Wie werden neue Medien die Zukunft unserer Arbeitswelt beeinflussen?

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1 Wie werden neue Medien die Zukunft unserer Arbeitswelt beeinflussen? Vortrag am 8. Januar 2008 Referentin: Lucie Prinz

2 Arbeitsmarkt Gesellschaft Qualifikation Wissen Bildung Technologien Arbeitsplatz Branchen Politik Medien Wirtschaft Unternehmen

3 Was kennzeichnet unseren Arbeitsmarkt? Welche Anforderungen stellen sich an unsere Arbeitsplätze, und zwar an Unternehmen, an die IT (als Schlüsseltechnologie) und an die Mitarbeiter? Welche Trends zeichnen sich bei den so genannten Neuen Medien, sprich der Internet Nutzung ab? Was sind die besonderen Fähigkeiten, die wir dabei entwickeln, wo sind unsere Chancen?

4 Arbeitsverhältnisse Anteil Vollzeit um 24 % in 30 Jahren gesunken. Teilzeit: v. a. junge Menschen und Frauen Ursachen: Kostendruck Innovation Flexibilisierung

5 Tätigkeitsniveaus Anteil qualifizierter Tätigkeiten steigt absolut um 8% in 20 Jahren. Ursache: Wechsel von der Industrie zur Wissens gesellschaft

6 Altersstruktur der Erwerbstätigen Anteil älterer Mitarbeiter steigt bis 2020 um 7% Ursache: BabyBoomer werden älter, Nachwuchsgenerationen deutlich schwächer

7 Anteil der über 85jährigen Steigt bis 2050 auf das Dreifache von heute. Heute: ~ 1,4 Mio 2050: ~ 4 Mio Anteil der 40 45jährigen halbiert sich zugleich. Heute:~ 7,1 Mio 2050: ~ 3,5 Mio Wer kann die Arbeit erledigen? Konzepte? Migrantenanwerben Arbeitsformen ändern: qualifizierte Teilzeit Arbeiter besser integrieren (HomeOffice, Flexible AZ ) Quelle: Hans-Böckler-Stiftung, Arbeitspapier 128, März 2007

8 Unser Arbeitsmarkt Umbruch mit Ansage Vollzeitbeschäftigung ist ein Auslaufmodell Die Spaltung in zwei Arbeitsmärkte ist vorgezeichnet: der Fachkräftemangel steigt während die Arbeitslosigkeit bei nicht qualifizierten Arbeitern wächst Arbeitsmarkt ist bereits globalisiert Herausforderung für uns: Die demografische Entwicklung in den Industrienationen meistern

9 aktuelle Anforderungen an Unternehmen Kundenwünsche haben oberste Priorität. Wer diese genau kennt und am besten bedient, gewinnt. Schwankungen in der Nachfrage werden immer stärker und abrupter Produktionsprozesse müssen flexibel steuerbar sein. Auf Nachfragen sofort reagieren zu können, setzt voraus, dass Informationen über Geschäftsprozesse jederzeit und an jedem Ort verfügbarsind. Eigenschaften moderner Unternehmen: dynamisch vernetzt mobil

10 aktuelle Anforderungen an die IT Hardware und Anwendungen müssen zueinander passen und einfach zu kombinieren sein. Die verschiedenen Systeme und Anwendungen können Daten untereinander austauschen. Vorhandene Rechner-Kapazitäten werden effizient und flexibel genutzt. Die Systeme sind ausfallsicher und fehlertolerant Eigenschaften moderner IT: integriert offen virtuell ausfallsicher

11 aktuelle Anforderungen an Mitarbeiter Lebenslanges Lernen und Weiterbildung gehören zum Arbeitsalltag. Der ständige Austausch mit Kollegen und der offene Umgang mit Informationen sind Pflicht, sonst kann nicht schnell und in hoher Qualität gearbeitet werden. Der Arbeitsplatz ist nicht mehr nur das Büro. Die Kunden wünschen sich Experten als Ansprechpartner, die jederzeit und überall agieren können. Eigenschaften moderner Mitarbeiter: gebildet kommunikativ mobil flexibel

12 Der moderne Arbeitsplatz Schaltzentrale des Wissensarbeiters Jederzeit kommunikationsbereit: Telefon, Handy, e Mail, InstantMessaging, Video Konferenz Der Arbeitsplatz ist mobil: Telearbeitsplätze, Blackberry, PDA, Laptop Wissenstransfer und Wissenserwerb über Vernetzung: Internet, Intranet, Dokumenten Management, Knowledge Management, Web BasedTraining

13 INTERNET& MOBILFUNK VoIP HotSpot Intranet E Mail Second Life Google Instant Messaging Wikipedia e learning UMTS youtube.com Web 2.0 VPN WLAN SMS Podcast Video Konferenz

14 Das Internet als All in onemedium (Birgit v. Eimeren/BeateFrees: Media Perspektiven8/2007) Stand 2007: Über 40 Mio. Deutsche sind online 59% per DSL oder Breitband Nur 8% nutzen bisher das mobile Internet 5,1 Mio. Nutzer sind 60+; das sind erstmals absolut mehr als die gesamte Gruppe der 15-19jährigen (diese nutzen zu gut 98% das Internet)

15 Hypes und Trends Web 2.0 Communities haben sich etabliert (youtube, wikipedia, stayfriends) Spiele Plattformen machen die Hälfte aller Webseiten aus (z.b. World of Warcraft mit allein 8 Mio. Spielern) 3D Welten boomen (z.b. second life: 6 Mio. Nutzer Anfang 2007) InstantMessaging ist dabei, E Mail und Telefon zu überholen (lt. Gartner werden bis % aller Arbeitskräfte IM nutzen)

16 Web 2.0 das Mitmach Internet Profilierung in der Netz Öffentlichkeit Vor allem junge, gebildete Nutzer sind aktiv und nutzen Communities und Blogs, um Ihre Meinung zu vertreten (im besten Sinne: Wikipedia) Medienspezifisches Kommunikationstraining und spezifische Kommunikations Kultur Communities haben klare Verhaltensregeln, Regelverstoß bedeutet Ausschluss Meinungsvielfalt wird in der Community unmittelbar erfahren

17 Spiele Communities Simulation und Experiment werden zu wesentlichen Methoden des Lernens Spaß ist der stärkste Motivator und Motivation ist die wichtigste Quelle für Lernbereitschaft

18 3 D Welten Verknüpfung der digitalen mit der analogen Welt wird enger und konkret erfahrbar Gewöhnung an Avatare als Kommunikationspartner erleichtert die Akzeptanz fernanwesender Kommunikation auch in der Arbeitswelt (Videokonferenzen, Projektmeetings)

19 Instant Messaging Teilnehmer ist live ansprechbar (keine Verzögerung wie bei E Mail) Dennoch: Kommunikation nur, wenn das von beiden Seiten gewünscht wird Trainiert, emotionale Informationen in der schriftlichen Kommunikation mitzuschicken (Smilies z.b.)

20 Haben wir einen Mangel an Fachkräften? Machen wir die falschen Bildungsangebote?

21 Medienkompetenz Autonomie Kreativität spielerisches Lernen Eigenmotivation Fernanwesenheit psychische Reife Individualität

22 Innovation Study IBM (2006) Ideen kommen von den Mitarbeitern, aber auch von den Kunden und Geschäftspartnern Motto des World Economic Forum 2006 Kreativer Imperativ Kernaussagen Zukunftsinstitut 2030 wird Wertschöpfung nicht mehr über das Wissen, sondern über Kreativität generiert. (Kirsten Brühl, CreativeWork)

23 Berufe der Zukunft (lt. Zukunftsinstitut) Destruction Officer Schein Jobs, selbstreferenzielle Prozesse oder Sinnlosigkeiten in Unternehmen aufspüren. Biografie Designer Unterstützung bei der Identitätsfindung für Selbstständige, Hilfe beim Erkennen der eigenen Antriebe. Chief Storytelling Officer Divergierende Ansichten, Erwartungen und Befürchtungen der Mitarbeiter über Geschichten und Anekdoten aufgreifen und bündeln.

24 Suche Dir einen Beruf, der Dir Spaß macht. Dann brauchst Du Dein ganzes Leben lang keinen einzigen Tag zu arbeiten. (Maria Montessouri)

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