MADE IN GERMANY REISEKOSTEN NEU GEREGELT WIRTSCHAFT IN MITTELFRANKEN Der Qualitätsangabe droht Gefahr. Erleichterungen für die Unternehmen.

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1 wim-magazin.de WIRTSCHAFT IN MITTELFRANKEN MADE IN GERMANY Der Qualitätsangabe droht Gefahr. ä S. 14 REISEKOSTEN NEU GEREGELT Erleichterungen für die Unternehmen. ä S. 18 Messe Auf dem neuesten Stand ä S. 36

2 VIEL ERFOLG IM NEUEN JAHR! STARTEN SIE PERFEKT DURCH MIT UNSEREN MITARBEITERN. Hofmann Personal ist Ihr persönlicher Partner, wenn es darum geht, das passende Personal für Ihr Unternehmen zu finden. International stehen wir Ihnen mit rund Mitarbeitern zur Seite. Planen Sie mit uns! Wir freuen uns darauf, mit Ihnen Hand in Hand die Zukunft zu gestalten.

3 EDITORIAL IHK - Die erste Adresse Hauptmarkt 25/ Nürnberg Postanschrift: Nürnberg Internet Geschäftszeiten des Service-Centrums Mo. bis Do Uhr, Fr Uhr Tel Fax der Geschäftsbereiche Mo. bis Do Uhr, Uhr Fr Uhr und Uhr Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch Tel Fax Standortpolitik und Unternehmenförderung Dr. Udo Raab Tel Fax Berufsbildung Ursula Poller Tel Fax Innovation Umwelt Dr. Robert Schmidt Tel Fax International Armin Siegert Tel Fax Recht Steuern Oliver Baumbach Tel Fax Kommunikation Dr. Kurt Hesse Tel Fax Zentrale Dienste Joachim Wiesner Tel Fax KundenService Sabine Edenhofer Tel Fax Geschäftsstelle Ansbach Karin Bucher Kanalstraße 2 12, Ansbach Tel Fax - 79 Mo. bis Do Uhr u Uhr Freitag Uhr Geschäftsstelle Erlangen Knut Harmsen Henkestraße 91, Erlangen Tel Fax -29 Mo. bis Do Uhr u Uhr Freitag 8 12 Uhr u Uhr Geschäftsstelle Fürth Gerhard Fuchs Flößaustraße 22a, Fürth Tel Fax -78 Mo. bis Do Uhr u Uhr Freitag 8 13 Uhr Gute Vorsätze A ls im Jahr 1560 die Nürnberger Kaufleute ihren Handelsvorstand beriefen, musste niemand vom Sinn der unternehmerischen Selbstverwaltung überzeugt werden. Zu offensichtlich waren die Vorteile: Anstatt den Hohen Rat der Stadt zu bemühen, nahmen es die Händler in ihre eigene Verantwortung, die Geschehnisse auf dem Markt zu regeln. Es entstand eine der ältesten Unternehmerorganisationen in Deutschland. Heute hat es deren Nachfolgerin, die Industrie- und Handelskammer, nicht ganz so leicht, Sinn und Zweck ihres Daseins zu begründen. Die Welt ist komplexer geworden und in der Aufgabenvielfalt einer IHK geht der Blick fürs Wesentliche gerne mal verloren. Wir organisieren das anerkannteste Berufsbildungssystem in der Welt und wir öffnen an über 140 internationalen Standorten unseren Firmen den Zugang zu den Märkten ebendieser Welt. Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Region eine leistungsfähige Infrastruktur erhält und im Wettbewerb um Fachkräfte konkurrenzfähig bleibt. Und wir werden nicht müde, mit dem Einsatz für Anstand und Moral ehrbarer Kaufleute ein Gegengewicht zu staatlicher Überregulierung anzubieten. Wir werden daher im neuen Jahr weiter daran arbeiten, den Kern unserer IHK-Arbeit zu kräftigen und sichtbar zu machen. Dies umso mehr, als im Herbst 2014 das Parlament der Wirtschaft, unsere Vollversammlung, für fünf Jahre neu gewählt wird. Aktive und passive Wahlbeteiligung sind ausbaufähig, deshalb werden wir unser Augenmerk auch auf die kommunikative Seite unserer Arbeit richten. Unser Vorsatz ist nach 453 Jahren aktueller denn je: Wirtschaft in Eigenverantwortung. IHK-Präsident Dirk von Vopelius Wirtschaftsjunioren Knut Harmsen Tel Fax -29 ihk-sponsoringboerse.de bringt wichtige Projekte und engagierte Unternehmer zusammen. WiM

4 Für Sie bereits vorbestellt! PLATZ FÜR ALLES WAS KOMMT 30 x Touran Exklusiv bei der Feser-Graf- Gruppe. Abbildungen enthalten Sonderausstattungen gegen Mehrpreis z.b. Touran LIFE 2.0 TDI 103 KW(140 PS) 6-Gang Kraftstoffverbrauch (in l/100 km nach RL 0/1268/EWG): 6,5 (innerorts), 4,6 (außerorts), 5,3 (kombiniert); CO 2 -Emissionen: 139 g/km (kombiniert). Effizienzklasse B. Deep Black Perleffekt, 7-Sitzer, Climatronic, Navigationssystem RNS 315, Business-Premium-Paket, 4 Leichtmetallräder Spokane 6,5 J x 16, abnehmbare Anhängevorrichtung, Mobiltelefonvorbereitung Premium, höheneinstell- und beheizbare Komfortsitze vo., Multifunktionslederlenkrad, Tempomat, NSW, u.v.m. UPE: , Hauspreis: , Alle angegebenen Preise inkl. Überführungskosten und KFZ-Briefgebühren Sie sparen: 5.568, 1 Aktionsfahrzeuge mit verschiedenen Ausstattungen und Motorisierungen erhältlich. Nur solange die Vororder reicht. Kraftstoffverbrauch Touran (in l/100 km nach RL 0/1268/EWG): 6,4-4,5 (kombiniert); CO 2 -Emissionen: g/km (kombiniert). Effizienzklassen C-A. 1 Gegenüber der UPE des Herstellers. Auto Zentrum Nürnberg Feser GmbH Heisterstr Nürnberg Tel. 0911/ Volkswagen Zentrum Nürnberg-Marienberg GmbH Marienbergstr Nürnberg Tel. 0911/ Autohaus Feser GmbH Limbacher Str Schwabach Tel / Autohaus Wilhelm Graf GmbH Schwabacher Str Fürth Tel. 0911/ Feser-Biemann GmbH Felix-Klein-Str Erlangen Tel / Feser-Biemann GmbH Äuß. Nürnberger Str Forchheim Tel / Feser-Joachim GmbH Fuggerstraße Roth Tel /

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6 Inhalt 22 Die Mongolei ist reich an Bodenschätzen und verzeichnet ein rasantes Wachstum. 25 Automatisierungstechnik: Eine Studie untersucht das Potenzial dieser Technologiebranche in der Metropolregion Nürnberg. Spektrum Special Märkte 8 Ziel erreicht? Neue WiM mit Navigation 12 Baden-Württemberg rückt näher heran Die neue IG Schienenkorridor Stuttgart Nürnberg Business 27 Bayerische Messebeteiligungen 2014 Mit Rückenwind ins Auslandsgeschäft 28 Printprodukte für den Messeauftritt Ein guter Eindruck 32 Spielwarenmesse Mehr Raum für bunte Vielfalt 21 Mittelstandsfinanzierung Deutsches Erfolgsmodell nicht gefährden 22 Wirtschaftstag Mongolei Goldgräberstimmung im Wilden Osten 25 Automation Valley Nordbayern Power für die Region 13 Nuremberg Campus of Technology Ideen für intelligentere Städte 14 Made in Irgendwo Streit um Herkunftsbezeichnungen 18 Reisekostenrecht Entspannter unterwegs 20 Horizont 2020 EU fördert die Forschung 34 Messetrends 2014 Beliebtes Universal-Werkzeug 36 NürnbergMesse Weiter auf Wachstum 38 Messekalender Nürnberg Gemeinschaftsstände auf Auslandsmessen Deutsche Firmen unter einem Dach 42 Teilnahme an Messen Wer darf dabei sein? IHK-Welt 44 Deutschland im Wettbewerb Gutes sichern. Neues wagen. 47 IHK-Vollversammlung Finanzfragen im Fokus 48 Innenstadt Fürth Wie geht es weiter? Fotos: istockphoto.com (2), Fuchs 6 WiM 01 14

7 27 Special Messen Ausstellungen: Drucksachen für den Messeauftritt, Messekalender 2014, Firmengemeinschaftsstände und Messestandort Nürnberg sind Themen des WiM-Specials. Branchen + Börsen 49 Branchenmarkt A-Z 55 Börsen Veranstaltungen 60 Berufsschule eröffnet Neubau Aufblicken zum Ehrbaren Kaufmann 62 Weiterbildung in der Region Aktuelle Kurse, Tagungen und Seminare Köpfe 64 Ehrung in Berlin Sechs Deutsche Meister aus Mittelfranken 66 Deuerlein Buch Wein Caffè Espresso, Vino und Bücher Unternehmen 69 Norma Neues Logistikzentrum in Fürth 70 Martin Bauer Group Die Greuther und ihre Kräuter 73 LPS Technologies Mehr Übersicht in heißen Rennen 74 Brezen Kolb Neubau mit Brezen-Drive-in 76 BRZ Software für die Baubranche 77 GMC-I Messtechnik Sicherer Umgang mit Energie 80 UDI UmweltDirektInvest Spezialist für grüne Geldanlagen Rubriken 10 Verbraucherpreisindex 46 DIHK-Ticker 50 Bekanntmachungen 55 Inserentenverzechnis 57 Bücher 58 Weiterbildungsprogramm der IHK Akademie 68 Personalien Auszeichnungen 75 Wettbewerbe 78 Wirtschaft engagiert sich 81 Vorschau 81 Impressum 82 Cartoon von Gerd Bauer WiM

8 SPEKTRUM wim-magazin.de WIRTSCHAfT IN MITTELfRANKEN MADE IN GERMANY Der Qualitätsangabe droht Gefahr. ä S. 14 REISEKOSTEN NEU GEREGELT Erleichterungen für die Unternehmen. ä S. 18 Ziel erreicht? Neue WiM mit Navigation MESSE AUf DEM NEUESTEN STAND ä S. 36 Automobile brauchen von Zeit zu Zeit eine aufgefrischte Modellversion mit Weiterentwicklung von Motor, Karosserie und Innenausstattung. So ist das auch bei Zeitschriften. Was Sie in den Händen halten, ist nach wie vor die WiM, aber in gründlich überarbeiteter Gestaltung. Das neue Erscheinungsbild wird geprägt von zeitgemäßer Typographie und großzügigem Layout. An erster Stelle stehen aber die verbesserte Lesefreundlichkeit und mehr Übersicht in der Heftführung. Auf diese Bedienelemente kam es uns besonders an. Neu sind die Ressort-Titel Business, Märkte, Köpfe und IHK- Welt sowie der Heftaufbau. Neu sind auch die Ressort-Auftakt- seiten, die eine klare Gliederung schaffen, sowie die Platzierung von Rubriken. Während zum Beispiel der Verbraucherpreisindex nach vorne ins Armaturenbrett integriert wurde, dient der Cartoon jetzt als Heckspoiler. Neben der Serienausstattung auf Papier gibt es den Online-Turbo unter wim-magazin.de. Wir laden Sie herzlich zur Probefahrt ein: Vorsprung durch Information. Aus Freude am Lesen. Die WiM. Wenn Sie mögen, schildern Sie uns Ihre Eindrücke. Wir freuen uns über Rückmeldungen zu unserem Relaunch, gerne per an: Kurt Hesse und Hartmut Beck Gefahren im Ausland Das Auswärtige Amt rät Deutschen, die im Ausland leben, sich in die Online-Datenbank Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland ( Elefand ) einzutragen. Das Angebot gelte auch für Deutsche, die sich nur kurzfristig im Ausland aufhalten. Personen, die in Elefand eingetragen sind, können von den Botschaften und Konsulaten der Bundesrepublik im Krisenfall leichter erreicht und in Maßnahmen der Krisenvorsorge oder Krisenreaktion einbezogen werden. Die Registrierung ist kostenlos und erfolgt online und passwortgeschützt. å TIPP DES MONATS Die Europäische Metropolregion Nürnberg stellt in ihrer Broschüre Unsere Klöster 18 aktive Ordensgemeinschaften sowie deren Festtage, Besucherangebote und Einrichtungen vor. Die Klöster zwischen Selbitz und Abenberg, Münsterschwarzach und Waldsassen prägten ihr Umfeld über viele Jahrhunderte. Heute seien sie Orte der Ruhe und Kontemplation, so Dr. Siegfried Balleis, Ratsvorsitzender der Metropolregion. Bei Touristen sind sie für Kurzurlaube und Ausflüge beliebt, zudem bereichern die Ordensgemeinschaften das kulturelle, kulinarische und handwerkliche Angebot ihrer Region. Die Broschüre liegt in allen Rathäusern und Landratsämtern der Metropolregion aus sowie in der Geschäftsstelle der Metropolregion (Wirtschaftsrathaus, Theresienstr. 9. Nürnberg). å Online-Portal für mehr Nachhaltigkeit Mit den Nürnberger Netzen für Nachhaltigkeit (NNN) will die IHK mittelfränkischen Unternehmen die Möglichkeit bieten, ihr Engagement in puncto Nachhaltigkeit einem breiten Publikum vorzustellen. Das Online-Portal wird insbesondere folgende Inhalte umfassen: Profile von nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen, Beispiele vorbildlicher Nachhaltigkeits-Projekte und umfangreiche Informationen rund um das Thema Nachhaltigkeit (Corporate Sustainability CS). Begleitet wird das Projekt durch Veranstaltungen und Webinare (online-gestützte Seminare), die sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen wenden. Außerdem werden Diskussionsforen und Schwarze Bretter eingerichtet, um die Diskussion rund um das Thema Nachhaltigkeit anzuregen. Interessenten sind zu einem Projekttreffen am Montag, 27. Januar 2014, 17 bis Uhr, in der IHK eingeladen. IHK, Tel und -445 Dr.-Ing. Robert Schmidt, Stefan Hübel å

9 SPEKTRUM Cyber-Kriminalität Mittelständische Unternehmen sind sich der Risiken wohl bewusst, die von Cyber-Kriminalität auf die Betriebe ausgehen. Besonders hoch wird die Gefahr eingeschätzt, dass sensible Daten von Mitarbeitern unbeabsichtigt oder absichtlich herausgegeben werden. In der Praxis gibt es aber eine Diskrepanz, denn häufig werden unzureichende Abwehrmaßnahmen ergriffen bzw. die Wirksamkeit der eigenen Schutzmaßnahmen gegen Datenklau und Wirtschaftsspionage wird überschätzt. Zu diesem Ergebnis kam eine Befragung der RühlConsulting GmbH in Nürnberg, an der rund 120 Manager mittelständischer Unternehmen teilgenommen hatten. å Kaiser-Reich-Stadt wird Dauerausstellung Allein in den ersten vier Monaten lockte die Sonderausstellung Kaiser-Reich-Stadt rund Besucher auf die Nürnberger Kaiserburg. Aufgrund des Besucherandrangs wird die Ausstellung nun dauerhaft eingerichtet. Fast alle der rund 100 Ausstellungsstücke bleiben auf der Burg. Weitere Ausstellungsstücke wie ein Holzmodell der Aachener Pfalzkapelle, eine interaktive Medienstation zur Goldenen Bulle und eine Nachbildung eines Nürnberger Buckelpokals aus dem 16. Jahrhunderts kommen hinzu. Auch die Führung per Audioguide wird verbessert: Besucher können sich künftig in sechs Sprachen über das Leben auf der Burg informieren. Neue Gebäudeteile kann man ab Frühsommer erkunden, wenn zwei Wehrgänge geöffnet werden. å Fotos: 1xpert/Fotolia.com, rolandrossner/fotolia.com, Piotr Marcinski/Fotolia.com, Edler von Rabenstein/Fotolia.com, koya979/fotolia.com Inklusion am Arbeitsplatz Wie können schwerbehinderte Mitarbeiter gut in den betrieblichen Alltag integriert werden? Dieser Frage geht die Beratungsmesse Inklusion am Arbeitsplatz nach, die am Donnerstag, 30. Januar 2014 von bis 19 Uhr im Berufsförderungswerk Nürnberg stattfindet. Bei einer Podiumsdiskussion geben Verantwortliche von Unternehmen und ein Fachanwalt für Arbeitsrecht Tipps für die Praxis und informieren über Chancen und Schwierigkeiten bei der Einstellung von schwerbehinderten Menschen. Bei einer begleitenden Beratungsmesse stehen Unternehmen und Institutionen (u.a. Jobagentur, Integrationsamt und Deutsche Rentenversicherung) für Beratungsgespräche zur Verfügung. Mitveranstalter sind die IHK Nürnberg für Mittelfranken und das Zentrum Bayern Familie und Soziales. å ( Aktuelle Veranstaltungen ) WiM

10 verbraucherpreisindex ,4 Foto: Tesgro Tessieri/Fotolia.com 10 WiM 01 14

11 ,4 i VERBRAUCHERPREISINDEX Lebensmittel spürbar teurer Die Preise für Nahrungsmittel sind im November um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Die Verbraucher reagieren hier sensibel, weil sich bei diesen Ausgaben kaum sparen lässt. Lebensmittel haben einen Anteil von 10,4 Prozent am statistischen Warenkorb. Basisjahr 2010 = 100 November 2013 Vgl. Nov Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 110,4 + 2,8 % Alkoholische Getränke, Tabakwaren 108,7 + 3,1 % Bekleidung und Schuhe 107,4 + 0,7 % Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe 107,8 + 1,6 % Möbel, Leuchten, Geräte und anderes Haushaltszubehör 102,2 + 0,7 % Gesundheitspflege 99,8 3,8 % Verkehr 106,6 0,7 % Nachrichtenübermittlung 92,7 1,4 % Freizeit und Unterhaltung 104,5 + 3,4 % Bildungswesen 92,3 1,1 % Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen 106,5 + 2,3 % Andere Waren und Dienstleistungen 104,9 + 2,0 % Verbraucherpreisindex (Gesamtlebenshaltung) 106,1 + 1,3 % Quelle: Statistisches Bundesamt, WiM

12 SPEKTRUM Schienenverkehr Baden-Württemberg rückt näher heran Die neue Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart Nürnberg will den Zugverkehr zwischen den beiden Städten deutlich verbessern. N ürnberg ist ein wichtiges Drehkreuz im deutschen Schienennetz. Seine Bedeutung wird noch zunehmen, wenn Ende 2017 die neue ICE-Trasse Nürnberg Erfurt Berlin in Betrieb gehen soll. Dies sei eine hervorragende Chance, um auch Baden-Württemberg näher an die Metropolregion Nürnberg und an Berlin heranrücken zu lassen, so die Partner der neu gegründeten Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart Nürnberg. Deshalb haben sich die 20 Mitglieder der Interessengemeinschaft darunter auch die IHK Nürnberg für Mittelfranken dem Ziel verschrieben, die Schienenanbindung zwischen Nürnberg und Stuttgart zügig weiterzuentwickeln. Vor Kurzem trafen sich die Partner in Aalen, um die Ziele und das Arbeitsprogramm zu konkretisieren. Die Teilnehmer der Interessengemeinschaft, die am 12. Juli 2013 in Crailsheim gegründet worden war, wählten ein siebenköpfiges Lenkungsgremium, das die Arbeit der Initiative vorbereiten und steuern wird. Als Sprecher wurde Klaus Pavel, Landrat des Ostalbkreises, gewählt, die Geschäftsstelle wurde beim Regionalverband Ostwürttemberg mit Sitz in Schwäbisch Gmünd eingerichtet. Die Interessengemeinschaft will vor allem die jetzige IC-Verbindung zwischen Stuttgart und Nürnberg verbessern. In einem ersten Schritt geht es darum, die Fahrpläne besser aufeinander abzustimmen, sodass sich in Nürnberg attraktive Umsteigemöglichkeiten Richtung Berlin ergeben. In einem zweiten Schritt sollen auch bauliche Maßnahmen angegangen werden, um den Zugverkehr zu beschleunigen und um einen 30 Kilometer langen, eingleisigen Abschnitt auf baden-württembergischer Seite zweigleisig auszubauen. Als grundlegendes Ziel wurde zudem vereinbart, die Auslastung der IC-Linie zu verbessern. Dazu wollen die Partner in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus zusammenarbeiten, um noch mehr Fahrgäste zu gewinnen. Zudem sollen die Verbindungen besser mit dem Nahverkehr und mit den Car-Sharing-Angeboten in den einzelnen Regionen vernetzt werden. Die Kooperation in der Interessengemeinschaft ist ein sehr guter Weg, um gemeinsam unsere Forderungen und Vorstellungen gegenüber Bund, Ländern und Bahn zu vertreten, so Dr. Jürgen Ludwig, Landrat des Landkreises Ansbach. Daher sollen politische Gespräche mit den bayerischen und baden-württembergischen Bundestagsabgeordneten, den zuständigen Verkehrsministerien und Vertretern der Bahn geführt werden. Mit der Initiative wollen wir auch dazu beitragen, dass Ansbach weiterhin ein wichtiger Haltepunkt für Fernverkehrszüge bleibt, ergänzt Ulrich Schaller, Verkehrsreferent der IHK Nürnberg für Mittelfranken. Foto: Bartlomiej Banaszak / Deutsche Bahn Partner der Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg sind der Verband Region Stuttgart, die Regionalverbände Ostwürttemberg und Heilbronn-Franken, die Europäische Metropolregion Nürnberg, die Landkreise Ansbach, Rems-Murr-Kreis, Ostalbkreis und Schwäbisch-Hall, die Städte Stuttgart, Nürnberg, Ansbach, Schorndorf, Schwäbisch Gmünd, Aalen, Ellwangen und Crailsheim sowie die IHKs Stuttgart, Ostwürttemberg, Heilbronn-Franken und Nürnberg für Mittelfranken. å IHK, Tel WiM 01 14

13 14 18 Made in Germany : Aktuelle EU-Pläne gefährden die traditionsreiche Kennzeichnung. Das neue Reisekostenrecht ist am 1. Januar 2014 in Kraft getreten. Business Nuremberg Campus of Technology Ideen für intelligentere Städte Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- Nürnberg (FAU) und die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus: Auf dem früheren AEG- Gelände Auf AEG haben sie die gemeinsame Forschungsplattform Nuremberg Campus of Technology (NCT) eröffnet. Dort wollen sie unter der Überschrift Engineering for Smart Cities schwerpunktmäßig an Technologien für den städtischen Raum sowie an nachhaltigen Infrastrukturkonzepten forschen. Das NCT ist nach dem Energie Campus Nürnberg, der ebenfalls Auf AEG angesiedelt ist, das zweite große Gemeinschaftsprojekt von FAU und TH. Im Einzelnen werden sich die Forscher des NCT auf folgende fünf Themenschwerpunkte konzentrieren, die in der intelligenten Stadt der Zukunft eine maßgebliche Rolle spielen: Automatisierungstechnik (ressourceneffiziente Produktion), Energie- und Speichertechnologien, intelligente Verkehrsplanung (urbane Technologien), Bau und Umwelt (Umwelt, Rohstoff, Recycling) sowie Sicherheitstechnik. Jedem dieser Forschungsgebiete widmen sich zunächst je ein Lehrstuhl an der FAU und eine Professur an der TH Nürnberg sowie weitere Arbeitsgruppen. Nach Angaben von Bayerns Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle und von Finanzminister Dr. Markus Söder stattet die Bayerische Staatsregierung den NCT für die nächsten drei Jahre mit Gesamtmitteln in Höhe von 13,6 Mio. Euro aus. Beide Minister bekräftigten, dass das Projekt ein weiterer Baustein in der High-Tech-Achse Nürnberg-Fürth-Erlangen sei. Der Standort Auf AEG werde in den nächsten Jahren stetig zu einem Wissenschaftscampus ausgebaut. Die Wissenschaftler des NCT werden dort in einem ersten Schritt auf rund Quadratmetern forschen. Im kommenden Jahr sollen weitere rund Quadratmeter hinzukommen, um weitere Lehrstühle und Arbeitsgruppen zu beherbergen. Insgesamt werden dann knapp Quadratmeter auf AEG mit Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen belegt sein. FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske und TH-Präsident Prof. Dr. Michael Braun unterstrichen bei der Eröffnung des NCT, dass diese Einrichtung nicht nur für die Forschung, sondern auch für die Lehre einen Fortschritt bedeutet. Geplant sei die Einrichtung gemeinsamer Lehrangebote wie etwa neuer Master-Studiengänge in den NCT-Themengebieten. Ein weiteres wichtiges Ziel sei der Aufbau einer Plattform für kooperative Promotionen. å Die Automatisierungstechnik ist einer der Forschungsschwerpunkte des NCT. WiM Foto: Fuchs

14 BUSINESS Kennzeichnung Made in Irgendwo Die EU-Kommission will für fast alle Produkte eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung vorschreiben. Was bedeutet das für die Qualitätsangabe Made in Germany? Foto: Kadmy/Fotolia.com 14 WiM 01 14

15 BUSINESS WiM

16 BUSINESS D ie verpflichtende Herkunftsbezeichnung soll es ab 2015 geben, Lebensmittel und Medikamente wären davon aber ausgenommen. Im Mittelstand sorgt dies für gehörige Unruhe, denn bislang ist die Made in -Kennzeichnung freiwillig. Derzeit ist der letzte wesentliche Produktionsschritt entscheidend dafür, ob die Herkunftsangabe auf den Produkten aufgebracht werden darf. Das sogenannte Marktüberwachungs- und Verbraucherproduktesicherheitspaket der EU sieht nun vor, dass sich die zwingende Herkunftsangabe an den neuen Zollvorschriften orientiert. Künftig zählt damit nicht mehr, dass ein Produkt in Deutschland entwickelt, endgefertigt und kontrolliert wurde, sondern welche Zulieferkomponente den höchsten Warenwert besitzt. Begründet wird der Entwurf damit, dass in der EU für ein hohes Maß an Gesundheitsschutz und Sicherheit der Verbraucher gesorgt werden soll. Doch die IHK-Organisation hat starke Zweifel, dass dies durch die geplante Verordnung gelingen kann. Bislang werden Herkunftsbezeichnungen wie Made in Germany als Thema des Wettbewerbsrechts behandelt, dies würde sich durch das Vorhaben der EU ändern und einen Paradigmenwechsel bewirken. Denn nun soll die Kennzeichnung über das Zollrecht geregelt werden. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kann diesen Kurswechsel nicht nachvollziehen, denn das Zollrecht diene der Steuererhebung und nicht dem Verbraucherschutz. Konsumenten erwarten bei der Made in -Kennzeichung eine Art Gütesiegel für Entwicklung, Technik, Qualität und Design, was die geplante Regelung aber nicht leiste. Unverständnis bei Experten Um weiterhin Produkte mit Made in Germany auszeichnen zu dürfen, müssten künftig 45 Prozent der Wertschöpfung und zwar die letzte, wesentliche Weiterverarbeitung in Deutschland stattfinden. Oder es findet eine sogenannte Tarifierung statt, bei der Ware zollrechtlich in eine andere Kategorie wechselt. Die Prozentregelung stößt bei DIHK-Expertin Doris Möller auf Unverständnis. Denn wenn in einer deutschen Produktion der handwerkliche Anteil durch eine Investition in hochwertige Maschinen ersetzt wird, würde der produktbezogene Wertschöpfungsanteil sinken, weil die Handarbeit bezogen auf die Stückkosten im Vergleich zu maschineller Herstellung teurer ist. Foto: Schwan-Stabilo Leuchtendes Beispiel: Schwan- Stabilo fertigt den Textmarker Stabilo Boss seit 1971 in Deutschland. Wir versuchen, die Neuregelung zu verhindern, sagt Armin Siegert, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs International. Denn in zahlreichen exportorientieren Unternehmen herrsche deswegen Sturmwarnung. Es wird befürchtet, dass die Warenmarkierung Made in Germany gefährdet und dadurch die deutsche Exportwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wird. Das wäre eine historische Zäsur, denn die Kennzeichnung ist schon weit über 100 Jahre alt. Die Briten hatten 1887 mit dem Gesetz Merchandise Marks Act versucht, Importware aus dem industriell aufstrebenden Deutschland zu brandmarken. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der zunächst negativ besetzte Begriff aber zu einem besonderen Qualitätszeichen. Insbesondere das Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg machte Produkte Made in Germany international begehrt. Die Regelungswut der EU-Kommission trifft den Mittelstand, erklärten die bayerischen IHKs im letzten Jahr vor den Brüsseler Parlamentariern. Der Wechsel von der freiwilligen Herkunftsangabe hin zu einer zwingenden Herkunftsangabe auf Basis von Zollvorschriften führe in die Irre. Künftig zähle dann nicht mehr, dass ein Produkt in Deutschland entwickelt, endgefertigt und kontrolliert wurde, sondern welche Zulieferkomponente den höchsten Warenwert besitzt. Das ist in Zeiten globaler Lieferketten nicht nur völlig realitätsfremd, es führt auch dazu, dass das bisherige Qualitätssiegel Made in Germany zur Bedeutungslosigkeit verkommt, sagte Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrieund Handelskammertages (BIHK). Laut dem EU-Entwurf soll die Neuregelung den Verwaltungsaufwand vor allem für kleine und mittlere Unternehmen senken. Das kann IHK- Außenwirtschaftsexperte Armin Siegert aber nicht nachvollziehen, zumal sich in der Praxis völlig neue Schwierigkeiten ergeben würden. Die Ermittlung einzelner Wertpositionen in einer globalen Lieferkette werde beispielsweise durch schwankende Wechselkurse erschwert. Deswegen wäre ein permanentes Monitoring notwendig, das die Bürokratiekosten in den Betrieben 16 WiM 01 14

17 BUSINESS hochtreiben würde. Ähnliches dürfte für die häufig stark schwankenden Rohstoffpreise gelten, etwa für Metall oder Kunststoff. Es könnte also zu Verzerrungen kommen, denn diejenige Zulieferkomponente mit dem höchsten Wert bestimme automatisch die Herkunftsbezeichnung. Auch BIHK-Chef Driessen befürchtet ein aufwändiges und kostspieliges Nachweisverfahren: Mit Verbraucherschutz hat dieser Irrsinn nichts zu tun. Ebenfalls nicht aufgehen werde der Plan der EU-Kommission, mit den neuen Regelungen die Verbraucher schützen und gefährliche Produkte zurückzuverfolgen. Laut DIHK reicht die bestehende Produktsicherheits-Verordnung für Hersteller und Importeure völlig aus, um gefährliche Produkte zügig zu verfolgen und gegebenenfalls aus dem Markt zu nehmen. Die geplanten Vorschriften würden auch nicht wie beabsichtigt den Schutz vor Produkt- und Markenpiraterie verbessern, weil Wirtschaftskriminelle dann eben außer Marken-Logos, Designs und Prüfzeichen auch die Angaben zum Ursprungsland fälschen werden. in Italy zu bekommen: In der norditalienischen Stadt Prato, die Anfang Dezember durch ein Feuer in einer Textilfabrik in die Schlagzeilen geraten ist, leben schätzungsweise Chinesen in der Illegalität und unter menschenunwürdigen Bedingungen. Sie produzieren dort billigst italienische Mode für Boutiquen in ganz Europa. (tt.) Ikone deutscher Wertarbeit: Der Mercedes-Benz 300 SL, der von 1954 bis 1963 produziert wurde. DIHK-Expertin Möller weist auf eine Lücke der Neuregelung hin, um in diesem Fall das Label Made å IHK, Tel BESTE BEDINGUNGEN FÜR WACHSENDE ERFOLGE Den idealen Nährboden für aufstrebende Unternehmen gibt es an Nürnbergs Top-Business-Standort. Flexible Mietflächen und beste Work-Life-Balance inklusive!

18 BUSINESS Foto: istockphoto.com Reisekostenrecht Entspannter unterwegs Am 1. Januar 2014 ist das neue Reisekostenrecht in Kraft getreten. Es bringt eine Reihe von Vereinfachungen für die Betriebe mit sich. A rbeitnehmer, die von der steuerfreien Zahlung von Reisekosten profitieren wollen, müssen auch künftig einer auswärtigen beruflichen Tätigkeit nachgehen also außerhalb der eigenen Wohnung oder der ersten Tätigkeitsstätte. Dieser Begriff ist neu und ersetzt die regelmäßige Arbeitsstätte des alten Reisekostenrechts. Darunter ist jede betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers zu verstehen, aber auch die Einrichtungen von Tochterunternehmen oder Kunden. Es kann außerdem nur eine erste Arbeitsstätte je Dienstverhältnis geben, die grundsätzlich vom Arbeitgeber festgelegt wird. Tut er das nicht, greifen gesetzliche Regelungen: Ab 2014 betrachten die Finanzämter den Arbeitsort als erste Tätigkeitsstätte, den der Arbeitnehmer üblicherweise arbeitstäglich, mindestens an zwei Arbeitstagen in der Woche oder in 30 Prozent seiner Arbeitszeit aufsuchen soll. Auch Folgendes ist für die Zuordnung der ersten Tätigkeitsstätte wichtig: Der Arbeitnehmer muss an diesem Ort unbefristet, für die Dauer des Arbeitsverhältnisses oder länger als 48 Monate am Stück tätig sein. Sollte der Arbeitnehmer einer Arbeitsstätte weniger als 48 Monate zugeordnet sein, gilt diese nicht mehr als erste Arbeitsstätte. Die Tätigkeit wird dann als Auswärtstätigkeit deklariert. Im Fall der Auswärtstätigkeit kann der Arbeitnehmer die Fahrtkosten von 30 Cent pro Kilometer berechnen, ebenso kann er Verpflegungsbeträge und Kosten für 18 WiM 01 14

19 BUSINESS i DIHK-Broschüre Die Publikation Das neue Reisekostenrecht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) informiert über die Änderungen, die zum 1. Januar 2014 in Kraft getreten sind (94 Seiten, DIN A5, 11 Euro). Bezug: die Unterkunft geltend machen. Wenn der Arbeitgeber diese Kosten nicht übernimmt, kann der Arbeitnehmer sie in der Einkommensteuererklärung als Werbungskosten absetzen. Sollte die Tätigkeit an ein und derselben auswärtigen Tätigkeitsstätte allerdings länger als 48 Monate andauern, können die Kosten für die Unterkunft entsprechend den Regeln der doppelten Haushaltsführung nur bis maximal Euro monatlich steuerfrei erstattet oder als Werbungskosten angesetzt werden. Als Pauschale für den Verpflegungsmehraufwand werden künftig zwölf Euro bei eintägigen Dienstreisen mit einer Dauer von mehr als acht Stunden angesetzt. Bei mehrtägigen Auswärtstätigkeiten dürfen für den An- und Abreisetag unabhängig von der Dauer zwölf Euro und für dazwischen liegende Kalendertage mit 24-stündiger Abwesenheit 24 Euro steuerfrei gezahlt werden. Diese Verpflegungspauschalen dürfen nur für drei Monate gezahlt werden, wenn der Arbeitnehmer an einem gleichbleibenden Ort auswärts tätig ist. Bei einer Unterbrechung von mehr als vier Wochen beginnt die Frist von neuem und der Arbeitgeber kann wieder Verpflegungspauschalen zahlen. Nach der neuen Regelung ist es gleichgültig, ob der Arbeitnehmer seine Tätigkeit seine Tätigkeit an dem Ort aus privaten Gründen (z.b. Krankheit, Urlaub) oder aus beruflichen Gründen unterbricht. Mahlzeiten des Arbeitnehmers im Rahmen einer Auswärtstätigkeit sind künftig mit dem Sachbezugswert anzusetzen. Der Ansatz des Sachbezugswertes unterbleibt, wenn für den Arbeitnehmer Verpflegungspauschalen gezahlt werden können. Dies gilt für Dienstreisen mit mehr als acht Stunden Dauer. Jedoch muss der Arbeitgeber künftig die an den Arbeitnehmer zu zahlende Verpflegungspauschale kürzen, wenn dieser eine kostenfreie Mahlzeit erhält. Die Kürzung beträgt für ein Frühstück 4,80 Euro und für ein Mittagund Abendessen 9,60 Euro. Zusätzlich muss der Arbeitgeber in diesem Fall auf der Jahreslohnsteuerbescheinigung noch den Buchstaben M eintragen. Werden nur die Mahlzeiten erstattet und wird keine Verpflegungspauschale ausbezahlt, entfällt die Kürzung. (DIHK/IHK) Jetzt persönlich beraten lassen Kostenlos anrufen: (Mo Fr 8 20 Uhr) oder anfordern auf barclaycard-selbstaendige.de Speziell für Selbständige und Freiberufler: Günstiger Ratenkredit so einfach wie für Angestellte Flexibel mit kostenlosen Sondertilgungen Sofortentscheidung online oder telefonisch mit schneller Auszahlung Ohne Sicherheiten, nur ein Einkommensteuerbescheid genügt als Nachweis

20 BUSINESS Horizont 2020 EU fördert die Forschung Foto: istockphoto.com Unseren Service können Sie spüren. Auf Schritt und Tritt. Mietfußmatten von DBL. Wir holen, bringen und pflegen Ihre Schmutzfangmatte. Das spart Reinigungskosten, schont die Böden und schafft einen sauberen Auftritt. Rufen Sie an unter 0911/ Merk Textil-Mietdienste GmbH & Co. KG Albert-Einstein-Str Zirndorf Ü ber 70 Mrd. Euro stellt die Europäische Union in den nächsten sechs Jahren im Zuge ihres Rahmenprogramms für Forschung und Innovation ( Horizont 2020 ) für die Innovations- und Forschungsförderung zur Verfügung. Die Europäische Kommission hat nun die ersten Ausschreibungen für die neue Förderperiode im Internet veröffentlicht. Auf dem Teilnehmerportal ( Participant Portal, erreichbar über die Seite de) können die Ausschreibungstexte und das aktuelle Arbeitsprogramm eingesehen werden. 20 WiM Gegliedert ist das EU-Rahmenprogramm in folgende drei Schwerpunkte: Wissenschaftsexzellenz : Gefördert werden u.a. Wissenschaftler mit bahnbrechenden Projektideen, Forschungsverbünde und internationale Forschungsnetzwerke. Führende Rolle der Industrie : Fördergelder werden vergeben für Forschung und Innovation in Bereichen, die für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie besonders relevant sind (z.b. Informations- und Kommunikationstechnologien, Nanotechnologien, Werkstoffe, Biotechnologie, Fertigung und Verarbeitung, Raumfahrt). Außerdem stehen Kreditfazilitäten und Beteiligungskapital für riskante Forschungs- und Innovationsvorhaben zur Verfügung. Vorgesehen ist zudem die gezielte Innovationsförderung von kleinen und mittleren Unternehmen. Gesellschaftliche Herausforderungen : Gefördert werden interdisziplinäre Projekte zur Lösung komplexer Probleme, die Einzelstaaten alleine nicht lösen können (z.b. Gesundheit, demografischer Wandel, Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft; Meeresforschung, Energieeffizienz, intelligente Verkehrskonzepte, Klimaschutz, Umwelt, Ressourceneffizienz und Rohstoffe sowie das Themenfeld Sichere Gesellschaften Schutz der Freiheit und Sicherheit Europas und seiner Bürger ). Mit dem Programm Horizont 2020 zielt die EU darauf ab, eine wissens- und innovationsgestützte Gesellschaft sowie eine wettbewerbsfähige Wirtschaft in Europa auszubauen. Außerdem soll die Nachhaltigkeit der Wirtschaft verbessert werden. Das Rahmenprogramm bündelt die bisher getrennten EU-Programme für die Forschungs- und Innovationsförderung. Neu ist außerdem, dass neben der klassischen Verbundforschung nun auch marktnahe Forschungs- und Innovationsprojekte unterstützt werden. Auf diese Weise sollen Forschungsergebnisse noch schneller zur Anwendung kommen und zu Wachstum und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen. Für diesen sogenannten Fast Track to Innovation, der das EU-Programm für viele Unternehmen interessant machen dürfte, hatte sich die IHK-Organisation intensiv eingesetzt. å IHK, Tel

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