Die Bedeutung der Langfristfinanzierung durch Banken Vorteile und zukünftige Herausforderungen

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1 Pressekonferenz, 22. Januar 2015, Berlin Die Bedeutung der Langfristfinanzierung durch Banken Vorteile und zukünftige Herausforderungen Statement Prof. Dr. Michael Hüther Direktor Institut der deutschen Wirtschaft Köln Es gilt das gesprochene Wort.

2 Realwirtschaftliche Bedeutung der Langfristfinanzierung Langfristige Finanzierungen tragen wesentlich zur Beruhigung der Märkte und damit zur Stabilität von Volkswirtschaften bei: Haushalte und Unternehmen, die Kredite langfristig finanzieren, haben Planungssicherheit und können unabhängig vom volatilen Kapitalmarktumfeld handeln. Die Märkte entwickeln sich dadurch stetiger. Besonders anschaulich lässt sich das am Beispiel des Wohnimmobilienmarktes verdeutlichen: In Ländern mit überwiegend variabel verzinslichen Darlehen reagierte die Nachfrage stark auf die Zinsänderungen vor und nach der Finanzkrise, wodurch eine spekulativen Blase entstand. In Deutschland reagierte die Nachfrage nach Wohnimmobilien hingegen deutlich langsamer und nachhaltiger. Das hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir trotz der Finanzkrise keine Exzesse im hiesigen Wohnungsmarkt erlebt haben. Paradoxerweise könnte die Langfristfinanzierung, also die Kreditvergabe für mehr als fünf Jahre, aber gerade wegen der neuen Finanzmarktregulierungen die ja die Stabilität erhöhen sollen in Gefahr geraten. Denn wie sich zeigen lässt, setzen Basel III und Solvency II Anreize, eher kürzere Kreditlaufzeiten anzubieten. Damit sinkt zwar das Risiko von Zinsänderungen für Banken, es wird dafür aber auf Haushalte und Unternehmen verlagert, die dieses Risiko deutlich schlechter auffangen können. Pressestatement, : Die Bedeutung der Langfristfinanzierung durch Banken 2

3 Zur Erinnerung: Eine wesentliche volkswirtschaftliche Funktion der Banken ist die Fristentransformation, also der Ausgleich unterschiedlicher Laufzeitinteressen von Gläubigern und Schuldnern. Mit den neuen Regeln wird das jedoch deutlich schwieriger. Basel III und Langfristfinanzierung Durch Basel III ändert sich der Handlungsrahmen für Banken gravierend. Dabei stehen die neuen quantitativen und qualitativen Eigenkapitalvorschriften oft im Vordergrund der Debatte: Banken in der EU müssen künftig ihr Eigenkapital weiter aufbauen. So soll ihre Kapitalgrundlage sicherer und weniger krisenanfällig werden. Langfristig besteht die Gefahr, dass Kredite dadurch insgesamt teurer werden, da die Eigenkapitalkosten für Banken in der Regel über den Fremdkapitalkosten liegen. Ein unmittelbarer negativer Einfluss auf den Anteil der Langfristfinanzierung ist jedoch nicht erkennbar. (1) Neben den Vorschriften für höheres risikogewichtetes Eigenkapital beinhalten die neuen Regulierungen allerdings auch eine risikounabhängige Verschuldungskennziffer, die sogenannte Leverage Ratio. Für die Kennziffer wird das Kernkapital im Verhältnis zur gesamten Bilanzsumme berechnet. Das Baseler Ziel ist eine Leverage Ratio von 3 Prozent. Sollte das in Europa umgesetzt werden, haben Banken zur Pressestatement, : Die Bedeutung der Langfristfinanzierung durch Banken 3

4 Erfüllung dieses Wertes drei Möglichkeiten: Sie können ihr Eigenkapital mit neuen Kapitalgebern erhöhen, sie können Gewinne thesaurieren, sie also anstatt auszuschütten im Unternehmen als Eigenkapital halten, oder sie können ihre Bilanzsumme reduzieren, beispielsweise indem sie auslaufende Kreditverträge nicht verlängern. Insbesondere klassische Langfristfinanzierer wie Realkreditinstitute geraten aufgrund der Leverage Ratio somit unter Anpassungsdruck: In Deutschland haben sich die Realkreditinstitute auf die langfristige Finanzierung von Immobilien und Gebietskörperschaften spezialisiert. Diese Kredite refinanzieren sie größtenteils über Pfandbriefe. Die langfristige Immobilien- und Staatsfinanzierung ist ein besonders sicheres, aber auch margenarmes Geschäft. Daher haben Realkreditinstitute typischerweise geringe Eigenkapitalquoten. Wird die Leverage Ratio von 3 Prozent für alle Banken zur Pflicht, sind die Folgen je nach Geschäftsmodell unterschiedlich und nur schwer prognostizierbar. Sicher ist allerdings, dass die Staats- und die Immobilienfinanzierung also Geschäfte, die in Deutschland vor allem von Langfristfinanzierern gemacht werden dadurch tendenziell geschwächt werden. Schließlich können die Banken aktuell kaum zusätzliches Eigenkapital aufbauen, so dass eher Bilanzverkürzungen zu beobachten sind. Schon seit einiger Zeit fahren gerade Realkreditinstitute ihre Kommunalfinanzierungen und andere margenarme Geschäftsfelder zurück, um für die höhere Leverage Ratio gewappnet zu sein. Pressestatement, : Die Bedeutung der Langfristfinanzierung durch Banken 4

5 Daher steht eine einheitliche und risikounabhängige Eigenkapitalquote in Konflikt mit dem Geschäft der Langfristfinanzierer, die auch private Haushalte bedienen. Sowohl die Politik als auch die Regulatoren auf nationaler wie auf internationaler Ebene haben die Problematik der vereinheitlichenden Kennziffer erkannt und auf die Möglichkeit einer Differenzierung nach Geschäftsmodellen hingewiesen. (2) Neben der Leverage Ratio könnten auch die neuen Liquiditätsstandards die Zukunft der Langfristfinanzierung verändern. Auf europäischer Ebene werden sie unter dem Namen Capital Requirements Regulation (CRR) eingeführt: Die EU- Richtlinie gibt eine Mindestliquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio LCR) für Banken vor. Dadurch sollen die Kreditinstitute auch bei einem Abfluss von Liquidität, beispielsweise wenn viele Sparer ihr Geld abheben, zahlungsfähig bleiben. Die Quote wird über die Definition hochliquider Assets einen entscheidenden Einfluss auf die Nachfrage nach Refinanzierungstiteln innerhalb des Bankensektors haben. So wird es für Banken zukünftig deutlich, schwieriger Bankschuldverschreibungen zu emittieren, weil diese Art von Wertpapieren im Rahmen der LCR mit hohen Abschlägen versehen ist. Dies wiederum erschwert die Erfüllung der strukturellen Liquiditätsquote der sogenannten Net Stable Funding Ratio, kurz NSFR über die jedoch noch nicht abschließend entschieden worden ist. (3) Die NSFR soll zeigen, ob auch die mittel- und langfristigen Finanzierungen von Banken den Stabilitätsanforderun- Pressestatement, : Die Bedeutung der Langfristfinanzierung durch Banken 5

6 gen entsprechen und damit einen Ansatz darstellen, mit dem das Refinanzierungsrisiko ermittelt werden kann. Nach derzeitigem Planungsstand beschreibt sie das Verhältnis von langfristig stabilen Refinanzierungsquellen zu möglichen Liquiditätsanforderungen, die sich aus den Refinanzierungen ergeben könnten. Da die Refinanzierungsnotwendigkeiten jederzeit durch Refinanzierungsquellen gedeckt sein sollten, soll die NSFR stets größer sein als 100 Prozent. Sprich: Die NSFR soll verhindern, dass Banken in Liquiditätsprobleme geraten können und Hilfe vom Staat erhalten müssen. Allerdings setzt die NSFR auch Anreize, welche die Langfristfinanzierung hemmen. Banken müssen dann die Passiv- und Aktiv-Seite ihrer Bilanz überarbeiten, um die Quote von 100 Prozent zu erfüllen. Auf der Passiv-Seite können Eigenkapital und Schuldverschreibungen mit langen Laufzeiten die NSFR-Quote verbessern. Sie eignen sich dafür besonders gut, da sie ohne Abschlag in die NSFR-Quote eingehen. Dies stärkt generell die Langfristfinanzierung durch Banken. Abgeschwächt wird der Effekt allerdings dadurch, dass Versicherer, die zu den wesentlichen Käufern von Anleihen zählen, zunehmend weniger bereit sein werden, lange Laufzeiten zu akzeptieren. Denn für sie sind durch Solvency II ebenfalls die Eigenkapitalvorschriften bei längeren Zinslaufzeiten gestiegen. Auf der Aktiv-Seite setzt die NSFR jedoch Anreize, die Kreditlaufzeiten zu verkürzen, da nach bisherigen Vorstellungen der Refinanzierungsbedarf bei kurzfristigen Krediten Pressestatement, : Die Bedeutung der Langfristfinanzierung durch Banken 6

7 niedriger ist als bei langfristigen. Wird also die durchschnittliche Kreditlaufzeit verringert, steigt automatisch der Anteil der Kredite, für die Banken keine Refinanzierung mehr nachweisen müssen. Langfristfinanzierung durch alternative Finanzintermediäre? Die Analyse der Finanzmarktregulierungen legt nahe, dass Banken langfristige Finanzierungen künftig zurückfahren könnten und/oder die Kosten hierfür deutlich steigen werden. Die EU-Kommission hat mit ihrem Grünbuch zur Langfristfinanzierung bereits die Diskussion angestoßen, ob langfristige Darlehen verstärkt durch andere Finanzintermediäre wie etwa Versicherungen, Pensionsfonds oder Kreditfonds angeboten werden können. Tatsächlich ist zu erwarten, dass sich die Kreditvergabe teilweise auf alternative Finanzintermediäre verlagern wird, schlichtweg weil diese durch den derzeitigen Stand der Regulierung bevorzugt werden: Versicherer müssen zum Beispiel keine Liquiditätskennziffern einhalten und bei Kreditfonds gibt es zwar Vorschriften bezüglich der Höhe des Eigenkapitals, jedoch sind die Qualitätsanforderungen an das Eigenkapital weniger umfangreich und deutlich niedriger. Fraglich ist jedoch, ob sich die alternativen Finanzintermediäre auch in der Langfristfinanzierung engagieren werden. Ein Blick in die Historie zeigt, dass sich das Angebot Pressestatement, : Die Bedeutung der Langfristfinanzierung durch Banken 7

8 langfristiger Finanzierung nur langsam entwickelt, da die Anbieter Erfahrungen sammeln müssen, um die Kreditausfallwahrscheinlichkeit über einen langen Zeitraum adäquat einschätzen zu können. Sofern Kreditfonds außerhalb des Bankensektors aufgelegt werden, müssen also erst Erfahrungen gewonnen werden. Da Investoren bei Fonds außerdem mittlere Anlagedauern bevorzugen, ist eine Langfristfinanzierung durch Fonds eher unwahrscheinlich. Bei Versicherern, die bereits auf lange Frist finanzieren, muss überdies berücksichtigt werden, dass auch Solvency II in der Kreditvergabe Anreize zu kürzeren Laufzeiten setzt denn die Eigenkapitalanforderungen steigen ja mit der Laufzeit an. Reformbedarf der Regulierung Wie gezeigt, werden die verschiedenen Anbietergruppen durch die Richtlinie unterschiedlich behandelt, wodurch auch ihre Wettbewerbsbedingungen unterschiedlich sind. Doch für das Kreditgeschäft ist ein einheitlicher Wettbewerbsrahmen dringend erforderlich. Denn werden einzelne Finanzintermediäre bei der Kreditvergabe regulatorisch bevorzugt, kommt es zu Verzerrungen im Markt, die neue Ungleichgewichte schaffen. Die Konsequenz ist, dass sich im Schattenbankensektor zunächst unbeobachtet Risiken kumulieren, die zu neuen Krisen führen können. Pressestatement, : Die Bedeutung der Langfristfinanzierung durch Banken 8

9 Für mehr Stabilität im gesamten Finanzsystem wird es deshalb nicht genügen, nur die Banken stärker zu regulieren. Statt dessen muss das Gesamtsystem im Auge behalten werden. Die Idee einer Verschiebung der Langfristfinanzierung hin zu alternativen Finanzintermediären, womöglich sogar unterstützt durch weitere Vorteile für diese in der Regulierung, muss verworfen werden. Zudem sprechen mehrere Gründe dafür, die Vergabe langfristiger Bankkredite regulatorisch nicht zu erschweren. Dazu zählen das über Jahre akkumulierte Fachwissen, die bestehende Expertise in der Risikoanalyse und die damit zusammenhängenden Prüfungskapazitäten. Ein weiterer Vorteil von Banken bei der Langfristfinanzierung besteht in ihrem breiten Refinanzierungsmix aus Einlagen, gedeckten und ungedeckten Schuldverschreibungen sowie Verbriefungen. Dieser Mix erlaubt es den Banken, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren und sie können Risiken besser streuen. Anders sieht dies etwa bei Kreditfonds aus, die bei einem Investoren-Rückzug schnell in Schieflage geraten können. Pressestatement, : Die Bedeutung der Langfristfinanzierung durch Banken 9

10 Fazit Der Kerngedanke von Basel III besteht darin, die Risiken im Bankensektor zu reduzieren und damit die Finanzstabilität zu erhöhen. Gleichzeitig wird mit den neuen Regeln jedoch die volkswirtschaftliche Funktion der Banken als Langfristfinanzierer eingeschränkt. Die Regulierung steckt damit in einem Dilemma: Vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Finanzkrise muss einerseits die Sicherheit des Finanzmarktes erhöht werden, um negative Rückwirkungen auf die Realwirtschaft zu vermeiden oder zumindest zu begrenzen. Andererseits wird mit eben diesen Regeln die Langfristfinanzierung erschwert, was ebenfalls negative Rückwirkungen auf die Realwirtschaft hat. Denn damit geht Planungssicherheit verloren und der Effekt bleibt aus, dass sich die langfristigen Finanzierungen beruhigend auf die Preisentwicklung auswirken. Das Ziel lautet also: Banken müssen sicherer und robuster aufgestellt sein als bislang, gleichzeitig dürfen sie durch neue Vorschriften aber nicht ihre Funktionsfähigkeit verlieren. Die Regulierung muss sich unbedingt auf systemische Risiken konzentrieren. Es muss ihr darum gehen, die Gefahr von Domino-Effekten bei Insolvenzen einzelner Banken deutlich zu reduzieren schließlich stellte genau das ein wesentliches Problem in der Finanzkrise dar. Mit der Bankenunion wurden hierfür bereits entscheidende Maßnahmen ergriffen. Während die Bankenunion allerdings erst am Ende greift, also für Pressestatement, : Die Bedeutung der Langfristfinanzierung durch Banken 10

11 den Fall von Insolvenzen, muss Basel III dazu beitragen, die Insolvenzwahrscheinlichkeit zu reduzieren. Unstrittig ist, dass die Banken mehr risikogewichtetes Eigenkapital vorhalten müssen. Doch das hat auch nur einen geringen Einfluss auf die Art der Kreditvergabe und hemmt somit die langfristigen Finanzierungen nicht. Anders sieht die Bewertung allerdings bei der Leverage Ratio, der Verschuldungskennziffer, aus. Die Höhe der Leverage Ratio ist aktuell noch unabhängig vom Geschäftsmodell und den eingegangenen Risiken. Wie gezeigt, wird die Leverage Ratio insbesondere negative Rückwirkungen auf Geschäftsfelder haben, die in Deutschland vor allem Langfristfinanzierer besetzen. Es ist bereits zu beobachten, dass die betroffenen Langfristfinanzierer ihre Bilanzsumme anpassen, was die Langfristfinanzierung insgesamt schwächt. Ein denkbarer Kompromiss wäre es deshalb, die Leverage Ratio nur als Beobachtungskennziffer zu nutzen, die Banken zwar einer Aufsicht melden müssen. Sie müssen aber nicht verbindlich einen gewissen Wert erreichen. Würde sich die Kernkapitalquote einer Bank verringern, könnte das dann die Finanzaufsicht veranlassen, die Bilanz und die Aktivitäten der betreffenden Bank eingehend zu prüfen. Ein weiteres Hemmnis der Langfristfinanzierung ist die Net Stable Funding Ratio. Sie setzt zugleich Anreize, die Refinanzierung langfristiger und die Kreditlaufzeiten kurzfristiger zu Pressestatement, : Die Bedeutung der Langfristfinanzierung durch Banken 11

12 gestalten. Eine praktikable Reformmöglichkeit bestünde darin, den Schwellenwert der NSFR nicht auf 100 Prozent zu setzen, sondern etwa auf 95 Prozent. Dies würde den Spielraum der Banken etwas erhöhen, gleichzeitig aber exzessive Fristentransformationen, wie sie teilweise vor der Finanzkrise praktiziert wurden, unterbinden. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln plädiert also für eine Regulierung, die sich weniger an reinen Kennzahlen orientiert, sondern verstärkt die individuelle Situation einer Bank prüft und damit auf den Dialog mit Finanzinstituten setzt. Das macht nicht zuletzt Sinn, weil die Geschäftsmodelle der Banken in der EU sehr verschieden sind. Sowohl die Leverage Ratio als auch die Liquiditätsquoten haben auch deshalb nur eine begrenzte Aussagekraft über die Insolvenzwahrscheinlichkeit eines Instituts. Auch deshalb bringt es wenig, die Kennziffern zu restriktiv auszugestalten. Keine Lösung besteht in unseren Augen hingegen in der Verlagerung der Langfristfinanzierung auf andere Finanzintermediäre. Mit einer Verschiebung der Kreditvergabe in einen weniger regulierten, weniger etablierten und weniger erfahrenen Sektor erhöht sich die Gefahr neuer Verwerfungen. Im Endeffekt werden damit die Banken zwar robuster, die Risiken für das gesamte Finanzsystem und die Realwirtschaft steigen aber das liegt gewiss nicht im Interesse der Regulatoren. Pressestatement, : Die Bedeutung der Langfristfinanzierung durch Banken 12

13 Liquidität Eigenkapital Anhang Einsteuerungen der neuen Kapital- und Liquiditätsanforderungen in der EU nach Basel III Leverage Ratio Beobachtungsphase ( ) Offenlegung ab 2015 Integration in Säule 1 Gesamtkapital 8,0% 8,0% 8,0% 8,0% 8,0% 8,0% 8,0% Hartes Kernkapital 3,5% 4,0% 4,5% 4,5% 4,5% 4,5% 4,5% Zusätzliches Kernkapital 1,0% 1,5% 1,5% 1,5% 1,5% 1,5% 1,5% Ergänzungskapital 3,5% 2,5% 2,0% 2,0% 2,0% 2,0% 2,0% Kapitalerhaltungspuffer 0% 0% 0% 0,625% 1,25% 1,875% 2,5% Antizyklische Eigenkapitalpuffer* 0% 0% 0% 0,625% 1,25% 1,875% 2,5% Systemische Risikopuffer* 0% 0-3% 0-5% 0-5% 0-5% 0-5% 0-5% Mindestliquiditätsquote (LCR) Strukturelle Liquiditätsquote (NSFR) % (ab Okt.) Legislativvorschlag der EU-Kommission 70% 80% 100% 100% Einführung als Mindeststandard** *auf nationaler Ebene von nationaler Aufsicht innerhalb der EU festzulegen; ** gem. Zeitplan Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an BCBS

14 Ungewichtete Eigenkapitalquote nach Bankengruppen (Stand: ) Bankengruppe Ungewichtete Eigenkapitalquote Großbanken 3,5% Kreditbanken 4,2% Realkreditinstitute 4,1% Bausparkassen 4,3% Landesbanken und Sparkassen 6,7% Genossenschaften 7,1% Ursprungsdaten: Deutsche Bundesbank

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