Paderborn: Lehrerbildung vernetzt denken und gemeinsam gestalten 27./

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1 Paderborn: Lehrerbildung vernetzt denken und gemeinsam gestalten 27./

2 Praxissemester als Didaktikum Eingangspraktikum Vorbereitungsdienst Berufseingangsphase Das Hamburger Jenaer Modell Schulinspektion der Lehrerbildung Fortbildung Didaktik als Klammer E P Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft Foclie 2

3 Konzepttransfer Im Praxissemester leisten Lehrende der Schulen und Studienseminare einen Ausbildungsauftrag für die Universität Praxissemester Fortbildung Didaktik In der Fortbildung Didaktik unterstützt die Universität einen Fortbildungsauftrag für Lehrende an Studienseminaren und Schulen Foclie 3

4 Drei Phasen der FoBiDi 1. Phase: Verständigung zwischen Ost und West: Was ist guter Unterricht? Konzepte der Universität und der Studienseminare ( ) 2. Phase: Vorbereitung des Praxissemesters. Fortbildung der Verantwortlichen für Ausbildung an den Schulen ( ) 3. Phase: Von der Hochschule in den Klassenraum. Fortbildung von neu berufenen Fachleiterinnen und Fachleitern ( ) Foclie 4

5 Struktur der FoBiDi Struktur Fortbildung Didaktik Dauer: Module 1-4 > 1 ½ Jahre Trainee ½ Jahr (berufsbegleitend) Modul 1 Modul 2 Modul 3 Modul 4 Trainee-Tätigkeit Unterrichten Seminare gestalten Beraten Bewerten freies Thema für die persönliche Fortbildung: Folie 5

6 Teil 1 Modul 1 Unterrichten (September 2012 Februar 2013) Über theoretische Konzepte des Unterrichtshandelns verfügen: Das Lernen von Schülern Lehrerexpertise Unterrichtskompetenzen Teil 2 Kinder und Jugendliche im Unterricht individuell fördern: Umgang mit Heterogenität und Inklusion als Ausbildungsaufgabe Teil 3 Verfahren und Instrumente des Unterrichtshandelns einüben und reflektieren: Peer-Coaching Hospitationszirkel Unterrichtsvideographien (Arbeit im Feld) Folie 6

7 AlsVBeispiel: Hamburger Schulinspektion Foclie 7

8 Hamburger Schulinspektion Stufe 1: Lernklima und pädagogische Strukturen sichern 03 Der Unterricht erfolgt auf Basis eines festen Regelsystems, für dessen Einhaltung die Lehrkraft sorgt. 06 Die Arbeitsaufträge und Erklärungen sind von der Lehrkraft angemessen, klar und präzise formuliert. 07 Dem Unterricht liegt eine klare Struktur zugrunde; ggf. reagiert die Lehrkraft schüler- und situationsgemäß flexibel. 08 Der Umgangston zwischen Lehrkraft und Schüler/innen ist wertschätzend und respektvoll. 09 Die Schüler/innen gehen freundlich und rücksichtsvoll miteinander um. Foclie 8

9 Hamburger Schulinspektion Stufe 2: Klassen effizient führen Methoden variieren (1) 01 Die Unterrichtszeit wird effektiv genutzt. 02 Das Unterrichtstempo ist angemessen. 04 Die Lehrkraft behält den Überblick über unterrichtsbezogene und unterrichtsfremde Aktivitäten der Schüler/innen. 05 Die Lehrkraft geht mit Störungen angemessen und effektiv um. 10 Die Lernziele der Unterrichtsstunde werden thematisiert oder sind den Schüler/innen offensichtlich bekannt. 11 Die Schülerinnen und Schüler sind über den geplanten Unterrichtsablauf und die einzelnen Unterrichtsschritte informiert. Foclie 9

10 Hamburger Schulinspektion Stufe 2: Klassen effizient führen Methoden variieren (2) 12 Die Unterrichtsmethoden werden angemessen eingesetzt und ggf. variiert. 18 Die Lehrkraft bezieht den Erfahrungshorizont und/ oder die Interessen der Schüler/innen in den Unterricht mit ein. 25 Die Lehrkraft geht mit Schülerfehlern konstruktiv um. 27 Die Lehrkraft verstärkt individuelle Lernfortschritte und/oder Verhaltensweisen durch Lob und Ermutigung. Foclie 10

11 Hamburger Schulinspektion Stufe 3: Schüler motivieren, aktives Lernen und Wissenstransfer ermöglichen (1) 13 Der Unterricht eröffnet Spielräume und ist nicht nur auf eine richtige Antwort fixiert. 14 Die Lehrkraft gestaltet den Unterricht so, dass bei den Schüler/innen mehrere Sinne angesprochen werden. 15 Die Schüler/innen werden angeregt / angeleitet den Unterricht aktiv mitzugestalten, oder sie gestalten den Unterricht aktiv mit. 16 Der Erwerb von Arbeitstechniken und Lernstrategien wird durch die Lehrkraft gezielt unterstützt. 17 Die Schüler/innen haben die Möglichkeit, Kommunikationsund Argumentationstechniken zu lernen bzw. anzuwenden. Foclie 11

12 Hamburger Schulinspektion Stufe 3: Schüler motivieren, aktives Lernen und Wissenstransfer ermöglichen (2) 20 Die Schüler/innen bearbeiten Aufgaben, die problemlösendes und/oder entdeckendes Lernen fördern. 21 Die Schüler/innen bearbeiten Aufgaben, die einen klaren Alltags- und / oder Berufsbezug haben. 22 Die Schüler/innen arbeiten (zeitweise) selbstorganisiert an vorgegebenen Aufgaben. 26 Die Lehrkraft gibt den Schüler/innen differenzierte Leistungsrückmeldungen. 30 Das Erreichen der Lernziele wird angemessen überprüft. Foclie 12

13 Hamburger Schulinspektion Stufe 4: Differenzieren, Schüler wirkungsvoll und kompetenzorientiert fördern 19 Im Unterricht werden überfachliche Zusammenhänge aufgezeigt. 23 Die Schüler/innen arbeiten (zeitweise) selbstgesteuert. 24 Die Reflexion eigener Lernprozesse ist Bestandteil des Unterrichts. 28 Die Lehrkraft berücksichtigt die individuellen Lernvoraussetzungen der einzelnen Schüler/innen in der Unterrichtsgestaltung. 29 Die Lehrkraft fördert die Schüler/innen entsprechend ihrer individuellen Lernvoraussetzungen. Foclie 13

14 Teil 1 Modul 2: Seminare gestalten (Februar 2013 Juni 2013) Lernumgebungen in der Ausbildung erfolgreich gestalten Vom trägen Wissen zum kompetenten Handeln Teil 2 Methoden und Instrumente handhaben: Die didaktische Route Lernen in kleinen Gruppen (FL als Coach) Methoden des Erwachsenenlernens Seminarvideographien Teil 3 Sich über Inhalte und Standards der Ausbildung verständigen: Ausbildungspläne (domänenspezifische Inhalte der Ausbildung Ausbildungscurricula (Kompetenzstandards) Folie 14

15 Modul 3: Lehramtsanwärter beraten (Juni 2013 November 2013) Teil 1 Diagnostische Fähigkeiten zur Einschätzung der Qualität von Unterricht entwickeln am Beispiel von Indikatorenmodellen im Anschluss an Hilbert Meyer oder an die Hamburger Schulinspektion Teil 2 Eine Beratungshaltung ausbilden und reflektieren im Anschluss an das Konzept von Donald Schön: The reflective practitioner Teil 3 Teil 4 Beratungsfertigkeiten durch Simulation von Beratungssituationen einüben Eine Beratung (durch Videographie oder Tonmitschnitt) dokumentieren und analysieren Folie 15

16 Modul 4: Lehramtsanwärter beurteilen (November 2013 Januar 2014) Teil 1 Sich über die Rolle von Fachleitern zwischen Förderung und Beurteilung verständigen Teil 2 Bewertungsanlässe im Vorbereitungsdienst identifizieren und der Kompetenzentwicklung von LAA anpassen. Fragwürdigkeit der Zensurengebung kritisch diskutieren Teil 3 Kommunikative Validierung von Unterrichtsbewertungen unter Kollegen einüben. (auf der Grundlage von Unterrichtsfilmen) Teil 4 Teil 5 Kommunikative Validierung von Unterrichtsbewertungen zusammen mit Lehramtsanwärtern vornehmen. Kriterien für die Festlegung von Beurteilungsrastern entwickeln und in der Seminarpraxis erproben Folie 16

17 Traineetätigkeit ( Februar 2014 Juli 2014) Theoretische und praktische Bearbeitung eines eigenen Fortbildungsthemas An der Universität: Bearbeitung eines fachdidaktischen oder fachwissenschaftlichen Projekts in einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe An einem Studienseminar: Projekt zur Seminarentwicklung (z. B. Einführung der Portfolioberatung von LAA; Einführung der Unterrichtsvideographie als Reflexionsinstrument für FL und LAA) Am Landesinstitut: Fortbildung von fachbegleitenden Lehrern der eigenen Domäne zu schulischen Ausbildern der Praxissemesterstudierenden und der LAA An Schulen: Projekte der Unterrichtsentwicklung (z. B. für die Sprachen: Bilingualer Unterricht; für die Naturwissenschaften: Arbeit in Schülerlabors) Projektabsprachen werden in einer Zielvereinbarung festgehalten. Betreuung durch externe und interne Berater. Folie 17

18 Zwei Literaturhinweise Ahrens, Frank & Kleinespel, Karin (2012): Fortbildung Didaktik. Ein Modell der Kooperation der Universität Jena, der Thüringer Studienseminare und des Landesinstituts ThILLM zur Berufsqualifizierung von Fachleitern in Thüringen. In: Seminar 3/2012, S Kleinespel, Karin (Hrsg.) (2014): Ein Praxissemester in der Lehrerbildung. Konzepte, Befunde und Entwicklungsperspektiven am Beispiel des Jenaer Modells. Julius Klinkhardt: Bad Heilbrunn

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