Christof Pfister Microsoft Schweiz GmbH. Informationsanlass für Eltern

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1 Christof Pfister Microsoft Schweiz GmbH Informationsanlass für Eltern

2 Agenda Vorstellung security4kids Das Internet und seine Gefahren s, Surfen, Social Networking, Downloads und Chat Was müssen Sie als Eltern wissen? Rechtliche Aspekte Computersicherheit Verhaltensregeln für Kinder Tipps für Eltern Fragen und Antworten

3 Ziele und Partner der security4kids Initiative Aufmerksamkeit und Wissen zum sicheren Verhalten im Internet schaffen Beitrag zu Schweizerischem Netzwerk zur Förderung von Informationssicherheit Kinder zu verantwortungsvollen Internetbenutzern machen Zentrale Anlaufsstelle für Informationen zum Thema Einbindung in Unterricht und Unterstützung für Lehrpersonen Hilfestellung für Eltern bieten

4 Unterstützung der Bundeskanzlerin Corina Casanova Bundeskanzlerin, Schirmherrin der Initiative security4kids Was für uns noch schwer erfassbares Neuland war, ist für Kinder und Jugendliche längst zur Selbstverständlichkeit geworden: Der Umgang mit dem PC, der virtuelle Austausch, die Cyberwelt. Ob eine SMS per Handy oder ein anonymer Flirt im Internet alles ist leicht und bequem. Doch: Können die Kids all das auch tatsächlich so locker verarbeiten und richtig damit umgehen? Die Cyberwelt ist verführerisch und deswegen tückisch, manchmal sogar gefährlich. Gerade weil dem so ist, müssen Kinder und Jugendliche eine gute Einführung in die Thematik erhalten. Die Initiative security4kids leistet hier einen wertvollen Beitrag den ich mit Freude und Überzeugung unterstütze.

5 Aktivitäten von security4kids Website Interaktive Geschichten für Kinder zwischen 7 und 15 Jahren Online Tests für Kinder und Jugendliche Informationen und Unterstützung für Eltern Tipps und Informationen für Lehrpersonen Schulangebote Sicherheitsagenten -Lektion für Primarschulen Elterninformationsabende Teachers Academy Online-Portal für Lehrpersonen Weiterbildungen für Lehrpersonen

6 Sicherheitslektion an Schulen

7 Der sichere Schulweg

8 Anzahl Personen in % Statistik Schweiz (Stand 2008) 100 Wie viele Leute nutzen das Internet? Jahre Jahre Jahre Jahre 50 Jahre und mehr Quelle: BfS Auch über 90% der 12 und 13 Jährigen nutzen Quelle: KIM-Studie das Internet regelmässig

9 Umfrage zu Online-Sicherheit von Jugendlichen im Januar 2009 auf MSN* 73% der befragten Schweizer Jugendlichen meinen, über die Gefahren des Internets informiert zu sein dennoch stellen 72% private Bilder und Informationen häufig oder manchmal ins Internet. 52% der befragten Schweizer Teenager wurden schon online belästigt dies passiert am häufigsten in Chats (50%), auf Social Networking Seiten (34%) oder per (31%) (Nur) 33% der befragten Jugendlichen gaben an, sie würden ihre Eltern ansprechen, wenn sie im Internet belästigt werden gefolgt von ihren Freunden (28%) *) Europaweit haben Jugendliche zwischen 14 und 18 teilgenommen, in der Schweiz 500

10 Übersicht Online Welt

11 Viren und Computerschädlinge werden oft in s versandt.

12 Surfen Was auf einer Website steht, braucht nicht wahr zu sein. Texte und Bilder können manipuliert sein. Klik på Ja for at installere Svindelware Super Sikker PC version 1.4. Når du har klikket på Ja, vil værktøjet gøre din computer uindtagelig for hackere og malware! Dette program er leveret af: Snyd og Humbug Aps Hilfeversprechen können falsch sein.

13 Gefahr von Betrug (Phising)

14 Social Networking und Blogs

15 Social Networking und Blogs Ich habe ein Profil auf Facebook, Netlog, StudiVZ, Space also bin ich! Preisgabe persönlicher Informationen oft ist alles für alle ersichtlich Spuren, die nicht zu beseitigen sind und im späteren Leben behindern können Informationen und Fotos aus dem Internet können ein Eigenleben entwickeln Online Communities als Ort der Kontaktaufnahme Mobbing

16 Downloads Bei einem Download werden über das Internet Daten (z.b. Games, Musik, ein Buch) von einem fremden Computer auf den eigenen übertragen. Durch das Herunterladen von Musik, Programmen, Filmen oder Games können Malware oder kinderpornografische Inhalte auf den Computer geraten.

17 File sharing Programme Acquisition, applejuice, Ares, audiognome, Azureus, BearShare, BitTorrent, Blubster, Carracho, Deepnet Explorer, edonkey2000, eetee, emule, Filetopia, Freenet, Freshmeat, Gnucleus, gtk-gnutella, imesh, Imesh Light, iswipe, KaZaA, KDX, K-Hack, Kiwi Alpha, konspire, LimeWire, MediaSeek, MLdonky, mlmac, Morpheus, Mutella, MyNapster, NapShare, OpenNap, Phex, Phosphor, Poisond, PotatoSystem, Otella, Shareaza, Soulseek, Swapper NET, xmule, Xolox...

18 Chat Plaudern in Echtzeit Chatten gehört zu den beliebtesten Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen im Internet die spielerische und freie Kommunikation die weitgehende Anonymität das Interesse am Kennenlernen anderer - und auch das Flirten kleinere und kurzfristige Täuschungen gehören zum Chatten dazu Es gibt unterschiedliche Formen und Anbieter: öffentliche vs. private Chats Kann den Austausch von Text, Ton, Video und Dateien beinhalten ABER: Die Kinder und Jugendlichen reden häufig gerade nicht mit ihren Eltern über ihre Chat-Besuche, insbesondere nicht über unangenehme Erfahrungen, auch aus Angst, dann nicht mehr chatten zu dürfen.

19 Chat Leute im Internet können vorgeben jemand anders zu sein. Persönliche Angaben und der Nickname können viel über einen verraten Ein Foto im Profil kann täuschen oder anziehen

20 Öffentlicher Chat

21 Rechtliche Aspekte und Strafverfolgung im Internet

22 Botschaften Polizei -

23 Seiten mit pornografischen Inhalten Art. 197 StGB 1. Wer pornografische Schriften, Ton- oder Bildaufnahmen etc. Personen unter 16 Jahren anbietet, zeigt, überlässt, zugänglich macht oder verbreitet, wird mit Gefängnis oder mit Busse bestraft. Zusätzlich 3 bis Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Ziff. 1, die sexuelle Handlungen mit Kindern, Tieren oder sexuelle Handlungen mit Gewalttätigkeiten zum Inhalt haben, erwirbt, sich über elektronische Mittel oder sonst wie beschafft oder besitzt, wird mit Gefängnis oder Busse bestraft.

24 Seiten mit Gewaltdarstellungen Art. 135 StGB Wer Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen und Vorführungen, die, ohne schutzwürdigen kulturellen oder wissenschaftlichen Wert zu haben, grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Tiere eindringlich darstellen oder die elementare Würde des Menschen in schwerer Weise verletzen, herstellt, überlässt, zugänglich macht etc. wird mit Haft oder Busse bestraft. Zusätzlich 3 bis Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Abs. 1, soweit sie Gewalttätigkeiten geg. Mensch oder Tier darstellen, erwirbt, sich über elektronische Mittel oder sonst wie beschafft oder besitzt, wird mit Gefängnis oder Busse bestraft.

25 Beispiel aus dem Schulalltag: Gewalt und verbotene Pornografie auf dem Handy Anzeige durch Lehrerschaft oder Privatperson Übergabe des Handy an die Polizei, welche alle nötigen Angaben für die Rapporterstattung erhebt. 96 StPO Kontrolle durch die Polizei Handy an DG Ermittlungstechnik. Angaben zu Speicherort der verbotenen Dateien (Posteingang, Postausgang, Handyspeicher oder Speicherkarte). Legale Pornografie Bei unter 16-jährigen -Die Eltern werden informiert -Handy an die Eltern übergeben -Pornografie löschen im Beisein Durch den Jugenddienst oder Kinderschutz wird das weitere Vorgehen bestimmt.

26 Opfer / Täter Situation Verbotene Dateien befinden sich im Posteingang Verbotene Dateien befinden sich im Postausgang Verbotene Dateien befinden sich im Handyspeicher oder auf einer Speicherkarte Handy-Besitzer ist Opfer! Handy-Besitzer ist Täter! Handy-Besitzer ist Täter! Im Posteingang schauen, von welcher Nr. aus die verbotenen Dateien geschickt wurden. Diese Nr. überprüfen und Verfahren gegen diese Person wegen Verstoss gegen Art. 197 Abs. 1 StGB und/oder Art. 135 Abs. 1 StGB wird eingeleitet. Hat das Opfer die Dateien länger als 3 Wochen im Posteingang, wird es zum Täter! Im Postausgang schauen, an welche Nr. die verbotenen Dateien geschickt wurden. Verfahren wegen Verstoss gegen Art. 197 Abs. 1 StGB und/oder Art. 135 Abs. 1 StGB wird eingeleitet. Sämtliche Personen an welche die Dateien geschickt wurden sind Opfer oder allenfalls auch Täter, wenn sie die Dateien weiterschickten oder speicherten. Verfahren wegen Verstoss gegen Art. 197 Abs. 3 bis StGB und/oder Art. 135 Abs. 1 bis StGB Wenn die verbotenen Dateien auch im Postausgang zu finden sind, wird zusätzlich wegen Verstoss gegen Art. 197 Abs. 1 StGB und/oder Art. 135 Abs. 1 StGB rapportiert. Sämtliche Personen an welche die Dateien geschickt wurden sind mögliche Opfer.

27 Melden von Problemen KOBIK = Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität Präventionsarbeit (z.b. security4kids oder bei Strafverfolgungsbehörden) Zusammenarbeit mit Chatbetreibern KOBIK - Meldeformular

28 Mögliche Gefahren und die fünf Schritte zur Computersicherheit

29 Computersicherheit Schritt 1 1. Datensicherung Datensicherheit ist ein entscheidendes Sicherheitselement Datenverlust kann nicht nur finanziellen Verlust bedeuten, sondern auch einen persönlichen Verlust Steigende Zahl der Datenmenge auf privaten PC s (Fotos, Musik, Korrespondenz) Studien zeigen, dass auch nach einem Vorfall nur 57% ihre Daten sichern

30 Computersicherheit Schritt 2 2. Anti-Malware Programme Erkennen Viren, Würmer, Trojaner, Spyware etc. Prüfen s vor Bedrohungen Überwachen das Systems in Echtzeit Müssen eingeschaltet und immer aktuell sein Aboverlängerung nicht vergessen!

31 Computersicherheit Schritt 3 3. Firewall Überprüft den eingehenden und ausgehenden Datenverkehr Wer darf rein? Wer bleibt draussen? Kontrolle der Programme Prüft und verwaltet Programme die auf das Internet zugreifen

32 Computersicherheit Schritt 4 4. Software-Updates Schliessen Sicherheitslücken der installierten Programme Verhindern das Ausnützen dieser Lücken von aussen Müssen bei allen installierten Programmen durchgeführt werden (nicht nur Betriebssystem!)

33 Computersicherheit Schritt 5 5. Verhalten Das wichtigste Sicherheitselement Wenden Sie die 4 technischen Regeln an Nutzen Sie den gesunden Menschenverstand

34 Verhaltensregeln und Tipps

35 security4kids Kernaussagen für Kinder und Jugendliche Bewusstsein - die eigene Privatsphäre und diejenige anderer muss geschützt werden - Anstand, Regeln und Gesetze gelten auch im Netz - man darf Nein sagen und wenn unsicher Unterstützung holen Vorsicht - der Computer muss geschützt werden - durch starke und geheime Passwörter und indem man vorsichtig mit Attachments und Downloads umgeht - die eigene Privatsphäre sichern indem man keine persönliche Angaben über sich ins Netz stellt (Angaben in Profilen, auf Webseiten, Fotos etc.) Gefährlich, verboten oder nicht gut - jedem und allem im Internet zu glauben - Unfug mit den Daten oder Bildern anderer anzustellen oder zu belästigen - sich mit Unbekannten treffen - (Kinder)pornografie oder Gewaltdarstellungen zu besitzen oder weiterzugeben

36 Ein paar praktische Tipps für Eltern Stellen Sie den Computer in einen Raum, der von der ganzen Familie genutzt wird Werfen Sie ein Auge auf die Online-Aktivitäten Ihrer Kinder Erweitern Sie Ihre Computerkenntnisse Wenn Sie das Internet selbst nutzen, können Sie einfacher bestimmen, was für Ihr Kind geeignet ist. Sie können es auch bei der Suche nach nützlichen Informationen besser unterstützen. Reden Sie über das Internet und nutzen Sie es mit Ihrem Kind Zeigen Sie Ihr Interesse an den Aktivitäten Ihres Kindes und seiner Freunde online und offline. Reden Sie mit Ihrem Kind darüber, was es tun soll, wenn es sich unbehaglich fühlt im Web. Nutzen Sie das Internet und die Dienste, die Ihr Kind liebt, mit ihm zusammen

37 Ein paar praktische Tipps für Eltern Das Internet ist kein rechtsfreier Raum Vermitteln Sie Ihren Kindern, dass auch im Internet die gleichen Regeln gelten wie im realen Leben. Nicht alles ist erlaubt. Halten Sie sie an, auch online respektvoll mit anderen umzugehen Treffen Sie eine Vereinbarung mit Ihren Kindern, wann und wie sie das Internet, den Computer, die Spielkonsole nutzen unsere Familien- Internetregeln Kontrollieren und begrenzen Sie nötigenfalls den Computer- und Internetkonsum Ihrer Kinder Mit Kinderschutzeinstellungen und software sowie anderen Massnahmen können Sie die Aktivitäten Ihrer Kinder kontrollieren. Sprechen Sie aber unbedingt mit Ihrem Kind über die getroffenen Massnahmen. Ihre Begleitung und Anteilnahme nützen mehr als Verbote!

38 Weitere Informationen

39 VIELEN DANK FÜR DIE AUFMERKSAMKEIT!

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