DEHOGA Konjunkturumfrage Sommer 2014 Ausblick Winter 2014/15. Gutes Sommergeschäft in Hotellerie und Gastronomie stabiles Wintergeschäft erwartet

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1 2014 DEHOGA Konjunkturumfrage 2014 Ausblick Winter 2014/15 Gutes geschäft in Hotellerie und Gastronomie stabiles Wintergeschäft erwartet Mit dem Branchenbericht 2014 Ausblick Winter 2014/15 stellt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) bereits zum 31. Mal seine repräsentative Konjunkturbeobachtung des gastgewerblichen Marktes vor. Grundlage für den Branchenbericht sind Antworten von Hoteliers und Gastronomen in ganz Deutschland. Die Befragung wurde vom Institut für Management und Tourismus der Fachhochschule Westküste in Heide durchgeführt. Die Beurteilung der Konjunkturentwicklung bezieht sich auf die Geschäftslage im Zeitraum April bis September 2014 sowie die Geschäftserwartungen für die Monate Oktober 2014 bis März Darüber hinaus wurden die Entwicklung der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und die Hauptproblemfelder in der Hotellerie und Gastronomie im Berichtszeitraum ermittelt. Die Daten wurden im Zeitraum vom 23. September bis 17. Oktober 2014 erhoben. 1. Ergebnisse der DEHOGA-Konjunkturumfrage im Überblick Lage und Erwartungen in der Hotellerie Lage in der Hotellerie im Erwartungen in der Hotellerie für den Winter 2014/ Lage und Erwartungen in der Gastronomie Lage in der Gastronomie im Erwartungen in der Gastronomie für den Winter 2014/ Anlage 1: Lage und Erwartungen in der Hotellerie im Saisonvergleich Anlage 2: Lage und Erwartungen in der Gastronomie im Saisonvergleich Anlage 3: Umsatzentwicklung laut Statistischem Bundesamt Anlage 4: Anzahl der Ankünfte und Übernachtungen Anlage 5: Das Gastgewerbe in Zahlen: Ein Stück heimische Wirtschaft... 19

2 Ergebnisse der DEHOGA Konjunkturumfrage im Überblick Geschäftslage und -erwartungen in der Hotellerie Die Hotellerie zeigt sich von der schwächeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung seit der Jahresmitte 2014 unbeeindruckt. Die Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage im 2014 noch positiver als in der Vorjahressaison. So berichten 57,1 Prozent der befragten Hoteliers von einer guten und 33,5 Prozent von einer befriedigenden Geschäftslage. Für lediglich 9,4 Prozent der Befragten lief die saison schlecht. Der Saldo der Geschäftslage stieg damit von plus 34,4 auf plus 47,7 Prozentpunkte. Die positive Stimmung resultiert weiterhin aus der Zunahme der Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. So konnte die Ferien- und Wellnesshotellerie in den monaten von der starken Binnennachfrage und insbesondere in den Küstenregionen vom guten Wetter profitieren. Die Regionen, die im letzten Jahr noch von der Flut betroffen waren, konnten wieder aufholen. Aber auch der Geschäftsreiseverkehr zeigte sich aufgrund der immer noch robusten Konjunktur in Deutschland stabil. Insbesondere der Anteil der Übernachtungen ausländischer Gäste steigt weiter überproportional. Dementsprechend positiv entwickelten sich auch die Umsätze: 76,5 Prozent der Betriebe konnten ihren Umsatz im halbjahr erhöhen bzw. stabil halten. 23,5 Prozent mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Die Ertragssituation der meisten Betriebe bleibt dennoch angespannt. Weiterhin hohe Betriebskosten und wenig Spielraum bei der Preisgestaltung führten bei 34,6 Prozent der Unternehmen zu sinkenden Erträgen. Nur 27,7 Prozent konnten höhere Gewinne erwirtschaften. Die Erwartungen der Hoteliers hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im Winter 2014/15 fallen aufgrund der zunehmenden konjunkturellen Verunsicherung gedämpft optimistisch aus: 15,9 Prozent der Befragten erwarten bessere Geschäfte. 29,6 Prozent gehen von schlechteren Geschäften aus im Vergleich zur letzten Wintersaison. Geschäftslage und -erwartungen in der Gastronomie Die Mehrheit der Gastronomen blickt positiv auf den zurückliegenden. Wichtigster Impulsgeber war dabei weiterhin die gute Binnennachfrage. So beurteilen 42,5 Prozent der befragten Gastronomiebetriebe ihre Geschäftslage im 2014 als gut, 41,3 Prozent als befriedigend. Für 16,2 Prozent der Betriebe liefen die Geschäfte dagegen schlecht. Der Saldo aus Negativ- und Positivmeldungen stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 14,3 Prozentpunkte auf plus 26,3 Prozentpunkte.

3 ,5 Prozent der Unternehmen in der Gastronomie konnten ihre Umsätze stabil halten oder ausbauen. 32,5 Prozent mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Die Kosten laufen den Gastronomen jedoch nach wie vor davon. So sind die Erträge bei 40,9 Prozent der Betriebe gesunken. Lediglich 20,4 Prozent konnten höhere Erträge erwirtschaften. Insgesamt prognostizieren 19,0 Prozent der gastronomischen Betriebe für den Winter 2014/15 bessere Geschäfte. 29,1 Prozent der Befragten gehen von schlechteren Geschäften aus. Die Geschäftserwartungen fallen damit etwas positiver aus als in der Vorjahressaison. Eine zusätzliche Konjunkturbelebung erhoffen sich die Betriebe von einem starken Jahresendgeschäft mit mehr Firmenveranstaltungen und höheren Durchschnittsbons. Daten des Statistischen Bundesamtes Die positiven Ergebnisse der Konjunkturumfrage spiegeln auch die Zahlen des Statistischen Bundesamtes wider: Danach setzten die Betriebe im Gastgewerbe von Januar bis September 2014 nominal 3,5 Prozent mehr um. Inflationsbereinigt ergab sich ein Plus von 1,3 Prozent. Dabei betrug der Umsatzzuwachs im gesamten Beherbergungsgewerbe 3,8 Prozent (real 1,7 Prozent). Die Betriebe im Gaststättengewerbe konnten ein Umsatzplus von 3,0 Prozent (real 0,8 Prozent) verbuchen. Das Umsatzplus bei den Caterern und Erbringern sonstiger Verpflegungsdienstleistungen betrug 4,7 Prozent (real 2,7 Prozent). Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft entwickelte sich im schwächer als erwartet. Die zögerliche Entwicklung der Weltwirtschaft, die Ukraine-Krise und andere Konflikte drücken auf die Stimmung von Unternehmern und Verbrauchern. Die Bundesregierung geht in ihrer Herbstprognose nur noch von einem Wachstum von 1,2 Prozent für dieses Jahr und einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,3 Prozent für 2015 aus. Im Februar hatte die Regierung für 2014 einen BIP-Zuwachs von 1,8 Prozent und für 2015 von 2,0 Prozent prognostiziert. Der robuste Arbeitsmarkt, stabile Preise und niedrige Zinsen sorgen jedoch dafür, dass der private Konsum weiterhin die zuverlässigste konjunkturelle Stütze bleibt. So lagen die privaten Konsumausgaben im ersten Halbjahr 2014 preisbereinigt um 1,0 Prozent höher als vor einem Jahr. Dennoch bleiben die Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung insgesamt erhöht. Sollte sich die abschwächende Konjunkturdynamik zunehmend auf den Arbeitsmarkt und die Binnennachfrage auswirken, wäre auch das konjunktursensible Gastgewerbe davon unmittelbar negativ betroffen. Zudem besteht bei vielen Unternehmern insbesondere in den strukturschwachen Regionen Deutschlands die Befürchtung, den ab nächstem Jahr geltenden Mindestlohn nicht mehr nachhaltig erwirtschaften zu können. 3

4 2014 Gesamtbeurteilung der Geschäftslage im 2014 (nach Anteil der Befragten in Prozent) 9,4% 16,2% 33,5% 41,3% 57,1% 42,5% Hotellerie Gastronomie schlecht befriedigend gut , ,0 Lage (Saldo aus "gut"-"schlecht"-antworten) 2, ,5 30,9-0,5 41, Hotellerie 40,0 34,4 12,4 11,0 12, Gastronomie 47, ,3 Gesamtbeurteilung der Geschäftserwartungen für den Winter 2014/15 (nach Anteil der Befragten in Prozent) 29,6% 29,1% 54,5% 51,9% 15,9% 19,0% Hotellerie Gastronomie ungünstiger gleichbleibend günstiger ,1-24,2 08 Erwartungen (Saldo aus "günstiger"-"ungünstiger"-antworten) -20,6-28,3 09-5,9-6,3 10 Hotellerie -13,8-9, ,8-17,6 12 Gastronomie -13,7-16, ,1-13,7

5 Lage und Erwartungen in der Hotellerie 2.1 Lage in der Hotellerie im 2014: Die Konjunktur in der Hotellerie hat sich im 2014 weiter positiv entwickelt. Nach der DEHOGA-Konjunkturumfrage beurteilen 57,1 Prozent der befragten Beherbergungsbetriebe ihre Geschäftslage im halbjahr als gut und 9,4 Prozent als schlecht. 33,5 Prozent konnten ihre Geschäfte stabil halten. Damit hat sich die Stimmung unter den Hoteliers im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verbessert. Der Saldo der Geschäftslage stieg um 13,3 Prozentpunkte auf plus 47,7 Prozentpunkte. Die positive Stimmung resultiert weiterhin aus der Zunahme der Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Die Ferien- und Wellnesshotellerie konnte in den monaten von der starken Binnennachfrage und insbesondere die Küstenregionen vom guten Wetter profitieren. Die Regionen, die im letzten Jahr noch von der Flut betroffen waren, konnten wieder aufholen. Aber auch der Geschäftsreiseverkehr zeigte sich aufgrund der immer noch robusten Konjunktur in Deutschland stabil. Nach Angabe des Statistischen Bundesamtes wuchsen die Gästeübernachtungen im Zeitraum Januar bis September um drei Prozent auf 331,1 Millionen. Dies ist ein weiterer Rekordwert. Dabei stieg die Übernachtungszahl ausländischer Gäste überproportional um fünf Prozent auf 58,8 Millionen; die der Inländer stieg um zwei Prozent auf 272,3 Millionen. Positiver als im Vorjahr haben sich daher auch die Umsätze in der Branche entwickelt. 42,8 Prozent der Beherbergungsbetriebe konnten im halbjahr höhere Umsätze verbuchen (Vorjahr 33,7 Prozent). Der Anteil der Umsatzverlierer war mit 23,5 Prozent noch geringer als im Vorjahr (32,3 Prozent). Bei 33,7 Prozent der Befragten stagnierten die Umsätze (Vorjahr 34,0 Prozent). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Umsätze von Januar bis September 2014 in der Hotellerie um 3,2 Prozent. Preisbereinigt ergab sich ein Plus von 1,0 Prozent. Betrachtet man nur die monate Juli bis September betrug das Umsatzplus 4,6 Prozent (real 2,4 Prozent). Die Ertragssituation bleibt weiter angespannt. Der Hotelmarkt in Deutschland ist weiterhin von einem starken Verdrängungswettbewerb geprägt. Nach der Konjunkturumfrage mussten 34,6 Prozent der Betriebe sinkende Erträge verkraften (Vorjahr: 42,5 Prozent). 27,7 Prozent der befragten Hoteliers konnten höhere Erträge erwirtschaften (Vorjahr 21,5 Prozent). Positiv ist, dass die Zimmerauslastung im Vergleich zum Vorjahr insgesamt gestiegen ist. So berichten 38,0 Prozent von einer höheren Belegungsquote (Vorjahr 31,5 Prozent). Gleichzeitig konnten 27,3 Prozent der Betriebe auch ihre Zimmerraten steigern (Vorjahr 24,9 Prozent). Erfreulich sind auch die anhaltend starken Investitionsmaßnahmen der Betriebe, die vor allem in Form von Modernisierungsinvestitionen und Ersatzbeschaffungen erfolgt sind. Wichtiger Impulsgeber hierfür ist neben dem niedrigen Zinsniveaus immer noch die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen. So haben im halbjahr 5

6 ,0 Prozent der Betriebe ihre Investitionen noch einmal gesteigert (Vorjahr 34,0 Prozent). Die Mitarbeiterzahl konnte im 2014 in den meisten Betrieben konstant gehalten bzw. sogar erhöht werden. Zu den von den Hoteliers genannten Hauptproblemfeldern in der saison 2014 gehören weiterhin die hohen Energiekosten auch wenn sich der Anteil der Befragten, die die Kosten für Strom und Heizung als besondere Belastung empfinden, im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert hat. Dagegen bekommt das Thema Personalkosten wieder eine größere Bedeutung. Hier wirft der von der Bundesregierung beschlossene Mindestlohn seine Schatten voraus. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ist auch das Thema Personalgewinnung für die Betriebe sehr wichtig. Fast 40 Prozent der Unternehmer sehen in der Gewinnung von qualifiziertem Personal eine der größten Herausforderungen im Betriebsalltag. Entwicklung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen in der Hotellerie im 2014 (Anteil der Befragten in Prozent) 65,5 68,0 33,7 42,8 34,6 37,7 36,9 38,0 47,9 33,0 23,5 27,7 25,1 27,3 19,1 19,5 7,2 12,5 Umsatz Ertrag Zimmerauslastung Zimmerpreis Investitionen Mitarbeiterzahl gesunken gleich gestiegen 6

7 2014 Umsatz- und Ertragslage in der Hotellerie im Saisonvergleich (Anteil der Befragten in Prozent) ,8 42,5 32,3 23,5 33,7 34,6 21,5 27,7 Umsatzverlierer Umsatzgewinner Ertragsverlierer Ertragsgewinner Hauptproblemfelder in der Hotellerie im 2014 nach Anteil der Befragten (Mehrfachnennungen möglich): 1. Energiekosten: 47% (Vorjahr: 65%) 2. Personalkosten: 41% (Vorjahr: 26%) 3. Betriebskosten allgemein: 39% (Vorjahr: 42%) 4. Personalgewinnung: 39% (Vorjahr: 34%) 5. Behördliche Auflagen: 23% (Vorjahr: 17%) 6. Steuern/Sozialabgaben: 21% (Vorjahr: 23% ) 7. Weniger Umsatz pro Gast: 16% (Vorjahr: 16%) 8. Weniger Gäste: 14% (Vorjahr: 18%) 9. Preispolitik: 13% (Vorjahr: 13%) 10. Finanzierung/Liquidität: 10% (Vorjahr: 13%) 11. Stornierungen von Gästen: 6% (Vorjahr: 9%) 12. Rauchverbot: 2% (Vorjahr: 4%) 7

8 Erwartungen in der Hotellerie für den Winter 2014/15: Die Hoteliers blicken gedämpft optimistisch in die Zukunft. 15,9 Prozent der Befragten erhoffen sich im Winter 2014/15 bessere Geschäfte als in der Vorjahressaison. 29,6 Prozent gehen von schlechteren Geschäften aus. Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen stieg damit um 2,3 auf minus 13,7 Prozentpunkte. Die Betriebe in den klassischen Wintersportregionen und die Großstadthotellerie bilden die Gruppe der größten Hoffnungsträger. Hierbei ist zu beachten, dass die Erwartungen für die Wintersaison traditionell immer schlechter ausfallen als für den. Entscheidend für den weiteren Geschäftsverlauf wird vor allem die gesamtwirtschaftliche konjunkturelle Entwicklung im nächsten Jahr sein. 21,0 Prozent der Hoteliers sind davon überzeugt, dass der Umsatz im Winterhalbjahr steigen wird (Vorjahr 17,1 Prozent). 31,7 Prozent der Hoteliers rechnen mit geringeren Umsätzen (Vorjahr 35,3 Prozent). Die Entwicklung der Betriebskosten bleibt dagegen ein Belastungsfaktor. Die Ertragsaussichten werden aufgrund dieses Kostendrucks daher nur leicht positiver beurteilt als im Vorjahr: 39,8 Prozent der Befragten kalkulieren mit niedrigeren Gewinnspannen (Vorjahr 42,3 Prozent). Nur 12,4 Prozent der Befragten glauben, dass sie höhere Erträge einfahren können (Vorjahr 9,9 Prozent). Nach den Planungen der Hoteliers bleibt die Investitionsneigung weiter auf einem hohen Niveau. Erfreulich ist auch, dass 81,6 Prozent der Betriebe ihren Mitarbeiterstamm konstant halten bzw. sogar ausbauen wollen (Vorjahr 80,9 Prozent). Erwartungen in der Hotellerie für den Winter 2014/15 (Anteil der Befragten in Prozent) 67,9 75,4 47,3 47,8 39,8 54,4 49,2 31,7 31,7 31,6 21,0 12,4 13,9 10,8 21,3 19,2 18,4 6,2 Umsatz Ertrag Zimmerauslastung Zimmerpreis Investitionen Mitarbeiterzahl wird sinken gleich wird steigen 8

9 2014 Umsatz- und Ertragserwartung in der Hotellerie im Saisonvergleich (Anteil der Befragten in Prozent) Winter 2013/14 Winter 2014/15 35,3 31,7 42,3 39,8 17,1 21,0 9,9 12,4 Umsatzpessimisten Umsatzoptimisten Ertragspessimisten Ertragsoptimisten 9

10 Lage und Erwartungen in der Gastronomie 3.1 Lage in der Gastronomie im 2014: Die Gastronomen blicken insgesamt positiv auf das abgelaufene halbjahr. Das weiterhin gute Konsumklima in Deutschland hat der Branche trotz des eher durchwachsenen Wetters Auftrieb gegeben. So berichten 42,5 Prozent der befragten Betriebe von guten und 41,3 Prozent von befriedigenden Geschäften im ,2 Prozent beurteilen ihre geschäftliche Situation dagegen negativ. Der Saldo aus Negativ- und Positivmeldungen ist im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche 14,3 Prozentpunkte auf plus 26,3 Prozentpunkte gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wies das Gaststättengewerbe von Januar bis September 2014 ein Plus von 3,0 Prozent auf. Preisbereinigt ergab sich ein Plus von 0,8 Prozent. Das Umsatzplus der Caterer und Erbringer sonstiger Verpflegungsdienstleistungen lag in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 bei beachtlichen 4,7 Prozent (real 2,7 Prozent). Nach der DEHOGA Konjunkturumfrage berichten 33,9 Prozent der Gastronomen von steigenden Umsätzen im halbjahr (Vorjahr 28,2 Prozent). 32,5 Prozent der Befragten mussten Umsatzeinbußen hinnehmen (Vorjahr 39,2 Prozent). Trotz Verbesserungen stellt sich die Ertragssituation in der Gastronomie weiterhin kritisch dar: 40,9 Prozent hatte einen Ertragsrückgang zu beklagen (Vorjahr 48,3 Prozent). Hauptursache hierfür sind die hohen Betriebskosten und der starke Preisdruck. Das Gästeaufkommen stieg im Zeitraum April bis September 2014 bei 30,0 Prozent der Befragten (Vorjahr 25,1 Prozent). 30,2 Prozent der Betriebe hatten Gästerückgänge zu verzeichnen (Vorjahr 36,8 Prozent). Der Wettbewerbsdruck machte es den meisten Betrieben dennoch fast unmöglich, höhere Preise am Markt durchzusetzen: 69,4 Prozent der Befragten hielten ihre Preise stabil (Vorjahr 72,6 Prozent). 26,9 Prozent setzten höhere Preise beim Gast durch (Vorjahr 24,2 Prozent). Trotz der weiterhin angespannten Ertragssituation hat sich die Investitionsneigung der Betriebe relativ gut. Ein Grund hierfür neben der guten Konjunktur ist sicherlich das zur Zeit günstige Zinsniveau für Kredite. Positiv ist, dass 84,5 Prozent der befragten Restaurant-, Café- und Kneipenbetreiber ihre Mitarbeiterzahl stabil halten oder ausbauen (Vorjahr 84,0 Prozent) konnten. Zum ersten Mal in einer DEHOGA Konjunkturumfrage wurden die Personalkosten - noch vor den Energiekosten - als die größte Belastung im Betriebsalltag genannt. Hier besteht bei vielen Unternehmern die Befürchtung, den ab nächstem Jahr geltenden Mindestlohn nicht mehr erwirtschaften zu können. Auch der Fachkräftemangel und das Problem der Personalgewinnung spielen eine größere Rolle als im Vorjahr. Viele Unternehmer hoffen auch weiterhin auf eine steuerliche Gleichbehandlung aller Speisen. Da beispielsweise Bäcker, Metzger und Supermärkte auf verzehrfertige Speisen nur sieben Prozent Mehrwertsteuer aufschlagen müssen, genießen sie einen Kalkulationsvorteil in Höhe von 12 Prozentpunkten. Dabei ist die Gastronomie deutlich arbeitsintensiver als zum Beispiel der Lebensmitteleinzelhandel. 10

11 2014 Entwicklung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen in der Gastronomie im 2014 (Anteil der Befragten in Prozent) 69,4 67,9 49,3 32,5 33,6 33,9 40,9 38,7 39,8 30,2 20,4 30,0 26,9 25,9 24,8 15,5 16,6 3,7 Umsatz Ertrag Gästeanzahl Preise für Speisen/ gesunken gleich Getränke gestiegen Investitionen Mitarbeiterzahl Umsatz- und Ertragslage in der Gastronomie im Saisonvergleich (Anteil der Befragten in Prozent) ,3 39,2 40,9 32,5 28,2 33,9 17,3 20,4 Umsatzverlierer Umsatzgewinner Ertragsverlierer Ertragsgewinner 11

12 2014 Hauptproblemfelder in der Gastronomie im 2014 nach Anteil der Befragten: (Mehrfachnennungen möglich) 1. Personalkosten: 47% (Vorjahr: 31%) 2. Energiekosten: 42% (Vorjahr: 62%) 3. Betriebskosten allgemein: 38% (Vorjahr: 43%) 4. Personalgewinnung: 38% (Vorjahr 34%) 5. Steuern/Sozialabgaben: 25% (Vorjahr: 26%) 6. Weniger Umsatz pro Gast: 20% (Vorjahr: 24%) 7. Behördliche Auflagen: 19% (Vorjahr 14%) 8. Weniger Gäste: 17% (Vorjahr: 17%) 9. Preispolitik: 11% (Vorjahr 9%) 10. Finanzierung/Liquidität: 9% (Vorjahr: 14%) 11. Rauchverbot: 6% (Vorjahr 9%) 12. Stornierungen von Gästen: 2% (Vorjahr: 2%) 3.2 Erwartungen in der Gastronomie für den Winter 2014/15: Die Erwartungen der Gastronomen für den Winter 2014/15 fallen wie in der Hotellerie gedämpft optimistisch aus. 19,0 Prozent der Gastronomiebetriebe erwarten in der kommenden Saison eine bessere Geschäftslage im Vergleich zum Vorjahr. 29,1 Prozent der Befragten stellen sich auf schlechtere Geschäfte ein. Der Saldo der Geschäftserwartungen liegt mit minus 10,1 Prozentpunkten um 3,6 Prozentpunkte höher als bei der Befragung im letzten Jahr. Auch hinsichtlich der konkreten Umsatzerwartungen sind die meisten Betriebe etwas verhalten: 21,7 Prozent der Gastronomen erwarten steigende Umsätze (Vorjahr 19,6 Prozent). 32,1 Prozent der Betriebe kalkulieren mit Verlusten (Vorjahr 35,3 Prozent). 18,5 Prozent der Betriebe gehen davon aus, dass das Gästeaufkommen im Winter 2014/15 im Vergleich zum Vorjahr steigen wird (Vorjahr 16,6 Prozent). 30,2 Prozent rechnen mit weniger Gästen in ihren Betrieben (Vorjahr 32,0 Prozent). Eine zusätzliche Konjunkturbelebung erhoffen sich die Betriebe von einem starken Jahresendgeschäft mit mehr Firmenveranstaltungen und höheren Durchschnittsbons im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der Ertragspessimisten ist aufgrund hoher Kosten und großen Verdrängungswettbewerbs weiterhin relativ groß: 39,3 Prozent der Unternehmer in der Gastronomie kalkulieren mit geringeren Erträgen (Vorjahr 42,3 Prozent). 14,4 Prozent rechnen mit 12

13 2014 höheren Gewinnen (Vorjahr 13,3 Prozent). Immerhin glauben 28,0 Prozent der Unternehmer, höhere Preise am Markt durchsetzen zu können (Vorjahr 21,7 Prozent). Preissenkungen wird es aufgrund des hohen Kostendrucks nur in 3,9 Prozent der Betriebe geben können (Vorjahr 4,7 Prozent). Erfreulich ist, dass 71,9 Prozent der Gastronomen ihren Mitarbeiterstamm halten (Vorjahr 73,2 Prozent) und 8,0 Prozent mehr Personal einstellen möchten (Vorjahr 6,8 Prozent). An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Perspektiven innerhalb der Branche unterschiedlich beurteilt werden. Die Kluft zwischen Gastronomiebetrieben mit einem klaren Markenprofil und Betrieben ohne eine klare Positionierung vertieft sich weiter. Auch die Verzehrgewohnheiten ändern sich immer stärker. Der Trend zu schnellen Snacks und To-go-Mahlzeiten wächst. Davon profitieren zum Nachteil der Branche vor allem der Lebensmitteleinzelhandel, Bäckereien, Metzgereien, Imbisse und Tankstellen. Erwartungen in der Gastronomie für den Winter 2014/15 (Anteil der Befragten in Prozent) 68,1 71,9 46,2 46,3 51,3 51,4 32,1 39,3 30,2 28,0 33,9 21,7 14,4 18,5 14,7 20,1 3,9 8,0 Umsatz Ertrag Gästeanzahl Preise für Speisen/ Getränke wird sinken gleich wird steigen Investitionen Mitarbeiterzahl 13

14 2014 Umsatz- und Ertragserwartung in der Gastronomie im Saisonvergleich (Anteil der Befragten in Prozent) Winter 2013/14 Winter 2014/15 35,3 32,1 42,3 39,3 19,6 21,7 13,3 14,4 Umsatzpessimisten Umsatzoptimisten Ertragspessimisten Ertragsoptimisten 14

15 2014 Anlage 1: Lage und Erwartungen in der Hotellerie im Saisonvergleich 50,0 Lage in der Hotellerie (Saldo gestiegen minus gesunken -Anteile) 30,0 10,0-10,0-30,0-50, Umsatz Ertrag Zimmerauslastung Zimmerpreis Investitionen Mitarbeiterzahl 40,0 Erwartungen in der Hotellerie (Saldo wird steigen minus wird sinken -Anteile) 20,0 0,0-20,0-40,0-60, Umsatz Ertrag Zimmerauslastung Zimmerpreis Investitionen Mitarbeiterzahl 15

16 2014 Anlage 2: Lage und Erwartungen in der Gastronomie im Saisonvergleich Lage in der Gastronomie (Saldo gestiegen minus gesunken -Anteile) 40,0 20,0 0,0-20,0-40,0-60, Umsatz Ertrag Gästeanzahl Preise Investitionen Mitarbeiterzahl 40,0 Erwartungen in der Gastronomie (Saldo wird steigen minus wird sinken -Anteile) 20,0 0,0-20,0-40,0-60, Umsatz Ertrag Gästeanzahl Preise Investitionen Mitarbeiterzahl

17 2014 Anlage 3: Umsatzentwicklung laut Statistischem Bundesamt Veränderungen ggü. Vorjahr Jan. - Sep Quartal gesamt nominal real nominal real nominal real Gastgewerbe insgesamt 3,5% 1,3% 3,0% 1,0% 1,2% -1,1% Hotellerie 3,2% 1,0% 4,6% 2,4% 0,8% -1,2% Beherbergungsgewerbe insgesamt speisengeprägte Gastronomie getränkegeprägte Gastronomie Gaststättengewerbe insgesamt Caterer und sonstige Verpflegungsdienstleist. 3,8% 1,7% 4,9% 2,7% 0,8% -1,2% 3,3% 1,1% 1,8% -0,5% 1,3% -1,3% 1,0% -1,1% -1,2% -3,4% -2,1% -4,1% 3,0% 0,8% 1,5% -0,8% 0,9% -1,6% 4,7% 2,7% 3,7% 2,3% 3,7% 1,4% 12,0 10,0 8,0 6,0 4,0 2,0 0,0-2,0-4,0-6,0 Jan 14 Feb 14 Mrz 14 Apr 14 Mai 14 Jun 14 Jul 14 Aug 14 Sep 14 Hotellerie Caterer/ sonst. Verpflegungsdienstleistungen Gaststättengewerbe Gastgewerbe gesamt 17

18 2014 Anlage 4: Anzahl der Ankünfte und Übernachtungen (inkl. Veränderung ggü. dem Vorjahreszeitraum) Anzahl und Veränderung zur Vorperiode in % Januar bis September 2014* Januar bis Dezember 2013 Ankünfte Übernachtungen Ankünfte Übernachtungen Hotellerie ,9% ,9% - davon Inländer ,3% ,0% - davon Ausländer ,0% ,0% Beherbergungsgewerbe insgesamt ,0% ,6% ,1% - davon Inländer ,0% ,1% ,4% - davon Ausländer ,0% ,7% ,5% Januar bis August 2014** Januar bis Dezember 2013 Baden-Württemberg ,0% ,4% ,5% ,2% Bayern ,9% ,3% ,5% ,2% Berlin ,8% ,0% ,4% ,2% Brandenburg ,6% ,7% ,8% ,3% Bremen ,1% ,5% ,0% ,6% Hamburg ,7% ,0% ,9% ,1% Hessen ,0% ,6% ,7% ,2% Mecklenburg-Vorpommern ,8% ,0% ,3% ,8% Niedersachsen ,2% ,4% ,6% ,5% Nordrhein-Westfalen ,5% ,7% ,0% ,6% Rheinland-Pfalz ,9% ,4% ,4% ,5% Saarland ,5% ,4% ,8% ,6% Sachsen ,9% ,9% ,5% ,4% Sachsen-Anhalt ,7% ,4% ,3% ,0% Schleswig-Holstein ,5% ,3% ,0% ,3% Thüringen ,3% ,3% ,4% ,6% Quelle: Statistisches Bundesamt *Detailliertere Zahlen für den Jahresabschnitt Januar bis September lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. **Die Zahlen nach Bundesländern für den Monat September lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. 18

19 2014 Anlage 5: Das Gastgewerbe in Zahlen: Ein Stück heimische Wirtschaft Beschäftigte (Arbeitnehmer) 1) Beherbergungsgewerbe Gaststättengewerbe Caterer und Erbringer sonstiger Verpflegungsdienstleistungen Auszubildende 2) Koch/Köchin Restaurantfachmann/-frau Hotelfachmann/-frau Hotelkaufmann/-frau Fachmann/-frau für Systemgastronomie Fachkraft im Gastgewerbe gastgewerbliche Betriebe 3) Beherbergungsgewerbe Gaststättengewerbe Caterer und Erbringer sonstiger Verpflegungsdienstleistungen ,6 Mrd. Euro Jahresumsatz (netto) 4) Beherbergungsgewerbe Gaststättengewerbe Caterer und Erbringer sonstiger Verpflegungsdienstleistungen 24,1 Mrd. Euro 38,6 Mrd. Euro 6,9 Mrd. Euro 1) Eigene Berechnung basierend auf Gastgewerbestatistik 2010, Stat. Bundesamt 2) DIHK März ) nach Umsatzsteuerstatistik 2012 (veröffentlicht im März 2014), Stat. Bundesamt 4) Eigene Berechnung basierend auf Umsatzsteuerstatistik 2012, Stat. Bundesamt Berlin, November

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