Umfrage Herbst Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg

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1 Nr. 11 November A Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg Ausbildungsplatzbilanz: Mehr Stellen als Bewerber Umfrage Herbst 2008 Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg. Postfach Bonn Die Erwartungen kühlen sich ab bleibt alles fest im Griff? Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg Neuer Internetauftritt online

2 Sparkassen-Finanzgruppe Ihr Unternehmen soll wachsen? Wir helfen Ihnen dabei. S Wir sorgen für Aufwind im Mittelstand: Mit ganzheitlichen Finanzierungs- und Beratungslösungen von Existenzgründung, über Expansion auch ins Ausland, bis hin zur Nachfolgeregelung. Infos in Ihrem Sparkassen-Firmenkunden-Center und unter Wenn s um Geld geht Sparkasse.

3 Kommentar 5 2 Konjunkturumfrage Herbst 2008: Konjunktur in der Region lässt nach 10 Ausbildungsplatzbilanz: Mehr Stellen als Bewerber 6 Erfolg mit Weiterbildung: André Schwind 6 Neuer Internetauftritt online: 16 Demografischer Wandel: Vendel geht auf Schulen zu 18 Steueränderungen 2009: Jetzt handeln! 20 Gesellschaftliches Engagement am Beispiel des Bonner Kunstvereins: Kunst und Kultur als Motor gesellschaftlicher Veränderungen 22 Kammerarbeit im Rheinland: IHK-Initiative 25 Wirtschaft in der Region 27 Arbeitsjubiläen 29 Firmenjubiläum 32 Wirtschaftsstatistik 38 Handel 38 Existenzgründung 38 Berufsbildung 38 Weiterbildung 38 Lehrgänge und Seminare 40 Steuern 39 Recht 39 Wettbewerbsrecht 40 Umweltschutz 40 Wissenschaft vor Ort 41 Technologieforum 41 Multimedia 41 Außenwirtschaft 42 EU-Info 42 Neues aus Berlin und Brüssel Ausbildungsplatzbilanz: Mehr Stellen als Bewerber Erfreuliches Ergebnis der Ausbildungsplatzbilanz zum 30. September Es gibt mehr als Stellen als Bewerber. Laut Arbeitsagentur konnten 97 Prozent der gemeldeten Stellen mit qualifizierten Bewerbern/innen besetzt werden. Mit neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen haben die IHK-zugehörigen Unternehmen das gute Vorjahresergebnis noch einmal deutlich übertroffen (+5,1 Prozent). Auch die Handwerksunternehmen der Region konnten die Zahl der Ausbildungsplätze noch einmal um 2,4 Prozent auf steigern. Seite 6 Konjunkturumfrage Herbst 2008: Konjunktur in der Region lässt nach Unternehmen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis blicken angesichts der wirtschaftspolitschen Weichenstellungen sorgenvoll in die Zukunft. Steigende Rohstoff- und Energiekosten verhindern Investitionen, die Erbschaftssteuerreform verunsichert Familienbetriebe und Unternehmen befürchten einen zusätzlichen Bürokratieaufbau. Während die Dienstleistungbranche und das Gastgewerbe positiv in die Zukunft blicken, stehen die Industrie, der Einzelhandel un der Großhandel der zukünftigen Wirtschaftslage eher skeptisch gegenüber. Seite 10 Neuer Internetauftritt online: Der neue Internetauftritt ist online. Die Vielzahl an abrufbaren Informationen ist jetzt noch besser miteinander vernetzt. Die neugestalteten Seiten sind nunmehr auch nach nationalen und internationalen Standards barrierefrei. Neu hinzugekommen sind jetzt auch noch ein paar Funktionen, die das Auffinden erleichtern sollen, wie z. B. der Webcode. Seite 16 IHK-Initiative Rheinland: Produkt Rheinland möglichst weltweit vermarkten In unterschiedlicher Zusammensetzung gibt es bereits zahlreiche von den rheinischen Industrieund Handelskammern teils gemeinsam, teils mit anderen Partnern erarbeitete und angebotene Produkte und Dienstleistungen. Unter dem Namen IHK-Initiative Rheinland sollen diese allen Kammern des Rheinlandes und damit allen Unternehmen zugänglich gemacht werden. Auch über ein gemeinsames Standortmarketing wird nachgedacht um das Produkt Rheinland möglichst weltwei zu vermarkten. Seite 25 DIE WIRTSCHAFT November

4 Spendenparlament fördert soziale Projekte Bonn hat wieder ein Parlament Das Parlament ist nach Bonn zurückgekehrt. Auf der Tagesordnung stehen aber keine langwierigen Debatten über Gesetzesvorhaben der Bundesregierung oder den kommenden Bundeshaushalt. Das Bonner Spendenparlament diskutiert vielmehr darüber, an welche sozialen Projekte die im Vorfeld gesammelten Spenden gehen sollen. Gefördert werden ausschließlich Hilfsorganisationen und Initiativen in der Stadt Bonn. Mitreden kann jeder, der sich mit mindestens fünf Euro im Monat en-gagiert. Dafür erhält er Sitz und Stimme in den Parlamentssitzungen, egal, ob er nur fünf oder 500 Euro im Monat gespendet hat. Am Ende wissen die Parlamentarier, wo ihr Geld hingeht, sagt der Erste Vorsitzende des Vereins, Professor Dr. Hans- Martin Schmidt. Damit habe das Spendenparlament einen Vorteil, den andere wohltätige Organisationen nicht hätten: Der Spender weiß, ob Lebensmittel, Medikamente, Deutschstunden oder Nachmittagsbetreuung von seinem Geld finanziert wurden, und kann diese Entscheidung im Vorfeld mit beeinflussen. Jeder Cent kommt bei den Bedürftigen an, sagt Schmidt. Gefördert werden insbesondere Projekte, die von Armut, Isolation und Obdachlosigkeit betroffenen Menschen helfen, die zur Integration aller Bevölkerungsgruppen beitragen und die die Ausbildung und den Berufseinstieg junger Menschen fördern. Gesucht werden nicht nur Geld-, sondern auch Zeitspender, die bei der Vorbereitung der Sitzungen helfen und die Vereinsarbeit unterstützen. Unternehmen und Institutionen können dem Spendenparlament helfen, indem sie als Sponsor einmalig oder als Partner dauerhaft spenden. Weitere Informationen über Aktivitäten und eine Mitgliedschaft gibt es unter IHK-Regionalstudie 2008 FH Bonn-Rhein-Sieg befragt Unternehmer zur IHK Neue Erkenntnisse über die Ist-Situation der IHK, die Wahrnehmung ihrer Dienstleistungen und die Mitgliederwünsche an die Kammer soll eine Untersuchung liefern, die Studenten und Studentinnen der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg erstellen. Die IHK-Regionalstudie 2008 leitet Prof. Dr. Uwe Braehmer, der Public Relations, Projektmanagement und Empirische Methoden im Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus lehrt. Telefonisch befragt werden über 500 zufällig ausgewählte Personen von mehr als Selbstständigen, Unternehmern und Unternehmerinnen aus der Region, die Mitglied der IHK sind. Um ein möglichst vollständiges und differenziertes Bild der IHK in der regionalen Wirtschaft und Öffentlichkeit darzustellen, werden unter anderem die folgenden Fragen gestellt: Kennen Sie die IHK und ihre Dienstleistungen? Wie interessant sind die IHK-Veranstaltungen für Sie? Welchen Nutzen ziehen Sie aus den IHK-Angeboten? Welche Vorschläge haben Sie für die künftige IHK-Arbeit? Prof. Dr. Braehmer bittet die Geschäftsleitungen: Wenn Sie von unseren Studierenden angerufen werden, seien Sie zu einem kurzen Telefongespräch bereit. Ihre Angaben werden vertraulich behandelt. Sie helfen mit, die Leistungen der IHK für unsere regionale Wirtschaft weiter zu verbessern. Als Dank fürs Mitmachen erhalten befragte Teilnehmer und Teilnehmerinnen den Ergebnisbericht der Studie. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wird voraussichtlich März 2009 veröffentlicht. Ansprechpartner: Michael Pieck, IHK Bonn/Rhein-Sieg, Telefon , oder Prof. Dr. Uwe Braehmer, FH Bonn- Rhein-Sieg, Telefon CJD-Bonn will ModUs fortführen Junge Eltern in (Teilzeit-) Ausbildung Petra M. (Name geändert), 23, ist Mutter einer dreijährigen Tochter und macht seit dem 1. August 2007 eine Teilzeitausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation in einem Bonner Unternehmen. Die junge Mutter hatte mit der Geburt des Kindes zunächst die Befürchtung, den Anschluss an den ersten Arbeitsmarkt zu verpassen. Jetzt, nach einem Jahr Ausbildung sagt sie stolz: Ich bin zwar sehr gestresst, aber habe für mich selbst auch das Gefühl jemand zu sein, habe mehr Selbstwertgefühl und fachlich sehr viel gelernt. Petra M. ist froh, das erste Ausbildungsjahr in Teilzeit geschafft zu haben. Statt 40 Stunden arbeitet die junge Frau als Teilzeitauszubildende 30 Stunden pro Woche. Die Berufschule besucht sie zu 100 Prozent. Trotzdem bleibt es für Petra M. bei der Regelausbildungszeit von drei Jahren. Petra M. ist Teilneh- Xenia Lehr, Sabine Hinrichs und Elisabeth Wößner-Schmelzle sind die Ansprechpartnerinnen für ModUs beim CJD in Bonn. (v.l.) merin des Projektes ModUs (modulares Unterstützungssystem für Eltern, Kinder und Betriebe) des CJD Bonn. Das Projekt hilft jungen Müttern und Vätern nicht nur bei der Suche nach einem (Teilzeit- )Ausbildungsplatz. Es bietet Hilfe, bei der Organisation der Kinderbetreuung und des Ausbildungsalltages und informiert die Betriebe über die Möglichkeit der Teilzeit-Ausbildung. Die passgenaue Zusammenführung von Ausbildungsbetrieb und Auszubildender ist das A und O der Arbeit. Auch nach Ausbildungsbeginn werden Teilnehmerinnen und Betriebe weiterhin begleitet. Finanziert wird das innovative Projekt bis zum 31. Januar 2009 von der RheinEnergieStiftung Familie, der ARGE Bonn und dem CJD Bonn selbst. Breite Unterstützung gibt es zusätzlich von der Stadt Bonn durch das Bündnis für Familie, der Agentur für Arbeit Bonn und der IHK Bonn/Rhein-Sieg. 24 Mütter haben die beiden Pädagoginnen Sabine Hinrichs und Elisabeth Wößner-Schmelzle bisher in (Teilzeit- )Ausbildung vermittelt und ihnen damit den Weg ins Berufsleben ermöglicht. Eine Befragung der ausbildenden Betriebe, welche Erfahrungen sie mit den auszubildenden Müttern haben, hat sehr positive Aussagen ergeben, wie folgendes Beispiel bestätigt: Unsere Erfahrung ist, dass sie einen Tick motivierter und viel dankbarer für die Ausbildungsstelle sind. Die Unternehmen bekommen Leute, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. Man bekommt menschlich viel zurück. Eltern in Ausbildung sind das Beste was man kriegen kann, wenn man Ausbildung ernst nimmt. Die Warteliste der an einer Ausbildung interessierten Mütter umfasst inzwischen 45 junge Frauen mit Kindern und der Bedarf an Begleitung der bereits in Ausbildung vermittelten Frauen ist nach wie vor groß. Das CJD will das Projekt fortsetzen und sucht neue Geldgeber, um jungen Frauen bei ihrem Weg in ein selbständiges Leben zu helfen. Nähere Informationen gibt es bei den Projektmitarbeiterinnen Elisabeth Wößner- Schmelzle, Telefon 0228/ , und Sabine Hinrichs, 2 DIE WIRTSCHAFT November 2008

5 Kreative Angebote ICE Mit Intelligenz, Charisma und Elan zur Unternehmerinnen-Region Bonn/ Rhein-Sieg Frauen gründen anders als Männer. Und obwohl Sie in Bildung und Ideenreichtum den Männern in Nichts nachstehen, wagen Frauen viel seltener den Weg in die Selbstständigkeit. Selbstständige Frauen und solche, die es werden wollen, finden jetzt im Projekt ICE Mit Intelligenz, Charisma und Elan zur Unternehmerinnen-Region Bonn/Rhein-Sieg in den nächsten zwei Jahren kreative Angebote. Gezielt spricht das prämierte Konzept gründungsinteressierte Frauen aus verschiedenen Lebenssituationen, aber auch Studentinnen und bereits etablierte Unternehmerinnen an. In 11 Modulen werden unterschiedliche Themenfelder abgedeckt, die von der Entwicklung und Ausarbeitung einer Gründungsidee bis hin zu Überlegungen bei der Expansion eines Unternehmens und dem Ausbau von Unternehmerinnen- Netzwerken reichen. In Workshops werden Einzelthemen vertieft und ein intensiver Erfahrungsaustausch gepflegt. Besonderer Wert wird auf den praktischen Nutzen der Seminare und Workshopangebote gelegt, damit sich die neu erworbenen Kenntnisse umgehend in die unternehmerische Praxis umsetzen lassen. Das gemeinsame Projekt der Wirtschaftsförderungen des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Bonn startete im August 2008 und wird im Projektzeitraum bis Ende 2010 aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW gefördert. Ziel des Projektes ist es, durch Motivation und Information eine deutliche Steigerung der Gründungstätigkeit von Frauen zu erreichen, das Wachstumspotenzial von frauengeführ- ten Unternehmen stärker zu nutzen und durch individuelle Beratungsangebote selbstständige Frauen zu unterstützen. So erhalten beispielsweise beim Vorsorge-Check zukunftsorientiert fünfzig Unternehmerinnen über den gesamten Förderzeitraum ein halbjährliches individuelles Coaching und werden damit kontinuierlich beim Aufbau ihres Unternehmens begleitet. Einige Plätze sind noch frei Bewerbungen noch möglich. Den Schlusspunkt setzt ein Frauen-Business- Tag im September Die Visionen des Projekts gehen aber bis weit über das Ende des Förderzeitrahmens hinaus: Erklärte Ziele bis 2015 sind unter anderem, die Berufsbildung: Anmeldeschlusstermin für die Abschlussprüfung Sommer 2009 Gründungsquote von Frauen auf einen Anteil von 42 Prozent zu steigern und dass von Frauen geführte Unternehmen ihren Umsatz um 15 Prozent erhöhen. Davon wird neben den Gründerinnen auch die Region profitieren. Eine der nächsten Veranstaltungen wird am unter dem Titel Ihr Auftritt bitte Auftrittspräsenz stattfinden. Weitere Informationen: Rhein- Sieg-Kreis, Wirtschaftsförderung, Anita Halft, Telefon , oder Stadt Bonn, Wirtschaftsförderung, Gertrud Hennen, Telefon , E- Mail: Die schriftlichen Prüfungstermine für die Abschlussprüfung im Sommer 2009 wurden in Abstimmung mit dem Kultusministerium wie folgt festgelegt: Kaufmännische Berufe: 1. Tag 12. Mai Tag 13. Mai 2009 Informationsverarb.: Bürokaufmann 28./29. April 2009 Informationsverarb.: Kfm.f.Bürokommunikation 05./06. Mai 2009 Industriell-gewerbl. Berufe: 14./15. Mai 2009 Zur Abschlussprüfung Sommer 2009 müssen alle zur Abschlussprüfung anstehenden Auszubildenden in kaufmännischen und industriell-gewerblichen Ausbildungsberufen von ihren Ausbildungsbetrieben angemeldet werden, deren Ausbildungsverträge im Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse der Kammer eingetragen sind. Zur bevorstehenden Abschlussprüfung werden alle Auszubildenden zugelassen, deren Ausbildungsverträge bis spätestens 30. September 2008 auslaufen. Letzter Anmeldetermin: für die kaufmännischen Berufe und die industriellgewerblichen Berufe 10. Februar 2009, für alle IT-Berufe 20. Januar Dieser Termin ist auch Abgabefrist für die Projektanträge der IT-Berufe Danach eingehende Anmeldungen können aus organisatorischen Gründen nicht mehr berücksichtigt werden. Neuregelung Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für LKW neu geregelt Die Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für LKW sind neu geregelt. So sind vom Fahrverbot bestimmte Zugmaschinen, Transportfahrzeuge für Ausstellungs- Film- und Fernsehmaterial sowie Schaustellerfahrzeuge, selbstfahrende Arbeitsmaschinen, sowie Abschlepp- und Reparaturfahrzeuge ausgenommen. Auf Antrag sind weitere Ausnahmen für den Transport von lebenden Tieren, Schnittblumen, verderblichen Lebensmitteln, landwirtschaftlichen Erzeugnissen in deren Erntezeit sowie Fahrten vom Oldtimer- LKWs zu Messen und Ausstellungen möglich. Weitere Einzelheiten unter Wurden die möglichen Verkürzungen bei Vertragsabschluss nicht berücksichtigt, ist eine nachträgliche Verkürzung während der Ausbildungszeit möglich. Die Vertragsveränderung ist jedoch spätestens 1 Monat vor dem Anmeldeschlusstermin der Kammer einzureichen. Die Anmeldeformulare für alle zur Prüfung anstehenden Auszubildende werden den Ausbildungsbetrieben von der Kammer rechtzeitig übersandt. Aus gegebener Veranlassung wird darauf hingewiesen, dass eine Anmeldung per Telefon, Fax oder NICHT erfolgen kann! Die Anmeldeformulare sind daher im Original bis spätestens letzter Anmeldetermin ausgefüllt und unterschrieben der zuständigen Kammer zurückzusenden. Anträgen auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung kann in der Regel entsprochen werden, wenn der Auszubildende während der Ausbildungszeit im Betrieb überdurchschnittliche Leistungen erbracht und zum Zeitpunkt der Prüfung alle Kenntnisse und Fertigkeiten entsprechend der Ausbildungsordnung erworben hat. In der Berufsschule müssen die Leistungen in den für die Berufsbildung wesentlichen Fächern mindestens befriedigend betragen. Antragsformulare auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung müssen bei der Kammer so rechtzeitig angefordert werden, dass die o.a. Anmeldeschlusstermine unbedingt eingehalten werden können. DIE WIRTSCHAFT November

6 Unternehmen setzen zunehmend auf Zusammenarbeit Netzwerke und Branchenplattformen in NRW Eine kompakte Aufstellung wichtiger Netzwerke und Branchenplattformen in Nordrhein-Westfalen haben die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in NRW herausgegeben. In der 160-seitigen Broschüre werden über 145 Netzwerke und Branchenplattformen auf den Gebieten von Automotive, Informations- und Kommunikationstechnologie, Life Science, Maschinenbau, Energie, Umwelt und Wasserwirtschaft, Mikrosystemtechnik und Optische Technologien, Produktion und Werkstoffe präsentiert. Das Arbeiten in Unternehmensverbünden wird für die Unternehmen immer wichtiger. Sie setzten zunehmend auf Zusammenarbeit - untereinander, innerhalb ihrer Branchen und mit Partnern aus Forschung, Verwaltung und Politik. So entstehen Netzwerke, in denen die Akteure Informationen austauschen, gemeinsame Projekte angehen und Synergieeffekte nutzen, erläutert Wolf Pohl, Bereichsleiter Industrie/Innovation der IHK Bonn/Rhein-Sieg: Voraussetzung einer erfolgreichen Netzwerkarbeit ist Vertrauen. Partner treten in Vorleistung im Vertrauen, dass ihr Engagement nicht nur genutzt, sondern auch beantwortet wird ebenfalls mit dem Einsatz von Ressourcen und Engagement. Die Kooperation stärkt letztlich alle. Ist das erst einmal erkannt, werden Netzwerke zu Selbstläufern, der Erfolg macht sie attraktiv. Die Broschüre kann bei Wolf Pohl, IHK Bonn/Rhein-Sieg, Telefon: , gegen eine Schutzgebühr von 20 Euro angefordert werden. Fachbroschüre Praktische Arbeitshilfe Import/Export Hilfe beim Ausfüllen von Import- und Exportdokumenten erhalten außenhandelsorientierte Unternehmen durch die 14. Auflage (Stand: Juni 2008) der Praktischen Arbeitshilfe - Import/Export. In dieser Fachbroschüre werden die wichtigsten Formulare für den Warenverkehr innerhalb der EU sowie mit Drittländern vorgestellt und deren Bearbeitung anhand von Musterbeispielen erläutert. Außer diesen umfassenden Basisinformationen bietet die kostenlos beiliegende CD- ROM die Möglichkeit, Zolldokumente (z. B. Ausfuhr- und Einfuhranmeldung, Carnet A.T.A., Ursprungszeugnis, Warenverkehrsbescheinigung EUR. 1) am PC auszufüllen. Die Praktische Arbeitshilfe - Import/Export kann von Interessenten zum Preis von 27,95 Euro inkl. CD-ROM-Ausfüllanleitung und Versand bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg unter der Tel.-Nr.: (Service-Center) oder (Rainer Ludwig) angefordert werden. Neue Publikation Die Region als Standort der Medien und Kongresse Die Mediengruppe Hauff gibt unter der Dachmarke sicht.punkt Porträts von führenden Wirtschaftsstandorten in Deutschland heraus. Die inhaltlich und gestalterisch hochwertigen Wirtschaftspublikationen werden zum Einen eine zuverlässige Informationsquelle für Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung sein und zum Anderen der weiteren Entwicklung und Vermarktung der Region dienen. Die IHK Bonn/Rhein-Sieg hat das Angebot der Mediengruppe Hauff sehr gerne aufgegriffen, eine Publikation für den Wirtschaftsraum Bonn/Rhein-Sieg zu erstellen. Sie wird im Frühjahr 2009 veröffentlicht. Inhaltlicher Schwerpunkt wird dabei der Medien- und Kongressstandort Bonn/Rhein-Sieg sein. Mehr als Exemplare dieser zweisprachigen Wirtschaftsstandortbroschüre bieten eine Kommunikationsplattform bei nationalen und internationalen Messen und Fachveranstaltungen. Sie spricht durch gezielte Auslagen und Versendung sowohl politische Mandats- als auch wirtschaftliche Entscheidungsträger bzw. Führungskräfte an. Investoren aus dem In- und Ausland sollen vom Standort Bonn/ Rhein-Sieg mit seiner Kompetenz als etabliertem und wachsendem Medienund Kongressstandort überzeugt werden. Der Wirtschaftsraum Bonn/ Rhein-Sieg wird in aktueller und kompakter Form mit seinem Leistungspotenzial aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung umfassend dargestellt. Global Player, regionale und standortprägende (Familien-)Unternehmen sowie Institutionen haben die Möglichkeit, sich in Form von Firmenporträts und Interviews zu präsentieren. Aufgrund der hochwertigen Aufmachung und gezielten Verbreitung eignet sich dieses Kontaktmedium auch für das eigene Unternehmensmarketing. Weitere Informationen bei: IHK-Pressesprecher Michael Pieck, Telefon , Fax , Existenzfestigungstag am Mittwoch, 26. November 2008, 17:00 Uhr Wie komme ich an Kunden? Wie komme ich an Geld? Diese Themen stehen im Vordergrund dieses Existenzfestigungstages. In 4 Vorträgen von Experten aus den Bereichen Marketing, Finanzierung und Fördermittel erhalten Sie Informationen und Anregungen, die möglicherweise auch für Ihr unternehmerisches Vorgehen interessant und sinnvoll sein könnten. Weitere Auskünfte erteilt Wolfgang Löhrer Anmeldung unter der Fax Nr oder unter der Weiterführende Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie auch auf unserer Homepage Webcode: Veranstaltungsort: IHK Bonn/Rhein-Sieg, Bonner Talweg 17, Bonn Energie und Kosten sparen......durch effiziente Beleuchtungssystem Licht spielt in Produktionshallen, Verkaufs- und Bürogebäuden eine große Rolle. Eine optimierte Beleuchtung verbessert die Ergonomie am Arbeitsplatz und sorgt in Verkaufsräumen und Büros für eine angenehme Atmosphäre. In vielen Fällen wird der Stromverbrauch alter Beleuchtungssysteme jedoch vernachlässigt. Werden moderne Beleuchtungssysteme eingesetzt, lassen sich bis zu 80 % der Energiekosten durch eine Neuinstallation einsparen. Insbesondere im Hinblick auf die immer weiter steigenden Strompreise macht deshalb eine genaue Analyse der Beleuchtungssituation im eigenen Unternehmen Sinn. Wie Beleuchtungstechnik in den unterschiedlichen Branchen energie- und kosteneffizient gestaltet werden kann und welche Rahmenbedingungen hierbei zu beachten sind, soll in der Veranstaltung am 20. November 2008, Uhr Uhr, erläutert werden. Vorgestellt werden auch die Möglichkeiten des Lichtcontractings sowie die Erfahrungen eines regionalen Produktionsbetriebes mit der Beleuchtungssanierung. Weitere Infos und Anmeldung auf der IHK-Homepage Web-Code Veranstaltungsort: IHK Bonn/Rhein-Sieg, Bonner Talweg 17, Bonn 4 DIE WIRTSCHAFT November 2008

7 Konjunkturumfragen: Wichtig für die Wirtschaftspolitik Wie ist Ihre derzeitige Geschäftslage? Hat sich Ihre Gewinnlage geändert? Planen Sie weiteres Personal einzustellen? Mit welcher Exportentwicklung rechnen Sie? Diese und weitere Fragen stellt die IHK Bonn/Rhein-Sieg dreimal pro Jahr Unternehmen aus der Region. Zu Jahresbeginn, im Frühsommer und im Herbst werden von den kammerzugehörigen Unternehmen zur konjunkturellen Entwicklung befragt. Damit ist die IHK immer am Puls der Betriebe. In dieser Ausgabe präsentieren wir Ihnen die Konjunkturumfrage zum Herbst Die dargestellten Einschätzungen geben die Meinung der Mitgliedsunternehmen aus Bonn und dem Rhein-Sieg Kreis wieder. Der Zeitraum der Befragung erstreckt sich von Mitte August bis Anfang September. Um die Gesamtentwicklung der gewerblichen Wirtschaft abzubilden werden Unternehmen aus den Branchen Industrie, Dienstleistung, Groß- und Einzelhandel sowie Gastronomie und Hotellerie befragt. Die Zusammensetzung aus unterschiedlichen Betriebsgrößenklassen gewährleistet ein hohes Maß an Repräsentativität. Die Umfrageergebnisse sind eine wichtige Erkenntnisquelle für die Wirtschaftspolitik. Als wirtschaftspolitische Interessenvertretung vor Ort nimmt die IHK Einfluss auf die Gestaltung der Politik, wie z. B. auf die Reform der Erbschaftsteuer. Die Ergebnisse werden in Pressekonferenzen vorgestellt, in Gespräche mit Abgeordneten einbezogen und dienen als Diskussionsgrundlage für kommunale Wirtschaftsgespräche. Sie werden aber auch als wesentliche Grundlage für unternehmerische Entscheidungen hinzugezogen. Die Konjunkturberichte aller 80 Industrie- und Handelskammern sind die Basis für die Konjunkturumfrage des DIHK, die ihrerseits wiederum eingeht in die konjunkturelle Bewertung, wie sie z. B. vorgenommen wird vom Sachverständigenrat, der Deutschen Bundesbank und der Bundesregierung. Mehr als Unternehmen nehmen deutschlandweit an den Konjunkturumfragen der Industrie- und Handelskammern teil. Carina Nillies Konjunkturexpertin der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg DIE WIRTSCHAFT November

8 Weniger Bewerber, aber eine gleich hohe Anzahl an Ausbildungsstellen und erheblich weniger Jugendliche ohne Ausbildungsplatz oder Übergangsalternative als im vergangenen Jahr; so lautet die Bilanz der Berufsberatung über die Ausbildungssituation 2007/2008 im Wirtschaftsraum Bonn/Rhein-Sieg. Rein zahlenmäßig konnte jedem ausbildungssuchenden Jugendlichen ein Ausbildungsangebot unterbreitet werden. Mit 55 unversorgten Bewerberinnen und Bewerbern zum 30. September 2008 (nur noch zwanzig zum ) lag die Zahl um 37 oder ein gutes Drittel (- 40,2 Prozent) niedriger als im vergangenen Jahr. Einer gesunkenen Anzahl von bei der Berufsberatung gemeldeten Ausbildungsbewerberinnen und -bewerbern (4.111 Bewerber entsprechen einem Minus von 6,6 Prozent zum Vorjahr) stand ein gegenüber dem Vorjahr unverändert hohes Angebot an von den Betrieben gemeldeten Ausbildungsstellen gegenüber (4.315). Diese gute Nachricht verkündeten Marita Schmickler-Herriger, Leiterin der Freuten sich über die guten Ausbildungsplatzzahlen: Alois Blum (Kreishandwerkerschaft), Ralf Steinhauer und Marita Schmickler-Herriger (Agentur für Arbeit), Jürgen Hindenberg (IHK) und Thomas Radermacher (Kreishandwerkerschaft). 6 DIE WIRTSCHAFT November 2008

9 DIE WIRTSCHAFT November

10 Junge Wirtschaft 2009 mit Ausbildungs-Atlas Ausbildung: Sichern Sie sich die Fachkräfte von Morgen! im Frühjahr 2009 erscheint wieder die Junge Wirtschaft, eine Sonderausgabe der Kammerzeitung Die Wirtschaft, die sich besonders an Schulabgänger und deren Eltern und Lehrer richtet wird sie erstmals kombiniert mit dem begehrten Ausbildungs-Atlas herausgebracht. Im Ausbildungs- Atlas finden Schulabgänger und Ausbildungssuchende zukünftig nicht nur die Betriebe der IHK Bonn/Rhein-Sieg nach Berufsgruppen geordnet mit Adressen und Ansprechpartnern, sondern auch eine Übersicht über Praktikumsplätze und Angebote des Dualen Studiums. Gestaltet und redaktionell unterstützt wird das Magazin wie in den letzten Jahren von unseren Auszubildenden. Anhand von Beispielen erklären sie, wie eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein sollte, wie ein Vorstellungsgespräch abläuft und wie man sich darauf vorbereitet also genau die Themen, die Schulabgänger interessieren und die Ihnen als Arbeitgeber die Auswahl geeigneter Bewerber leichter machen. Begegnen Sie dem demografischen Wandel. Bilden Sie aus und sichern sich auch auf diesem Wege die Fachkräfte von Morgen. Wir geben Ihnen hier die Möglichkeit, über diese erweiterte Sonderausgabe Ihre Firma für zukünftige Azubis interessant zu machen und gezielt anzusprechen: Unterstützen Sie uns mit einer Farb-Anzeige von 1/8 bis zur ganzen Seite. Für nähere Informationen wenden Sie sich an die betreuende Kommunikationsagentur. Als Ansprechpartnerin steht Ihnen Jana Koliotassis, Telefon 02241/ oder per an zu Verfügung. Die Auflage von Exemplaren war in diesem Jahr nach nur vier Monaten vergriffen. Zusätzlich zu individuellen Anforderungen erfolgte die Verteilung unter anderem über über die Stadt Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis, die Schulämter, die Lehrstellenbörsen in der Region, das Lernfest sowie die regionalen Ausbildungsbörsen. Ich danke Ihnen schon heute für Ihre Unterstützung. Herzlichst, Ihr Jürgen Hindenberg Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg, Hauptgeschäftsführer Alois Blum von der Kreishandwerkerschaft in Begleitung des Kreishandwerkmeisters Thomas Radermacher sowie Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, bei der Vorstellung der Ergebnisse des Ausbildungsjahres 2007/2008. Der Ausbildungsmarkt hat sich mit der guten Konjunktur verbessert. Betriebe spüren den Fachkräftebedarf, wissen um die demografische Entwicklung und investieren insofern stärker in Ausbildung, so Schmickler-Herriger. Aber auch die intensiven Ansprachen der Betriebe durch die Berufsberatung, durch die Kammern, die Kreishandwerkerschaft und andere haben bewirkt, dass sich die Gesamtsituation auf dem Ausbildungsmarkt aufgehellt hat. Für 97 Prozent der gemeldeten Stellen fand die Berufsberatung passende Bewerber und Bewerberinnen. Lediglich 141 der Arbeitsagentur gemeldeten Stellenangebote der Arbeitgeber waren zum Ende des Berufsberatungsjahres unbesetzt. So gab es beispielsweise noch 25 unbesetzte Stellen für Kaufleute der verschiedenen Fachrichtungen und elf unbesetzte Stellen für Fachinformatiker. Spitzenleistung des Handwerks in der Ausbildung Die Handwerksunternehmen in der Region Bonn-Rhein-Sieg steigerten im Ausbildungsjahr 2008 nochmals deutlich ihre Ausbildungsleistung. Die Messlatte lag sehr hoch mit einer Steigerung im Vorjahr von fast elf Prozent, auf die nochmals aufgelegt werden sollte, so Alois Blum, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bonn.Rhein-Sieg. Entgegen den Befürchtungen im Sommer 2008, dass die Ausbildungsverträge nicht das Niveau des Vorjahres erreichen würden, konnte zum eine Steigerung der neuen Ausbildungsverträge um 2,4 Prozent auf festgestellt werden. IHK meldet historisches Hoch an Ausbildungstellen Die IHK-zugehörigen Unternehmen haben im Ausbildungsjahr 2008 das ohnehin gute Vorjahresergebnis noch einmal deutlich übertroffen. Mit neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurde ein Plus von 5,1 Prozent erzielt, das ist der höchste Stand seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich 8 DIE WIRTSCHAFT November 2008

11 zu 2003, dem letzten Jahr vor dem Ausbildungspakt, wurden insgesamt 27,42 Prozent mehr Lehrverträge registriert. Die Ausbildungsbereitschaft im Bezirk der IHK Bonn/Rhein-Sieg ist ausgesprochen hoch, kommentiert Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Bonn/Rhein- Sieg, die aktuellen Zahlen: Wir führen dies zum einen auf die gute wirtschaftliche Situation und zum anderen auf den demografischen Wandel zurück, der sich in einigen Bereich schon mit einem Fachkräftemangel bemerkbar macht. Viele kleine und mittelständische Unternehmen benötigen Fachkräfte, um weiter wachsen zu können und setzen dabei auf eine eigene Ausbildung. Für die Zukunft gelte es die Anstrengungen um eine bessere Qualifikation der Bewerber fortzusetzen. Hier leistet die Wirtschaft in der Region bereits auch mit finanziellen Mitteln - ihren Beitrag, so Hindenberg. Er wies dabei besonders auf das Haus der Berufsvorbereitung hin, wo Haupt- und Förderschüler neben ihrer Schule qualifiziert werden, sowie auf das Projekt TuWas!, das den Technik- und naturwissenschaftlichen Unterricht in den Grundschulen fördert. Hindenberg: Unsere Region ist auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen, hier schöpfen wir leider noch nicht alle Potenziale auf der Bewerberseite aus. Die Stadt Bonn und der Rhein- Sieg-Kreis haben mit weiteren Partnern so auch mit der IHK Bonn/ Rhein-Sieg eine gemeinsame Grundsatzvereinbarung zum Übergangsmanagement Schule Ausbildung Erwerbsleben getroffen. Dieser Ansatz muss weiter mit Inhalten gefüllt werden und zu einer messbaren Verminderung der Jugendlichen in sogenannten Warteschleifen führen. Auch die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze muss deutlich sinken. 1. Regionaler Tag der Ausbildung Die IHK Bonn/Rhein-Sieg richtet am Freitag, 19. Dezember, ab 12 Uhr, in der Stadthalle Bad Godesberg ihren 1. Regionalen Tag der Ausbildung aus. Neben einer Ausstellung mit Bildungsverlagen und Medien finden Foren und Diskussionsveranstaltungen rund um das Thema Ausbildung statt. Um 18 Uhr schließt sich dann die Ehrung der kammerbesten Auszubildenden und der Betriebe an. Nähere Informationen und Anmeldung bei Dario Thomas, IHK Bonn/Rhein-Sieg, Bonner Talweg 17, Bonn, Telefon 0228/ oder -178, Fax 0228/ , Zuverlässige Altersvorsorge im Betrieb. Mit dem VR-FinanzPlan Mittelstand. Die Zukunft meines Unternehmens ist gesichert. Die meiner Mitarbeiter auch. Hans Behrens, Spediteur, eines unserer 16 Millionen Mitglieder. Betriebliche Altersvorsorge Durch unsere besondere Beratung mit dem VR-FinanzPlan Mittelstand sind Sie und Ihre Mitarbeiter auch im Alter finanziell unabhängig. Analyse der gesetzlichen Anforderungen Maßgeschneidertes Angebot für Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter Nutzung steuerlicher Begünstigungen Volksbanken Raiffeisenbanken DIE WIRTSCHAFT November

12 Die konjunkturelle Lage im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg (IHK) trübt sich ein. Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der sich aus den Beurteilungen der Unternehmen bezüglich ihrer gegenwärtigen Geschäftslage und ihren Erwartungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung zusammensetzt, liegt im Herbst 2008 mit +96,3 Punkten deutlich unter dem Index der Vorumfrage vom Frühsommer (+107,0), und somit zum ersten Mal seit 2005 unter der 100er Grenze. Zum vierten Mal in Folge stufen die Unternehmen ihre Einschätzungen schlechter ein als in der Vorumfrage. Die Lageeinschätzung ist dabei optimistischer als die Beurteilung der Geschäftserwartungen. Bei den Geschäftserwartungen überwiegen die skeptischen Stimmen. Die Investitionsneigung zeigt sich in den kommenden Monaten weniger dynamisch. Annähernd jedes dritte Unternehmen plant weniger zu investieren. Energie- und Rohstoffpreise wirken sich dämpfend auf die Investitionsvorhaben aus. Zusätzlich erschweren gestiegene Kreditstandards aufgrund der Finanzmarktturbulenzen in den USA risikoreiche Investitionen. Konjunkturumfrage Herbst 2008 Konjunktur in der Region lässt nach Das Exportvolumen trotzt der weltweiten Konjunkturabkühlung. Die Auftragsbücher sind voll. 29 Prozent der Betriebe rechnen mit Zuwächsen beim Auslandsgeschäft, nur 21 Prozent verzeichnen Einbußen. Insbesondere die Industrie rechnet mit steigendem Exportvolumen, was sich auf das zukünftige wirtschaftliche Wachstum positiv auswirken könnte. Die Arbeitsmarktreformen zeigen nur langsam ihre Wirkung. Die Beschäftigungsabsichten bleiben bei den Unternehmen auf annähernd gleichem Niveau. Die Beschäftigungspläne deuten darauf hin, dass es zunehmend schwerer wird, geeignetes Fachpersonal zu finden. Der IHK-Indikator gibt nach. Die hohen Energie- und Rohstoffkosten schlagen bei den Unternehmen in der Region zu Buche. Weitere staatliche Regulierungen sowie die Erwartung steigender Lohnkosten trüben die Zukunftseinschätzungen der Unternehmen. Ein positiver Trend zeigt sich im Exportgeschäft. Die IHK-Präsident Dr. Ernst Franceschini hohe Qualität der Waren und Dienstleistungen der hiesigen Unternehmen wird im Ausland geschätzt. Die Unternehmen sind im internationalen Wettbewerb gut aufgestellt. Trotzdem blicken die Betriebe angesichts der wirtschaftspolitischen Weichenstellungen sorgenvoll in die Zukunft. Die Diskussion um die Erbschaftssteuer verunsichert insbesondere Familienbetriebe ganz erheblich. Die Unternehmen befürchten aufgrund der Reform zusätzlichen Bürokratieaufbau. Durch die Lohnsummenregel und die Behaltensfrist von Betriebsvermögen sind sie im wirtschaftlichen Handeln eingeschränkt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben müssen die Betriebe flexibel am Markt agieren können. Staatliche Regulierungen sind hier fehl am Platz, sagte Dr. Ernst Franceschini, Präsident der IHK Bonn/Rhein-Sieg, bei der Vorstellung der IHK-Konjunkturumfrage im Herbst Die einzelnen Branchen im Überblick Im verarbeitenden Gewerbe ist der Klimaindex im Herbst 2008 erneut gesunken und rutscht erstmalig seit dem Frühsommer 2005 mit +99 Punkten unter die 100er Grenze. Zum vierten Mal in Folge hat sich der Indexwert zur Vorumfrage verschlechtert. Die hohen Energie- und Rohstoffpreise schwächen die Industrie. In der Dienstleistungsbranche stabilisiert sich der Klimaindex auf hohem Niveau. Der Dienstleistungssektor ist in der Region am stärksten ausgeprägt. Die hohen Umfragewerte zeigen, dass die Dienstleistungsunternehmen im internationalen Wettbewerb stark positioniert sind. Im Einzelhandel sind die Unternehmen pessimistischer. Der Index des Einzelhandels gibt nach. Die Belebung der Konsumnachfrage, wie sie aufgrund der 10 DIE WIRTSCHAFT November 2008

13 positiven Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt erhofft wurde, bleibt weiterhin aus. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Großhandel, des Index gibt deutlich nach. Die Stimmung im Handel ist spürbar eingetrübt. Im Gastgewerbe zeigt sich erstmalig seit Jahresanfang 2007 ein Aufwärtstrend. Nicht nur die aktuelle Lage wurde nicht mehr so schlecht eingestuft, auch der Pessimismus hinsichtlich des weiteren Verlaufs hat deutlich nachgelassen. Industrie: Derzeitige Lage besser als Zukunftseinschätzungen Die Industrieunternehmen schätzen ihre derzeitige Lage überwiegend optimistisch ein. Die positiven Stimmen überwiegen die negativen. Die Finanzmarktkrise scheint die Industrieunternehmen in der Herbstumfrage kaum zu belasten. Einbrüche an den Börsen, Rezssionsängste und Unsicherheiten an den Finanzmärkten den Unternehmen in der Region Bonn/Rhein-Sieg bläst ein heftiger Gegenwind ins Gesicht. Dennoch kann von einer Kreditklemme keine Rede sein. Dies ergab eine Blitzumfrage der IHK in der Region Bonn/Rhein-Sieg. Allerdings haben sich die Finanzierungsbedingungen verschlechtert. Insbesondere bei Planungen risikoreicher Projekte und bonitätsschwacher Unternehmen sehen die Kreditinstitute genauer hin. Dies kann nur eine notwendige Folge aus der Finanzkrise sein. Die Situation auf den Finanzmärkten ist bedenklich. Dennoch besteht für die Region kein Grund zur Beunruhigung, so IHK-Präsident Dr. Franceschini. Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen (71,7 Prozent) geben an, dass die Erfahrungen mit ihrer Hausbank gleich geblieben sind. 25,3 Prozent beklagen verschlechterte Bedingungen. Dies zeigt sich auch an der Gewinnlage. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen berichten, dass die Gewinne gleich geblieben sind, 22,7 Prozent verzeichnen einen Anstieg ihrer Gewinne. Als Hauptmotiv für diese positive Entwicklung gaben die Unternehmen Produktinnovationen und Kapazitätsausweitungen an. Das hohe Innovationsniveau ist ein Indiz dafür, dass neue Produktideen das Standbein des Wachstums in der Industrie sind. Deutsche Industrieprodukte erfreuen sich aufgrund ihrer guten Qualität an Beliebtheit im Ausland. Dies spiegelt sich in der positiven Auslandsnachfrage. Die Auftragseingänge aus dem Ausland verzeichnen Zuwächse. Positive Impulse zeigen sich auch im Exportvolumen. Mehr als ein Drittel der Betriebe reagiert darauf mit steigenden Preisen, 27,2 Prozent planen ihre Preise zu senken. Ein weiterer Grund für die steigenden Preise liegt darin, dass die Unter- DIE WIRTSCHAFT November ,9 Prozent der Betriebe erwarten keine negative Ausweitung auf ihre Geschäfte durch die Turbulenzen an den Finanzmärkten. Eingetrübte Aussichten beklagen 33,6 Prozent. Deutlich verschlechtert haben sich die Geschäftserwartungen bei 12,1 Prozent. Somit ist die Anzahl der Unternehmen ohne Auswirkungen auf die Geschäftslage annähernd genau so hoch wie die mit einer Verschlechterung der Geschäftslage. Die geringste Beeinträchtigung durch Turbulenzen zeigt sich im Dienstleistungssektor: knapp die Hälfte (48,6 Prozent) der befragten Dienstleister geben an, dass sich die Geschäftserwartungen nicht verändert haben. Starke Einschränkungen verzeichnet dagegen der Handel. Mehr als ein Drittel der Handelsunternehmen geben an, dass sich die zukünftigen Geschäftsperspektiven eingetrübt haben, 16,1 Prozent sprechen von einer deutlichen Verschlechterung. Ein ähnliches Bild zeigt sich in den Investitionserwartungen. Bei der Frage nach der Veränderung der Investitionserwartungen durch Turbulenzen geben 61,5 Prozent keine Auswirkungen an. 27,9 Prozent der Betriebe planen ihre Investitionsvorhaben aufgrund der Krise herunterzuschrauben. nehmen die gestiegenen Rohstoffpreise einkalkulieren, und an ihre Kunden weitergeben. Die Erwartungen der Industriebetriebe haben sich erneut abgekühlt. Die Belastungsfaktoren haben für die Industrie deutlich zugenommen. Energie- und Rohstoffpreise sind rasant gestiegen und belasten die Wirtschaft. Die Gewinnmargen von energie- und rohstoffintensiv produzierenden Unternehmen, welche nur vereinzelt die Kostenbelastungen an die Kunden weitegeben können, werden geschmälert. Die US-Konjunktur hat sich infolge der Finanzmarktkrise deutlich abgekühlt. Investitionen und der private Verbrauch haben in den USA spürbar abgenommen. Durch die konjunkturelle Schwäche der USA sinkt die Nachfrage nach deutschen Produkten. Dies schlägt bei den Unternehmen zu Buche. Ferner sinken die Auftragseingänge aus dem Inland. Dadurch wird auch die Investitionsdynamik der Betriebe gedämpft. Die Anzahl der Unternehmen, die keine Investitionen tätigen werden, ist im Vergleich zu den Betrieben ohne Investitionsabsichten in der Überzahl. Die pessimistischen Zukunftseinschätzungen schlagen auf die Beschäftigungspläne durch. Knapp ein Drittel der Befragten werden Personal abbauen. 11

14 Neues Luxusdomizil öffnet im Spätsommer 2009 BonnVisio Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG: Das 5-Sterne-Hotel Elysion hat am Bonner Bogen Richtfest gefeiert. Das neue Luxusdomizil am Rhein verfügt über 254 Zimmer und First Class-Suiten, eine bis zu 21 Meter hohen, multifunktionale Glashalle für Events und Tagungen und eine Quadratmeter große Rheinterrasse. Die Eröffnung des Hotels ist für den Spätsommer 2009 geplant. Bauherr und Investor des 100 Millionen-Euro-Projekts ist der private Bestandshalter BonnVisio. Die extravagante, unverwechselbare Hotelarchitektur mit einer zum Rhein hin abfallenden Gebäudesilhouette hat der Bonner Architekt Karl-Heinz Schommer Über qm groß ist die Eventhalle des neuen Hotels auf dessen Dach sich noch ein Swimming-Pool befindet. entwickelt. Mit einer Symbiose aus passiver Sonnenenergie, intelligenten Kühlsystemen und Ressourcen schonendem Klimakonzept auf Geothermiebasis setzt das Hotel auf das green building. Mit dem Hotel schaffen wir ein Angebot, das es in diesem Segment bislang nicht gibt, erläutert Geschäftsleitungsmitglied Ludwig Frede. Es wird den Bonner Hotelmarkt hervorragend ergänzen und den Standort weiter beleben. Die expandierende Kultur- und Kongressstadt Bonn erhalte mit dem Hotel Elysion eine international ausgerichtete Topadresse für Touristen, Geschäftsleute und Besucher. Das Bonner Hotelangebot von derzeit unter Betten werde sich damit nach zehn Jahren wieder positiv entwickeln. Kräftig aufgestockt werden mit einer Gesamtfläche von rund Quadratmetern auch die Eventkapazitäten. Präsentationen von Firmen und Produkten, Musikevents oder Modeschauen können an diesem besonderen Ort eindrucksvoll inszeniert werden. Dienstleistung: Einschätzung der Lage ist bei der Hälfte der Unternehmen gut Im Dienstleistungssektor bleibt das Geschäftsklima auf hohem Niveau. Mehr als die Hälfte der Industriebetriebe beurteilt ihre derzeitige Geschäftslage positiv. Insbesondere in der Datenverarbeitung sowie den Wirtschafts- und Unternehmensberatungen hat sich das Geschäftsklima aufgrund der günstigen Auftragslage verbessert. Das Geschäftsklima der Dienstleister stabilisiert sich auf hohem Niveau. Die Dienstleistungsunternehmen bleiben der Impulsgeber für den Arbeitsmarkt in der Region. Dies spiegelt sich auch in den Beschäftigungsplänen wieder. Mehr als ein Drittel der Dienstleister werden ihr Personal aufstocken. Hoffnung macht auch die Beurteilung der Gewinnlage. 37,8 Prozent der Dienstleistungsbetriebe berichten, dass sich ihre Gewinnlage verbessert hat. Als Hauptgrund werden von der Hälfte der Befragten Produktinnovationen angegeben. Die Einschätzung der zukünftigen Geschäftslage ist bei der Hälfte der befragten Dienstleister in der Herbstumfrage positiv. Mut für die nächsten Monate Wirtschaft von Köln bis Bonn Artikel-, Foto- und Videobeiträge zur regionalen Wirtschaft. Aktuell, regional und jederzeit für Sie da!» koeln-bonn.business-on.de 12 DIE WIRTSCHAFT November 2008

15 macht auch das Exportvolumen. Der Saldo steigt. Dies ist ein Indiz dafür, dass die Nachfrage im Ausland nach Dienstleistungen aus der Region trotz der weltweiten Konjunkturschwäche auf einem soliden Niveau bleibt. Die Umsätze weisen weiterhin auf substantielles Wachstum hin. Hier stemmen sich die Dienstleister gegen den Gesamttrend aus den anderen Branchen. Der Umsatzsaldo steigt von +8,4 Punkten in der Vorumfrage auf +27,8 Punkte. Der hohe Saldo ist ein Indiz dafür, dass der Aufschwung der Dienstleister auf einem starken Fundament steht. Einzelhandel: Einschätzungen zur Geschäftslage haben sich erneut eingetrübt Im Einzelhandel haben die Befragten erneut ihre Beurteilung der Geschäftslage nach unten korrigiert. Die Zahl der Unternehmen, die ihre Wirtschaftslage als schlecht einschätzt überwiegt die positiven Stimmen. Ein Grund für das abflauende Geschäftsklima im Einzelhandel ist, dass der private Verbrauch als wichtigster Bestandteil der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage nicht in Gang gekommen ist. Die erwartete Konsumnachfrage bleibt trotz positiver Signale vom Arbeitsmarkt aus. Der entscheidende Grund liegt im Anstieg der Lebensmittel- und Energiepreise. Durch die zunehmende Inflation sind die nominalen Einkommenszuwächse vollständig ausgeschöpft worden. Wegen der Unsicherheit über die weitere Entwicklung haben die Haushalte ihre Konsumausgaben eingedämmt. Der Konsumrückgang spiegelt sich insbesondere in den Umsätzen der Einzelhändler. Die Hälfte der befragten Unternehmer verzeichnet gesunkene Umsätze. Die Erwartungen im Einzelhandel haben sich im Herbst erneut abgekühlt. Die Unternehmer blicken mit Skepsis auf das anstehende Weihnachtsgeschäft. Die schwache Konsumnachfrage könnte sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. DIE WIRTSCHAFT November 2008 Die Investitionsneigung der Einzelhändler fällt nur sehr verhalten aus. Nur 18,8 Prozent der Unternehmen planen zukünftig vermehrt zu investieren. Dafür werden mehr als 50 Prozent der befragten Unternehmen ihre Preise anheben und somit gestiegene Kosten wie z. B. die Energiekosten auf die Kundschaft abwälzen. Großhandel: Aktuelle Geschäftslage befriedigend Hinsichtlich der Wirtschaftslage haben die optimistischen Stimmen stark abgenommen. Diese sehen ihre Lage jetzt jedoch nur vereinzelt schlecht, die Mehrheit beurteilt ihre Geschäftslage befriedigend. Es hat demnach eine Verschiebung der Stimmen von gut nach befriedigend stattgefunden. Ein ähnliches Bild wie bei den Umsätzen der Einzelhändler zeigt sich im Großhandel. Die Hälfte der befragten Großhändler beklagt gefallene Umsätze. Die Zukunftsperspektiven der Großhändler zeigen ein ähnliches Bild wie die Lageeinschätzung. 41,7 Prozent der befragten Großhandelsunternehmen blicken mit Skepsis in die Zukunft. Insbesondere der Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren, Altmaterial und Reststoffen sieht seine zukünftige Geschäftslage eher ungünstig. Die Skepsis schlägt auf die Personalpläne durch. Die Anzahl der Unternehmen, die zukünftig Personal einstellen wird, unterliegt den Unternehmen mit gleichbleibenden Personalzahlen. Gastgewerbe: Erstmalig seit Jahresanfang 2007 etwas optimistischer Die derzeitige Lage im Gastgewerbe wird zwar immer noch von der Mehrheit der Unternehmen skeptisch eingeschätzt, jedoch steigt die Zahl der Optimisten leicht an. Insbesondere die Hotellerie korrigiert ihre Lagebewertung positiv nach oben. Die leicht verbessere Lageeinschätzung veranlasst die Hotels und Gaststätten in der Region Bonn/Rhein-Sieg zu weite- SCHREIBEN DRUCKEN EINRICHTEN HOCHWERTIGE PRODUKTE NAMHAFTER HERSTELLER EDLE DRUCKSACHEN FÜR JEDE GELEGENHEIT IHR MEDIABERATER FÜR FIRMENWERBUNG INDIVIDUELLE BÜROS NACH IHREN WÜNSCHEN TRADITION TRIFFT INNOVATION 13

16 ren Investitionen. Ausschlaggebend für die Investitionsdynamik ist die positive Entwicklung von Bonn/Rhein-Sieg als internationaler Kongressstandort. Die Betriebe stellen sich frühzeitig auf weitere Besucher ein. Der Tagungstourismus wird die Region positiv beleben. Noch ist Auslastung jedoch nicht auf einem wünschenswerten Niveau. In der Gastronomie verbessert sich der Saldo kaum merklich von -46 Prozent auf -40,7 Prozent. Dies bedeutet, dass von 48,1 Prozent der Gaststätten eine rückläufige Auslastung gemeldet wird. Hier zeigen sich die Auswirkungen des Nichtraucherschutzgesetztes. Nur 7,4 Prozent der Gaststätten haben eine gestiegene Auslastung. Dies zeigt, dass die Neuregelung über Raucherclubs bisher nur wenig Anerkennung gefunden hat. Weitere Fragen zum Thema beantwortet Ihnen: Carina Nillies, IHK Bonn/ Rhein-Sieg, Telefon 0228/ , Die zukünftigen Geschäftserwartungen in der Gastronomie und Hotellerie verbessern sich leicht. Die skeptischen Stimmen immer überwiegen immer noch die positiven, auch wenn die Zahl der Optimisten leicht zugenommen hat. Die Auswirkungen zum Nichtraucherschutzgesetz spüren die Unternehmer besonders in ihrer Gewinnlage. In der Gastronomie beklagen 68 Prozent der Betriebe eine deutlich verschlechterte Gewinnlage, in der Hotellerie sind es ein Drittel der Unternehmer. Entsprechend fallen die Beschäftigungspläne im Gastgewerbe nur verhalten aus. Thomas Althoff, Althoff- Hotelgruppe; Polier Armin Sonntag; Dr. Man Ki Kim, CEO SMI HY- UNDAI; Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann; NRW-Minister Armin Laschet, Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration; Matthias Schultze, WorldCCBonn (v.l.) Richtfest für den Erweiterungsbau World Conference Center Bonn Management GmbH: Die Rohbauten für den Erweiterungsbau des World Conference Center Bonn und das benachbarte World Conference Hotel sind fertig gestellt. Seit der Grundsteinlegung im Mai 2007 wurden auf der Quadratmeter großen Baustelle Kubikmeter Beton und Tonnen Baustahl verarbeitet. Dabei entstanden im Kongressgebäude und den 17 Etagen des Hotels insgesamt ungefähr Quadratmeter Geschossflächen. Bis zu 170 Bauleute errichteten unter anderem den Quadratmeter großen Hauptsaal des Erweiterungsbaus, der nach seiner Fertigstellung ab Ende 2009 in Reihenbestuhlung Platz bietet für bis zu Personen. Das Quadratmeter große Foyer des Erweiterungsbaus wird zukünftig für Ausstellungen, Empfänge oder Präsentationen genutzt. Es wird überspannt von dem Quadratmeter großen stützenfreien Kristalldach, das das Erscheinungsbild des Kongressgebäudes sichtbar prägt. Die vier jeweils unterteilbaren Konferenzsäle haben Kapazitäten von So soll das Kongressgebäude mit angeschlossenem Hotel nach Fertigstellung aussehen. Bereich und in der 17. Etage eine Executive Lounge. Dr. Man Ki Kim, der CEO des Investors SMI HYUNDAI, sagte: Wir befinden uns hier an einem besonderen Platz, in einem 345 bis 600 Personen. Das dem Erweiterungsbau angeschlossene, 68 Meter hohe Ameron World Conference Hotel Bonn umfasst 336 Zimmer und Suiten, Restaurants, einen großzügigen Wellnessbesonderen Viertel, dem ehemaligen Regierungsviertel in Bonn. Direkt gegenüber dem bestehenden Gebäude des WorldCCBonn dem ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages errichten wir diesen Erweiterungsbau. Das ehemalige Regierungsviertel, das sich in den letzten Jahren mit den Vereinten Nationen, vielen internationalen Organisationen und weltweit tätigen Unternehmen zu einem internationalen Viertel gewandelt hat, erfährt durch die Erweiterung des WorldCCBonn eine weitere Belebung und Dynamik. Es ist schön, die Zukunft des Kongressstandortes Bonn und dieses Viertels mit gestalten zu können! In ihrem Grußwort betonte Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann den Stellenwert, den das WorldCCBonn für Bonn und die Region hat. Das Kongresszentrum trage zur Stärkung der UN-Stadt Bonn und des internationalen Konferenzstandortes Bonn bei. Es fördere die Tourismus- und Kongresswirtschaft und setze durch seine Architektur auch städtebauliche Akzente. Auch Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, hob in seiner Rede die Bedeutung hervor, die das erweiterte Kongresszentrum nicht nur für Bonn sondern auch für ganz NRW habe: Die Bedeutung Bonns als Ort internationaler Konferenzen und UN-Versammlungen wird weiter wachsen. Und hier soll das WorldCCBonn natürlich eine zentrale Rolle spielen. Die Eröffnung des Kongressgebäudes ist für Ende 2009 geplant. Das World Conference Hotel empfängt Anfang 2010 die ersten Gäste. 14 DIE WIRTSCHAFT November 2008

17 Jetzt clever sein und über im Jahr* sparen! Sie sind als Selbstständiger in der gesetzlichen Krankenversicherung? Dann müssen Sie sich zum 1. Januar 2009 darauf einstellen: Die Beiträge steigen durch die Einführung des Gesundheitsfonds. Ihr gesetzlicher Anspruch auf Krankengeld wird gestrichen. Seien Sie deshalb clever und entscheiden sich jetzt für eine private Barmenia Krankenversicherung. Ihre Vorteile auf einen Blick: Top-Krankenversicherung mit allen Vorteilen als Privatpatient. Krankentagegeld ganz nach Ihren Bedürfnissen mit zeitlich unbegrenzten Leistungen. Hohe Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit. Günstige Beiträge. * Beitragsbeispiel für einen 30-jährigen Single für Tarif VC2P (Selbstbehalt 20 %, max. 200 Euro), VK 100, T Euro inkl. Gesetzl. Zuschlag und Pfl egeversicherung. Jetzt anrufen und ausführliche Informationen anfordern: Schnell sein wird belohnt: Die ersten 100 Interessenten erhalten als Dankeschön einen 15 Euro Tankgutschein von Aral. Barmenia Krankenversicherung a. G. Kronprinzenallee Wuppertal DIE WIRTSCHAFT November

18 Der neue Internetauftritt der IHK Bonn/Rhein-Sieg ist online. Unser Internetauftritt entsprach nach fünf Jahren im Netz nicht mehr den heutigen Standards in Bezug auf Funktionalität und Technik, sagt IHK-Projektkoordinatorin Carmen Bättgen: Wir haben daher in mehreren Workshops - unterstützt durch externe Beratung - ein Lastenheft entwickelt, in dem die notwendigen Änderungen zur Erfüllung dieser Anforderungen festgelegt wurden. Neuer Internetauftritt online Das Layout hatte sich dabei am bundesweit vorgegebenen Marketingkonzept des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), das z. B. die Geschäftsfelder und deren Farben definiert, zu orientieren. Deshalb mussten sich die gestalterischen Änderungen in einem fest definierten Rahmen bewegen, der aber maximal ausgenutzt wurde, um größere Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit zu erzielen - beispielsweise durch die Einführung eines Farbleitsystems, so IHK-Pressesprecher Michael Pieck. Dieses Farbleitsystem bietet dem Nutzer hohe Orientierung dadurch, dass immer ersichtlich ist, welchem Geschäftsfeld eine Information zugeordnet ist. Die Ansprüche an Funktionalität und damit an die zu verwendende Technik waren herausfordernd. Gerade die Menge an Informationen mit jeweils mehr als redaktionellen Seiten und Downloads sowie nahezu Einzeleinträgen in diversen Datenbanken machte eine deutlich erweiterte Vernetzung der Informationen miteinander notwendig, erläutert Marcus Harzem von //medien.de netzwerk in Bonn, die sich im Wettbewerb um die Auftragsvergabe durchgesetzt haben. Nunmehr werden dem Nutzer zu einem bestimmten Artikel die dazu gehörigen Downloads, Veranstaltungen, Ansprechpartner sowie weiter führende Artikel (auch aus anderen Geschäftsbereichen) angeboten. Möglich macht dies mit Typo3 ein neues Content-Managenent-System, das den Neue Funktionen IHK von A-Z: Eine Vielzahl von IHK- Dienstleistungen und -Angeboten kann direkt im A-Z aufgerufen werden. Dort werden die einzelnen Leistungen kurz beschrieben und die entsprechenden Ansprechpartner genannt, so dass für den Nutzer eine schnelle Kontaktaufnahme möglich ist. Die Liste der Stichworte in IHK von A-Z wird kontinuierlich erweitert und verfeinert. Webcode: Allen IHK-Webseiten ist nunmehr ein eigener Webcode zugeordnet worden. Mit der Eingabe der Nummer im Webcode-Feld lassen sich entsprechende Seiten direkt ansteuern und aufrufen. In Zukunft werden in der Wirtschaft Veranstaltungen in einem einseitigen Terminkalender angekündigt, weitere Informationen können mittels Webcode im Internet abgerufen werden. Top-Themen: Auf der Startseite sind mehrere Top-Themen dargestellt, die je nach Ereignis oder Veranstaltung aktualisiert werden und somit neben den "Aktuellen Meldungen" einen weiteren Bereich bilden, in dem der Nutzer geschäftsfeldübergreifend über aktuelle Veranstaltungen und Themen informiert wird. Nutzerseitige Darstellungsänderungen: Nutzer der Internetseite haben die Möglichkeit, sowohl die Schriftgröße der Texte zu verändern als auch die Darstellung der Bildschirmbreite. Branchen: In einem neuen Menüpunkt sind Informationen zu den wichtigsten Branchen im IHK-Bezirk hinterlegt. Neben den jeweiligen Ansprechpartnern werden die entsprechenden Branchenreports als Download hinterlegt. 16 DIE WIRTSCHAFT November 2008

19 Klicken Sie herein! Liebe Leserinnen und Leser der Wirtschaft, ich möchte Sie hiermit auf den neuen Internetauftritt der IHK Bonn/Rhein-Sieg unter aufmerksam machen. Bei der Neugestaltung haben wir besonderen Wert auf Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit gelegt. Sie finden nun auf einen Blick Ihre Ansprechpartner, unsere Veranstaltungen, Merkblätter und andere Downloads. Zeitraubendes Suchen entfällt. Aber auch die Suchfunktionen und die Stichwortsuche wurden verbessert. WIR SCHAFFEN RAUM... In komprimierter Form informieren wir Sie jetzt auch über Branchenschwerpunkte, unsere Region und unsere Serviceangebote. Auf der Start-Seite finden Sie Top-Themen, die wechseln und aktualisiert werden. In Zukunft werden wir auch verstärkt mit bewegten Bildern arbeiten, mit O-Tönen und Videofilmen, die sowohl auf der Webseite direkt angeschaut, aber auch herunter geladen werden können. Technisch setzen wir auf ein neues Content-Management-System. Es lässt uns viele redaktionelle Freiheiten und erleichtert die dezentrale Pflege und Aktualisierung durch unsere Fachleute in den einzelnen Geschäftsfeldern. Die neuen Webseiten sind auch barrierefrei. Eine Vergrößerung von Seiten und Schrift ist möglich, die Bildschirmbreite wird jetzt optimal ausgenutzt. Über Rückmeldungen über unseren neuen Web-Auftritt würden wir uns sehr freuen. Ihre Anregungen nehmen wir auch gerne entgegen. IHK-Redakteuren sehr viele redaktionelle Freiheiten lässt und eine kontinuierliche Pflege und Aktualisierung der Webseiten ermöglicht. Pieck: Nach wie vor werden die Inhalte dezentral von den einzelnen IHK-Abteilungen eingepflegt. So geben unsere Fachleute ihr Wissen schnell und kompetent weiter. Barrierefreiheit Die neuen IHK-Seiten sind sowohl nach der nationalen Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz als auch nach internationalen Standards barrierefrei. Hierdurch haben wir nicht nur einen barrierefreien Zugang zu den Informationen geschaffen, sondern auch ein wichtiges Element unserer Suchmaschinen-Optimierungsstrategie realisiert, erläutert Harzem: Die Reichweite der ihk-bonn.de hat sich seit dem Relaunch und der begleitenden Search Engine Optimization (SEO) bereits vervielfacht. Ein wichtiges Kriterium des Relaunchs war die zukünftige Verzahnung zwischen dem Internetauftritt und der Kammerzeitschrift Die Wirtschaft, deren DIE WIRTSCHAFT November 2008 Michael Swoboda Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg nächste Ausgabe nicht nur mit neuen Inhalten, sondern auch mit einem neuen Layout erscheinen wird. So soll es dann einen direkten Datenaustausch zwischen beiden Redaktionssystemen geben. Für unsere Nutzer hat dies den Vorteil, dass die redaktionellen Inhalte aus Die Wirtschaft nicht mehr nur zentral als Download zur Verfügung stehen, sondern den einzelnen Geschäftsbereichen direkt zugeordnet sein werden, sagt IHK-Pressesprecher Pieck. Ergänzende Informationen im Online-Angebot können des weiteren durch einen, im Magazin veröffentlichten Webcode direkt aufgerufen werden wie auch schon bei den Veranstaltungen. Ferner soll in Zukunft auch verstärkt mit bewegten Bildern gearbeitet werden, indem O-Töne oder Videofilme von IHK-Veranstaltungen als Abruf aber auch als Download angeboten werden. Ansprechpartner in der IHK: Carmen Bättgen, Telefon: 0228/ Ihr Partner für Regalsysteme aller Art Johann-Philipp-Reis-Str Bornheim / Bonn Tel.: Fax:

20 Der demografische Wandel wird den Arbeitsmarkt verändern. Die Unternehmen in der Region Bonn/ Rhein-Sieg rechnen mit Auswirkungen auf ihren Geschäftsbetrieb und die Mitarbeiterstruktur. Eine aktuelle Umfrage der Management Consult GmbH zeigt jedoch, dass viele Unternehmen noch Informationen zu möglichen Reaktionsstrategien suchen. Im Artikel über den Getränke Service Vendel zeigen wir Ihnen, wie sie frühzeitig Schüler für die Berufe, nicht nur im Getränkeservice, begeistern können. Wenn die Bevölkerung immer älter wird, kann die Belegschaft nicht jünger werden. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels stellt die IHK Bonn/Rhein-Sieg Erfolgsbeispiele aus der Region vor, die sich den Herausforderungen der alternden Gesellschaft stellen. Interesse für den Beruf bei den Jugendlichen wecken Durch die Auswirkungen des demografischen Wandels wird es zukünftig immer schwerer, geeignetes Personal für den Betrieb zu gewinnen. Dieser Trend zeigt sich nicht nur bei Fachkräften. Werner Vendel, Inhaber des Getränke Service Vendel, hat diese Tendenz schon früh- zeitig erkannt und eigene Strategien entwickelt, um seinen Personalbedarf zu decken. Mit Vorträgen zum Thema Was erwartet ein Chef vom Praktikant und Azubi? wendet er sich in Schulen direkt an die Schüler. Man muss den Jugendlichen Perspektiven aufzeigen und das Interesse wecken betont der Chef des Getränke-Service, welche seit 25 Jahren besteht. Ergänzend zu den Vorträgen werden die Jugendlichen zu Betriebsbesichtigungen eingeladen und erhalten einen direkten Einblick in die Arbeitswelt des Unternehmens. Mitarbeiter bei Entscheidungen mit einbeziehen Doch Vendel versteht es nicht nur, die Jugendlichen zu motivieren. Auch seine Mitarbeiter schätzen das Arbeiten im Betrieb. Sie werden bei wichtigen Entscheidungen miteinbezogen, können ihren Arbeitsplatz mitgestalten und erhalten eine Gewinnbeteiligung, wenn das Unternehmen besondere Erfolge aufzuweisen hat. Ferner genießen die Mitarbeiter des familiengeführten Unternehmens ausreichende Gesundheitsvorsorgemaßnahmen und können an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Dies spiegelt sich wiederum in der geringen Fluktuation der Mitarbeiter. Der Getränke Service Vendel beschäftigt 40 Mitarbeiter, darunter 6 Azubis. Ein Großteil der Belegschaft ist zwischen 40 und 50 Jahre alt. Auf die Altersstruktur geht Vendel mit besonderen Maßnahmen ein. Sobald ein Mitarbeiter Schwierigkeiten in seinem Arbeitsbereich hat, kann ein anderer einspringen. Auf diese Flexibilität legt der Werner Vendel besonders großen Wert: Bei uns kann jeder alles, von der Aufnahme von Bestellungen bis Hat Ihr Unter-nehmen auch schon auf den demografischen Wandel reagiert? Wir sind immer auf der Suche nach weiteren Erfolgsbeispielen aus der Region. Ansprechpartnerin: Carina Nillies, IHK Bonn/Rhein-Sieg, Telefon 0228/ , 18 DIE WIRTSCHAFT November 2008

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