Jahresbericht East West Centre for Business Studies and Cultural Science (ECBC) Unterstützt von der Dr. Werner Jackstädt Stiftung

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1 Jahresbericht 2011 East West Centre for Business Studies and Cultural Science (ECBC) Unterstützt von der Dr. Werner Jackstädt Stiftung

2 Inhaltsverzeichnis Das East-West Centre for Business Studies and Cultural Science... 3 Team... 4 Wichtige Ereignisse des Jahres Ausbau des ECBC... 7 Hochrangige Konferenzteilnahmen und internationale Kommunikation... 7 Wichtige Forschungsergebnisse... 8 Dr. Werner Jackstädt Preise... 9 Forschungspreise und Förderungen... 9 Internationale Gäste... 9 Forschungsschwerpunkte am ECBC im Jahre Methodology of Institutional Analysis in Economics Multiple Level Governance and Decentralization State and Market in Emerging and Transitional Economies Institutional Evolution of the Global Economy Anwendungsorientierte Forschung und Transfer Forschung und Lehre Dr. Werner Jackstädt Preise GastwissenschaftlerInnen am ECBC / Dr. Werner Jackstädt Visiting Professor Kooperationen Wissenschaftliche Mitarbeiter Prof. Dr. Carsten Herrmann-Pillath Prof. Dr. Genia Kostka Prof. Dr. Alexander Libman Prof. Dr. Horst Löchel Philipp Böing André Schultz Yu Xiaofan

3 Das East-West Centre for Business Studies and Cultural Science Das East-West Centre for Business Studies and Cultural Science (ECBC) wurde mit Unterstützung der Dr. Werner Jackstädt Stiftung im April 2009 als ein interdisziplinäres Forschungszentrum der Frankfurt School of Finance & Management gegründet. Seine Aufgabe besteht darin, Wirtschaftsräume und Wirtschaftskulturen mit modernen Methoden der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu erforschen und hierzu theoretisch, empirisch und auch praktisch relevante Forschungsergebnisse zu erzielen. Dabei gilt derzeit die Aufmerksamkeit insbesondere dem europäisch-asiatischen Großraum ( Eurasien ). Diese Forschung zielt außerdem darauf ab, verallgemeinerungsfähige Beiträge zur Fortentwicklung von Konzeptionen und Methoden der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu leisten. Das ECBC unterstützt außerdem die Lehre im Master of International Business der Frankfurt School. Zur Gründung und Vorgeschichte des ECBC finden sich ausführliche Informationen im Jahresbericht Das ECBC stützt seine Forschung systematisch auf die enge Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen in den Zielregionen, derzeit vor allem China und Russland. Dabei werden auch Forschungsmittel nationaler und internationaler Fördereinrichtungen genutzt. Eine bedeutende Rolle spielt dabei die Mitgliedschaft des ECBC im BMBF geförderten Kompetenznetzwerk KomPost Institutionen und institutioneller Wandel im Postsozialismus, das von der LMU München (Professor Petra Stykow) koordiniert wird. Die Forschungsergebnisse des ECBC werden auch in den Regionen wahrgenommen und rezipiert. Teammitglieder des ECBC haben verschiedene Positionen als permanente Gastwissenschaftler in China und Russland inne. Umgekehrt halten sich regelmäßig Gäste aus den Partnerinstitutionen am ECBC auf. Das ECBC ist mit einer Vollprofessur und zwei Juniorprofessuren sowie derzeit drei internen Promotionsstellen eine der größeren deutschen Einrichtungen im Bereich der wirtschaftswissenschaftlichen Area Studies. Durch die sich verdichtende internationale Vernetzung gewinnt es nicht nur weiter an Profil, sondern auch an Forschungskapazität. Damit können die Mittel der Dr. Werner Jackstädt Stiftung besonders fruchtbar eingesetzt werden. Ihr gilt unser Dank. 3

4 Team Prof. Dr. Carsten Herrmann-Pillath (Akademischer Leiter) Jahrgang 1959, Studium der Volkswirtschaftlehre und Sinologie mit Abschlüssen Dipl.-Volkwirt, M.A. und Dr. rer.pol. Universität zu Köln, Professor an der Universität Duisburg ( ), Universität Witten/Herdecke ( ) und heute Academic Director des ECBC. Forschungsschwerpunkte: Evolutorische und institutionelle Ökonomik, Philosophie und Ökonomie, Ostasienwirtschaft, Internationaler Handel. Jackstädt-Juniorprofessorin für Chinese Business Studies Dr. Genia Kostka Jahrgang 1979, Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften mit Abschlüssen in International Relations, International Economics und Development Studies an der London School of Economics (BSc), SAIS Johns Hopkins Universität (MA), und der Universität Oxford (PhD). Professorial Fellow am Research Center for Technological Innovation an der Tsinghua University. Forschungsschwerpunkte: Unternehmertum; lokale wirtschaftliche Entwicklung; politischer, sozialer und institutioneller Wandel; Umweltpolitik; Geschäftsmodelle zur Armutsbekämpfung. Prof. Dr. Alexander Libman (Juniorprofessor Internationale Politische Ökonomie) Jahrgang 1981, Studium der Volkswirtschaftslehre mit Abschlüssen Diploma in Economics (MA) Finanzakademie bei der Regierung der Russischen Föderation, Cand. Sc. (PhD) und Dr. Sc. (Habilitation) in Economics Russische Akademie der Wissenschaften und Dr. rer. pol. Universität Mannheim. Juniorprofessor für Internationale Politische Ökonomie am ECBC und Leiter der Gruppe Neue Politische Ökonomie am Institut für Ökonomie RAW seit Forschungsschwerpunkte: politische Ökonomie der Nicht-Demokratien, des Föderalismus und des Regionalismus. 4

5 Prof. Dr. Horst Löchel, Professor für Volkswirtschaftslehre, Gastprofessor an der China Europe International Business School (CEIBS), Shanghai, Vorsitzender des Shanghai International Banking and Finance Institute (SIBFI) Jahrgang 1954, Studium der Volkswirtschaftslehre, Promotion zum Dr. rer. pol. und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der J. W. Goethe-Universität, Frankfurt ( ); Prof. an der Berufsakademie Berlin ( ), Prof. an der Frankfurt School of Finance & Management (seit 1996), Ass. Prof. ( ) und Gastprofessor an der CEIBS (seit 2011), Leiter des EU-China Certificate und des EU-China Research Fellowship Programms (seit 2008). Forschungsschwerpunkte: Chinas Finanzsystem und Makroökonomie, internationale Wirtschaftspolitik. Zhong Ming, Senior Advisor Aufgewachsen in China, Diplom-Math. Interkultureller Trainer und Berater; als Projektmanager bei der Winter Wertdruck GmbH; Trainer und Berater beim Institut für Interkulturelles Management GmbH, Rheinbreitbach; Managing Director der Sino-German School of Governance, Universität Witten/Herdecke; Seit April 2009, Senior Advisor an der Frankfurt School of Finance & Management, Mitarbeit am ECBC Jackstädt-Doktorand Yu Xiaofan Jahrgang BA Electronic Engineering, Shanghai University of Science and Technology; International Finance Fudan University; Master-Studium International Business an der Sino-German School of Governance, Universität Witten/Herdecke, Abschluß Philip Böing, Doktorand Jahrgang 1982, Studium der Ostasien- und Wirtschaftswissenschaft (BA) an der Ruhr Universität Bochum und International Business (MA) an der Frankfurt School. Er absolvierte Forschungsaufenthalte an der China Europe International Business School (CEIBS) und der China Foreign Affairs University (CFAU). Sein Forschungsschwerpunkt beinhaltet Innovationsökonomie und volkswirtschaftliche Chinaforschung, speziell die Beziehung zwischen Hochtechnologieexporten und technologischen Fähigkeiten chinesischer Unternehmen. 5

6 André Schultz, Doktorand (KomPost) Jahrgang 1985, BA in Philosophy & Economics an der Universität Bayreuth; MSc in International Business an der Grenoble Graduate School of Business. Seit Juli 2010 Doktorand an der Frankfurt School of Finance & Management und wissenschaftlicher Mitarbeiter am ECBC. Projektmitarbeiter im Kompetenznetz Institutionen und institutioneller Wandel im Postsozialismus (KomPost) für das Teilforschungsprojekt Divergierende Wirtschaftsdynamik und zentralstaatliche Ordnung: Russland und China im Vergleich.) Mareike Krohn, Assistentin Seit Juli 2011 Assistentin des Economics Departments der Frankfurt School of Finance & Management und unterstützt das ECBC seit Anfang Abschluss des Studiums der Volkswirtschaftslehre an der Goethe Universität und Göteborg University im Juni Arbeitserfahrung während und nach ihrem Studium sammelte sie in der KfW Bankengruppe, der Dekabank und einem Consultant in Indien. Alicia Hennig, wissenschaftliche Hilfskraft Bis 2008 Magisterstudium in Philosophie an der Technischen Universität Darmstadt. Im Anschluss daran begann sie dort ihre Promotion. Fokus in erster Linie auf die angewandte Philosophie, darunter Wirtschaftsethik, Ethik und Politische Theorie. Arbeitserfahrung während ihres Studiums durch verschiedene Praktika in China und Deutschland, darunter unter anderem bei Evonik Industries AG und Deutsche Bank AG. Adjunct researchers an der Frankfurt School Prof. Dr. Erich Barthel Prof. Dr. Michael Grote Prof. Dr. Hartmut Kliemt Prof. Dr. Paul Günther Schmidt Adjunct researchers an Partnerinstitutionen Prof. Dr. Feng Xingyuan, Rural Development Institute, Chinese Academy of Social Sciences Vladimir Kozlov, Dozent an der Higher School of Economics (Moskau), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ökonomie der Russischen Akademie der Wissenschaften (Moskau) and Doktorand an der Moskauer Staatsuniversität 6

7 Wichtige Ereignisse des Jahres 2011 Das ECBC hat zum Abschluss des Jahres seine Forschung thematisch neu geordnet, um den dynamischen Entwicklungen von Themen und Interessen besser gerecht zu werden, und um die gewonnen Ergebnisse im weiteren Zusammenhang der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu verorten. Die regionalen Schwerpunkte verstehen sich künftig als zentrale empirische Bezüge für die Gewinnung verallgemeinerbarer Forschungsergebnisse. Die Themenschwerpunkte sind: Methodology of Institutional Analysis Multiple-Level Governance and Decentralization State and Markets in Emerging Economies Institutional Evolution of the Global Economy Ausbau des ECBC Im Jahr 2011 ist Professor Horst Löchel neues Mitglied des ECBC geworden. Er war langjährig in China an der renommierten China-Europe International Business School tätig, wo er weiterhin als permanenter Gastprofessor wirkt, und ist Chairman des Shanghai Institute for International Banking and Finance, wo er auch das EU-China Business Management Program (BMT) leitet. Nach seiner Rückkehr an die Frankfurt School bringt er seine Expertise als führender deutscher Experte für den chinesischen Finanzsektor in das ECBC ein. Er ist für das EU-China Research Fellowship Program of Frankfurt School of Finance & Management and China Europe International Business School (CEIBS) verantwortlich, das von der Europäischen Union unterstützt wird. Hochrangige Konferenzteilnahmen und internationale Kommunikation Im Jahr 2011 haben ECBC Forscher an verschiedenen hochrangigen Konferenzen ihre Beiträge platzieren können; das gilt namentlich auch für die Doktoranden des ECBC. Unter anderem wurde ECBC Forschung präsentiert auf: Annual Conference of the European Economic Association, Oslo (A. Libman und A. Schultz) DRUID Academy, Aalborg (P. Böing) International Studies Association (ISA), International Conference, Montreal (G. Kostka) Public Choice Society, Annual Conference, San Antonio (A. Libman) 16th World Congress International Economic Association, Beijing (C. Herrmann- Pillath) CEIBS - UNESCO: New Humanism in a Globalized World, Paris (H. Löchel) Ergebnisse der Forschungen wurden außerdem bei verschiedenen führenden Forschungseinrichtungen in den Zielregionen der ECBC Forschung präsentiert, u.a.: 7

8 Chinese Academy for Social Sciences, Beijing (P. Böing) Higher School of Economics, Moskau (A. Schultz) New Economic School, Moskau (A. Libman) Tsinghua University, Beijing (G. Kostka) Wichtige Forschungsergebnisse Die Mitglieder des ECBC haben im Jahr 2011 sehr erfolgreich ihre Arbeiten in international Peer-Reviewed Journals publizieren können. Beispielhaft seien genannt: eine der führenden china-wissenschaftlichen Zeitschriften, The China Journal (G. Kostka, mit einer Untersuchung zu den lokalen Determinanten der Entwicklung privater Unternehmen in China); führende Zeitschriften zu Transformationsökonomien, Europe-Asia Studies und Post-Communist Economies (A. Libman, mit Arbeiten zur Wechselwirkung zwischen Föderalismus und postsowjetischer Integration); führende Zeitschriften zur Interdisziplinarität in den Wirtschaftswissenschaften, Journal of Economic Methodology und Ecological Economics (C. Herrmann-Pillath, mit Arbeiten zum Naturalismus in der Wirtschaftstheorie). Im Jahr 2011 konnten Doktoranden des ECBC erste beachtliche Erfolge in ihrer Forschung erzielen. Dabei spielten die Kooperation innerhalb der Frankfurt School ebenso wie mit nationalen/internationalen Partnern eine wichtige Rolle. Philipp Böing hat in Zusammenarbeit mit Elisabeth Müller (Frankfurt School) und Philipp Sandner (TU München) international rezipierte Untersuchungen zum chinesischen Innovationssystem und zur Innovationsleistung chinesischer Unternehmen vorgelegt. André Schultz arbeitet mit Alexander Libman und mit V. Kozlov (Higher School of Economics, Moskau) zusammen und hat seine Ergebnisse zur Rolle von Gouverneuren in den regionalen Governance Strukturen der Rußländischen Föderation der internationalen Forschungsgemeinschaft vorgelegt. Forscher am ECBC haben sich intensiv mit Fragen der Governance in föderalen Systemen gefasst, und dabei allgemeine theoretische Konzeptionen wie das local knowledge Argument oder die politische Ökonomie autokratischer Strukturen ( roving vs. stationary bandits von Mancur Olson) angewendet und getestet. Diese Arbeit wird von Alexander Libman maßgeblich durchgeführt und koordiniert. In unterschiedlichen Kooperationen wurden unter anderem Forschungen angestellt zum Einfluss regionaler Affinitäten von russischen Gouverneuren auf deren administrative Leistung oder zur Bedeutung von Steuererklärungen als politische Signale in Russland. Diese Arbeiten werden vornehmlich mit André Schultz gemeinsam realisiert. Problemstellungen zur Wechselwirkung zwischen regionalen Aspekten staatlicher Organisation wurden von A. Libman vergleichend auch mit Blick auf Indien durchgeführt (mit Gurat Yadav im Rahmen eines durch die Jackstädt Mittel unterstützten Forschungs-Praktikums, und C. Herrmann-Pillath) und China zum Thema der regionalen Wirtschaftsintegration (gemeinsam mit Y. Xiaofan und C. Herrmann-Pillath). Alexander Libman hat sich darüber hinaus intensiv mit Fragen der Wirtschaftsintegration in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion befasst und dabei ein breites Spektrum von Themen der politischen Ökonomie, der Energie und der Handelsintegration bearbeitet. 8

9 Fragen der lokalen politischen Ökonomie sind auch für Genia Kostka wichtig, die sich unter anderem mit Beiträgen zur Rolle der KMU in China profiliert hat, mit unterschiedlichen Bezügen, wie jüngst vor allem im Zusammenhang der Energieund Umweltpolitik. Auch hier spielen internationale Kooperationen eine wichtige Rolle sowie vergleichende Analysen (u.a. Indien). Im Rahmen der Frankfurt School wurde eine Kooperation mit dem neu gegründeten UNEP Centre for Climate Finance begonnen, die bereits erste Ergebnisse fruchtete. Die Forschung am ECBC trägt auch zu Fortentwicklung theoretischer Konzeptionen der Wirtschaftswissenschaft bei. Carsten Herrmann-Pillath hat seine Arbeiten zu einer naturalistischen Theorie der Institutionen weiter vertieft, die sich unter anderem zum Ziel setzt, Ergebnisse der modernen Neurowissenschaften mit den Kulturwissenschaften zu verknüpfen und für die Wirtschaftswissenschaft nutzbar zu machen. Dr. Werner Jackstädt Preise Im Jahr 2011 wurden wieder die beiden gestifteten Dr. Werner Jackstädt Preise vergeben. Erstmalig wurde der Best Paper Award auch für englischsprachige Publikationen im China Economic Journal vergeben. Beide Zeitschriften, das China Economic Quarterly und das China Economic Journal, werden vom führenden Wirtschaftsforschungsinstitut Chinas, dem China Center for Economic Research an der Peking University, herausgegeben. Der Dr. Werner Jackstädt Best Paper Award/China Economic Quarterly 2011 ging an Shao Ming und Huang Jiuli, die sich mit Foreign Investment and the Labor Share in China: An Empirical Study Based on Industrial Level Panel Data befasst haben. Der Dr. Werner Jackstädt Best Paper Award/China Economic Journal 2011 ging an Albert Park and Wang Dewen für ihre Arbeit Migration and Urban Poverty and Inequality in China. Der Dr. Werner Jackstädt Preis für das beste Exposé eines Master-Thesis Projektes wurde zwischen zwei Arbeiten geteilt, Ke Xing und Andreas Gerke. Forschungspreise und Förderungen André Schultz erhielt die Vortragsprämie des Vereins für Socialpolitik, mit dem die Deutsche Bundesbank internationale Konferenzteilnahmen von Nachwuchswissenschaftlern unterstützt. Damit wurden seine Arbeiten zum rußländischen Föderalismus gewürdigt. Alexander Libman erhielt für die Veröffentlichung des Buches Models of Eurasian Integration einen Publication Grant der Eurasian Development Bank von USD. Internationale Gäste Mit der Unterstützung des KomPost Projekts bekam Vladimir Kozlov von der Higher School of Economics zwei Mal die Möglichkeit sich für jeweils einen Monat am ECBC aufzuhalten und seine Kooperation mit Alexander Libman und André Schultz zu vertiefen. 9

10 Dr. Werner Jackstädt Gastprofessorin war Professorin Zhang Cuizhen, eine Spezialistin für vergleichendes Steuerwesen, die an einer der wichtigsten Partnerinstitutionen der Frankfurt School in China forscht und lehrt, der China Foreign Affairs University. Aus China konnten außerdem Regierungs-Stipendiaten begrüßt werden: der Doktorand Wang Chong, der mit Yu Xiaofan zu Fragen der regionalen Disparitäten in China forschte, und Professor Zong Jiafeng von der Xiamen University, der sich ebenfalls auf Fragen regionaler Entwicklung im Kontext des China models befasst. 10

11 Forschungsschwerpunkte am ECBC im Jahre 2011 Derzeit arrangiert sich die Forschung am ECBC um vier Schwerpunkte. Wie zuvor erläutert, zeigt diese Reorganisation die allgemeine Bedeutung der ECBC Forschung im Kontext der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften auf. 1) Methodology of Institutional Analysis in Economics 2) Multiple Level Governance and Decentralization 3) State and Market in Emerging and Transitional Economies 4) Institutional Change in the Global Economy In jedem dieser Schwerpunkte werden verschiedene Projekte realisiert, die sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen befinden. In den Jahresberichten treten die Schwerpunkte daher wechselnd in den Vordergrund. Methodology of Institutional Analysis in Economics Carsten Herrmann-Pillath hat seinen im Jahresbericht 2010 erläuterten Ansatz weiter vertieft und ausgebaut. Dabei geht es vor allem darum, auf der Grundlage externalistischer Ansätze in der analytischen Philosophy of Mind semiotische Aspekte von Institutionen herauszuarbeiten und deren Beziehung zu Ergebnissen der modernen Gehirnwissenschaft zu detaillieren. Daraus entsteht ein Alternativ-Modell zur derzeit herrschenden Konzeption der Neuroökonomik, das für die Institutionenökonomik direkt relevant ist. Die Ergebnisse wurden in einschlägigen Zeitschriften zur Veröffentlichung angenommen. Diese Überleg-ungen werden in Zusammenarbeit mit Joachim Zweynert auch im Rahmen des KomPost Netzwerkes genutzt, um das Problem des Transfers von Institutionen zu erforschen. Darüber hinaus konnten die Arbeiten am Grundlagenwerk Foundations of Evolutionary Economics fortgesetzt werden. Alexander Libman befasst sich mit dem Thema der Economics of Economics. Basierend auf empirischen Daten zur russischsprachigen Wirtschaftswissenschaft hat er Forschungen zum Selektionsprozess wissenschaftlicher Ergebnisse durchgeführt; auf Basis eines Datensatzes zu russischen Habilitationsschriften 11

12 werden in einem zusammen mit Joachim Zweynert (HWWI) implementierten Forschungsprojekt die aktuellen Entwicklungen in der russischen Wirtschaftswissenschaft untersucht. Einschlägige Vorträge/Präsentationen Carsten Herrmann-Pillath (*) Distributed Cognition and Consumer Choice: Plugging Semiotics into Neuroeconomics DFG Graduate School of Human Behavior and Social Change, Universität Jena, 11. Januar Cognitive Psychology Workshop, Université de Provence, Marseille, 29.Januar Neuropsychoeconomics Annual Conference, Munich, Mai EAEPE Annual Conference, Wien, Oktober (*) Institutions, Distributed Cognition and Agency: Rule-following as Performative Action 16th IEA World Congress Beijing, Juli EAPE Annual Conference, Wien, Oktober. Neuroökonomik, Institutionen und verteilte Kognition: Empirische Grundlagen eines nichtreduktionistischen naturalistischen Forschungsprogramms in den Wirtschaftswissenschaften. Jahrestagung des Ausschusses für Wirtschaftssysteme und Institutionenökonomik des Vereins für Socialpolitik, Münster, September Mit Joachim Zweynert: Institutional Transfer, Cultural Entrepreneurship and Institutional Performance Zwanzig Jahre seit dem Ende der Sowjetunion: Wandel, Kontinuität und neue Fragen. Internationale wissenschaftliche Tagung des Kompetenznetzes in Berlin Hayek 2.0: Grundlinien einer naturalistischen Theorie wirtschaftlicher Ordnungen Workshop Neue Ordnungsökonomik, Weimar: Dezember. Einschlägige Publikationen Carsten Herrmann-Pillath: (*) Towards an Externalist Neuroeconomics: Dual Selves, Signs, and Choice, forthcoming in: Journal of Neuroscience, Psychology and Economics. (*) Institutions, Distributed Cognition and Agency: Rule-following as Performative Action, forthcoming in: Journal of Economic Methodology, penultimate version: Frankfurt School Working Paper Series No. 157, SSRN: Making Sense of Institutional Change in China: The Cultural Dimension of Economic Growth and Modernization, forthcoming in: Proceedings of the 16th IEA World Congress, Beijing, ed. Masahiko Aoki, Palgrave. Extended and penultimate version Frankfurt School Working Paper Series 181. Neuroökonomik, Institutionen und verteilte Kognition: Empirische Grundlagen eines nichtreduktionistischen naturalistischen Forschungsprogramms in den Wirtschaftswissenschaften, forthcoming in: Schriftenreihe des Vereins für Socialpolitik, ed. Theresia Theurl. Naturalizing Institutions: Evolutionary Principles and Application on the Case of Money; Frankfurt School Working Paper Series 182. Hayek 2.0: Grundlinien einer naturalistischen Theorie wirtschaftlicher Ordnungen, Frankfurt School Working Paper Series 180. Einschlägige Präsentationen Alexander Libman Eine internationale, nationale oder fragmentierte Wissenschaft? Eine Analyse der Dissertationen russischer Ökonomen. 12

13 Zwanzig Jahre seit dem Ende der Sowjetunion: Wandel, Kontinuität und neue Fragen. Internationale wissenschaftliche Tagung des Kompetenznetzes in Berlin Einschlägige Publikationen Alexander Libman (auf Russisch) Journals as Selection Instrument in Economics. Zhurnal Novoi Ekonomicheskoi Associatsii (Journal of the New Economic Association), 2011, (12): Multiple Level Governance and Decentralization In Rahmen dieses Schwerpunkts werden vor allem die Probleme von lokalen Gebietskörperschaften untersucht, sowie die Interaktion zwischen zentralen und regionalen Regierungen. Da sowohl China als auch Russland territorial große und bevölkerungsreiche Staaten sind, ist für sie das Problem der Dezentralisierung von entscheidender Bedeutung. Dezentralisierung ist außerdem ein Teilprozess des Entstehens von Mehr-Ebenen-Governance-Strukturen, welcher insbesondere für Russland relevant ist. Dieses Forschungsfeld hängt daher eng mit den vierten Feld, Institutional Evolution of the Global Economy, zusammen. Die Arbeit zur Analyse von regionalen politischen Systemen in Russland wird fortgesetzt, die meistens in Kooperation mit Andre Schultz in Rahmen des KomPost- Netzwerkes implementiert wird. Dabei fokussiert sich die Forschung primär auf die quantitative Untersuchung der Variationen von Biographien der russischen regionalen Gouverneure, die zur Analyse von einigen generellen Themen der Ökonomie von Nicht-Demokratien und Föderalismus verwendet werden, etwa des Roving vs. Stationary Bandit Argumentes von Mancur Olson oder des Local Knowledge Argumentes von Friedrich August von Hayek. Die Leistungsfähigkeit von regionalen Administrationen wird dabei unter anderem durch deren Effizienz bei der Bekämpfung von Wandbränden gemessen. In Rahmen dieser Projekte war Dr. Vladimir Kozlov von der Higher School of Economics zweimal (im Mai und im November 2011) Gastwissenschaftler am ECBC. Die subnationalen Regime wurden nicht nur im Bezug auf Russland, sondern auch in Verbindung mit anderen Ländern, etwa Indien und Rumänien analysiert. Außerdem untersucht Alexander Libman in Kooperation mit Prof. Anastassia Obydenkova von der Universität Pompeu Fabra (Barcelona) die regionale Variation von politischen Systemen in Russland, vor dem Hintergrund der externen Einflüsse auf die politische Transformation. Im Unterschied zu der herkömmlichen Literatur, die sich primär mit demokratischen externen Einflüssen (etwa von der EU) beschäftigt, stehen dabei die nicht-demokratischen externen Einflüsse im Hintergrund. 13

14 Log of (Rank-0.5) Xiangfan Ningbo Nanchang Changzhou Shenzhen Wuxi Changsha Suzhou Shijiazhuang Kunming Nanning Zhengzhou Qingdao Zibo Huai'an Taiyuan Dalian Tangshan Changchun Jinan Foshan Hangzhou Harbin Shantou Shenyang Chengdu Wuhan Nanjing Xi'an Guangzhou Log of Population Yu Xiaofan hat seine Forschungen zur regionalen Ungleichheit in China weiter vertieft. In zwei Arbeitspapieren, die inzwischen auch bei internationalen Journals eingereicht wurden und im Review Prozess sind, hat er neue Methoden zur Erfassung der Polarisierung von Einkommen in China angewendet, die die Persistenz von Ungleichheiten erklären. Außerdem zeigt sich, dass administrative Faktoren zu nichtregionalen Clustern von Städten führen, insbesondere durch die herausgehobene Position der Hauptstädte von Provinzen. Gemeinsam mit dem Visiting PhD Student Wang Chong wurden Untersuchungen zur Gültigkeit der regionalen Kuznets Kurve in China angestellt. In Verbindung mit dem KomPost Projekt wurde eine umfassende Datenbank zu Parteisekretären in chinesischen Städten mit Präfekturstatus erstellt, die derzeit gemeinsam mit Genia Kostka ausgewertet wird. Einschlägige Vorträge/Präsentationen Alexander Libman: (*) External Influences on Regime Transition and Non-Democratic External Factors: Post-Soviet Trade Ties and Democracy American Political Science Association, Annual Meeting, , Seattle. (Poster) (*) Marketization without Integration: Disentangling the Role of Political and Cultural Determinants in the Reach of the Market European Economic Association, 26th Annual Congress, , Oslo. (*) Tax Return as a Political Statement, European Public Choice Society, Annual Meeting, , Rennes Higher School of Economics, International Conference on Economic and Social Development, , Moskau. (*) Are Human Rights and Economic Well-Being Substitutes?: Evidence from Migration Patterns across the Indian States, Public Choice Society, Annual Conference, , San Antonio Roving Bandit in Action University of Helsinki, Seminar on Russian Law, , Helsinki. Is There a Local Knowledge Advantage in Federations?: Evidence from a Natural Experiment New Economic School, Autumn Conference, , Moscow. Sub-National Resource Curse: Do Economic or Political Institutions Matter Oxford Centre for the Analysis of Resource Rich Economies, Annual Conference on "Managing Natural Resources", , Oxford. Einschlägige Publikationen Alexander Libman: Auf Englisch (*) Democracy, Size of Bureaucracy, and Economic Growth: Evidence from Russian Regions. Forthcoming in Empirical Economics. 14

15 Tax Return as a Political Statement. FS Working Paper No. 169, June 2011 (with Andre Schultz and Thomas Graeber) History Matters, but How? An Example of Ottoman and Habsburg Legacies and Judicial Performance in Romania. FS Working Paper No. 175, October 2011 (with Martin Mendelski) Are Human Rights and Economic Well-Being Substitutes? Evidence from Migration Patterns across the Indian States. FS Working Paper No. 163, April 2011 (with Carsten Herrmann-Pillath and Gaurav Yadav) Auf Russisch Formal and Informal Decentralization and Political Transformations. Forthcoming in Obshestvennye Nauki i Sovremennost (Social Sciences and Modernity) Mergers of Regions: Economic and Politico-Economic Effects. Zhurnal Novoi Ekonomicheskoi Associatsii (Journal of the New Economic Association), 2011, (10): Einschlägige Vorträge/Präsentationen André Schultz (*) Local Knowledge, Local Capture, and Political Connections in Federations: Impact on Adjustement to Shock and Public Sector Efficiency European Economic Association, Annual Congress, , Oslo Frankfurt School of Finance & Management, Brown bag seminar, , Frankfurt. Higher School of Economics, International Conference on Economic and Social Development, , Moskau. Tax return as a political statement, Research colloquium Economics & Political Economy, , Frankfurt. Einschlägige Publikationen André Schultz: Libman, A., Schultz, A., Graeber, T., Tax Return as a Political Statement, Frankfurt School - Working Paper Series 169, Frankfurt am Main: Frankfurt School of Finance & Management. Einschlägige Publikationen Yu Xiaofan: A Spatial Interpretation of China s provincial inequality, Frankfurt School Working Paper Series 171 Einschlägige Vorträge/ Präsentationen Yu Xiaofan: A Spatial Interpretation of China s provincial Inequality Research Colloquium Economics & Political Economy, Frankfurt School of Finance & Management, 1. Juni Is China Heading Towards Multi-Polarization? Research Colloquium Economics & Political Economy, Frankfurt School of Finance & Management, 7. Oktober 2011 State and Market in Emerging and Transitional Economies Der Forschungsschwerpunkt zielt auf die aktuelle wissenschaftliche und öffentliche Diskussion zum state capitalism und zur Formierung neuer institutioneller Arrangements zwischen Staat und Wirtschaft ab. Insbesondere nach der Finanzkrise 2008 wurde weltweit der staatliche Einfluss auf die Wirtschaft gestärkt. In Emerging 15

16 Economies wie China findet das in Wechselwirkung mit der Entfaltung eines sehr dynamischen Unternehmenssektors statt. Mio Current USD 16 1,600,000 1,400,000 1,200,000 1,000, , , , , Composition of Chinese Exports China Total Exports China Manufacturing Exports China Hightech Exports Philipp Böing erforscht in Kooperation mit Elisabeth Müller von der Frankfurt School und Philipp Sandner von der Technischen Universität München die Technologiekompetenz chinesischer Unternehmen. Eine Leitkonzept ist das Nationale Innovationssystem, in dem insbesondere auch die Frage eine große Bedeutung besitzt, wie staatliche mit wirtschaftlichen Akteuren zusammenwirken. Speziell wird der Zusammenhang zwischen innovationsförderlichen Unternehmenseigenschaften und dem Eintritt in den nationalen und internationalen Wettbewerb im Hochtechnologiesektor untersucht. Die ökonometrischen Analysen basieren auf einer selbstständig konzipierten und in ihrer Informationsdichte einzigartigen Datenbank, in der Patentdaten, Bilanzdaten, Kapitalmarktdaten und Handelsdaten auf Unternehmensebene kombiniert werden. Weiterhin wird für eine Vielzahl an Standortfaktoren, Eigentümerstrukturen und Einflüsse der chinesischen Industriepolitik kontrolliert. Somit ist es möglich, die zentralen Einflussgrößen für den Erfolg chinesischen Unternehmen im globalen Wettbewerb zu bestimmen. Genia Kostka befasst sich intensiv mit dem Einfluss lokaler Akteure auf die Implementierung nationaler Energie- und Umweltpolitik in China. Gemeinsam mit William Hobbs analysiert sie die unterschiedlichen Interessen von Regierungsbeamten auf nationaler und lokaler Ebene für die Methanol- Industrieentwicklung; auf lokaler Ebene erklärt eine kurzfristige und lokale Sicht auf die Methanolindustrie, warum einige subnationalen Regierungen aktiv die Verwendung von Methanol fördern, obwohl es dafür keine staatliche Unterstützung auf nationaler Ebene gibt. Seit April 2011 kooperiert Genia Kostka mit Kyoung Marvin Shin von dem Massachusetts Institute of Technology, um gemeinsam den wachsenden Markt von Energiedienstleistungsunternehmen (ESCO) in China zu untersuchen. Mit Unterstützung der Dr. Werner Jackstädt Stiftung hielt sich Frau Kostka im September 2011 in China auf und führte über 30 Interviews vor Ort in Shanxi durch. Die ersten Ergebnisse wurden in dem Papier "Does Cadre Turnover Help or Hinder China s Green Rise? Evidence from Shanxi Province" zusammengefasst, das als Frankfurt School Working Paper 184 veröffentlicht wurde. Weitere Ergebnisse werden in 2012 veröffentlicht, unter anderem auch eine Studie zu Rotationszyklen von lokalen Parteisekretären. In diesem Zusammenhang findet am ECBC eine Kooperation mit Yu Xiaofan und Carsten Herrmann-Pillath statt, um die Arbeiten zu local knowledge

17 mit Blick auf Russland durch eine vergleichende Sicht auf China zu erweitern. Zu diesem Zweck wurde eine umfängliche Datenbank zu chinesischen Parteisekretären auf der Ebene präfekturaler Städte aufgebaut. Carsten Herrmann-Pillath hat seine Forschungen zum kulturellen Einfluss auf die chinesische Wirtschaftsordnung weiter vertieft und ein institutionentheoretisches Modell auf der Grundlage der Comparative Institutional Analysis von Aoki entwickelt. Horst Löchel hat sich vor allem mit der Profitabilität und Effizienz von Bankenmodellen in China befasst, um das Phänomen zu erklären, dass niedrige Effizienz mit hoher Profitabilität einhergeht. Ende des Jahres 2011 sind diese Arbeiten in die Publikation eines Sammelbandes eingeflossen, der den derzeitigen Stand der Entwicklungen im chinesischen Bankensektor resümiert. Einschlägige Vorträge/Präsentationen Genia Kostka (*) Manoeuvres for a low carbon state: The local politics of climate change in China and India, Princeton Conference on Environmental Politics - Research Frontiers in Comparative and International Environmental Politics, co-authored with Tom Harrison, Princeton, US (2011 December 2nd-3rd). Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Brown Bag Lunch, Eschborn (2011 April 7th) (*) Why sectors matter for China s globalizing economy: The value of cross-sector analysis for the study of China s integration and transition, International Studies Association (ISA) International Conference, Panel-Co-Organizer and Discussant, Montreal (2011 March 16th-19th). Does Cadre Turnover Help or Hinder China s Green Rise? Evidence from Shanxi Province German Association for Social Science Research in China (ASC), co-authored with Sarah Eaton, Hamburg, Germany (2011 December). The role of social networks and trust: The case of energy service companies in China, Academy of Innovation and Entrepreneurship (AIE) Annual Conference, Beijing, Tsinghua University, co-authored with Kyoung Shin, China (2011 July 1st 3rd). Manoeuvres for a low carbon state: The local politics of climate change in China and India, Developmental Leadership Program (DLP) Research and Policy Workshop, Frankfurt (2011 March 10th-11th) Einschlägige Publikationen Genia Kostka (*) Kostka, G., Contingencies and agency: Private sector development in rural central China, The China Journal, Issue 67 January, (*) Kostka, G. and Hobbs, W., Embedded interests and the managerial local state: the political economy of methanol fuel-switching in China, in Journal of Contemporary China (forthcoming, Volume 22, No. 80, March 2013). (*) Kostka, G. and Hobbs, W., Local energy efficiency policy implementation in China: Bridging the gap between national priorities and local interests, The China Quarterly (forthcoming, Volume 211, September 2012) Eaton, S. and Kostka, G. Frankfurt School Working Paper Energy Nr. 184: Does Cadre Turnover Help or Hinder China s Green Rise? Evidence from Shanxi Province Kostka, G., Moslener, U., and Andreas, J., Frankfurt School Working Paper Energy Nr. 178: Barriers to energy efficiency improvement: Empirical evidence from small-and medium-sized enterprises in China 17

18 Kostka, G., Frankfurt School Working Paper Energy Nr. 174: Environmental protection bureau leadership at the provincial level in China: Examining diverging career backgrounds and appointment patterns (2011). Kostka, G. and Shin, K., Frankfurt School Working Paper Energy Nr. 168: The role of social networks and trust: The case of energy service companies in China (2011) Einschlägige Publikationen Horst Löchel Understanding the high profitability of Chinese banks, EU-China BMT Working Paper Series, No. 15 (together with Helena Xiang Li), 2011 Evolving Banking Business Models, EU-China BMT Working Paper Series, No. 14 (together with Matteo Sottocornola), 2011 With Chun Chang, Herausgeber, China s Changing Banking Industry, Frankfurt 2012: Frankfurt School Verlag. Darin: Introduction, in: Chun Chang and Horst Löchel(ed.): China s Changing Banking Industry, Frankfurt 2012, p. 1 9 (together with Chun Chang) China s Changing Business Model of Banking, in: Chun Chang and Horst Löchel(ed.): China s Changing Banking Industry, Frankfurt 2012, p (together with Helena Xiang Li) Evolving Banking Business Models The Case of Bank of China and Deutsche Bank, in: Chun Chang and Horst Löchel (ed.): China s Changing Banking Industry, Frankfurt 2012, p (together with Matteo Sottocornola) International Banking Regulation after the Financial Crisis, in: Chun Chang and Horst Löchel(ed.): China s Changing Banking Industry, Frankfurt 2012, p (together with Helena Xiang Li and Natalie Packham) Benefits and Costs of Integrated Financial Service Provider, in: Chun Chang and Horst Löchel(ed.): China s Changing Banking Industry, Frankfurt 2012, p (together with Heike Brost and Helena Xiang Li) The International Finance Centre Shanghai A Comparison with London and Frankfurt, in: Chun Chang and Horst Löchel(ed.): China s Changing Banking Industry, Frankfurt 2012, p (together with Philipp Boeing) Einschlägige Vorträge/Präsentationen Philipp Böing Technological Capabilities of Chinese Enterprises Who Is Going to Compete Abroad? Chinese Academy of Social Science (CASS), Institute of Quantitative and Technical Economics, Peking, China, Seminar, 14. Dezember 2011 State Information Center (SIC), Institute of Economics and Statistics, Peking, China, 20. Dezember 2011 Separating the Wheat from the Chaff: An Analysis of China's Innovative Performance Based on Triadic Patent Families Oxford University, St. Antony s College, Oxford, England, Innovation and Invention: China and Global Influences, September 2011 Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, Deutschland, Innovation: From China to Europe, Oktober 2011 Bundeszentrale für politische Bildung (bpd), Tutzing, Deutschland, Sommerakademie ASIEN, Tagung der Nachwuchswissenschaftler, September 2011 The Innovative Performance of China s National Innovation System DRUID Academy 2011, Aalborg, Denmark, Economics of Innovation, Januar

19 Einschlägige Publikationen Philipp Böing: Boeing, Philipp and Horst Loechel (2012): The Present State of Shanghai as an International Financial Centre, a Comparison with London and Frankfurt, in: Chang, Chun and Loechel, Horst (Eds): China s Changing Banking Industry, Frankfurt School Verlag. Böing, Philipp, Sandner, Philipp, The Innovative Performance of China's National Innovation System, Frankfurt School - Working Paper Series 158, Frankfurt am Main: Frankfurt School of Finance & Management. Einschlägige Vorträge/Präsentationen Carsten Herrmann-Pillath (*) Making Sense of Institutional Change in China: The Cultural Dimension of Economic Growth and Modernization, 16th IEA World Congress Beijing, July Cultures of Knowledge: Chinese Business Culture and Western Conceptions of Intellectual Property Business Ethics in between Cultures. Principles, Values, and Norms in Intercultural Economic Processes. A Conference organized by the Institute of Advanced Study in the Humanities in Cooperation with the Institute for Development and Peace (INEF), University of Duisburg-Essen, 21. Juni 2011 Einschlägige Publikationen Carsten Herrmann-Pillath Making Sense of Institutional Change in China: The Cultural Dimension of Economic Growth and Modernization, forthcoming in: Proceedings of the 16th IEA World Congress, Beijing, ed. Masahiko Aoki, Palgrave. Extended and penultimate version Frankfurt School Working Paper Series 181. A Third Culture in Economics? An Essay on Smith, Confucius and the Rise of China, forthcoming in: The Adam Smith Review, ed. Fonna Forman-Barzilai, London: Routledge. Frankfurt School Working Paper Series No. 159, SSRN: Institutional Evolution of the Global Economy In den letzten Jahren entwickelte sich die postsowjetische regionale Integration von einem rein rhetorischen Konstrukt zu einem funktionierenden Gebilde, das einen starken Einfluss auf die ökonomische und politische Entwicklung der postsowjetischen Staaten hat (die neue Zollunion von Belarus, Kasachstan und Russland und der seit 1. Januar 2012 funktionierende Common Economic Space). Alexander Libman setzte seine Arbeit zur Analyse des postsowjetischen Wirtschaftsraumes fort, der Entwicklung der regionalen Integration und der Interaktion zwischen postsowjetischen Gruppierungen und der EU und China. Carsten Herrmann-Pillath hat seine Zusammenarbeit mit Pierpaolo Andriani fortgesetzt. Gegenstand ist die Evolution internationaler Transaktionsregime, bei denen institutioneller Wandel und Governance Strukturen auf der Ebene der Unternehmen zusammenwirken. Die internationale Forschung befasst sich hier mit global value chains und der de-commoditization. Die Beiträge der ECBC Forschung konzentrieren sich auf die unternehmerischen Handlungen bei der Gestaltung internationaler Transaktionen und erklären diese als performative Akte im Sinne neuerer Entwicklungen in der Wirtschaftssoziologie (etwa Michel Callon). Das empirische Objekt ist der globale Handel mit Kaffee. 19

20 Einschlägige Publikationen Alexander Libman: Auf Englisch (*) Post-Soviet Integration and the Interaction of Functional Bureaucracies. Forthcoming in Review of International Political Economy (with Evgeny Vinokurov) (*) Is It Really Different? Patterns of Regionalization in the Post-Soviet Central Asia. Post-Communist Economies, 2011, 23(4): (with Evgeny Vinokurov) Trends of Investment Cooperation between the CIS Countries and the Global Economic Crisis. EDB Eurasian Integration Yearbook 2011:33-54 (with Mikhail Golovnin) Liberalization of Trade in Services in Kazakhstan and Uzbekistan: Analysis of Formal and Informal Barriers. EERC Working Paper No. 12/06E, 2012 (with Roman Vakulchuk and Farrukh Irnazarov) Studies of Regional Integration in the CIS and in Central Asia: A Literature Survey. Eurasian Development Bank Center for Integration Studies Report No. 2, 2012 (published in Russian and in English) Commonwealth of Independent States and Eurasian Economic Community. Paper prepared for: The Democratization of International Organizations. First International Democracy Report 2011, edited by G. Finizio, L. Levi and N. Vallinoto, Centre for Studies on Federalism, 2011 Auf Russisch (*) Models of Regional Integration. Moscow: Ekonomika, 2011 (with Boris Kheyfets) (die Publikation des Buches wurde durch einen Forschungsgrant von Eurasian Development Bank unterstützt) Political Barriers for the Economic Integration in the Post-Soviet Space. Zhurnal Novoi Ekonomicheskoi Associatsii (Journal of the New Economic Association), 2011, (11): Models of Economic Disintegration. Evraziyskaya Ekonomicheskaya Integraciya (Eurasian Economic Integration), 2011, (2): 4-18 (with Boris Kheyfets) Einschlägige Publikationen Carsten Herrmann-Pillath: with Pierpaolo Andriani: Transactional Innovation and the De-commoditization of the Brazilian Coffee Trade, Frankfurt School Working Paper Series No. 162, SSRN: with Pierpaolo Andriani: Performing Comparative Advantage: The Case of the Global Coffee Business, Frankfurt School Working Paper Series No. 165, SSRN: Anwendungsorientierte Forschung und Transfer 20 Horst Löchel hat seine Erfahrungen im chinesischen Finanzsektor und seine Forschungen zum chinesischen Bankwesen und dem Finanzplatz Shanghai auf einer Reihe von angesehenen nationalen und internationalen Konferenzen der Fachwelt vorgetragen und ist gern befragter Experte in diesem Feld. Seine Beiträge erscheinen regelmäßig in den einschlägigen Medien. Genia Kostka präsentierte ihre

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