ANNETTE LANGEN PATENSCHULE GGS YORCKSTRASSE YORCKSTRASSE SOLINGEN

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1 ANNETTE LANGEN PATENSCHULE GGS YORCKSTRASSE YORCKSTRASSE SOLINGEN Kinder brauchen Paten- unsere Schule fand eine berühmte Patin, deren literarisches und soziales Engagement zum kulturellen Konzept unserer Schule passt. Entwickelt hatte sich der Kontakt zu Frau Langen über eine Maßnahme der Kulturwochen, die in engem Zusammenhang mit der mehrsprachigen Schülerbücherei stehen. Die mehrsprachige Schülerbücherei in Verbindung mit den Kulturwochen und der Autorenpatenschaft wendet sich an Grundschüler und deren Familien, die z.t. in einem sozialen Brennpunkt leben. Der Zugang zum Buch und zu weiteren Kulturtechniken ist in einem hohen Prozentsatz der Familien nicht gegeben, 25% der Schüler sind nicht deutsch, die Sprachkenntnisse besonders der Mütter sind rudimentär. Dadurch besteht eine hohe Hemmschwelle zur Begegnung mit Kultur, aber auch mit Schule als Institution. Die Haltung zu Schule ist äußerst ambivalent- Teilnahme an Elternabenden/Förderverein oft nur 30% der Elternschaft. Gerade diese Familien sind oft auch bei Hausbesuchen mit Dolmetschern wenig zum Gespräch bereit. Die Bereitstellung von Kinderliteratur in der eigenen Sprache und das Vorlesen daraus durch engagierte Eltern bietet einen kulturellen Zugang, ein Zeichen der Akzeptanz und Toleranz.

2 Viele deutsche Familien gehören unteren sozialen Schichten an, Schreib- und Lesefähigkeit sind gering ausgeprägt und haben in den Familien einen minimalen Stellenwert. Die Einstellung dieser Eltern prägt die Einstellung zur Schule, wie auch im Besonderen zu Buch, Begegnung mit Kultur und Offenheit gegenüber Fremden. Die Erwartungen an Bücherei/ Kulturwochen waren daher oft skeptisch bis ablehnend. Lesungen( durch Mütter, Lehrer und Autoren)sowie Auftritte von Künstlern aus fremden Kulturen schafften über die Neugier der Kinder Zugänge und Bereitschaft zu Auseinandersetzung und Begegnung. Hierzu tragen freiwillige Aktivitäten der Kinder wie die Erstellung eines Bildwörterbuches- deutscher Nomengrundwortschatz- für ausländische Mitschüler, sowie ein Sprachkurs für ausländische Mütter mit Kinderbetreuung in der Bücherei maßgeblich bei, leider kann ein solches Vorhaben zur Zeit auf Grund mangelnder Gelder des Sprachverbandes nicht angeboten werden. Die Ausleihe durch ehrenamtliche Helfer ist äußerst rege und könnte bei mehr Freiwilligen zur Stadtteilbücherei ausgebaut werden. Die Familien unserer Schule nutzen die Stadtbücherei im Zentrum minimalistisch. In Zeiten, die durch Kürzung kommunaler Gelder und knapper Kassen geprägt sind, kommt daher der kostenlosen Schülerbücherei ein besonderer Stellenwert zu. Auch die Mütter, die in der Bücherei helfen, übernehmen eine Patenfunktion! Das Besondere besteht in dem Angebot deutscher und fremdsprachiger Kinderbücher, wie in der gezielten Begegnung mit fremden Kulturen in Zusammenarbeit u. A. mit der Welthungerhilfe und dem Kultursekretariat NRW, wie sie sonst Kindern im sozialen Brennpunkt nicht gemacht wird. Besondere Stärkung erfuhr das Projekt durch die ehrenamtliche Patenschaft der Autorin Annette Langen, deren FELIX Bücher exemplarisch für Begegnung mit fremden Menschen und Kulturen, wie auch Toleranz bei Kindern stehen. Die Patenkinder-cica 380 zur Zeit- pflegen einen regelmäßigen schriftlichen Kontakt und fühlen sich als etwas besonderes, indem sie die Intentionen der Bücher übernehmen und auf ihre Wertvorstellungen zu übertragen versuchen. Die Felix Patenschaft führte zu Änderungen des Lese- und Schreibverhaltens, zu größerer Offenheit gegenüber Neuem, Fremden, zur Änderung der Einstellung gegenüber Schule- ich bin stolz, an dieser Schule zu sein - zur Nutzung der Bücherei, Buchausstellungen und Ausstellung einer Spielothek(Leihgabe des Kinderschutzbundes).

3 Gerade für Kinder aus sozialen Brennpunkten vermag eine Autorenpatenschaft, sowie der Aufbau einer mehrsprachigen Bücherei durch ehrenamtliche Mitarbeiter einen Zugang zu Kulturen, Umgang mit Kulturtechniken, Erweiterung sozialer wie sprachlicher Kompetenz ermöglichen. Für unsere Kinder/ Familien erweitert sich der Horizont- Guck mal über`n Tellerrand-, das Miteinander, die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Kulturen, Literatur, wie auch des sozialen Umfeldes, auch wenn die Schritte klein sind. Eine Übertragbarkeit auf Schulen/ Kindergärten im sozialen Brennpunkt mit hohem Ausländeranteil ist in jedem Fall realisierbar. Durch die Fluktuation-4 Jahre Grundschulzeit -wird die Idee zum Multiplikator. Eine Veränderung im kulturellen und sozialen Bewusstsein wird bei den Kindern initiiert. Das Interesse an unserer Arbeit von Seiten der Kommune( Unterstützung durch das Bündnis für Toleranz),wie auch durch Anerkennung durch Demokratisch Handeln, Urkunden und Auszeichnungen durch den Goldenen Floh und den WDR Kinderrechte Preis bestärken. Besondere Wertschätzung erfuhr das Projekt durch die Auszeichnung des BÜNDNISSES FÜR DEMOKRATIE UND TOLERANZIN DIESEM JAHR IN BERLIN. Im Laufe des Schuljahres entstand ein Schuljahrbuch von circa 100 Seiten das alle Kinder zu den Sommerferien mit nach Hause nehmen konnten. An diesem Projekt konnten alle Klassen als PATEN mitarbeiten. Dieses Projekt wurde durch GÖS Mittel gefördert. Zu Beginn des Schuljahres 2002/03 sprachen sich die Kollegen/Innen ab, wer über welche Aktionen und Bereiche mit seiner Klasse arbeiten wollte. Ein Problem bei dieser Arbeit gab es dadurch, dass Frau Crewett als Initiatorin bedingt durch eine Operation für 3 Monate ausfiel und im Kollegium nur wenig für das Jahrbuch geschrieben wurde. Im Laufe der nächsten Monate entwickelte sich das Projekt zum Selbstläufer und Beiträge aus allen schulischen Bereichen fanden Eingang in das Script. Unterstützend wirkten das Erscheinen eines neuen Buches von Frau Langen und der regelmäßige Briefkontakt. Zum Ende des Schuljahres verabschiedeten sich die 4. Schuljahre mit Klassenbildern von ihrer Grundschule im Schuljahrbuch.

4 Insgesamt bietet das Jahrbuch ein Kaleidoskop von Berichten über Aktionen wie Kunstprojekte, Sammeln für Kinder in Not, Beiträge über Klassenfahrten, und, und, und... Da dieses Schuljahrbuch sehr großen Anklang bei Kindern, Eltern und dem Kollegium fand, wird für das Schuljahr 2003/04 bereits am neuen, aktuellen Buch gearbeitet, wobei noch mehr der Einsatz neuer Medien an Bedeutung gewinnt. In dieses Jahrbuch werden direkt Fotos der I- Dötze, des Kollegiums als Einstieg übernommen werden. Des weiteren werden unsere Projekte wie Aufstellung der Solaranlage, Lichterwoche, Patentantentag am , 100 jähriges Jubiläum des Gebäudes Ketzberg, Kulturwoche etc. Eingang in das neue Buch finden, für welches wir derzeit Sponsoren suchen. Die Arbeit an einem solchen Projekt zeigte die hohe Motivation der Kinder Texte zu verfassen, sich auf den Adressaten zu beziehen, Texte und Textquellen zu suchen und zu nutzen. Eine Verknüpfung mit der ANNE FRANK STIFTUNG konnte leider wegen finanzieller Probleme nicht erfolgen, obwohl das Ergebnis unseres COMENIUSPROJEKTES Ein Tag im Leben eines deutschen/ holländischen / englischen Kindes zu deren Konzept gepasst hätte (dabei handelt es sich um sogenannte Kniebücher, die von den 3 Partnerschulen erarbeitet wurden, jeder der teilnehmenden Schulen werden 3 dieser Bücher zur Verfügung stehen). Dadurch hätte der Gedanke der Patenschaften weiter in unserer Schule/ Schulkultur Bestärkung finden können. Auch im nächsten Schuljahr soll der Gedanke Patenschaft- Paten schaffen in unserem Schulalltag weitere Verknüpfungen und neue Projekte initiieren. Als Vorschlag der Schulpflegschaft wurde eingebracht, für alle Jahrgangsstufe Patenschaften- z. B. über die Kindernothilfe- als festes Konzept zu installieren. Derzeit sucht die Schule Paten/Sponsoren für die Installation der Solaranlage, die im Winter dieses Jahres unter der Schirmherrschaft des Schulvereins errichtet werden soll. Da wir keine öffentlichen Fördermittel mehr erhalten, sind wir auf jede Art von Sponsoring angewiesen. Übersicht über Teilnahmen an Wettbewerben: Auszeichnung und Anerkennung durch die Stadtsparkasse Solingen 1998 GÖS- Kulturprojekte/Kulturwochen kontinuierlich sei 1997 bis zum Schuljahr 2002/03 Gewinner des Goldenen Floh im Jahr 1999

5 Gewinner eines GÖS Wettbewerbes im Jahr 2000 Auszeichnung durch Demokratisch Handeln- Theodor Heuss Stiftung in der 10. Lernstatt in Nürnberg Anerkennung dieser Aktivität durch eine Einladung in den Landtag- Treffen mit Frau Ministerin Behler Teilnahme am Heinz Westphal Wettbewerb 2000 WDR Preis Rechte des Kindes als bestes Erwachsenenprojekt im Jahr 2000 Teilnahme an den Wettbewerben Qualität schulischer Arbeit in den Jahren 1999/00, 2000/01 Teilnahme am Wettbewerb Start social Regelmäßige Teilnahme am Bündnis für Toleranz der Stadt Solingen Regelmäßige Teilnahme an Förderung kommunaler Entwicklungsprojekte der Stadt Solingen Teilnahme und Gewinn beim Bündnis für Toleranz des Bundes in Berlin im Jahr 2003 Karin Crewett als Initiatorin und Hauptverantwortliche: Konrektorin GGS Yorckstrasse Solingen Verantwortliche Lehrkräfte: Evelyn Runge Nicole Wrana Renate Hons Upmeier Claudia Gantschnigg Patenmütter: Ute Fischer Regine Mathiasen Monika Prager Ingrid Baldus Bettina Zulfiji Barbara Spellmeier Püttbach Betreuende Buchhandlung: Ulrike Jahn- Thomas Bähr Jahn Schulpatin: Autorin Annette Langen Von Seiten der Schülerschaft sind ALLE Kinder beteiligt!

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