Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 1/2006

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1 Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen 1/2006 Sind Sportler bessere Manager? Marco Zwyssig und Urs Linsi im Porträt Competence Network

2 Das Online- Studium für alle mit Fernweh: swiss.com Lesen Sie die Seiten auf swiss.com, um Ihr Wissen über günstige Flugangebote zu vergrössern. Jeweils am Mittwoch macht das Studieren besonders Spass. Dann publizieren wir die Swiss Specials. Das sind Flüge zu einem speziell attraktiven Preis. Zum Abschluss empfehlen wir Ihnen unseren Newsletter, der Sie immer auf den aktuellsten Wissensstand bringt. Buchungen auf swiss.com, unter , im SWISS Ticket Office oder in Ihrem Reisebüro.

3 Liebe HSG Alumnae, liebe HSG Alumni Sport? Sport! Die Universität St.Gallen wird landläufig nicht mit physischen Höchstleistungen in Verbindung gebracht. Und trotzdem ist es eine edle Tugend und gleichsam häufig eine Notwendigkeit, der körperlichen ebenso wie der geistigen Entwicklung die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Ich habe mich oft gefragt, ob die jungen Studierenden, die in ihrer Freizeit im HSG-Kraftraum trainieren, die grosse Weisheit bemerken, die diesem Tun zu Grunde liegt. Krafttraining kann uns nämlich bei der Bewältigung des gesellschaftlichen Wandels helfen, und zwar nicht nur durch die Stärkung unserer Physis, sondern auch mit wertvollen Anregungen, wie wir als Individuen geistig und im gesellschaftlichen Verbund praktisch damit umgehen können. Editorial 1/2006 Der französische Kulturtheoretiker Levy-Strauss unterscheidet zwischen «heissen» und «kalten» Gesellschaften. Kalte Gesellschaften sind auf das periodisch Wiederkehrende ausgerichtet. Traditionen sind ihre wichtigen Werte, Rituale deren sichtbarer Ausdruck. Sie geben den Menschen Orientierung und Halt. Heisse Gesellschaften hingegen fokussieren auf das ewig Neue und richten ihre ganze Kraft darauf aus. Unsere moderne Gesellschaft liesse sich spontan der heissen Gesellschaft im Sinne von Levi-Strauss zuordnen, doch in der Realität vereint jede Gesellschaft, auch die durch die Globalisierung geprägte, in sich heisse und kalte Elemente. Trotz des Wandels, der uns als beinahe einzige Konstante zu begleiten scheint, prägt immer auch periodisch Wiederkehrendes unser Leben augenfällig jetzt z.b. die jährlich gefeierten dezemberlichen Festtage und der ritualisierte Jahreswechsel. Kalte und heisse Elemente müssen in der richtigen Mischung vorhanden sein, die kalten Elemente zwischen den heissen wie Inseln der Ruhe im grossen Sturm. Das Krafttraining zeigt uns wie und warum. Phasen der Anstrengung und Phasen der Ruhe müssen sich abwechseln, soll es zum Muskelaufbau kommen. Eine permanente Anstrengung führt ebenso wenig zum Ziel wie gar kein Training. Die Regeln des Krafttrainings regen uns dazu an, erfolgreich mit den Anforderungen des permanenten Wandels fertig werden zu können. Allgemeiner, das Management kann durchaus Inspiration aus dem Sport ziehen. Spannende Texte rund um unsere Universität und ihre Verbindung zum Sport warten in diesem Heft auf Sie. Studierende und Ehemalige erzählen, wie sie es geschafft haben, eine Karriere im Spitzensport und ihr Studium unter einen Hut zu bringen. Prominentes Beispiel ist dabei wohl mein Kollege, Dr. Markus Frank, der es meisterhaft verstand, seine Laufbahn als international erfolgreicher Golfer und seine berufliche Karriere gleichzeitig zu verfolgen. Vielleicht hat auch Ihnen der Sport geistige Anregung in Leben und Beruf gegeben. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre und freue mich auf ein spannendes nächstes Jahr mit vielen Erfolgen im Sport, in der Wirtschaft und an der Universität. Ernst Mohr Rektor

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5 Zum Titelbild Wie lassen sich Sport und Studium vereinbaren? Wo liegen die Parallelen zwischen Sport und Management? Studierende und Ehemalige erzählen von ihren Traumkarrieren als Leistungssportler oder Sportmanager. 04 Uni aktuell: Graduation Day für Bachelor- und Master-Absolventinnen und -Absolventen 05 Uni aktuell: Erstes internationales Vollzeit MBA-HSG Programm 06 Uni aktuell: «Executive MBA in Logistik» erfolgreich abgeschlossen 09 Sind Leistungssportler bessere Manager? Leistungssportler und Trainer sind als Referenten, Motivationstrainer oder ehrgeizige Mitarbeiter gefragt. Lernt man bereits im Sport, was im Management Erfolg verspricht? Markus Frank erörtert, wo die Gemeinsamkeiten zwischen Spitzensport und Management liegen. 14 Sport an der HSG Der Unisport an der HSG bietet ein breites Programm mit über 150 Kursen pro Jahr. Leonz Eder erklärt, warum Sport ein wichtiger Ausgleich zum Studium ist. Gleichzeitig erzählen HSG-ler, die eine Karriere im Leistungssport gestartet haben, wie sie Sport und Studium unter einen Hut bringen. 19 Zweites Alumni Club Meeting Am zweiten Alumni Club Meeting nahmen wiederum zahlreiche Clubpräsidentinnen und -präsidenten aus aller Welt teil. Neben Workshops hatte man genügend Zeit, Erfahrungen für die tägliche Arbeit in den Alumni Clubs auszutauschen. 22 Fussballer Marco Zwyssig und FIFA-Generalsekretär Urs Linsi im Porträt 26 Studentische Initiativen im Porträt: Esprit St.Gallen 28 Start up: Mit SOLsailing die Faszination Segeln zum Beruf gemacht Der Alumnus Oliver Stolz gründete 2002 sein eigenes Segelunternehmen und hat seither mehr als 150 Törns im Mittelmeer organisiert. 31 EMBA Alumni 33 HSG Shop 34 Aus dem Alumni Büro Das Online-Mitgliederverzeichnis der HSG Alumni wird um ausführliche Kompetenzprofile erweitert und soll so den Wissensund Erfahrungsaustausch unter den Alumni erleichtern. 36 Bücherseite 37 Terminkalender erstes Quartal 2006

6 uni aktuell Graduation Day für Bachelor- und Master-Absolvent(inn)en an der HSG 437 Absolvent(inn)en erhielten anlässlich des Graduation Day an der Universität St.Gallen ihren «Bachelor of Arts HSG» (B.A. HSG) und 26 Absolventinnen und Absolventen erhielten den «Master of Arts HSG» (M.A. HSG). Erstmals gab es das Doppeldiplom mit Sciences Po, Paris. Der Graduation Day mit feierlicher Diplomübergabe in der Aula und ansprechendem ganztägigem Rahmenprogramm auf dem Campus und in der Stadt wurde zu einem feierlichen Abschluss der Ausbildung auch für die Angehörigen und Freunde der Graduierten. Am Graduation Day erhielten 437 Absolventinnen und Absolventen ihren Bachelor oder Master. Das Rahmenprogramm begann schon am Morgen des 5. November 2005 um zehn Uhr mit einer Stadtführung. Während dem Tag wurde auf dem Campus ein buntes Programm von Kunstführungen über Kostproben einer Vorlesung, Einblicken ins Studium bis hin zu Informationsständen geboten. Die Graduierten und ihre Angehörigen wurden von der Gassenküche mit St.Galler Bratwürsten verpflegt. Höhepunkt des Tages bildete die feierliche Diplom-Übergabe in der Aula durch Rektor Ernst Mohr. Der Rektor zeigte in seiner Rede «Im Labyrinth gesellschaftlichen Erfolgs und gesellschaftlicher Anerkennung» auf, dass ersteres keinesfalls zwangsläufig auch letzteres zur Folge hat. Das Verhältnis sei komplex. Die Berner Stadtvögte des Hochmittelalters und unsere modernen Superstars wie Schumacher, die Williams Schwestern oder Federer hätten gleichzeitig Erfolg und auch Ansehen erlangt. Warum? In beiden Beispielen sei die Übernahme von persönlichem Risiko der Schlüssel nicht zum Erfolg, sondern zum gesellschaftlichen Ansehen. Mohr forderte die Absolventinnen und Absolventen auf, selbst persönliches Risiko zu übernehmen. Dem schloss sich HSG Alumni Präsident Urs Landolf in seiner Ansprache an und strich die Bedeutung von Mut und Ausdauer als Grundsteine für den Erfolg heraus. Rektor Ernst Mohr (rechts) und Francis Verillaud,Vizepräsident des Sciences Po, Paris, gratulieren einer Absolventin des «MIA Double Degree Programme» zum Abschluss. Erster Jahrgang eines neuen Doppeldiplom-Programms Erstmals nahmen im Rahmen des «Master of Arts in International Affairs and Governance» (MIA) sieben Absolventinnen und Absolventen gleich zwei Diplome entgegen: Neben dem HSG-Diplom erhielten sie auch dasjenige vom «Institut d Etudes Politiques» in Paris (Sciences Po). Beglückwünscht wurden diese Absolventinnen und Absolventen nicht nur von Rektor Ernst Mohr, sondern auch von Francis Verillaud, Vizepräsident und Verantwortlicher für die Internationalisierungsstrategie von Sciences Po. Das MIA-Programm hat zentrale Problemstellungen in Politik, Wirtschaft und Recht zum Inhalt. Es bietet eine breit angelegte, international und interdisziplinär orientierte Ausbildung und die Möglichkeit zu einem Double Degree-Programm. Die Studierenden bilden sich dabei an der HSG und in Paris aus. Die von HSG Alumni veranstaltete Graduation Party, an der rund 1000 Gäste bis zum Morgengrauen feierten, rundete diesen gelungenen Tag ab. 4 alma 1/2006

7 Erstes internationales Vollzeit MBA- HSG Programm abgeschlossen Im Dezember schliessen die ersten 30 Teilnehmenden des internationalen MBA-HSG Programms ihre Ausbildung ab. Das zwölfmonatige Vollzeitstudium mit dem Fokus auf General Management wurde dieses Jahr erstmals durchgeführt und von Teilnehmenden aus achtzehn Nationen besucht. Von Farsam Farschtschian Das englischsprachige Programm ist interdisziplinär ausgerichtet und in vier Quartale unterteilt. Im ersten und zweiten Quartal absolvieren die Studierenden die Grundlagenfächer in General Management. Dabei bringen sie ihre Berufserfahrungen ein und profitieren vom Erfahrungsaustausch untereinander. Im dritten Quartal wird ein MBA-Projekt in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen und unter akademischer Aufsicht eines Professors absolviert. Dies bietet die Gelegenheit, dass sich Unternehmen von der Qualität der Studierenden überzeugen, während die Studierenden neue Unternehmungen kennen lernen. Im vierten Quartal haben die Teilnehmenden umfassende Spezialisierungsmöglichkeiten im Rahmen von Auswahlfächern wie z.b. «International Mar- keting», «Supply Chain Management» oder «Futures and Options». Internationale Spitzenposition Aufgrund der hohen Qualität des Programms und der beeindruckenden Klassen-Statistik wurde der Vollzeit- MBA-HSG-Lehrgang von der internationalen Presse auf Anhieb in die europäische Spitze eingestuft. Da international die Wahrnehmung einer Business School insbesondere über die wichtigen MBA-Rankings erfolgt, wird das neue MBA-HSG Programm die internationale Positionierung der Universität St.Gallen als führende Business School in Europa noch verstärken. Um die Qualität noch mehr zu steigern, ist die Leitung des MBA-HSG Programms stets auf der Suche nach interessanten Partnerunternehmen, die in Praxisprojekten mitwirken möchten. Weitere Informationen unter alma fragte Sonja Rossteuscher aus Kanada, die zu den Absolventinnen des ersten MBA-HSG Programms gehört, nach ihren Erfahrungen mit dem neuen Lehrgang. alma: Sonja Rossteuscher, wie haben Sie das MBA-HSG Programm erlebt? Sonja Rossteuscher: Das Programm traf zum grössten Teil meine Erwartungen und stärkte meine Management- und Führungskompetenzen. Wir arbeiteten sehr viel im Team, diskutierten verschiedene Wege der Problemlösung und lernten die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Teilnehmenden kennen. Wie beurteilen Sie die Interaktion mit den HSG Alumni während des Lehrgangs? Das Alumni-Netzwerk der HSG diente uns in der Tat als ein wichtiger Marketing-Kanal, u.a. für das MBA Project. Für die Zukunft sollten diese wertvollen Interaktionen noch weiter ausgebaut werden. Welche Pläne verfolgen Sie nach Ihrem Abschluss? Ich werde nach Stuttgart gehen und dort einen Job bei Bosch übernehmen. Graduation Day: Die 30 Abgänger des ersten MBA-HSG Vollzeitstudiums stammen aus achtzehn Nationen. alma 1/2006 5

8 uni aktuell Erster «Executive MBA in Logistik» erfolgreich abgeschlossen An der Weiterbildung zum «Executive MBA in Logistik» nahmen bei ihrer ersten Durchführung 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer teil. Vor kurzem konnten die Absolventinnen und Absolventen ihre Diplome entgegen nehmen. Von Stephanie Jenal Als im März 2004 der «Executive MBA in Logistik» der Universität St.Gallen seinen Auftakt gefunden hatte, waren die 29 Teilnehmenden aus Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen gespannt, was sie zurück auf der Schulbank erwarten würde. Es standen 100 Unterrichtstage, aufgeteilt in acht General Management-Module und zwölf Supply Chain Management-Module, vor den Studierenden. Das auf dem Konzept bestehender Weiterbildungsprogramme der Universität St.Gallen basierende Studium wurde vom Kühne-Institut für Logistik innerhalb von fünfzehn Monaten aus der Wiege gehoben. Neben der Gestaltung der 20 fünftägigen Kursmodule und der Verpflichtung der renommiertesten Professoren aus dem Bereich Logistik und Supply Chain Management im deutschsprachigen Raum stand vor allem die flächendeckende Vermarktung in Handel und Industrie auf der Agenda des Instituts. Mit dem berufsbegleitenden Studium, das sich an Führungskräfte in den Bereichen Logistik und Supply Chain Management wendet, hat das von der Kühne-Stiftung unterstützte Institut den Nerv der Unternehmen getroffen. Die zunehmende Globalisierung und Professionalisierung in den Unternehmen im Bereich Logistik stellt steigende Ansprüche an ihre Manager: Fundiertes Management- und Logistik-Know-how erlangen, Führungsansprüchen gerecht werden und ein Netzwerk zu anderen Unternehmen spannen. Hohe Anforderungen Heute, 18 Monate nach dem Auftakt, zeigen sich die Teilnehmenden begeistert. Die Vereinbarung von Job, Die 29 Teilnehmenden des ersten Executive MBA in Logistik haben ihre 18-monatige Ausbildung mit Bravour abgeschlossen. Familie, Hobby und den Präsenzwochen des Programms an der Universität St.Gallen stellt grosse Anforderungen an die Studierenden. Diese Entbehrungen werden jedoch durch das vermittelte Wissen, die neuen Kontakte mit der einen oder anderen Freundschaft, sowie dem starken Alumni-Netzwerk der Universität St.Gallen entlohnt. Fallstudien, Planspiele, Exkursionen zu «Best in Class Unternehmen» sowie Vorträge von hochkarätigen Logistikexperten haben dabei dem Programm ein einzigartiges Profil verliehen. In der abschliessenden Studienreise nach Nordamerika fand der Executive MBA in Logistik seinen krönenden Abschluss. Am 14. Oktober 2005 waren dann auch alle 29 Teilnehmer mit ihren Angehörigen eingeladen, um in Gegenwart von Klaus-Michael Kühne (Präsident der Kühne-Stiftung) sowie Peter Gomez (Leiter Executive School Universität St.Gallen) von Ernst Mohr und Wolfgang Stölzle (Vorsitzender Direktor des Kühne-Instituts für Logistik) das Diplom zum «Executive MBA-HSG» feierlich entgegen zu nehmen. Der enge Kontakt zwischen den Teilnehmern und dem Kühne-Institut wird sich nicht nur in den geplanten offiziellen Alumni-Treffen, sondern auch in künftigen privaten Begegnungen widerspiegeln. Die aktuelle zweite Durchführung des Executive MBA in Logistik läuft bereits seit Juni Das Auswahlverfahren für die Teilnahme ist mehrstufig, wobei als Grundvoraussetzungen ein Universitäts- oder Fachhochschulabschluss sowie mehrjährige Berufserfahrung, davon mindestens zwei Jahre in einer Führungsposition, verlangt werden. Weitere Informationen unter oder 6 alma 1/2006

9 Miriam Meckel ist neue MCM-Direktorin Am 1.Oktober 2005 hat die frühere Staatssekretärin im Bundesland Nordrhein-Westfalen und Professorin an der Universität Münster, Miriam Meckel, an der HSG einen Lehrstuhl für Corporate Communication übernommen. Gleichzeitig wurde sie zur Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement (MCM-HSG) gewählt. Miriam Meckel ist die neue Direktorin des MCM-HSG Prof. Dr. Miriam Meckel hat per 1. Oktober 2005 die Leitung des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement (MCM-HSG) übernommen. Gleichzeitig wurde sie zur Ordinaria für Corporate Communication ernannt. Frau Meckel kann auf eine Karriere mit reicher Erfahrung in Theorie und Praxis zurück blicken. Sie studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Sinologie, Po- litikwissenschaft und Jura an den Universitäten Münster und Taipei, Taiwan. Danach arbeitete sie als TV-Journalistin, unter anderem beim Westdeutschen Rundfunk und bei RTL. Als Professorin für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Münster startete sie ihre wissenschaftliche Karriere. Zuletzt war sie Staatssekretärin für Europa, Internationales und Medien beim Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein- Westfalen. Kommunikationsprofi Miriam Meckel deckt das ganze Feld des Kommunikationsmanagements ab und kennt die aktuellen Entwicklungen in der Kommunikationsund Medienwirtschaft. Sie hat ihre Kompetenz mit einschlägigen Publikationen im Bereich Kommunikation ausgewiesen. Sie ist besonders auf die Gebiete Kommunikations- und Medienmanagement, Redaktionsorganisation und -management, internatio- nale Kommunikation, Medienökonomie, Internet und Vernetzung in Wirtschaft und Gesellschaft spezialisiert. Mit ihrer Arbeit in der Wirtschaft und Politik hat sie sich praktische Erfahrungen und einen guten Ruf als professionelle Kommunikatorin erworben. Als Dozentin überzeugt sie durch eine differenzierte Argumentation, einen fundierten Theoriebezug, aber auch durch ihre packende und eingängige Vortragsweise. Studierende für Kommunikation begeistern Künftig will sich Miriam Meckel verstärkt dem Feld der Corporate Communication, der strategischen Kommunikation als Managementfunktion von und in Unternehmen, widmen. Dabei setzt sie sich zum Ziel, bei den Studierenden Begeisterung für das Thema zu wecken und mit ihnen gemeinsam ein Themenfeld zu bearbeiten, das wachsende und spannende berufliche Perspektiven bietet. HSG-Studierende gewinnen Marketing-Preis «Brandstorm» Drei HSG-Studierende haben den ersten Preis des von L Oréal organisierten Marketingwettbewerbs gewonnen. Beim Finale des zum 13. Mal durchgeführten Marketingwettbewerbs «Brandstorm» konnten sich die drei Master-Studierenden Isabelle Wagner, Sebastian Vadasz und Mia Zeltner in Paris gegen 4000 Studierenden aus 31 Ländern und fünf Kontinenten durchsetzen. Sie holten den begehrten Preis an die HSG. Die Herausforderung des diesjährigen Wettbewerbes bestand darin, die Leader-Position der Haarstylinglinie «Studio Line» zu stärken. Die Studierenden wurden beauftragt, eine Marktanalyse durchzuführen sowie eine wachstumsorientierte Strategie und eine allfällige Umpositionierung für die Produkte zu entwickeln. Weiterhin galt es, ein neues Produkt beziehungsweise eine neue Produktelinie zu entwerfen. Zur Bewältigung dieser Aufgabe stellte L Oréal jedem Land ein «Ressource-Pack» mit allen notwendigen Daten zur Verfügung. Ausserdem konnten die Teilnehmenden mit einer Werbeagentur und einer Produktdesign-Firma zusammen arbeiten. In der Jury des renommierten Marketing- Wettbewerbs sassen unter anderem der CEO von L Oréal, Sir Lindsay Owen-Jones, sowie weitere Top-Manager des französischen Konzerns. Des Weiteren war John Dooner, CEO von McCann Erickson, Mitglied des Gremiums. alma 1/2006 7

10 uni aktuell Symposium International Law & Politics (SILP) Das «Symposium International Law & Politics» (SILP) fand vom Dezember 2005 an der Universität St.Gallen statt. Hochkarätige internationale Referenten diskutierten während drei Tagen politische und juristische Zeitfragen mit dem Fokus auf die transatlantische Beziehung zwischen der EU und den USA. Das diesjährige «Symposium International Law & Politics» (SILP) untersuchte die dualistische Beziehung zwischen der EU und den USA in der Zukunft. Nach der Eröffnungsrede von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey nahmen internationale Fachreferenten zu den kontroversen Panelthematika Stellung. Gegliedert in vier Podiumsdiskussionen gingen die Teilnehmenden der Frage nach, ob die EU die rangzweite Weltmacht auf der politischen und wirtschaftlichen Weltbühne ist. Weiter diskutierte man über die Bedeutung der WTO bei der Lösung wirtschaftlicher Konflikte und die Nachhaltigkeit des staatlichen Handelns. Im vierten Panel widmete man sich dem wohl medial brisantesten Thema überhaupt, der Debatte über das «Wie» im Kampf gegen den Terrorismus. Von Studierenden organisiert Das Symposium wurde von einem studentischen Komitee auf freiwilliger Basis organisiert und von einem Fachgremium unterstützt. Der Erfolg des Symposiums war der monatelangen Vorbereitung durch die Studierenden du verdanken. Wichtig war den Organisatoren bei der Konzipierung der Tagung der generationenübergreifende Diskurs. So lud das SILP Studierende aus allen Studienrichtungen ein, sich an diesem Meinungsaustausch zu aktuellen politischen Fragen zu beteiligen. Gleichzeitig nahmen zahlreiche Personen aus Recht und Politik teil. Die Teilnehmenden stammten aus unterschiedlichen Nationen und Bereichen. Der Diskurs gestaltete sich vielfältig und lebte von den unterschiedlichen kulturellen Hintergründen der Teilnehmenden. So wurden alle Diskussionsrunden in Englisch gehalten. Weitere Informationen unter impressum Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen (bis 1997: «St.Galler Hochschulnachrichten») ISSN Jahrgang, Nr. 1/2006 Auflage: Exemplare Erscheinungsweise: alle 3 Monate Herausgeber: HSG Alumni und Rektorat der Universität St.Gallen Verlagsleitung: Philipp Kotsopoulos Chefredaktion: Roger Tinner Anina Fleischmann (Stv.) Beiträge: Philipp Kotsopoulos Markus Frank Stephanie Jenal Farsam Farschtschian Leonz Eder Franziska Eberhard Reto Pfändler Andrea Huser Gestaltung: freicom AG, St.Gallen Druck: Zollikofer AG, St.Gallen Redaktion/Anzeigen: alma freicom beziehungsmanagement und kommunikation ag rorschacherstrasse st.gallen telefon telefax Adressänderungen: HSG Alumni Dufourstrasse St.Gallen Telefon Telefax Anzeigenpreise: auf Anfrage Internet:

11 wissenschaft und praxis Sind Leistungssportler bessere Manager? Zwischen Sport und Management lassen sich interessante Parallelen ausmachen. Leistungssportler und Trainer sind als Referenten, Motivationstrainer oder ehrgeizige Mitarbeiter gefragt. Lernt man bereits im Sport, was im Management Erfolg verspricht? Von Dr. Markus Frank Spitzensportler, Trainer oder Coaches von Sportmannschaften erfahren eine eindrückliche Präsenz als Referenten an Motivationsseminaren, Wirtschaftstagungen, Universitäten oder in der Mitarbeiterentwicklung. Völlig unterschiedliche Persönlichkeiten wie der Trainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft, Ralf Krüger, oder die Orientierungsläuferin Simone Niggli-Luder finden offene Ohren und breites Interesse in Wirtschaftskreisen. Dass Spitzensportler in Wirtschaft und Gesellschaft als wertvolle Ressourcen gehandelt werden, zeigt sich nicht nur im Erfolg von Referenten. In Grossbritannien werden herausragende Sportler in Anerkennung ihrer Verdienste zum Officer of the British Empire (OBE) ernannt. Sebastian Coe, überragender Mittelstreckenläufer der Achtziger Jahre, dessen Weltrekord über 800 Meter 16 Jahre Bestand hatte, wurde 1990 zum OBE geadelt und 2004 als Leiter der britischen Kandidatur für die Austragung der olympischen Spiele 2012 eingesetzt. Dank Coe s Einsatz gewann London die Kampagne. Die Arena von Sport und Management Spitzensportler geniessen hohe gesellschaftliche Anerkennung und sind oft eindrückliche Persönlichkeiten. Über das Charisma von Einzelpersonen hinaus sind indes wesentliche Parallelen zwischen Leistungssport und Management auszumachen, die eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Erfolgsfaktoren des Sports aus Managementsicht lohnenswert machen. Mindestens drei Parallelen sind augenfällig: In beiden Arenen, im Sport wie im Management, zählen letztlich die Resultate, sind die Menschen entscheidend für Markus Frank ist Verwaltungsdirektor an der Universität. den Erfolg und ist der Wandel die einzige Konstante. Im Leistungssport dreht sich alles um das Ziel, die Mitbewerber im Rahmen der gesetzten Regeln zu schlagen: «Competition is the name of the game.» Im Leistungssport werden neue Trainingsmethoden entwickelt, die Saisonplanung umgestellt, innovative Techniken getestet, neues Material eingesetzt, um immer bessere Resultate zu erzielen. Hier zeigt sich eine erste Parallele zu erfolgreichem Management. Die Aufgabe, eine grössere arbeitsteilige Organisation in einem kompetitiven Umfeld wie ein Unternehmen zu leiten, zu lenken und weiter zu entwickeln, erfordert von einem Manager eine konsequente Ausrichtung auf Resultate. Am Ende des Tages ist nicht relevant, wieviel Aufwand und Energie eingesetzt wurde, sondern, ob der Kunde die Unterschrift unter den Vertrag gesetzt hat, das Konstruktionsproblem gelöst oder die Projektfinanzierung garantiert ist. Im Sport wie im Management ist der Faktor «Mensch» ausschlaggebend. Wie beispielsweise die schweizweite Begeisterung über die Champions League-Qualifikation des FC Thun vor Augen führt, ist Sport stets mit Emotionen und manchmal verrückten Erwartungen verbunden. Das scheinbar Unmögliche rückt plötzlich in Reichweite und löst ungeheure Begeisterung aus. Die Kehrseite ist die Niederlage und die damit verbundene grenzenlose Enttäuschung. Was im Scheinwerferlicht des Spitzensports überdeutlich wird, ist im Berufsalltag vielleicht unspektakulärer ebenfalls tägliches Brot. Entsprechend sind der Umgang mit Fehlschlägen, die Eigenmotivation, es beim nächsten Mal zu schaffen, die Fähigkeit, andere für ein Ziel zu begeistern, sowohl im Spitzensport wie auch im Management entscheidend für den Erfolg. alma 1/2006 9

12 Nichts ist vergänglicher als der Erfolg von heute. Einen Titel zu verteidigen ist viel schwieriger als der erstmalige Titelgewinn. Der permanente Wandel ist die Voraussetzung für den Erfolg. Gerade weil Erfolge heute immer wieder relativiert werden, gilt es, sich nicht auf den erreichten Lorbeeren auszuruhen, sondern sich immer wieder auf Neues einzustellen. Niemand weiss das besser als der Leistungssportler. Innert kürzester Zeit haben zum Beispiel taillierte Skis den alpinen Skisport, die V-Technik den Skisprung, früher der Fosbury Flop den Hochsprung, Sprungservice und Liberoposition das Volleyballspiel radikal verändert. Selbstredend gilt die Konstante des Wandels auch im Management, auch wenn das sehr unbequem ist. Wenn also die Arena des Sports und jene des Managements vom Wesen her eine beträchtliche Verwandtschaft aufweisen, kann es aufschlussreich sein, den Sport aus der Perspektive der Managementlehre genauer zu betrachten. Gibt es Erfolgsrezepte, Prinzipien und grundsätzliche Praktiken im Leistungssport, welche anerkannte Grundsätze wirksamer Führung, wie sie von Peter Drucker oder Fredmund Malik herausgearbeitet wurden, erhärten, differenzieren oder ergänzen? Inwieweit Zeitmanagement Focus/ Konzentration Die Grundeinstellung: den Erfolg wagen (risk to win!) kann die Managementlehre vom Sport lernen oder sich von ihm inspirieren lassen? Die nachfolgenden sieben Punkte machen den Unterschied zwischen fleissigen, talentierten Sportlern und Champions aus. Für Führungskräfte, die dafür sorgen müssen, dass aus Potenzialen zählbare Ergebnisse für ihre Organisation werden, können sie wertvolle Anregungen bieten. Sieben Punkte für den Erfolg 1. Die Grundeinstellung: Den Erfolg wagen Der erste und wichtigste Erfolgsfaktor betrifft die Einstellung zum Wettbewerb und seiner unvermeidlichen Begleiterscheinung, der Herausforderung des steten Wandels. Frank Dick, Headcoach des britischen Leichtathletikteams von 1979 bis 1994 sowie persönlicher Coach von überragenden Sportlern wie Boris Becker, Gerhard Berger und Katarina Witt, bringt die Einstellung von «Winnern» folgendermassen auf den Punkt: «There are two kinds of people in my world, valley people and mountain people. Valley people seek the calm and comfortable ground of safety and security. They may talk about change, but do not want to be involved in it. Their concept of achievement is positives Denken, selektive Wahrnehmung Vertrauen/ Selbstvertrauen not losing, so playing for the draw to them is all that s needed. They are the almost people who have many explanations for not making it themselves and only one for those who have luck. They talk about the risk of losing and yet, they are losers they just dont t know it. Mountain people have decided that valley life is not for them, and seek to test ambition on the toughest climbs. They take the risk of winning because, to them, there s no such thing as a risk of losing. They know that, whatever the outcome of the contest, they are always accountable for the result. They are winners, and they know it» (Frank Dick O.B.E., Motivation for Business, Sport & Life, London 1992). Gary Player, einer der grössten Golfer aller Zeiten, obwohl nur einen Meter siebzig klein, sagte einmal: «Je besser ich trainiere, umso mehr Glück habe ich!» Er ist einer der ganz wenigen Golfer, die in ihrer Karriere den Grand Slam erreicht haben, den Gewinn des Masters, des British und des U.S. Open und des PGA Championships. Von den Spitzengolfern der Gegenwart hat dies nur Tiger Woods erreicht. Gary Player gilt weltweit als kompromissloser Perfektionist, der immer nur auf das Beste abzielt. Sein persönlicher Einsatz ist ausserordentlich, insbesondere sein konsequentes Gesundheits- und Fitnessregime, dank dem er physische Nachteile im Vergleich zu seinen Mitbewerbern ausgleicht. Eine seiner Überzeugungen lautet: «Change ist the price for survival». Wie verbreitet ist demgegenüber in der Berufswelt die Haltung der «valley people», die das Risiko zu verlieren fürchten und sich nach allen Seiten absichern für den Fall, dass eine Initiative fehlschlägt? die Stärken zum Tragen bringen die Bedeutung des Teams, der Beitrag des Einzelnen Das Kräftefeld des Leistungssports, Inspiration für effektives Management (in Anlehnung an Peter F. Drucker: «The effective Executive» und Fredmund Malik: «Führen Leisten Leben») 10 alma 1/2006

13 Markus Frank hat neben Studium, Beruf und Familie eine bemerkenswerte Sportkarriere durchlaufen. 2. Die Stärken zum Tragen bringen Erfolgreiche Sportler und Trainer betonen immer wieder, wie wichtig es ist, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, um im Spitzensport Erfolg zu haben. Genauso, wie es undenkbar wäre, einen erfolgreichen Goalie in den Sturm zu schicken, während der Stürmer sich als Torwart betätigt, sollte man nicht unbedingt einen Controller als Pressesprecher einsetzen. In einer Sportmannschaft hat jedes Mitglied die Rolle, die auf ihn zugeschnitten ist. Der Erfolg eines solchen Gefüges zeigt sich in der richtigen Konstitution im Zusammenspiel verschiedener Kräfte. Im Sport wie in der Wirtschaft muss jeder ein Verständnis für das Spiel haben, sich in ein Team einfügen und dort seine Stärken optimal einsetzen. Defizite, d.h. unterentwickelte Talente, können und müssen durch Training ausgeglichen werden, damit die Stärken voll zum Tragen kommen. Eindeutige Schwächen kompensieren zu wollen, ist hingegen aussichtslos. 3. Die Bedeutung des Teams und der Beitrag des Einzelnen Auch bezüglich des Zusammenspiels der beteiligten Akteure bietet der Spitzensport ein Lehrstück. Der Sieg der «Alinghi» ist einerseits ein oft betonter Erfolg der ganzen Mannschaft, andererseits baut er essenziell auf dem Beitrag jedes einzelnen Teammitglieds, vom Skipper über den Navigator bis zu den Meteorologen und Konstrukteuren. Jedes Glied in der Kette ist wichtig für den Sieg. Das Zusammenspiel der Kräfte weckt Synergien, die ein Einzelner nicht erreichen könnte. Auch die Ergebnisse von Individualsportlern basieren auf einem guten Team. Der Coach, der Konditionstrainer, der Sportpsychologe, der Manager, sie alle gehören heute zum Stab eines Top-Tennisspielers. Deswegen wird der Stellenwert des Teams nicht überbewertet. Im Sport ist man sich des Einzelbeitrags sehr wohl bewusst. Ein Team wird nur da eingesetzt, wo es Sinn macht. 4. Konzentration auf das Wesentliche Der Erfolg im Sport hat stark mit der Konzentration auf das Wesentliche zu tun. Tiger Woods plant seine Saison sehr sorgfältig um die vier Majors, die bedeutendsten und prestigeträchtigsten Turniere, herum. Seine Wettkampfeinsätze sind optimal dosiert und minutiös vorbereitet. Lance Armstrongs erklärtes einziges Saisonziel war die Tour de France, darauf richtete er seine ganze Radsaison aus, liess Giro d Italia und spanische Vuelta systematisch aus. Konzentration ist eine Grundvoraussetzung für den Erfolg, auch im Management. Doch nirgends ist die Gefahr, sich zu verzetteln, grösser. Täglich drohen auftauchende Probleme und unvorhergesehene Ereignisse die wohlgesetzten Prioritäten in den Hintergrund zu drängen. 5. Zeitmanagement Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und im entscheidenden Moment sein volles Potenzial ausschöpfen zu können, ist nicht dem Zufall überlassen. Sportliche Erfolge sind keine glücklichen Zufallstreffer, sondern das Resultat sorgfältiger Planung und Vorbereitung. Beispielsweise hat es der Schweizer Olympiasieger Marcel Fischer trotz Kombination von Sport und Medizinstudium im Fechten auf Weltklasse-Niveau gebracht. Die Kunst, Studium und Sportkarriere unter einen Hut zu bringen, basiert auf einer Planung, welche ausgehend von einer Mehrjahresplanung (Olympia lässt grüssen) über die Saisonplanung und die Vorbereitung auf ein Turnier bis zum einzelnen Gefecht, in das Fischer mit einem genauen Plan einsteigt. Auch in der Wirtschaft ist ein diszipliniertes Zeitmanagement eine alma 1/

14 wissenschaft und praxis Voraussetzung für Effektivität. Zeit ist die wertvollste Ressource von Managern. 6. Vertrauen und Selbstvertrauen Neben allen messbaren Qualifikationen darf nicht vergessen werden, dass immer Menschen hinter einem Erfolg stecken. Sport-Trainer haben längst erkannt, dass das Vertrauen eine wichtige Voraussetzung für die Performance des Einzelnen und das effektive Zusammenspiel eines Teams ist. Vor allem im Mannschaftssport sind Top-Leistungen nur durch eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens möglich. Ralf Krüger beispielsweise baut den Erfolg der Eishockey-Nationalmannschaft zu einem grossen Teil auf den Faktor Vertrauen. Dass seine Mannschaft geschlossen hinter ihm steht und sich für jeden in der Mannschaft aufopfert, kommt nicht von ungefähr. Einfache Regeln, z.b. dass über einen Teamkollegen nicht schlecht geredet wird, wenn er nicht anwesend ist, prägen die Kultur eines Sportteams wie auch eines Unternehmens. Es ist unendlich viel einfacher, Vertrauen zu zerstören als solches aufzubauen. Ein Schlüsselelement ist der Umgang mit Erfolgen und Misserfolgen. Das einfachste Rezept, um eine Vertrauensbasis rasch und nachhaltig zu zerstören: Wenn der Chef Erfolge eines Teams schlussendlich als seine Erfolge verkauft, Misserfolge aber auf einzelne Personen im Team abwälzt. 7. Positives Denken und selektive Wahrnehmung Höhen und Tiefen gehören zum Leben und prägen sowohl Sportler als auch Manager. Dass positives Denken einen Erfolg massgeblich beeinflussen kann, haben nicht erst Leistungssportler und Trainer erkannt. Doch im Sport ist der Zusammenhang augen- fällig, z.b. wenn die ganze Skination den erfolglosen Schweizer Skiathleten trivialpsychologische Ratschläge erteilt. Die mentale Verfassung macht im entscheidenden Moment den Unterschied aus. Keine Sportart führt dies besser vor Augen als Golf. Der legendäre Jack Nicklaus, mit 20 Major-Siegen der erfolgreichste Golfer aller Zeiten, machte den Unterschied auf den Greens. Im entscheidenden Moment lochte er die Putts zum Sieg ein. Neben einer grundsoliden Technik und einem unerschütterlichen Nervengerüst war der ausschlaggebende Faktor seine mentale Einstellung. Sein Ziel war es, in der alles entscheidenden Phase einer Meisterschaft, auf den letzten neun Löchern, «in contention» zu sein, eine reelle Frank war vierfacher Europameister und 15-facher Schweizermeister im Golfen. 12 alma 1/2006

15 Chance auf den Sieg zu haben. Die Perspektive, die Meisterschaft gewinnen zu können, beflügelte ihn jeweils zu unglaublichen Birdie-Serien. Er sah die Chancen, Schläge gutzumachen, nicht die Gefahren, Schläge zu verlieren. Dabei stützte er sich auf die Erfahrung und das Erlebnis all der erfolgreichen Putts in früheren Turnieren, die er im Gedächtnis, in seiner «memory bank», abgelegt hatte. Einmal darauf angesprochen, er habe doch auch schon Drei-Putts in Major- Turnieren gemacht, widersprach er, obwohl die TV-Übertragungen dies belegen. Missglückte Putts analysierte er, um nicht denselben Fehler ein zweites Mal zu machen, dann strich er sie aus seinem Gedächtnis. Was er behielt, mit allen intensiven Empfindungen, waren die geglückten entscheidenden Putts. Die Transfermöglichkeiten dieses Erfolgsfaktors ins Management liegen auf der Hand. In schwierigen und umkämpften Geschäftssituationen die Chancen zu erkennen, ist entscheidend. Die entsprechende Einstellung im Unternehmen zu entwickeln, ist machbar, z.b. indem die Controller auf der ersten Seite des regelmässigen Reportings nicht zuallererst über all die anstehenden Probleme berichten, sondern die Chancen (Markttrends, Kundenverhalten, unerwartete Verkaufserfolge ausserhalb der intendierten Zielgruppen etc.) dokumentieren, sozusagen jedem Bericht eine «first page of opportunities» voranstellen. Weiterführende Informationen: Peter Drucker: «The effective Executive» Frank Dick: «Winning» Fredmund Malik: «Führen Leisten Leben» Gary Player: Tiger Woods: Lance Armstrong: Marcel Fischer: Jack Nicklaus: Die sieben Erfolgsfaktoren, das Kräftefeld des Leistungssports Die sieben Erfolgsfaktoren sind nicht je einzelne Punkte, die im Sinn von Tipps und Tricks kurzfristige und leicht erzielbare Steigerungen der Performance versprechen, sondern sie bilden die Grundlage für eine langfristige Wirksamkeit und müssen hart erarbeitet werden, ganz nach Peter Drucker, der zu den Grundsätzen wirksamen Managements bemerkt: «It s simple, but not easy». Die Erfolgsfaktoren ergänzen und verstärken einander sie bilden eine Art Kräftefeld des Leistungssports. Ihre Umsetzung im Managementalltag ist wahrscheinlich in kritischen Situationen als Handlungsorientierung am vielversprechendsten. Im Führungsalltag gilt es, laufend verschiedene Zielsetzungen zu verfolgen, Interessen und Kräfte auszugleichen und Kompromisse zu machen. Bei der Beurteilung, ob das nun ein guter oder ein schlechter Kompromiss ist, mögen diese Erfolgsfaktoren als Entscheidungsgrundlage dienen. Also: Bauen wir auf Stärken? Bringen wir den Einzelnen im Team zur Geltung? Konzentrieren wir unsere Kräfte? Fördern wir damit das Vertrauen bei Kunden, Partnern, Mitarbeitenden? Sport als Lernumgebung Der Leistungssport bietet für künftige Unternehmer/-innen und Führungskräfte ein geeignetes Lernumfeld, um das Geheimnis des Erfolgs und den eigenen Umgang mit Höhen und Tiefen kennenzulernen. Seine eigenen Stärken erkennen, sie nutzen lernen und sich in ein Team einzufügen, dabei aber Verantwortung für den eigenen Beitrag zu übernehmen, können wertvolle Erfahrungen sein, die man bereits gemacht hat, wenn man ins Berufsleben einsteigt. Dass Leistungssportler/-innen in der Wirtschaft erfolgreich sind, kommt nicht von ungefähr. An der Universität St.Gallen bildet der Sport einen integralen Bestandteil des universitären Lebens und ist eine wesentliche komplementäre Aktivität zum Studieren und Arbeiten. Nach seinem Studium und Doktorat an der HSG hat Dr. Markus Frank zuerst als Ökonom im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement und anschliessend in der Unternehmensberatung gearbeitet. Seit sieben Jahren ist der Generalist Verwaltungsdirektor an der Universität St.Gallen. Seine Tätigkeit in den vergangenen Jahren war geprägt von grossen Veränderungen wie der Neukonzeption der Lehre und dem starken Wachstum im Haushalt, steigenden Studierendenzahlen und einer Vergrösserung des Personalbestands. Per 2006 wird er die Geschäftsführung der «Executive School of Management,Technology and Law» an der HSG übernehmen. «Ich will die neue Chance packen und die anspruchsvolle Management-Herausforderung einer Koordinierung und Weiterentwicklung der Weiterbildungsaktivitäten der HSG angehen», sagt er. Frank hat neben seinem Studium und seinem Beruf eine intensive Sportkarriere auf Weltklasseniveau durchlaufen. Im Golf war er vierfacher Europameister und fünfzehnfacher Schweizermeister. Er vertrat die Schweiz achtmal an Weltmeisterschaften und erzielte als bestes Einzelergebnis 1982 den 6. Rang. Den ersten Titel eines offenen nationalen Schweizer-Meisters (Professionals und Amateure) gewann er 1977, den letzten im Jahr 1999, nach siebenjähriger familien- und berufsbedingter Absenz in dieser Meisterschaft. Doch auch Ski, Schwimmen,Volleyball und Leichtathletik begeisterten ihn. Heute bestreitet er noch immer drei bis vier nationale Golfturniere pro Jahr, um die Konzentration aufrecht zu erhalten und im Wettkampfmodus zu bleiben. Er besitzt ein Handicap von 0.4. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern im Jugendlichenalter. Er spielt Bariton- Saxophon und ist leidenschaftlicher Hobbykoch. alma 1/

16 sport an der hsg Unisport Ausgleich zu Studium und Beruf Der Unisport an der HSG bietet wöchentlich fast 150 Unterrichtseinheiten in rund 45 Sportarten für Studierende und Angestellte an. Dabei soll nicht nur die körperliche Fitness verbessert, sondern auch ein Ausgleich zum kopf- und sitzlastigen Studium geschaffen werden. Von Leonz Eder Was an den meisten Universitäten und Hochschulen ursprünglich von ein paar studentischen Verbindungen eingeführt und gepflegt worden war, entwickelte sich ab der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu einer institutionalisierten Bewegung und stellt heute als Hochschulsport die wohl grösste «Sport-für-alle-Organisation» der Schweiz dar. Grosses Angebot an Kursen Drei Universitätssportlehrer und zwei Sachbearbeiterinnen sowie rund 100 Trainingsleiterinnen und Trainingsleiter sorgen heute an der Universität St.Gallen dafür, dass die Studierenden und Angestellten der HSG und der PHS ein wöchentliches Sportangebot mit fast 150 Unterrichtseinheiten in rund 45 Sportarten zur (freiwilligen) Auswahl haben. Hauptziel ist dabei der Ausgleich zum kopf- und sitzlastigen Studien- und Arbeitsbetrieb. Deshalb nehmen die Sportarten und Disziplinen des Fitness-, Wellness- und Entspannungs- Unisport Lebensfreude. Spass an Bewegung. Move. Aber nicht verbissen, nicht als Selbstzweck. Immer mit dem Blick fürs Ganze. Körper und Geist. Anspannung und Entspannung. Workout und Spass. Alles von A bis Y, von Aerobic bis Yoga. Tel Bereichs im Unisport einen wichtigen Platz ein. Aber auch Ausdauersportarten sowie eine Vielzahl von Spielund Kampfsportarten figurieren im Programm des Unisports, der sich überdies der Organisation von Lagern und Kursen, Workshops und Ausflügen, von lokalen, nationalen und internationalen Wettkämpfen und Veranstaltungen, von öffentlichen (Sport-)Vorlesungen und Talkrunden widmet. Sozialkompetenz und Teamfähigkeit Der Unisport stellt einen wichtigen Bestandteil im gesamtuniversitären Kontext dar. Sozialkompetenz und Teamfähigkeit werden heute stärker denn je gewichtet, und welcher Bereich ist besser dazu prädestiniert, einen Beitrag zur Förderung dieser zentralen Anliegen zu leisten als der (Uni)Sport? Er leistet wesentliche Beiträge zur Integration der Erstsemestrigen in den universitären Alltag, zum Kennenlernen von andern Studierenden und ist überdies eine sehr kostengünstige und die wohl letzte Gelegenheit im Ausbildungswerdegang von jungen Menschen, «Lifetimesport» kennen und schätzen zu lernen. Internationale Verankerung Der Unisport St.Gallen ist Mitglied des Schweizer Hochschulsport-Verbandes (SHSV), welcher seinen Sitz seit 1992 ebenfalls an der Universität St.Gallen hat und für den studentischen Leistungs- und Spitzensport zuständig ist. Der SHSV beschickt die Winter- und Sommeruniversiade sowie die Studenten-Weltmeisterschaften in fast 30 Sportarten. Zur Förderung des Hochschulsports und zur besseren Verankerung des Sports in unserer Gesellschaft wurde vor ein paar Jah- ren die Swiss University Sports Foundation (SUSF) gegründet, welche seit 2004 ebenfalls in St.Gallen beheimatet ist. Leonz Eder leitet den Unisport der HSG und ist zugleich Geschäftsführer des SHSV Schweizer Hochschulsport- Verbands. Basketball oder Tennis stehen ebenso auf dem Programm des Unisports wie Trilo Chi, Capoeira oder Pilates. 14 alma 1/2006

17 Erfolgreiche HSGler im Spitzensport alma fragte Alumni und HSG-Studierende, die neben dem Studium eine Sportkarriere gestartet haben, wie man es schafft, beides unter einen Hut zu bringen. «Es versteht sich von selbst, dass Spitzensport und ein gleichzeitiges Studium eine Doppelbelastung bedeutet, welche mit den Ansprüchen aus Familien- und Freundeskreis manchmal kaum zu bewältigen scheint. Aber im Sinne eines körperlichen resp. geistigen Ausgleichs ermöglichten diese beiden gegensätzlichen Lebenselemente eine für mich ideale Life-Balance. Durch den Sport habe ich oft unvergesslich schöne Erlebnisse erfahren dürfen und mit meinem bisherigen Studium die Grundlage meiner Zukunft erarbeitet.» Nico Thommen ist Weltranglistenerster und mehrfacher Europa- und Worldchampion im Kickboxen. Der Basler wird im Herbst 2006 sein Jus- Studium an der HSG abschliessen. «Wichtig ist, dass ich meine Ziele und Träume niemals aus den Augen verliere und versuche, meine freien Energien möglichst positiv einzusetzen. Meine Motivation und mein Durchhaltewille aus dem Sport helfen mir dabei im Studium.» Sara Notz hat 2003 den 12. Rang der Junioren-Europameisterschaften im modernen Fünfkampf gewonnen und war 2002 Schweizermeisterin. Sie wird ihren Bachelor 2006 abschliessen. «Der Sport gab mir die notwendige Abwechslung und bot einen wertvollen Ausgleich zum Studium. Durch die neue Konzeption der Lehre war es ohne Umstände möglich, das Studium um ein Jahr zu verlängern. So musste ich im Sport keine grossen Abstriche machen. Dennoch erfordert die Kombination von Leistungssport und HSG natürlich eine genaue Planung und ein durchdachtes Zeitmanagement.» Christian Willi spielt in der NLA- Mannschaft des TV Amriswil und in der Schweizer Nationalmannschaft Volleyball. Er wird seinen Master 2007 abschliessen. Foto: Gaccioli, Kreuzlingen «Spitzensport und Studium lehrt dich, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Anders geht es nicht. Ermöglicht dir, jeden Moment in vollen Zügen zu geniessen. Du weißt, deine Zeit ist rar. Lehrt dich, nach vorne zu schauen. Du holst das Maximum aus jeder Situation. Belebt deinen Körper. Du fühlst dich wohl, spürst jeden Muskel und Pulsschlag. Spitzensport und Studium gibt dir mehr als nur Spitzensport. Oder nur Studium. Es relativiert Niederlagen und du geniesst Siege umso mehr. Es lohnt sich.» Celine Weiss war die Siegerin des Inline-One-Eleven 2002, hat den 3. Platz des World Inline-Cup 2002 gewonnen und war 2003 Schweizermeisterin im Halbmarathon. Sie wird 2008 ihren Master abschliessen. alma 1/

18 sport an der hsg «Spitzensport und Studium unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach. Insbesondere wenn man eine Wintersportart betreibt, in der man auf sichere Schneeverhältnisse angewiesen ist. Das Weltniveau des Langlaufsports ist so hoch, dass ein Vollzeitstudium neben dem Athletenleben zu unbefriedigenden Leistungen sowohl im Sport als auch im Studium mangels Zeit führen würde. Während meinen neun Jahren Spitzensport war für mich stets klar, ein Studium erst nach dem Erreichen meiner sportlichen Ziele ins Auge zu fassen. Heute sehe ich den Sport als einen der besten Ausgleichsmöglichkeiten zu den kopflastigen Studieninhalten.» Stephan Kunz ist einer der weltbesten Langläufer und wird seinen Bachelor 2006 abschliessen. «Gleichzeitig Höchstleistungen in Spitzensport und HSG zu vollbringen, ist nicht immer einfach. Der Zeitaufwand verlangt Einbussen in verschiedenen Bereichen. Für mich stehen aber vor allem die positiven Seiten im Vordergrund. Der Spagat zwischen Sport und Uni verlangt viel Disziplin, Zielstrebigkeit und Eigenverantwortung, nützliche Eigenschaften für meine berufliche Laufbahn. Zudem lerne ich beim Sport, im Team zu arbeiten, Niederlagen zu verkraften, mit Kritik umgehen und mich durchzusetzen.» Der Volleyballer Micha Wälchli nahm an der Universiade 2005 teil und erreichte drei Mal den dritten Platz in der NLA sowie drei Mal im Cupfinal. Er wird seinen Bachelor 2006 abschliessen. «Studium und Sport zu kombinieren ist nicht immer einfach und häufig sind Kompromisse gefragt. Sowohl Spitzensport als auch Studium verlangen jedoch Engagement, Ehrgeiz und Wille, so dass sich die hohe Einsatzbereitschaft vom Sport gut auch auf die Uni übertragen lässt. Das flexible Studiensystem der Uni St.Gallen, u.a. mit den individuell zu erstellenden Stundenplänen, kommt dabei einer Kombination mit dem persönlichen Trainingsbetrieb sehr entgegen.» Martin Engeler spielt seit 2005 im Kader der Schweizer Handball-Nationalmannschaft. Er wird im Herbst 2006 seinen Master beginnen und voraussichtlich 2008 abschliessen. «Zweifellos bedeutet Spitzensport und ein gleichzeitiges Studium eine Doppelbelastung. Der Alltag eines Spitzenseglers ist geprägt von häufigen Reisen, vielen Trainings und Wettkampfteilnahmen rund um den Globus und einem enormen Administrationsaufwand. Trotz dieser Doppelbelastung darf aber nicht vergessen werden, dass der Spitzensport auch für ein Studium von grossem Nutzen sein kann. So lernt man beispielsweise den Umgang mit Stress und Erfolgsdruck, zielgerichtet und fokussiert auf etwas hinzuarbeiten sowie für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Hinzu kommt, dass durch den Spitzensport ein super Ausgleich zu einem in der Regel doch sehr kopflastigen Studium geschaffen wird. Alles in allem bin ich der festen Überzeugung, dass sich ein gleichzeitiges Engagement im Sport und Studium lohnt.» Thomas Rüegge ist mehrfacher Schweizermeister im Segeln, seit 10 Jahren Mitglied des Nationalkaders und hat diverse Top-Ten Rangierungen an Worldcup- und Eurolymp- Veranstaltungen erreicht. Er hat 2003 sein Lizenziat abgeschlossen und arbeitet nun als Projektleiter am KMU-HSG. 16 alma 1/2006

19 projekt campus Spenderliste «Campus» sind Sie schon dabei? Neben zahlreichen verbindlichen Zusagen von Spendern, die sich noch nicht für ein spezielles Engagement entschieden haben, wurden bereits 2 Platin-, 6 Gold-, 30 Silber- und 97 Bronze-Spendern, die Bibliothek, die Sauna, der Fitness- und Spieleraum und 12 Gästezimmer übernommen. Insgesamt belaufen sich die schriftlichen Zusagen damit auf über 8 Millionen Franken. Die Spender sind (Stand: 30. November 2005): ABB Schweiz AG Paul und Ann-Kristin Achleitner Dr. Josef Ackermann Dr. Kurt und Verena Alig AFG Arbonia-Forster-Gruppe Heinz Allenspach Alumni Amici HSG Appenzeller Kantonalbank AV Bodania AVIA Osterwalder St.Gallen AG Bain & Company Bank Julius Bär & Co. AG Bankenvereinigung der Stadt St.Gallen Christoph Baumgartner Dr. Markus Berni Bibus Holding AG Felix Bibus Rudolf Bindella Weinbau-Weinhandel AG Bischoff Textil AG St.Gallen Brauerei Schützengarten AG Dr. oec. Max Bruggmann, a. Präsident Hochschulverein C.Vanoli AG Bruno Catella Centrum Bank Vaduz Ciba Speciality Chemicals Clariant International Led. Competence Network AG, St.Gallen CPH Chemie+Papier Holding CPMi AG Customer Performance Management Credit Suisse Group Danzas Holding Ltd, Basel Deutsche Bank AG Diethelm Keller Group Dr. Hans-Ulrich Doerig Dr. Bjørn Johansson Associates AG Dreyer & Hillmann Stiftung Dubler Hotel- und Tourismusberatung Ecoscientia Stiftung Rudolf E. Ehrbar Stefan und Hajo Engelke Dr. Martin und Barbara Epple Ernst Göhner Stiftung Manuel Etter Arthur Eugster Maria & Fritz Fahrni Christian Fischbacher Fishing Club forma vitrum ag Dr. Egmond Frommelt Frutiger AG Oskar Gasser Geberit Verwaltungs AG Daniela S. Geissbühler Karl Gernandt Peter Gmür Lucas Gnehm & Christine Huschke Gnehm Dr. Hans-Ulrich Gysi Harro Haberbeck Beat Halter Karl-Erivan W. Haub Bénédict Hentsch Helvetia Patria Versicherungen Heugümper Club Zürich Hilti Foundation Holcim Ltd Hotel Hof Weissbad ISC Foundation Peter Jansen Maximilian Kastka Pascal Koller Keramik Laufen René Lemmenmeier Kessler & Co AG James Ladner & Thomas Ladner Johann Jakob La Roche Dr.Willi Leimer Eckhard Marshing Martin Leber Dr. Silvio Leoni LGT Gruppe Vaduz Harald Link Dr. Max Link Lista Holding AG Armin Locher LxBxH Gauch AG Eckhard Marshing Martel AG St.Gallen Wolfram Martel und Andrea Martel Fus Max Pfister Baubüro AG McKinsey & Company Inc. Dr. Alfred Meili Thomas D. Meyer Stefan Minder & Dr. Carmen Kobe Dr. Stephan und Martina Mohren MS Management Service AG Sylvie Mutschler-von Specht namics ag N.N. nbd-consulting, Christian Müntener Nestlé Jochen Nölke René B. Ott Otto s AG Dr. oec. Emilio Pagani Pictet & Cie Banquiers PricewaterhouseCoopers AG Hubertus Rechberg Peter Reland Jon W. Ringvold Tore W. Ringvold Willy Roos Rösslitor Bücher AG Dr. oec.wilfried Rutz Salzmann AG Thomas Schmidheiny Dr. Ralph Schmitz-Dräger Drs. Albert R. Schuitemaker Dr. André-Michael Schultz Raiffeisen Gruppe Ursula R. Seifert Dr. Heinz und Anita Seiler Serono Dr. Gralf und Silvia Sieghold Andreas N. Somogyi St.Galler Kantonalbank St.Galler Tagblatt AG Dr. Andreas E. Steinmann Swiss Re Prof. Dr. Konstantin Theile Hans Thöni Thurgauer Kantonalbank Dr. Ulrich Tueshause UBS AG Dr. oec. Martin Ulmer Ungarische Flüchtlingsstudenten 1956 Universal Finanz Holding AG Johannes von Heyl S.D. Fürst Hans-Adam II von und zu Liechtenstein Martin von Walterskirchen VP Bank Vaduz Arthur Wäger Wagner AG Stefan Wäspi Dr. oec. Carla Wassmer, a. Präsidentin Hochschulverein Anette Weber Jürgen Westphal Madeleine Winterling-Roesle Bernd Wolff Dr. Heinz R.Wuffli Prof. Dr. Rolf Wunderer XL Insurance Switzerland Zehnder Group Dieter Zerndt alma 1/

20 mein spender-commitment Bitte ausfüllen und Kopie faxen an Window of fame Spenderleistung «Platin-Spender» > CHF EUR «Gold-Spender» je CHF EUR «Silber-Spender» je CHF EUR «Bronze-Spender» je CHF EUR Reservation (Anzahl) Unterschrift / Datum Raum-Benennung Objekt Spenderleistung Gästezimmer je CHF EUR Aufenthalts-/Verbindungsbereich je CHF EUR Sauna je CHF EUR Fitnessraum je CHF EUR Spiel-/Entspannungsraum je CHF EUR Bibliothek je CHF EUR Tiefgarage je CHF EUR Reservation (Anzahl) bereits vergeben bereits vergeben bereits vergeben bereits vergeben Unterschrift / Datum Gewünschte Benennung auf Window of fame oder Raum Spender Firma Name Adresse Telefon Fax

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