Bücher. am Sonntag. PeterStamm Vorlesungen und Erzählungen 4. Bismarck Der«Eiserne Kanzler» neu gewürdigt 16

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1 NZZ amsonntag Bismarck Der«Eiserne Kanzler» neu gewürdigt 16 PeterStamm Vorlesungen und Erzählungen 4 Mail-Journal Matthias Zschokke führt durchvenedig 9 Nr Oktober 2014 Politik-Codes Martha C. Nussbaum über Gefühle 20 Bücher am Sonntag

2 <wm>10cfxkoq4dirre0s96zgbg8wcrdy6saooxtxx_xzw7rukqe9yannd3modrpgeb4iz5lq_vnhr1ncmhxdulsbwmnpam8ucn7duj78syydbmgmiyd2wk7_vza-dn9rtyaaaa</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tuymjuzmgualw8uxq8aaaa=</wm> «Den Pfarrerhabeich schnellwiederweggeschickt. Ichsagte: Ich sterbe jetztsicher nicht!» Aus «Alleswas zählt» vonremogeisser Artikel verpasst? Jetzt Probe lesen fürnur 25 Fr. SMS mit Keyword: NZZ24, Namen und AdresseanNr. 880(20 Rp./SMS) Online unter nzz.ch/probe24 10 «NZZamSonntag» zum halben Preis

3 NZZ am Sonntag Nr Oktober 2014 Inhalt VomCharme des Lidound dem Tanz mit dem Hai Bismarck Der«Eiserne Kanzler»neu PeterStamm Vorlesungen und Mail-Journal Matthias Zschokkeführt Politik-Codes MarthaC. Nussbaum gewürdigt Erzählungen durchvenedig übergefühle Bücher am Sonntag Otto von Bismarck (S. 16). Illustrationvon AndréCarrilho Heute muten wir Ihnen,liebe Leserinnen und Leser,einigesan Geschichte zu: vom Untergang Roms, den der britische Historiker Peter Heather untersucht(im Interview, Seite 12), über die neuen Bücher zum bevorstehenden 200.Geburtstag des deutschen Reichsgründers Otto von Bismarck (S.16) bis zu «Hitlers Helferinnen» beim Holocaust (S. 24). Wer Belletristik liebt, findet zwei besondere Leckerbissen. Peter Stamm, der Spezialist für Beziehungen und Geschlechterverhältnisse, der im Sommer als Poetikprofessor in Bamberg gewirkt hat,gibt drei Vorlesungen heraus zusammen mit alten und neuen Erzählungen. Unser Rezensent würdigt sie als «staunenswerten, sprachlich souveränen, ebenso modernen wie zeitlosentext-kosmos» (S. 4). Sowie das wunderbare Mail-Tagebuch von Matthias Zschokke, eine Art Reiseführer zu Venedig (S.9). Diese Novitäten erscheinen in Deutschland; offensichtlich weiss man dort, was man an den beiden Schweizern hat. Weiter ist in dieser Ausgabe die Rede von der betörend schönen Formel Albert Einsteins zur Relativitätstheorie. Davon, warum ein Holzweg nicht aus Holz sein muss. Von einem ängstlichen Menschen, der sich mit dem gefährlichsten Raubfisch der Welt, dem Weissen Hai, anfreundet. Und vom bewegenden Schicksal eines Schwarzen aus den Slums von New Jersey,der zum brillanten Yale-Absolventen wird und danach erneut in den Sumpf seinerherkunftversinkt. AufWiederlesen! Urs Rauber Belletristik 4 Peter Stamm: Die Vertreibung aus dem Paradies Peter Stamm: Der Lauf der Dinge Von Charles Linsmayer 6 MegWolitzer:Die Interessanten Von Sacha Verna 7 Raija Siekkinen: Wie Liebe entsteht Von Monika Burri 8 Ahmed Mourad: Diamantenstaub Von Susanne Schanda Luca Faccio:Common Ground VonGerhardMack 9 Matthias Zschokke: Die strengen Frauen vonrosa Salva Von Martin Zingg 10 Nino Haratischwili: Das achte Leben (Für Brilka) Von Stefana Sabin 11 Geneviève Lüscher:Die blaue Katze Von Kathrin Meier-Rust Kurzkritiken Belletristik 11 Werner Rohner:Das Ende der Schonzeit Von Regula Freuler Thomas Meyer:Rechnung über meine Dukaten Von Regula Freuler Eduard von Keyserling: Dumala VonManfredPapst Hanns Zischler:Das Mädchen mit den Orangenpapieren VonManfredPapst Interview 12 PeterHeather,Mittelalter-Historiker «Der CEO in Rom ist meistens pleite» VonManfredPapst Kolumne 15 Charles Lewinsky Das Zitat von Umberto Eco Die55-jährigeAmerikanerinMeg Wolitzer schreibtüber Jugendliche und lebenslangefreundschaften (S. 6). Kurzkritiken Sachbuch 15 Peter M.Schulthess: Damals in «Lenzburg» Von Urs Rauber Paul Bloom: Jedes Kind kennt Gut und Böse Von Kathrin Meier-Rust Eric Chaline: 50 Tiere,die die Welt veränderten VonGenevièveLüscher Philippe Wampfler:Generation «Social Media» Von Urs Rauber Sachbuch 16 ErnstEngelberg: Bismarck Eberhard Kolb:Otto von Bismarck Waltraut Engelberg: Das private Leben der Bismarcks Gabriele Hoffmann: Otto von Bismarck und Johanna von Puttkamer VonVictorMauer 18 Erik Brynjolfsson, Andrew McAfee: The Second Machine Age Nick Bostrom: Superintelligenz Von Michael Holmes 19 Kerstin Walter:Gartendesigner Von Sarah Fasolin 20 Martha C. Nussbaum: Politische Emotionen VonKirsten Voigt Christoph Schmidt:Pilger,Popen und Propheten Von Sabina Meier Zur 21 Ilko-Sascha Kowalczuk, Arno Polzin: Fasse Dich kurz! Von Thomas Feitknecht 22 Rana Dasgupta: Delhi Von Alexis Schwarzenbach 23 BehnamT. Said:IslamischerStaat Von Anna Trechsel Jean-Marie Ghislain: Berührende Schönheit Jean-Marie Ghislain: Schönheit besiegt Angst Von Kathrin Meier-Rust 24 Wendy Lower:HitlersHelferinnen Von Claudia Kühner Maria von Welser:WoFrauen nichts wertsind VonBertholdMerkle 25 Lee Smolin: Im Universum der Zeit VonAndréBehr Kristin Kopf:Das kleine Etymologicum VonGenevièveLüscher 26 Benedikt Weibel: Simplicity die Kunst, die Komplexitätzureduzieren Von Urs Rauber Das amerikanische Buch Jeff Hobbs: The Short and Tragic Life of Robert Peace. A Brilliant Young Man Who Left Newark forthe IvyLeague VonAndreas Mink Agenda 27 Erich Lessing: Anderswo VonManfredPapst Bestseller Oktober 2014 Belletristik und Sachbuch Agenda November 2014 Veranstaltungshinweise Chefredaktion Felix E.Müller (fem.) Redaktion Urs Rauber (ura., Leitung), Regula Freuler (ruf.), Geneviève Lüscher (glü.), Kathrin Meier-Rust (kmr.), ManfredPapst (pap.) StändigeMitarbeit Urs Altermatt, Urs Bitterli, HildegardElisabeth Keller, ManfredKoch, GunhildKübler, Sandra Leis, Charles Lewinsky, Andreas Mink, Klara Obermüller, Angelika Overath, Martin Zingg Produktion Eveline Roth, Hans Peter Hösli (Art Director), Susanne Meures (Bildredaktion), Raffaela Breda (Layout), Korrektorat St.Galler Tagblatt AG Verlag NZZ am Sonntag, «Bücher am Sonntag», Postfach, 8021 Zürich, Telefon , Fax , 26.Oktober 2014 NZZ am Sonntag 3

4 Belletristik Erzählungen Peter Stamm erweistsich als einer dergrossen Prosa-Autoren unserer Zeit Glück,welchessich wieunglückanfühlt Peter Stamm: Die Vertreibung aus dem Paradies. Bamberger Vorlesungen und verstreutetexte. S. Fischer, Frankfurt Seiten, Fr , E-Book 23.. Peter Stamm: Der Lauf der Dinge. GesammelteErzählungen. S. Fischer, Frankfurt Seiten, Fr , E-Book 27.. VonCharlesLinsmayer Letztes Semester war Peter Stamm Poetikprofessor in Bamberg und hielt da unter dem Titel «Die Vertreibung aus dem Paradies» drei Vorlesungen. Zusammen mit «verstreuten Texten» liegen die Vorlesungen nun gedruckt vor: ein in der Toskana entstandenes ziemlich heterogenes Elaborat über das Schreiben als Ringen um Worte, über verpatzte frühe Versuche und das allmähliche Herantasten an die eigene Schreibweise. Ein Text, der als oberste Maxime die Bescheidenheit und das Understatement zu haben scheint und der den Eindruck erweckt, hier verrate ein Autor etwas über die Hintergründe seines von ihm selbst als unerheblich eingestuften Werks. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Zu gleicher Zeit ist nämlich auch der Band «Der Lauf der Dinge. Gesammelte Erzählungen» erschienen und eröffnet die Möglichkeit, Peter Stamms sämtliche Erzählungen erstmals als einen staunenswerten, innerlich kohärenten, sprachlich souveränen, thematisch ebenso modernen wie zeitlosen Text-Kosmos zu sehen. «Agnes», der Debütroman von 1998, handelt von einem einsamen Schweizer, der in Chicago eine ebenso einsame junge Frau so ungerührt in ihr Unglück laufen lässt, dass er ihren Tod inder Geschichte, die er für sie schreibt, schon selbst vorwegnimmt. Und genau die so implizierte Konstellation, das heillos desperate Geschlechterverhältnis nach 4 NZZ am Sonntag 26.Oktober 2014 dem Ende der herkömmlichen Rollenteilung ist auch das Thema, das Stamm in seinen Erzählungen immer neu und eindringlich variiert. «Die Frauen lieben die Männer nicht, glaub mir», sagt Dylan in der Erzählung «In den Aussenbezirken», «sie ködern dich mit all ihrem überflüssigen Fleisch. Und wenn du angebissen hast, schlagen sie dir den Schädel ein und fressen dich auf.» «Wahre Liebe sollte nie körperlich sein. Das Körperliche verdirbt alles», sagt die Ich-Erzählerin in «Das Experiment» zu Chris; und als sie sich übers Kreuz geliebt haben und alles wieder offen ist, resümiert die Inderin Yotslana in der gleichen Erzählung: «Zwei Körper prallen aufeinander und entfernen sich wieder.» Daniel aber, in der Erzählung «Der Aufenthalt», sagt angesichts eines Krankentransports nach Lourdes zu Marianne: «Manchmal denke ich, das Leben wäre einfacher, wenn man krank wäre. Dann wüsste man, woran man ist.» Alles kreist um Einsamkeit In die hoffnungslos-deprimierende Welt, die in den Zitaten aufscheint, stellt Stamm immer wieder Figuren hinein, die in ihrer Verlorenheit und Einsamkeit unmittelbar berühren. Die in New York herumvagabundierende Schwerenöterin Lotta in«treibgut» etwa, die unglückliche, sich in lauter Peinlichkeiten versteigende Evelyn in «Was wir können», Larissa, die bis zuletzt von Lust und Angst verfolgte Sterbende in «Blitzeis», Sabine, die teilnahmslose Kindfrau, die in «Fremdkörper» zwei Höhlenforscher zu Rivalen macht, Franziska, die dem verliebten Lukas in «Männer und Knaben» ein Glück beschert, «das sich wie Unglück anfühlt», die debile Mandy in «Kinder Gottes» einer der hinreissendsten Erzählungen Stamms, die den Dorfpfarrer ganz real die Weihnachtsgeschichte nacherleben lässt, auch wenn das Kind dann nicht Jesus, sondern Sandra heisst. Grossartig auch diese Ana, die sich in der Erzählung «Im Wald» wie ein krankes Tier ins Dickicht zurückzieht und am Ende von einem Jäger erschossen wird. Nichtdass dem Exzentrischen gelegentlich nicht auch die stille Zuneigung von ganz gewöhnlichen Menschen gegenüberstände: in der Geschichte der rundlichen Lehrerin Lydia in «Siebenschläfer» etwa, die während eines Open Airs eine verschämte Beziehung zum scheuen Bauern eingeht, auf dessen Land die Jugendlichen ihr lautes Vergnügen abhalten. Oder in der Partnerschaft vonlara und Simon, die ein Schriftsteller dazu verwendet, um «zwei ganz normale junge Menschen» und ihre «Sweet Dreams» soder Titel darzustellen. Elf der dreiundfünfzig Erzählungen sind in «Der Lauf der Dinge» erstmals veröffentlicht, und ein paar vonihnen müssen zu den Höhepunkten von Stamms Erzählkunst gezählt werden. So nimmt «Ihr Gesicht» die Geschichte eines Malers, der unentwegt das Gesicht seiner Partnerin malt, bis es durch eine Krankheitentstellt wird und die Darstellungeneine ganz andere Bedeutung bekommen, auf raffinierte Weise Stamms jüngsten Roman, «Nacht ist der Tag», voraus, der den inneren Wandel einer Frau nach der Verwüstung ihres Gesichts durch einen Unfall beschreibt. «Elins Äpfel» erzählt von einer Frau, die einer anderen mitten in einer Industriezone in eine Existenz nachfolgt, die unter Ablehnung aller technischen Errungenschaftenauf den Ertrag des Bodens baut. «Der Waldboten-Effekt» ist die Geschichte vonnicole und Jürg, die der Zufall zum Orientierungslauf-Team macht und die sich im Gelände verirren. Während sie in einer Waldhütte schlotternd auf den Morgenwarten, bahnt sich gegenihren Willen ein Verhältnis zwischen ihnen an, das gerade in ihrem Understatement jene Dauer verspricht, die den bisherigen Beziehungender beiden fehlte. Ähnlich verläuft «Das Rolandslied», das einen

5 <wm>10cfxkkw7dmbbf0rwn9ebrtgdgzlzbfw4sfxf_qelzwl3ozfne8g8br328iwfzerfklk9v0qm4pxwpqsiebe-kuvwh6m0toeoh6zkejng6r0ysq2u07_h5aqurpjtyaaaa</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tuymre0naqaf9i0wg8aaaa=</wm> Sieben maliziöse Geschichten VERAHARTMANN /13PHOTO Sprachlich souverän, modern und zeitlos zugleich:der ThurgauerAutor PeterStammin seiner Schreibstube in Winterthur (April 2013). jungenmann in einem zum Verkauf ausgeschriebenen Coiffeursalon mit einer sich als Coiffeuse ausgebenden Romanistin zusammenführt, die sonst nirgendwo eine Wohnung fand. Die Geschichte endet, als wolle sie das entsprechende Bild aus Stamms Poetikvorlesungen variieren, mit den Sätzen: «Sie fuhr mir mit der Hand durchs Haar und trat ganz dicht hinter mich. Durch das dünne Nachthemd spürte ich ihren vom Schlaf warmen Körper. Und plötzlich kümmerte es mich nicht mehr, wie ich aussah, denn es kam mir vor, als sei sie der Engel aus dem Rolandslied, der den gefallenen Helden ins Paradies begleitet.» Hohe literarische Qualität Die geglückteste, stilistisch modernste unter den neuen Erzählungen des Bandes trägt den Titel «Dämmerung». Es ist, ganz aus der Optik und den Wahrnehmungen der Figur heraus geschrieben, das Psychogramm eines Alzheimerpatienten. Er kennt nicht einmal mehr seinen Namen mit Bestimmtheit, er erkennt seine Besucher nur noch mit Mühe, und es vermischen sich Erinnerungsfetzen und die nur bruchstückhaft erkannte Gegenwart mit der zärtlichen Zuneigung zu einer Pflegerin, die er als «Ausländerin» wahrnimmt, zu einem Text, der in feinsten Nuancen oszilliert und der nicht eigentlich von einem Unglück handelt, sondern davon, dass das Vergessen, ja das Loslassen einen Zustand hervorrufen kann, wie erimletzten Satz des Textes aufscheint: «Du bist der glücklichste Mann der Welt.» Stellt man die neuen Erzählungen den bereits veröffentlichten gegenüber, so scheint eine gewisse Milde, eine gewisse Nachsicht und eine stärkere Betonung der leisen, einfachen Dinge vorzuherrschen, wo früher radikale Unerbittlichkeit den Ton bestimmte. Eine Entwicklung, die nichts mit der hohen literarischen Qualität sämtlicher vorgelegter Texte zu tun hat, die einen aber noch stärker für diesen Autor einnehmen könnte, dem nach wie vor eine Fülle von Themen, Charakteren und Schauplätzen zu Gebote steht, wenn er die Welt auf symptomatische Weise in ihrem Geschlechterverhältnis spiegelt. l Mord und andere kleine Geschenke des Himmels Hinreissend komisch und mit luzidem Blick für die menschlichen Abgründe erschafft Pecorelli seine Geschichten. Wahrlich ein kleines Geschenk des Himmels und ein Lesevergnügen erster Güte. Alfonso Pecorelli Jetzt im Handel Hardcover CHF Auch als E-Book 26.Oktober 2014 NZZ amsonntag 5

6 Belletristik Roman Meg Wolitzer erzählt von den Verheissungen der Jugend, der Mittelmässigkeit des Erwachsenseins und von Freundschaften, die alles überdauern InteressantistdasvölligNormale MegWolitzer: DieInteressanten. Ausdem Amerikanischen von Werner Löcher- Lawrence. Dumont, Köln Seiten, Fr , E-Book VonSacha Verna Das Selbst ist eine amerikanische Erfindung. Selbstsuche, Selbsterfahrung, Selbstverwirklichung, Selbstdarstellung, Selbstbestimmung, Selbstbedienung: Kein anderes Volk betreibt das Geschäft mit dem Ich soerfolgreich wie jenes, in dem das Individuum über allem steht. Jedes Selfie stammtvon einem potenziellen Genie. Jedes Ego wird als bewunderte Zielgruppe hofiert. Flächendeckend bewässert die Selbst-Industrie Seelenlandschaften, auf dass nur ja kein Mimöschen verdorre. Spirit-in-the-Woods ist ein Ort für solche Pflänzlein. Im Sommer 1974tun sich in diesem Ferienlager in Neuengland eine Handvoll kunstsinniger Teenager zusammen, deren Freundschaft über die nächsten vier Jahrzehnte hinweg Meg Wolitzer in ihrem neuen, neuntenroman schildert. «Die Interessanten» tauft sich die Gruppe mit der Arroganz der Halbwüchsigen, denen die Durchschnittlichkeit ihrer Eltern wie eine eklige Krankheiterscheint. Vielschichtige Frauenfiguren In ihren bisherigen Werken hat sich Meg Wolitzer hauptsächlich mit den Folgen der sexuellen Revolution befasst. Es ging um die Entscheidung zwischen Zweisamkeit und Freiheit, Kindern und Karriere, um die Qualen der Wahl aus weiblicher Sicht. Auch «Die Interessanten» dreht sich ums Frausein gestern und heute. Doch dieses Mal hatmeg Wolitzer für Männer ebenfalls Hauptrollen vorgesehen. Wie übers Fernsehen in Wohnzimmer dringt zudem immer wieder die Weltgeschichte in den Alltag der Akteure, vom Rücktritt des Präsidenten Nixon bis zu den Terroranschlägen des 11. Septembers. Es liegt in der Natur von Teenagern, vielversprechend zu sein. Das sind zunächst auch die Interessanten. Jules möchte Schauspielerin werden, Ethan Trickfilmer, Jonah Musiker, Ash Regisseurin, und Ashs Bruder Goodman ist sich selber schon genug. Nur Ethan reüssiert tatsächlich. Er wird miteinerseiner Serien zum Multimillionär und heiratet Ash, die darauf für feministische Theaterstücke Anstandsapplaus erntet. Jules endet als Psychotherapeutin und ehelicht einen Ultraschalltechniker. Jonah entwirft Roboter und ist schwul. Goodman flieht nach Island, weil ihm daheim wegen Vergewaltigung eine Gefängnisstrafedroht. Die meisten Menschen landen im Biotopder Mittelmässigkeit. Dort kann man sich wohl fühlen oder gefangen. Meg Wolitzer illustriert anhand ihrer Figuren In einemferienlager (hier ein swimming camp in Virginia) beginntdie Freundschaftvon sechs Halbwüchsigen, die dieus-autorinmeg Wolitzer durchs Leben begleitet. unterschiedliche Grade der Unzufriedenheit. Am hingebungsvollsten widmet sie sich Jules. Sie ist von Anfang an die am wenigsten Besondere der Interessantenund die, die sich damit am wenigsten abfindet. Sie beneidet Ethan um sein Talent, Ash um ihre Gelassenheit und die beiden später um ihren Reichtum. Was sie auszeichnet, ist einzig ihre Beobachtungsgabe, und diese macht sie zu einer geeigneten Erzählerin. Als Psychotherapeutin neigt sie ausserdem zum Analysieren, eine Eigenschaft, die zur Not auch ihre Freunde übernehmen, wenn umständlich ausformuliert wird,was angedeutet reichen würde. Dass die Interessanten in den Träumen und Albträumen ihrer Vergangenheit schwelgen zum Beispiel. Dass Spirits-in-the-Woods das Utopia ist, in das zurückzukehren sie sich wünschen. Narzissmus derjugend Literatur gewinnt gewöhnlichen Schicksalen Ungewöhnliches ab. Passagenweise gelingt dies Meg Wolitzer durchaus. Beziehungsgeflechte zu klöppeln und dabei unterhaltsam zu bleiben, sind Fertigkeiten, die in der amerikanischen Belletristik erwartet werden. Entsprechend präzise beschreibt die Autorin die Auswirkungen der Firmenjets anderer auf die Psyche vonfamilien, die selber in der fünften Etage in einem Haus ohne Aufzug wohnen. Die Sprösslinge erhalten Modediagnosen Autismus! oder platzen vor existenziellem Juheissa, während ihre Erzeuger mit massgeschneidertem Elend experimentieren. Meg Wolitzer bemühtsich, die Handlungenihres Ensembles zu motivieren und die sich wandelnde Kulisse unaufdringlich, aber anschaulich zu gestalten. Nachvollziehbarkeitist Trumpf. Stilistisch bewegt sich Meg Wolitzer auf der Fadengeraden. Sie kokettiert nicht mit Schnörkeln oder tollwütigen Metaphern. Es gibt keine Vor- oder Rückblenden, die Leser überfordern würden. Es ist die Art vonprosa, die durch das besticht, was ihr fehlt. In den USA wurde «Die Interessanten» mit Romanen wie Jonathan Franzens «Freiheit» und Jeffrey Eugenides «Die Liebeshandlung» verglichen. Das sind Werke, deren epochalen Anspruch Meg Wolitzer vermutlich teilt: Amerika, die grosse Geschichte im kleinen Leben. Doch dafür sind die historischen Bezüge in «Die Interessanten» zu flüchtig. Mit einem homosexuellen Protagonisten lässt sich die Aids-Krise der 1980er Jahre nicht abhaken. Um zu zeigen, wie Kunst, Kommerz und Korruption zusammenhängen, braucht es mehr als einen Idealisten, der mit dem Materialismus hadert und zugleich mit Schuldgefühlen und überhaupt sich selber. Nicht die Durchschnittlichkeit ist eine Krankheit, sondern der Narzissmus. Diese Erkenntnis blüht den Interessanten. Denn das beste Selbst ist jenes, das kreuznormal und glücklich sein kann. So lautet die Botschaft dieses Romans. «Die Interessanten» ist eher eine Sammlung von Lebensabschnittsprotokollen als das Porträt einer Generation. Vielleicht genügt das. Schliesslich sind «Die Interessanten» ja auch nicht wirklich interessant. GETTYIMAGES 6 NZZ am Sonntag 26.Oktober 2014

7 <wm>10cfwksq6aiawfvwjy2tjcztrsxmg4sxhn_39s3bwuuesu96orh2vbjrzxapigpuzwqq6rs1vxj1z0rmnqwiglfpvsfn8auqlkzccqamy8imwkssx7vb6y9jrscgaaaa==</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tuynlc0saqawrrhga8aaaa=</wm> Erzählungen Mit poetischer Kraft skizziert die finnische Autorin Raija Siekkinen Seelenlandschaften Über dievergänglichkeit der Liebe Raija Siekkinen: Wie Liebe entsteht. Aus dem Finnischen von Elina Kritzokat. Dörlemann, Zürich Seiten, Fr ,E-Book VonMonika Burri In Raija Siekkinens melancholischer Stimmungsprosa lauert die Kälte überall. Während des kurzen finnischen Sommers sitzt sie im feuchten Boden. Im Herbst macht sie sich als Dauerregen breit, und im Winter dringt sie durch alle Ritzen. Schnee und Dunkelheit lassen die Menschen zusammenrücken. Bei Wein und Wodka tischen sie Geschichten auf,über Fischfangund Gartenbau, über Unfälle und Verbrechen. Auch über die Liebe, die vergangene, die verlorene und die, die nie eingetreten ist. Öfters aber haben sich die Figuren in Siekkinens Kurzgeschichtenwenig zu sagen. Die Minustemperaturen haben sich in die Beziehungeneingeschlichen. Die vonzweifeln zernagten Paarversuche zerfallen in Anfänge und Enden, «so dass es oft unmöglich ist zu sagen, welcher Anfang zu welchem Ende gehört». Neun Bände mitkurzgeschichtenund mehrere Romane hatte die 1953 in der südfinnischen Hafenstadt Kotka geborene Autorin veröffentlicht, als sie 2004 durch einen Brandunfall ums Leben kam. Die mysteriösen Leerstellen ihrer Lebensgeschichte gaben Anlass für eine literarische Aufarbeitung. In «Die Verschwundenen von Helsinki», dem 2013 auf Deutsch erschienenen Rechercheroman von Joel Haahtela, folgt ein arbeitsloser Psychiater den Spuren von Siekkinen. Er trifft Freunde der Schriftstellerin, sucht ihre Wohnorte und Arbeitsstätten auf und verwebt seine Fundstücke zu einem Vexierbild. Unter anderem erfahren wir, dass Siekkinen eine Verehrerin von Ingeborg Bachmann war. An die Diva der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur erinnern nicht nur Motive und Musikalität von Siekkinens Texten, sondern auch die tragischen Umstände ihres Verbrennungstods. Zum diesjährigen Gastauftritt Finnlands an der Frankfurter Buchmesse erscheint nun erstmals ein Werk von Raija Siekkinen in deutscher Übersetzung, beim Zürcher Dörlemann-Verlag. Beiseinem Erscheinen 1991 war der Erzählband «Wie Liebe entsteht» für den renommierten Finlandia-Preis nominiert. Er umfasst zehn atmosphärisch dichte Minigeschichten, die alle um die Vergänglichkeit der Liebe kreisen. Die Rahmenhandlungen der Prosaminiaturen sind unspektakulär: der Arbeitstag einer Telefonistin, eine Abschiedsszene am Flughafen, eine Taxifahrt durch die verschneite Provinz. Die Aufmerksamkeit der Autorin gilt dem Innenleben ihrer Protagonistinnen, meist Frauenfiguren mit dünnhäutigen Konturen, belastet von Erinnerungen und getrieben von unbestimmten Sehnsüchten. «Unterhalb der Ereignisse verlief noch ein tieferer Strom des Geschehens, dunkel und unberechenbar im Verlauf», heisst es programmatisch in der Titelerzählung. «Dort reiften Entscheidungen, langsam und ohne dass man es merkte, während oben das Leben weiterging und unbedeutende Kleinigkeiten sich addierten, bis man eines Morgens, ohne zu begreifen warum, aufwachte und etwas wusste.» Feinsinnig spürt die Autorin die Risse und Zwischentöne auf, die sich in vermeintliche Gewissheiten hineinfressen. Einmal ist es der Refrain eines Schlagers, der Alltagsroutinen stört und unüberwindbare Abgründe aufreisst. Ein anderesmal eine banale Gesprächskulisse am Flughafen, die mit unheilvoller Perfidie in die Wahrnehmung einer Ich-Erzählerin einsickert. Bildstark verwebt Raija Siekkinen die assoziativen Gedankenströme ihrer Heldinnen mit Eindrücken der finnischen Landschaft und erzeugt bittere, aber eindrückliche Momentaufnahmen zerbrechlicher Existenz. l Foto: Gaby Gerster / Diogenes Verlag Foto: Bastian Schweitzer /Diogenes Verlag Rolf Dobelli Fragen an das Leben Foto: Christof Schürpf / Diogenes Verlag Klaus Maria Einwanger/ Diogenes Verlag *unverbindliche Preisempfehlung Bernhard Schlink Die Frau auf der Treppe Roman Diogenes 256 Seiten Leinen sfr29.90* Meir Shalev Zwei Bärinnen Roman Diogenes 464 Seiten Leinen sfr32.90* Wäre es Ihnen erträglicher, wenn wir alle am Gleichen sterben würden? Was ist Ihrer Karriere förder- licher was Sie sagen oder was Sie ver- schweigen? Fühlt sich der Mann mit einer jungen Frau jünger oder älter, weil ihm sein Al- ter erst recht bewusst wird? Wie spontan ist Ihr Verhältnis zur Ethik? Sehen Sie sich eher als Wächter Ihrer Gedanken oder als deren Gefangener? Diogenes Wie gut leben Sie mit der Tatsache, dass Milliarden von Menschen sich eben- falls für das Zentrum des Universums halten? Hät- ten Sie lieber ein einziges, objektives Zentrum? Wie betet man mit vollen Händen? Schlafen Sie noch getrennt, oder essen Sie schon getrennt? Würden Sie Dauer gegen Intensität von Liebe eintauschen? 208 Seiten Leinen sfr24.90* 320 Seiten Leinen sfr39.90* Das berühmte Bild einer Frau, lange ver- schollen, taucht plötzlich wieder auf. Überraschend für die Kunstwelt, aber auch für die drei Männer, die diese Frau einst liebten und sich von ihr betrogen fühlen. An der australischen Küste kommt es zu einem Wiedersehen. Auge um Auge, Zahn um Zahn ein Roman über Leidenschaft und Untreue, über Verlust, Rache und deren Sühne. Eine erschütternde Familiensaga und ein unkonventioneller literarischer Thriller von archaischer Wucht. Der Bestsellerautor provoziert mit seinen im stern veröffentlichten Fragekolumnen zum Nachdenken. Spielerisch ironische Fragen zu Themen, die jeden betreffen zu Glück, Liebe, Sex, Erfolg, Karriere, Alter, Gott und Tod. Endlich:Kochen und essen wie Bruno im Périgord! Das Kochbuch zu den kulinarischen Krimis um Bruno, Chef de police von Martin Walker. 26.Oktober 2014 NZZ amsonntag 7

8 Belletristik Thriller Ahmed Mourad warfotograf des Präsidenten Mubarak. Die Erfahrungen, die er dabei gemacht hat,liefernden Stoff für seine Bücher GesellschaftvordemKollaps AhmedMourad: Diamantenstaub. Aus dem Arabischen von Christine Battermann. Lenos, Basel Seiten, Fr Von Susanne Schanda Korea Porträts von beiden Seiten der Grenze «Es war nicht einfach, einen Arbeiter zu fotografieren; die offiziellen Begleiter wollen, dass man nur Menschen zeigt, die gut gekleidet sind», sagt Luca Faccio.Der Fotograf hat seit 2005 immer wieder Nordkorea bereist.in einem Zoo in Pyongyang hatte er2013 Glück. Bei einer Baustelle durfte er von einem realen Werktätigen ein Bild machen.der sieht fast so aus wie der Mann des idealen Paares hinter ihm, das die Propagandaabteilung der Regierung auf einen Bauzaun geklebt hat.frisur und Jacke sind ähnlich. Der Blick ist nicht ganz so freudig, aber stolz wie bei vielen anderen Nordkoreanern, die der in Wien arbeitende Fotokünstler und Journalist porträtiert hat.luca Faccio rückt auf seinen Aufnahmen die 8 NZZ am Sonntag 26.Oktober 2014 Ahmed Mourad ist über Nacht zum Schreiben gekommen und innert kürzester Zeit zum gefeierten Bestsellerautor geworden. Er gehört zur neuen Generation ägyptischer Autoren, die in den Jahren vor dem Volksaufstand aufgetaucht sind und mit ihren Büchern nicht nur die gebildeten Eliten ansprechen, sondern auch zahlreiche junge Leute, die zuvor keine Bücher gelesen haben geboren, studierte er in Kairo Filmwissenschaften und arbeitete als Fotograf, bevor er zu schreiben begann. Diskret im Auftreten, ausgewogen in seinen Statements, ein smarter Jungeaus der ägyptischen Mittelschicht, der durch Beziehungen zu einem Job im Präsidentenpalast kam. Während es in der ägyptischen Gesellschaft brodelte, arbeitete Ahmed Mourad als Fotograf für Präsident Hosni Mubarak und schrieb nachts an seinem ersten Werk. Beste Voraussetzungen für einen Schlüsselroman. Tagsüber zielte er mit der Kamera auf den Präsidenten, nachts träumte er vom Sturz des Regimes. Doch Mubarak kommt in Mourads Büchern nicht namentlich vor. Der Autor schreibt mit sicherem Gespür den roten Linien entlang. Sein Erstling, der Politthriller einzelnen Menschen in den Blick. Er zeigt sie uns bei der Arbeit, bei Hochzeiten, auf dem Golfplatz und beim Musizieren. Massenveranstaltungen und Grossbauten, die das Regime sonst als Sujets vorgibt,kommen eher am Rande vor. Vor allem rückt Faccio Aufnahmen von Menschen aus Nord- und Südkorea nebeneinander. Nicht immer lässt sich sagen,wo ein Bild gemacht wurde.«ich habe in beiden Landesteilen viele Ähnlichkeiten gefunden», sagt Faccio.Unter der Trennung leiden die Bewohner auf beiden Seiten der Grenze. Das verbindet ebenso wie die tausendjährige Kultur. Gerhard Mack Luca Faccio: Common Ground. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg Seiten, zahlr.abb., Fr «Vertigo» über die mafiösen Verstrickungen von Politik und Wirtschaft, erschien 2007 in Kairo, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und nach dem Sturz Mubaraks am ägyptischen Fernsehen als Serie ausgestrahlt folgte «Diamantenstaub» und 2012 «Al-Fil al-azraq» (deutsch: Der blaue Elefant). Letzterer wurde mit den bekanntesten ägyptischen Schauspielern als spektakulärer Film inszeniert und läuft zurzeit in den ägyptischen Kinos. Soeben auf Deutsch erschienen ist der zweite Krimi von Ahmed Mourad, «Diamantenstaub». Er beginnt im jüdischen Viertel Kairos 1954, als sich muslimische Knaben bei ihren jüdischen Nachbarn ein Taschengeld verdienen konnten, wenn sie ihnen am Sabbat das Licht anzündeten. Juden, Christen und Muslime pflegen freundschaftlichen Umgang miteinander, obwohl nach der Machtübernahme Nassers in Ägypten nationalistisch motivierte Angriffe gegen Juden zunehmen. Hussein beginnt nach dem Tod seines Vaters eine Lehre bei dessen jüdischem Freund und lernt in der Werkstatt, Gold und Diamanten zu polieren. Fünfzig Jahre später gibt es in Kairo fast keine Juden mehr, und Hussein ist ein alter, gebrochener Mann im Rollstuhl, dem nichts mehr geblieben ist, als von seinem Fenster aus mit dem Fernglas das Leben auf der Strasse zu beobachten. Sein Sohn Taha, ein Apotheker und Pharmavertreter, betreut ihn in der gemeinsamen Wohnung in einem neueren Stadtteil Kairos. Eines Abends findet Taha seinen Vater tot neben dem Rollstuhl in seinem Blut liegen. Der Krimi beginnt. Raffiniert legt der Autor die Fährten aus, erteilt Seitenhiebe an die korrupte Polizei, schildert Protestkundgebungen gegen das Regime, sexuelle Übergriffe auf Demonstrantinnen, Drogenhandel, Bestechung und offene Gewalt auf der Strasse. Lichtgestalten in dieser düsteren Geschichte um Tahas Kampf für Gerechtigkeit sind sein Freund Jassir und die unerschrockene Journalistin Sara. Was sie in ihrem Artikel für eine unabhängige Zeitung schreibt, zielt direkt auf das Regime von Mubarak, ohne dessen Namen zu nennen: «Das schlimmsteverbrechen in den letzten drei Jahrzehnten war, den Menschen ihren Verstand zu rauben, ihr Denken auszulöschen und ihre religiösen Überzeugungen zupolitisieren. Irgendwann wird die Geschichte dafür sorgen, dass man denen, die dieses Verbrechen begangen haben, den Prozess macht.» Ahmed Mourad hat seit seinem Erstling viel gelernt. So sind die ausufernden inneren Monologe des Protagonisten hier kürzer und stringenter, die Figuren differenzierter geraten. Der Thriller um den tödlichen Diamantenstaub zeichnet über die Krimihandlung hinaus das Bild einer Gesellschaft unmittelbar vor dem moralischen, wirtschaftlichen und politischen Kollaps. Wer Ägypten verstehen will, der lese diesen Roman.

9 Mail-Journal DerSchweizer AutorMatthias Zschokke erkundeteein halbesjahr lang Venedig.Seine elektronischen Nachrichten liegenjetzt als hinreissende Erkundungstour vor JedenTagwirdein neuestürchengeöffnet Matthias Zschokke: Die strengen Frauen von Rosa Salva. Wallstein, Göttingen Seiten, Fr , E-Book VonMartin Zingg Paris ist eine solche Stadt, auch London, New York, Berlin. Und natürlich gehört Venedig dazu. Das sind alles Städte, über die schon so viel geschrieben worden ist, dass man ausser ständig wechselnden Gastro-Tipps kaum mehr Neues berichtenkann. Werbeispielsweise nach Venedig fährt, den begleitet von Beginn an ein Schwarm von Legenden über die Serenissima. Darin ist sie eine Stadt, die ständig untergeht, voller Touristen, voller Tauben, voller Stechmücken, und über allem lagert ein riesiger Schatten der Vergangenheit. Auch Matthias Zschokkehat sich nach Venedig begeben. Eine grosszügige und geschmackssichere Schweizer Kulturstiftung lädt den Schriftsteller 2012 ein zu einem Aufenthalt in einer geräumigen Wohnung an bester Lage. Mit seiner Gefährtin nimmt er für ein halbes Jahr Quartier in der Stadt, in der sich die beiden zuletzt vor Jahrzehnten aufgehalten haben. Die Erinnerunganden damaligen Besuch ist weitgehend verblasst, und seit über dreissig Jahren lebt Matthias ZschokkeinBerlin, weit wegvon der Lagunenstadt. Da kommt man nicht zufällig mal vorbei. Alles ist neu. Schwärmen und tadeln «Was für eine Überwältigung! Nachdem ich die Tür zur Wohnung aufgestossen hatte, blieb ich wie angenagelt stehen, öffnete den Mund und wollte etwas Passendes ausrufen, doch es fiel mir nichts ein, also schwieg ich, stellte die Koffer auf den Boden und ging mit halboffenem Mund ich hatte vergessen, ihn wieder zu schliessen quer durchs Entrée zur Fensterfront, schaute über die Kanäle, San Giorgio Maggiore in Venedig:Matthias Zschokkebeschreibt dieansensationen überreiche Stadt mit allihren Tücken. die unten vor dem Haus zusammentreffen, und rührte mich nicht mehr.» Natürlich wird Zschokke auch in Venedig schreiben und weiterschreiben. Anfänglich glaubt er allerdings noch, dass es ihn am neuen Ort nichtlange am Schreibtisch halten werde, aber da ist er erst grad angekommen. Und schon beginnt er zu formulieren. Er führt kein klassisches Tagebuch, sondern schreibt Mails: an Freunde und Freundinnen, an Verwandte, an seinen Verleger und an die Mitarbeiterinnen des Verlags, an Kollegen, an seine Übersetzerin. Fast täglich meldet er sich aus Venedig, und die Summe seiner Mails liegt nun in Buchform vor: «Die strengenfrauen vonrosa Salva». Es ist, um es gleich vorwegzunehmen, ein hinreissendes Buch. Es zeigt Venedig von unten und von hinten, aus der Sicht und mit dem Temperament eines Menschen, der mit grösster Wachsamkeitund Neugierde seine Umgebung erforscht und sich bis zuletzt auf elegante Weise freihält von allen gängigen Venedig-Klischees. Unvoreingenommen bricht er auf, unbeeindruckt durch kursierende Legenden, und er wird laufend überraschtund beglückt. Ihre Frische gewinnen Zschokkes Aufzeichnungen, als welche die Mails dastehen, nicht zuletzt daraus, dass sie für den Moment geschrieben sind, in die Gegenwart hinein. Sie sind adressiert an sehr unterschiedliche Leser,was den Ton und den Duktus immer wieder angenehm changieren lässt. Zschokke reagiert natürlich auch auf Mails, die er bekommen hat. Er schwärmt und tadelt und meldet Bedenken an, er versucht, Freunde in die Stadt zu locken, plantein Hauskonzert mit dem «Piano nobile» und überlegt sich bereits, wo er seine Gästeunterbringensoll. Und immer wieder erzählt er davon, wie erinder Stadt unterwegs ist. Am Morgen führt ihn der Weg an den Lido, wo er schwimmt. Er berichtet von Restaurantbesuchen, wo gelegentlich auch Preise verglichen und Trinkgeldfragen erörtert werden müssen. Bei «Rosa Salva», dem venezianischen Meisterpatissier, holt er sich Köstlichkeiten, an einer Bar nimmt er einen Macchiatone. Über die zahlreichen Touristen fällt kein unfreundliches Wort, im Gegenteil, die gehören einfach dazu, wie die Tauben, wie die Möwen. Einige Tage lang beobachtet er eine kleine Möwe, die aus dem Nest gefallen ist und sich am Boden erfolgreich gegen Hunde zur Wehr setzen kann. Bis sie eines Tages im eleganten Flug über die Kanäle davonzieht eine wunderschöne Miniatur. Manmöchtegradhinfahren Daneben, während er sich immer stärker auf die Stadt einlässt, erscheint sein neuer Roman «Der Mann mit den zwei Augen», worauf der Autor eine Weile lang von den Turbulenzen des Literaturbetriebs erfasst und ziemlich heftig geschüttelt wird. Die geografische Distanz schützt ihn nicht vor Zweifeln an seinem jüngsten literarischen Werk, das zunächst, wie es scheint, kaum wahrgenommen wird. Am Ende, Ironie eines gütigen Schicksals, wird er gar den Eidgenössischen Literaturpreis entgegennehmen können. Spannend an Zschokkes Mail-Diarium ist die vielfältige Brechung: Die an Sensationen überreiche Stadt wird hier im unaufgeregten Prisma der alltäglichen Wahrnehmung gesehen. Dass dieser Alltag nicht frei ist von Tücken, erstaunt nicht. Lange will der Fernsehempfänger nicht funktionieren, die Mücken sind hemmungslos, in den Zeitungen stehen schreckliche Nachrichten. Dennoch: «Es ist, als sei ich in einem Adventskalender gelandet und dürfe darin jeden Tag ein neues Türchen aufmachen», heisst es einmal. Natürlich möchte man gleich hinfahren und greift dann erst einmal zu diesem erfrischenden Buch. l 26.Oktober 2014 NZZ amsonntag 9

10 Belletristik Roman In einer langatmigen Chronik erzählt Nino Haratischwili eine georgische Familiengeschichte HundertJahreSüssigkeit gegen dieunbillderzeit Nino Haratischwili: Das achte Leben (Für Brilka). Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt Seiten, Fr , E-Book VonStefana Sabin Dieser Weg beginnt Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in einer georgischen Stadt mit einem Konditor, dem Ururgrossvater der Erzählerfigur, dessen heisse Schokolade eine berauschende Wirkung entfalten konnte. Ihr Rezept hielt er geheim und gab es erst auf dem Totenbett an seine älteste Tochter, die Urgrossmutter der Erzählerfigur, weiter. In besonders dramatischen Momenten, meistens nachts, wird diese Schokolade im Verlauf des Romans zubereitet: für Leute, die man liebt, um Unglück und Angst zu vertreiben, oder aber für Feinde, um sich diese durch die rauschhafte Betörung gefügig zu machen. Schliesslich wird diese Schokolade zum Kuchen trivialisiert den Lebensunterhalt der Familie in den ersten Jahren des wilden Kapitalismus nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sichern. Heisse Schokolade aus Tiflis Zwischen der ersten heissen Schokolade und dem Schokoladenkuchen liegt eine lange Familiengeschichte. Ehen werden geschlossen, Kinder geboren, Kriege trennen Frauen und Männer voneinander, politische Verhältnisse reissen Geschwister und Freunde auseinander. Es wird gelitten, gekämpft und viel gestorben, und in den Wirren von Bürgerkrieg, Revolution und Totalitarismus werden Versprechen gebrochen und zerplatzen alle Lebenspläne. Tatsächlich gibt es kaum glückliche Momente in diesem Roman, aber viele schreckliche Ereignisse: Nötigungen, Verhöre, Folter, Vergewaltigung, Mord, Exil, Selbstmord, nicht zuletzt verblendete Anpassung. Doch dank dieser Anpassung erlangt Kostja, der Enkel des Konditors, eine hohe Position in der Kommunistischen Partei und hält die ganze Familie wie unter einer schützenden Glocke und will bis zuletzt die veränderte politische Lage nichterkennen. Niza, Kostjas ungeliebte Enkelin, nutzt die politische Lockerung, um in den Westen zu gehen, und bricht die Verbindung zu Heimat und Familie ab. Erst als ihre Nichte sich ihrerseits in den Westen absetzt und bei ihr Zuflucht sucht, entwickelt Niza so etwas wie Heimweh. So erforscht sie die Geschichte ihrer Familie, reist zu den Orten des Geschehens, und in einer weit ausholenden Darstellung verschränkt sie die Lebensläufe, die von der Stadtvilla des georgischen Konditors in Tiflis am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts bis zu ihrer eigenen Um 1910 aufdem Hühnermarkt in Tiflis,wozuBeginn des20. Jahrhunderts der Roman der georgischen Autorin NinoHaratischwili seinen Anfang nimmt. Berliner Studentenbude am Anfang des 21. Jahrhunderts führen. Nizas Darstellung, die sie ihrer Nichte widmet, ist eine gewundene Familiengeschichte und der Roman vonnino Haratischwili intiflis geboren und aufgewachsen und 2003 nach Deutschland emigriert, erhielt Haratischwili 2010 den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis für deutschschreibende Autoren, deren Werk von einem Kulturwechsel geprägt ist. Ihr erster Roman stand 2010 auf der Longlist des deutschen Buchpreises und brachte ihr 2011 den Debütpreis des Buddenbrookhauses Lübeck. Stilistische Unsicherheiten Haratischwili wird zu jenen Autoren gezählt, die der deutschsprachigen Literatur neue Frische verleihen. Tatsächlich lassen Formulierungen wie «sich gegenseitig das Glück leihen» oder «die Haut der Welt wurde rissig» Sprachgefühl erahnen. Aber Ausdrücke wie «paralysierende Schlussfolgerung», «zufriedenstellende Dankbarkeit» oder «niederschmetternde Endgültigkeit», nicht zuletzt die gelegentliche Verwechslung von «als» und «wenn» deuten auf eine nicht nur stilistische Unsicherheithin. Haratischwilis erzählerische Unternehmung, einen thematischen Bogen vom Zarismus über den Stalinismus bis zum Postkommunismus zu schlagen, ist mutig und eine Zumutung zugleich. Der Roman verlässt sich auf historische Daten und Namen als Realismusverstärker, die aber in der Handlung nicht eingebunden sind, und versucht ohne sympathische Figuren auszukommen: Der Konditor,seine Töchter, Enkel, Ur- und Ururenkel gedeihen nie zu glaubhaft empfindenden und handelnden Figuren selbst die Erzählerfigur ist von zu unreflektierter Eitelkeit, als dass sie Zuneigung wecken könnte. Die Handlung ist ereignisreich und bleibt dennoch ohne jede Spannung: Dreizehnhundert Seiten lang dreht sich die Ereignisspirale, ohne je epischen Schwung zu gewinnen. So lässt uns das Geheimnis der heissen Schokolade kalt. Auch strapaziert Haratischwili die Geduld der Leser mit der Sorglosigkeit, mit der sie hier auf die Wirkungvon Adjektiven vertraut und abgegriffene Bilder und Ausdrückebemüht(Liebesbriefewerden geschrieben, aber nicht abgeschickt; ständig «überschlagen sich die Ereignisse»; immer «glänzen die Haare im Licht») und mitder Naivität, mitder sie die Umgangssprache stilmimetisch einsetzt (der inflationäre Gebrauch von adverbialem «einfach» wie in «Ich wollte einfach etwas spüren» oder «Ich wollte dich einfach sehen»). Kurzum, eine gründliche Entschlackung der Handlung wie der Sprache hätte dem Roman gutgetan. GETTYIMAGES 10 NZZam Sonntag 26.Oktober 2014

11 Historischer Roman DasLeben einer Helvetierin im 1. Jahrhundert nach Christus Verliebt,versklavt, gerettet Kurzkritiken Belletristik Werner Rohner:Das Ende der Schonzeit. Roman. Lenos, Basel Seiten, Fr ,E-Book Thomas Meyer:Rechnung über meine Dukaten. Roman. Salis, Zürich Seiten, Fr , E-Book Geneviève Lüscher: Die blaue Katze. Ein Frauenleben in römischer Zeit. Stämpfli, Bern Seiten, Fr VonKathrin Meier-Rust Vonder Kritik belächelt, vom Lesepublikum geliebt, bieten historische Romane meist deutlich mehr Roman als Historie. Geneviève Lüscher, Archäologin, Wissenschaftsjournalistin und langjährige Mitarbeiterin der «NZZ am Sonntag», verbindet in ihrem Romanerstlingbei- des, sorgfältigehistorische Faktentreue mit einer abenteuerlichen Liebesgeschichte,und vermag damit eine nachhaltigere Vorstellung vom Leben im ersten Jahrhundert nach Christus zu erzeugen, als es jede Geschichtsstunde vermöchte. Die junge Helvetierin Mara aus Vindonissa (heute Windisch bei Brugg)verliebt sich in den Reiterhauptmann Marcianus aus Aventicum (heute Avenches). Auch er ist Helvetier,aber mit römischem Bürgerrecht, was eine Verbindung unmöglich macht. Durch die Turbulenzen der Zeit man schreibt das berühmte Jahr 69 n. Chr., in dem sich vier römische Kaiser die Macht streitig machten gerät Mara in die Sklaverei und wird auf den Sklavenmarkt in Rom verschleppt. Dort wird die (schon damals) mehrsprachige Helvetierin als Hauslehrerin in einen reichen griechisch-ägyptischen Haushalt nach Alexandria verkauft. Wie Marcianus sie wiederfindet und wie die beiden, von Kaiser Vespasian persönlich wundersam befreit, indie Heimat zurückfinden, das ist eine durchaus märchenhafte Geschichte, die dem Roman jedoch viel Spannungverleiht. Ohne literarische Ambition, aber vergnüglich, anschaulich und lehrreich vermittelt der Roman ein fundiertes Wissenüber Alltagslebenund Rechtsverhältnisse im römischen Helvetienund überdie vollkommen abhängige Stellung und sexuelle Verfügbarkeit von Frauen und Sklavinnen. Ein sorgfältiger Anhang enthält nicht nur einen historischen Abriss, Sachbegriffe und Ortsnamen, sondern auch ein Personenverzeichnis,das festhält, welche Figuren aus Quellen verbürgt und welche erfunden sind. Warum wir auf dem Buchcover nicht die titelgebende ägyptische Katzenfigur sehen, sondern eine kopflose Frau im Phantasiekostüm: Das bleibt Geheimnis des Verlages. l «Schön und traurig»: So war es mit Mutter, erinnert sich Joris. Der Vater verschwand vor seiner Geburt, die Mutter verkaufte Blumen, und so roch sie: nach Blumen und den Zigaretten, die sie eine nach der anderen anzündete. Früh stirbt sie an Krebs. Dann entdeckt Joris eine Foto seines Vaters und machtsich auf die Suche, die natürlich in einer Enttäuschung endet. Das Debüt des Zürchers Werner Rohner (*1975) hat eine hohe und konstante Flughöhe. Mehr als einmal denkt man bei der Lektüre an Musils «Mann ohne Eigenschaften», und sei es nur wegen dieses längst zum stehenden Ausdruck geronnenen Titels, der so auf Joris passt. Der junge Mann lebt in Warteposition, trotz eines bewegten Lebens, und gefühlsarm. An Mutters Totenbett empfindet er Langeweile. Rohners Ton legt sich einem beim Lesen wie eine kühle Hand auf die Schulter.Man fröstelt und liest begierig weiter. Regula Freuler Eduardvon Keyserling: Dumala. Roman. Manesse, Zürich Seiten, Fr.29.90,E-Book Die Romane Eduard von Keyserlings ( )erzählen voneiner versunkenen Welt: von endlosen Sommern im Baltikum, von Schlössern und Landpartien, vom Nichtstun. «Dumala» aber, 1906 erstmals bei S. Fischer erschienen und hier mit einem Nachwort von Philipp Haibach neu veröffentlicht, ist Keyserlings Winterbuch. Nebel und Frost verhüllen die Welt, in welcher der Pastor von Dumala sich aus seinem Beruf und seiner Ehe hinweg sehnt: Er verzehrt sich in heimlicher Liebe nach der Baronin Karola. Auch sie ist unglücklich, weil ihr Leben aus der Pflege ihres bettlägerigen Gatten besteht. Als dritte Hauptfigur tritt der sorglose Baronvon Rast auf den Plan. Nun kommt es zu einem Liebes- und Eifersuchtsdrama, gar einem Mordanschlag. Keyserling erzählt die Geschichte wunderbar altmodisch, unaufgeregt und anschaulich. ManfredPapst 46 Wochen auf der Bestsellerliste! 10. Auflage! Mit diesen Angaben auf der Website freut sich der Salis-Verlag über den Glückstreffer, den er 2012 mit Thomas Meyers (*1974) Romandebüt «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» landete. Das Buch handelt von einem jungen Mann aus jüdisch-orthodoxem Elternhaus, und der Autortreibt darin seinen Spass mitjiddischer Sprache. Man dachte schon damals, dass 20 Seiten reichten, bis jeder genug gelacht hatte. Jetzt legt der Zürcher Autor ein Buch nach vergleichbarem Muster vor, nur dass «Rechnung über meine Dukaten» im 18. Jahrhundert spielt und die Sprache diesmal angestaubt klingt mit ihren «Capiteln» und dem «Coffee». Die Geschichte: König Friedrich Wilhelm I. sammelt Grosswüchsige. Auch diesmal haben wir sehr bald begriffen und rufen: Es genüget! Verschonet uns! Regula Freuler Hanns Zischler:Das Mädchen mit den Orangenpapieren. Galiani, Berlin Seiten, Fr , E-Book Fr Hanns Zischler ist uns seit Jahren lieb und vertraut: als Schauspieler, Fotograf, Publizist. Seine Bücher sind uns in bester Erinnerung: die Forschungsarbeit«Kafka geht ins Kino» (1996) etwa, aber auch der nachdenkliche Band «Berlin ist zu gross für Berlin» (2013). Nun legt Zischler seinen ersten literarischen Text vor: eine kleine Kostbarkeit. Er erzählt von einem Mädchen namens Elsa. Mitte der 1950er Jahre ist es aus dem heimatlichen Dresden mit seinem Vater nach Bayern gekommen. Dort fühlt es sich zunächst fremd. Doch es gewinnt auch Freunde nicht zuletzt eine Obsthändlerin, die Orangenpapiere aus so exotischen Gegenden wie Sizilien für sie aufbewahrt. Diese knisternden Papierchen erschliessen dem Mädchen eine neue Welt. Zischlers elegante kleine Erzählung überzeugt durch ihre Exaktheitund subtile Einbildungskraft. ManfredPapst 26.Oktober 2014 NZZ amsonntag 11

12 Interview Der britische Historiker Peter Heather zählt zuden bedeutendsten Kennern der Spätantike und des Frühmittelalters.Inseinem neuenbuch beleuchteterdasspannungsverhältnis zwischen Kaiser und Papst, bei dem die Kirche die Definitionsmacht inne hatte. Interview:Manfred Papst «DerCEOinRomist meistenspleite» Bücher am Sonntag: Mr. Heather, Studienzur Verwandlung der spätantiken in die mittelalterliche Welt gibt es viele. Washat Sie bewogen,ein weiteresbuchzudiesem Thema zuschreiben? PeterHeather: Viele der Werke, auf die Sie anspielen, sind kulturgeschichtlich ausgerichtet. Mir geht es dagegen stärker um die soziale und politische Geschichte. Und da handelt es sich nicht um «Verwandlung», sondern um harte, auch kriegerische Auseinandersetzungen. Konnten Sie auchbisherunbekanntequellen verarbeiten? Nein. Es gibt zwar einige neue archäologische Funde. Aber die schriftlichen Quellen sind im Wesentlichen bekannt. Mir gingesum eine Synthese und um die Verbindung von Analyse und Erzählung. Auch für Vertreter der politischen Historiografie gilt, dass Klio eine Muse ist. Wer über den Untergang des Römischen Reiches schreibt, muss sich mit erzählerischen Genies wie dem Historiker Edward Gibbon messen. Und das habensie nicht gescheut? In der französischen und angelsächsischen Welt gibt es eine Tradition der wissenschaftlich exakten und trotzdem auf eine breitere Leserschaft ausgerichteten Geschichtsschreibung, während die Sparten in Deutschland stärker getrenntsind. Zudem haben wir auf der Insel wohl die besseren Arbeitsbedingungen. Wir können uns der Forschung und Lehrewidmen, während die bedauernswerten deutschen Kollegen ständig Rapporteund Anträgefür Drittmittel schreiben müssen. PeterHeather Der britische Historiker Peter Heather wurde 1960 in Nordirland geboren. Er studierte am New College der Universität Oxford und lehrte am University College in London sowie in Yale und Oxford, bevor er 2008 Professor für mittelalterliche Geschichte am King s College in London wurde.erhat sich eingehend mit der Spätantike und dem Frühmittelalter beschäftigt,namentlich mit dem Untergang des Römischen Reiches, dem er 2005 eine gewichtige Gesamtdarstellung widmete. Sein jüngstes Werk ist soeben unter dem Titel«Die Wiedergeburt Roms. Päpste, Herrscher und die Welt des Mittelalters» erschienen (Klett-Cotta, Stuttgart 2014.Aus dem Englischen von Heike Schlatterer und Hans Freundl. 544 Seiten, Fr ). 12 NZZam Sonntag 26.Oktober 2014 Wiesind Sie zu Ihrem Fachgebiet gekommen? Das Aufregendste, was ich als Studienanfänger las, war Fernand Braudels Einführung zu seinem Mittelmeer-Werk. Von da ausgehend, hat mich immer die Frage beschäftigt, wie kleine individuelle Lebensläufe zu langzeitlichen historischen Veränderungen beitragen können. Deshalb bin ich wohl dazu gekommen, dicke Bücher über lange Zeiträume zu schreiben. Und dazu musste ich mich natürlich auch mit Statistik, Makro-und Mikroökonomie befassen. WorumgehtesinIhrem neuenbuch? Um die Wiedergeburt des Römischen Reiches. Es gab mindestens drei sehr ernsthafte Versuche, das weströmische Reich nach seinem Untergang im Jahr 476 neu zu errichten: diejenigen des Ostgotenkönigs Theoderich, des byzantinischen Kaisers Justinian und des Frankenkönigs Karl des Grossen, dem Papst Leo III. am Weihnachtstag des Jahres 800 in Rom die Kaiserwürdeverlieh. DieseRestitutionsversuche stellten sich ganz in die römische Tradition. Ihre Entstehung ist so faszinierend wie ihr Misslingennach relativkurzer Zeit. WiemeinenSie das? Was die Gründer errichteten, konnten ihre Nachfolger nicht erhalten. Das Römische Reich bestand sehr lange. 500 Jahre! Das ist der Zeitraum, der uns Heutige vom Jahr 1514 trennt. Und es war riesig. Es reichte geografisch gesehen von Portugal bis zum Irak und von Schottland bis Ägypten. Ich habe mich gefragt, wie diese enorme Stabilität zustande kommen konnte. Und meine nächste Frage war, warum sie im Mittelalter nichtmehr erreichtwurde. Zu welchem Schluss sind Sie gekommen? Die römische Politik der späten Kaiserzeit liess es zu, dass «barbarische» Gruppen eigenständige Militärverbände bildeten. Diese schwächten die bisherige Herrschaft. Die Ränder wirkten destabilisierend auf das Zentrum ein. Das Stammland verlor Gebiete und damit Steuereinkünfte. West-und Ostgoten, Vandalen und Franken wollten ihre Macht ausweiten. Deshalb zerfielen Theoderichs, Justinians und letztlich Karls Reich bald wieder. Können Sie das noch verdeutlichen? Das Reich Karls des Grossen funktionierte nicht wie das Römische Reich über Bodensteuern, ein Berufsheer und eine Klientel mit Privilegien zur Ausbeutungder Bauern. Es war ein Personenverband von Landeigentümern, die sich militärisch engagierten. Das war der entscheidende Wandel vom Römischen Reich zum frühen Mittelalter: die Militarisierung der Landbesitzer. Im Römischen Reich trug die Elite Toga, lernte Grammatik, studierte Vergil. Sie kämpfte nicht. Sie liess kämpfen. Und dann kommt dieser Frankenkönig und erklärt das alles für Unfug! Wievollzog sichder Wandel? Er ging schnell vonstatten. Bis dahin gaben die Eltern viel Geld aus für die Erziehung ihrer Kinder. Weil sie dachten, dass es sich auszahlen würde. So hat die römische Elite über eine lange Zeit funktioniert. Die vermittelte Bildung musste kaum einen praktischen Zweck haben. Aber sie definierte die Oberschicht und öffnete den «Am meistenüberrascht hat mich die Rolle des Papsttums. Das Oberhaupt der Christen regiert über ein komplexes Systemvon Klerikern,erkann sie heuern und feuern.» Weg zu Karrieren in der Verwaltung. Das alles ändert sich drastisch, als die Franken die Macht übernehmen. Man fällt nun lieber Bäume, als Latein zu lernen. Die lokale Elite wird militarisiert. Ein radikaler Strukturwandel! Handelt es sich dabei um ein einmaliges Phänomeninder Geschichte? Aber nein! Die damalige Destabilisierung der Gesellschaft durch die Militarisierung widerstreitender Gruppen kann man durchaus mit dem vergleichen, was in den letzten Monaten in der Ukraine passiert ist. Was hat Sie am meisten überrascht, als Sie Ihr neuesbuchschrieben? Die Rolle des Papsttums. Warumfunktioniert es über acht oder neun Jahrhunderte hinweg? Und wie? Es basiert auf römischen Strukturen. Das Oberhaupt der katholischen Christenheit regiert über ein komplexes System von Klerikern. Er kann sie heuern und feuern. Er schreibt die Gesetze, er definiert den Kanon. Die Anleitungen zum richtigen Verhalten für Priester und Laien.

13 «WirerforschendieGeschichtemit denmethodenvonsherlock Holmes»,sagtPeterHeather,hier inseinem BüroamKing s College inlondon(13.oktober2014). 26.Oktober 2014 NZZ amsonntag 13 KALPESHLATHIGRA

14 <wm>10cfxkiq7dqaxe0rn5ntneb-mavmfrqvw-jaro_vhasol_0du2iozfj_x5xl9foidjgloqcrs8etf7w5kfpat2o9irooppg5jd4fnrdgnu_fxpwumhnftxaycsdmhyaaaa</wm> <wm>10cfxkiq6amawf0bn16w-7jljj5gic4gcimvsrag7x3fvxriu_s9-ovieyrzkiocjreimmibaybzkbqdbshkuftorfj0a4so73edcshxasi7ur3sp9xg82zwshcgaaaa==</wm> <wm>10cfxkoq4cmrre0s96zcy8tkupjos2kwi-hqd5f8wcq9xcc_z9uudxbtse230sqa5jtzfp4alejodk93mwc6xxkq1q488hofoi19ceeeyliqyrxqcu7-fra2aiqv9yaaaa</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tuymjizsgaakstyvg8aaaa=</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tuymjiztaqaxehy4g8aaaa=</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tuymjizsgaakstyvg8aaaa=</wm> Interview Dann tritt Karlder Grosse auf den Plan. Wie verhielt er sichgegenüber der Kirche? Er gibt gegenüber dem Papsttum nur noch Lippenbekenntnisse ab. Das Allerletzte, was Papst Leo III. tun wollte, war, Karl den Grossen zum Kaiser zu krönen. Er wollte ihn loswerden. Aber er hatteschon genug Probleme im Osten, er wollte nicht noch weitere imwesten. So kam es zu einem höchst unheiligen Handel. Zwei Tage vor der Krönung sah noch alles ganz anders aus. Aber Karl der Grosse machte dem Papst ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte. Eswar ein Krimi und eine höchst faule Geschichte. Und Karl nahm Besitz vonder Christenheit, sobald er seinen Titel hatte. Wieschafft erdas? Karl der Grosse versucht, sein Reich zu christianisieren. Aber er scheitert. Was ihm aber gelingt, ist, dass er eine Kirchenkultur institutionalisiert. Er reformiert die Klöster. Er etabliert eine Hierarchie von Erzbischöfen und Bischöfen, er definiert einen Kanon für die Bibliotheken. Diese seine Idee überlebt sogar den Zusammenbruch seines Reiches. Und washat das zurfolge? In den Jahren zwischen 800 und 1000 wird das Netz der christlichen Kultur in Westeuropa dichter und dichter. Der Aufstieg des Papsttums hängt mit der Loslösung der kirchlichen Macht von ihren ursprünglichen Einflussgebieten zusammen. Natürlich gibt es noch so einen weltlichen Herrscher. Aber er regiert ja nur über Deutschland und Italien. Die Christenheit ist «Die meistenepidemien im Mittelalter haben höchstens sieben bis zehn Prozentder Bevölkerungumgebracht, und diese hat sich sehr schnell wieder reproduziert.» weit grösser. Westfranken stand nicht unter kaiserlicher Kontrolle. Polen und Böhmen waren christlich geworden. Auch grosse Teile Spaniens. Entscheidend ist: Es gab keinen Kaiser mehr, der die Autorität gehabt hätte, die europäische Christenheitzukoordinieren. Aber dann kam es offenbar doch zu einer neuen Stabilisierung der Verhältnisse. Was die theoretische Autorität am Ende in eine praktische verwandelte, war das Gesetz. Die Menschen des Mittelalters entdeckten das St.Petrusüberreicht Karl demgrossen (rechts) die Fahne vonrom. Mosaik im Lateran, Rom(9.Jahrhundert). römische Recht wieder. Der Prozess ging von den juristischen Schulen Norditaliens aus. Bis dahin hatte die Kirche ihre eigenen Gesetze geschrieben. Um 1050 wird das traditionelle Kirchenrecht reformiert und in eine kohärente Gesetzgebung transformiert. Bis dahin hatte ein heilloses Durcheinander geherrscht. Konzile, Hirtenbriefe, was noch alles. Jetzt definieren die Juristen das Papsttum als Quelle aller Autorität. Es gibt im Europa von 1100 keine weltliche Macht mehr,die sich mitdem Papsttum vergleichen liesse. Wie beurteilen Sie das Papsttum in wirtschaftlicher Hinsicht? Die Könige sind in der Regel reicher als die geistlichen Herrscher. Der CEO in Rom ist meistens pleite. Auch wenn er St. Peter neu erbauen lässt. Aufgrund seiner notorischen Geldnot ist er von den Zuwendungen abhängig, die Könige ihm über die Bischöfegeben. Diese sind Schlüsselfiguren. Im britischen Reich haben sie ein Fünftel der Ländereien kontrolliert. Folglich wurde auch ein Fünftel der militärischen Kräfte in ihrem Namen rekrutiert. Da ging es um ein komplexes«quid proquo». Das Papsttum spielte eine Art Monopoly.Das höchstegut war die Definitionsmacht über Rituale und Zeremonien. Was unterscheidet Ihre Art von Geschichtsschreibung von jener Ihrer illustren Vorgänger im 19.Jahrhundert? Wir wissen heute sehr viel mehr über die mittelalterliche Ökonomie als frühere Forschergenerationen. Auch die Migrationsforschung hat grosse Fortschritte gemacht. Und wir haben neue Methoden, die zu neuen Einschätzungen führen, beispielsweise über die als «Schwarzer Tod» bekannte Pestepidemie. Nach meinem Wissensstand haben die meisten Epidemien im Mittelalter höchstens sieben bis zehn Prozent der Bevölkerung umgebracht, und diese hatsich sehr schnell wieder reproduziert. Erst wenn eine Epidemie 35 bis 40 Prozent der Bevölkerung das Leben kostet, kommt eszusignifikanten gesellschaftlichen Veränderungen. Zurück zu Ihnen: Wie sieht Ihr Alltag aus? Mein Leben teilt sich in Forschen, Schreiben und Unterrichten. Ich hatte aber immer auch Zeit für meine Familie. Ich lehre sehr gern. Ich kann immer die Dinge unterrichten, die ich gerade erforsche. Das King s College ist der ideale Ort für mich. Es gibt da eine starketradition für mittelalterliche Geschichte. Die Studenten sind höchst motiviert. Mit ihnen versuche ich, komplexe Prozesse verständlich zu machen. Wir erforschen die Geschichte mit den Methoden von Sherlock Holmes und Miss Marple. Indizien, aber auch Intuition. Ich würde keine Stelle haben wollen, in der ich nicht unterrichten könnte. Obwohl mich das viele Korrigieren manchmal fast umbringt. Hatten Sie einen Lehrer, der entscheidenden Einfluss aufsie ausübte? O ja! Das war James Howard Johnson. Ein typischer Oxbridge-Gelehrter,mittlerweileemeritiert. Er hatkaum etwas publiziert, war aber eine charismatische Person. Er hat mich vollkommen in seinen Bann geschlagen. Sein Grossvater war Douglas Haig, der britische Befehlshaber im Ersten Weltkrieg, sein Vater war der führende U-Boot-Experte im Zweiten Weltkrieg. Sein Stiefvater war der Hitler-Biograf Hugh Trevor- Roper.Keine alltägliche Kombination! Und wieso sind Sie gerade der Spätantike und dem Mittelalter verfallen? Ruinen haben mich schon immer fasziniert. Ich erinnere mich da an die ersten Reisen, die ich als Halbwüchsiger unternahm. Meine Eltern stammen aus Australien. Sie kamen nach England, bevor ich geboren wurde. Danach wollten sie nie mehr reisen. Als Familie machtenwirkeinerlei Ferien ausserhalb der Britischen Inseln. Das erste Mal nach Griechenland kam ich als Sechzehnjähriger mit einer vonder Schule organisierten Reise. Es war Februar.Es war warm, an den Zweigen hingen Orangen und Zitronen, der Himmel war blau, und ich dachte: Das ist es! Diese Welt will ich erforschen! l antiquarische Bücher buecher-brocky.ch Zürich Basel Bederstrasse 4 Güterstrasse 137 Bern Länggassstrasse 46 Luzern Aarau Ruopigenstrasse 18 Freihofweg 2 Kunst Sport Hobby Kinder Politik Reisen Helvetika Literatur Kochen u.v.m. 14 NZZam Sonntag 26.Oktober 2014

15 Kolumne CharlesLewinskysZitatenlese Kurzkritiken Sachbuch LUKASMAEDER Der AutorCharles Lewinsky arbeitet in denverschiedensten Sparten. Sein neuesterroman «Kastelau»ist im Verlag Nagel& Kimche erschienen. Ein Buch wegzuwerfen, nachdem man es gelesen hat, ist, wie wennman eine Person nicht wiedersehenwill, mit derman gerade einsexuellesverhältnis gehabt hat. Wenn das passiert, hat essich nur um einkörperliches Bedürfnis gehandelt, nicht um Liebe. Umberto Eco Nein, es liegt nicht an dir. Wirklich nicht. Es tut mir leid, wenn du dich jetzt verletzt fühlst, aber Es war schön. Doch, doch, natürlich war es schön. Besonders am Anfang. Als noch alles so geheimnisvoll war und ich nichtwusste, wieesweitergehen würde. Leider wussteich das dann schon sehr bald. Und es ist ja auch so gekommen. Dann wird es halt Routine. Nein, es sind nichtdie Äusserlichkeiten. Es stört mich nicht, dass deine Kapitel alle so angeschwollen sind. Wirklich nicht. Und an unnötigen Beschreibungenleiden viele andere Bücher auch. An Adjektivgeschwulsten. Mach dir da keine Vorwürfe. Diese idealgestylten Models aus den Kritikspalten der FAZ wer weiss, was die alles von ihren Lektoren haben machen lassen. Du bist nicht zu dick. Ehrlich. Ausserdem, ich mag dicke Bücher. Gerade erst habe ich zum dritten Mal die «Buddenbrooks» Jetzt mach nichtsoein Theater. Das ist eine alte Liebe. Wir kennen uns schon ewig. Da ist es doch nur natürlich, dass man sich ab und zu wieder trifft. Das ist doch etwas ganz anderes, als das, was uns beide Ichbin fremdgegangen. Okay. Ich gebe es zu. Ich habe nie behauptet, dass ich ein perfekter Liebhaber bin. Während wir noch unser Verhältnis hatten, habe ich diesen Krimi getroffen. An einem Kiosk am Flughafen. Als ich für zwei Tage verreisen musste. Aber das war nichts. Nichts Ernstes. Ein One- Night-Stand. Ohne jede Bedeutung. Das kannst du nichtmit dem vergleichen, was wir beide Jetzt mach mir doch keine Szene. Na schön, ich habe dich auf dem Nachttisch liegen lassen. Habe vergessen, dich einzupacken. Ich kann ja verstehen, dass dich das verletzt hat, aber es war doch keine Absicht. Also gut, es war Absicht. Du hast mich gelangweilt, verstehst du? Gelangweilt! Ich habe dich nur aus reinem Pflichtbewusstsein zu Ende gelesen. Und dabei an andere gedacht. An Spannendere. Nein, sie müssen nicht mal jünger sein. Das Alter hatdamit überhaupt nichts zu tun. Die «Buddenbrooks» zum Beispiel... Ichwollte nicht, dass es so aufhört. Wirklich nicht. Aber du musst auch das Positive sehen: Im Antiquariatwirst du eine MengeSchicksalsgenossen treffen. Dort könntihr euch dann schön unterhalten und gemeinsam über eure treulosen Leser klagen. PeterM.Schulthess: Damalsin«Lenzburg». Alltag in der Strafanstalt Themaverlag, Basel S., Fr Jahre Freiheit hat die «Strafi» Lenzburg insgesamt entzogen, Gefangene sind dort eingesessen. Der Basler Autor Peter M. Schulthess zeichnet die 150-jährige Geschichte der Aargauer «Fünfstern»-Anstalt nach, das Wirken ihrer bloss sieben Direktoren, den Alltag der Gefangenen. Lenzburg gilt im Schweizer Strafvollzug als fortschrittlich, führte es doch als erstes das Pekulium(Taschengeld für Arbeit) ein. Auch die dunkleren Seiten werden angesprochen: die Ausbruchswerkzeuge, die pinkfarbene Arrestzelle, Alkoholismus, Drogensucht und der Ausländeranteil, der heute über 70 Prozent beträgt. So wich die «Gemütlichkeit» der 1970er- bis 1990er Jahreseit 2000 einer strengeren Sachlichkeit: «Aus Wohnzimmern wurden wieder Zellen». Das schön bebilderte und engagiert geschriebene Buch führt bis in die Gegenwart, wo am Freitagabend «Fuhrmannsalat» mit Tee auf dem Menüplan steht. Urs Rauber Eric Chaline: 50 Tiere, die unsere Welt veränderten. Haupt, Bern Seiten, Fr Die Beziehung des Menschen zum Tier ist so alt wie der Mensch selbst. Ohne Tiere, welche die elementarsten Bedürfnisse des Menschen nach Nahrung und Kleidungbefriedigt haben, hätteeswohl keine Entwicklung, keine Zivilisation gegeben. Die wechselseitigebeziehunghat sich aber im Lauf der Jahrtausende verändert. Das hübsche und reich illustrierte Buch von Eric Chaline lässt 50 Tiere Revue passieren, die auf irgendeine Art Einfluss auf die Menschheit genommen haben. Ist das bei den Haustieren wie Hund und Schwein noch offensichtlich, ist der Nutzen des Regenwurms erklärungsbedürftig. Nicht immer hat der Mensch die Tierwelt im Griff: Malariamücken oder Rattenflöhe können Pandemien auslösen. Andere Arten wiederum haben als Symboltierehauptsächlich kulturelle Bedeutung, so der Skarabäus, der Adler und der Löwe. Geneviève Lüscher Paul Bloom: Jedes Kind kennt Gut und Böse. Wie das Gewissen entsteht. Pattloch, München Seiten, Fr «Just Babies» heisst das Buch des Entwicklungspsychologen Paul Bloom von der Yale University im Original. Tatsächlich handelt es von Babies: davon, wie man erforscht, was in ihren Köpfchen vorgeht (nämlich indem man ihre Blickzeit misst), und was es heisst, wenn sie offensichtlich schon mitwenigen Monaten verstehen, wer ein «guter Helfer» ist und wer nicht. Doch es geht um viel mehr als Babies. Laut Sigmund Freud kommt der Mensch als moralisch unbeschriebenes Blatt zurwelt. Die neuen Erkenntnisse der Neurowissenschaft, die Bloom präsentiert, scheinen eher Adam Smith und Thomas Jefferson recht zu geben, für die der Mensch vonnatur aus mit einem Sinn für Gut und Böse ausgestattet ist. Dass dieser Sinn dann der Kultur und Erziehung bedarf, dass moralisches Empfinden hochgradig historisch bedingt ist auch dies legt Bloom ebenso verständlich wie unterhaltend dar. KathrinMeier-Rust Philippe Wampfler:Generation «Social Media». Vandenhoeck &Ruprecht, Göttingen Seiten, Fr Philippe Wampfler ist Deutsch- und Medienkundelehrer an der Kantonsschule Wettingen (AG) sowie aktiver Blogger und Twitterer. Sein Ratgeber geht der Frage nach, wiedie digitale Kommunikation das Leben, Lernen und die Beziehungen von Jugendlichen verändert. Das im Wissenschaftsjargonverfasste Buch kritisiert die Verteufelung der Internet-Nutzung durch «die Erwachsenen», ergreift zuverlässig Partei für «die Jugendlichen» und warnt vor voreiligen Schlüssen aus unterschiedlichen Studien. Das alles ist einleuchtend, doch was genau will uns der Autor an neuen Erkenntnissen vermitteln ausser etwa der in Social-Media- Kreisen verbreitetenangst, etwaszuverpassen?sopointiertund streitbar Wampfler sich in seinen 140 Zeichen-Tweets mitteilt, so vage und trocken kommt sein mit vielen Einschränkungen und Relativierungenversehenes Buch daher. Urs Rauber 26.Oktober 2014 NZZ amsonntag 15

16 Sachbuch Geschichte Zum 200.Geburtstag Otto von Bismarcks am1.april 2015 beleuchten vier Bücher das politische Wirkenund das private Leben des Gründers des Deutschen Reiches Der«Eiserne Kanzler» rostetnicht ErnstEngelberg: Bismarck. Sturm über Europa. Herausgegeben und bearbeitet vonachim Engelberg. Siedler, München Seiten, Fr , E-Book EberhardKolb: Ottovon Bismarck. Eine Biografie. C. H. Beck, München Seiten, Fr Waltraut Engelberg: Das private Leben der Bismarcks. Pantheon, München Seiten, Fr , E-Book Gabriele Hoffmann: Otto von Bismarck und Johanna von Puttkamer. Geschichte einer grossen Liebe. Insel, Berlin Seiten, Fr VonVictor Mauer «Der Titan rostet nicht», titelte das ehemalige Zentralorgan der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands 1998 etwas spöttisch zum hundertsten Todestag Otto von Bismarcks ( ). Noch in den Tagenihres Siechtums hattedie DDR ihren Frieden mit dem einst als «Dämon Otto von Bismarck Otto von Bismarck ( )war von 1871 bis 1890 der erste Reichskanzler des Deutschen Reiches, dessen Gründung er massgeblich vorangetrieben hatte. Geboren als Spross einer sächsischen Junkerfamilie,studierte Bismarck Jurisprudenz und verwaltete familiäre Güter.1845 stieg er in die Politik ein und wurde 1862 Ministerpräsident von Preussen bis 1890.Er vertratkonservativeinteressen, verstand es aber,das Kaiserreich aussenpolitisch als europäische Grossmacht zu positionieren und innenpolitisch eine Revolution von oben durchzusetzen. Er gilt als die herausragende Gestalt der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts. Aus seiner Ehe mit Johanna von Puttkamer ( )entsprangen drei Kinder. 16 NZZam Sonntag 26.Oktober 2014 der Deutschen» (Johannes Willms) verteufelten Reichsgründer geschlossen. Umstritten ist der «Eiserne Kanzler» aber bis heute, auch wenn die politische Instrumentalisierung längst der Vergangenheit angehört und die schrillen Töne der sechziger und siebziger Jahre differenzierteren Urteilen gewichen sind. Dafür stehen zwei Biografien mit einem ganz unterschiedlichen Wissenschaftsverständnis, die die Welle der Publikationen zum Jubiläumsjahr 2015 gleichsam anschieben. Beide sind nicht grundlegend neu. Ernst Engelberg, der 2010 verstorbene Nestor der DDR-Geschichtswissenschaft, legte 1985 und 1990 eine zweibändige Bismarck-Biografie vor. Eberhard Kolb, emeritierter Professor für Geschichte an der Universität zu Köln, veröffentlichte 2009 eine Bismarck-Skizze. Was 1985 noch als Akt intellektueller Emanzipation vom marxistischen Dogmatismus gefeiert wurde, mutierte nach 1990 zu einem Klassiker unter den Bismarck-Darstellungen neben Otto Pflanzes dreibändigem Werk und Lothar Galls Untersuchung, die an gedanklicher Intensität und analytischer Synthese bis heute unübertroffen bleibt. Deshalb ist es zu begrüssen, dass das vergriffene Opus Engelbergs nun in einer gekürzten Fassung vorliegt. Bis auf das gestrichene Kapitel zur väter- und mütterlichen Familiengeschichte hat der Herausgeber Engelbergs Sohn Achim die inhaltliche Struktur beibehalten. Und so liest man die Betrachtungen über Bismarcks Kindheit, seine Jugend-, Studien- und die vonorientierungslosigkeit geprägten frühen Erwachsenen-Jahre, sein soziales und gesellschaftliches Umfeld, den Pietistenkreis in Pommern und die ersten politischen Gehversuche als reaktionärer Scharfmacher im Kampf gegen die Revolution von 1848 unverändert mit Gewinn. Engelbergs Sympathie gehört dem aussenpolitischen Strategen. Den langen Weg zur Reichsgründung interpretiert er, dialektisch und materialistisch zugleich, als bedeutenden historischen Fortschritt,weil sich «die kapitalistische Gesellschaft jetzt ungehemmt von Kleinstaaterei» habe entwickeln können. Der Begriff von der «modernen bonapartistischen Diktatur» ist indes ebenso problematisch wie der den Einheitsbemühungen unterstellte teleologische Zug, weil er Gefahr läuft, nicht hinreichend zwischen Gewolltem und Gewordenem, zwischen Handlungsspielräumen und Handlungszwängen zu unterscheiden. Das ändert sich erst mit der als Friedenspolitik präsentierten aussenpolitischen Analyse der Jahre 1871 bis Grosse Linien gezeichnet Beeindruckt vom aussenpolitischen Strategen, fällt das Fazit zu Bismarcks Innenpolitik negativ aus: kritisch distanziert zum Kampf gegen den politischen Katholizismus, desolat zur rücksichtslosen Bekämpfung der Sozialdemokratie, um nur zwei Beispiele zu nennen. Insgesamtbleibt Engelbergs nunmehr komprimiert vorliegende Bismarck-Biografie eine rundum lohnende Lektüre. Auch wenn der Anspruch ein ganz anderer ist, gilt das für Kolbs Text in besonderer Weise. Denn wer das Leben Bismarcks auf gerade einmal 180 Seiten darstellen will, muss sich zwangsläufig auf die grossen Linien konzentrieren. Gerade das aber machtden Reiz aus. Gut strukturiert, nah an den Quellen, versehen mit aussagekräftigen Zitaten, auf dem neuesten Stand der Forschung, differenziert in der Argumentation und dennoch klar positioniert, ist das elegant geschriebene Bändchen des Mitherausgebers der Neuen Friedrichsruher Ausgabe von Bismarcks Gesammelten Schriften mehr als nur eine Einführung in den Untersuchungsgegenstand. An Bismarcks strategischen Zielen lässt Kolb

17 <wm>10cfxkqw4dmqxe0s9yndmbj3ynq2wrbvv5sfxc_0d9ser3snmc5q2_r_t5329foltjjkhy9ky5iqk2frqsibbfkcu96h_ewbwbtvu1hjteokzxawn29no830djjujyaaaa</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tuymrqwmwiab4xgig8aaaa=</wm> keinen Zweifel, betont aber auch die Flexibilität bei der Umsetzung. Von einem Aktionsplan, von einem Zwang zur Flucht nach vorn auf dem Weg zur Reichsgründungkönne deshalb nichtdie Rede sein. Überzeugend verwirft er zudem die These vom Primat der Innenpolitik in Bismarcks Aussenpolitik. Den Begriff des Sonderwegs, der von 1862 nahtlos in die Katastrophe geführt habe, sucht man bei Kolb ebenso vergeblich wie die Vorstellung, wonach diedemeuropäischenmächtesystem in innerer und äusserer Überanstrengung abgerungene Grossmacht gar nicht imstande gewesen sei zu überdauern. Die Hybris des «schwadronierenden Ikarus auf dem Hohenzollernthron» (Klaus Hildebrand) und seines Umfelds, die sich endgültig ab 1898, acht Jahre nach Bismarcks Entlassung, Bahn brach, machte den Niedergang indes wahrscheinlich. Nur war Bismarck nicht der Zauberlehrling. BismarcksEhefrau Kolbs Bismarck-Monografie ist nicht nur ein Plädoyer für eine konsequente Historisierung des Reichsgründers. Sie leistet auch selbst einen wichtigen Beitrag dazu nicht zuletzt mit kritischen Anmerkungenzuden Ergebnissen und bisweilen brutalen Methoden seines innenpolitischen Handelns. Unter den kleinen Bismarck-Biografien ist jene vonkolb die beste. Alles inallem bleiben Engelbergs und Kolbs Werke politische Lebensgeschichten. Je mehr das Politischeinden Vordergrund rückt, umso weniger erfahrenwir über dasprivate.zwei Neuerscheinungen füllen diese Lücke, wobei das Buch der Germanistin Waltraut Engelberg im Wesentlichen eine Neuauflage einer auf das Jahr 1998 zurückgehendenstudie ist. Unterweitgehender Ausblendung des politischen Kontextes erfahren wir allerlei über Bismarcks Landsitze,über Erziehung, Studium, Freunde und Vermutlich hätteder Titan dieroteschärpe nichtgeschätzt: 34 Meterhohe Granitstatue Otto vonbismarcks in Hamburg. ( ). DDP gescheiterte Liebschaften, über seine Vorliebe für das Ländliche und die Jagd, über Ess- und Trinkgewohnheiten und nichtzuletzt über die engere Familie. Johanna von Puttkamer erscheint dabei stets in ihrer Funktion als Ehefrau, weniger als eigenständige Persönlichkeit. Engelberg folgt den gängigen Beschreibungen: Weder schön noch elegant, nicht geistreich, eher provinziell, dafür treu, warmherzig und fürsorglich verzehrte sich die Gutsherrentochter aus Reinfeld ängstlich und selbstquälerisch in ihrem Eifer für die Familie, während sie als Gattin des in immer höhere Ämter aufsteigenden Politikers überfordert war. Wer die unterschiedlichen Erzählstränge der als Doppelbiografie bezeichneten Studie der Historikerin und Journalistin Gabriele Hoffmann zusammenführt, erhält, primär gestützt auf Briefe, Tagebücher und Memoiren, ein differenzierteres Bild: das einer Frau, die zwar, ihrer pietistischen Erziehung und den Gepflogenheiten ihrer Zeit folgend, dem Wohl ihres Gatten alles unterordnete und im Kern unpolitisch blieb, die aber in den 47 Jahren ihrer Ehe mit ihren Aufgaben wuchs. Nicht nur führte sie das Hauswesen straff und erfolgreich. Puttkamer übernahm auch sämtliche gesellschaftliche Pflichten: selbstbewusst, schlagfertig, mit eigenem Urteilsvermögen und einer gesunden Distanz zu Hof und Salon, zu gängigen Intrigen und zum Klatsch der Gesellschaft und ohne dass das diplomatisch-politische Parkett je ihre Welt geworden wäre. Auch wenn sie sich bisweilen im unbedeutenden Detail verliert, erzählt Hoffmann diese Geschichte, die auch, aber nicht nur die Geschichte einer langen Ehe mit Höhen und Tiefen ist, lebendig und facettenreich, durchwegs im Präsens und mit einem untrüglichen Gespür für das Atmosphärische und das Spezifische einer längst vergangenen Zeit. Dass der Titan gleichwohl nichtrostet, machen die ersten Neuerscheinungenim Vorfeld des Bismarck schen Jubiläumsjahres auf ihre jeweils ganz eigene Art deutlich. l Internationales LiteraturFestival November Oktober 2014 NZZ amsonntag 17

18 <wm>10cfxkkw7dqawfwbn55effemmyhuubufisqrj3r23daobnvpc3vq3bcw1ngwfggqlm5cob9cgmad2jocxlfxaah3kghp8yi5r1_g9xkuqeiiu0z7dsn9f7c6lpykzyaaaa</wm> <wm>10casnsjy0mdqx0tu2mzi2mquahczmjq8aaaa=</wm> Sachbuch Künstliche Intelligenz Zwei amerikanische Bücher sagen einen grossen Sprung der Informationstechnologie voraus DigitaleRevolution frisstihrekinder Erik Brynjolfsson, Andrew McAfee: The Second Machine Age. Plassen, Kulmbach Seiten, Fr , E-Book 25.. Nick Bostrom: Superintelligenz. Szenarien einer kommenden Revolution. Suhrkamp, Berlin 2014 (erscheint 8.11.). 480Seiten, Fr VonMichaelHolmes Alle Daten zeigen eine dramatische Beschleunigung des Fortschritts zu Beginn der Industriellen Revolution in England. In den letzten zweihundert Jahren gelang es immer mehr Ländern, einen Massenwohlstand zu erwirtschaften, den bis dahin niemand für möglich gehalten hatte. Bis heutegilt jedoch meist als naiver Optimist, wer eine Fortsetzung dieser beispiellosen Innovationsgeschwindigkeit für wahrscheinlich hält. Da muss als Provokateur, Schwärmer und Utopist erscheinen, wereinen weiteren drastischen Anstieg des Fortschrittstempos kommen sieht. Aber eine wachsende Zahl von weltweit renommierten Ökonomen und Technologieexperten glaubt, dass die technologische Entwicklung der nächsten Jahrzehnte noch einmal alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen wird. Zu diesen gehören Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee vom Massachusetts Institute of Technology. In ihrem fesselnden und faktenreichen US-Bestseller «The Second Machine Age» wagen sie die Prognose, dass uns die Informationstechnologie in eine Zeit führt, «in der alles, was früher war, kein verlässlicher Indikator mehr dafür ist, was als nächstespassiert». Die meisten Denker würden das ungeheure Potenzial der Computertechnologie massiv unterschätzen, da sie von einem linearen Fortschrittsmodell ausgingen. Die Rechenleistung von Computern verdoppele sich aber seit über einem halben Jahrhundert etwa alle 18 Monate. Das exponenzielle Wachstum der Rechnerkapazitäten bilde den «steten Hintergrundrhythmus» einer Ära, «in der in nur wenigen Jahren Spielzeugen die Leistung eines Supercomputers zur Verfügung steht». Wir stünden an einem Wendepunkt, an dem der Fortschritt «nach langer, allmählicher Entwicklung» zu einem «grossen Sprung» ansetze. Fabrikationsstrasse ohnemenschen: Industrieroboter fertigenautosbei Audi im bayerischen Ingolstadt.Die Computertechnologie erfindet immer intelligenteregeräte. Träume werden wahr Schon heute werden kühne Science-Fiction-Träume wahr. Die Autoren lassen uns über die Fülle und Vielfalt der technischen Wunder der letzten Jahre staunen. Sie fahren in einem fahrerlosen Auto,halten eine formschöne Schale aus dem 3D-Drucker in Händen und bringen einem Industrieroboter neue Bewegungsmuster bei. Sie schildern, wie rasch Roboter tanzen, Treppen steigen und die Verarbeitungmenschlicher Kommunikation erlernen. Das BIP sei ein zunehmend irreführender Indikator für Wohlstandsgewinne, da unzählige Neuerungen im Internet kostenfrei verfügbar sind. Zudem seien viele qualitative Verbesserungen kaum zu quantifizieren. Welchen Wert haben gedankengesteuerte Rollstühle oder Cochlea-Implantate, die Taube wieder hören lassen? Brynjolfsson und McAfee halten all dies für «einen kleinen Vorgeschmack auf das, was noch kommt». Sie zählen die künstliche Intelligenz zu den grossen Basis- und Universaltechnologien. Sie erinnern an die zunächst mühevolle, aber schliesslich rasante Entwicklung der Dampfmaschine, des Verbrennungsmotors und der Elektrizität. Es dauerte Jahrzehnte,bis diese zentralen Technologien voll ausgereift und ganze Gesellschaften auf deren optimalen Einsatz vorbereitet waren. Schliesslich aber revolutionierten sie alle Wirtschaftssektoren und wurden zu den Hauptantriebskräften gewaltiger Umwälzungen. Die Autoren zeigen, wie Computertechnologien auf sämtliche Branchen übergreifen und immer mehr menschliche Fähigkeiten erwerben. Die allumfassende Digitalisierung kenne keine Grenzen und werde der Geisteskraft einen «so kräftigen und ungekannten Impuls» geben, wie ihn die Dampfmaschine einst der Muskelkraft gab. Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen. Mark Twain Lehrgang Literarisches Schreiben Viersemestriges Studium Berufsbegleitend Start Februar 2015 Ausbildungsqualität seit 45 Jahren und eduqua zertifiziert. SAL Sonneggstr Zürich NZZam Sonntag 26.Oktober 2014

19 <wm>10cfxkqw7dmbbe0s9aa2yfdreglzkveiwbvmx9f5skrodokjtnj4kf19iosxcchqj4sgwpjkktdqawfldb18utdnmw5t8vyfadrfsrquilffeblgst3_fnbgnybevyaaaa</wm> <wm>10casnsjy0mdax1tuysda0twqaw0owpa8aaaa=</wm> Landschaftsplanung DesignimGrünen Schönste Gärten Kerstin Walter: Gartendesigner. Stilvolle Gärten der besten Planer Europas. DVA, München Seiten, Fr VonSarah Fasolin Brynjolfsson und McAfee fürchten, dass die Computerrevolution die Kluft zwischen Arm und Reich vergrössern wird, da die Eliten deutlich besser vorbereitet sind. Sie besprechen eine Reihe staatlicher Massnahmen, die den Unter- und Mittelschichten die Anpassung erleichtern und in den Genuss des neuen Reichtums bringen sollen. So befürworten sie grosszügige, aber arbeitsfördernde Sozialsysteme, umfassende Bildungsreformen und eine offenereeinwanderungspolitik. Folgen für die Menschheit Noch extremer und spekulativer sind die zahlreichen Szenarien, über die der Oxford-Philosoph Nick Bostrom in seinem tiefsinnigen und originellen Pionierwerk «Superintelligenz» nachdenkt. Mit viel Sorgfalt widmet er sich der Frage, welche Konsequenzen die Entwicklung einer künstlichen Intelligenz, die dem Menschen in jeder Hinsichtüberlegen ist, für uns Menschen hätte. In einer Umfrage gaben Fachleute der Entwicklung einer Superintelligenz bis 2075 eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit. Bostrom argumentiert, dass sich eine solche übermenschliche Maschine vermutlich rasend schnell selbst verbessern und eine für den Menschen unkontrollierbare «Intelligenzexplosion» auslösen würde. Da ihre Ziele leicht von den unsrigen abweichen können, hält er eine solche Superintelligenz für «die grösste und bedrohlichste Herausforderung, vor der die Menschheitjegestanden hat». Wir hätten nur eine Chance, um bei dieser letzten und allesentscheidenden Erfindung alles richtig zu machen. Deshalb müssten wir den Spielraum einer Superintelligenz für lange Zeit und mit grösster Vorsicht einschränken, damit diese erst die höchsten menschlichen Werte respektieren lernt. Kurz: Die Menschheit müsste einen menschenfreundlichen Gott erschaffen. Diese nüchternen, aber faszinierenden Bücher legen dar,warum sich in diesem Jahrhundert das Schicksal unserer Gattung entscheiden könnte. l ACTION PRESS Kein geringeres Ziel, als die besten Gartenplaner Europas auszuwählen und vorzustellen, hatte die Autorin Kerstin Walter für ihr Buch «Gartendesigner». Europas Top20sollten im Fokus stehen. Es sind leicht lesbare Texte geworden, die die Werkeunbestrittener Grössen der zeitgenössischen europäischen Landschaftsarchitektur ins Zentrum rücken: den Franzosen Patrick Blanc mit seinen Wandgärten, den Deutschen Cassian Schmidt mit seinen stimmungsvollen Staudenflächen, den Spanier Fernando Caruncho mit seinen quadratischen Wasserflächen oder Tom Stuart-Smith, der mit Corten-Stahl und klaren Formen seinen Stil prägt. Auch drei Schweizer sind vertreten: Jane Bihr-de Salis, Guido Hager und Roland Raderschall. Nicht ganz schlüssig bleibt die Frage, nach welchen Kriterien Kerstin Walter ihre Wahl getroffen hat. Die aber ist für ein solches Buch, gerade wenn der Superlativ im Titel steht, nicht unbedeutend. Bei zwei der 20 porträtierten Gartendesigner handelt es sich um Amerikanerinnen, die vertreten sind, «weil sie mit ihren Planungsbüros auch in Europa grandiose Werke schaffen». Davon gäbe es aber noch weiterebeispiele. Ebenfalls unklar ist, welches Zeitfenster Walter berücksichtigt. Von den Ausgewählten sind mit einer Ausnahme alle noch beruflich aktiv. Zählt auch das Erbe von Designern, die in den letzten zwanzig bis dreissig Jahren ihre Spuren hinterlassen haben, hätte man zum Beispiel den 1998 verstorbenen, international bedeutenden Zürcher Landschaftsarchitekten Dieter Kienast erwartet. Ein spannendes Lesebuch bleibt es trotzdem. Die sorgfältig recherchierten Porträts sind für ein breites Publikum ein Einstieg in die Welt der Landschaftsarchitektur.Und die Fotosverschiedener Fotografen fanden zu einer einheitlichen Bildsprache zusammen. l Sara Grob Betriebsleiterin Ein soziales Projekt der Stiftung Tosam/www.tosam.ch Grösster Onlineshop der Schweiz Über bücher aus zweiter hand! Shop: Mail: Oktober 2014 NZZ amsonntag 19

20 Sachbuch Ethik Die US-Rechtsphilosophin Martha C. Nussbaum zeigt,wozu öffentliche Emotionennützlich sind WiePolitiker Gefühleeinsetzen Martha C. Nussbaum: Politische Emotionen. Warum Liebe für die Gerechtigkeit wichtig ist. Suhrkamp, Berlin Seiten, Fr VonKirsten Voigt Haben Gefühle in der Politik etwas zu suchen? Sind Realpolitiker nicht Meister in der Kontrolle, im Verbergen oder Verdrängenihrer persönlichen und der Aktivierungnützlicher öffentlicher Gefühle? Sind die Gefühle jene Klaviatur, auf der zum Zwecke der Verführung gespielt wird? Um genau diese Verführung, allerdings zum Wünschens- und Lebenswerten, geht es der US-amerikanischen Rechts- und Ethik-Philosophin Martha C. Nussbaum. Und damit bewegt sie sich auf einem schmalen Grat. Mit ihrem Buch plädiert Nussbaum schon im Untertitel «Warum Liebe für die Gerechtigkeit wichtig ist» für die stärkste aller menschlichen Regungen als Basis eines friedlichen Miteinanders, des Mitgefühls und des Altruismus. Liebe, meint sie, etwa zum Vaterland, zur Nation, die sich erweitern lässt zu einem einfühlenden Umgang mit anderenvaterländern und deren Bewohnern, macht uns empfänglich für eine Orientierung auf das Gute, sie macht uns kritisch, engagiert, lebensbejahend und opferbereit.fraglos ein couragierter Vorstoss gerade für eine Philosophin, denn der Verdacht liegt nahe, dass hier Sentiment über Ratio dominieren könnte, dass romantische Idealvorstellungen auf praktische Probleme und pragmatische Strategien, also Welten aufeinander prallen könnten. Und leider findet man für diese Skepsis auf den mehr als 600 Seiten dieses gut gemeinten Buches tatsächlich hinlänglich Bestätigung. Nussbaum, die klassische Philologie studierte und eine grosse Freundin der Oper und Literatur ist, stützt ihren Text auf drei Eckpfeiler: die philosophische Tradition des Liberalismus, Werke der Hochkultur und die Darstellung von Geschichte. Ausdrücklich versuchtsie das fortzuschreiben, was sie im «grössten politisch-philosophischen Werk des 20. Jahrhunderts», wie sie es nennt, in John Rawls 1971 veröffentlichter «Theorie der Gerechtigkeit», vorfindet. Martha C. Nussbaum kritisiert Jürgen Habermas für die Abstraktheit seiner Moralphilosophie, zielt deshalb selbst auf konkrete Anschaulichkeit und verfehlt diese zuweilen durch die unsystematische Überfülle an divergierendem Material. Mozarts «Figaros Hochzeit», Walt Whitmans Gedichte, die Literatur Rabindranath Tagores, Hymnen-Texte oder Mahnmalprojekte werden zitiert, interpretiert, zu Zeugnissen der öffentlichen Pflege politischer Emotionen. Dazu gesellt sich die detaillierte Darstellung historischer Schlüsselfiguren und -momente der US-amerikanischen und der indischen Geschichte, andenen sich die gelungene Wirkungvon Gefühlen als Stimulans für ethisches, soziales Verhaltenfestmachen lassen. Wie sich George Washington kleidete, wie Roosevelt die Weltwirtschaftskrise als «rhetorische Herausforderung» annahm, welcher emotionalisierenden, bilderstarken Anspielungen sich Martin Luther King inseinen Reden bediente, Ghandi machte seinen Leib mittelsaskese und Keuschheit zum Demonstrationsobjekt(1946). wie Ghandi seinen Leib in Askese und Keuschheit zum Demonstrationsobjekt seiner politischen Ideale machte, das wird hier beispielhaft erzählt. Einen Hang zur Heldenverehrung kann man Nussbaum wahrlich nicht absprechen. Das alles wirkt eigentümlich exquisit, bildungsbürgerlich, eingeschworen auf die Leitbildfunktion geistiger,kultureller und politischer Führer,auf Vorbilder,die zu pädagogischem Wirken angehalten werden. Das Buch ignoriert fast völlig die vitalen Emotionen mündiger Bürger weltweit, von Abermillionen, die längst ihre eigenen Bühnen für die Äusserung ihrer politischen Emotionen schaffen und sich darauf mit eigenen kulturellen Formen ausdrücken. Und es geht über die extremistisch-fatale Irreführung von Gefühlen, ihre Manipulation eher beiläufig hinweg. Der Nachgeschmack: Stimuliert, kultiviert, degradiert zum Instrument verliert Liebe zumindest ihren Zauber. Glauben In Osteuropa kehrte nach dem Ende der Sowjetzeitdie Religion zurück Unterschiedliche Toleranz in West und Ost Christoph Schmidt:Pilger,Popen und Propheten. Eine Religionsgeschichte Osteuropas. Schöningh, Paderborn Seiten, Fr , E-Book Von Sabina Meier Zur Glockengeläut, bunte Kirchenfassaden und bärtige Popen die russisch-orthodoxe Kirche ist nach siebzig Jahren Verfolgung wieder auferstanden. Die Rückkehr der Religion in Osteuropa seit dem Ende der Sowjetzeit ist ein Triumph über den staatlich verordneten Atheismus. Neben den drei grossen Weltreligionen Islam, Christen- und Judentum hat sich im russischen Norden bis heute der Schamanismus erhalten, und in Kalmükien lebt der Buddhismus wieder auf. 20 NZZ am Sonntag 26.Oktober 2014 Der Historiker Christoph Schmidt widmet sich dieser religiösen Vielfalt und ihren Besonderheiten, wie etwa die uniertekirche aus der Reformationszeit, die russisch-orthodoxen Altgläubigen aus dem 17. Jahrhundert, der jüdische Chassidismus des 18. Jahrhunderts. Dass es einen spezifisch russischen Islam gebe, bezweifelt Schmidt dagegen. Die Wolgabulgaren seien zwar schon 921 auf eigenen Wunsch dem Islam beigetreten, ihre Nachfahren, die Tataren, wurden aber seit der Eroberung Kazans 1552 durch Moskau oft zwangskonvertiert. Interessant ist der Vergleich der religiösen Bildungssysteme im 18. Jahrhundert: Gegenüber 430 Koranschulen in tatarischen Dörfern gab es keine einzige Schule für die orthodoxen Leibeigenen. Im zweiten Teil schärft Schmidt den Blick für überreligiöse Phänomene. So gründe der im Kaukasus stark vertretene islamische Sufismus ebenso auf Askese und Eremitentum wie der Buddhismus und die christliche Mystik, während die russisch-orthodoxe Sekte der Chlysten mit dem jüdischen Chassidismus vergleichbar sei. Die Besonderheit der osteuropäischen Religionsgeschichte äussert sich laut Schmidt in einer Phasenverschiebung: Während die westliche Religionsgeschichte von der Intoleranz (Kreuzzüge, Inquisition) zur Toleranz führte, habe die ursprüngliche religiöse Toleranz in Polen-Litauen ab dem 17. Jahrhundert mitjüdischen Pogromen und Verfolgung der Altgläubigen deutlich abgenommen. Solche Thesen sind anregend, verlangen dem Leser aber einiges Vorwissen ab.

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