Volkskrankheit Burnout

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1 Volkskrankheit Burnout Gesundheit als Führungsaufgabe. Wie bleiben wir am Arbeitsplatz gesund? Martina Erfurt-Weil

2 Gesundes Selbstmanagement Gesundheit als Führungsaufgabe beginnt mit gesundem Selbstmanagement.

3 Gesundheit reine Privatsache? Gesundheit ist keine Privatangelegenheit. Wir verbringen die meiste Zeit unseres Lebens am Arbeitsplatz. Wir stehen persönlich für Qualität und Nachhaltigkeit ein.

4 Das mechanistische Menschenbild Was kaputt ist, wird repariert, damit es wieder geht.

5 Burnout: eine Definition Ausbrennen von Brennstoffelementen auf Grund von Überhitzung bei der Luft- und Raumfahrt und in der Kernenergie Freudenberger, Psychoanalytiker (1970)

6 Burnout: eine Studie Jeder vierte männliche und jede dritte weibliche Erwachsene leidet zeitweilig unter psychischen Störungen wie Depressionen oder Schlafproblemen litt. 80% aller Befragten klagen über ständig steigende Leistungsanforderungen und Arbeitsbelastung. Robert Koch Institut (2011)

7 Burnout: finanzielle Aspekte Die Förderung und Erhaltung der Gesundheit erfordert geringe finanzielle Mittel. Die Gesundheit wiederherzustellen ist erheblich teurer. Der volkswirtschaftliche Schaden wächst in der Bundesrublik Deutschland jährlich auf einen zweistelligen Milliardenbetrag.

8 Burnout: seine Wunden 1. das Nicht-mehr-Können 2. das Nicht-mehr-Dazugehören 3. das Nie-mehr-der-Alte-Werden

9 Gesundheit: Definitionen Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen. (Weltgesundheitsorganisation) Gesundheit heißt: keine Sorgen haben. (Kindermund) Gesundheit ist dasjenige Maß an Krankheit, das es mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen. (F. Nietzsche) Gesundheit ist die Fähigkeit des Menschen, durch Realitätskontakt, Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Stress zu einem inneren und äußeren Gleichgewicht zu kommen. Dazu sind Möglichkeiten der Selbstbestimmung und Kreativität genauso wichtig wie Selbstachtung und Sinnerfüllung. (neuere Konzepte nach B. Badura, A. Maslow)

10 Stress hat viele Gesichter: die Stress-Ampel Äußere Stressoren: Ich gerate unter Stress, wenn... Persönliche Stress-Verstärker: Ich setze mich selbst unter Stress, indem ich... Stress-Reaktionen: Wenn ich im Stress bin, dann - fühle ich..., - denke ich..., - verhalte ich mich...

11 Phasen des Stress 1. Alarmreaktion des Körpers: bereit zum Angriff 2. Widerstandsphase: Auswertung und erhöhter Einsatz 3. Erschöpfungsphase: Herausforderung ist beendet nach Hans Selye (1914)

12 Chronischer Stress: die Folgen Kognitives und emotionales Abstumpfungssyndrom Abnahme der Leistungsfähigkeit Verminderung der Empathiefähigkeit Einschränkung der Kommunikations- und Konfliktfähigkeit Beschleunigung der Stresspirale: Misserfolge ziehen erhöhte Anstrengungen und Verdrängungsprozesse nach sich bis zum Zusammenbruch der Leistungsfähigkeit (Burnout)

13 Chronischer Stress: Burnout-Syndrome sich kontinuierlich überarbeiten (auch mit Spass und Freude) keine Ermüdung wahrnehmen sich mit Alkohol, Kaffee, Nikotin, Zucker betäuben sich von perfektionistischen Selbstansprüchen leiten lassen sich dauernd beweisen müssen sich mit anderen Besseren vergleichen Selbstzweifel hegen keine Prioritäten setzen dauernd erreichbar sein alles allein machen die Freizeit in Stress ausarten lassen anderen Menschen nicht mehr zuhören gereizt reagieren unkonzentriert sein sich nicht mehr erinnern unter permanenten Kopfschmerzen und Verspannungen leiden emotional abstumpfen sich leer fühlen sich von anderen zurückziehen sich völlig erschöpft fühlen unter Angstzuständen leiden den Lebenssinn verlieren

14 Unsere Chance Die Energiekrise unseres Körpersystems ist unsere Chance, um dem Burn-Out zu entgehen: Selbstfürsorge beginnt mit... Selbstannahme und Akzeptanz des unkontrollierbaren Stresses Befreundung mit der wohlverdienten Müdigkeit als Ruhepause und Kraftquelle Kontakt mit vertrauten Personen und deren Verständnis Nehmen wir uns wichtig und unsere Gesundheit uns zu Herzen!

15 Unsere Falle Wo bin ich verführbar, Wo bin ich verführbar, über meine Grenzen zu gehen?

16 Prophylaxe Den Göttern den Weihrauch, den Menschen das Lob Pythagoras

17 Leistung darf Spaß machen Dopamin Rituale schaffen, in denen man an seine Erfolge denkt Oxytocin Ein wichtiger Teil vom Ganzen sein Serotonin Sammlung und Konzentration auf das Wesentliche

18 Gute Beziehung und soziale Wärme Der Mensch wird am Du zum Ich. Martin Buber

19 Was wir brauchen emotionales Verständnis konstruktives Feedback heilsame Grenzen zum Schutz vor Selbstüberforderung

20 Gutes und erfolgreiches Leben die Achtung intelligenter Menschen und die Zuneigung von Kindern gewinnen die Anerkennung aufrichtiger Kritiker gewinnen den Verrat falscher Freunde ertragen Schönheit bewundern in anderen das Beste finden die Welt ein wenig besser verlassen: ob durch ein glückliches Kind, ein Stückchen Garten oder einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft wissen, das wenigstens das Leben eines anderen Menschen leichter war, weil du gelebt hast. Das bedeutet, nicht umsonst gelebt zu haben! Ralph Waldo Emerson

21 Die Autorin Martina Erfurt-Weil ROMPC Institut Kassel Hunsrückstraße 10 D Kassel

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