Resilienzförderung im Patenschaftsprogramm Balu und Du Fachtagung Resilienz 2015 Karlsruhe Workshop 10 Katja Burschik und Ina Scholl-Ehmer

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1 Karlsruher Institut für Technologie ZAK Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale Resilienzförderung im Patenschaftsprogramm Balu und Du Fachtagung Resilienz 2015 Karlsruhe Workshop 10 Katja Burschik und Ina Scholl-Ehmer Das bundesweite Mentorenprogramm Balu und Du fördert Grundschulkinder im außerschulischen Bereich. Engagierte Studierende, Balus genannt, übernehmen ehrenamtlich mindestens ein Jahr lang eine individuelle Patenschaft für ein Kind (Mogli). Sie helfen ihm durch persönliche Zugewandtheit und aktive Freizeitgestaltung, sich in unserer Gesellschaft zu entwickeln und zu lernen, wie man die Herausforderungen des Alltags erfolgreich meistern kann. Die positiven Effekte des Programms werden durch die Wirksamkeitsforschung bestätigt. Grundzüge des Programms Ein Studierender (Balu, Jahre alt) wird einem Kind (Mogli, 6-10 Jahre alt) als Patin/Pate an die Seite gestellt. Die persönliche Beziehung von Balu und Mogli ist im 1:1-Verhältnis. Die Patenschaft dauert ein Jahr lang. Balu und Mogli treffen sich einmal in der Woche und entdecken gemeinsam neue außerschulische Aktivitäten und Lernmöglichkeiten wie gemeinsames Kochen oder Backen, Malen, Basteln und Spielen, sportliche und kulturelle Aktivitäten oder Spaziergänge durch die Natur und vieles mehr. Zur Unterstützung der Aktivitäten erhält jedes Gespann monatlich 10,- Euro Taschengeld und ist während der Treffen haftpflicht- und unfallversichert. Im Fokus des Programms stehen Mentoring, Freundschaft und informelles Lernen. Es wird eine enge Begleitung der Patenschaften über Tagebuch und Seminar gewährleistet und dadurch eine reflexive Ebene ermöglicht und erwartet. Ziel und Wirkung des Programms Die Weichenstellung im Leben der Kinder positiv beeinflussen, das Meistern des Alltags/den Erwerb von Lebenskompetenzen unterstützen und das Selbstbewusstsein stärken, einer Entwicklung beim Kind entgegenwirken, die sich im Jugendalter als Devianz zeigen könnte, die Schlüsselkompetenzen der Studierenden weiterentwickeln und den Erwerb von Zusatzqualifikationen ermöglichen, zu ehrenamtlichem Engagement ermuntern (zunächst Balus, längerfristig auch Moglis), eine solidarische und kinderfreundliche Gesellschaft fördern. 1

2 Keine allgemeinverbindlichen Ziele/kein Curriculum, da jede Patenschaft einzigartig ist und der Aspekt der individuellen Beziehungsgestaltung betont wird! Entwicklung von Balu und Du Das Programm wurde 2002 von Prof. Hildegard Müller-Kohlenberg von der Universität Osnabrück gemeinsam mit dem Diözesan-Caritasverband in Köln initiiert zunächst als Pilotprojekt, orientiert am israelischen Mentoringprogramm Perach. Der gemeinnützige Verein Balu und Du e.v. mit seiner Geschäftsstelle in Köln bietet Leitlinien, Infrastruktur, Versicherungsschutz und inhaltliche Unterstützung (seit 2005). Inzwischen an 61 Standorten vertreten: Träger sind Hochschulen, Schulen oder freie und caritative Träger (Kooperationsvertrag, Qualitätsstandards). Insgesamt wurden bisher ca Kinder erfolgreich begleitet. An der Universität Osnabrück werden Programmentwicklung, wissenschaftliche Evaluation und Begleitforschung durchgeführt. Am ZAK wird Balu und Du seit dem Wintersemester 2011/12 als Service Learning-Angebot durchgeführt. Die Moglis Moglis sind Kinder aus Karlsruher Grundschulen, die aus diversen Gründen zusätzliche Zugewandtheit durch eine weitere nahe stehende Person gut gebrauchen können, z.b. zur Unterstützung ihrer sozialen und sprachlichen Integration, Entfaltung ihrer Interessen und Stärken, Erweiterung ihres Horizontes, Förderung ihres Selbstbewusstseins, Ausgleich von Problemen aufgrund von Migration, Einübung alltagspraktischer Situationen (z.b. Eis bestellen, einkaufen gehen). Kooperation mit Grundschulen Im Grundschulalter sind Kinder soweit vom Elternhaus abgenabelt, dass sie angstfrei und gewinnbringend auf einen fremden Menschen (Balu) zugehen zu können. In der Grundschule erreicht man alle Kinder (auch aus bildungsferneren Schichten). In der Grundschulzeit werden Kompetenzunterschiede deutlicher als im Vorschulalter. Kinder werden entweder von Schulen (LehrerInnen, SchulsozialarbeiterInnen) vorgeschlagen oder direkt von den Eltern angemeldet. Vorteile für Kinder Aus der Evaluation haben sich positive Wirkungen in den folgenden Bereichen ergeben (Auswahl) 1 : Bessere Alltagskompetenzen, 1 Zusammengestellt aus verschiedenen Evaluationsstudien zu Balu und Du, siehe Literaturübersicht. Die Evaluation zeigt, dass im Grundschulalter weniger an Gewaltreduzierung gearbeitet werden muss, es vielmehr um Prädikatoren von späterer Fehlentwicklung und den Aufbau von sozialem Verhalten und Sensibilität geht. Die starke Verbesserung der Konfliktbewältigungskompetenz nach einem Jahr ist eines der wichtigen Effekte von Balu und Du. 2

3 höhere Konfliktbewältigungskompetenz, größere Bereitschaft zur Annahme von Kritik, höhere Konzentrationsfähigkeit, gesteigerte Empathiefähigkeit, bessere Selbstorganisation und Selbständigkeit, stärkere Unterrichtsbeteiligung, mehr Schulerfolg und -zufriedenheit, gesteigerte Integration (in der Schule und im sozialen Umfeld), gestärktes körperliches und psychisches Wohlbefinden. Wirkungskette für Moglis 2 Die Balus Balus sind Studierende des KIT (Karlsruher Institut für Technologie) oder anderer Karlsruher Hochschulen, die aus diversen Studienfächern kommen. Die Teilnehmenden bilden das gesamte Karlsruher Studienangebot ab. Die Balus gehen mit der Patenschaft besondere Verantwortungen ein: Verpflichtung für ein Jahr (2 Semester). Es wurde in der Mentorforschung eindeutig festgestellt, dass eine abgebrochene Patenschaft negative Auswirkungen auf das Kind haben kann. Wir erwarten Zuverlässigkeit, Regelmäßigkeit und Reflexion. 2 Vgl. Valentina Baldauf und Clara Péron: Was bringt s? SROI-Analyse des Mentoring-Programms Balu und Du, München 2014, S

4 Aufgaben der Studierenden Ehrenamtliche Tätigkeit Wöchentliches Treffen mit dem Mogli, 1-3 Stunden Akademische Aufgaben Begleitseminar wöchentlich bis 14-täglich (2 Semester) Tagebucheinträge nach jedem Treffen, kommentiert durch Seminarleitung Reflexionsbogen zur Halbzeit Abschlussbericht am Ende Zertifikat für ehrenamtliches Engagement Leistungsnachweis (z.b. Schlüsselqualifikation) Auswahl und Begleitung der Studierenden Die Balus werden durch eine vorherige Infoveranstaltung informiert und durch den Bewerbungsbogen, das Auswahlgespräch (mit Koordinatorin und Seminarleiterin) und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis gezielt ausgewählt. Über das Online-Tagebuch und das Begleitseminar werden die Patenschaften professionell und durchgehend begleitet, d.h. auch in der vorlesungsfreien Zeit. Es bestehen direkte Möglichkeiten, auf problematische Verläufe zu reagieren (z.b. problematische Entwicklung der Patenschaft, Veränderung in der Lebenssituation der Studierenden, Nicht-Erfüllung eines der obligatorischen Bausteine): Austausch, Besprechungen, Anschreiben per Mail, im Zweifelsfall Beenden der Patenschaft, Kontakt zu Eltern und Schulen. Durch Gruppenaktivitäten erhalten Koordinatorin und Seminarleiterin einen authentischen Eindruck der Gespanne. Vorteile für Studierende Im Laufe der Patenschaft erwerben und stärken Studierende Schlüsselkompetenzen wie: Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen, Fähigkeit zu kreativer Problemlösung, Zuverlässigkeit, Überzeugungskraft, Durchhaltevermögen. Das Programm bietet eine Möglichkeit, Ehrenamt und Studium zu verbinden. Studierende erwerben Leistungspunkte oder Zusatzqualifikationen, die auch von späteren Arbeitgebern gerne gesehen werden. Das informelle Lernen ist sowohl auf den sozialen als auch den persönlichkeitsbildenden Bereich bezogen. Auch die Balus wachsen an der Beziehung, dem Einblick in ein anderes Leben und der Freude über die Fortschritte des Kindes. 4

5 Begleitseminar Die Inhalte des wöchentlichen Begleitseminars umfassen: Vorbereitung der Balus auf die verschiedenen Stadien in der Beziehung zum Kind, Reflexion der Treffen mit dem Kind, konkrete Supervisionen und praktische Beratung, Austausch mit anderen Balus, in der Schulungsphase auch mit Senior-Balus, Aufbereitung allgemeiner und theoretischer Themen, Schulung für Erste Hilfe am Kind, Gemeinsame Aktivitäten: Kennenlern-, Halbzeit- und Abschlussfeste, zwei weitere Aktionen (Kletterhalle, Theater, Museum, Waldklassenzimmer etc.). Seminarleiterin: Katja Burschik M.A., Sozialwissenschaftlerin (2002), Familientherapeutin (2006), Systemische Mediatorin (2007), Systemische Supervisorin / Coach (2014). Einige Karlsruher Balu und Du-Gespanne Fotos: Felix Grünschloß / ZAK Unsere gemeinsamen Feste und Aktionen Fotos: Katja Burschik 5

6 Zehn Resilienzfaktoren 3 Stabile emotionale Beziehungen zu mindestens einem Elternteil oder einer anderen Bezugsperson, soziale Unterstützung durch Personen außerhalb der Familie, Akzeptanz der Person, emotional positives, offenes, beratendes, unterstützendes, lenkendes und normorientiertes ( strukturgebendes ) Erziehungsklima, Rollenvorbilder für ein konstruktives Bewältigungsverhalten bei Belastungen, Balance von sozialen Verantwortlichkeiten und Leistungsanforderungen, Kognitive Kompetenzen (wie zumindest Durchschnittsintelligenz), Temperamentsmerkmale, die effektives Bewältigungsverhalten begünstigen (z.b. Flexibilität, Frustrationstoleranz, Soziabilität, nicht zuletzt Humor), Selbstwirksamkeitserfahrungen, Selbstachtung, internale Kontrollüberzeugungen, aktives Bemühen, Stressoren zu bewältigen, statt sie zu vermeiden oder zu relativieren, Erfahrungen von Sinnhaftigkeit, Struktur und Bedeutung in der eigenen Entwicklung. Drei konstitutive Konzepte 4 1. Mentoring Wenn die Kompensation einer familiären oder sozialen Belastung durch die Unterstützung eines Menschen aus dem sozialen Umfeld möglich ist, zeigen sich die Kinder weniger verhaltensauffällig. 5 In der Rolle einer nahestehenden Person kann Balu die widrigen Umstände nicht ausräumen, aber kompensieren. Balu dient als Bezugsperson, als gefühlsmäßig akzeptiertes Modell (im Sinne Banduras) und bietet ein alternatives Problemlösungsverhalten. Die Treffen sind von Spiel und Freizeit geprägt, tragen nicht den Stempel des Lernens. 2. Freundschaft Das Dschungelbuch ist nicht nur Namensgeber für das Programm, die freundschaftliche Beziehung zwischen Balu und Mogli ist auch Modell für das ungleiche Gespann. Das Konstrukt Freundschaft erscheint im Rahmen eines institutionalisierten Projekts eher fraglich. Aber: Das Programm setzt im Alltag und außerschulischen/-familiären Bereich an, ist nicht therapeutisch/klinisch angelegt so entsteht unvermeidlich eine Art Freundschaft, zumindest ein freundschaftliches Verhältnis. 3 Vgl. Balu und Du-Memo zu Resilienz, aus: F. Lösel und T. Bliesener: Resilience in Adolescence: A Study on the Generalizability of Protective Factors, in: Health Hazards in Adolescence, Hg. von K. Hurrelmann und F. Lösel, New York Vgl. Hildegard Müller-Kohlenberg: Entwicklungsorientierte Prävention von Devianz im Jugendalter: Das Mentorenprojekt Balu und Du, in: Theorie und Praxis gesellschaftlichen Zusammenhalts, Hg. vom Bundesministerium des Innern, Berlin 2008, S Nach der Längsschnittstudie zum Thema Risiko und Resilienz bei Kindern aus hochbelasteten Milieus (1990) von Emmy Werner. 6

7 3. Informelles Lernen Das informelle Lernen ist anlassbezogen, zufällig, sporadisch, meist auf Lösung von aktuellen Einzelproblemen bezogen, ohne Systematik dennoch wichtiges Fundament für das erfolgreiche Lernen in der Schule und für die Persönlichkeit mit ihren Interessen, Einstellungen, Vorlieben, Werthaltungen. 6 Ein häufiges Wesensmerkmal des informellen Lernens ist die selbständige und oft unbewusste Aneignung von Erkenntnissen und Fähigkeiten. Mangelnde Gelegenheiten für informelles Lernen im Vorschulalter können zu Lernhandicap bei Schuleintritt führen, das die Entwicklung, soziale Kompetenz, das Selbstkonzept und die Akzeptanz/Fremdwirkung stören kann. Schätzungen zum quantitativen Verhältnis von informell und formell Gelerntem liegen je nach Alter der Lernenden bei ca. 70%. Die unterschiedlichen Bildungserfolge liegen auch in den ungleichen Chancen auf informelles Lernen begründet, meist abhängig von der Familienkultur. Moglis fehlt es oft nicht nur an sozialen Kompetenzen, sondern auch an grundlegenden Basis- und Alltagskompetenzen. Balu und Du bietet die Möglichkeit, versäumtes informelles Lernen auszugleichen. Personen des unmittelbaren sozialen Umfeldes beeinflussen die Qualität der Lernprozesse (informelles Lernen am Modell). Hier kann Balu eine positive Rolle spielen: Im Programm werden emotional positiv gefärbte Lernsituationen, Lernanlässe, Verhaltensmodelle und Erfolgserlebnisse erzeugt. Die ersten Anzeichen von Devianz können so stigmatisierungsfrei und unsensationell aufgegriffen und bearbeitet werden. Ziel einer Patenschaft ist der Erwerb von Basiskompetenzen, die die weitere Entwicklung von Mogli positiv steuern: z.b. Lernfreude, Selbstvertrauen, Konzentrationsfähigkeit, Kooperationsbereitschaft, Geduld, Selbstbeherrschung, Empathie etc. Balu und Du stellt zudem einen Schutzfaktor im Hinblick auf eine etwaige Gefährdung des Kindes durch Familienmitglieder dar (Kindeswohlgefährdung). Traumatischer Schnitt am Ende des Programmjahrs? Aspekte für ein positives Programmende: Klare Vereinbarung über die einjährige Laufzeit des Programms, durch Feste strukturierte Patenschaftsstadien, gut vorbereitetes Ende, Abschlussfest mit Übergabe von Urkunde und Medaille, mehr als die Hälfte aller Gespanne treffen sich weiterhin, wenn auch unregelmäßiger (mehr als 6 Monate nach Programmende), Balu ist meist auch nach dem Jahr für Krisenzeiten ein Ansprechpartner, positive Effekte bleiben stabil 7, Gleichzeitig ist es wichtig, die mit einem Abschied verbundenen Gefühle im Blick zu behalten. 6 Vgl. Günther Domen: Das informelle Lernen. Die internationale Erschließung einer bisher vernachlässigten Grundform menschlichen Lernens für das lebenslange Lernen aller, in: Reihe BMBF Publik, Bonn Hannah Maria Bartl et al.: Studie zur Nachhaltigkeit der Wirkung des Mentorenprogramms Balu und Du, September

8 Evaluation des Programms Interne Evaluation: o Die Universität Osnabrück betreibt eine Begleit- und Wirksamkeitsforschung mit etlichen Qualifikationsarbeiten, die auch in die akademischen Lehrveranstaltungen eingebunden ist gemäß den Standards für Evaluation (DeGEval 2002). o Methode der qualitativen Arbeitsweise durch Auswertung der Tagebucheinträge und das Führen von Interviews mit Eltern, Kindern und LehrerInnen, o Methode der quantitativen Arbeitsweise durch die Skalierung von Verhaltensveränderung durch eine dritte Person, Selbsteinschätzung von Balus und Moglis sowie einen standardisierten Aggressionstest. o Es ergeben sich Vor- und Nachteile der Selbstevaluation. Es wird ein kritischer Umgang mit Ergebnissen gepflegt, die nicht den Erwartungen entsprechen. Evaluationsergebnisse fließen direkt in die Programmentwicklung ein. o Bei einem breitgefächerten Programm muss die Vielzahl von Wirkungen, die untersucht werden müssen, beachtet werden unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ausgangssituationen der Kinder. Externe Evaluationen: o Langfristige Querschnittstudie unter der Leitung von Prof. Dr. A. Falk an der Universität Bonn: Entwicklung durch die Teilnahme am Mentorenprogramm Balu und Du. Durch jährliche Befragungen wird die Entwicklung der Kinder (über 700 teilnehmende Familien) detailliert dokumentiert. So können langfristige Effekte analysiert werden. o Analyse des Social Return on Investment (SROI), Studie erarbeitet von value for good, Eleven und SIC, Dezember KIT-interne Evaluation des Begleitseminars zur Qualitätssicherung der Lehrveranstaltung. Sozialer Mehrwert Zentrale Frage der SROI-Analyse: Welcher langfristige gesellschaftliche Gesamtnutzen ergibt sich aus einem in Balu und Du investierten Euro? 8 Jeder heute in das Programm investierte Euro bringt mind. 4,25 (bis 8,08) Euro zurück, das ergibt eine Sozialrendite in Höhe von mind. 425% der ursprünglichen Investitionen. (Sozialrendite für berechnet.) Sozialer Mehrwert für betreute Kinder, Mentoren, öffentliche Hand und Gesellschaft, Balu und Du kann über die gesamte Lebenszeit der Teilnehmer/innen hinweg positiv wirken. 8 Valentina Baldauf und Clara Péron: Was bringt s? SROI-Analyse des Mentoring-Programms Balu und Du, München

9 Zitat Durch achtsame Beziehungen zu den Jüngsten legen wir ihnen also ein Konto von werthaltigen Erinnerungen an, die sich später auszahlen. Der Gewinn für die einzelne Person kann in Zeiten von Depression und Burnout nicht hoch genug eingeschätzt werden. Kinder, die zu resilienten Menschen heranwachsen, bringen die beste Prophylaxe gegen viele Zivilisationskrankheiten mit und sind damit den Herausforderungen des Lebens gut gewachsen! 9 Literatur (Auswahl) Baldauf, Valentina und Clara Péron: Was bringt s? SROI-Analyse des Mentoring-Programms Balu und Du, München Bartl, Hannah Maria, Sibylle Drexler, Corinna Weniger, Hildegard Müller-Kohlenberg: Studie zur Nachhaltigkeit der Wirkung des Mentorenprogramms Balu und Du, September Borrmann, Brigitte, Sibylle Drexler, Hildegard Müller-Kohlenberg: Ergebnisse der Evaluationsstudie zu Balu und Du, 2011, unter: Esch, Dominik: Informelles Lernen in Mentoring- und Patenschaftsprogrammen am Beispiel von Balu und Du: Prävention von Devianz und Vermittlung von sozialen Basiskompetenzen, Köln 2010 (Dissertation, Universität Osnabrück). Müller-Kohlenberg, Hildegard: Entwicklungsorientierte Prävention von Devianz im Jugendalter: Das Mentorenprojekt Balu und Du, in: Theorie und Praxis gesellschaftlichen Zusammenhalts, Hg. vom Bundesministerium des Innern, Berlin 2008, S Müller-Kohlenberg, Hildegard und Szczesny, Michael: Prävention im Grundschulalter geht auf die Vorläufermerkmale von Fehlentwicklungen ein, in: Erich Marks und Wiebke Steffen (Hg.): Starke Jugend Starke Zukunft, Ausgewählte Beiträge des 12. Deutschen Präventionstages, Mönchengladbach 2008, S Schlüter, Maren und Hildegard Müller-Kohlenberg: Feststellung der Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen am Beispiel des Mentorenprogramms Balu und Du: Effektstärken, Netto-Effektstärken und die Funktion von Kontrollgruppen, in: forum kriminalprävention 3/2010. Schomborg, Nina und Hildegard Müller-Kohlenberg: Das Mentorenprojekt Balu und Du als Baustein entwicklungsorientierter Präventionsansätze, in: forum kriminalprävention 3/ Wellensiek zitiert aus einem Vortrag, den Annette Drüner 2009 auf der didacta in Hannover hielt, aus: Sylvia Kéré Wellensiek: Handbuch Resilienz-Training. Widerstandskraft und Flexibilität für Unternehmen und MitarbeiterIn, Weinheim und Basel 2011, S.23. 9

10 Ansprechpartner Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ZAK Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale Direktorin: Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha Postadresse: Besucheradresse: Postfach 6980 Rüppurrer Str. 1a, Haus B Karlsruhe Karlsruhe Koordination von Balu und Du: Ina Scholl-Ehmer M.A. Telefon: Fax:

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