als auch die leistungsstarken Schüler zu ihrem Recht kommen, aber genauso auch die oft vergessene Mittelschicht. Offene, fächerübergreifende Unterrichtsformen eignen sich besonders, um den selbst gestellten Forderungen unserer Schwerpunktschule Rechnung zu tragen. Neben der Vermittlung von Lehrstoffen und religiösen Werten zeichnet sich die St. Martin Grundschule auch durch die Medienbildung, unter Einsatz modernster Technologien, aus. Medien und die mit ihnen verbundenen Informations- und Kommunikationstechnologien gewinnen eine immer größere Bedeutung in der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen. Wir stellen uns dieser Herausforderung in hohem Maße. Unsere Computerarbeitsplätze in den Klassen verfügen über Standard-Office-Programme und Programme zur Förderung von Teilleistungsschwächen sowie Internet- und Intranetzugang. In jedem Klassenraum stehen Bibliotheken und elektronische Tafeln (Smartboards) zur Verfügung. Ferner existiert ein kabelloses Netzwerk, auf das die Kinder mit ihren eigenen Notebooks auf Intranet und Internet zugreifen können. Schließlich runden Webcams zur Veranschaulichung von Schülerversuchen am Smartboard und zur Beobachtung eines schuleigenen Nistkastens das mediale Angebot ab. Die Gesellschaft, in der wir leben, kann man mit dem Begriff Wissensgesellschaft charakterisieren. Über die Forderung nach einer stärkeren Akzentuierung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich des Sachunterrichts der Grundschule wird auch die Diskussion um das Erlernen von Methoden und Verfahren nachdrücklich geführt. Damit Kinder in unserem Bildungssystem ihr Wissen langfristig nutzen können, ist es von großer Bedeutung, die Naturwissenschaften in den Sachunterricht intensiv einzubeziehen. Es ist wichtig, dass es im letzten Vorschuljahr viele Berührungspunkte zwischen dem Kindergarten und der aufnehmenden Grundschule gibt, damit es für die Kinder ein fließender und angenehmer Übergang ist. Wir arbeiten sehr eng mit verschiedenen Kindertageseinrichtungen zusammen und haben wie andere Schulen und Kindergärten unsere gemeinsamen Projekte in einem Kooperationskalender festgehalten. Während der Schulzeit besteht für die Schüler grundsätzlich die Möglichkeit, gegen ein geringes Entgelt ein warmes Mittagessen einzunehmen. St. Martin ermöglicht ferner eine kostenlose Betreuung für alle Schüler der Grundschule durch pädagogische Fachkräfte über die Unterrichtszeit hinaus. In der Betreuungszeit werden keine Hausaufgaben mit den Schülern gemacht, sondern Möglichkeiten zum Spielen und Entspannen geboten. Seit dem Schuljahr 2006/07 bieten wir darüber hinaus im Anschluss eine Hausaufgabenbetreuung an. Weiterhin besteht die Möglichkeit zur Mitnutzung der gesamten Infrastruktur der Gesamteinrichtung von St. Martin am Standort Düngenheim (Zeno-Bad, Spielplätze im Heim- und Schulgelände, Tiergehege, Reitanlage, Snoezelräume, Bällchenbad und Fachräume der Förderschule (Rhythmikraum, usw.) 15

18 Um die Entwicklung eines jeden einzelnen Kindes in seiner Ganzheit zu fördern, ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule notwendig. Bei einem Beratungsgespräch stehen ihnen Klassenlehrer oder Förderschullehrer und bei Bedarf auch die Schulleitung und die pädagogischen Fachkräfte zur Seite. Da wir als Privatschule keinen festen Schulbezirk haben, nehmen wir Kinder aus der gesamten Region um Düngenheim herum in unsere Schule auf. Eine entsprechende Schülerbeförderung wird gewährleistet. Nach einer Voranmeldung besteht die Möglichkeit zur Hospitation oder zum Gespräch mit der Schulleitung. 3. Förderschule mit den Schwerpunkten ganzheitliche und motorische Entwicklung, Düngenheim Die Förderschule ist eine staatliche Ersatzschule mit den Schwerpunkten ganzheitliche und motorische Entwicklung. An unserer Schule erfüllen primär geistig beeinträchtigte Schüler ihre Schulpflicht. Ein nicht unerheblicher Teil der Schülerschaft weist zusätzlich körperliche Beeinträchtigungen auf. Die meisten Schüler wohnen in Wohngruppen des Bildungs- und Pflegeheimes St. Martin. Unsere Schule steht aber grundsätzlich auch externen Schülern offen, die bei ihren Familien wohnen. Diese können mit dem einrichtungseigenen Fahrdienst täglich zur Schule und zurück befördert werden. Wir kennen keine Untergrenze für die Förderung schwerstbehinderter junger Menschen. Eine Schulbildungsunfähigkeit gibt es für uns nicht. Bedingt durch den Status einer Heimschule haben wir es im Gegensatz zu anderen öffentlichen Förderschulen mit einer Schülerschaft zu tun, die an die pädagogische Arbeit besondere Herausforderungen stellt. So besuchen unsere Schule zahlreiche autistische Schüler, Schüler mit vielfältigen Verhaltensauffälligkeiten und sozial-emotionalen Problemen, Schüler mit psychiatrischen Erkrankungen und Schüler mit besonders schweren Beeinträchtigungen. Viele unserer Schüler können nicht oder nur kaum sprachlich kommunizieren. Grundsätzlich hat unsere Schule die Verpflichtung, alle Schüler ganzheitlich zu fördern, das heißt alle Persönlichkeitsbereiche zu entwickeln. Wir arbeiten nach dem gültigen Lehrplan für Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt ganzheitlicher Entwicklung in Rheinland-Pfalz. Daher verstehen wir den Bildungsauftrag nicht allein im Erwerb von Qualifikationen zur lebenspraktischen und beruflichen Tüchtigkeit. Jeder Schüler ist zur Entfaltung seiner Persönlichkeit fähig und hat, wie es die Richtlinien für die Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung beschreiben, auch das Recht auf Entfaltung der individuellen Persönlichkeit in sozialen Beziehungen. Die Unterstützung, Anbahnung und Förderung der Inklusion der Schüler ist für die St. Martin- Heimschule auf Grund des schulischen Bildungsplans mit der Leitidee Selbstverwirklichung in sozialer Integration zentrale Verpflichtung. Bei der Förderung der individuellen Entwicklung orientiert man sich nicht an Defiziten sondern geht von den individuellen Möglichkeiten und Bedürfnissen der Schüler aus, die insofern Akteure ihrer eigenen Entwicklung sind. 16 Die Schule von St. Martin ist aufmerksam für die individuellen Impulse der Schüler, um daraus mit ihnen Aktivitäts- und Erfahrungsmöglichkeiten zu gestalten; zum Beispiel alle Aktivitäten des täglichen Lebens, einschließlich der Pflege, Lern- und Entwicklungsanlässe, die pädagogisch aufgegriffen und gestaltet werden.

19 Nach der für uns gültigen Stundentafel werden unsere Schüler im Gesamt-, Religions- und Fachunterricht gefördert. Innerhalb dieses Rahmens ist die St. Martin-Heimschule zur Differenzierung nach den Bedürfnissen des einzelnen Schülers im Sinne einer Entfaltung seiner Persönlichkeit in der Lage. Dies geschieht zunächst durch eine fächerorientierte Aufgliederung in Koch-, Werk-, Schwimm-, Rhythmik-, Musik-, Lese-, Schreib- und Rechenunterricht. Darüber hinaus brauchen viele Schüler unter anderem Unterrichtsangebote für den Aufbau von Vertrauen, zur Selbstfindung, Welterfahrung, Lebenspraxis, für die soziale, kommunikative und motorische Kompetenz, zur Berufsvorbereitung und sinnvollen Freizeitgestaltung. Sexualerziehung begreifen wir als Teil unseres Förderauftrags. Diese Fächer und Aufgabenbereiche werden im Klassen-, Gruppen-, Kurs- und Einzelunterricht organisiert. Zu nennen sind hier Projekte und Arbeitsgemeinschaften wie die Klangschalen und Tanz AG oder das Einüben von Musicals und der sogenannte Werkstatttag. Aber auch regelmäßige Unterrichtsgänge und -fahrten, Landschulheimaufenthalte, Therapien wie Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie, Praktika in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), in den Integrationsbetrieben von St. Martin und in der Tagesförderstätte, sowie die Teilnahme an Festen und Feiern sind unverzichtbar. Zur Umsetzung des Bildungsauftrags ist eine differenzierte fachliche Kompetenz der Lehrkräfte erforderlich. Neben der allgemeinen Fachlichkeit sind spezielle pädagogische, therapeutische und pflegerische Berufsqualifikationen notwendig. Jede spezielle Fachlichkeit ist immer in den pädagogischen Gesamtanspruch eingebunden. Bei jeder Pflege und Therapie geht es um mehr als Erfüllung von Funktionen. Herauszustellen ist in diesem Zusammenhang, die intensive Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Koblenz und anderen externen Fortbildungseinrichtungen. Unsere Schüler werden nach individuellen Förderplänen unterrichtet, die auf der Basis einer genauen Diagnose und des Lehrplans erstellt und in festen Intervallen überprüft werden. In diesen Plänen werden die Förderziele für die einzelnen Schüler in vielen Persönlichkeitsbereichen, wie zum Beispiel der Wahrnehmung, Selbständigkeit, Selbstbestimmung und Kommunikation festgelegt Über den Religionsunterricht hinaus prägt die religiöse Grundhaltung den Charakter des Schullebens. Auch hier geht es nicht in erster Linie um reine Wissensvermittlung, sondern um die Ermöglichung einer religiösen Erlebniswelt für Schüler und Mitarbeiter. Wir arbeiten verstärkt im Bereich der Unterstützten Kommunikation, das heißt wir versuchen für Schüler, die nicht sprechen können, Möglichkeiten zu finden und zu trainieren, die sie in die Lage versetzen, sich mit ihrer Umwelt zu verständigen. Dies kann durch Kommunikationstafeln, Gebärden oder durch elektronische Hilfsmittel erfolgen. Wir entwickeln in Konferenzen und Dienstbesprechungen fortwährend Konzepte und Leitlinien, um den Herausforderungen, die uns durch unsere besondere Schülerstruktur gegeben sind, gewachsen zu sein. Dabei entwickeln wir gemeinsame Handlungsstrategien, nach denen sich alle Lehrkräfte richten. Alle Elemente des Schullebens und des Unterrichts werden daraufhin geprüft, inwieweit diese so gestaltet werden können, dass unsere Schüler möglichst umfassend Sicherheit, Halt und Orientierung erfahren. In besonderen Fällen nehmen wir externe Beratung in Anspruch. Im pädagogischen Umgang mit autistischen Schülern arbeiten wir verstärkt nach dem TEACCH-Konzept. Wir sind über die herkömmliche Besetzung mit Lehrkräften, die sich an der vorhandenen Schülerzahl richtet, darauf angewiesen, weitere personelle Verstärkungen zu organisieren, damit wir dem Auftrag der Erziehung unter diesen erschwerten Bedingungen gerecht werden können. Dies geschieht zum einen in Form von Sonderzuweisungen durch die Schulaufsicht und richtet sich nach der Zahl der Schüler mit erhöhtem Aufsichts- und Förderbedarf. Zum anderen erschließen wir uns weitere Integrationshilfen aus Mitteln der Eingliederungshilfe. 17

20 Die Kommunikation unter allen an der Erziehung Beteiligter ist uns wichtig. Sie ist eine Voraussetzung für gelingende Erziehung, besonders bei sozial-emotionalen Problemen. Wir bemühen uns um den Austausch mit Eltern, Betreuern und Wohngruppenmitarbeitern. Wir nehmen auf Einladung an Teamsitzungen der Wohngruppen teil und laden diese auch zu Klassenkonferenzen ein. Wir wirken an der Erstellung der Teilhabepläne mit. Den Austausch mit den Eltern und Betreuern unterstützen wir durch Angebote zu vielfältigen Gesprächsmöglichkeiten. Die Schulleitung trifft sich regelmäßig mit dem Schulelternbeirat. Ein weiterer Schwerpunkt ist in der Vorbereitung der Schüler auf ihre zukünftige Arbeits-, Wohnund Lebenswelt zu sehen. Dabei nehmen wir Neuerungen in der Sozialpolitik wie Persönliches Budget, ambulant vor stationär und Integrationsbemühungen auf dem ersten Arbeitsmarkt wahr und lassen diese in unsere Überlegungen mit einfließen. Besonders in den letzten drei Jahren der Schulzeit, der sogenannten Werkstufe, gewinnt vor allem die Arbeits- und Berufsförderung an Bedeutung. An einem Tag in der Woche treffen sich alle Werkstufenschüler in klassenübergreifenden Arbeitsgruppen mit einem thematischen Schwerpunkt, zum Beispiel Reinigung, Wäsche oder Kochen. Hierbei geht es sowohl um den Erwerb von Schlüsselqualifikationen wie Arbeitsausdauer, Sorgfalt und Umgang mit Arbeitskollegen als auch um spezifische themenbezogene Fähigkeiten. Vielfältige Praktika und Arbeitsversuche in der WfbM, in unseren Integrationsbetrieben und auf dem ersten Arbeitsmarkt unterstützen die Bemühungen. Wir sind eine Ganztagesschule und unsere Schüler essen in der Schule zu Mittag. Auch das Mittagessen ist ein wesentlicher Förderschwerpunkt innerhalb des Schultages. Hier haben die Schüler vielfältige Möglichkeiten, im Bereich der Selbstversorgung Erfahrungen zu sammeln. Wir legen großen Wert auf die Gemeinschaft beim Mittagessen. Während des Schultages gibt es verschiedene Pausen. Die Schüler verbringen diese gemäß ihren Bedürfnissen in verschiedenen Räumen oder auf dem Pausenhof. Jedes Klassenzimmer hat einen Nebenraum, der zur Differenzierung genutzt werden kann. In unserem Forum finden verschiedene schulinterne Feste und Unterrichtsangebote für alle Schüler statt. Unsere Schüler benutzen die Turnhalle, die unmittelbar neben der Schule steht. Außerdem nutzen wir das Zeno-Bad mit zwei verschieden großen Becken. Unser schuleigenes Therapiebad nutzen wir vor allem zur Einzelförderung oder zur Wassergewöhnung. Darüber hinaus existieren Werkräume, ein Rhythmikraum, ein Snoezelraum und ein Computerraum. In einem weiteren Raum arbeiten wir mit verschiedenen Klassen mit dem Smartboard. Unsere Schüler mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung erhalten von den bei uns angestellten Physiotherapeuten Krankengymnastik. Diese findet während der Schulzeit statt. Logotherapie und Ergotherapie können unsere Schüler auf Rezept erhalten. Die Therapeuten kommen aus verschiedenen Praxen zu uns in die Schule. Außerdem bieten wir tiergestützte Fördermaßnahmen mit Hunden und Pferden an. Um einerseits notwendige Differenzierungsangebote für unsere Schülerschaft anbieten zu können, andererseits aber dabei Überschaubarkeit, angenehme Schulatmosphäre und persönliche Nähe im täglichen Miteinander erhalten zu können, ist eine Größe der Schule mit rund 100 Schülern erforderlich. 4. Tagesförderstätten 18 Aufgrund der Schwere oder Art der Beeinträchtigung, der Verhaltensauffälligkeiten oder Pflegebedürftigkeit kann für manche erwachsene Bewohner eine Werkstatt für behinderte Menschen keine adäquate Beschäftigung und Betreuung gewährleisten.

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