Lübecker Unternehmen realisiert erfolgreich erstes virtuelles Kraftwerk für Hessens größten Energieversorger

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1 Lübeck, Pressemitteilung: Lübecker Unternehmen realisiert erfolgreich erstes virtuelles Kraftwerk für Hessens größten Energieversorger Mitte: Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt. Rechts: Andreas Fechner, Geschäftsführer cbb software GmbH. Links im Bild: Frank Junker, Geschäftsführer ABG Frankfurt. Der Ausstieg aus der atomaren und fossilen Energieversorgung stellt gegenwärtig bundesweit Energieversorgungsunternehmen vor große Herausforderungen. Die Aktualität dieser Thematik zeigt auch das am 02. Mai 2012 abgehaltene Gipfeltreffen zum Thema Energiewende im Kanzleramt mit führenden Branchenvertretern. Im Rahmen dieser Energiewende, die von der Bundesregierung unterstützt wird, werden verschiedene Strategien bewertet und erprobt. Virtuelle Kraftwerke erhält man durch die Vernetzung von örtlich verteilten (dezentralen) Energieumwandlungsanlagen (vorzugsweise Wind und Solar), Blockheizkraftwerken, Speichern und Verbrauchern. Meistens handelt es sich bei den einzelnen Energieumwandlungsanlagen um Energiesysteme kleinerer bis mittlerer Leistungsklasse. Ein virtuelles Kraftwerk bündelt alle die zuvor genannten Energiesysteme zu einer Energiequelle großer Leistungsklasse. Kernkraftwerke hingegen sind zentrale Energiequellen großer Leitungsklasse, die von einem Standort aus eine große Zahl von Verbrauchern versorgen.

2 Im Zuge der Energiewende bedeutet dies, wenn bis 2020 alle Kernkraftwerke abgeschaltet werden, dann müssen im Gegenzug virtuelle Kraftwerke entstehen. Virtuelle Kraftwerke haben dann die Aufgabe, durch Bündelung ihrer Energiesysteme den Wegfall der Energiequellen großer Leistungsklassen, zumindest teilweise, zu ersetzen. Hessens größtes Energieversorgungsunternehmen mit über 1 Mio. Kunden, die Mainova AG, hat jetzt zusammen mit dem Lübecker Unternehmen cbb, das erste virtuelle Kraftwerk erfolgreich in Betrieb genommen. Als Lösungslieferant konnte sich das Lübecker Unternehmen cbb dabei gegen mehrere technologische Global Player durchsetzen. Die Lösung der Lübecker überzeugte unter anderem durch die Besonderheit, dass auf einfache Weise beliebige Blockheizkraftwerke, Photovoltaik- und Windkraftanlagen sowie Lasten (z.b. Wärmepumpen, Elektromobile, Warmwasserbereitung) in das virtuelle Kraftwerk eingebunden werden können. Darüber hinaus kann die eingesetzte IT- Infrastruktur für den Bereich Smart-Metering verwendet werden. Im Rahmen der kommenden Ausbaustufen werden weitere Blockheizkraftwerke, Windkraftanlagen und Verbraucherin den Verbund integriert. Die Inbetriebnahme des virtuellen Kraftwerks fand in Anwesenheit von Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth, CDU, statt. Sie betonte: "Das virtuelle Kraftwerk ist auch ein Meilenstein auf dem Weg Frankfurts zur europäischen Umwelthauptstadt. Nur durch Bündelung aller Kräfte ist die Energiewende möglich." Zum Unternehmen cbb: Die Fa. cbb software GmbH aus Lübeck ist Technologieführer im Bereich intelligenter Energiemanagementsysteme. Das Unternehmen betreut bundesweit Energieversorgungsunternehmen, wie beispielsweise Stadtwerke, bei der Umsetzung von Konzepten, die für die gegenwärtige Energiewende von zentraler Bedeutung sind. Hierzu gehören Projekte, bei denen dezentrale Erzeugungsanlagen auf Basis von regenerativen Energieträgern wie Wind, Sonne und Biogas zu virtuellen Kraftwerken gekoppelt werden. Die Einbindung dieser regionalen Erzeuger in sogenannte Smart Grids sorgt dabei für eine hohe Versorgungssicherheit und Netzstabilität. Darüber hinaus kann die Rentabilität der Erzeugungsanlagen signifikant gesteigert werden.

3 Von links: Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender Mainova AG; Robert Lange, Ortsbeirat; Bernd Utesch, Geschäftsführer ABGnova; Frank Junker, Geschäftsführer ABG Frankfurt; Andreas Fechner, Geschäftsführer cbb software GmbH. Artikel in der Frankfurter Neuen Presse vom Hier beginnt die Energiewende Um Schwankungen bei Wind- und Sonnenstrom besser aufzufangen, bauen ABG und Mainova am virtuellen Kraftwerk Dezentral Strom produzieren, und zwar dann, wenn Wind und Sonne ihn nicht liefern das ist das Ziel von Mainova und ABG. Dazu haben sie nun mehrere kleine Blockheizkraftwerke zu einem virtuellen Kraftwerk vereint.

4 ABGnova-Geschäftsführer (rechts) erklärt Oberbürgermeisterin Petra Roth (links) die revolutionäre Technik, die in dem kleinen Elektronik-Kasten an der Wand steckt. Foto: Rüffer Preungesheim. Auf den ersten Blick sieht der kleine Flachbau an der Theobald-Ziegler-Straße, der nur etwas größer als eine Garage ist, unscheinbar aus. Ein kleines Blockheizkraftwerk, kurz BHKW genannt, verbirgt sich darin. Das ist eigentlich ein Motor, der mit Gas betrieben wird und Strom und Wärme für die angrenzenden 120 Wohnungen der ABG Holding produziert. Doch die Anlage kann noch mehr, und möglich machen dies ein unscheinbarer kleiner Kasten und die vier großen, zusammen 6000 Liter fassenden Warmwassertanks: Mit neun ähnlichen Anlagen in ganz Frankfurt ist die Anlage zu einem virtuellen Kraftwerk zusammen geschlossen. Als Baustein der Energiewende hin zu erneuerbaren Energien. Denn nur mit diesen Ablagen können jene Zeiten überbrückt werden, in denen Wind- und Sonnenenergie nicht genügend Strom liefern. Es klingt simpel, ist aber technisch aufwendig. "Mit erneuerbaren Energien kann man zu unterschiedlichen Zeiten Strom produzieren", erklärt Constantin Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova. Herrscht Flaute, gibt es keinen Strom aus Windenergie, und nachts gibt es keinen Sonnenstrom. Mal wird zu viel Strom produziert, mal zu wenig. Hier kommen die Blockheizkraftwerke ins Spiel. "Ohne flexible, dezentrale Kraftwerke ist eine Versorgung mit erneuerbaren Energien nicht möglich", so Alsheimer. Generatoren bleiben aus Normalerweise würde ein Blockheizkraftwerk dann laufen, wenn heißes Wasser im Haus gebraucht wird. Hier ist das anders. Herrscht so viel Wind, dass zu viel Strom da ist, ist er billig. "Es wäre ja dumm, den Strom nicht zu nutzen, wenn er schon mal da ist", so Alsheimer. Dann wird das Wasser mit Strom erhitzt und in den riesigen Tanks warm gehalten. Der Generator bleibt ausgeschaltet. Nachts dann, wenn Sonnenstrom fehlt und die Versorgung knapp wird, springen die Generatoren an und produzieren Strom, den Mainova und ABG Holding oder besser: die gemeinsame Tochter- Firma ABGnova teuer verkauft.

5 Das komplizierte an der Sache ist, die zahlreichen BHKWs in Frankfurt so zu steuern, dass sie im richtigen Moment anspringen, erklärt ABGnova-Geschäftsführer Bernd Utesch. Die Softwarefirma CBB hat dafür ein Programm mit Namen Gemini entwickelt. Der Computer verfolgt, wie viel Strom angeboten wird, beobachtet aber auch die Preise an der Strombörse, der wie ein Aktienkurs ständig steigt und fällt, je nach Angebot und Nachfrage. Das schöne sei, dass mit dieser Kontrolltechnik auch ältere BHKWs nachgerüstet werden können, so Utesch. "In Frankfurt gibt es davon mehr als 200, die wir alle koppeln könnten." Hoher Wirkungsgrad Der Wirkungsgrad der BHKWs sei mit über 90 Prozent sehr hoch, weil Strom und Wärme produziert werden, erklärt Alsheimer. Zwar zählten Gaskraftwerke nicht zu den erneuerbaren Energien. "Aber Gas verbrennt am kohlendioxidärmsten. Und man kann es mit Wasserstoff mischen." Den Wasserstoff könne man bei den großen Windparks in Norddeutschland herstellen, so Alsheimer. Mit Strom wird Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten. "Und das Leitungsnetz für Gas ist ja sehr gut ausgebaut." Mit diesem Gas könne ABGnova dann auch die BHKWs betreiben. Begeistert zeigte sich auch Oberbürgermeisterin Petra Roth von der neuen Technologie bei der Inbetriebnahme. "Das virtuelle Kraftwerk ist auch ein Meilenstein auf dem Weg Frankfurts zur europäischen Umwelthauptstadt. Nur durch Bündelung aller Kräfte ist die Energiewende möglich." hau (hau) Artikel vom 26. April 2012, Uhr (letzte Änderung 28. April 2012, Uhr)

6 Auszug aus ABGnova-Präsentation von Bernd Utesch:

7 Artikel in der Frankfurter Rundschau vom Fa. cbb software GmbH Charlottenstr Luebeck Germany phone: fax:

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