BÜRODIENSTLEISTUNGEN Berufsbezogene Kompetenzen

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1 ISBN / 1. Auflage 2009 Vorwort zur Buchreihe BÜRODIENSTLEISTUNGEN Berufsbezogene Kompetenzen Ausgangspunkt für die Konzeption der Buchreihe ist der Kerngedanke der neuen Berufsfachschule, dass in den berufsbezogenen Schwerpunkten nachweislich die Kompetenzen des ersten Ausbildungsjahres bestimmter dualer Ausbildungsberufe erworben werden sollen. Daraus leitet sich der Anspruch ab, dass eine passende Lehrbuchreihe auf den Grundlagen des bzw. der Ausbildungsberufe des jeweiligen berufsbezogenen Schwerpunktes basieren muss. Zudem müssen die Besonderheiten berücksichtigt werden, die mit der Einbettung unterschiedlicher Kompetenzen in neu formulierte Lernfelder einhergehen. Die dreibändige Buchreihe für die Berufsfachschule Bürodienstleistungen baut auf den Stoffinhalten des 1. Ausbildungsjahres der Bürokaufleute / Kaufleute für Bürokommunikation auf, berücksichtigt die in den Empfehlungen für die Einführung der BFS Wirtschaft für den berufsbezogenen Schwerpunkt Bürodienstleistungen (BFS Büro) genannten Kompetenzen. Die beiden Bände Wirtschaftslehre 1 (WL 1, Merkurbuch ) und Wirtschaftslehre 2 (WL 2, Merkurbuch ) decken zusammen die in den Lernfeldern Unternehmen als komplexes und soziales Sstem erkunden und darstellen und Güter beschaffen und verwalten genannten Kompetenzen ab. Darüber hinaus werden in der WL 2 die folgenden Themenbereiche aus dem Lernfeld Informations- und Kommunikationsssteme nutzen behandelt: Lernfeld Kompetenzen (Auszug) Band Informations- und Kommunikationsssteme nutzen Ökologische und ökonomische Gesichtspunkte beim Umgang mit Arbeitsmitteln und -geräten berücksichtigen. Ein- und ausgehende Post bearbeiten. Sachgerecht mit Karteien, Dateien und Listen arbeiten. Registraturarbeiten sachgerecht durchführen sowie Registraturformen beurteilen. WL 2 Kapitel 2 und 6 Für das Lernfeld Werteströme erfassen und auswerten steht ein in sich geschlossenes Lehrwerk zur Verfügung. Über die in dem Lernfeld genannten Kompetenzen hinaus werden weitere grundlegende Inhalte des Rechnungswesens vermittelt. Lernfeld Kompetenzen Band Werteströme erfassen und auswerten Bedeutung und Aufgaben des Rechnungswesens in Haushalten, Betrieben und in der Gesamtwirtschaft im Überblick beschreiben und insbesondere die Steuerungs- und Überwachungsaufgaben begründen. Teilbereiche des betrieblichen Rechnungswesens erläutern und ausgewählte Fragestellungen mit geeigneten Formen des Wirtschaftsrechnens bearbeiten. Rechnungswesen

2 Lernfeld Kompetenzen (Forts.) Band Die Abhängigkeit des Rechnungswesens von Betriebsaufbau und Betriebsablauf erkennen sowie ein computergestütztes Finanzbuchführungsprogramm einsetzen. Den Ablauf und die Arten der Inventur unterscheiden sowie Inhalt und Bedeutung von Inventar und Bilanz in Verbindung mit den Aufgaben und Rechtsgrundlagen der Buchführung erläutern. Geschäftsvorgänge für das betriebliche Rechnungswesen bearbeiten und das Sstem der doppelten Buchführung sicher handhaben und die Sstembücher unterscheiden. Erfolgsvorgänge und deren Auswirkungen auf das Eigenkapital an Beispielen aus dem betrieblichen Leistungsprozess erkennen und buchen. Das Sstem der Umsatzsteuer verstehen sowie deren Berechnung und Buchung durchführen; dabei Bezüge zum Prozess der Wertschöpfung im Betrieb und in der Gesamtwirtschaft herstellen. Veränderungen des Eigenkapitals durch Geschäftsfälle aus dem privaten Bereich erläutern und buchen. Rechnungsunterlagen zusammenstellen, Rechnungen erstellen und kontieren. Kostenstruktur des Praktikumsbetriebes darstellen und an dessen Beispiel die Kosten und Erträge betrieblicher Leistungen darstellen. Rinteln, Sommer 2009 Die Verfasser Der Verlag

3 Vorwort zum Buch Das vorliegende Lehrbuch umfasst alle Lerninhalte, die in dem Lernfeld Werteströme erfassen und auswerten für die BFS Bürodienstleistungen in Niedersachsen genannt sind. Darüber hinaus werden weitere grundlegende Inhalte des Rechnungswesens aus dem Bereich Beschaffung vermittelt. Berücksichtigung bei der didaktischen Konzeption finden ferner bezogen jeweils auf das erste Ausbildungsjahr die Ausbildungsordnung, der Ausbildungsrahmenplan und der Rahmenlehrplan für das Prüfungsfach Rechnungswesen in den Ausbildungsberufen Bürokaufmann/Bürokauffrau bzw. Kaufmann/ Kauffrau für Bürokommunikation. Außerdem werden alle Vorgaben der ZPA (Zentralstelle für Prüfungsaufgaben der Industrie- und Handelskammern), die die bundeseinheitlichen Prüfungsaufgaben erstellt, voll berücksichtigt. Für Ihre Arbeit mit dem Lehrbuch möchten wir Sie auf Folgendes hinweisen: Die Werkstoff- und Warenbuchungen werden prüfungsgerecht nach dem aufwandsrechnerischen Verfahren vorgenommen. Grundlage für die Buchungen ist der von der ZPA entwickelte Kontenrahmen für das Modellunternehmen Heinrich KG (in Anlehnung an den IKR) mit vierstelligen Kontonummern. Als Finanzbuchhaltungsprogramm für den computergestützten Beleggeschäftsgang wird die Software financial office (Lexware pro), die von den Schulen kostenlos bezogen werden kann, herangezogen. Die Ausführungen zum Einsatz eines Finanzbuchhaltungsprogramms sind vom Grundsatz her auch auf andere Finanzbuchhaltungsprogramme übertragbar. Bei der Behandlung wichtiger Gesetze werden die Paragrafen angegeben, um den Schülerinnen/ Schülern ein selbstständiges Arbeiten zu ermöglichen. Die Einführungskapitel im Buchführungsteil sind bewusst in kleine Lernschritte aufgeteilt worden. Wir wollen damit erreichen, dass der Schüler/die Schülerin behutsam in die Denkweise der Buchführung eingeführt wird und die Grundzusammenhänge genau erkennt. Aus unserer Praxis des Buchführungsunterrichts wissen wir, dass die Lernenden, die die Grundlagen nicht beherrschen, bei dem streng logischen Stoffaufbau der Buchführung stets Schwierigkeiten haben werden. Als unterstützende Anschauungshilfe werden in der Einführungsphase im Buchführungsteil bei allen Beispielen folgende Farben beim Buchen verwendet: Aktivkonten: grün, Passivkonten: rot, Aufwendungen: violett, Erträge: blau. Ab dem Themenkreis 3 entfällt diese konsequente Farbzuordnung. Die verwendeten Farben dienen dann nur noch als Hervorhebung der Unterschiede. Zahlreiche Abbildungen, Schaubilder, Beispiele, Begriffschemata, Gegenüberstellungen und Zusammenfassungen erhöhen die Anschaulichkeit und Einprägsamkeit der Informationen. Fachwörter, Fachbegriffe und Fremdwörter werden grundsätzlich im Text oder in den Fußnoten erklärt. Ein ausführliches Stichwortverzeichnis hilft Ihnen, Begriffe und Erläuterungen schnell aufzufinden. Wir wünschen Ihnen einen guten Lehr- und Lernerfolg! Die Verfasser

4

5 Inhaltsverzeichnis Themenkreis 1: Einführung in das Rechnungswesen 1.1 Grundlegende Rechenverfahren Dreisatzrechnung Einfacher Dreisatz mit geradem Verhältnis Einfacher Dreisatz mit ungeradem Verhältnis Zusammengesetzter Dreisatz (Vielsatz) Währungsrechnen Kurzinformation zur Einführung des Euro Grundbegriffe zum Währungsrechnen Sortenhandel und Sortenkurse Devisenhandel und Devisenkurse Verteilungsrechnung Verteilung nach ganzen Anteilen Verteilung nach Bruchteilen Bezugskostenverteilung nach Mengen und Werten Durchschnittsrechnung Einfacher Durchschnitt Gewogener Durchschnitt Prozentrechnung Einführung in die Prozentrechnung Prozentrechnung vom Hundert Prozentrechnung im Hundert (verminderter Grundwert) Prozentrechnung auf Hundert (vermehrter Grundwert) Verschiedene Aufgaben zur Prozentrechnung Aufgaben des Rechnungswesens Aufgaben des Rechnungswesens in privaten und öffentlichen Haushalten und in den Unternehmen Stellung des kaufmännischen Rechnens innerhalb des betrieblichen Rechnungswesens Aufgabenbereiche des betrieblichen Rechnungswesens als Elemente eines Informations-, Steuerungs- und Kontrollsstems Themenkreis 2: Einführung in das Sstem der Buchführung 2.1 Wesen, Bedeutung, Aufgaben und Rechtsgrundlagen der Buchführung Wesen und Bedeutung der Buchführung Aufgaben der Buchführung Aufgaben der Buchführung aus der Sicht der Unternehmensleitung Aufgaben der Buchführung aus der Sicht von außenstehenden Personen bzw. Institutionen Rechtsgrundlagen der Buchführung Allgemeine Rechtsvorschriften und Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) Aufbewahrungsfristen Inventur, Inventar und Bilanz Inventur, Inventar Ablauf, Arten und Zielsetzung der Inventur Form, Inhalt und Aufbau des Inventars

6 2.2.2 Bilanz und ihre Gliederung Gesetzliche Grundlagen zur Aufstellung der Bilanz Zusammenhang zwischen Inventur, Inventar, Buchführung und Bilanz Sstem der doppelten Buchführung Wertveränderungen der Bilanzposten durch Geschäftsvorfälle (vier Grundfälle) Buchungen von Vermögens- und Schuldveränderungen auf Konten Von der Bilanz zu den Konten Vermögenskonten (Aktivkonten) Schuldkonten (Passivkonten) Buchungssatz Einfacher Buchungssatz Zusammengesetzter Buchungssatz Eröffnung und Abschluss der Bilanzkonten (Bestandskonten) im Sstem der doppelten Buchführung Schlussbilanzkonto Eröffnungsbilanzkonto Zusammenhang zwischen Bilanzkonten, Inventur, Inventar und Bilanz Auswirkungen von Erfolgsvorgängen auf die Bilanz Ergebniskonten (Erfolgskonten) Aufwands- und Ertragskonten Aufwands- und Ertragskonten als Unterkonten des Kontos Eigenkapital Beispiele für die Buchung von Aufwendungen und Erträgen Abschluss der Aufwands- und Ertragskonten Geschäftsgang mit Bestands- und Erfolgskonten Wareneinkäufe und Warenverkäufe buchen und die Warenkonten abschließen Vorbemerkungen Einführung der Warenkonten Buchungen auf den Warenkonten und Abschluss der Warenkonten Eröffnung der Bestandskonten und Abschluss der Bestands- und Erfolgskonten unter Einbeziehung der Warenkonten Erfolgsermittlung bei Industriebetrieben (ohne Einbeziehung der Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen) Grundsätzliches Begriffsklärungen Buchungen bei der Beschaffung von Werkstoffen Buchungen beim Verbrauch von Werkstoffen Buchungen beim Verkauf von eigenen Erzeugnissen Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) Betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen Buchhalterische Erfassung der Umsatzsteuer bei den Grundfällen (Einkauf von Waren und Werkstoffen, Verkauf von Waren und Erzeugnissen) Buchhalterische Erfassung der Umsatzsteuer bei weiteren Fällen Ermittlung und Buchung der Zahllast Ermittlung und Begleichung der Zahllast Ermittlung und Passivierung der Zahllast am Ende des Geschäftsjahres Ermittlung und Buchung des Vorsteuerüberhangs Privatkonto Privatentnahmen von Geldmitteln Privateinlagen von Geldmitteln Erfolgsermittlung durch Eigenkapitalvergleich unter Einbeziehung des Privatkontos Buchung des Eigenverbrauchs

7 2.7 Organisation der Buchführung Kontenrahmen als Organisationsmittel der Buchführung Kontenrahmen und Kontenplan Aufbau des Industriekontenrahmens (IKR) Überblick über die Bücher der Buchführung Allgemeines Grundbuch und Hauptbuch Zusammenhang von Beleg, Grundbuch und Hauptbuch Nebenbücher Personenkonten Debitoren- und Kreditorenkonten Belege als Grundlage einer ordnungsmäßigen Buchführung Themenkreis 3: Besondere Geschäftsvorfälle aus der Beschaffungswirtschaft buchen 3.1 Beschaffungswirtschaft Besonderheiten bei der Beschaffung von Werkstoffen und Waren Warenrücksendungen an den Lieferer Nachträgliche Preisänderungen bei Eingangsrechnungen Aufwendungen für bezogene Leistungen Warenkalkulation Problemstellung Einkaufs- und Bezugskalkulation Kalkulation der Selbstkosten Verkaufskalkulation Kalkulatorische Rückrechnung (retrograde Kalkulation) Differenzkalkulation Vereinfachung der Kalkulation: Kalkulationszuschlag, Kalkulationsfaktor, Handelsspanne Erfolgsermittlung bei Industriebetrieben unter Einbeziehung der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Bestandsveränderungen bei fertigen Erzeugnissen Problemstellung Buchung von Bestandsveränderungen bei fertigen Erzeugnissen Bestandsveränderungen bei unfertigen Erzeugnissen Abschreibungen Ursachen der Abschreibung Buchung der Abschreibung Themenkreis 4: Arbeiten mit einem Finanzbuchhaltungsprogramm 4.1 Computergestütztes Arbeiten mit einem Finanzbuchhaltungsprogramm Vergleich zwischen der konventionellen Buchführung und der Arbeit mit einem Finanzbuchhaltungsprogramm Voraussetzungen zur Nutzung eines Finanzbuchhaltungsprogramms

8 4.1.3 Arbeiten mit dem Finanzbuchhaltungsprogramm am Beispiel eines Geschäftsgangs Beispielaufgabe Lösung der Beispielaufgabe Beleggeschäftsgang zum Einsatz eines Finanzbuchhaltungsprogramms Themenkreis 5: Allgemeines zur Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) 5.1 Zusammenhang zwischen Buchführung und Kosten- und Leistungsrechnung Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung Grundbegriffe der Kosten- und Leistungsrechnung in Abgrenzung zu den Begriffen der Buchführung Wichtige Kostenarten Gliederung der Kosten unter dem Gesichtspunkt der Zurechenbarkeit auf Kostenträger Gliederung der Kosten nach ihrem Verhalten bei Beschäftigungsänderungen Normalbeschäftigung und Beschäftigungsgrad Abhängigkeit der Kosten von der Beschäftigung Gliederung der Kosten unter dem Gesichtspunkt der Verbrauchsart Stichwortverzeichnis Kontenrahmen im Anhang dieses Buches 12

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