Fokus Eurozone. Schweiz. 19. Januar SNB hebt unerwartet Interventionsgrenze auf und senkt nochmals die Zinsen

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1 Update: Schweiz Zins- und Währungsanalyse 19. Januar 2015 Fokus Eurozone Schweiz Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am 15. Jänner überraschend den Mindestkurs für EUR/CHF von 1,20 aufgehoben Neuer Zielwert für Libor 3M bei -0,75 % Glaubwürdigkeit der SNB ramponiert, Interventionen schwerer wirksam Schweizerische Währung in unmittelbarer Zukunft angesichts diverser EUR-negativer Faktoren eher stärker erwartet Die SNB wird daher weiter mit Interventionen und Zinspolitik gegensteuern müssen, wenn auch ohne dezidierter Interventionsmarke Günter Menzl - Fotolia.com Prognoseübersicht e 2015f 2016f BIP (real, % p.a.) 2,0 1,6 0,9 1,7 VPI (% p.a.) -0,2 0,1-0,4 0,0 Arbeitslosenquote 3,2 3,0 3,1 3,0 Leistungs bilanzsaldo 13,5 13,0 11,0* 12,0* Budgetsaldo 1 0,1 0,3 0,5 0,3 Staatsverschuld. 1 46,2 46,0 45,8 45,3 Zentralbank prognosen f 2015f 2016f BIP (real, % p.a.) 1,5-2,0 (1,5) 2,0 - VPI (% p.a.) 0,0-0,1 0,3 (0,1) (0,2) (0,5) akt. 3 Mär.15 Jun.15 Dez.15 3M LIBOR -0,43-0,75-1,00-1,00 10J Rendite -0,09-0,10-0,10 0,00 3M Spread EUR/CHF 1,01 0,95 1,00 1,05 1 in % des BIP; 2 Jüngste Prognosen der SNB; vorherige Prognose in Klammer; 3 Kurse vom :00 MEZ, 3M-Zinsen vom M EURIBOR - 3M CHF LIBOR in Basispunkten * in Revision Quelle: Thomson Reuters, SNB, RBI/Raiffeisen RESEARCH Währungsprognosen 1,30 1,20 1,10 1,00 Prognose 0,90 Dez.12 Dez.13 Dez.14 Dez.15 EUR/CHF Raiffeisen CHF-Forwardsätze EUR/CHF: 5J-Hoch: 1,54; 5J-Tief: 1,03; Quelle: Thomson Reuters, Bloomberg, RBI/Raiffeisen RESEARCH Finanzanalystin Dr. Lydia Kranner SNB hebt unerwartet Interventionsgrenze auf und senkt nochmals die Zinsen Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am 15. Jänner überraschend den Mindestkurs für EUR/CHF von 1,20 aufgehoben. Das heißt, sie wird diesen Mindestkurs nicht mehr mit Devisenkäufen durchsetzen. Bei der Gestaltung der Geldpolitik wird die Nationalbank aber auch künftig der Wechselkurssituation Rechnung tragen und deshalb bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv bleiben, um die monetären Rahmenbedingungen zu beeinflussen. Gleichzeitig wurde das Zielband für den Dreimonats-Libor um 0,5 Prozentpunkte nach unten verschoben, auf minus 1,25 % bis minus 0,25 %. Dabei wird in der Regel die Mitte des Bandes anvisiert, was einem Zielwert für den Libor 3M von -0,75 % gleichkommt. Um ihre Vorstellungen für den Libor 3M zu erreichen, kommt für Guthaben bei der SNB, die einen Freibetrag übersteigen (für mindestreservepflichtige Geschäftsbanken das 20fache des Mindestreservesolls bereinigt um den Bargeldbestand), ein Zinssatz von -0,75 % zur Anwendung. Die nochmals tieferen Zinsen sollen Frankenanlagen deutlich weniger attraktiv machen und die Aufhebung des Mindestkurses abfedern. Begründung für überraschende Aufgabe der Interventionsgrenze überzeugt nicht Die offizielle Version für den Schritt lautete, der Mindestkurs wurde in einer Zeit der massiven Überbewertung des Frankens und größter Verunsicherung an den Finanzmärkten eingeführt. Diese außerordentliche und temporäre Maßnahme hat die Schweizer Wirtschaft vor schwerem Schaden bewahrt. Der Franken bleibt zwar hoch bewertet, aber die Überbewertung hat sich seit Einführung des Mindestkurses insgesamt reduziert. Die Wirtschaft konnte diese Phase nutzen, um sich auf die neue Situation einzustellen. Die Unterschiede in der geldpolitischen Ausrichtung der bedeutenden Währungsräume haben sich in letzter Zeit markant verstärkt und dürften sich noch weiter akzentuieren. Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar deutlich abgewertet, wodurch sich auch der Franken zum US-Dollar abgeschwächt hat. Vor diesem Hintergrund ist die Nationalbank zum Schluss gekommen, dass die Durchsetzung und die Aufrechterhaltung des Euro-Franken-Mindestkurses nicht mehr gerechtfertigt sind. 1 Die Argumente sind unserer Meinung nach nicht überzeugend. Der nominelle effektive (handelsgewichtete) Wechselkurs hat sich im Vergleich zu 2011 zwar re- 1 Referat des SNB Präsidenten Jordan am 15. Jänner 2015 in Zürich Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Aufklärungen am Ende des Dokuments 1

2 CHF-Sichteinlagen 0,10-0,10-0, , Sep.12 Jun.13 Mär.14 Dez.14 CHF Libor 3M CHF-Sichteinlagen, inländische Banken (CHF Mrd. r. Skala) CHF-Sichteinlagen, inländische Banken (CHF Mrd. r. Skala) duziert, liegt aber leicht höher, als im Vergleich zum letzten Jahr. Der Großteil der Exporte, ca. 50 %, geht in die Eurozone, lediglich ca. 10 % in die USA. Offensichtlich hat die SNB den unvorhersehbaren Druck auf den Franken im Zug der nunmehr fast sicheren Ausweitung des QE Programms durch die EZB vermeiden wollen. Aber selbst das Ansteigen der Währungsreserven (per Ende Dezember auf ca. CHF 495 Mrd) und somit der Notenbankbilanz im Zuge der dann notwendigen höheren Interventionstätigkeit hätten die Aufgabe der Interventionsschranke nicht zwingend erfordert. Die Währungsreserven liegen derzeit bei 85 % des BIP, es gibt volkswirtschaftlich kein begründbares Limit, ab wann das Halten gefährlich wird. Ein Rückfluss in die Volkswirtschaft hätte zwar inflationäre Folgen, dies gilt aber nur längerfristig und kommt auf das Tempo an. Die Inflationsraten weisen aber gerade in jüngster Zeit wieder ein deutliches Minus auf, welches durch den Ölpreisverfall noch verstärkt wird. Als Alternative hätte die SNB den negativen Einlagezinssatz noch tiefer absenken können, zumal sie ja immer wieder betont hat, dass ihr sämtliche Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um die CHF Grenze zu verteidigen. Für die Marktteilnehmer wäre es damit unattraktiver und noch schwieriger geworden auf den Franken zu spekulieren. SNB-Fremdwährungsbestände 1,0 1,2 1,4 1,6 1,8 2, EUR/CHF SNB Währungsreserven (CHF Mrd., r. Skala) Glaubwürdigkeit der SNB ramponiert, Interventionen schwerer wirksam Die Aufgabe des caps kam völlig unerwartet und hat auf dem Markt zu regelrechten Schockwellen geführt. Die Öffentlichkeit wurde in keiner Weise darauf vorbereitet. Mit dem Bruch des Versprechens, dass der Mindestkurs auf absehbare Zeit das zentrale geldpolitische Instrument der SNB bleiben würde um eine unerwünschte Verschärfung der monetären Rahmenbedingungen zu verhindern, hat die SNB unserer Meinung nach massiv an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Erst ein paar Tage davor hat Notenbankvize Danthine noch darauf hingewiesen, dass die Interventionsmarke ein wichtiger Eckpfeiler der Schweizerischen Geldpolitik sei. Zwar wird sie weiter intervenieren (und sie tut das jetzt laufend) um den Frankenauftrieb zu dämpfen. Im Vergleich zu früher (zwischen 2013 und 3. Quartal 2014 waren de facto keine Interventionen notwendig, um den Kurs oberhalb der 1,20 zu halten, die Worte der SNB haben gereicht) dürfte dieses Unterfangen aber nunmehr ungleich schwieriger werden. 2 Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Aufklärungen am Ende des Dokuments

3 EUR/CHF Aufwertungsdruck bleibt, Volatilität entsprechend hoch, Markt sucht neuen Gleichgewichtswechselkurs Schwierig sind in diesem Umfeld auch die Wechselkursprognosen. Derzeit agiert der Markt in einem luftleeren Raum. Mit dem Fallen der Interventionsmarke ist ein Ventil geöffnet worden, das vorerst etwas Druck abgelassen hat. Die Volatilität dürfte aber in den nächsten Wochen bis Monaten hoch bleiben. Einerseits wird die voraussichtliche Ausweitung des EZB QE Programms (auch wenn bereits erwartet) für weitere Bewegungen sorgen, andererseits belasten die Risiken in Russland und letztlich auch Griechenland (Grexit) nach wie vor. Nach den ersten Schockbewegungen auf ein Allzeithoch von 0,85 Franken und einer anschließenden Erholung auf 1,05 hat der Franken inzwischen wieder die 1,0 Marke zum EUR anvisiert. Die Notenbank dürfte laufend intervenieren, um das Ausmaß der Aufwertung einzudämmen. Die Ausweitung der negativen Zinsen wirkt hier unterstützend. Wird eines der genannten Risiken schlagend (z. Bsp. Grexit) dürfte der CHF die bereits gesehenen Höchststände von 0,85 wohl neuerlich erreichen oder sogar überschreiten. Die Volatilität dürfte also auch in den nächsten Wochen sehr hoch ausfallen. Wir könnten uns für die nächsten Monate daher folgendes Szenario vorstellen: Der Franken dürfte um die Marke von 1,0 zum EUR pendeln, wobei wir die Schweizerische Währung in unmittelbarer Zukunft angesichts diverser EUR-negativer Faktoren (EZB-QE, Griechenland-Wahlen samt schwieriger Verhandlungen, Ukraine-Krise) eher darunter erwarten (= CHF-Aufwertung). Gegen den nach wie vor existenten Aufwertungsdruck wird die SNB weiter versuchen zu intervenieren, dies wird aber aufgrund des Vertrauensverlustes ungleich schwieriger werden. Geldmengen- und Kreditwachstumg Kreditwachstum (inländ. Kreditnehmer, % p.a.) Geldmenge M3 (% p.a.) Inflation (VPI, % p.a., r. Skala) Leitzins: Spielraum ausgeschöpft 3,5 2,5 1,5 0,5-0,5-1,5 Mai.08 Jän.10 Sep.11 Mai.13 Jän.15 Zielband für den 3M-LIBOR 3M-LIBOR Zielwert (Leitzins) 3M-LIBOR Das große Fragezeichen ist, wo sich mittelfristig der neue Gleichgewichtswechselkurs etablieren könnte: Das Hoch während der Eurokrise lag in etwa bei 1,0, die Risikoprämien hierfür sind trotz der wiederaufgeflammten Griechenlanddiskussion aber deutlich geringer geworden; andererseits ist das Russlandrisiko dazugekommen. Sämtliche Gleichgewichtsmodelle (PPP oder Zinsmodelle) indizieren einen höheren Wert als den ursprünglichen cap von 1,20 Franken pro EUR. Der hohe Franken lässt den Wert der Währungsreserven und somit die Notenbankgewinne schmelzen, darüber hinaus wird der Trend zu negativen Inflationsraten verstärkt und die Exporte werden gebremst. Die SNB wird daher weiter mit Interventionen und Zinspolitik gegensteuern müssen, wenn auch ohne dezidierter Interventionsmarke. Fasst man alle Argumente zusammen, könnte sich mittelfristig ein neuer Gleichgewichtswechselkurs von in etwa 1,00 bis 1,10 etablieren, wenn ein Aufflackern der Peripheriekrise ausbleibt/wieder überwunden ist und die Konjunktur in der Eurozone wieder in Schwung kommt. An der immer wieder von uns formulierten Aussage, dass der CHF langfristig eine Aufwertungswährung ist (auch gegenüber dem Euro) ändert sich auch nach der jüngsten Aufwertung nichts. CHF nach PPP überbewertet 1,8 1,7 1,6 1,5 1,4 1,3 1,2 1, PPP nach Verbraucherpreisen PPP nach Produzentenpreisen EUR/CHF Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Aufklärungen am Ende des Dokuments 3

4 Schweiz Risikohinweise und Aufklärungen Warnhinweise Die Zahlenangaben zur Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit. Die vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse und Entwicklungen eines Finanzinstruments, eines Finanzindexes oder einer Wertpapierdienstleistung. Dies gilt insbesondere, falls das Finanzinstrument, der Finanzindex oder die Wertpapierdienstleistung seit weniger als 12 Monaten angeboten wird. Insbesondere ist dann dieser besonders kurze Vergleichszeitraum kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Die Wertentwicklung wird durch Provisionen, Gebühren und andere Entgelte reduziert, die von den individuellen Umständen des Investors abhängen. Infolge von Währungsschwankungen kann das Veranlagungsergebnis steigen oder fallen. Prognosen zu zukünftigen Entwicklungen beruhen auf reinen Schätzungen und Annahmen. Die tatsächliche zukünftige Entwicklung kann von der Prognose abweichen. Prognosen sind daher kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse und Entwicklungen eines Finanzinstruments, eines Finanzindexes oder einer Wertpapierdienstleistung. Eine Darstellung der Konzepte und Methoden, die bei der Erstellung von Finanzanalysen angewendet werden, ist verfügbar unter: Detaillierte Information zur Sensitivitätsanalyse (Verfahren zur Prüfung der Stabilität der in Zusammenhang mit Finanzanalysen unter Umständen getätigten Annahmen) sind unter folgendem Link zu finden: Verteilungen aller Empfehlungen für das dem Erstellungsdatum der Publikation vorhergehende Kalenderquartal und Verteilung der Empfehlungen, in deren Zusammenhang in den letzten 12 Monaten Investmentbanking-Dienstleistungen gem. 48f (6) Z 6 BörseG erbracht wurden, ist verfügbar unter: Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten (gem. 48f (5) und (6) BörseG): 4

5 Schweiz Disclaimer Finanzanalyse Für die Erstellung dieser Publikation verantwortlich: Raiffeisen Bank International AG (abgekürzt bezeichnet als RBI ) Raiffeisen RESEARCH ist eine Organisationseinheit der RBI. Zuständige Behörde: Österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) Dieses Dokument dient zu Informationszwecken und darf nicht vervielfältigt oder an andere Personen weiterverteilt werden. Dieses Dokument ist weder ein Angebot noch eine Einladung zur Angebotsstellung, noch einen Prospekt im Sinne des KMG oder des Börsegesetzes oder eines vergleichbaren ausländischen Gesetzes. Eine Anlageentscheidung hinsichtlich eines Wertpapiers, Finanzproduktes oder einer Veranlagung hat auf der Grundlage eines genehmigten und veröffentlichten Prospektes oder der vollständigen Dokumentation des entsprechenden Wertpapiers, Finanzproduktes oder der Veranlagung zu erfolgen und nicht auf der Grundlage dieses Dokuments. Dieses Dokument ist keine persönliche Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten im Sinne des Wertpapieraufsichtsgesetzes. Weder dieses Dokument noch seine Bestandteile bilden die Grundlage irgendeines Vertrages oder einer Verpflichtung irgendeiner Art. Dieses Dokument stellt keinen Ersatz für die erforderliche Beratung in Bezug auf den Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers, einer Veranlagung oder eines sonstigen Finanzproduktes dar. Eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung in Bezug auf den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, einer Veranlagung oder von Finanzprodukten kann bei Ihrem Bankberater eingeholt werden. Diese Analyse basiert auf grundsätzlich allgemein zugänglichen Informationen und nicht auf vertraulichen Informationen, die dem unmittelbaren Verfasser der Analyse ausschließlich aufgrund der Kundenbeziehung zu einer Person zugegangen sind. Die RBI erachtet außer anderwärtig in dieser Publikation ausdrücklich offengelegt - sämtliche Informationen als zuverlässig, macht jedoch keine Zusicherungen betreffend deren Genauigkeit und Vollständigkeit. In Schwellenmärkten kann ein erhöhtes Abrechnungs- und Depotstellenrisiko bestehen, als in Märkten mit einer etablierten Infrastruktur. Die Liquidität von Aktien/Finanzinstrumenten ist von der Anzahl der Market Maker beeinflussbar. Beide Umstände können zu einem erhöhten Risiko hinsichtlich der Sicherheit einer aufgrund der in diesem Dokument enthaltenen Informationen getätigten Investition führen. Die Information dieser Publikation entspricht dem Stand zum Erstellungsdatum. Sie kann aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass die Publikation geändert wurde. Sofern nicht ausdrücklich anders offengelegt (http://www.raiffeisenresearch.at/spezialverguetung) werden die von der Raiffeisen Bank International AG beschäftigten Analysten nicht für bestimmte Investment Banking-Transaktionen vergütet. Die Vergütung des Autors bzw. der Autoren dieses Berichtes basiert (unter anderem) auf der Gesamtrentabilität der RBI, die sich unter anderem aus den Einnahmen aus dem Investmentbanking und sonstigen Geschäften der RBI ergibt. Im Allgemeinen verbietet die RBI ihren Analysten und den Analysten Bericht erstattenden Personen den Erwerb von Wertpapieren oder anderen Finanzinstrumenten jeglicher Unternehmen, die vom Analysten abgedeckt werden, sofern der Erwerb nicht von der Compliance-Abteilung der RBI vorab genehmigt wurde. RBI hat folgende organisatorische oder verwaltungstechnische Vereinbarungen einschließlich Informationsschranken zur Verhinderung oder Vermeidung von Interessenskonflikten in Zusammenhang mit Empfehlungen getroffen: Die RBI hat grundsätzlich verbindliche Vertraulichkeitsbereiche definiert. Vertraulichkeitsbereiche sind typischerweise solche Einheiten von Kreditinstituten, die von anderen Einheiten durch organisatorische Maßnahmen hinsichtlich des Informationsaustausches abzugrenzen sind, weil dort ständig oder vorübergehend compliance-relevante Informationen anfallen können. Compliance-relevante Informationen dürfen einen Vertraulichkeitsbereich grundsätzlich nicht verlassen und sind im internen Geschäftsverkehr auch gegenüber anderen Einheiten streng vertraulich zu behandeln. Dies gilt nicht für die im üblichen Geschäftsablauf betriebsnotwendige Weitergabe von Informationen. Diese Weitergabe beschränkt sich jedoch auf das unbedingt Erforderliche (Need-to-know-Prinzip). Werden compliance-relevante Informationen zwischen zwei Vertraulichkeitsbereichen ausgetauscht, darf dies nur unter Einschaltung des Compliance Officers erfolgen. SONDERREGELN FÜR DAS VEREINIGTE KÖNIGREICH GROSSBRITANNIEN UND NORDIRLAND (UK): Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot im Sinne des Kapitalmarktgesetzes ( KMG ) dar, noch ein Prospekt im Sinne des KMG oder des Börsengesetzes. Ferner beabsichtigt dieses Dokument nicht die Empfehlung des Kaufs oder Verkaufs von Wertpapieren oder anderen Anlageformen im Sinne des Wertpapieraufsichtsgesetzes. Dieses Dokument stellt keinen Ersatz für die erforderliche Beratung in Bezug auf den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Anlagen dar. Für jegliche Beratung in Bezug auf den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Anlagen können Sie sich gerne an Ihre RAIFFEISENBANK wenden. Sonderregelungen für das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland (UK): Diese Publikation wurde von der Raiffeisen Bank International AG (RBI) zur Förderung Ihres Anlagengeschäftes genehmigt oder herausgegeben. Die RBI London Branch wurde von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) ermächtigt und wird in eingeschränktem Maße von der Financial Conduct Authority ( FCA ) reguliert. Details zum Ausmaß der Regulierung der Zweigniederlassung in London durch die Financial Conduct Authority sind auf Anfrage erhältlich. Diese Veröffentlichung ist nicht für Investoren gedacht, die im Sinne der FCA-Regeln Endkunden sind, und sollte daher nicht an sie verteilt werden. Weder die in diesem Dokument enthaltenen Informationen und die darin geäußerten Meinungen stellen ein Angebot oder eine Aufforderung zu einem Angebot zum Kauf (oder Verkauf) von Anlagen dar und sind nicht derart auszulegen. Die RBI könnte in eigener Sache eine Transaktion im Sinne der FCA-Regeln in jede hierin erwähnte oder damit verbundene Anlage getätigt haben und als Folge/oder eine Platzierung in oder einen Anteil an besagter Anlage halten. Die RBI könnte als Manager oder Co-Manager eines öffentlichen Angebots jedes in diesem Bericht erwähnten oder damit verbundenen Wertpapiers handeln oder gehandelt haben. SPEZIFISCHE BESCHRÄNKUNGEN FÜR DIE VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA UND KANADA: Dieser Dokument darf weder in die Vereinigten Staaten von Amerika oder Kanada oder in ihre jeweiligen Hoheitsgebiete oder Besitzungen übertragen oder darin verteilt werden, noch darf es an irgendeine USamerikanische Person oder irgendeine Person mit Wohnsitz in Kanada verteilt werden, es sei denn, die Übermittlung erfolgt direkt durch die RB International Markets (USA) LLC, einen in den USA registrierten Broker-Dealer ( RBIM ), und vorbehaltlich der nachstehenden Bedingungen. SPEZIFISCHE INFORMATIONEN FÜR DIE VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA UND KANADA: Dieses Research-Dokument ist ausschließlich für institutionelle Investoren bestimmt und unterliegt nicht allen Unabhängigkeits- und Offenlegungsstandards, die für die Erstellung von Research-Unterlagen für Kleinanleger/Privatanleger anwendbar sind. Dieser Bericht wurde Ihnen durch die RB International Markets (USA) LLC, einen in den US registrierten Broker-Dealer ( RBIM ) übermittelt, wurde jedoch von unserem nicht-us-amerikanischen Verbundunternehmen Raiffeisen Bank International AG (RBI) erstellt. Jeder Auftrag zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, die Gegenstand dieses Berichtes sind, müssen bei der RBIM platziert werden. Die RBIM ist unter folgender Adresse erreichbar: 1133 Avenue of the Americas, 16th Floor, New York, NY 10036, Dieses Dokument wurde außerhalb der Vereinigten Staaten von einem oder mehreren Analysten erstellt, für die möglicherweise nicht Vorschriften hinsichtlich der Erstellung von Berichten und der Unabhängigkeit von Forschungsanalysten galten, die mit jenen vergleichbar sind, die in den Vereinigten Staaten in Kraft sind. Der/die Analyst/en, der/die dieses Dokument erstellte/n (i) sind nicht bei der Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) in den Vereinigten Staaten als Research-Analysten registriert oder qualifiziert und (ii) dürfen keine assoziierten Personen der RBIM sein und unterliegen daher nicht den Vorschriften der FINRA, inklusive der Vorschriften bezüglich des Verhaltens oder der Unabhängigkeit von Research-Analysten. Die in diesem Bericht enthaltenen Meinungen, Schätzungen und Prognosen sind nur zum Datum dieses Berichtes jene der RBI und können ohne Vorankündigung geändert werden. Die in diesem Bericht enthaltenen Informationen wurden von der RBI von als zuverlässig erachteten Quellen zusammengestellt, doch die RBI, ihre verbundenen Unternehmen oder irgendeine andere Person geben keinerlei ausdrückliche oder stillschweigende Zusicherung oder Gewährleistung bezüglich der Genauigkeit, Vollständigkeit und Richtigkeit des Berichtes. Jene Wertpapiere, die nicht in den Vereinigten Staaten registriert sind, dürfen weder innerhalb der Vereinigten Staaten noch an eine US-amerikanische Person direkt oder indirekt angeboten oder verkauft werden (im Sinne der Regulation S des Securities Act of 1933 (das Wertpapiergesetz ), es sei denn, es liegt eine Ausnahme gemäß dem Wertpapiergesetz vor. Dieser Bericht stellt weder ein Angebot zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers im Sinne von Abschnitt 5 des Wertpapiergesetzes dar, noch bildet dieser Bericht oder irgendeine hierin enthaltene Information die Grundlage eines Vertrages oder einer Verpflichtung irgendeiner Art welcher in diesem Zusammenhang als zuverlässig erachtet werden kann. Dieser Bericht stellt lediglich allgemeine Informationen zur Verfügung. In Kanada darf er nur an Personen mit Wohnsitz in Kanada verteilt werden, die aufgrund ihrer Befreiung von der Prospektpflicht gemäß den im jeweiligen Territorium bzw. der jeweiligen Provinz geltenden wertpapierrechtlichen Bestimmungen berechtigt sind, Abschlüsse in Zusammenhang mit den hierin beschriebenen Wertpapieren zu tätigen. Sollte sich eine Bestimmung dieses Disclaimers unter dem jeweils anwendbaren Recht als rechtswidrig, unwirksam oder nicht durchsetzbar herausstellen, ist die betreffende Bestimmung, soweit sie von den übrigen Bestimmungen trennbar ist, so zu behandeln, als wäre sie nicht Bestandteil dieses Disclaimers; in keinem Fall berührt sie die Rechtmäßigkeit, Wirksamkeit oder Durchsetzbarkeit der übrigen Bestimmungen. 5

6 Impressum/Ansprechpartner Impressum Informationen gemäß 5 E-Commerce Gesetz Raiffeisen Bank International AG Firmensitz: Am Stadtpark 9, 1030 Wien Postanschrift: 1010 Wien, Postfach 50 Telefon: Fax: Firmenbuchnummer: FN m beim Handelsgericht Wien Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: UID ATU Österreichisches Datenverarbeitungsregister: Datenverarbeitungsregisternummer (DVR): S.W.I.F.T.-Code: RZBA AT WW Aufsichtsbehörden: Als Kreditinstitut gemäß 1 BWG unterliegt die Raiffeisen Bank International AG der behördlichen Aufsicht durch die Finanzmarktaufsicht und der Österreichischen Nationalbank und den gesetzlichen Vorschriften in Österreich, insbesondere dem österreichischen Bankwesengesetz und dem Wertpapieraufsichtsgesetz in der jeweils geltenden Fassung. Mitgliedschaft: Die Raiffeisen Bank International AG ist Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich, Bundessparte Bank und Versicherung, Fachverband der Raiffeisenbanken Angaben nach dem österreichischen Mediengesetz Herausgeber und Redaktion dieser Publikation: Raiffeisen Bank International AG, Am Stadtpark 9, A-1030 Wien Medieninhaber dieser Publikation: Raiffeisen RESEARCH Verein zur Verbreitung von volkswirtschaftlichen Analysen und Finanzmarktanalysen, Am Stadtpark 9, A-1030 Wien Vorstand von Raiffeisen RESEARCH Verein zur Verbreitung von volkswirtschaftlichen Analysen und Finanzmarktanalysen: Mag. Peter Brezinschek (Obmann), Mag. Helge Rechberger (Obmann-Stv.) Raiffeisen RESEARCH Verein zur Verbreitung von volkswirtschaftlichen Analysen und Finanzmarktanalysen ist als behördlich registrierter Verein konstituiert. Zweck und Tätigkeit des Vereins ist unter anderem die Verbreitung von Analysen, Daten, Prognosen und Berichten und ähnlichen Publikationen bezogen auf die österreichische und internationale Volkswirtschaft und den Finanzmarkt. Grundlegende inhaltliche Richtung dieser Publikation Analyse zu Volkswirtschaft, Zinsen und Währungen, Staatsanleihen und Unternehmensanleihen, Aktien sowie Rohstoffen mit den regionalen Schwerpunkten Eurozone sowie Zentral- und Osteuropa unter Berücksichtigung der globalen Märkte. Die Analyse erfolgt unter Einsatz der unterschiedlichen Analyse-Ansätze: Fundamentaler Analyse, quantitativer Analyse und/oder technischer Analyse. Hersteller dieser Publikation: Raiffeisen Bank International AG, Am Stadtpark 9, A-1030 Wien Ansprechpartner Global Head of Research: Peter Brezinschek (1517) Research Sales: Werner Weingraber (5975) Top-Down CEE Banking Sector: Gunter Deuber (5707), Elena Romanova (1378) Volkswirtschaft, Zinsen, Währungen: Valentin Hofstätter (Leitung, 1685), Jörg Angelé (1687), Eva Bauer (5644), Gunter Deuber (5707), Wolfgang Ernst (1500), Stephan Imre (6757), Lydia Kranner (1609), Matthias Reith (6741), Andreas Schwabe (1389), Gintaras Shlizhyus (1343), Gottfried Steindl (1523), Martin Stelzeneder (1614) Credit/Corporate Bonds: Christoph Klaper (Leitung, 1652), Michael Ballauf (2904), Jörg Bayer (1909), Igor Kovacic (6732), Martin Kutny (2013), Peter Onofrej (2049), Manuel Schreiber (3533), Lubica Sikova (2139), Jürgen Walter (5932) Aktienmarktanalyse: Helge Rechberger (Leitung, 1533), Aaron Alber (1513), Connie Gaisbauer (2178), Christian Hinterwallner (1633), Jörn Lange (5934), Hannes Loacker (1885), Johannes Mattner (1463), Christine Nowak (1625), Magdalena Quell (2169), Leopold Salcher (2176), Andreas Schiller (1358), Christoph Vahs (5889) Quant Research/Emerging Markets: Veronika Lammer (Leitung, 3741), Björn Chyba (8161), Judith Galter (1320), Thomas Keil (8886), Dagmar König (8017), Andreas Mannsparth (8133), Stefan Theußl (1593) Technische Analyse Stefan Memmer (1421), Robert Schittler (1537) Publikationen, Layout Birgit Bachhofner (3518), Kathrin Rauchlatner (1518) 6

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