Nachhaltige Logistik

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1 Prof. Dr. Michael Schröder Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, Logistik-Netzwerk Baden-Württemberg (LogBW) Nachhaltige Logistik 2012 Eine kritische Zwischenbilanz Plankstadt, 14. Juni 2012

2 die nächsten 30 Minuten 1. Der Klimawandel als gesellschaftspolitischer Treiber 2. Green Logistics im Gütertransport 3. Ausprägungen nachhaltiger Intralogistik 4. Ökologisch-orientierte Standort(re)konfiguration 5. Fazit und Ausblick Folie 2

3 1. Der Klimawandel als gesellschaftspolitischer Treiber 2. Green Logistics im Gütertransport 3. Ausprägungen nachhaltiger Intralogistik 4. Ökologisch-orientierte Standort(re)konfiguration 5. Fazit und Ausblick Folie 3

4 Ausgangsbetrachtung Das Klima war und ist grundsätzlich Wandel ausgesetzt. Aktuelle Situation unserer Zeit jedoch geprägt von schnell(st)en Veränderungen Frage: Welche Klimaerwärmung ist tolerabel? Nachhaltigkeit ist keine finale Zustandsbeschreibung, sondern eine regulative Leitidee. (Vgl. Bretzke/Barkawi, 2010, S. 11) Folie 4

5 Ausgangsbetrachtung Klimaveränderung getrieben von vier Einflussfaktoren. Kohlendioxid (CO 2 ) signifikant höchster Anteil Folie 5

6 Ausgangsbetrachtung Absolute und relative Veränderung der CO 2 -Bilanz durch signifikanten Anstieg der Elektrizitäts- und Heizkraftwerke. China Hauptverursacher 40-Jahres- Vergleich Folie 6

7 Ausgangsbetrachtung Verkehrsbedingte CO 2 -Emissionen weltweit getrieben vom Personenverkehr. Keine Ausreißer bei den Industriesektoren Folie 7

8 Green Logistics Transparenz hinsichtlich Umwelteinsatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette. International anerkannte Methodik noch nicht realisiert Green Logistics Green Logistics Alle Aktivitäten, die Unternehmen welcher Branche auch immer andenken und umsetzen, um Emissionen im Allgemeinen und den CO 2 -Ausstoß im Speziellen entlang der gesamten Wertschöpfungskette messbar zu machen mit dem Ziel, diese zu minimieren. Anerkannt: Verbrauch an Umwelt = weiterer Produktionsfaktor Entscheidend: Einbeziehen der kompletten Wertschöpfungskette Noch offen: Erarbeiten international anerkannter Methode(n) Folie 8

9 Nachhaltige Logistik mit drei Ausprägungen. Re-Konfiguration eines bestehenden logistischen Netzwerkes härteste Maßnahme Green Logistics Grüne Intralogistik Transportoptimierung Standort- (re)konfiguration Folie 9

10 1. Der Klimawandel als gesellschaftspolitischer Treiber 2. Green Logistics im Gütertransport 3. Ausprägungen nachhaltiger Intralogistik 4. Ökologisch-orientierte Standort(re)konfiguration 5. Fazit und Ausblick Folie 10

11 Green Logistics im Gütertransport Ausprägungen Reduzierung Transportaufkommen Exogener Faktor, fortschrittgetrieben Folie 11

12 Green Logistics im Gütertransport Ausprägungen Reduzierung Fahrleistung Sicht der Logistikdienstleister: Exogener Faktor, da abgeleitete Nachfrage Sicht der Verlader: Standortfrage siehe Punkt 4 Folie 12

13 Green Logistics im Gütertransport Ausprägungen Vermeidung Leerfahrten Erhöhung Transportauslastung Stehende Aufgabe von Verlader und Logistikdienstleister Von 1,62 Milliarden Tonnen an LKW-Emissionen in Europa geht etwa ein Viertel auf Leerfahrten zurück [ ]. Quelle: Studie Deutsche Post AG, 2010 Folie 13

14 Green Logistics im Gütertransport Ausprägungen Treibstoffeffiziente Fahrzeuge Sicht der Logistikdienstleister: Zunehmendes Muss in Tender-Verfahren Politische Dimension durch Neuauflage City-Logistik Folie 14

15 Green Logistics im Gütertransport Ausprägungen Angepasstes Fahren Stehende Aufgabe Logistikdienstleister, Kostenargument Folie 15

16 Green Logistics im Gütertransport Ausprägungen Verlagerung Verkehrsträger Beispiel Zentralversand Daimler: Anteil alternativer Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn knapp 75 Prozent Einsparung Fernfahrten Häfen Rotterdam und Bremerhaven (= Reduzierung t CO2/a) Kosteneinsparungen 7,5 Millionen Euro/a (> 30 Prozent) Folie 16

17 1. Der Klimawandel als gesellschaftspolitischer Treiber 2. Green Logistics im Gütertransport 3. Ausprägungen nachhaltiger Intralogistik 4. Ökologisch-orientierte Standort(re)konfiguration 5. Fazit und Ausblick Folie 17

18 Ausprägungen nachhaltiger Intralogistik Green Building i.w.s. Referenz Alnatura, keine Nachahmer Idee: Geringere Nebenkosten amortisieren höhere Investitionskosten nach Jahren Aber: Bei kurzen Vertragslaufzeiten ökonomisch (noch) nicht sinnvoll Folie 18

19 Ausprägungen nachhaltiger Intralogistik Green Building i.e.s. Innerbetriebliche Prozesse - Senkung Energieverbrauch - Abfallvermeidung - Senkung Wasserverbrauch - Vermeidung von (Lösungsmittel-) Dämpfen Hauptangriffspunkt: Wärmeverlust Gebäude (hohes Volumen über große Tore) - Schnelllauftore - Einhausung Lkw-Zone - Torabdichtung (Anschmiegen via Pneumatik) Stehende Aufgabe (Facility-) Management, Kostenargument Folie 19

20 1. Der Klimawandel als gesellschaftspolitischer Treiber 2. Green Logistics im Gütertransport 3. Ausprägungen nachhaltiger Intralogistik 4. Ökologisch-orientierte Standort(re)konfiguration 5. Fazit und Ausblick Folie 20

21 Ökologisch-orientierte Standort(re)konfiguration Standortverlagerung Klassische Gründe - Qualitäts- und Flexibilitätsprobleme - Arbeitskräfteknappheit - Unterschätzen Transferkosten - Überschätzen Rechtssystem Folie 21

22 Ökologisch-orientierte Standort(re)konfiguration Verändertes Kundenverhalten Trend oder nachhaltig? Analogie Bio? Folie 22

23 Ökologisch-orientierte Standort(re)konfiguration Verkürzung Planungshorizont Trend zum kleinräumigen Wirtschaften Folie 23

24 Exkurs Das Beispiel ZARA Geschäftsmodell ZARA Das strategische Konzept neue Kleidungsstücke im Jahr Zwei Wochen von der Idee bis zur Filiale Kein Teil hängt länger als vier Wochen in Filiale und die logistische Umsetzung Produktion in Galicien/Spanien > 200 externe Zulieferer Noch 13 eigene Fabriken Transaktionskosten! Kleidungsstücke/Tag ex Logistikzentrum La Coruña Lkw-Transport innerhalb 24 Stunden an jeden Ort Europas Luftfracht nach Lateinamerika und Asien Filialbelieferung 2 x Woche Folie 24

25 1. Der Klimawandel als gesellschaftspolitischer Treiber 2. Green Logistics im Gütertransport 3. Ausprägungen nachhaltiger Intralogistik 4. Ökologisch-orientierte Standort(re)konfiguration 5. Fazit und Ausblick Folie 25

26 Green Logistics Gefahr von Aktionismus. Aber: Langfristige Stabilisierung der Thematik Green Logistics Green Logistics Ein Fazit Keine Quick wins möglich: Amortisation über längeren Zeitraum Ungewissheit: - Politischer Druck: Art und Ausmaß? - Einbindung Supply-Chain-Partner? - Grünes Engagement = Imagegewinn? Picture of the Future: - Verstärkte Rückkehr der Unternehmen - Damit: Renaissance Lagerhaltung / dezentrale Bestände - Politisches Ziel Brüssel: Internalisierung externer Effekte im Verkehr Folie 26

27 Bei Fragen Prof. Dr. Michael Schröder (41, Dipl.-Kfm.) Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim Studiengang Spedition, Transport und Logistik Regionalgruppensprecher Rhein/Neckar Bundesvereinigung Logistik (BVL) e. V. Logistik-Netzwerk Baden-Württemberg Geschäftsstellenleiter Mannheim +49 (621) Folie 27

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