Programm zur Förderung der Energieeinsparung und der Nutzung regenerativer Energiequellen in der Gemeinde Gröbenzell

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1 Programm zur Förderung der Energieeinsparung und der Nutzung regenerativer Energiequellen in der Gemeinde Gröbenzell Ziel Ziel des Programms ist die Verringerung des Verbrauchs von Energie, insbesondere aus fossilen Quellen und die Schaffung von Anreizen für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Gröbenzell, energiesparende Techniken und erneuerbare Energiequellen zu nutzen. Anwendungsbereich Gefördert werden können im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel Maßnahmen innerhalb des Gemeindegebiets von Gröbenzell in bestehenden oder bauaufsichtlich genehmigten Wohngebäuden. Photovoltaikanlagen und thermische Solaranlagen sowie Sondermaßnahmen können auch an gewerblich genutzten Gebäuden gefördert werden. Bei dem Förderprogramm handelt es sich um eine freiwillige Leistung der Gemeinde Gröbenzell. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung von Zuschüssen besteht nicht. Förderzusagen werden im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel in der Reihenfolge des Eingangs der vollständigen Förderanträge erteilt. Voraussetzungen der Förderung Eine Förderung kann nur bewilligt werden, wenn der Antrag unter Vorlage eines vollständigen, prüfbaren Kostenvoranschlags und der sonstigen erforderlichen Nachweise und Unterlagen vor Auftragsvergabe bei der Gemeinde Gröbenzell eingereicht wird. Eine Förderung durch die Gemeinde Gröbenzell ist nicht möglich, wenn für dieselbe Maßnahme Zuschüsse aus anderen Förderprogrammen in Anspruch genommen werden können (auf Ausnahmen wird bei den jeweiligen förderungsfähigen Maßnahmen hingewiesen). Dagegen ist die Inanspruchnahme zinsverbilligter Kredite aus anderen Förderprogrammen mit der Förderung einer Maßnahme durch die Gemeinde Gröbenzell vereinbar. Antragsverfahren Förderanträge sind unter Verwendung des bei der Gemeinde Gröbenzell erhältlichen Formblattes und unter Vorlage eines vollständigen Kostenvoranschlags einzureichen. Das Antragsformular ist auch elektronisch auf der Website der Gemeinde Gröbenzell verfügbar. Mieter und Hausverwaltungen müssen eine schriftliche Zustimmung des oder der Eigentümer zur Ausführung der Maßnahme vorlegen. Dem Antrag ist gegebenenfalls der Ablehnungsbescheid über die Gewährung von Zuschüssen aus anderen Förderprogrammen beizufügen. Erhebliche Änderungen in den geplanten Maßnahmen nach Antragstellung sind der Gemeinde unverzüglich mitzuteilen. Innerhalb eines Jahres nach Bewilligung der Förderung müssen die geplanten Maßnahmen abgeschlossen und die erforderlichen Unterlagen und Nachweise bei der Gemeinde Gröbenzell eingereicht werden. Seite 1 von 5

2 Förderungsfähige Maßnahmen 1. Energiegutachten Gefördert wird die Erstellung eines Energiegutachtens, das den baulichen Wärmeschutz, die Wärmeerzeugung und -verteilung einschließlich der Warmwasserbereitung und die Möglichkeiten der Nutzung erneuerbarer Energien umfasst, bei Gebäuden, die bis 1994 bauaufsichtlich genehmigt wurden, sofern hierfür keine Mittel aus dem Programm Vor-Ort-Beratung des Bundesministeriums für Wirtschaft zur Verfügung stehen. Das Gutachten muss den Anforderungen dieses Programms entsprechen. 50% der Gutachtenkosten, maximal Wärmedämmung im Altbau Gefördert werden Maßnahmen zur Verringerung der Wärmeverluste an Gebäuden, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Voraussetzung der Förderung der Wärmedämmung von Dächern und Außenwänden (2.1.1., und 2.2.) ist, dass die Energieeinsparung durch ein Energiegutachten nach Punkt 1 nachgewiesen wird. Für die Wärmedämmung von Dachböden und Kellerdecken ( und ) ist eine U-Wertberechnung durchzuführen. Gutachten und Berechnungen sind mit dem Antrag vorzulegen. Eine Förderung ist nicht möglich, wenn folgende Materialien/Stoffe verwendet werden: (H)FCKW/CKW geschäumte Dämmstoffe, Asbestzementplatten, Spanplatten der Emissionsklassen 2 und 3, PVC, Materialien und Stoffe ohne Zulassung, Faserdämmmaterialien, die nicht den Kriterien nach Anhang V Nr. 7.1(1) Gefahrstoffverordnung entsprechen. Die Verwendung tropischer Hölzer für Fensterrahmen wird nur gefördert, wenn sie nachweislich aus zertifizierter naturnaher Forstwirtschaft stammen. Die Förderung beträgt maximal 2000 pro Gebäude. Beträgt die Fördersumme nach 2.1. und 2.2. weniger als wird für die Erstellung des Energiegutachtens ein Zuschlag von 100 gewährt Dächer und Decken Die Wärmedämmung an Dächern wird gefördert, wenn sie die gesamte Dachfläche des Gebäudes beziehungsweise die gesamte Dachgeschossbodenfläche bei unbeheiztem Dachraum umfasst Steildächer Ein- und Zweifamilienhäuser: - bei einer Wärmedurchgangszahl U 0, bei einer Wärmedurchgangszahl U 0, Mehrfamilienhäuser: - bei einer Wärmedurchgangszahl U 0,25 bis 300 m² gedämmter Fläche 750 bis 400 m² gedämmter Fläche bis 500 m² gedämmter Fläche über 500 m² gedämmter Fläche bei einer Wärmedurchgangszahl U 0,20 bis 300 m² gedämmter Fläche bis 400 m² gedämmter Fläche bis 500 m² gedämmter Fläche über 500 m² gedämmter Fläche Seite 2 von 5

3 2.1.2.Flachdächer bei einer Wärmedurchgangszahl U 0, Dachböden bei einer Wärmedurchgangszahl U 0, Kellerdecken bei einer Wärmedurchgangszahl U 0,35 25% der nachgewiesenen Aufwendungen, maximal % der nachgewiesenen Aufwendungen, maximal Außenwände Die Wärmedämmung von Außenwänden wird gefördert, wenn sie mindestens die Hälfte der Gebäudewandfläche umfasst und die gedämmten Wände einen U-Wert von 0,28 erreichen. Eine Förderung wird nur gewährt, wenn gleichzeitig die Fenster einen U w -Wert von 1,7 aufweisen. 15 pro m² gedämmte Außenwand 2.3. Fenster und Fenstertüren Einbau von Fenstern und Fenstertüren mit Wärmeschutzverglasung (U g 1,1) Einbau von Wärmeschutzverglasung (U g 1,1) in zu erhaltende Fensterrahmen 50 pro Stück. 20 pro Stück. Mit dem Antrag sind Ansichtsskizzen der auszutauschenden Fenster und Außentüren vorzulegen. Der Austausch von Fenstern und Fenstertüren in nicht beheizten Räumen wird nicht gefördert. Bei Verwendung von PVC-Profilen wird der Einbau von Wärmeschutzfenstern ebenfalls nicht gefördert. 3. Thermische Solaranlagen Gefördert wird der Einbau thermischer Solaranlagen zur Warmwasserbereitung (nicht zur Schwimmbadbeheizung) und zur Heizungsunterstützung, sofern keine Mittel aus entsprechenden staatlichen Förderprogrammen zur Verfügung stehen. Der Antragsteller muss die Nichtbewilligung der staatlichen Förderung nachweisen. Zum Förderantrag ist eine Berechnung des Wärmeertrags und des solaren Deckungsanteils am Nutzenergiebedarf der Warmwasserbereitung bzw. am jährlichen Heizenergiebedarf vorzulegen. Voraussetzungen und Höhe der Förderung richten sich nach den jeweils geltenden Bedingungen des Marktanreizprogramms des Bundes. (: Stand ) Warmwasserbereitung Anlagen zur Heizungsunterstützung 105 /m² Kollektorfläche 135 /m² Kollektorfläche Bei Anlagen zur Heizungsunterstützung gewährt die Gemeinde Gröbenzell für die Beschaffung und den Einbau des Heizungspufferspeichers einen Zuschuß von 250. Seite 3 von 5

4 4. Photovoltaikanlagen Gefördert werden Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von mindestens 1 kwp. 25 pro 0,1 kwp. Die Förderung wird auf pro Anlage begrenzt. 5. Brennwerttechnik Gefördert wird der Einbau von Brennwertkesseln in Altbauten als Ersatz einer alten Wärmeerzeugungsanlage. nach Kesselleistung - bis 40 kw: bis 100 kw: bis 200 kw: ab 201 kw: Holzpelletheizungen Gefördert wird der Einbau von Holzpelletheizungen in Altbauten, sofern keine Mittel aus entsprechenden staatlichen Förderprogrammen zur Verfügung stehen. Voraussetzungen und Höhe der Förderung richten sich nach den jeweils geltenden Bedingungen des Marktanreizprogramms des Bundes. ( Stand : 60 /kw Nennwärmeleistung) 7. Sondermaßnahmen Sondermaßnahmen können im Einzelfall gefördert werden, wenn sie ein hohes Maß an Energieeinsparung bewirken, z. B. die Errichtung von Niedrigenergie- oder Passivhäusern, der Einbau einer gasbetriebenen Wärmepumpe oder einer Kraftwärmekopplungsanlage. Zum Förderantrag ist eine genaue Anlagenbeschreibung, eine Energiebilanzrechnung und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorzulegen. Über die Förderung von Sondermaßnahmen entscheidet der Ausschuss für Planung und Umweltschutz. Energieberatung Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern im Rathaus Gröbenzell halbstündige, kostenlose Beratung zu allen Fragen der Energieeinsparung. Anmeldung und Terminvereinbarung unter Telefon 08142/ Energieberatung Bauzentrum München Kostenlose Beratungsangebote rund ums Bauen und Wohnen Informationen unter Terminvereinbarungen über Infotelefon 089/ Seite 4 von 5

5 Andere Förderprogramme Bundesprogramm Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien Solarkollektoren, Holzpelletheizungen, Scheitholzvergaserkessel Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Referat 411 Frankfurter Straße Eschborn Telefon: 06196/ Telefax: 06196/ Einspeisevergütung für Solarstrom nach dem Erneuerbare Energien Gesetz Die gesetzlich festgelegte Vergütung für Solarstrom wird von dem Betreiber des Stromnetzes, hier der E.ON Bayern AG, gezahlt. Die Photovoltaikanlage muss vom Netzbetreiber abgenommen werden. E.ON Bayern AG Kundencenter Unterschleißheim Telefon 089/ Bundesprogramm Förderung der Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden vor Ort (Vor-Ort-Beratung) Energiegutachten Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Referate 433/434/435 Frankfurter Straße Eschborn Telefon: 06196/ Telefax: 06196/ Zinsverbilligte Darlehen der KfW Förderbank KfW-CO 2 -Gebäudesanierungsprogramm für umfangreiche energetische Sanierungen an Wohngebäuden, die im Jahr 1978 oder vorher fertig gestellt wurden und den Austausch alter Heizungen. Wohnraum Modernisieren für Modernisierungs- und CO 2 -Minderungsmaßnahmen an Wohngebäuden. Ökologisch Bauen für den Neubau von KfW-Energiesparhäusern und von Passivhäusern sowie für den Einbau von Heiztechnik auf der Basis erneuerbarer Energien in Neubauten. Solarstrom Erzeugen für die Errichtung, die Erweiterung und den Erwerb von kleineren Photovoltaik-Anlagen. Förderung des Einsatzes von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.v. (FNR), Hofplatz 1, Gülzow Fax: 03843/ Umweltschutzförderprogramme für Handwerk, Gewerbe und Industrie Förderfibel Umweltschutz des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Infozentrum Wirtschaft Umwelt Stand: Seite 5 von 5

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