Präsentation vom im Rahmen der Fachberatertagung der Unfallkasse NRW in Haltern.

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1 Präsentation vom im Rahmen der Fachberatertagung der Unfallkasse NRW in Haltern. Martin Kraft, VMS, Deutsche Verkehrswacht. Kontakt: 1

2 Entgegen dem allgemeinen Trend beim Unfallgeschehen nehmen die allgemeinen und auch die Fahrrad-Unfälle von Kindern im Straßenverkehr nicht ab. Grafik zeigt den langfristigen Trend und das Unfallgeschehen je 1.000, also bereinigt um den demographischen Faktor. Die absoluten Zahlen täuschen. 2

3 Da die selbstständige Verkehrsteilnahme von Kindern im Straßenverkehr stetig und seit langem sinkt, bedeutet dies sogar, dass das Risiko, während das Aufenthalts im Stv. einen Unfall zu erleiden, zugenommen hat. 3

4 Als wesentliche Ursache für das Unfallgeschehen beim Rad fahren haben Experten die motorischen Grundlagen ausgemacht. Dr. Günther hat 2009 bundesweit Polizeibeamte, die bei der Radfahrausbildung eingesetzt sind, befragt und dies mit einer gleichen Befragung im Rahmen von Move-it 1997 verglichen.

5 Ergebnis: Die mit der praktischen Radfahrausbildung befassten Polizeibeamten stellen über einen mittleren Zeitraum eine eindeutige Verschlechterung fest.

6 6

7 Die motorische Förderung für das Rad fahren ist seit langem bekannt, wird aber zu wenig und zu unsystematisch umgesetzt. Deshalb hat die VMS die Entwicklung eines auf Move-it basierenden Screenings unterstützt und darauf aufbauend das neue Programm Velofit entwickelt. 7

8 Velofit beschreibt den gesamten Zeitraum in der Grundschule bis zum Start der Radfahrausbildung im 4. Schuljahr. Vor allem im Schulsport können ohne bzw. mit sehr geringem Mehraufwand viele Chancen zur effektiven spielerischen Förderung der Kinder genutzt werden. Als Basis der Förderung kann das Screening benutzt werden, um die Förderung möglichst zielgenau und effektiv durchzuführen. 8

9 Für die Durchführung sowohl des Screenings wie der Förderspiele wurde das bekannte Move-it-Material etwas geändert sowie mit Ergänzungen neu zusammen gestellt. Das Material eignet sich für den Klassenraum und die Sporthalle. 9

10 Das Handbuch und sein Inhalt. Als neuer Ansatz wurde ein einfaches Screeningverfahren integriert. Frau Prof. Dr. Krista Mertens von der Berliner Humboldt-Uni hat gemeinsam mit Dr. Jörg Reichert auf der Basis der Programms Move it ein einfaches durch Lehrkräfte anwendbares Testverfahren zur Einschätzung der motorischen Sicherheit 5-7jähriger Kinder entwickelt und an Berliner Grundschulen mit wissenschaftlicher Begleitung getestet. Die Adaption für den schulischen Einsatz vor allem im Sportunterricht wurde in NRW in der Begleitung durch Schulen geleistet. Mit diesem spielerischen Verfahren kann mit Hilfe weniger Materialien in der Sporthalle sicher erkannt werden, ob Kinder eine alterstypische motorische Sicherheit aufweisen oder ob sie spezifischen Förderbedarf haben. Dieses Screening basiert auf einigen der bekannten Move-it-Materialien und kann von Lehrkräften im ersten Schuljahr in der Sporthalle eingesetzt werden. 10

11 In kleineren Klassen sowie bei guter Personal-Ausstattung (z.b. an Förderschulen) kann das Screening problemlos mit der ganzen Klasse in der Sporthalle durchgeführt werden. An anderen Schulen empfiehlt es sich aus praktischen Gründen, das Screening nur mit einer kleinen Schülergruppe durchzuführen, die vorab anhand einfacher Beobachtungen in der Sporthalle und im Klassenraum bestimmt wurde. Hierbei werden im Sportunterricht der 1. Jgst. vier Sportstunden mit Bewegungsbaustellen durchgeführt. Bei jeder Bewegungsbaustelle gibt es eine Station, bei der die Lehrerin beobachtet. Zusätzlich sind in Kap einfache Spiele und Übungen beschrieben, die im Klassenraum durchgeführt werden.

12 Der Überblick über Bewegungsbaustellen und Klassenraumübungen. 12

13 Beispiele für einzelne Stationen der Bewegungsbaustellen. 13

14 Beispiele für einzelne Stationen der Bewegungsbaustellen. 14

15 Beispiele für einzelne Stationen im Klassenraum. 15

16 Die Ergebnisse der Beobachtungen werden im Beobachtungsbogen festgehalten. Erfahrungsgemäß sind je Klasse 4 bis 5 Kinder auffällig und sollten mit Hilfe des Screenings genauer untersucht werden. In der Regel übernimmt dann z.b. eine Referendarin die Klasse, die Lehrerin geht mit diesen Kindern in die Sporthalle und führt das Screening durch. (Anmerkung: An dieser Stelle erfolgte die Darstellung der Inhalte des Screenings durch Frau Prof. Mertens. Verweis auf die Präsentation von Frau Mertens.)

17 Nach den Ergebnissen des Screenings kann die Förderung mit einer sehr einfachen Förderplanung erfolgen. 17

18 Ein Beispiel für eine Förderplanung nach dem Velofit-Handbuch. 18

19 Das Handbuch stellt in drei Kapiteln umfangreiche Förderanregungen bereit. In den Jgst. 1 und 2 einfache Spiele und Übungen in der Sporthalle und im Klassenraum. Die Anregungen wurden im Buch ebenfalls an der Gliederung des Screenings orientiert. 19

20 Ein Beispiel für ein Förder-Spiel. 20

21 Ab Jgst. 2 können in der Halle und auf dem Hof Übungen mit Pedalos, Rollbrettern und Rollern durchgeführt werden. 21

22 Das Handbuch enthält zahlreiche Übungen für den Sportunterricht mit der ganzen Klasse. 22

23 Zwei Beispiele für Rollbrett-Übungen. 23

24 Zum Abschluss kann ein Roller-Parcours durchgeführt werden. 24

25 Im Anschluss werden Spiele und Übungen mit dem Fahhrad aufgeführt. 25

26 Beispiele für Fahrrad-Übungen auf dem Hof oder in der Sporthalle. 26

27 Zum Abschluss wird ein Fahrrad-Geschicklichkeitsparcours mit mehreren Varianten / Schwierigkeitsgraden vorgestellt. 27

28 Die Ergebnisse der Fahrrad-Übungen werden als Selbsteinschätzung durch die Kinder oder als Beobachtung dokumentiert.

29 Wenn das Ergebnis in einer Urkunde festgehalten wird, freuen sich die Kinder.

30 Eine solche spielerische Förderung der Kinder über einen längeren Zeitraum ist hoch effektiv und bietet die optimale Grundlage die die Radfahrausbildung im 4. Schuljahr.

31 31

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