Schmerz: Eine Herausforderung auch für die Pflege? Pflegeabend am UK Münster Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

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1 Schmerz: Eine Herausforderung auch für die Pflege? Pflegeabend am UK Münster Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

2 Was ist Schmerz? Glück ist die Freiheit von Schmerz und allzu oft dem Zufall überlassen. Arthur Schopenhauer 2 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

3 Misserfolgskette der Schmerztherapie Patienten: melden sich nicht; erdulden Schmerzen Pflegende: unterschätzen Schmerz; geben zu wenig Analgetika Ärzte: unterschätzen Schmerz; ordnen zu wenig Analgetika an 3 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

4 Problemstellung Unterversorgung trotz vorhandener Therapiemöglichkeiten verzögerte Heilung, längere Krankenhausaufenthalte, Chronifizierung von Schmerz Zuständigkeit der Pflegefachkräfte Inadäquate Schmerztherapie = Körperverletzung ( 223 StGB) 4 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

5 Ziele Auftreten von Schmerzen reduzieren Kontinuität der Schmerzbehandlung verbessern Zeit zwischen Auftreten von Schmerzen und Behandlung verkürzen Aufgaben der Pflege innerhalb des Schmerzmanagements definieren fachliche Kompetenz der Pflegenden stärken Selbstpflegekompetenz der Betroffenen fördern 5 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

6 Zielgruppe alle Betroffenen mit (potentiellen) akuten oder chronisch tumorbedingten Schmerzen Patienten in ambulanter oder stationärer Versorgung Patienten aller Altersgruppen besonders vulnerable Personen (demente Patienten, Kinder) Familienangehörige/Bezugspersonen 6 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

7 2004 Nationaler Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege (Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege) bei akuten Schmerzen 1. Aktualisierung Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

8 Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege Jeder Patient/Bewohner mit akuten oder zu erwartenden Schmerzen erhält ein angemessenes Schmerzmanagement, das dem Entstehen von Schmerzen vorbeugt, sie auf ein erträgliches Maß reduziert oder beseitigt. 8 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

9 Ebenen des Standards Schmerzeinschätzung Medikamentöse Schmerzbehandlung Schmerzmittelbedingte Nebenwirkungen Nichtmedikamentöse Maßnahmen Information, Anleitung und Schulung bei akuten Schmerzen 1. Aktualisierung Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

10 Schmerzeinschätzung 10 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

11 Wie kann Schmerz sichtbar werden? Schmerzerfassung durch den Betroffenen selbst Unterscheidung in Ruhe- und Belastungsschmerz mittels standardisierten Skalen Dokumentation bei der Aufnahme in vorhandenes Kurvensystem regelmäßig entsprechend der Schmerzintensität 11 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

12 Schmerzanamnese Aufnahmegespräch frühere Schmerzerfahrungen Testung ob ein Schmerzmessinstrument geeignet ist (bei Kindern und kognitiv eingeschränkten Patienten) Information über Schmerzmanagement 12 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

13 Schmerzanamnese Wo tritt der Schmerz auf? (Lokalisation) Wie fühlt sich der Schmerz an? (Qualität) Wann tritt der Schmerz auf? Wie lange hält der Schmerz an? Wie stark ist der Schmerz? (Intensität) Was verstärkt, was lindert den Schmerz? Woran hindert Sie der Schmerz? Frühere Schmerzerfahrungen? 13 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

14 Schmerzmessung / Selbsteinschätzung NRS (Nummerische Ratingskala) VAS (Visuelle Analogskala) VRS (Verbale Ratingskala) Gesichter Skala 14 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

15 Schmerzassessment 15 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

16 Fremdeinschätzung Kindliche Unbehagens- und Schmerzskala (KUSS) BESD (Beurteilung von Schmerz bei Demenz) BPS (Behavioral Pain Scale) 16 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

17 Schmerzmanagement Akutschmerz fest definierte Zeitpunkte der Schmerzerfassung Lokalisation und Intensität des Schmerzes Ruhe- und Belastungsschmerz Nebenwirkungen (Übelkeit, Erbrechen, Sedierung etc.) Begleitsymptome (Schlaflosigkeit, Angst) 17 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

18 Ebenen des Standards Schmerzeinschätzung Medikamentöse Schmerzbehandlung Schmerzmittelbedingte Nebenwirkungen Nichtmedikamentöse Maßnahmen Information, Anleitung und Schulung bei akuten Schmerzen 1. Aktualisierung Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

19 Akuter Schmerz ist sinnvoll und hat lebensrettende Funktion dient als Warnzeichen Schmerzwahrnehmung löst Reaktion aus fördert die Heilung durch Ruhigstellung 19 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

20 Akuter Schmerz ist psychisch relativ einfach zu verarbeiten Therapie des akuten Schmerzen stellt normal kein Problem dar erfährt Akzeptanz durch die Umwelt z.b. Verletzung, postoperativer Schmerz 20 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

21 Substanzgruppen Opioide (z.b. Morphin) Nichtopioide (z.b. Metamizol, Coxibe, NSAID, Paracetamaol) Lokalanästhetika (z.b. Bupivacain) Coanalgetika (z.b. Antidepressiva, Antikonvulsiva, Kortison) Begleitmedikamente (z.b. Antiemetika, Laxantien) 21 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

22 WHO-Stufenschema 3. Stufe 1.Stufe Nichtopioide Stark wirksame Opioide +/- Nichtopioide 2.Stufe Schwache Opioide +/- Nichtopioide Begleitmedikamente, adjuvante Medikamente 22 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

23 WHO Empfehlungen 1. By the mouth 2. By the clock 3. By the ladder Die Schmerztherapie sollte, wenn möglich, oral verabreicht werden Die Schmerzmittel sollten entsprechend ihrer Wirkdauer zu festen Zeitpunkten eingenommen werden Nach dem Stufenschema der WHO 4. For the individual 5. Attention to detail Schmerztherapie ist eine individuelle Therapie, deren Dosierung vom Schmerz des Patienten und nicht von Dosierungsschemata abhängt Bedürfnisse des Patienten müssen berücksichtigt und auch nicht-medikamentöse Maßnahmen in den Therapieplan aufgenommen werden 23 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

24 Nebenwirkung von Opioiden Initial häufig Übelkeit und Erbrechen Sedierung Unruhe Verwirrtheit Häufig anhaltend Obstipation Gelegentlich Miktionsstörungen Juckreiz Myoklonien Mundtrockenheit Selten Atemdepression psychische Abhängigkeit 24 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

25 Behandlungskonzepte...sind von allergrößter Wichtigkeit um die oft beklagte Verzögerung bei der Analgetikagabe durch langwierige Rückfragen zu vermeiden. 25 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

26 26 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

27 Was wichtig ist! auf Augenhöhe sein, den Patienten wahrnehmen genau hinhören sich Zeit nehmen strukturiert fragen professionell sein Empathie eigene Gefühle reflektieren 27 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

28 Ebenen des Standards Schmerzeinschätzung Medikamentöse Schmerzbehandlung Schmerzmittelbedingte Nebenwirkungen Nichtmedikamentöse Maßnahmen Information, Anleitung und Schulung bei akuten Schmerzen 1. Aktualisierung Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

29 29 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

30 Schmerzen, kompetent erkennen, erfassen und behandeln 30 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

31 Ich habe keine Angst vor dem Tod, nur unendliche Angst vor dem Sterben, dem Leiden und vor allem vor den starken Schmerzen. (Nathalie F. 27 Jahre) 31 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

32 Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebsschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird. Internationale Gesellschaft zum Studium des Schmerzes 32 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

33 Schmerz ist nicht nur ein reiner Nervenimpuls, sondern ein komplexes und vielschichtiges Erlebnis Die Art und Weise, wie der Schmerz empfunden wird hängt von verschiedenen Faktoren ab: Art und Ort der Störung körperliche Situation die individuelle Schmerztoleranz kulturelle Faktoren persönliche Einstellung zu Krankheit und Schmerz soziales Umfeld 33 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

34 Schmerz ist das, was der Betroffene über die Schmerzen mitteilt. Sie sind vorhanden, wenn der Patient mit Schmerzen sagt, dass er Schmerzen hat. 34 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

35 Chronische Schmerzen es kommt zum Dauer- Schmerzreiz, der ständig an Rückenmark und das Gehirn weitergeleitet wird durch den Dauerreiz können sich Nervenfasern so verändern, dass geringe Schmerzreize einen starken Schmerz hervorrufen können es wird ein Schmerzgedächtnis ausgebildet, welches die Chronifizierung der Schmerzen verursacht Abhilfe schafft nur eine rechtzeitige Behandlung der Schmerzen durch Medikamente, physiotherapeutische und psychologische Verfahren 35 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

36 Chronische Schmerzen liegen vor, wenn sie länger als sechs Monate anhalten oder wenn der Schmerz über die erwartete Heilungszeit hinaus anhält der Übergang von akutem zu chronischem Schmerz ist fließend die Ursache ist meistens nicht mehr feststellbar keine Melde-, Schutz- und Heilfunktion, d.h. er weist nicht (mehr) auf eine körperliche Schädigung hin der Schmerz ist nicht mehr Signal, sondern entwickelt sich zur eigenständigen Krankheit immer wiederkehrender bzw. dauerhafter Schmerz der Schmerz wird zum Lebensinhalt Akzeptanz bei den Mitmenschen oft gering durch höhere Schmerzempfindlichkeit, das Gefühl des stärker werdenden Schmerzes therapieresistent 36 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

37 Schmerzen bei Tumorerkrankten eines der häufigsten Symptome in jedem Stadium möglich vor allem aber in der terminalen Phase abhängig von der Lokalisation und Pathophysiologie des Tumors Schmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität und können im Extremfall, wenn der Schmerz qualvoller als der Tod erscheint, Todeswünsche auslösen 37 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

38 Ursachen bei Tumorpatienten Tumorbedingte Schmerzen (50 90%) Kompression und Infiltration von Nerven, Blut- und Lymphgefäßen, von Hohlorganen Destruktion z.b. von Knochen Nekrosen z.b. Haut und Schleimhaut Hirnödem Therapiebedingte Schmerzen (10 25%) Chemotherapie (Mukositis) Bestrahlung (Neuropathie) Operation (Vernarbung) Tumorassoziierte Schmerzen (5 20%) Infekte durch Abwehrschwäche Schmerzen durch Obstipation oder Ödeme Dekubitus durch Immobilität Schmerzen durch Muskelschwäche Tumorunabhängige Schmerzen (3 10%) chronische Gelenkerkrankungen Migräne Spannungskopfschmerz Rückenschmerzen 38 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

39 Typische Probleme von Schmerzpatienten Schlafstörungen und Müdigkeit Gereiztheit mit der Zeit zunehmende Schmerzempfindlichkeit Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust Aktivitätsminderung familiäre Konflikte Depression individuelle Überforderung (z.b. Schule, Beruf) Berufsunfähigkeit finanzielle Probleme Existenzängste Sorgen, Angst, Traurigkeit 39 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

40 Zahlen und Fakten bei Tumorerkrankungen ca Menschen in der BRD haben behandlungsbedürftige Tumorschmerzen über 80% der Tumorpatienten könnten durch eine effektive Schmerztherapie behandelt werden jeder Tumorschmerz verpflichtet zur Behandlung die schmerztherapeutische Versorgung in Deutschland und weltweit ist immer noch unzureichend!! 40 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

41 Ursachen der Unterversorgung von Schmerzpatienten unzureichende Abklärung der Schmerzursache nicht korrekte Verordnung von Analgetika, z.b. Unterdosierung des Analgetikums, zu schwaches Analgetikum, ungeeignete Schmerzmittelkombinationen usw. mangelnde Kenntnis bezüglich adjuvanter Medikamente und anderer schmerztherapeutischer Maßnahmen ungenügender Opioideinsatz aus Furcht vor Abhängigkeit und Sucht Unterschätzung von psychosozialen Einflüssen Vorurteile seitens der Patienten 41 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

42 Opiatmythos Opiate machen süchtig Opiate verursachen bei chronischen Schmerzpatienten eine gefährliche Atemdepression Opiate sedieren und behindern soziale Kontakte die Dosierung muss bei Opiaten wegen des Gewöhnungseffektes kontinuierlich gesteigert werden wenn man mit Morphin beginnt, ist alle Hoffnung aufgegeben Opiate haben hohe Nebenwirkungen und beschleunigen den Tod 42 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

43 Anamnese Schmerzanamnese Allgemeine Anamnese Soziale Anamnese Wie ist das soziale Umfeld des Patienten? (Soziale Isolierung) Psychische Anamnese Gibt es psychologische Faktoren, die das Schmerzausmaß beeinflussen und mitberücksichtigt werden müssen? (Ängste, Depressionen u.a.) 43 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

44 Schmerzanamnese Lokalisation: Wo tut es weh (zeigen oder im Körperschema anzeichnen lassen) Dauer: Wann tut es weh (Änderungen am Tag und in der Nacht?) Qualität: Wie ist der Schmerz? (scharf, stechend, bohrend, einschießend, dumpf) Auslöser: Was kann die Schmerzen beeinflussen? (Veränderung des Schmerzes in Ruhe, bei Belastung, andere Aktivitäten?) Intensität: Wie stark tut es weh? (Einschätzung anhand der Schmerzskala) 44 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

45 Qualität: Wie ist der Schmerz? Dr.med.C.Joosten Staar Hausarzt Referenzarzt des Palliativpflegeverbandes der DG 45 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

46 Schmerztypen und Schmerzqualität Schmerztyp Knochen-/Periostschmerz Infiltration der Weichteile Viszeraler Schmerz Nervenschmerzen durch Infiltration und/oder Kompression Schmerzart Scharf einschießender Schmerz, dumpf bohrender Ruheschmerz, bei Belastung und Bewegung Pulsierend und entzündlich, stechend, Spannungsgefühl Dumpfer Dauerschmerz (u.u. kolikartig), gesteigerte lokale Empfindlichkeit Neuralgie: Einschießender und ausstrahlender Schmerz Neuropathie: brennender, andauernder Schmerz 46 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

47 Schmerztagebuch Dokumentation: Schmerzverlauf Medikamentenbedarf Befindlichkeit Nebenwirkungen Begleitmedikation Bedarfsschmerzmittel 47 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

48 Ziele der medikamentösen Schmerztherapie Erreichen einer Schmerzfreiheit bzw. Schmerzreduktion für jeden Patienten ohne Beeinträchtigung der Vigilanz oder der Kommunikationsfähigkeit Berücksichtigung des Selbstbestimmungsrechtes der Betroffenen Ermöglichen einer aktiven Auseinandersetzung mit dem Schmerz/ einer aktiven Bewältigung des Schmerzes (Coping) Hilfe zur Selbsthilfe (Beratung, Anleitung, Begleitung) Erhalten und Wiederherstellen der Lebensqualität und nicht der Lebensverlängerung um jeden Preis Patient als aktiver Partner in der Schmerztherapie das Denken, Fühlen und Verhalten ändern, verändert auch die Schmerzen 48 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

49 Methoden der Schmerzbehandlung 1. Medikamente 2. Naturheilverfahren 3. Nervenblockaden 4. Physikalische Therapie 5. Psychologische Verfahren 49 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

50 1. Medikamente WHO- Stufenschema zur (Tumor-) Schmerztherapie Stufe 1 Nicht- Opioide Mäßige Schmerzen NRS: 1-3 Stufe 2 Schwache Opioide Starke Schmerzen NRS: Koanalgetika und Bedarfsmedikamente Stufe 3 Starke Opioide Stärkste Schmerzen NRS: Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

51 WHO- Stufenschema Kombinationsmöglichkeiten: Stufe 1 + Stufe 2 (Nicht Opioid) (Schwaches Opioid) Stufe 1 + Stufe 3 (Nicht Opioid) (Starkes Opioid) Nicht kombinieren: Stufe 2 + Stufe 3 (Schwaches Opioid) (Starkes Opioid) 51 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

52 Vorteile der Opioide keine Organtoxizität vielfältige Verabreichungsformen nahezu unbegrenzter Dosierungsspielraum Kombinierbarkeit 52 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

53 Nebenwirkungen von Opioiden Obstipation Therapie: Laxanzien, keine Toleranzentwicklung Übelkeit/Erbrechen Therapie: Antiemetika, Toleranzentwicklung in der Regel nach Tagen Müdigkeit In der Regel Besserung nach 5 Tagen, ggf. Dosisreduktion Blasenentleerungsstörungen Therapie: Cholinestrasehemmer, evtl. Dauerkatheter Verwirrtheit/Halluzinationen Therapie: Dosisreduktion, Neuroleptika Juckreiz Schwierig zu behandelndes Symptom, Versuch mit Antihistaminika, Hautpflege Bei anhaltenden Nebenwirkungen Opioidwechsel erwägen Überdosierungssymptome sind: Atemdepression, Myoklonien (Muskelzuckungen), Halluzinationen, Albträume 53 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

54 Möglichkeiten der Schmerzmittelapplikation Enterale Analgetikatherapie Tabletten Tropfen Lutscher Zäpfchen Hinweise: Tabletten möglichst in Retard- Form verabreichen richtigen Zeitpunkt (vor, während, nach den Mahlzeiten) berücksichtigen Teilbarkeit, Mörsern, Auflösen erlaubt? Diarrhoe und Emesis beachten Oberkörper hoch lagern 54 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

55 Transdermale Analgetikatherapie Hinweise Depotpflaster auf flache, gesunde, faltenfreie, nicht irritierte, nicht bestrahlte Hautstelle des Oberkörpers oder der Oberarme aufkleben vor dem Anbringen, die Haut nur mit Wasser reinigen Haut muss vollkommen trocken sein Pflaster müssen unmittelbar nach der Entnahme aufgeklebt werden Pflaster ca. 30 Sekunden lang fest aufdrücken das Pflaster darf nicht zerschnitten werden neues Pflaster muss an einer anderen Hautstelle angebracht werden kein Kontakt mit direkten äußeren Wärmequellen keine intensive Sonnenbestrahlung aussetzen 55 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

56 Grundregeln der medikamentösen Schmerztherapie das Stufenschema der WHO wird angewendet die orale Schmerztherapie ist die Methode der Wahl (Referenz) regelmäßige Einnahme nach einem festen über 24-h- Zeitschema By the clock individuelle Dosierung der Opioidanalgetika/ kontrollierte Dosisanpassung bei Dauerschmerzen langwirkende Retardmedikamente verschreiben Medikamentengabe nach dem Prinzip der Antizipation (d.h. die nächste Analgetikagabe muss erfolgen, bevor die Wirkung der Vorangegangenen abgeflacht ist) 56 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

57 Grundregeln der medikamentösen Schmerztherapie Prophylaxe von Nebenwirkungen durch Begleitmedikamente schnell freisetzende analgetische Zusatzmedikation zur freien Verfügung bei zusätzlichen Schmerzspitzen Einsatz von Co- Analgetika Wechsel des Opioids bei Dosiseskalation oder nicht beherrschbaren Nebenwirkungen bei Schluckproblemen Umstellung der Analgetika auf subkutane oder transdermale Gabe evtl. andere Therapieverfahren einsetzen Schmerzdokumentation!!!! für ambulante Patienten/Angehörige schriftliche Einnahmeanleitung mitgeben 57 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

58 2. Naturheilverfahren Akupunktur Aromatherapie 58 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

59 4. Physikalische Therapie Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS) Kälte- Wärme- Anwendungen 59 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

60 5. Physiotherapie Massage oder vorsichtige krankengymnastische Maßnahmen behutsame Halt gebende Lagerung 60 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

61 6. Psychotherapie/Entspannungsverfahren Verhaltenstherapie Schmerzbewältigungs- Strategien: Autogenes Training Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen Mediation Atemübungen Biofeedback, Relaxationstechniken Hypnose, Traumreisen, Lieblingsmusik Musik,-Mal,-Kunst,-Tiertherapie 61 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche

62 Divinum est sedare dolorem Es ist göttlich, den Schmerz zu lindern. Arzt Galenus ( n.chr.) 62 Universitätsklinikum Münster Pflegeabend Elke Goldhammer Thomas Wittling Ruth Boche Universitätsklinikum Münster Elke Goldhammer Juni 2012., Onkologische Pflege Seite 62

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