Arbeiten im Call-Center. Ganz Ohr. IM SITZEN Ergonomie beginnt im Kopf. IM STRESS Das Risiko der letzten Meter. IM VERKEHR Programm für Fahranfänger

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1 Das Magazin der Unfallkasse Post und Telekom IM SITZEN Ergonomie beginnt im Kopf IM STRESS Das Risiko der letzten Meter IM VERKEHR Programm für Fahranfänger Ganz Ohr Arbeiten im Call-Center Nr. 2 April 2009 [ ]

2 2 Editorial E Liebe Leserin, lieber Leser, DAS CALL-CENTER IST EINE ANTWORT DER DIENSTLEISTUNGSGESELLSCHAFT AUF DEN WUNSCH NACH MEHR ERREICHBARKEIT UND SERVICE zum Thema Call-Center können wir sicherlich alle etwas beitragen. Einige von uns nicht nur gutes: Warteschleifen, unzureichende Antworten oder gereizte Ansprechpartner begrenzen das Vergnügen, sich per Telefon mit einer Firma austauschen zu wollen. In der Regel jedoch sind Call-Center hoch professionell geführte Abteilungen oder eigenständige Unternehmen, die aus zweierlei Gründen ihre Existenzberechtigung haben: Die Firmen stehen unter enormem Kostendruck, gleichzeitig verlangen die Kunden immer mehr Service und Erreichbarkeit. Der Beruf des Call-Center-Agents ist eine Antwort der Dienstleistungsgesellschaft auf genau diese Wünsche. Es gibt also gute Gründe, Call-Center nicht per se abzulehnen. Und auch für die Unfallkasse Post und Telekom sind sie ein Thema, denn die Arbeitsplätze dort weisen aus Sicht des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ein paar Besonderheiten auf. In dieser Ausgabe von UK PT-Kontakt haben wir daher die Arbeitssituation in den Call-Centern näher beleuchtet. Ein weiteres Thema sind die typischen Unfälle, die sich bei den Zustellern auf den letzten Metern ereignen. Ferner geht es um sichere Fahrräder und GTI, ein Programm, das Auszubildende zu besseren Verkehrsteilnehmern machen soll. Mobilität ist der eine Aspekt dieser Ausgabe, Immobilität ein anderer. Der Deutsche sitzt zu viel und immer mehr Berufe erfordern Schreibtischtätigkeit. Bei ihr ist es nicht damit getan, ergonomische Möbel anzuschaffen, sie müssen auch richtig genutzt werden. Dazu gehört, sie einfach mal zu ignorieren und aufzustehen. Selbst das beste Mobiliar ersetzt nicht die Bewegung. Fragen Sie uns,fordern Sie uns und haben Sie viel Spaß beim Lesen! Ihr Dr. Rudi Vetter Geschäftsführer der Unfallkasse Post und Telekom I MPRESSUM Magazin der Unfallkasse Post und Telekom (UK PT) Körperschaft des öffentlichen Rechts Sitz Tübingen Herausgeber und Verleger: Unfallkasse Post und Telekom Geschäftsführer: Dr. Rudi Vetter Verantwortliche Redakteurin: Gitta Angenendt Stellvertreter: Annemarie Debarnot, Werner Diedrich Redaktion: Waltraud Kodytek, Arne Lücking, Uta Ramme-Stolz, Gert-Axel Henne Sekretariat: Gerlinde Trautmann Redaktionelle Beratung: Societäts-Verlag: Stefan Sochatzy, Layout: Dorota Wojcicki-Wehnert Anschrift: Unfallkasse Post und Telekom, Redaktion: UK PT-Kontakt, Europaplatz 2, Tübingen Postanschrift: Postfach 27 80, Tübingen, Telefon: , Fax: , Internet: Mail: Erscheinungsweise: Vierteljährlich Bezugspreis/Bestellung und Abbestellung: Der Bezugspreis ist für Mitglieder der UK PT im Mitgliedsbeitrag enthalten. Für andere Bezieher: Jährlicher Bezugspreis sind 6,20 Euro zzgl. Versandkosten. Bestellungen und Abbestellungen richten Sie bitte schriftlich bis sechs Wochen vor Jahresende an die Redaktion. Gesamtherstellung und Anzeigen: Frankfurter Societäts-Druckerei GmbH; Frankenallee 71 81, Frankfurt am Main Objektleiter: Holger Heuermann, verantwortlich für Anzeigen Telefon: , Fax: , Anzeigenverwaltung: RheinMain- Media, Michael Faida, Telefon: , Fax: , Anzeigenverkauf: Katrin Kortmann, Telefon: , Fax: , Bildnachweis: AKG Images,DVR, Fotolia.com, Michael Hüter,Sven Hobbiesiefken, UK PT. Alle Urheber- und Verlagsrechte sind vorbehalten. Der Rechtsschutz gilt auch für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Jede Verwertung bedarf der schriftlichen Genehmigung der Redaktion. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung, insbesondere keine Verpflichtung zur Veröffentlichung, übernommen. UK PT Kontakt Nr. 2 April 2009

3 Inhalt I 3 Kompakt K Fokus F Impressum 2 Meldungen 4 Stimme und Ohr eines Unternehmens. Firmen sollen heute schnell, flexibel und kundenorientiert sein und sie stehen unter hohem Kostendruck. Call-Center sind die Antwort auf diese Herausforderungen. Doch die Anforderungen an die dort Beschäftigten sind hoch. Aufgabe der UK PT ist es,mitzuhelfen, die Belastungen so gering wie möglich zu halten. 6 Arbeiten im Call-Center ein Job mit Stressfaktor 6 Auf die Mitarbeiter abgestimmt. In Bonn richtete Vivento Mitte 2007 ein Call-Center ein, das modernste Erkenntnisse von Raumgestaltung, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz umsetzt. 9 Rosa Rauschen machtagents aufmerksamer 10 Tippsfür Sprechberufler 11 Arbeit A Die letzten Meter biszum Kunden sind oft gefährlich. Bei Wind und Wetter müssen die Zusteller zum Briefkasten der Postkunden gelangen bisweilen müssen sie dabei regelrechte Hindernisparcours überwinden und laufen Gefahr,sich dabei zu verletzen. 12 Der Weg bis zum Briefkasten ist oft voller Fallen 12 Gesundheit G Seminar für Führungskräfte 15 DasAufstehen beginnt im Kopf. Immer mehr Arbeitnehmer sitzen bei ihrer Tätigkeit. Ergonomische Büroausstattungen entlasten sie dabei, doch gegen zu viel Sitzen hilft nur eines wirklich: Bewegung. 16 Wetterfest... Neue Medien Extremes Wetter Pass auf Dich auf erschienen 19 Verkehr V GTI: Auto und mehr. Neue Wege in der Verkehrssicherheitsarbeit mit Auszubildenden 20 Sicherheitim Sattel 22 Fahrräder müssen verkehrssicher sein 22 Gewinnspiel 23 Nr. 2 April 2009 UK PT Kontakt

4 4 Kompakt K In die Zukunft gedacht: Ausstellung zur deutschen Sozialgeschichte bei der UK PT Von der Armenspeisung zur sozialensicherung D ie Ausstellung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales führt uns zurück in eine Zeit, in der die Hoffnung auf Mildtätigkeit oft das einzige war, auf das Menschen in Not zurückgreifen konnten. Der gesellschaftliche Umbruch durch die Industrialisierung macht die Folgen fehlender Absicherung bei Krankheit, Unfall oder Arbeitslosigkeit überdeutlich: Wohnungsnot, Kinderarbeit und wachsende Armut prägen das Leben der Menschen im 19. Jahrhundert. Erst ab 1883 werden Kranken- und Unfallversicherung sowie die Altersversorgung eingeführt. Damit ist der Grundstein der sozialen Sicherung gelegt. Die Ausstellung wird vom 18. Mai bis 3. Juli bei der Unfallkasse Post und Telekom, Europaplatz 2, Tübingen gezeigt. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr und Freitag 8 bis 15 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertage geschlossen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen und Download Pressematerial Anmeldungen für kostenlose Führungen: Telefon Führungen für Gehörlose und Hörgeschädigte nach Vereinbarung Mail: \ 3000 Schritte extra senken die Werte des Cholesterins im Blut D as Bundesgesundheitsministerium ruft seit vier Jahren mit seiner Kampagne 3000 Schritte extra" dazu auf, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Jetzt hat eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln die gesundheitsfördernde Wirkung dieser zusätzlichen Schritte belegt: Täglich 3000 Schritte zusätzlich senken die Cholesterin-Werte nachweisbar. Bei den Probanden mit einem erhöhten LDL- Cholesterin-Wert war die Verringerung dieses Wertes sogar besonders deutlich. Ein erhöhter LDL-Cholesterin-Wert steigert zum Beispiel das Risiko, einen Schlaganfall oder einen [ ] Umweg in der Regel nicht gesetzlich unfallversichert W er mit genügend Sprit im Tank seines Autos auf dem Weg zur Arbeit erst noch einen Umweg zu einer Tankstelle nimmt, kann im Unglücksfall auf der Fahrt dorthin nicht mehr mit den Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung rechnen. Das entschied das Hessische Landessozialgericht. Tanken gehöre grundsätzlich zum unversicherten persönlichen Lebensbereich, hat das Gericht betont. Der Versicherungsschutz bleibe nur dann bestehen, wenn der Tank sich während der Fahrt als plötzlich fast leer erweist und ohne ein Nachtanken der Arbeitsort nicht mehr erreicht werden könne. Eine Frau war statt zur Arbeit zunächst in Gegenrichtung bis zum Nachbarort gefahren, um dort zu tanken. Dabei verunglückte die 26-Jährige. Weil sich das Unglück nicht auf dem direkten Weg zur Arbeit ereignete, lehnte die zuständige Berufsgenossenschaft die Anerkennung als Arbeitsunfall ab. Zu Recht, entschied das Darmstädter Gericht. Die Frau hätte nämlich durchaus noch genug Benzin gehabt, um problemlos ihren 18 Kilometer entfernten Arbeitsplatz zu erreichen. Insofern konnten die Richter auch keinen akzeptablen beruflichen Grund für den erheblichen Umweg der Frau erkennen. Landessozialgericht Hessen Az. L 3 U 195/07 \ Herzinfarkt zu erleiden. Das bedeutet: Schon eine geringe Erhöhung der Alltagsaktivität um täglich 3000 Schritte minimiert das Risiko für eine Arteriosklerose. Es muss also nicht immer intensiver Sport sein Schritte entsprechen etwa einem Spaziergang von einer halben bis dreiviertel Stunde. Rund 2,5 Kilometer werden so zurückgelegt. \ UK PT Kontakt Nr. 2 April 2009

5 Kompakt K 5 Earaction is it loud? L aute Musik ist cool, finden viele junge Leute. Dass sie aber auch das Ohr schädigt, darauf will das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aufmerksam machen. Mit einem Multimedia- Angebot kann man die Probe aufs Exempel machen. Earaction heißt das Ganze. Die Software gibt es als Download. \ [ ] CeBIT: UK PT stellt Dokumentenmanagement vor 29. April: Tag gegen den Lärm L ärm ist eines der Umweltprobleme, das viele Menschen betrifft. Deshalb gibt es seit Jahren den internationalen Tag gegen Lärm. Am 29. April wird unter dem diesjährigen Motto Horch, was kommt von draußen rein! in vielen Ländern mit verschiedenen Aktionen auf Belästigungen und Gesundheitsgefahren hingewiesen, wie sie vor allem wegen des Straßenverkehrs entstehen. Denn gerade der Verkehrslärm wird als starke Belästigung erlebt, vom Straßenverkehr fühlen sich im Alltag etwa zwei Drittel der Deutschen gestört. An zweiter Stelle der Belästigung steht mit rund 35 Prozent der Fluglärm. Hier sind insbesondere die Anwohner von Start- und Landekorridoren von Flughäfen betroffen. Besonders nachts wird der Fluglärm als störend empfunden. \ [ ] Die Unfallkasse Post und Telekom ist einer der Vorreiter im Bereich der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung bei der elektronischen Archivierung ihrer Dokumente und der elektronischen Vorgangssteuerung. Auf der CeBIT,der weltweit größten Messe für Informationstechnik, stellte die Unfallkasse vor, wie diese Steuerungselemente optimal in den laufenden Arbeitsprozess integriert werden können. Am Stand von Fujitsu Siemens zeigte die UK PT im Bereich Secure egovernment in Hannover die Nutzenpotenziale des elektronischen Dokumentenmanagementsystems und der damit verbundenen medienbruchfreien Geschäftsprozesse. \ Darüber ärgern sichverkehrsteilnehmer innerorts Autofahrer zu wenig Parkplätze 64 % zu dichtes Auffahren 48 % Blinkmuffel 37 % Radfahrer zu schnelles Fahren 34 % Radler ohne Licht 28 % Falschparker 26 % Fußgänger zu schnelles Fahren 39 % schlechte Bus- und Bahnverbindungen 22 % Rotlichtfahrer 15 % Der Einzug des Dokumentenmanagementsystems modernisiert die Arbeitsprozesse der Unfallversicherungsträger. Davon überzeugten sich (von links) Rupert Lehner, Peter Falk und Ilse Vicari von Fujitsu Siemens sowie Udo Keuter von der UK PT und UK PT-Geschäftsführer Dr. Rudi Vetter. Quelle: DVR Nr. 2 April 2009 UK PT Kontakt

6 6 Fokus F Arbeiten im Call-Center Stimme und Ohr eines Unternehmens Unternehmen sollen schnell, flexibel und kundenorientiertsein und sie sind unter hohem Kostendruck. Call-Center sind eine Antwortdarauf. Die Anforderungen an die Agents sind hoch, daslohnniveau und die Arbeitsplätze oftnur mäßig attraktiv. Doch es geht auch anders, wenn die Belastungen gezielt reduziertwerden. Eine Bestandsaufnahme von Jürgen Keller, Aufsichtsperson der UK PT. S abine H. sitzt auch heute ohne Pause schon fast fünf Stunden an ihrem Platz. Sie arbeitet im Call-Center eines großen Reiseveranstalters. Kunden rufen an, erkundigen sich nach Reiseangeboten, fragen nach freien Terminen und diskutieren Preise; andere wollen umbuchen. Und immer mehr wollen sich beschweren. Der Ton ist oft ganz und gar nicht freundlich, ja regelrecht aggressiv. Vorwürfe auf beiden Seiten und Ungeduld sind die Regel. Das alles ist Call-Center-Alltag, Stunde um Stunde, Tag für Tag, Woche für Woche, jahrelang. Es ist 18 Uhr. Feierabend! Sabine H. ist geschafft. Die bösen Anrufe gehen ihr noch lange nicht aus dem Kopf. Sie will nach Hause. Schlafen, denn morgen erwartet sie das Gleiche. Sie empfindet ihre Arbeit als Knochenjob. Auch die Arbeitsexperten wissen um die hohen Belastungen der Call-Center-Jobs. Die psychische Belastung der Beschäftigten ist enorm. Nicht jeder kommt damit auf Dauer zurecht. Nicht nur die Kunden können mit ihren bisweilen ausfälligen Anrufen zur Überbeanspruchung führen. Zahlreiche technische und organisatorische Rahmenbedingungen sorgen darüber hinaus für Anspannung: Zum einen ist die Software mitunter störanfällig. Nervende Systemstörungen oder -abstürze zwingen dazu, die Tätigkeit zu unterbrechen. Zum anderen lässt die Software oft viele Fragen unbeantwortet oder sie ist mit überflüssigen Informationen völlig überladen. Selbsterklärende Programme sind nicht die Regel. Die formalen und inhaltlichen Muster des Frage-Antwort- UK PT Kontakt Nr. 2 April 2009

7 Fokus F 7 Verhaltens werden akribisch einstudiert. Die Spielräume der Agents sind denkbar eng. Das ist aus vielen Gründen gewollt. Schließlich machen strukturierte Inhalte den Kundenkontakt und die Serviceleistung kalkulierbarer. Die Antworten folgen festen Standards, das bietet den Agents eine gewisse Sicherheit, doch es schränkt ihre Kommunikation erheblich ein. Für die Arbeitgeber hat das zwei Vorteile: Die notwendige Qualifizierung ist überschaubar und weniger komplex; die Spielräume bei der Personalauswahl werden größer. Eigeninitiative am Arbeitsplatz ist insbesondere bei den Inbound-Call-Centern (siehe Box auf Seite 8) kaum möglich. DIE VORGABEN FÜR DIE CALL-CENTER-BESCHÄFTIGTEN SIND OFT RECHT STRENG. PRIVATE ATMOSPHÄRE AM ARBEITSPLATZ IST NICHT ERWÜNSCHT. Aber auch sonst sind die Reglementierungen erheblich. Oft sind die Vorgaben des Call-Center-Betreibers auch bezüglich der Arbeitsplatzgestaltung sehr streng. Der elektronische Eingangskorb ist nie leer. Keine Jacke über dem Stuhl. Keine Kaffeetasse auf dem Tisch. Keine Gespräche am Arbeitsplatz mit der Kollegin oder dem Kollegen. In die Pausen höchstens zu zweit. Keine privaten Telefonate am Arbeitsplatz. Kein fest zugeordneter Arbeitsplatz, denn der wird täglich neu zugewiesen. Dazu kommt, dass die Gespräche der Call-Center-Agents zeitlich getaktet sind und sporadisch auch inhaltlich überprüft werden. Nr. 2 April 2009 UK PT Kontakt

8 8 Fokus F Arbeiten im Call-Center Die vier wesentlichen Call-Center-Arten Service-Hotline (Inbound): Call-Center- Agents beraten anfragende Kunden. Diese Hotlines sind vorwiegend im technischen Support und in behördlichen Auskunftsstellen anzutreffen. Bestell-Service (Inbound): Hier nehmen die Agents in der Regel Bestellungen aus zuvor versandten Katalogen entgegen. Kundengewinnung (Outbound): Das Unternehmen spricht zielgruppenorientiert potenzielle Kunden an, zu denen es bisher noch keinen Geschäftskontakt gab. Sie werden via Telefonat über Angebote informiert und sollen zu Kauf- oder Vertragsabschlüssen bewegt werden. Umfragen und Datengewinnung (Outbound): Repräsentativ oder willkürlich ausgewählte Telefonbesitzer werden angerufen. Typisch für Call-Center sind: Großraumbüros mit besonderen Anforderungen an Raumklima, Beleuchtung und Akustik fest zugeordnete Arbeitsplätze fehlen in acht Stunden zwischen 60 und 250 Telefonate Zeitdruck, Pausenverzug, hohe Konzentration kaum Handlungsspielräume, begrenzte Reaktionsmöglichkeiten hoher fremdbestimmter Arbeitsanteil geringe Arbeitskomplexität, strukturierter Gesprächsablauf häufig emotionale Erschöpfung der Agents Hohe Personalfluktuation, hoher Krankenstand, geringe Identifikation der Beschäftigten mit ihrem Arbeitgeber und kurze Verweildauer im Betrieb sind daher oft der Preis für einen streng durchorganisierten Call-Center-Betrieb,dessen fremdbestimmtes Arbeiten kaum Ermessensspielräume zulässt. Doch aus der modernen Dienstleistungsgesellschaft sind Call-Center kaum wegzudenken. Sie sind Teil einer ganzheitlichen strategischen Unternehmensphilosophie, in deren Mittelpunkt Aufbau und Pflege von Kundenbeziehungen stehen. Nicht selten sind diese kundennahen Geschäftsprozesse aus den zuweilen technischen Kernbereichen eines Unternehmens ausgegliedert, da sie sich in der organisatorischen und führungstechnischen Steuerung gravierend voneinander unterscheiden. Call-Center-Organisationen reagieren nicht zuletzt wegen ihrer multimedialen Ausrichtung besonders empfindlich auf systemische und prozessuale Störungen. Heute sind Call-Center modern eingerichtete Arbeitsplätze in Mehrpersonenbüros. Die ergonomische Gestaltung ist aufwendig. Die Ausstattung mit Arbeitsmitteln zweckdienlich. Nur die Raumakustik macht Planern, Betreibern und den Agents noch zu schaffen. Die vielfältigen akustischen Signale vereinen sich zu einem Geräusch, das die Sprachverständlichkeit einschränkt, das ablenkt und die Konzentration in kritische Bereiche zwingt. Kein Wunder also, wenn die emotionale Erschöpfung der Beschäftigten erheblich ist. Werden sowohl in der Planung als auch während des Betriebs eines Call-Centers kritische Situationen systematisch analysiert und potenzielle und tatsächliche gesundheitliche Risiken gezielt minimiert, kann die Tätigkeit im Call-Center durchaus attraktiv sein. Wichtig ist, dass einige gesetzliche Regelungen beachtet werden wie das Arbeitsschutz-, das Arbeitszeit- und das Bundesdatenschutzgesetz, die Arbeitsstätten- und die Bildschirmarbeitsverordnung. Spezifische Empfehlungen des Bundesarbeitsministeriums und der Unfallversicherungsträger ergänzen und präzisieren. Da Call-Center sich zunehmend als unverzichtbare Schnittstelle zwischen Produktion und Kunde etablieren und somit zum Aushängeschild des Unternehmens werden, sind die Arbeitgeber in der Pflicht, mit den dort beschäftigten Menschen fachlich kompetent und fürsorglich umzugehen. Eine Pflicht, die auch Nutzen bringt. Motivierte und gesunde Call-Center-Agents repräsentieren die Unternehmen positiv und bringen zufriedene Kunden. Festzuhalten bleibt: Das System Call-Center ist komplex und damit aber zugleich störanfällig. Und doch sind Call-Center wenn Qualifizierung und technischer Support sichergestellt sind durchaus interessante Arbeitsplätze mit Entwicklungspotenzial. Sie bieten auch Personal mit Handicaps Chancen, da sich Mobiliar, Software und Organisation gut auf sie einstellen lassen. \ Die Experten der UK PT beraten zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in Call-Centern. Kontakt: Service-Center der UK PT, Tel.: , Mail: Im Internet finden Sie Wissenswertes zum gesunden Arbeiten in Call-Centern unter: [ ] UKPT Kontakt Nr. 2 April 2009

9 Fokus F 9 Ein modernes Call-Center steht in Bonn Auf die Mitarbeiter abgestimmt M itte 2007 eröffnete die Vivento Customer Services GmbH (VCS) an ihrem Standort Bonn das Service Center der Zukunft. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Call- Centern sind hier sämtliche räumlich-physikalischen und organisatorischen Gegebenheiten auf Mitarbeiter und Projektteams individuell abgestimmt. Das Service Center-Konzept wurde zusammen mit zwei Fraunhofer-Instituten, der Universität St. Gallen und der Deutschen Gesellschaft für Qualität entwickelt. Betriebsbegleitend werden Wirkungen von Raumbedingungen auf Motivation und Lernklima, Servicequalität und Produktivität erforscht. VCS-Chef Meinolf Brauer erläutert die Besonderheiten des Konzepts: Das Service Center der Zukunft rückt Mitarbeiter und Teams als Träger der Servicekultur in den Vordergrund. Auf diese werden daher alle leistungsrelevanten Parameter konsequent ausgerichtet vomarbeitsplatz über Führungs- und Kommunikationsstruktur bis hin zur Studiogestaltung. Das Raumkonzept am Standort Bonn wurde nach den neuesten arbeitspsychologischen und arbeitsphysiologischen Er kenntnissen entwickelt. Solche Voraussetzungen für Servicequalität wie Licht, Klima und Schall sind individuell einstellbar. Raumteiler fungieren gleichzeitig als Schallschutzelemente und Klimaregulierer. Der Schall wird erheblich reduziert. Glas trennt Gruppenbereiche ab. So werden individuelle Räume für die Teams und zugleich eine störungsfreie Arbeitsatmosphäre geschaffen. Um das Konzept kontinuierlich weiter zu verbessern, werden die Nutzer regelmäßig befragt. \ [ ] Besonderes Seminar für besondere Arbeitsplätze Die besondere Arbeitssituation in einem Call-Center stellt an die Verantwortlichen spezielle Anforderungen, um gesundheitliche Gefahren zu erkennen, sie zu analysieren und zu verringern. Das neue UK PT-Seminar Besonderheiten von Call-Center- Arbeitsplätzen ermöglicht den Teilnehmern, die spezifischen Belastungen dieser Arbeitsplätze zu betrachten und sie im Zusammenhang mit dem gesamten Arbeitssystem Call- Center zu sehen. Sie erkennen, dass die Arbeitsplatzgestaltung ganzheitlich sein muss, und erarbeiten Lösungen, um gesundheitliche Risiken zu minimieren. Als Praxishilfe erfahren die Teilnehmer von einem professionellen Stimmtrainer, wie sie das wichtigste Arbeitsinstrument im Call-Center erhalten: die Stimme. Das Fachmodul richtet sich an Beschäftigte, Sachbearbeiter und Experten, die in Call-Centern mit den Aufgaben des Arbeitsschutzes betraut sind, ebenso an interessierte Führungskräfte dieses Arbeitsbereiches. Für bestellte Sicherheitsbeauftragte ist es wahlfreier Bestandteil der SiBe-Ausbildung. \ Mehr Informationen: Rüdiger Hesse, Tel.: , Mail: Nr. 2 April 2009 UKPT Kontakt

10 10 Fokus F Interview mit Jürgen Keller, Aufsichtsperson in der Präventionsabteilung der UK PT Rosa Rauschen macht Agents aufmerksamer Worauf sollte der Betreiber eines Call-Centers achten? Vor allem müssen psychische Belastungen kompensiert werden. Supervision, Coaching, kontinuierliche Fortbildung und individuelle Ansprache der Beschäftigten helfen hier weiter. Aber auch an den Körper sollte gedacht werden. Kurze Ausgleichsübungen wirken gegen das lange Sitzen. Der Raum soll ausreichende Bewegungsfreiheit am Arbeitsplatz selbst ermöglichen und eine angenehme Atmosphäre bieten. Das stößt aber oft an Grenzen. Ja, da meist bereits vorhandene Räume genutzt werden, lässt sich zum Beispiel an der Bauakustik oft nur wenig verändern. Wichtig ist daher die Raumakustik. Das Call-Center soll frei von Halleffekten und entdröhnt sein. Vor allem niedrige Frequenzen werden dabei gedämpft, denn sie stören die Sprachverständlichkeit. Der Gesamtschallpegel soll so die Arbeitsstättenverordnung möglichst gering sein. Optional kann man leise Instrumentalmusik oder rosa Rauschen einspielen, so nennt man ein definiertes Frequenzgemisch, das die Sprechgeräusche weiter entfernt arbeitender Beschäftigter überdeckt. Wie steht es mit dem Licht? Ist da weniger mehr,weil die Mitarbeiter sich auf den Bildschirm konzentrieren sollen? Die Raumbeleuchtung will gut durchdacht sein. Sie hängt erheblich davon ab,wie viel Tageslicht in den Raum eingelassen wird. Grundsätzlich sollte der Raum mit Tageslicht ausgeleuchtet sein. Call-Center sind Mehrpersonenbüros, die oft eine erhebliche Raumtiefe aufweisen. Das Beleuchtungsniveau der den Fenstern gegenüber gelegenen Bereiche muss mit künstlicher Beleuchtung angehoben werden. Diese Allgemeinbeleuchtung sollte mit verstellbaren, individuell dimmbaren Arbeitsplatzleuchten ergänzt werden. Wenn viele Personen in einem Raum zusammenarbeiten, gibt es oft Konflikte hinsichtlich der Raumtemperatur. Jürgen Keller arbeitet als Aufsichtsperson in der Präventionsabteilung der UK PT und betreut einige Call-Center in den Mitgliedsbetrieben der Unfallkasse. Ja, das Raumklima ist immer ein Problemthema, da alle Beschäftigten des Call-Centers mit nahezu identischen Klimaparametern zurechtkommen müssen. Raumtemperatur, relative Luftfeuchte, Zugluft und der Turbulenzgrad werden sehr unterschiedlich empfunden und sind somit Grund für anhaltende Beschwerden. Bei vorwiegend sitzender Tätigkeit ist eine leicht angehobene Raumtemperatur sinnvoll. Welche Luftfeuchte ist sinnvoll? Die relative Luftfeuchte sollte 40 Prozent nicht unterschreiten. Denn eine erhöhte Stimmbelastung ist Alltag, 60 Prozent der Agents leiden daran. Häufiges Räuspern und ein trockener Hals sind die Symptome. Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist notwendig, da der Körper bei anhaltendem Sprechen viel Feuchtigkeit verliert. Gibt es noch andere körperliche Belastungen? Neben der stimmlichen Beanspruchung finden wir hier all die belastenden Elemente wie an anderen Bildschirmarbeitsplätzen: Schulter, Nacken, Rücken, Arme und Augen sind meist belastet. Daher sind regelmäßige arbeitsmedizinische Untersuchungen der Augen und des Sehvermögens anzubieten. Wie lässt sich der Arbeitsplatz selbst optimal gestalten? Die Agents selbst sollten zwischen Headsets und üblichem Telefonhörer wählen können. Wichtig ist auch die individuelle Mikrofonverstärkung, damit die eigene Stimme nicht angehoben werden muss, um sich gegenüber dem Nachbarn akustisch durchzusetzen. Die erhobenen Stimmen schaukeln nämlich den Gesamtschallpegel auf. Was muss vonseiten der Software stimmen? Die CRM-Software muss stabil laufen. CRM steht für Customer Relationship Management und soll dem Agenten alle erforderlichen Daten und Informationen liefern. Gute CRM-Software ist sinnvoll strukturiert und leicht zu bedienen. Gestaltung und inhaltlicher Aufbau der Bildschirmoberfläche entsprechen idealerweise den allgemein anerkannten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen. Auch ganz wichtig: Ein PC-Support steht jederzeit bereit. \ [ kontakt ] Jürgen Keller Tel.: Mail: UK PT Kontakt Nr. 2 April 2009

11 Fokus F 11 CHECKLISTE Ihrer Gesundheit zuliebe Tipps für Sprechberufler CHECKLISTE Sprechweise Achten Sie auf eine natürliche Sprechweise, kopieren Sie nicht fremde Stimmen oder Sprechweisen. Sprechen Sie entspannt, weich und ohne Druck. Lautstärke Passen Sie Ihre Sprechlautstärke der Umgebung und der Gesprächssituation an. Wenn Sie laut sprechen müssen, setzen Sie Ihren Körper unterstützend ein. Sprechhöhe Achten Sie auf Ihre Sprechstimmhöhe. Am wenigsten belastend für Ihre Stimme ist die physiologische mittlere Sprechstimmlage. Stress und Anspannung erhöhen die Stimmlage, daher nach einem anstrengenden Dialog die Stimme herunterholen. Sprechtempo Sprechen Sie nicht zu schnell. Gliedern Sie Ihre Sprache und lassen Sie sich Zeit für Atempausen. Sprechen Sie nicht zu lange auf einem Atemzug, um nicht geräuschvoll Luft nachziehen zu müssen. Atem Vermeiden Sie das aktive Einatmen, atmen Sie vor Sprechbeginn nicht tief ein. Lassen Sie in kurzen Sprechpausen die Luft einfach nachströmen. Warming-up Als einfache Warming-up-Übung ist Gähnen und Dehnen zu empfehlen. Summen und Brummen oder entspanntes Singen vor Sprechbeginn entlastet Ihre Stimme. Körperhaltung Unterstützen Sie Ihre Stimme mit angemessener Körperhaltung (kein Rundrücken oder Hohlkreuz). Wechseln Sie Ihre Haltung häufiger,achten Sie darauf,dass Ihr Kehlkopf nicht eingeklemmt wird. Pausen Nutzen Sie regelmäßige Pausen dazu, sich zu bewegen. Die Bewegung hilft, die Muskelspannung auszubalancieren, und wirkt so auch entspannend auf Ihre Stimme. Flüssigkeit Trinken Sie viel. Sie sollten immer ungekühltes Wasser, Kräuter- oder Früchtetee am Arbeitsplatz haben. Trinken Sie möglichst zwei bis drei Liter am Tag. Medikamente Achten Sie bei Medikamenten auf die Beipackzettel. Weisen Sie den Arzt auf Ihre Sprechtätigkeit hin, vermeiden Sie austrocknende und/oder Schleimhaut schädigende Medikamente oder scharfe Lutschbonbons mit ätherischen Ölen oder mit Fruchtsäuren. Rauchen Sie sollten das Rauchen einschränken oder einstellen, besonders, wenn Sie viel sprechen müssen. Die Schadstoffe der Zigarette greifen Ihre Schleimhäute massiv an. Räuspern Vermeiden Sie häufiges und hartes Räuspern. Summen Sie stattdessen oder sprechen Sie einfach weiter. Durch die entstehende Vibration löst sich der Schleim. Erkältung Als Sprechberufler sollten Sie sich und besonders Ihre Stimme bei einer Erkältung schonen. Flüstern Sie nicht, bei Heiserkeit sollten Sie so wenig wie möglich sprechen. \ Quelle: Weitere Infos auch unter [ ] Nr. 2 April 2009 UK PT Kontakt

12 12 Arbeit A Weg mit Hindernissen Die letzten Meter biszum Kunden sind oft gefährlich Zusteller müssen bei Wind und Wetter bis zum Briefkasten oder der Tür der Postkunden gelangen. Bisweilen gilt es dabei, regelrechte Hindernisparcours zu überwinden. Schließlich ist nicht jeder Briefkasten direkt am Bürgersteig angebracht. Lose Gehwegplatten oder vereiste Treppenstufen sind nur zwei der Gründe, warum dasverletzungsrisiko auf den letzten Metern zum Kunden besonders hoch ist. S tolpern, Rutschen, Stürzen, Umknicken vermeintlich sind das Bagatellunfälle, die sich täglich ereignen. Davon betroffen sind auch die Beschäftigten in den Mitgliedsunternehmen der UK PT. Vor allem dort, wo viele Wege zu Fuß zurückgelegt werden müssen: bei den Brief- und Paketzustellern der Deutsche Post AG. Etwa jeder fünfte Unfall passiert unmittelbar vor, bei oder nach der Übergabe oder dem Einwurf von Postsendungen und fällt unter die Rubrik Stolpern, Rutschen, Stürzen oder Umknicken. Das zeigt: Diese Art des Unfallrisikos wird unterschätzt. Was soll mir schon passieren, wenn ich mal hinfalle?, denken sich viele. Solche Unfälle kennt schließlich jeder von Kindesbeinen an. Wer fällt, schlägt sich das Knie auf, Mama pustet und ein Pflaster kommt drauf. Fertig. UK PT Kontakt Nr. 2 April 2009

13 Arbeit 13 A Ein Fehler, wie Unfallanzeigen der vergangenen Monate aus der Zustellerpraxis zeigen. Hier einige Beispiele: Frau E. geht auf dem Rückweg vom Hausbriefkasten die Treppe hinab,knickt auf der vierten Stufe um und fällt: Bänderriss am Fußgelenk. Herr P. stolpert auf dem Weg vom Kunden zurück zum Auto über einen Fußabtreter und stürzt: Bänderriss am Fuß. Frau W. tritt auf dem Weg zur Haustür auf einen der Kantsteine, die ein Beet einfassen, und knickt um: Dehnung am Fuß. Herr M. stolpert nach der Zustellung einer Sendung auf einem unbefestigten Weg und fängt den Sturz mit der Hand ab: Prellung der Hand. Frau B. wird ein etwas hochstehender Gitterrost vor einer Stufe zum Fußabstreifen zum Verhängnis,sie fällt hin: Prellung des Knies. lauf benutzen und keine zusätzlichen Tätigkeiten auf den Stufen ausführen. Viele Zusteller sortieren zum Beispiel im Treppenhaus die Sendungen vor oder geben während des Gehens Daten in den Handscanner ein. Das spart keine Zeit und erhöht das Unfallrisiko überproportional. Doch auch der Postkunde kann viel zur Sicherheit der Zusteller beitragen, erläutert der UK PT-Präventionsfachmann Werner Diedrich, er sollte beispielsweise Schnee, Laub, Eis oder Schmutz auf den Wegen entfernen. Darüber hinaus sollten Treppen oder Zugänge bis zum Briefkasten beziehungsweise bis zum Wohnungseingang frei bleiben. Wer sie mit Kübeln, Gartengeräten oder anderen Gegenständen zustellt oder einengt, erhöht das Unfallrisiko, weiß Diedrich. Schließlich müssten bauliche Mängel beseitigt werden. Dazu gehören lose, hervorstehende oder gar fehlende Gehwegplatten oder -steine. Defekte Treppenstufen und schadhafte Handläufe müssen repariert werden, genauso wie kaputte Beleuchtung, rät der Präventionsexperte. Frau H. will ein paar Stufen hinabsteigen, um an einem Mehrfamilienhaus Post zu vertei- len, sie rutscht auf feuchtem Laub: Zerrung des Fußgelenks. Fotowettbewerb Sturzgefahr im Alltag Gehen kann jeder und das ist das Problem. Es läuft automatisch ab, Nachdenken ist nicht notwendig. Das hat Vorteile, so hat das Gehirn Kapazitäten frei für andere Dinge. Doch diese Automatik blendet gerne Hindernisse wie Kanten, Stufen oder Ähnliches aus. Es gibt Möglichkeiten, das Risiko eines Sturzes zu verringern. Dazu sollte man sich das Gehen bewusst machen und seinen Schritten Aufmerksamkeit widmen. Damit man sicher ans Ziel kommt, ist nicht nur für Zusteller geeignetes Schuhwerk wichtig. Das bietet festen Halt, ist geschlossen, hat eine rutschhemmende Sohle und neben einer großen Auftrittsfläche nur mäßig hohe Absätze. Bei Treppen gilt: immer den Hand- Das Gewinnermotiv unseres Fotowettbewerbs zum Thema Alltagssituationen mit Stolper- und Sturzpotenzial aus dem Heft 1/2009 kommt von Christoph Freier von der Telekom in Eschborn. Er hielt einen Moment fest, der ablenkt und damit leicht zum Sturz führt. Christoph Freier gewann einen Gutschein für eine Digitalkamera im Wert von 250 Euro. Wir danken ihm und den anderen Einsendern fürs Mitmachen. Nr. 2 April 2009 UK PT Kontakt

14 14 Arbeit A Neue Informationsschrift: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Zustellen vonsendungen Eine neue Informationsschrift (BGI/GUV-I 8637) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) bietet Handlungshilfen für Führungskräfte in Betrieben mit Kurier-, Express- und Postdienstleistungen. Die Inhalte der Broschüre wurden von der Fachgruppe Post und Telekommunikation der DGUV unter Mitarbeit von weiteren Präventionsexperten erarbeitet. Die Informationsschrift bietet Unterstützung bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen und bei der Auswahl von Maßnahmen eines zeitgemäßen und umfassenden Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Wegen der besonderen Arbeitsbedingungen der Zusteller im Außendienst haben Organisation und Planung von Arbeitsabläufen eine große Bedeutung. Inhaltlich befasst sich die BGI/GUV-I 8637 mit: Einarbeiten der Beschäftigten Wissensvermittlung, Unterweisung Organisation, Führung und Verantwortung Organisation der Zustellung der bestimmungsgemäßen Verwendung von Arbeitsmitteln Zustellung mit dem Zweirad, Pkw/Transporter Stolpern Rutschen Stürzen Heben, Tragen, Ziehen und Schieben von Lasten Witterungsbedingungen Zusteller und Hund menschlichen Aggressionen Die wesentlichen Aussagen werden mit der Frage Was ist wichtig? und einer Maßnahme für den Arbeits- und Gesundheitsschutz als Das gute Beispiel kurz und übersichtlich aufbereitet. Bestellungen unter der MatNr beim Service-Center der UK PT (s. rechts oben). \ Medien zum Thema Sturzunfälle, die sich auf privatem Grund ereignen Um auf das Problem von Sturzunfällen, die sich auf privatem Grund bei gewerblichen oder privaten Haushalten ereignen, aufmerksam zu machen, hat die UK PT ein Faltblatt entwickelt. Dieses Blatt ist unter der MatNr erschienen und kann zur gezielten Verteilung für diese Haushalte bezogen werden. Darüber hinaus ist ein Flyer (MatNr ) verfügbar, der Außendienstmitarbeitern wertvolle Tipps und Infos über das richtige Verhalten beim Gehen, zum Beispiel während der Zustellung auf privatem Grund, geben soll. Die Materialien gibt es beim Service-Center der UK PT, Tel.: , Mail: UK PT plant bundesweite Präventionskampagne Um allgemein die Prävention gegen Stolper-, Rutsch-, Sturz- und Umknickunfälle (SRSU) zu unterstützen, bereitet die Unfallkasse Post und Telekom eine breit angelegte Aktion mit dem Titel STEP BY STEP Sicher bewegen auf allen Wegen vor. Eine wissenschaftliche Beobachtungsstudie im Dezember 2008 und Januar 2009 bei einigen Zustellern des Brief- und Paketdienstes bringt wichtige Hinweise, um solche Unfälle künftig zu reduzieren. Außerdem wurde eine Fragebogenaktion in statistisch repräsentativ ausgewählten Zustellstützpunkten und -basen durchgeführt, die weitere Erkenntnisse zu Unfallursachen bei Stolpern, Rutschen, Stürzen und Umknicken [ kontakt ] Thorsten Bergemann liefern soll. Hierbei wurden mehr Tel.: als Zusteller nach ihren Mail: Erfahrungen zum Thema befragt. Beide Untersuchungen wurden im Auftrag der Unfallkasse von der Sportwissenschaftlerin Prof. Dr. Nadja Schott, Liverpool Hope University, umgesetzt und ausgewertet. Damit wird diese Art von Unfällen bei Zustellern erstmals in Deutschland wissenschaftlich untersucht. Auf der Basis der Untersuchungsergebnisse werden gemeinsam mit Prof. Dr. Schott und in enger Zusammenarbeit mit den großen Mitgliedsunternehmen der UK PT spezielle praxisorientierte Trainings und Maßnahmen entwickelt. Diese werden ab Herbst pilotiert. Näheres dazu lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben Ihrer UK PT-Kontakt. \ UK PT Kontakt Nr. 2 April 2009

15 Wettbewerbsvorteile durch unternehmerische Präventionsstrategien Arbeits- und Gesundheitsschutz als Managementaufgabe Seminar Ein Seminar der Unfallkasse Post und Telekom für Führungskräfte vom November 2009 in Bad Hersfeld Seminarinhalte: Arbeitswelt heute Führungsverantwortung und Führungsverhalten als präventives Handeln Arbeitsschutzrechtliche Deregulierung: Schutzziele statt Detailvorschriften Umkehr der Beweislast Wesentliche Rechtsgrundlagen und ihre Umsetzung Rechtssicherheit durch Gefährdungsbeurteilung Übertragung von Arbeitgeberpflichten Zielführende Arbeitsschutzorganisation Unterstützung durch die Unfallkasse Post und Telekom Kontakt und weitere Informationen: Rüdiger Hesse, Telefon Internet: (Seminar-Nr /09)

16 16 Gesundheit G Ergonomische Möbel plus Bewegung DasAufstehen beginnt im Kopf Arbeitsmediziner wissen längst, dass ergonomische Bürostühle nur ein Teil der Lösung eines Problems sind: Immer mehr Menschen sitzen zu lange. Nach Schätzungen verbringen mittlerweile rund 18 Millionen Beschäftigte ihren Berufsalltag hauptsächlich im Sitzen rund Stunden in dieser Position kommen so bei einem Angestellten in seinem Berufsleben zusammen. Zeichnung: Michael Hüter UK PT Kontakt Nr. 2 April 2009

17 Gesundheit G 17 S aßen früher nur die geistlichen oder weltlichen Oberhäupter,so wurde mit der Französischen Revolution 1789 das Sitzen endgültig demokratisiert und der Stuhl zumindest für die bürgerlichen Händler und Kaufleute zunehmend zum Gebrauchsgegenstand. Die industrielle Massenproduktion preiswerter Stühle machte das Sitzen für Angehörige aller Klassen erschwinglich. Thonet brachte zwischen 1850 und 1870 vier Millionen Stühle, die erstmals in Einzelteile zerlegbar und damit transportabel waren, unter die Leute. Gleichzeitig schritten die Arbeitsteilung und Mechanisierung fort. Die Arbeit wurde immer bewegungsärmer und damit sitzkompatibel. Heute ist wissenschaftlich erwiesen, dass Dauersitzen die Ursache vieler gesundheitlicher Beschwerden ist. Aber wie die Menschen in Bewegung bringen, wenn in den Köpfen immer noch verankert ist, dass Sitzen nicht nur bequem, sondern auch ein Privileg ist? Der Höhergestellte bietet dem Niedergestellten einen Sitzplatz an. Berufliche Aufstiege sind oft mit weniger körperlicher Bewegung und einem Mehr an Sitzen verbunden (von der Werkstatt ins Büro). Mit dem Einzug des PC in die Büros wurde die Arbeitsplatzbindung weiter verstärkt. Außerdem galt jahrelang die Empfehlung, alle Arbeitsmittel möglichst so auf dem Schreibtisch anzuordnen, dass sie bequem und vor allem sitzend erreicht werden können. Greifraumergonomie nannte sich das. Mit Hilfe der Einrichtung gibt es zwei Möglichkeiten, mehr Bewegung in den Büroalltag zu bringen: Zum einen Bürostühle, die dynamisch sind und die Wirbelsäule in wechselnden Haltungen abstützen, zum anderen Steh-Sitzarbeitsplätze, die ein Arbeiten im Stehen ermöglichen. Allerdings hängt es weniger von der Ausstattung des Arbeitsplatzes ab, ob man statisch oder dynamisch den Arbeitstag verbringt, als viel mehr von der eigenen Einstellung. Bürostühle stützen die Wirbelsäule beim Sitzen in ihrer physiologischen Form ab und entlasten damit die Rückenmuskeln bei der statischen Haltearbeit. Ein dynamischer Bürostuhl hat eine bewegliche Rückenlehne und am besten noch eine Mechanik, so dass gleichzeitig mit der Veränderung der Rückenlehnen-Neigung auch die Neigung der Sitzfläche verändert wird (Synchronmechanik). Ein solcher Stuhl soll dazu anregen, verschiedene Positionen einzunehmen etwa eine vordere, mittlere oder hintere Sitzhaltung. Mittlerweile sind Stühle auf dem Markt, die mit zusätzlichen Elementen, wie einer dynamischen Aufhängung der Sitzfläche oder auch einer über einen Motor betriebenen Eigen- CHECKLISTE So schaffen Sie Bewegung CHECKLISTE Benutzen Sie die Treppe statt des Fahrstuhls. Versuchen Sie, aktiv und dynamischzu sitzen. Lagern Sie am Arbeitsplatz nicht alles in Ihrer Greifraumnähe. Wenn Sie Steh-/Sitzmöbel in Ihrem Büro haben, nutzensie sie auch. Meetings, Postlesen, Telefonieren alldas können Sie gut im Stehen erledigen. Lassen Sie sich nicht alles bringen. Stehen Sie selbst auf und holen es sich. Wie wär s mit einer kleinen Bürogymnastik zwischendurch? Machen Sie aus Ihren Pausen Bewegungspausen. Wenn möglich, fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit oder gehen Sie zu Fuß. Immer nur mit den Kollegen mailen oder telefonieren? Gehen Sie doch besser malpersönlich vorbei. \ Nr. 2 April 2009 UK PT Kontakt

18 18 Gesundheit G Bewegung statt Sitzen Warum den Kollegen anrufen oder ihm eine schicken? Nutzen Sie, wenn möglich, den kurzen Dienstweg. Er sorgt für Bewegung und den persönlichen Kontakt. rotation der Sitzfläche das dynamische Sitzen weiter fördern und damit Muskel-Skelett-Erkrankungen vorbeugen sollen. Jetzt wurden in einer Studie vier dieser besonderen Stühle mit einem üblichen Bürostuhl verglichen (mehr unter Fazit: Die ausgeübte Tätigkeit hat einen größeren Einfluss auf die individuelle Sitzdynamik des Menschen als die besonderen Bürostühle oder der Vergleichsstuhl. Alle Stühle ermöglichen ein dynamisches Sitzen auf hohem Niveau. Das Ausmaß der Dynamik hängt jedoch stark von der persönlichen Nutzung und der Tätigkeit ab. Vor diesem Hintergrund ist das höhere Preisniveau der besonderen Stühle nicht gerechtfertigt. Gezeigt hat sich außerdem, dass die subjektive Beurteilung eine wichtige Rolle spielt. Mehrere Modelle sollten deshalb vorab immer praxisnah erprobt werden. Um ab und zu einmal die sitzende Tätigkeit zu unterbrechen, ist es gut, einige Arbeitsabschnitte im Stehen zu erledigen. Hierzu stehen verschiedene Steh-/Sitzkonzepte zur Verfügung: Sitzarbeitstisch mit integriertem Stehpult, wobei das Stehpult beim Arbeitstisch bereits angebracht sein kann oder nachgerüstet werden kann. Sitzarbeitstisch und freistehendes Stehpult, wobei das freistehende Stehpult mobilen oder stationären Charakter aufweisen kann. Abbildungen: UK PT Kontakt Nr. 2 April 2009

19 Gesundheit G 19 Wetterfest... Sitz- und Steharbeitstisch (als getrennte Lösungen). höhenverstellbarer Arbeitstisch (als integriertes Büromöbel zur Steh- und Sitzarbeit). Höhenverstellbare Arbeitstische können sinnvoll sein. Sie sind aber teuer und lösen das Problem der Bewegungsarmut nicht grundsätzlich. Ebenso wenig wie Stehpulte. Tatsache ist, dass sie häufig zu einer zusätzlichen Ablagefläche verkümmern. Gerade drei bis fünf Phasen pro Tag werden am Stehpult verbracht, wobei jede Phase kaum fünf Minuten dauert. Es geht also darum, mehr Bewegung zu erreichen. Ein guter Tisch und Stuhl sind hilfreich, doch eine Änderung der Tätigkeiten kann viel mehr bewirken. Der Gang zum Drucker, das Kopieren oder Telefonieren im Stehen sind sämtlich kleine Bausteine zu mehr Bewegung am Arbeitsplatz. Wichtig ist auch, stärker über die gesundheitliche Belastung des Dauersitzens zu informieren: Aufstehen beginnt im Kopf. [ kontakt ] Mit einer bewegungsorientierten Arbeitsorganisation Dr. Anna Maria Schweiger Tel.: wird ein Haltungswechsel erzwungen: etwa mit Technikecken für Drucker, Kopierer und Fax, mit Besprechungen an mobilen Stehpulten, Stehtischen für die Kaffee- oder Teepause. All das führt zu dem, was Arbeitsmediziner empfehlen: Zwei bis vier Haltungswechsel pro Stunde und keine Haltung länger als 20 Minuten am Stück einnehmen. \ Auswahl von Links zum Thema: [ ] [ ] [ ] Die Zusteller der Deutsche Post AG sind bei Wind und Wetter unterwegs. Auch die Kollegen der Telekom, die sicherstellen, dass die Telefonleitungen funktionieren, arbeiten oft unter freiem Himmel. Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland halten sich bei ihrer täglichen Arbeit häufig bis überwiegend im Freien auf. Doch frische Luft bedeutet auch Hitze im Sommer und Kälte im Winter und eine erhöhte Belastung mit krebserzeugenden UV-Strahlen und die Schleimhäute leiden unter reizendem Ozon. Wie kann man sich davor schützen? Die Unfallkasse Post und Telekom hat dazu zwei neue Informationsmedien Extremes Wetter Pass auf Dich auf! herausgegeben. Ein Flyer mit Magnet-Pin gibt Tipps für Beschäftigte (MatNr ). Eine Informationsbroschüre richtet sich an Führungskräfte (MatNr ). Die Medien können beim Service-Center der UK PT bestellt werden. Tel.: , Mail: Ausführliche Hintergrundinformationen mit Unterweisungsfolien und einer Muster-Gefährdungsbeurteilung sind außerdem auf der Website der UK PT eingestellt: Hier finden Sie auch Links zu aktuellen Wetter-, UV-, Ozon- und Feinstaubwerten. \ [ ] Nr. 2 April 2009 UK PT Kontakt

20 20 Verkehr V Neue Wege in der Verkehrssicherheitsarbeit mit Auszubildenden GTI: Auto und mehr Im September und Oktober 2008 stand für zwei Ausbildungsgruppen der Deutsche Post AG und der Deutsche Telekom AG dasthema Verkehrssicherheit aufdem Ausbildungsplan. Keine trockene Verkehrserziehung, sondern die Auftaktveranstaltung zum Pilotprojekt GTI: Auto und mehr. GTI: Auto und mehr ist ein Projekt, das die UK PT in Zusammenarbeit mit der Deutsche Telekom AG Ausbildung in Offenburg, der Deutsche Post AG, NL Brief in Erfurt und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) durchführt. Ziel der Gesundheitsförderung, Teambildung und Identitätsstärkung, kurz GTI, ist es,die Jugendlichen während ihrer gesamten Ausbildungszeit mit den Themen Mobilität und Verkehrssicherheit zu konfrontieren und dies effizienter und nachhaltiger zu tun, als es bei Einzelveranstaltungen geleistet werden kann. Am Anfang einer Berufstätigkeit werden entscheidende Weichen für das Sicherheits- und Gesundheitsbewusstsein gestellt, wissen Anne Fritz und Vreni Schulze, Teilnehmerinnen des Pilotprojektes,nun. Gefordert: soziale Interaktion Kernstück von GTI ist ein computerbasiertes Trainingsprogramm, das die Verkehrssicherheitsinhalte spannend und lehrreich vermittelt. Videos sorgen für eine emotionale Ansprache der Jugendlichen. Zusätzlich findet in jedem Ausbildungshalbjahr eine Präsenzveranstaltung oder Projektarbeit statt. Hier soll das Wissen aufgegriffen und vertieft werden, es werden Informationen gesammelt und Präsentationen erstellt. Mit dieser Kombination wird das soziale Lernen gefördert. Das ist wichtig, denn auch im Straßenverkehr sind soziale Interaktionen gefordert, sagt Angelika Maurer von der UK PT. Die Fachfrau für Verkehrssicherheitsarbeit ist überzeugt: Durch das Training werden die Fähigkeit und die Bereitschaft entwickelt, die eigenen Bedürfnisse und Motive mit denen der anderen Verkehrsteilnehmer in Beziehung zu setzen. Die Teilnehmer Noch während der Auftaktveranstaltung erfolgt die erste Aufgabenverteilung. In Projektgruppen sollen verschiedene Informationen gesammelt werden, Presseberichte über Unfälle junger Fahrer zum Beispiel (oben links). Mehr Sicherheitsübungen, regelmäßige Führerscheinnachprüfun- verhalten sich partnerbezogener,fairer und rücksichtsvoller. Die Pilotprojekte sollen zeigen, wie sich die Schulung in die Organisation der Unternehmen einpassen lässt, welche alternativen Themen behandelt werden können und ob Anpassungen für den weiteren Einsatz in den UK PT-Mitgliedsunternehmen notwendig sind. Wie das Projekt bei den Auszubildenden von Post und Telekom ankommt und welche Auswirkungen auf das Verhalten der Jugendlichen festzustellen sind, untersucht die Universität Jena im Auftrag des DVR. \ UK PT Kontakt Nr. 2 April 2009

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