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1 Das magazin August Editorial. 03 Finanzielle Repression. 04 Gold Die Antwort auf negative Realzinsen. 06 Gold hat seinen festen Platz. 08 R. Stöferle: Ich sehe Gold bei Dollar. 10 Gold vor dem Comeback. 12 Anlagenotstand: Wohin mit dem Ersparten? 13 Eine goldrichtige Entscheidung. Free Forsa-Umfrage. 14 Sparen und Gold. 15 Goldsparplan: Vermögend mit System. 16 Volkswirtschaftlich gesehen ist Sparen ein Muss. 18 Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. 20 Finger weg von Autobahngold. 21 Es ist nicht alles Gold, was glänzt Sparen spezial Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken betrifft alle Anleger. Sparer müssen sich mehr denn je Gedanken über die Zusammensetzung ihres Portfolios machen. Edelmetalle spielen beim Vermögensschutz eine große Rolle. In diesem Magazin haben wir das Thema Sparen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

2 02 Sehr geehrte Damen und Herren, Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hat mit seiner kürzlich geäußerten scharfen Kritik an der lockeren Geldpolitik der EZB die zentrale Herausforderung, vor der hierzulande alle Sparer stehen, auf den Punkt gebracht: Die anhaltend niedrigen Zinsen würden ein Loch in die Altersvorsorge reißen, sagte er. Allein den deutschen Sparern entgingen jedes Jahr rund 15 Milliarden Euro an Zinseinnahmen. Wegducken ist aus unserer Sicht jedoch keine Alternative. Anleger müssen sich vielmehr der Situation stellen und die Zusammensetzung ihres Portfolios auf den Prüfstein legen. Wir haben im vorliegenden Magazin versucht, das Thema Sparen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Aus unserer Sicht spielen Edelmetalle neben anderen Sachwerten eine große Rolle, wenn es um den Vermögensaufbau geht. Wir wünschen viel Freude bei der Lektüre, Ihr Robert Hartmann und Mirko Schmidt MIRKO SCHMIDT, Geschäftsführender Gesellschafter Robert hartmann, Geschäftsführer pro aurum Verwaltungs GmbH 2

3 Finanzielle Repression Beseitigung von Staatsschulden auf Kosten der Sparer Die einstige Sparer-Nation Deutschland weiß nicht mehr, wohin mit ihrem Geld auf Spareinlagen gibt es nur mickrige Zinsen, die durch die Inflation aufgefressen werden. Immer neue Steuern und Abgaben belasten die Verbraucher, weitere Zwangsmaßnahmen wie Vermögensabgaben sind im Gespräch. Die Zeiten, in denen das Geld in einem gut verzinsten Bausparvertrag oder täglich abrufbar bei Direktbanken geparkt wurde, sind längst vorbei die sogenannte finanzielle Repression ist im Alltag der Deutschen angekommen. Unter diesem Begriff verstehen Ökonomen einen schleichenden Verlust der Spareinlagen, der von Seiten des Staates beeinflusst und sogar befördert wird. Die Zentralbank drückt dabei die Zinssätze so stark, dass Sparer und Geldanleger einen Teil ihres Vermögens durch die Inflation verlieren, weil die Zinsgewinne die Geldentwertung nicht mehr ausgleichen. Banken müssen ihren Kunden keine hohen Zinsen mehr anbieten, weil sie das Geld billiger bei der Zentralbank erhalten. In der Wirtschaftswissenschaft wird eine finanzielle Repression durch mehrere Merkmale gekennzeichnet. So sind beispielsweise üblicherweise die Zinssätze auf Staatsschulden nach oben begrenzt. Zudem werden nationale Banken angehalten, Anleihen des eigenen Staates zu kaufen oder als Reserven zu halten. Entsprechende Entwicklungen sind infolge der Finanzkrise seit 2007 zu beobachten, als es zu großen stützenden Maßnahmen der Zentralbanken kam, welche jedoch die Inflation nicht unterstützt haben. Im Gegenteil: Inzwischen steht die Eurozone kurz vor einer Deflation. Doch Sparer können Geld nur noch zu Niedrigzinsen an die Bank verleihen. Sie finanzieren über die schleichende Entwertung ihrer Guthaben also sogar indirekt die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Ein Blick in die Welt macht deutlich, dass Sparvermögen rund um den Globus bedroht sind in allen entwickelten Ländern und in vielen Schwellenländern ist eine negative Realverzinsung am Geldmarkt zu beobachten, der Nominalzins liegt in diesen Ländern also unterhalb der Inflationsrate. Dies kommt einer schleichenden Enteignung der Geldvermögen gleich. Und die Folgen reichen noch weiter: Das Preisniveau, beispielsweise in Deutschland, wird drastisch steigen. Deutschland wird durch die finanzielle Repression also insgesamt vermögensärmer. Verantwortlich für die finanzielle Repression sind in erster Linie die Notenbanken in aller Welt. Beispiel USA: Der frühere Fed-Präsident Ben Bernanke und seine Nachfolgerin Janet Yellen stehen für eine ultralockere Geldpolitik in Verbindung mit einer Niedrigzinspolitik. Sie haben dafür gesorgt, dass die Euphorie an den Aktienmärkten stark liquiditätsgetrieben ist und viele Ökonomen befürchten, dass eine starke finanzielle Repression mit einer weiteren Entwertung des Geldes auch künftig auf der Tagesordnung stehen wird. Die Politik des billigen Geldes, kombiniert mit rechnerischen Nullzinsen, belastet also die Sparer für die Notenbanken ist die finanzielle Repression jedoch ein Glücksfall. Politiker versuchen auf diesem Weg ganz nebenbei, die massiven Staatsschulden einfach wegzuinflationieren. Denn nicht nur das Sparguthaben, sondern auch Schulden verlieren an Wert. Wohin diese Spirale führen kann, hat die Geschichte allerdings eindrucksvoll bewiesen die Hyperinflation von 1923 ist nur ein Beispiel für den gescheiterten Versuch, Staatsschulden mit der Notenpresse zu beseitigen. 3

4 Die Antwort auf negative Realzinsen Deutsche Anleger sind bekannt für ihre geringe Risikobereitschaft. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank hat in den vergangenen Jahren zwar den drohenden Zusammenbruch des Bankensystems und der Gemeinschaftswährung Euro verhindert, bei deutschen Sparern hat dies allerdings zu einem erheblichen Anlagenotstand geführt. Die Zeiten haben sich geändert Früher war alles besser diese weit verbreitete Floskel trifft auf die aktuellen Probleme der Sparer zweifellos zu. In den 80erund 90er-Jahren war es nämlich ganz normal, dass die Renditen von Triple-A-Staatsanleihen höher ausfielen als die Inflationsraten. Damals herrschte somit eine Phase positiver Realzinsen. Wer fleißig sparte und dem Staat sein sauer verdientes Geld überließ, durfte sich dank der erfolgten Zinszahlungen und nach der Tilgung der Anleihen bereinigt um die Inflation über ein gewachsenes Geldvermögen freuen. Nach diversen Finanzkrisen hat sich diese Situation mittlerweile ins Gegenteil verkehrt. Weil zur Krisenbewältigung vor allem in Europa, Japan und den USA immense Rettungsaktionen auf Pump finanziert wurden, mussten die Notenbanken die Zinsen massiv senken und zudem hochvolumige Kaufprogramme für Staatsanleihen ins Leben rufen. Dies hat dazu geführt, dass die mit Staatsanleihen bester Bonität erzielbaren Renditen häufig geringer ausfallen als die Preisinflation. In solchen Phasen spricht man von negativen Realzinsen nicht zu verwechseln mit Negativzinsen. Hierzulande kam es in besonders labilen Marktphasen sogar zu der kuriosen Situation, dass Anleger vom Staat für das Überlassen ihres Kapitals keine Zinsen verlangten, sondern eine kleine Prämie zahlten. Laut Finanzagentur führte zum Beispiel eine im Juni 2012 durchgeführte Auktion zweijähriger Bundesschatzanweisungen zu einem Effektivzins von minus 0,06 Prozent. Dies bedeutete: Der deutsche Staat verdiente mit der mittelfristigen Schuldenaufnahme sogar Geld, anstatt hierfür einen angemessenen Zins zu entrichten. Aus ökonomischer Sicht wird in Phasen negativer Realzinsen stets das Vermögen von Sparern vernichtet. Vereinfacht ausgedrückt lässt sich dies auf folgenden Nenner bringen: Sparer verlieren und Schuldner profitieren. Programmierte Milliardenvernichtung Vor einem Jahr versuchte die Dekabank, das Ausmaß dieser Vermögensvernichtung bzw. -umverteilung zu ermitteln. Weil Daten über tatsächlich erwirtschaftete Renditen fehlten, musste mit Annahmen gearbeitet werden. Ergebnis: Damals fand Vermögensminderung vor allem bei Bargeld und Sichteinlagen (Giround Tagesgeldkonten) statt. Summa summarum kam man für 2013 auf einen Wert von 10,9 Milliarden Euro pro Jahr, was 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entsprach. Doch je länger die Fast-Nullzinsphase andauert, desto kostspieliger wird es für traditionelle Sparer. Anleihen mit höheren Zinskupons laufen nämlich sukzessive aus, sodass mittlerweile auch bei Termingeldern ein realer Vermögensverlust stattfindet. Nach zehn Jahren Nullzinspolitik wird die Rechnung für deutsche Sparer deutlich negativer ausfallen. Die Schätzung der Dekabank für dieses Szenario erhöhte sich auf Vermögensverluste in Höhe von 58,1 Milliarden Euro pro Jahr bzw. 2,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Trotz alledem konnten die Dekabanker diesem Umstand auch Positives abgewinnen: Da der deutsche Staat von dieser Umverteilung am meisten profitiert, rechnen die Experten mit einem schneller als allgemein erwarteten Rückgang der Schuldenstandsquote. Heute geht zum Beispiel Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble davon aus, dass der Bundeshaushalt 2015 erstmals seit 1969 ohne die Aufnahme neuer Schulden auskommen wird. 4

5 Gold: Ein weiterer Nutznießer negativer Realzinsen Für Ronald Stöferle, Partner und Investment- Manager bei der Incrementum Liechtenstein, gibt es aber neben dem Staat noch einen weiteren Profiteur: Gold. Er meint nämlich: Genau diese negativen Realzinsen sind ein starkes Argument für das gelbe Edelmetall, weil bei stark positiven Realzinsen die Opportunitätskosten für Gold, die sich aus dem Verzicht auf Zinseinnahmen ergeben, relativ hoch ausfallen würden. In diesem Fall stünden dann die anderen Anlagealternativen attraktiver da als Gold. Stöferle merkt weiter an: Ein solches Szenario herrschte zum Beispiel in den 80er- und 90er-Jahren und bekam dem gelben Edelmetall gar nicht gut. In der von ihm verfassten, jährlich erscheinenden Studie In Gold we trust belegte er diesen Sachverhalt mit einer umfangreichen Datensammlung (siehe Grafik). Für den Fondsmanager und Verfechter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie sind angesichts der exorbitant hohen Schuldenberge stark positive Realzinsen derzeit nur schwer vorstellbar. Er stellte klar: Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass wir in den kommenden Monaten bzw. Jahren deutlich positive Realzinsen sehen werden. Schulden weginflationieren Die Europäische Zentralbank gibt seit Jahren bei der Inflation einen Zielwert von knapp unter zwei Prozent vor. Das Ziel liegt auf der Hand: In Kombination mit Zinsen nahe null Prozent sollen Schulden von der Inflation aufgefressen werden. Für einen Staat wäre dieses Szenario besonders vorteilhaft, wenn seine Steuereinnahmen dank einer robusten Konjunktur ebenfalls zulegen. Angesichts einer Februar-Inflationsrate in Höhe von lediglich 0,7 Prozent sorgte man sich in der Eurozone zuletzt aber auch um das Schreckgespenst Deflation. In solchen Phasen geht es mit der Konsumlaune, dem Wirtschaftswachstum und damit auch mit den Steuereinnahmen deutlich bergab. Das Verhindern einer Deflation hat daher für Politiker und Notenbanker höchste Priorität, schließlich gilt das Weginflationieren von Schulden als der wahrscheinlich schmerzärmste Weg, falls er in geordneten Bahnen verlaufen sollte. Ob er erfolgreich ans Ziel führen wird, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Die bislang ergriffenen geldpolitischen Maßnahmen haben mittlerweile den Charakter eines großen Experiments von historischem Ausmaß angenommen, Erfahrungswerte hat man damit keine. Gold überzeugt hingegen seit Jahrhunderten durch seinen werterhaltenden Charakter. Wertlos war das gelbe Edelmetall im Gegensatz zu manchem Wertpapier oder manch einer Geldwährung noch nie. Angesichts der nach wie vor vorhandenen Systemrisiken ist es alles andere als ein Auslaufmodell zeitgemäßer Geldanlage. Und dank der Kooperation zwischen pro aurum und der Volksbank Löbau-Zittau kann man via Goldsparplan sogar der Tugend Sparen neuen Glanz verleihen. Die entwicklung der Realzinsen und des goldpreises seit

6 Hier stimmt die Chemie. Gold hat seinen festen Platz. Interview mit Mirko Schmidt, Geschäftsführer von pro aurum. Das Goldhaus in München erzählt die Geschichte des edlen Metalls Wo früher internationale Flugzeuge landeten, dreht sich heute alles um die Welt der Edelmetalle. Auf der ehemaligen Start- und Landebahn des aufgelösten Flughafens München/Riem glänzt das Kompetenzzentrum pro aurum. Ein beeindruckendes architektonisches Meisterwerk, das nicht nur wie ein Goldbarren aussieht, sondern die Geschichte der ältesten Währung der Menschheit erzählt. Ein Interview mit dem Gründer und Geschäftsführer von pro aurum, Mirko Schmidt. Herr Schmidt, das Goldhaus München ist mehr als nur der Stammsitz von pro aurum. Man könnte es als lebendes Museum beschreiben, das sich mit der ältesten Währung der Menschheit befasst. Mirko Schmidt: Das Goldhaus München steckt voller Wissen und Symbolik. Sowohl seine äußere Form als auch das Innenleben visualisieren die Welt des Goldes in seiner über jährigen kulturhistorischen und zeitgenössischen Bedeutung. Die über 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Spezialisten dieses Genres und beschäftigen sich ausschließlich mit Edelmetallen. Und das Gebäude, das einem Goldbarren gleicht, ist das sichtbare Versprechen an unsere Kunden, ihnen ein Kompetenzzentrum für Edelmetalle anzubieten. Das Gebäude spricht nicht nur eine klare architektonische, sondern ebenso eine symbolische Sprache. Was ist die Botschaft? Mirko Schmidt: Es sind zwei Botschaften, die uns das Goldhaus visualisiert. Das Gebäude mit seinen Außenmaßen von 42 Metern Länge, 23 Metern Breite und acht Metern Höhe umfasst in etwa das Volumen der bis heute weltweit geförderten Menge an Gold. Die erste Botschaft lautet: Gold ist begrenzt und nicht beliebig vermehrbar! Die Fassadenplatten bestehen zum überwiegenden Teil aus recycelten alten Münzen. Das ist unsere zweite Botschaft: Gold ist unvergänglich! Geradlinigkeit und Transparenz sind weitere Stilbeschreibungen für das Goldhaus. Wo sind für Sie die Parallelen zur Währung Gold? Mirko Schmidt: Alle Währungen haben im Laufe ihres Bestehens gegenüber Gold an Kaufkraft verloren. Viele gibt es heute nicht mehr. Derzeit befinden wir uns im größten Papiergeldexperiment der Neuzeit, das in dieser Dimension in der Geschichte einmalig ist. Darüber können sich unsere Besucher in der Infowelt ausgiebig informieren. Gold ist ein Jahrtausende altes Handelsgut, das noch heute weltweit notiert wird. Sie können es überall kaufen und verkaufen. Genau das wünschen sich immer mehr Menschen, einfache und nachvollziehbare Finanzprodukte, denen sie vertrauen können. Die klare und transparente Architektur des Goldhauses möchte die Aufmerksamkeit auf diese Eigenschaften von Gold lenken und zum Ausdruck bringen, dass pro aurum auf Verbindlichkeit und Verlässlichkeit baut! Was hat Sie vor zehn Jahren bei der Gründung von pro aurum so sicher gemacht, dass Sie mit dem Handel von Edelmetallen erfolgreich sein werden? Mirko Schmidt: Zwei Faktoren gaben für uns den Ausschlag, in den Edelmetallhandel einzusteigen. Zum einen bewegte sich Gold damals in einem historischen Tief und die Medien verkündeten auf breiter Front, dass der Goldpreis weiter fallen würde. Zum anderen waren große institutionelle Anleger und Bankhäuser dabei, ihren Edelmetallhandel massiv zurückzubauen. Wir erkannten darin deutliche Signale für eine Trendwende und wurden in dieser Interpretation von erfahrenen Finanzexperten bestätigt. Wie stellt sich der Markt heute für Sie dar? Mirko Schmidt: Wir haben es heute mit wesentlich größeren Herausforderungen zu tun. Während der Edelmetallhandel vor gut zehn Jahren noch in den Kinderschuhen steckte, sind heute viel mehr Menschen und Anbieter in Edelmetalle investiert. Gleichzeitig ist die Sensibilisierung für die Preisschwankungen bei den Rohstoffen Gold und Silber deutlich gestiegen. Wir haben in früheren Marktkommentaren darauf hingewiesen, dass es bei Edelmetallen zu einer erhöhten Volatilität kommen wird. Wenn wir damals Schwankungen von zwei bis fünf USD innerhalb einer Woche hatten, erleben wir das heute innerhalb weniger Minuten. Der Handel in diesem Investmentbereich ist anspruchsvoller geworden und muss von strategischen Investoren erst einmal durchgestanden werden. Wie stehen Sie diese Volatilität durch? Mirko Schmidt: Natürlich sind die Kursrückgänge der letzten Jahre schmerzlich. Aber Gold ist das einzige Investment, das noch immer einen guten Einstiegskurs im Vergleich zu anderen Assetklassen bietet. Aktuell notiert ein Kilogramm Gold bei circa EUR und bietet angesichts der globalen Finanzprobleme, die früher oder später den Goldpreis nach oben treiben werden, eine sehr gute Renditechance. 6

7 Sie glauben also nicht, dass sich die globale Finanzsituation entspannt und die Krisenwährung Gold ausgedient hat? Mirko Schmidt: Eindeutig nein! Denn ich sehe das Verhalten von strategischen Investoren, besonders im asiatischen Raum. Durch zuverlässige Informationen unserer Produzenten ist nachgewiesen, dass in Asien sehr hohe Kapazitäten an Gold und Silber für die kommenden Jahre geordert sind. Was wir derzeit erleben, ist eine kurzfristige Entspannung. Der Dax läuft, die Exportwirtschaft brummt. Das täuscht darüber hinweg, dass unser Wachstum mit Schulden finanziert wird. In Griechenland, Spanien oder Frankreich sind die Strukturprobleme doch nicht wirklich gelöst. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Krise auf den Titelblättern der Medien zurück ist. Vermögenserhalt ist das zentrale Thema dieser Tage. Viele Spar- und Altersvorsorgemodelle können diese Erwartungen längst nicht mehr erfüllen. Können es denn Edelmetalle? Mirko Schmidt: Langfristig können sie es aus genannten Gründen auf jeden Fall! Der Kunde muss die Volatilität der Edelmetalle zwar von vornherein mit einpreisen, aber er investiert in einen realen Sachwert, der einen unvergänglichen inneren Wert besitzt. Viele Spar- und Anlagemodelle können das nicht bieten. Edelmetalle tragen zweifellos zum Kapitalerhalt bei und gehören in jedes Vermögensportfolio. Der innere Wert des Goldes ergibt sich nicht zuletzt aus seiner Begrenztheit und den Produktionskosten, die beim Abbau anfallen. Wie lässt sich diese innere Chemie der Edelmetalle auf Vermögenskonzepte übertragen? Mirko Schmidt: Das gelingt immer dann, wenn Sie in Produkte investieren, denen Edelmetalle als Sachwerte hinterlegt sind. Sobald Gold dabei ist, stimmt die innere Chemie. Wenn nicht, haben Sie künstliche Finanzprodukte, denen Sie kritisch gegenüberstehen sollten. Thema sichere Lagerung: Das Goldhaus in München verfügt über eine unterirdische Tresoranlage. Welche Sicherungsstandards gelten hier? Mirko Schmidt: Für unsere Tresoranlagen gelten höchste Sicherheitsstandards; alle Einlagerungen sind vollumfänglich versichert. Speziell ausgebildete Sicherungsdienste sichern die Anlage rund um die Uhr. Beobachtungskameras sind mit nahe gelegenen Polizei- und Feuerwehrdienststellen verlinkt. Intern gilt bei uns das Sechs-Augen- Prinzip, das heißt, dass vom Kommissionierer über den Hauptkassier bis hin zur Logistik mindestens drei Augenpaare den Warenvorgang prüfen und dokumentieren. Dazu werden unregelmäßige Audits von externen Partnerunternehmen durchgeführt, die ihre physische Ware bei uns einlagert haben. Wissen ist das A und O, um auch in finanziellen Dingen die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Woher bezieht pro aurum seine Expertise? Mirko Schmidt: pro aurum ist ein Kompetenzzentrum mit Menschen in Schlüsselpositionen, die sich schon seit vielen Jahren intensiv mit Edelmetallen auseinandersetzen. Sie wissen um die Wertigkeit und Beständigkeit dieser Metalle, beobachten aufmerksam die makroökonomischen Zusammenhänge und setzen sich kritisch mit der jeweils aktuellen Wirtschafts- und Finanzpolitik auseinander. Wir sind international bestens vernetzt und zapfen das globale Wissen rund um Edelmetalle an. Diese Erfahrungen wissen unsere Kunden sehr zu schätzen. Was macht für Sie die Ehrlichkeit von Gold aus? Mirko Schmidt: Gold genießt das Vertrauen der Menschheit seit Jahrtausenden. Es ist weder mit irgendeinem Zahlungsversprechen hinterlegt, noch braucht es die Bonität eines Dritten. Gold ist anerkanntes Zahlungsmittel wie Geld, nur offensichtlicher und ehrlicher! Vielen Dank! Mirko Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter der pro aurum KG das pro aurum goldhaus in München: 42 Meter lang, 23 Meter breit und 8 Meter hoch. Die Dimensionen sind abgeleitet vom Volumen der bis heute weltweit geförderten Goldmenge. 7

8 Ronald Stöferle: Ich sehe gold bei Dollar Bei den von der Nachrichtenagentur Bloomberg geführten Goldanalysten gehört Ronald Stöferle, Partner und Investment- Manager bei der Incrementum Liechtenstein, zu den optimistischsten seiner Zunft. Mit ihm sprach pro aurum über negative Realzinsen, finanzielle Repression und natürlich über die weiteren Perspektiven des gelben Edelmetalls. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat die Höhe der globalen Schulden im März auf 100 Billionen Dollar taxiert. Das ist eine Zahl mit immerhin 14 Nullen. Wie viele weitere Nullen verkraftet Ihrer Meinung nach das globale Finanzsystem noch? Ronald Stöferle: Seit 1971, also nach der Abschaffung des Bretton-Wood-Abkommens, verdoppelt sich der Schuldenstand in etwa alle zehn Jahre. Grundsätzlich kann ich eine weitere Verdopplung nicht ausschließen. Wir wissen aber, dass exponentielles Schuldenwachstum nicht unbedingt die nachhaltigste Vorgehensweise sein kann. Schon heute sieht man, dass eine immer größere Dosis an Schulden benötigt wird, um einen positiven Effekt zu erzielen. Die Österreichische Schule der Nationalökonomie spricht hier vom abnehmenden Grenznutzen. Für mich steht fest, dass aufgrund der stark gestiegenen Schuldenniveaus die Abhängigkeit von (zu) niedrigen Zinsen immer größer wird. An den Markt werden dadurch die falschen Signale gesetzt und das System wird sukzessive fragiler. Selbst geringe Zinserhöhungen könnten in einer solch labilen Konstellation bereits fatale Auswirkungen haben. Daran erkennt man, dass wir uns derzeit vermutlich in der Endphase des seit über 40 Jahren herrschenden monetären Regimes befinden. Mit einer deutschen Inflationsrate in Höhe von 1,2 Prozent fiel die Teuerung im Februar wenig beängstigend aus und scheint damit nicht sonderlich weit von einem Deflationsszenario entfernt zu sein. Letzteres wäre nicht nur für die Wirtschaft und die Bevölkerung, sondern auch für Gold tendenziell negativ. Wie hoch stufen Sie das Risiko einer nachhaltigen Deflationsphase ein? Ronald Stöferle: Für mich als Verfechter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie ist Deflation eigentlich etwas vollkommen Natürliches und etwas Gesundes. In unserem heutigen, fragilen Schuldgeldsystem ist eine Deflation das schlimmste Szenario, das Politik und Notenbanken meiden wie der Teufel das Weihwasser. Wenn ich massiv überschuldet bin egal, ob als Staat, Unternehmen oder Privatperson dann wünsche ich mir natürlich keineswegs eine Deflation. In der Eurozone fiel die Inflationsrate im Februar mit 0,7 Prozent schwächer als erwartet aus. Als die Teuerung letztmals so niedrig war, hat die EZB in einer Panikreaktion die Zinsen auf 0,25 Prozent gesenkt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Draghi auf die rückläufige Preisinflation reagieren wird, ist nun relativ groß. Eine Deflation gibt es ohnehin bereits in Griechenland, Zypern, Portugal und der Slowakei Irland und Spanien sind nicht weit davon entfernt. In diesen Krisenländern handelt es sich aber um eine natürliche Deflation, sozusagen eine Preisanpassung im System, die von vielen Menschen leider als große Gefahr gesehen wird. Das Mandat der EZB liegt aber darin, eine Inflation zu kreieren, wobei die Komfortzone bei ca. zwei Prozent festgesetzt wurde. Da wir hiervon ziemlich weit entfernt sind, ist mit weiteren Maßnahmen der europäischen Notenbanker zu rechnen. Möglicherweise sehen wir demnächst ein europäisches Quantitative Easing. Vermutlich wird man aber einen anderen und vermutlich verwirrenden und sophistiziert klingenden Namen finden. Das Prinzip bleibt dasselbe. Derzeit liegt bereits eine massive Vermögenspreisinflation vor und normalerweise zündet danach die nächste Stufe, nämlich die Preisinflation. Unser selbst entwickeltes Modell zur Inflationsprognose geht übrigens erstmals seit 19 Monaten von einem Anziehen der Teuerung aus. Bereits heute gelten aufgrund der negativen Realzinsen die Sparer als Verlierer, weil sich ihr Vermögen bereinigt um die Inflation Jahr für Jahr reduziert. Warum sollten Anleger auf keinen Fall auf Gold verzichten, obwohl dieses weder Zinsen noch Dividenden bietet und bei sicherer Verwahrung sogar zusätzliche Kosten verursacht? Ronald Stöferle: Genau diese negativen Realzinsen sind ein starkes Argument für Gold. Denn, wenn ich stark positive Realzinsen hätte, dann wären für Goldanleger die Opportunitätskosten, die sich durch den Verzicht auf Rendite ergeben, recht hoch. In diesem Fall stünden dann die anderen Anlagealternativen attraktiver da. Ein solches Szenario herrschte zum Beispiel in den 80er- und 90er-Jahren und bekam dem gelben Edelmetall gar nicht gut. Angesichts der exorbitant hohen Schuldenberge sind stark positive Realzinsen derzeit nur schwer vorstellbar. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass wir in den kommenden Monaten bzw. Jahren deutlich positive Realzinsen sehen werden. 8

9 Das Problem der explodierenden Staatsschulden dürfte auf Dauer wohl kaum über die von der Niedrigzinspolitik der Notenbanken beabsichtigte schleichende Enteignung der Sparer in den Griff zu bekommen sein. Mit welchen Instrumenten der finanziellen Repression rechnen Sie hierzulande als Nächstes? Ronald Stöferle: Ich gehe davon aus, dass uns die finanzielle Repression noch länger beschäftigen wird. Einige Instrumente sehen wir ja bereits heute. Diverse Regulierungsvorschriften für Banken und Versicherungen, um nur einige zu nennen, gehören zweifellos dazu. Eine direktere Kreditvergabepolitik kann ich mir in Zukunft gut vorstellen. Außerdem droht uns wahrscheinlich eine stärkere Regulierung des grenzüberschreitenden Kapitalverkehrs. Wird der Staat die Daumenschrauben in Form eines kontinuierlichen Prozesses oder mit einem Paukenschlag anziehen? Ronald Stöferle: Wohl eher Ersteres. Man wird meiner Meinung nach sukzessive versuchen, Geld in bestimmte Vermögensklassen zu dirigieren, wo es in einem liberaleren Marktumfeld wahrscheinlich nicht hinfließen würde hier denke ich vor allem an Staatsanleihen. Das Thema Zwangsanleihen und das Besitzverbot bestimmter Anlageklassen möchte ich dabei ebenfalls nicht ausschließen. Mein Rat: Man sollte mit Blick auf die Repression auf keinen Fall die Kreativität der politisch Verantwortlichen unterschätzen. Nur ein Beispiel: Um ein höheres Bruttoinlandsprodukt ausweisen zu können, berücksichtigt man in den USA bei dessen Ermittlung mittlerweile auch Ausgaben für Forschung und Entwicklung und verbessert dadurch das BIP, sodass die Schuldenlast in Relation zum BIP fällt. Eine ähnliche Kreativität kann man bei der Berechnung der Inflationsraten feststellen, wo die Zusammensetzung des Warenkorbs äußerst fragwürdig ist. Die zahlreichen kleinen Instrumente sollten daher nicht einzeln, sondern in der Summe betrachtet werden und jeden einzelnen Anleger und Staatsbürger sensibilisieren. Ronald Stöferle: Diese Gefahr sehe ich zumindest im Moment noch nicht. In der Vergangenheit wurde der private Goldbesitz meist verboten, wenn es goldgedeckte Währungen gab. Ich habe den Eindruck, dass in der westlichen Welt die Gold-Party noch gar nicht richtig begonnen hat, sondern wir lediglich eine diskrete Privatveranstaltung sehen. Ohne eine echte Goldmanie wird es wohl auch kein Goldverbot geben. Es gibt ja bereits Vorschläge, große Vermögen über entsprechende Abgaben zur Bewältigung der Staatsschuldenkrise heranzuziehen. Da diese Klientel in besonders hohem Maße von der Rettung der globalen Finanzsysteme profitiert hat, scheint dieser Denkansatz durchaus nachvollziehbar zu sein. Wo sehen Sie bei dessen Umsetzung in die Praxis die größten Probleme? Ronald Stöferle: Eine solche Maßnahme müsste sicherlich global abgestimmt sein. Sollte ein einzelnes Land dies versuchen, hätte dies wahrscheinlich keine Aussicht auf Erfolg. Aus Kreisen der Bundesbank war ja schon zu hören, dass künftig Bail-outs out und Bailins in sein werden. Soll heißen: Gläubiger und Sparer werden bei neuerlichen Rettungsaktionen stärker zur Rechenschaft gezogen. Generell denke ich dabei aber an den schönen Spruch: Kapital ist scheu wie ein Reh, und nicht zu vergessen auch häufig auf der Jagd nach der attraktivsten Rendite. Ohnehin glaube ich, dass Vermögensabgaben das ganz große Kapital nicht betreffen werden. Wahrscheinlich wird es eher die Mittelschicht treffen. Zum Schluss noch zwei Fragen, die vielen Investoren unter den Nägeln brennen dürften: Werden wir die Dezembertiefs im Jahr 2014 wiedersehen oder gar unterschreiten und wie lautet Ihr Kursziel für das gelbe Edelmetall? Ronald Stöferle: Ich gehe davon aus, dass der im vergangenen Jahr erlittene technische Schaden mittlerweile repariert ist. Bis Ende Juni halte ich einen Anstieg auf Dollar durchaus für möglich. Außerdem bleibe ich auf lange Sicht meinem Kursziel von Dollar treu, das ich seit 2007 kommuniziere. Schließlich sehen wir derzeit extreme monetäre Experimente, von denen niemand letztendlich weiß, wie sie ausgehen werden. Ich bin mir relativ sicher, dass uns die Phase der Goldeuphorie erst noch bevorsteht. Und beim Blick nach unten, wird das gelbe Edelmetall noch einmal die Marke von Dollar wiedersehen. Ronald Stöferle: Nein, diese Gefahr sehe ich nicht. In einem Worst-Case-Szenario muss wohl auch ein theoretisch mögliches Verbot von privatem Goldbesitz diskutiert werden. Was würden Sie besorgten Goldfans in diesem Punkt auf den Weg geben? 9

10 Gold vor dem Comeback 10 makroökonomische Zyklen: so sicher wie sommer und winter! Die Korrekturphase ist vorbei Sparer sollten die Chancen nutzen und Inflationsschutz betreiben Gold steht vor seinem Comeback. Für Marktbeobachter stehen die Zeichen gut, dass die dreijährige Korrekturphase beendet und Gold vor seinem Preissprung über das Allzeithoch von USD steht. Alle Frühindikatoren verweisen zudem auf einen bevorstehenden Inflationszyklus. Sparer sollten sich mit Goldanteilen wappnen. Ein Interview mit dem Buchautoren, Goldexperten und Fondsadvisor, Uwe Bergold. Politische Krise in der Ukraine, Wachstumsrückgang in China, ungelöste Staatsschulden in Europa. Und Edelmetalle führen nun schon seit vielen Monaten ein Schattendasein. Hat Gold als Krisenindikator ausgedient? Uwe Bergold: Nein. Gold hat wie auch alle anderen Rohstoffe eine zyklische Korrektur erlebt, die im Jahr 2013 mit einer Investoren- Kapitulation endete. Von 2011 bis 2013 floss das aufgrund von mittelfristig positiven Konjunkturdaten neu geschaffene Kreditgeld vorrangig in den Aktien- und Immobiliensektor. Da beide jedoch bereits wieder historisch überbewertet sind, wie zuletzt 2007 inklusive des Anleihe-Marktes, sehen wir seit Jahresanfang das Kapital zunehmend in Richtung des Rohstoff- und Goldsektors fließen. Diese Tendenz wird sich in den kommenden Monaten weiter fortsetzen. Die Medien verkünden allgemeine Entwarnung, die Menschen sind so zuversichtlich wie lange nicht mehr. Wie stellen sich für Sie die großen ökonomischen Zusammenhänge dar? Uwe Bergold: Die aktuelle Situation erinnert doch sehr an die Jahre 2000 oder Auch damals gab es am jeweiligen Top eine extreme Zuversicht beim allgemeinen Publikum. Nur sehr wenige hatten in ihrer Zuversicht die darauffolgende Wirtschaftsrezession auf dem Radar. Im Jahr 2000 belächelte man uns noch, als wir nur die beiden Wörter Aktienbaisse und Edelmetallhausse bei einem damaligen Goldpreis von 260 USD in den Mund nahmen. Seit dem Millenniumswechsel befindet sich die Weltwirtschaft jedoch weiterhin in einer übergeordnet säkularen Kontraktionsphase nominales Wirtschaftswachstum wird erkauft durch kaufkraftbereinigten Substanzverlust die nur durch die reale, also inflationsbereinigte Betrachtung sichtbar wird. Seit nun mehr als 13 Jahren bewegt sich der MSCI World-Aktienindex, in Unzen Gold bewertet, strategisch abwärts. Innerhalb dieser säkularen Kontraktion kam und kommt es immer wieder zu zyklischen Aufwärtsbewegungen, wie von 2003 bis 2007 oder zuletzt von 2009 bis Aktuell erleben wir gerade den nächsten zyklischen Trendwechsel von Aktien und Immobilien hin zu Rohstoffen und Edelmetallen. Die zinstragenden Anlageklassen werden ihren, im Jahr 2000 begonnenen, übergeordneten Abwärtstrend gegenüber Gold wieder aufnehmen. Aktuell ist der S&P 500 als größter und wichtigster Aktienindex fundamental höher bewertet als 1929 vor dem historischen Börsencrash. Die Inflationsrate liegt unter einem Prozent. Die Verzinsung noch darunter. Geldvermögen verliert täglich an Wert. Warum nehmen die Menschen das so gelassen? Uwe Bergold: Der Mensch kann mit Unsicherheit nur sehr schwer leben. Und Volatilität, also die Schwankungsbreite eines Investments, sorgt im Gegensatz zur herkömmlichen 10

11 nichtschwankenden Sparzinsanlage wie Festgeld und Sparbuch etc. für eine Zunahme dieses emotionalen Problems. Deshalb zieht die Mehrheit der Sparer die vordergründig sichere Anlage trotz ihrer per se real negativen Verzinsung dem unsicheren, volatilen, vor Inflation schützenden Investment immer vor. Nur den wenigsten ist bewusst, dass wenn man sein Vermögen nur real erhalten will Inflation zur Spekulation zwingt. Eine Börsenweisheit lautet: Es gibt kein falsches Investment, nur den falschen Zeitpunkt. Ist jetzt die Zeit für Gold? Uwe Bergold: Seit dem Millenniumswechsel ist die Zeit für Gold! Es macht keinen Sinn, dauerhaft seinen Schwerpunkt auf Gold oder reziprok auf Standardaktien zu setzen. Wenn die Wirtschaft inflationsbereinigt säkular wächst, wie zuletzt 1980 bis 2000 oder 1948 bis 1966, dann sollte man sein Kapital vorrangig in die Wirtschaft, also in den Aktienmarkt investieren. Hierdurch partizipiert man bestmöglich am Wirtschaftswachstum. Sobald jedoch die Wirtschaft ein säkulares Top erreicht hat, wie zuletzt im Jahr 2000, sollte man strategisch seinen Investmentschwerpunkt auf Gold, also inflationsgeschütztes Geld legen, um nicht bei der Wirtschaftskontraktion real Kapital zu verlieren. Seit unserem strategischen Wechsel im März 2000 von Standardaktien- hin zu Edelmetallinvestments, stieg der DAX um knapp 20 und Gold in Euro um über 200 Prozent! Das barbarische Relikt schlug also die in den letzten Jahren hochgepriesenen Aktien um mehr als das Zehnfache seit dem Millenniumswechsel. Und dies trotz der extremen Edelmetallkorrektur der vergangenen drei Jahre! Viele glauben, die Zeit für Gold sei bereits wieder vorbei Uwe Bergold: Erst, wenn die Weltwirtschaft und somit die Bewertung der Weltaktienmärkte im Rahmen der makroökonomischen Zyklik am Boden ist, generieren Gold und der Rest der Rohstoffe ihr Hoch. Aktuell befinden wir uns an einem zyklischen Aktienhoch innerhalb der säkularen Baisse, die im Jahr 2000 begonnen hat. Die fundamentalen Bewertungskennzahlen der Aktienmärkte müssen vom aktuell historischen Hoch reziprok zu einem extremen Tief wechseln. Erst dann ist die Zeit für Gold vorbei. Die Unze Feingold stagniert aktuell bei rund Dollar. Welche Entwicklung erwarten Sie hier? Uwe Bergold: Gold steht kurz vor Vollendung eines mittelfristigen Bodens, der vor einem Jahr begonnen hat. Die Rohstoffpreise haben ihren neuen zyklischen Aufwärtstrend bereits begonnen. Die Produzentenpreise für Rohmaterialien haben in den USA mittlerweile sogar ihr Hoch von 2011 überschritten. Somit deuten alle Frühindikatoren bereits auf den neu begonnenen Inflationszyklus. Dies ist die fundamentale Basis für den kommenden Goldpreisanstieg über das Allzeithoch von USD. Der richtige Einstiegszeitpunkt ist genauso wichtig wie der richtige Ausstiegszeitpunkt. Wann sollte man dem Edelmetallmarkt den Rücken kehren? Uwe Bergold: Ich rechne irgendwann am Ende dieser Dekade mit dem nächsten makroökonomischen Zykluswechsel und somit dem Hoch der Edelmetall-Hausse. Die Bestimmung des genauen Zeitpunktes wird jedoch sehr schwierig werden. Wir versuchen, wie im Jahr 2000, auch den nächsten säkularen Trendwechsel rechtzeitig zu antizipieren. Bis dahin steht der größte Anstieg bei den Edelmetallen inklusive den Edelmetallaktien noch bevor. In Asien steigt die Nachfrage nach Gold, allen voran decken sich die Chinesen mit Edelmetallen ein. Was bedeutet das für die Investoren hierzulande? Uwe Bergold: Die Chinesen waren den abendländischen Kulturen in Bezug auf Staatsund Geldwesen immer schon voraus. Während bei uns das Papiergeld durch den Schotten John Law im Jahr 1720 erfunden wurde, experimentierten die Chinesen bereits 400 Jahre früher mit diesem Geldderivat. Die Investoren hierzulande sollten sich ein Beispiel an der Strategie der Chinesen nehmen und ihren Goldanteil, ob in Form von Barren, Münzen oder Aktien, als Inflationsversicherung ebenfalls sukzessive erhöhen. Gold ist seit Jahren über alle Kulturen hinweg ein begehrtes Gut. Warum glauben Sie, wird sich daran auch im 21. Jahrhundert nichts ändern? Uwe Bergold: Weil sich trotz allem Fortschritt die Natur des Menschen nicht ändert und das Leben und die Freiheit weitgehend von Geld bestimmt werden. Der Mensch, besonders der Investor bzw. Sparer, schwankt seit jeher zwischen Gier, siehe Aktien-Hausse in guten Zeiten, und Angst, siehe Gold-Hausse in schlechten Zeiten. Und aktuell steht wieder die Emotion Angst auf der Agenda. Vielen Dank! Der grösste Anstieg bei den Edelmetallen steht noch bevor. 11

12 Anlagenotstand: Wohin mit dem Ersparten? Wer Geld hat, hat eigentlich kein Problem doch tatsächlich schlagen sich Sparer und Anleger seit Jahren mit einem besonderen Problem herum: Sie wissen nicht, wohin sie ihr Geld stecken sollen. Denn der sogenannte Anlagenotstand sorgt dafür, dass die üblichen Anlageformen mit derart niedrigen Renditen belegt sind, dass sie für Otto Normalsparer nicht mehr interessant sind. Nur ein Beispiel: Deutsche Staatsanleihen notieren seit Jahren mit nominellen Renditen von praktisch 0 Prozent für eine Laufzeit von einem Jahr. Wer sein Geld für zehn Jahre aus der Hand gibt, bekommt ein mickriges Prozent pro Jahr. Vorbei sind die Zeiten, als deutsches Sparvermögen milliardenweise an Direktbanken in Island oder Irland übertragen und mit vier Prozent oder mehr verzinst wurde. Seit Jahren ist vom Anlagenotstand die Rede: Viele Alternativen zu Aktien fallen weg, weil sie keine Rendite bringen. Der Anlagenotstand ist das Investment-Phänomen der vergangenen Jahre und beschäftigt die Investoren auch im Jahr Mangels Alternativen treiben die Anleger den DAX trotz schwieriger wirtschaftlicher und geldpolitischer Rahmenbedingungen auf neue Jahreshochs. Sicherheitsorientierte Anleger dürften damit nicht gerade zufrieden sein, denn sie fürchten die Volatilität der Aktien. Die meisten Anleger in Deutschland vertrauen weiterhin auf Bankanlagen. Doch das Sparbuch, des Deutschen liebstes Kind, bringt aktuell durchschnittlich etwa 0,5 Prozent Zinsen. Ein Tagesgeldkonto schafft aktuell ein bis höchstens zwei Prozent, ähnlich sieht es beim Festgeld aus. Bei längeren Bindungen sind minimal höhere Zinsen drin, allerdings ist eine lange Zinsbindung in der aktuellen Niedrigzinsphase nicht unbedingt sinnvoll. Und die Zinsen von Sparbuch und Co. werden aktuell fast vollständig von der Inflation aufgefressen. Meist müssen die Anleger sogar mit einem realen Verlust leben. Abseits der typischen Bankangebote gibt es kaum Produkte, die für sicherheitsbewusste Investoren infrage kommen. Unternehmensanleihen sind bereits seit einiger Zeit bei den Anlegern sehr beliebt, haben jedoch wiederholt mit spektakulären Ausfällen für zweifelhafte Berühmtheit gesorgt. Auch die Renditen dieser Anleihen sind im Vergleich der vergangenen Jahre auf historische Tiefstände gesunken. Auch von Mittelstandsanleihen raten Experten ab, denn das Ausfallrisiko bei manchen Mittelständlern ist ungleich höher als bei etablierten DAX-Größen wie Siemens oder BMW. Als solide Anlage gelten immer noch Immobilien doch die Preise sind bereits explodiert. Viele Standorte verfügen über keinerlei Potenzial, andere zeigen Anzeichen einer Blasenbildung. Ähnlich sieht es auf den Aktienmärkten aus. Wer jetzt noch in die Aktienmärkte einsteigt, bewegt sich auf dünnem Eis. Denn die meisten Deutschen dürften, wenn sie jetzt investieren, zum falschen Zeitpunkt in den Aktienmarkt einsteigen, nämlich dann, wenn alle investieren und das Platzen der Blase bevorsteht oder der Markt zumindest aufgeheizt ist. Die Anleger sehen aber derzeit keine Alternativen. Aufgrund der negativen Realzinsen besteht der Anlagenotstand, der die Menschen in Aktien treibt. Die entfesselte Geldpolitik der Notenbanken heizt die Märkte zusätzlich an. Und die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung in den europäischen Peripheriestaaten wird von den meisten Ökonomen angezweifelt. Es ist kein Aufschwung in Sicht. Die Regierungen vieler Volkswirtschaften haben aufgrund der hohen Verschuldung keinen Spielraum für stimulierende Fiskalprogramme. Einige Anleger besonders aus den Vereinigten Staaten verlassen sich auf das Mantra von Mario Draghi, dass der Euro um jeden Preis gerettet wird, und investieren in europäische Werte, die im Durchschnitt etwas günstiger sind als US-Aktien. Aber dieses Geld ist schnell wieder weg, wenn die Probleme der Eurokrise wieder ins Scheinwerferlicht gerückt werden. Der Anlagenotstand richtet das Interesse vieler Anleger auf die Edelmetalle: Anders als die meisten Anlageklassen haben diese im vergangenen Jahr verloren, viele Marktbeobachter gehen von einer gesunden Korrektur und einer Bodenbildung aus. Auch die lockere Geldpolitik der US-Notenbank sowie der FED spricht für das gelbe Metall. Wenn sich die Krise in der Ukraine weiter verschärft und danach sieht es nach den russischen Drohgebärden durchaus aus wird der sichere Hafen Gold wieder an Bedeutung gewinnen. Von einer Entspannung ist die Ukraine weit entfernt die Ost-Ukraine wird von bewaffneten Protesten und Besetzungen von öffentlichen Gebäuden erschüttert. Wladimir Putin denkt inzwischen auch offen über Hilfe nach, westliche Regierungen warnen vor einem Einmarsch in das Nachbarland. Weil die Ukraine eine wichtige Durchgangsstation für Ölexporte in den Westen und Russland einer der größten Energieproduzenten der Welt ist, hat der Konflikt direkte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Gold und Silber dürften sich also insbesondere in der derzeitigen geopolitischen Situation als richtiger Ausweg aus dem Anlagenotstand erweisen. 12

13 Eine goldrichtige Entscheidung Vermögenssicherung mit Edelmetallen geht vor Vermögensoptimierung Mit ihrem Auto fahren die Deutschen alle zwei Jahre zum TÜV. Mit ihren Finanzen gehen sie dagegen weitaus fahrlässiger um und überprüfen nur selten, ob Vermögensaufbau und Vermögenssicherheit in gesicherten Bahnen verlaufen. Dabei wirbeln gerade jetzt die niedrigen Zinsen millionenfache Sparpläne durcheinander und sollten dazu führen, die eigene Vermögensaufstellung einem Nachhaltigkeitscheck zu unterziehen. Ein Interview mit Hartmut Leineker, Filialdirektor pro aurum Stuttgart. Herr Leineker, wann haben Sie zum letzten Mal Ihre Finanzen gecheckt? Hartmut Leineker: Da ich gelernter Banker bin, habe ich meine Finanzen kontinuierlich im Blick und passe mein Vermögensportfolio den aktuellen Veränderungen am Finanzmarkt an. So versuche ich, eine für mich stets optimale Vermögensstruktur zu behalten bzw. zu bekommen. Sind Sie eher der sparsame Typ oder reizen Sie Ihr Limit gerne aus? Hartmut Leineker: Sparen ist für mich persönlich sehr wichtig! Ich lege regelmäßig Geld auf die Seite für Urlaub oder beispielsweise für ein neues Auto. Daneben führe ich eine Art Erste-Hilfe-Konto, um für Notfälle gewappnet zu sein. Und für meinen Sohn spare ich kontinuierlich einen festen Betrag, damit ich ihm Mal ein gutes Startkapital mitgeben kann. Ich bin zwar ein risikobewusster Anleger, habe jedoch auch stets sicherheitsorientierte Assetklassen in meinem Portfolio. Diese bringen Stabilität in meine Anlagestruktur und lassen mich ruhig schlafen. Als ehemaliger Banker kennen Sie die diversen Sparprodukte, die angeboten werden. Wie sinnvoll ist Sparen in Zeiten einer negativen Realverzinsung? Hartmut Leineker: Aus den oben genannten Gründen halte ich Sparen zu jederzeit für sinnvoll. Nur ist es wichtig, im Hinblick auf die negative Realverzinsung die richtige Sparanlage zu wählen. Auch die persönliche Gewichtung sowie die eigene Anlagementalität müssen dazu passen. Es ist immer sinnvoll, sich diesbezüglich umfassend beraten zu lassen. Sind sich Ihre Kunden darüber bewusst, dass sie mit herkömmlichen Sparanlagen täglich Geld verlieren? Hartmut Leineker: Unseren Kunden bei pro aurum ist das durchaus bewusst und die schleichende Vermögensvernichtung ist einer der zentralen Bewegungsgründe, weshalb sie sich mit Edelmetallen eindecken. Vielen Bankkunden dagegen dürfte die Thematik nicht so präsent sein bzw. sie haben noch nicht die richtige Sparanlage für sich gefunden. Sie haben als ehemaliger Sparkassen- Mitarbeiter Tausende von Kunden mit einem Gesamtvermögen von weit über 70 Millionen betreut und wissen, dass die Vermögensoptimierung und vor allem die Sicherung des angesparten Kapitals das A und O beim Sparen sind. Welche Rolle spielen dabei Gold und Silber? Hartmut Leineker: Für mich bedeuten Edelmetalle eine Art Vermögensabsicherung für mein Geldvermögen und gehören in jede Anlagestruktur. Je nach Mentalität empfehlen wir fünf bis 20 Prozent Edelmetallanteil im Gesamtportfolio, um gegen Wertverlust, Inflation und Niedrigverzinsung abgesichert zu sein. Gerade die Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie mit ordentlichen Beratungskonzepten in der Lage sind, Vermögen zu schützen. Wie lassen sich Edelmetalle in diese ganzheitlichen, bedarfsorientierten Vermögenskonzepte integrieren? Hartmut Leineker: Im Rahmen der ganzheitlichen und umfänglichen Beratungskonzepte der Banken und Sparkassen rücken Edelmetalle immer mehr in den Fokus, um Sicherheitslücken zu schließen. In Kooperation mit Sparkassen und Volksbanken hat pro aurum neue innovative Produktlösungen entwickelt, die moderne Anlagemodelle anbieten. Beispielsweise Goldsparpläne, die Goldrente oder Edelmetall-Kredite. Diese lassen sich in den Bereichen Liquidität, Altersvorsorge und Vermögensoptimierung hervorragend integrieren und bieten zudem noch steuerliche Vorteile. Ich möchte hier exemplarisch die pro aurum Zollfreilager in Hongkong und der Schweiz erwähnen, in denen Sie Weißmetalle mehrwertsteuerfrei erwerben und 100- prozentig sicher verwahren können, sowie die steuerfreie Veräußerung von physischem Gold nach zwölfmonatiger Haltedauer. Stichwort Liquidität. Sind Edelmetalle hier nicht eher hinderlich? Hartmut Leineker: Edelmetalle sind liquider denn je! Wenn Sie beispielsweise Ihre physische Ware im pro aurum Edelmetall-Depot einlagern, müssen Sie sich nicht einmal mehr auf den Weg machen, um Ihre Edelmetalle zu veräußern oder Zukäufe zu tätigen. Ein Anruf bzw. eine Online-Order genügt! Oder Sie beleihen die bei pro aurum eingelagerte Ware mit einem Edelmetall-Kredit, wenn Sie dringend Liquidität benötigen, den Bestand aber nicht veräußern möchten. Gold ist Geld. Umso wichtiger ist eine sichere Aufbewahrung. Ab welchem Betrag empfehlen Sie eine professionelle Tresorverwahrung? Hartmut Leineker: Wir empfehlen, einen Betrag ab dem Dreifachen des Nettoeinkommens in Bankschließfächern oder in bankenunabhängigen Schließfächern wie bei pro aurum professionell zu verwahren. Maximal zehn Prozent des gesamten Edelmetall-Volumens sollten zu Hause in einem sicheren Safe gelagert werden. Optimal ist es, wenn Sie den Teil Ihrer Edelmetalle, die der Kapitalanlage dienen, im Edelmetalldepot von pro aurum hinterlegen. Diese Variante wählen die meisten Kunden unserer Kooperationspartner im Banken- und Vermögensberatungsbereich. Gold hat eine mehrjährige Korrekturphase hinter sich. Warum ist jetzt ein guter Einstiegs- bzw. Nachkaufzeitpunkt? Hartmut Leineker: Die Preise für Gold und Silber sind in der Tat günstig. Wenn Sie die Produktionskosten der Minen beachten, haben die Preise eine natürliche Bodenbildung erreicht. Gleichwohl sind die Grundsatzprobleme, die für eine Absicherung des Vermögens mit Edelmetallen sprechen, ungelöst. Experten gehen davon aus, dass wir vor einem Comeback von Gold und Silber stehen und die Preise wieder anziehen werden. Vielen Dank! 13

14 Forsa-Umfrage: Gold wird weiterhin als lukrativste Geldanlage angesehen. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von pro aurum halten die Deutschen Gold noch immer für die lukrativste Anlage Aktien liegen aber in diesem Jahr fast gleichauf mit Gold. Festgelder haben deutlich an Attraktivität eingebüßt. Dank der Politik des billigen Geldes klettern die Aktienindizes von Rekord zu Rekord. Kein Wunder also, dass die Bürger die Aktienanlage in unserer diesjährigen Forsa-Umfrage deutlich besser einschätzen als zuvor. Gold kann sich jedoch wenn auch knapp auf dem ersten Platz behaupten und das trotz der harten Korrekturen und der mehrjährigen Seitwärtsbewegung des Goldpreises. Die Mehrheit der Deutschen sieht im Goldinvestment nach wie vor eine lohnende und sichere Geldanlage sowie eine gute Ergänzung zu anderen Geldanlagen, sagt Robert Hartmann, Gründer von pro aurum. 1. Eignung als langfristige Geldanlage Zuerst wurden den Bürgern wieder fünf Geldanlagen genannt, mit der Bitte, anzugeben, welche davon aus ihrer Sicht derzeit am besten als langfristige Geldanlage mit mindestens drei Jahren Laufzeit geeignet ist. Gold platziert sich zwar zum vierten Mal in Folge an erster Stelle, diesmal allerdings nur ganz knapp vor Aktien, die seit 2011 Zuwächse erzielen und inzwischen nahezu gleichauf mit Gold liegen: 28 Prozent der Bürger würden sich heute für Gold entscheiden, weil sie vermuten, dass diese Anlage nach mindestens drei Jahren Laufzeit im Vergleich zu den vier anderen Geldanlagen den meisten Gewinn bringt. 27 Prozent halten Aktien für besonders lukrativ, wenn es um langfristige Geldanlagen geht. Es folgen Fondsanteile (11 %), Fest- bzw. Termingeld (9 %) und Anleihen (2 %). Knapp jeder vierte Bürger (23 %) kann nicht sagen, welche dieser Anlagen am besten geeignet wäre, um langfristig möglichst viel Gewinn zu erzielen. 2. Geldanlagenbesitz Anschließend wurde anhand von Vorgaben ermittelt, welche Geldanlagen die Bürger ab 18 Jahren derzeit besitzen. Es besitzen folgende Geldanlagen... *) Juni 2014 % Okt % Juni 2012 % Juli 2011 % eine Lebensversicherung einen Bausparvertrag bzw. Bausparplan ein Tagesgeldkonto Immobilien Fondsanteile Festgeld bzw. Termingeld Aktien netto: Gold/Silber Wenn man sich heute für die Geldanlage entscheidet, bringt nach mindestens drei Jahren Laufzeit den meisten Gewinn...*) Juni 2014 % Okt % Juni 2012 % Sept % Goldbarren oder -münzen Antiquitäten, wie z. B. ein sehr alter Schrank **) Gold Aktien Fondsanteile Festgeld bzw. Termingeld Anleihen weiß nicht/keine davon Silberbarren oder -münzen Kunstgegenstände, wie z. B. Gemälde **) Anleihen **) Zertifikate keine davon *) gestützte Abfrage, mehrere Nennungen möglich **) erst ab 2013 abgefragt 14

15 35 Prozent haben eine Lebensversicherung abgeschlossen und fast ebenso viele besitzen einen Bausparvertrag oder Bausparplan (32 %). In Deutschland besitzen 29 Prozent der Bürger ein Tagesgeldkonto. Ebenso viele sehen ihre Immobilie als Geldanlage an. 20 Prozent besitzen Fondsanteile, 17 Prozent Festgeld/Termingeld und 12 Prozent Aktien. Deutlich geringer ist dagegen der Anteil der Edelmetallbesitzer: 7 Prozent haben in Goldbarren oder -münzen investiert und 4 Prozent zählen Silberbarren oder -münzen zu ihrem Besitz. 6 Prozent sehen ihre Antiquitäten (z. B. einen sehr alten Schrank) als Geldanlage und 4 Prozent besitzen wertvolle Kunstgegenstände. Jeweils 2 Prozent haben Geld in Anleihen bzw. Zertifikate angelegt. 3. Beurteilung von Gold als Geldanlage Abschließend wurden den Befragten vier Aussagen zum Thema Gold als Geldanlage vorgelesen, mit der Bitte, anzugeben, ob sie der jeweiligen Aussage zustimmen. Die deutliche Mehrheit 76 Prozent der Bürger ist der Meinung, dass Gold eine gute Ergänzung zu anderen Geldanlagen ist. 68 Prozent halten Gold für eine sichere Geldanlage und 58 Prozent finden, dass es für risikoscheue Anleger geeignet ist. Der Aussage Gold ist zur Zeit eine lohnende Anlage, weil die Kurse steigen werden stimmt knapp jeder zweite Bürger zu. Im Vergleich zum Juni 2011 wird Gold nicht nur nach wie vor mehrheitlich als gute Ergänzung zu anderen Geldanlagen gesehen, sondern auch wieder ebenso häufig wie vor zwei Jahren für eine sichere, risikoarme Geldanlage gehalten. Es stimmen dem zu... *) Gold ist eine gute Ergänzung zu anderen Geldanlagen Juni 2014 % Okt % Juli 2011 % Gold ist eine sichere Geldanlage Gold ist eine geeignete Geldanlage für risikoscheue Anleger Gold ist zur Zeit eine lohnende Anlage, weil die Kurse steigen werden Sparen und Gold: Die wichtigsten Mythen rund um das gelbe Metall als Alternative zu Sparbuch und Co. Zinsen: Gold wirft keine Zinsen ab dieses vermeintliche Totschlagargument ist regelmäßig in der Tagespresse zu lesen. Denn anders als bei Tagesgeld oder Sparbuch ist bei Gold kein automatischer Wertzuwachs vorprogrammiert und Rücksetzer sind wie die vergangenen Monate zeigen immer möglich. Wertzuwächse sind also alles andere als selbstverständlich. Doch die Zinsen für Sparbuch und Co. liegen längst unter Inflationsniveau, die negative Realverzinsung frisst das Vermögen auf. Der Goldpreis hat sich dagegen seit dem Start der Hausse im Jahr 2001 in der Spitze etwa versechsfacht. Auch statistisch ist belegt, dass Anleger mit Gold deutlich besser gefahren sind als mit Tagesgeld oder dem Sparbuch: Gold legte in den vergangenen 40 Jahren durchschnittlich um 3,5 Prozent pro Jahr zu, im 30-Jahres-Vergleich sind es etwa 1,5 Prozent und in den vergangenen 20 Jahren hat Gold um etwa 6 Prozent an Wert gewonnen. Verbreitung: Gold ist, anders als immer wieder in den Medien berichtet, noch lange kein Mainstream-Anlageprodukt. Zwar steigt in Meinungsumfragen die Zustimmung für Gold als Anlageprodukt immer stärker, doch die tatsächliche Verbreitung ist weiterhin überschaubar. Derzeit wird von einem Anteil zwischen 8 bis 10 Prozent der deutschen Bevölkerung ausgegangen. Einer Steinbeis-Studie zufolge besitzt jeder Deutsche rechnerisch genau 62 Gramm Gold in Form von Münzen und Barren, dazu kommen 55 Gramm Gold in Form von Schmuck. Allerdings zögern der Studie zufolge vor allem die Bürger mit geringem Einkommen vor einer Absicherung ihrer Ersparnisse durch Gold. Interessant ist besonders die Zufriedenheit der befragten Anleger: Fast alle Befragten sind mit ihrem Goldinvestment zufrieden und wollen ihre Anlagestrategie beibehalten. Bewertung: Immer wieder ist zu hören, dass Gold überbewertet ist. Tatsächlich ist die Bestimmung eines fairen Preises für Gold praktisch unmöglich. Das inflationsbereinigte Allzeithoch liegt bei 850,00 US-Dollar pro Unze im Januar Inflationsbereinigt entspricht dieser Stand nach heutiger Kaufkraft etwa US-Dollar. Der Goldpreis rangiert derzeit mit etwa US-Dollar deutlich darunter, hat also noch viel Luft bis zu einem Allzeithoch. Volatilität: Der Goldpreis kannte in den vergangenen Monaten keine eindeutige Richtung und schlug wiederholt nach oben und unten aus. In den vergangenen Jahren ist Gold nach starken Einbrüchen allerdings meist schnell wieder auf neue Höchststände geklettert, was viele Marktbeobachter zu dem Schluss brachte, dass Gold besonders volatil ist. Einer Berechnung des World Gold Council zufolge schwanken Aktien, Öl sowie die meisten anderen Edelmetalle und Rohstoffe allerdings heftiger als Gold bis Ende August 2011 lag die Schwankung bei Gold in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich bei 16,0 Prozent. Die Volatilität des S&P Goldman Sachs Commodity Index im gleichen Zeitraum liegt bei 22,5 Prozent. Allerdings hat die Volatilität von Gold, und insbesondere die von Silber, in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Knappheit: Der weltweite Goldvorrat ist erstaunlich überschaubar er passt in einen Würfel von nur 20 Metern Kantenlänge. Nur Tonnen Gold wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bisher gefördert, das Fördervolumen nimmt von Jahr zu Jahr ab der Anteil an recyceltem Altgold auf dem Rohstoffmarkt hingegen nimmt zu. Pro Jahr werden jedoch immer noch etwa Tonnen Gold aus der Erde geholt. Doch die Förderung bewegt sich aus den klassischen Abbaugebieten wie Australien weg und hin in afrikanische Länder sowie Usbekistan und Kasachstan, die allesamt politisch instabil sind. Die Förderung von Gold wird zudem immer komplizierter von der Exploration bis zur ersten geförderten Unze Gold vergehen zwischen fünf und sieben Jahre. 15

16 Goldsparplan: vermögend mit system 16 sparen ist krise hin, krise her keineswegs sinnlos Den Deutschen ist die Lust aufs Sparen in den vergangenen Jahren gründlich vergangen. Kein Wunder, schließlich haben die massiven Zinssenkungen in den wichtigsten Industrienationen zu negativen Realzinsen geführt. Das heißt: Die Inflation fällt höher aus als die erzielbaren Renditen der Sparer. Das Motto lautet: Wer spart, verliert. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) fiel im vergangenen Jahr die Sparneigung der Deutschen zum fünften Mal in Folge und zwar auf einen historischen Tiefstand. Wir waren Spar- Weltmeister und sind es nicht mehr, stellte GfK-Chef Matthias Hartmann ernüchternd fest. Deutlich mehr wird hingegen in China und Indien gespart, wo das durchschnittliche Pro- Kopf-Einkommen einem Bruchteil des hiesigen Niveaus entspricht. Und auch beim Sparverhalten gehen die Asiaten andere Wege. Sie präferieren in hohem Maße Gold. Über einen Goldsparplan können deutsche Anleger es ihnen gleichtun und die Abwicklung sowie das sichere Verwahren des erworbenen Goldes von erfahrenen Edelmetallprofis erledigen lassen. Sparen gewinnt dadurch wieder für all diejenigen an Attraktivität, die das gelbe Edelmetall auf lange Sicht als werthaltiger einstufen als Papiergeld. In Kooperation mit der Volksbank Löbau-Zittau können goldinteressierte Anleger regelmäßige Sparraten in physisches Gold umwandeln. Kauf und Lagerung erfolgt durch pro aurum. Ein konkreter Kauf erfolgt falls genügend Sparguthaben vorhanden auf Basis der am ersten Werktag eines Monats maßgeblichen Edelmetallpreise. Bei der Lagerung fallen dann die üblichen Gebühren für das Edelmetalldepot an, die einmal pro Jahr in Rechnung gestellt werden. Derzeit stehen sechs Goldbarren in den Gewichtsklassen 10, 50, 100, 250, 500 und Gramm sowie eine Unze Krügerrand (31,1 Gramm) zur Auswahl. Außerdem haben Silberfans die Möglichkeit, Koala-Silbermünzen mit einem Feingewicht von 10 Unzen sowie Kookaburra- Silbermünzen (1 kg) regelmäßig anzusparen. Sparen ist Krise hin, Krise her keineswegs sinnlos In einem Punkt sind sich Vermögensexperten einig. Sparpläne dienen dem langfristigen Vermögensaufbau und sind angesichts der extrem niedrigen Zinsen für die Altersvorsorge eine unerlässliche Komponente. Grundsätzlich kann man fast alle Vermögensklassen in Sparpläne verpacken. Besonders viel Kapital wird bereits seit Jahrzehnten in Investmentfondssparpläne gesteckt. Mittlerweile kann man aber auch Sparpläne auf einzelne Aktien, Exchange Traded Funds (ETFs) und Zertifikate einrichten. Ob es Sinn macht, Monat für Monat ehrlich verdientes Geld zum Beispiel in Rentenfonds zu investieren wo Renditen und Bonitätsrisiken sich aktuell möglicherweise in einem krassen Missverhältnis befinden muss nichtsdestotrotz jeder für sich selbst entscheiden. Bei Zertifikate-Sparplänen sollte man sich zudem losgelöst vom zugrunde liegenden Basiswert stets darüber im Klaren sein, dass man das eigene Vermögen in das Zahlungsversprechen einer Bank umtauscht und dadurch in Kauf nimmt, dass sich beim Konkurs der Bank das angesparte Vermögen in Luft auflösen kann. Nach Jahrzehnten fleißigen Sparens können hier Beträge auflaufen, deren Verlust extrem schmerzen würde. Sparplan versus Einmalbetrag Ob und in welcher Höhe sich ein Sparplan rentieren wird, weiß man konstruktionsbedingt erst nach dem Beenden der Sparphase. Mit Blick auf einen Goldsparplan bedeutet dies: 16

17 Wer davon ausgeht, dass der Goldpreis in den kommenden Jahren ohne nennenswerte Rückschläge deutlich ansteigen und neue Rekorde markieren wird, müsste nun falls die persönlichen Vermögensverhältnisse dies erlauben eine möglichst hohe Summe auf einen Schlag in das gelbe Edelmetall investieren. Dies hätte allerdings einen großen Nachteil: Liegt man falsch, erleidet man hohe Verluste. Wer hingegen regelmäßig in Gold investiert, kommt in den Genuss des Cost-Average-Effekts. Dieser führt dazu, dass ein Anleger für einen gleichbleibenden Betrag in Schwächephasen mehr Gold und bei steigenden Preisen weniger Gold kaufen kann. Die Auswirkungen dieses Effekts fallen umso stärker aus, je länger der Sparplan läuft und je stärker das Edelmetall schwankt. Über regelmäßig getätigte Investments wird das bei Einmalanlagen vorhandene Kursrisiko signifikant reduziert. Dies liegt vor allem daran, dass mit dem Beginn des Sparplans die Goldposition, und damit auch das damit verbundene Verlustrisiko, relativ gering ausfällt. Mit zunehmender Dauer des Sparplans lässt der Cost-Average-Effekt hingegen nach, während das Kursrisiko wächst. Vereinfacht ausgedrückt gilt: Ein starker Kursanstieg (Kursrückgang) nach langer Sparphase wäre ein optimales Szenario (Horrorszenario). Für viele Goldkäufer steht ohnehin weniger die Spekulation auf eine hohe Rendite, sondern vor allem der Versicherungscharakter im Vordergrund, schließlich hofft bei einer Risiko- Lebensversicherung der Versicherungsnehmer ja auch nicht auf das Eintreten des Versicherungsfalls. Und eines hat Gold während seiner extrem langen Geschichte noch nie hinnehmen müssen: einen Totalverlust. Bei vielen Aktien, Staatsanleihen oder Zertifikaten lässt sich diese Behauptung nicht aufrechterhalten. Besonderheit beim Goldsparplan Wer eine Einmalanlage in Gold scheut und aus den zuvor erwähnten Gründen lieber einen Sparplan bei der Volksbank Löbau-Zittau abschließen möchte, kann dies Internet sei Dank schnell und bequem bewerkstelligen. Sie müssen lediglich über das ostdeutsche Finanzinstitut den VR-Goldsparplan beantragen, sich über das Post-Ident-Verfahren legitimieren, einen Freistellungsauftrag für die angesammelten Sparraten ausfüllen und einen erforderlichen Dauerauftrag zur Abbuchung der monatlichen Beträge an Ihre Hausbank weiterleiten. Als nächsten Schritt sollte man sich für eines der sechs verfügbaren Goldprodukte entscheiden und dabei Folgendes beachten: Die monatlichen Sparraten und der aktuelle Wert des Goldprodukts sollten nicht zu weit auseinanderklaffen. So würde zum Beispiel das Ansparen eines Kilo-Barrens Gold mit monatlichen Sparraten in Höhe von 100 Euro keinen Sinn machen, da es auf Basis des aktuellen Marktpreises mehr als 26 Jahre dauern würde, bis der erste Barren im Depot des Goldsparers landet. Bei steigendem Goldpreis müsste man sogar noch mehr Geduld aufbringen. Damit der Goldsparplan einen Vermögensschutz wirksam aufbauen kann, sollte möglichst mehrmals pro Jahr ein Barren oder eine Münze gekauft werden. Denn Sparen muss allein wegen der exorbitant hohen Schuldenberge rund um den Globus nicht zwangsweise zu einem Relikt vergangener Tage werden. Vergolden Sie sich ihre zukunft. Investieren Sie in Edelmetalle. Der VR-Goldsparplan.* Jeder kann sich den Traum von Gold und auch von Silber erfüllen. *Eine Kooperation von pro aurum mit der Volksbank Löbau-Zittau eg. 17

18 Volkswirtschaftlich gesehen ist Sparen ein Muss Hin und wieder ist es sinnvoll, sich einige grundlegende Zusammenhänge neu zu vergegenwärtigen. Das gilt ganz besonders, wenn diese entweder in Vergessenheit geraten sind oder von interessierten Kreisen ausdrücklich geleugnet und durch unsinnige Behauptungen ersetzt werden. Womit wir beim Thema Sparen wären. Dessen herausragend wichtige Bedeutung beleuchte ich in diesem Beitrag aus volkswirtschaftlicher Sicht, um Ihnen deutlich zu machen, wie weit die Industrienationen vom rechten Weg abgekommen sind. Nur wer spart, schafft Wohlstand Bevor mit irgendeiner Produktion begonnen werden kann, muss bekanntlich eine Investition getätigt werden. Diese wiederum erfordert ein ihr vorausgegangenes Sparen. Sparen ist somit nichts anderes als der Verzicht auf sofortigen Konsum, in der Erwartung, das Ersparte dank technischen Fortschritts so einsetzen zu können, dass es einen höheren künftigen Konsum ermöglicht. Der hier beschriebene Prozess sieht so aus: auf Konsum verzichten sparen investieren produzieren mehr konsumieren Diese Abfolge schafft Wohlstand. Sie ist das Erfolgsgeheimnis gesellschaftlicher Blüte. Über Generationen hinweg angewandt, schafft sie einen gewaltigen Kapitalstock, der zu wirtschaftlichem Aufschwung führt. Das ist das Erfolgsgeheimnis von aufstrebenden Nationen, das ist der Weg zu Wohlstand für alle und nicht das Drucken von Geld und die Schuldenmacherei. Um das zu verdeutlichen, zäumen wir das Pferd jetzt von hinten auf ganz populär und in Übereinstimmung mit der seit Jahren weltweit umgesetzten Geld- und Staatsschuldenpolitik: mehr Konsum weniger sparen weniger investieren weniger produzieren weniger konsumieren Diese Abfolge vernichtet offensichtlich Wohlstand. Sie ist das Rezept gesellschaftlichen Niedergangs. Sie zehrt den von vorigen Generationen geschaffenen Wohlstand auf. Die heutzutage so im Trend liegende Konzentration auf den Konsum, der angeblich 18

19 angekurbelt werden müsse, und zwar durch Verschuldung in immer größeren Dimensionen, ist der absolut falsche Weg. Konsum auf Pump schafft keinen Wohlstand! Es handelt sich höchstens um einen Vorzieheffekt. Konsumiert wird heute schon, gezahlt erst in der Zukunft. Wer auf Pump konsumiert, zahlt die Zeche später Schulden machen schafft Verbindlichkeiten, die den Schuldner früher oder später einholen werden. Schulden haben nämlich die unangenehme Eigenschaft, zurückgezahlt werden zu müssen. Der Schuldner muss seinen Konsum anstatt heute zu diesem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt einschränken. Er hat also lediglich gewählt zwischen Konsum heute oder weniger (nämlich den um die Zinszahlungen verminderten) Konsum in der Zukunft. Wenn Schulden nicht zurückgezahlt werden können, dann müssen sie als uneinbringbar abgeschrieben werden. In diesem Fall hat der Schuldner offensichtlich über seine Verhältnisse gelebt. Dadurch verringert sich natürlich auch sein Vermögen. Er wird gezwungen, bescheidener aufzutreten und entweder weniger zu konsumieren oder weniger zu investieren. Die Schuldenspirale dreht sich nicht unendlich Die Schuldenspirale, in der sich augenblicklich nahezu die gesamte moderne Welt inklusive Deutschland befindet, kann sich nicht ewig weiterdrehen. Früher oder später wird das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Dann heißt es leider: Rückzahlung oder Offenbarungseid, und der traurige Abstieg vom Schuldenberg und die Rückkehr zu dauerhaft tragfähigem Wirtschaften muss beginnen. Bis der Zyklus von Neuem beginnt. Claus Vogt Quittung dieser Politik in Form hoher Inflationsraten erhalten. Fazit: Kaufen Sie Gold Die sehr überzeugende Bodenbildung des Goldpreises signalisiert den Beginn der zweiten Stufe der großen Goldhausse, die um die Jahrtausendwende begonnen hat und während der vergangenen zweieinhalb Jahre eine Verschnaufpause erlebte. Ich kann Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nur raten: Kaufen Sie Gold, um sich vor den Folgen der völlig unseriösen Geld- und Staatsschuldenpolitik zu schützen. Dieser Beitrag enthält Auszüge aus der aktuellen Ausgabe des Börsenbriefs KRISENSICHER INVESTIEREN, den Claus Vogt seit November 2013 gemeinsam mit Roland Leuschel schreibt. Hier verfolgt der ausgewiesene Börsenkenner mit spitzer Feder das Marktgeschehen und unterstützt seine Leser mit fundierten Anlageempfehlungen. (www.krisensicherinvestieren.com) Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle, The Global Debt Trap, jeweils gemeinsam mit Roland Leuschel) und Vermögensverwalter. Claus Vogt hat den Beginn einer langfristigen Goldhausse bereits 2001 exakt beim Tiefstkurs von 255 $ vorhergesagt und gemeinsam mit Roland Leuschel im Jahr 2000 und 2007 rechtzeitig vor dem Platzen der Spekulationsblasen an den weltweiten Aktien- und Immobilienmärkten gewarnt. Wie oben schon erläutert, sind Schulden im konsumptiven Bereich nichts anderes als vorgezogener Konsum. Und auf Staatsebene sind Schulden zukünftige Steuern entweder in Form tatsächlicher Steuererhöhungen oder in Form der perfidesten aller Steuern, der Inflation. Mit der Schuldenorgie der vergangenen Jahre verfrühstücken wir also die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder. Diese Politik ist nicht nur in höchstem Maße kurzsichtig und egoistisch, sondern rundum unsozial. Hohe Verschuldung spricht für Inflation Allen großen Inflationen ging eine hemmungslose Ausweitung der Staatsverschuldung voraus. Die zeitliche Verzögerung zwischen dem Gelddrucken und der Geldentwertung ist ein massenpsychologisches Phänomen. Sie mag in unserem heutigen Fall länger sein als üblich, weil wir es mit einer weltweiten inflationären Politik zu tun haben. Aber sobald die auf ein Rekordniveau gesunkene Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wieder zunimmt, werden wir die 19

20 Spare in der Zeit, dann hast du in der Not aber immer mit den richtigen Produkten! So alt dieses Sprichwort auch ist, so modern und richtig ist es heute. Wer regelmäßig etwas auf die Seite legt, zeigt Souveränität und Finanzkompetenz. Intelligent ist zudem, wer auf die richtigen Produkte spart und das Vermögen nachhaltig sichert. In Zeiten historisch niedriger Zinsen heißt die goldene Regel, einen Teil des Gesamtportfolios in Edelmetallen anzulegen. Ein Interview mit pro aurum Geschäftsführer Robert Hartmann. Herr Hartmann, Sie sind seit rund 30 Jahren im Edelmetallhandel tätig und haben verschiedene Phasen erlebt. Ist es jetzt eine gute Zeit für Gold-Investments? Robert Hartmann: Grob kann ich feststellen, dass in meiner ersten Zeit als Edelmetallhändler ab 1986 Edelmetalle als Investment kein Thema mehr waren. Gold und Silber wurden aus den Portfolios abgestoßen. Erst nach dem Absturz des Neuen Marktes, bei dem sehr viel Kapital vernichtet worden ist, erlebten Edelmetalle eine Renaissance. Seit 2005 hat sich der Markt markant zugunsten von Edelmetallen gedreht, vor allem die institutionellen Anleger sind wieder groß eingestiegen. Der Nachhaltigkeitstrend, der auch die Finanzwirtschaft erfasst hat, hat diese Entwicklung weiter angefeuert. Wie sieht Ihre Zusammenarbeit mit Banken und institutionellen Kunden aus? Robert Hartmann: Unsere Idee war von Anfang an, den klassischen Edelmetallhandel vom Dienstleistungsangebot bis hin zu Produktinnovationen zu revolutionieren, um die steigende Nachfrage nach Edelmetallen bedienen zu können. Im Falle unserer institutionellen Anleger und Partnerbanken bedeutet das, dass wir nicht nur den professionellen Aufbau des physischen Edelmetallhandels begleiten, sondern auch moderne Produktlösungen anbieten. Diese können sowohl auf die Wertpapierkennnummer als auch auf das Devisenkonto gebucht werden. Welchen Mehrfachnutzen bietet pro aurum gegenüber seinen Mitbewerbern? Robert Hartmann: pro aurum steht mit vielen Edelmetallhändlern im Wettbewerb. Die Produkte und Einkaufsquellen sind für alle Anbieter nahezu identisch. Die Kunden von pro aurum profitieren aber durch ein ganzes Paket, das wir schnüren. Wir bieten nicht nur marktgerechte Preise, sondern einen umfänglichen Service vom Einkauf bis hin zur Lagerung der Edelmetalle in Zollfreilagern oder Hochsicherheitstresoren. Wir garantierten höchste Qualitätsstandards durch ein durchgängiges Sechs-Augen-Prinzip. Unsere Experten schätzen Ihr Altgold und ermitteln einen fairen Preis für numismatische Münzen. Bei pro aurum beschäftigen wir uns seit knapp elf Jahren ausschließlich mit Edelmetallen. Viele unserer Mitarbeiter waren vorher bei größeren Banken in diesem Bereich beschäftigt und haben eine hohe Expertise aufgebaut. Wie stellt pro aurum die Verfügbarkeit von Edelmetallen sicher? Robert Hartmann: Grundsätzlich besitzen Edelmetalle eine natürliche Kapazitätsgrenze, sodass es bei einer hohen Nachfrage schnell zu Engpässen kommen kann. pro aurum ist weltweit sehr nah an den Produzenten dran. Herr Schmidt und ich arbeiten mit den meisten Barren- und Münzproduzenten schon seit mehr als 25 Jahren zusammen. Da ist viel Vertrauen und Verlässlichkeit aufgebaut worden. Wir können also eine hohe Verfügbarkeit gewährleisten. Ich erinnere nur an manche Wochen im Jahr 2010, als es in Deutschland kaum mehr Gold und Silber physisch zu kaufen gab. In dieser Zeit war das Goldhaus in München eine der letzten Stellen, wo dies möglich war. Wie funktioniert das Sparen mit Edelmetallen? Robert Hartmann: Sparen heißt zweierlei: Erstens, regelmäßig einen bestimmten Geldbetrag auf die Seite zu legen, den man sich leisten kann. In welcher Form Sie sparen, ob als Goldsparplan oder indem Sie monatlich eine Münze erwerben, hängt von Ihrem persönlichen Wohlgefühl ab. Zweitens geht es darum, das angesparte Vermögen gegen Wertverlust zu sichern. In einem krisenhaften ökonomischen Umfeld werden Sie nicht umhinkommen, einen Teil Ihres Vermögens in wertstabile Sachwerte wie Edelmetalle umzuschichten. Wenn Sie in Tranchen kaufen, profitieren Sie zugleich vom sogenannten Cost-Average-Effekt, also vom Durchschnittskosteneffekt. Wichtig ist, dass Ihr Spargedanke in Ihr individuelles Vermögensaufbaukonzept passt. Hier ist eine eingehende Bankberatung unverzichtbar. Für wen ist Gold das richtige Investment, für wen Silber, Platin oder Palladium? Robert Hartmann: Den Normalbürgern empfehlen wir, auf Gold und Silber zu sparen. Vorrangig auf Gold, weil es weniger volatil ist als Silber. Ideal sind 80 Prozent Gold, 20 Prozent Silber, um Preisschwankungen zu harmonisieren. Ganz vermögende Kunden sichern sich zudem mit Platin und Palladium ab. Die empfohlene Formel lautet hier 70 Prozent Gold, 20 Prozent Silber und jeweils 5 Prozent Platin und Palladium. Welche länderspezifischen Merkmale sind beim Sparen zu beachten? Robert Hartmann: Edelmetalle sind letzten Endes Geld bzw. Geldersatzmittel. Deshalb bin ich der Überzeugung, dass Kleinsparer ihr Erspartes nahe bei sich haben und sicher verwahren sollten. So sind sie flexibel und jederzeit liquide. Großinvestoren und global operierende Unternehmen müssen noch weit mehr Aspekte beachten, wie zum Beispiel die länderspezifische Versteuerung etc. Die Experten von pro aurum International sind dafür die richtigen Ansprechpartner. 20

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