Qualitätsrichtlinien für die Branche. Wertschöpfungskette Rind/ Kalb

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1 Qualitätskriterien der Dachmarke Rhön für den Bereich Rind / Kalb, Stand Seite 1 Qualitätsrichtlinien für die Branche Wertschöpfungskette Rind/ Kalb Unternehmen Straße, Nr. PLZ, Ort Ansprechpartner Telefon, Hiermit erkläre ich, dass ich die Qualitätsrichtlinien für meine Branche, die im Pflichtenheft in der jeweils aktuellen Fassung dargelegt sind, anerkenne und einhalten werde. Datum, Ort für das Unternehmen Das oben genannte Unternehmen ist berechtigt, das Qualitätssiegel Rhön Bio zu nutzen, sofern der Nachweis über die Erfüllung der hier genannten Kriterien erbracht und die für das Unternehmen geltende Nutzungsgebühr entrichtet wird.

2 Qualitätskriterien der Dachmarke Rhön für den Bereich Rind / Kalb, Stand Seite 2 I. Erzeugung Lfd.- Nr. Vorgaben Anforderung an den Betrieb Dokumentation Kontrolle 1. Allgemeines 1.1. Mitgliedschaft im Verein Dachmarke Rhön e.v Erzeugung für das Qualitätssiegel 1.3. Dokumentation der Stammdaten Der Betrieb muss Mitglied im Verein Dachmarke Rhön e.v. sein und seinen Betriebssitz im Geltungsbereich der Dachmarke Rhön haben (Landkreise Bad Kissingen, Fulda und Rhön-Grabfeld vollständig, Landkreise Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis bis zur Werra). Die Haltung der Nutztiere für die Rind- bzw. Kalbfleischerzeugung muss im gesamten Betrieb nach den Bestimmungen dieses Pflichtenheftes erfolgen. Der Betrieb muss entweder QS-zertifiziert anerkannter Bio-Betrieb sein eine Übersicht mit folgenden Inhalten erstellen: -Name des Betriebes -Anschrift (Adresse, Tel.-Nr., Fax-Nr.) -Registriernummer nach Viehverkehrsverordnung -Betriebszweige -Betriebskapazitäten (Stallplätze, Fläche) Es können vorhandene Dokumentationen genutzt werden (z. B. Anträge zur GAP). In Erzeugerbetrieben mit mehreren Einzelställen Betriebsabteilungen ist eine Betriebsskizze anzulegen, aus der Lage und Nutzung der Betriebsteile erkennbar werden. Hierzu können auch Lagepläne und Baupläne der Ställe herangezogen werden. 2. Tiere (Rasse, Alter, Herkunft) 2.1. Tiere/ Rasse Zur Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel der Dachmarke Rhön ist für Frischfleisch von Färsen, Ochsen und Jungbullen zugelassen, für Verarbeitungsprodukte (Hackfleisch, Wurst etc.) auch das Fleisch von Altkühen. Regionaltypische Rassen sind wünschenswert (Gelbvieh, Fleckvieh, Rotvieh) 2.2. Altersobergrenze Für die Vermarktung als Frischfleisch darf das Alter der Masttiere nicht höher als 28 Monate sein, Kälber dürfen nicht älter als maximal 6 Monate sein. Mitgliedsantrag Vorlage des Mitgliedsantrages beim -- Selbstverpflichtung QS Zertifikat Bio-Zertifikat Betriebsübersicht, Lagepläne, Betriebsskizzen Kopie des Bestandsverzeichnisses Ausdruck aus der HIT Datenbank Kopie der Rinderpässe Standarderklärung des Schlachthofes Kopie QS-Zertifikats Bio- Zertifikat Einsichtnahme in Betriebsübersicht, Lagepläne, Betriebsskizzen Kontrolle erfolgt im Schlachtbetrieb 2.3 Herkunft der Tiere (Geburts- und Haltungsort) Die Tiere müssen im Geltungsbereich der Dachmarke Rhön geboren zum Schlachtzeitpunkt mindestens die Hälfte ihres Lebens in diesem Geltungsbereich gehalten worden sein. Kopie des Bestandsverzeichnisses Ausdruck aus der HIT Datenbank Kopie der Rinderpässe

3 Qualitätskriterien der Dachmarke Rhön für den Bereich Rind / Kalb, Stand Seite 3 3. Fütterung 3.1. Betriebseigene Futtermittel Der überwiegende Anteil (75%) der verwendeten Futtermittel muss aus eigener Erzeugung des Betriebs (betriebseigenes Futter) stammen. Im Fall von Betriebsgemeinschaften und dauerhaftem Futtermittelbezug von nahe liegenden Betrieben muss der überwiegende Anteil der Futtermittel in den vertraglich angeschlossenen Betrieben im Geltungsbereich der Dachmarke Rhön erzeugt werden. Der Nachweis ist über die Erstellung einer Futterbilanz zu führen. Der Betrieb muss den Zukauf von Mischfuttermitteln und Einzelfuttermitteln in einem Futtermittelbuch dokumentieren Zugekaufte Futtermittel Der Betrieb darf grundsätzlich nur solche Futtermittel zukaufen und einsetzen, die von QS anerkannten Futtermittelherstellern stammen. Die Verfütterung von Backwaren ist nicht erlaubt Futtermittel nach Positivliste Der Betrieb darf nur Futtermittel einsetzen, die der Positivliste für Einzelfuttermittel der Normenkommission für Einzelfuttermittel im Zentralausschuss der Deutschen Landwirtschaft entsprechen. Kälber dürfen nicht mit Milchaustauscher gefüttert werden. Kopie des Anbauplans ( Mehrfachantrages) Futterbilanz/ Futtermittelbuch Lieferscheine, Rechnungen Futtermittelbuch, Lieferscheine, Abrechnungen, Mischprotokoll, Rationsberechnung 3.5. Gentechnisch veränderte Futtermittel Der Verzicht auf gentechnisch veränderte Futtermittel ist für konventionelle Betriebe keine Voraussetzung für die Markennutzung. Wenn ein Betrieb mit der Kennzeichnung ohne Gentechnik wirbt, muss er die relevanten gesetzlichen Bestimmungen einhalten. In zertifizierten Bio-Betrieben ist der Verzicht auf Gentechnik selbstverständlich und wird von den Kontrollstellen überwacht. 4. Haltung und Gesundheit 4.1. Tierschutz Die Tiere müssen art- und tierschutzgerecht gehalten werden Tiertransport Beim Verladen ist auf einen ruhigen Umgang mit den Tieren zu achten, Elektrotreiber sind nicht zulässig. Die Verladung und der Transport müssen tierschonend erfolgen. Insbesondere sind möglichst kurze Transportzeiten einzuhalten Selbstverpflichtung -- Selbstverpflichtung

4 Qualitätskriterien der Dachmarke Rhön für den Bereich Rind / Kalb, Stand Seite 4 II. Schlachtung Lfd.- Nr. Vorgaben Anforderung an den Betrieb Dokumentation Kontrolle 1. Allgemeines 1.1 Mitgliedschaft im Verein Dachmarke Rhön e.v. 2. Herkunft der Tiere 2.1 Herkunft der Schlachttiere Der Betrieb muss Mitglied im Verein Dachmarke Rhön e.v. sein und seinen Betriebssitz im Geltungsbereich der Dachmarke Rhön haben. Die Tiere müssen von Markennutzern der Dachmarke Rhön stammen und zweifelsfrei gekennzeichnet sein. 3. Qualität des Fleisches 3.1 Fleischqualität Schlachtbetriebe und selbstschlachtende Metzger sind verpflichtet, ein Schlachtprotokoll zu führen, um eine optimale Produktqualität nachzuweisen. Mitgliedsantrag Aufzeichnungen über den Wareneingang, Rechnungen, Lieferscheine, Ohrmarke, Standarderklärung vergleichbare Dokumentation Schlachtprotokolle vergleichbare Dokumentation Dachmarken Management

5 Qualitätskriterien der Dachmarke Rhön für den Bereich Rind / Kalb, Stand Seite 5 III. Fleischhandel und Endverkauf Lfd.- Nr. Vorgaben Anforderung an den Betrieb Dokumentation Kontrolle 1. Allgemeines 1.1. Mitgliedschaft im Verein Dachmarke Rhön e.v. Der Betrieb muss Mitglied im Verein Dachmarke Rhön e.v. sein und seinen Betriebssitz im Geltungsbereich der Dachmarke Rhön haben. 2. Herkunft / Herkunftssicherung 2.1. Herkunft der Ware Die Schlachtkörper Teilstücke müssen von einem Mitgliedsbetrieb der Kooperation innerhalb der Dachmarke Rhön stammen und zweifelsfrei gekennzeichnet sein. Mitgliedsantrag Abholschein (Landwirt) Standarderklärung (Schlachthof) vergleichbare Dokumentation Dachmarken Management 3. Qualitätsbestimmungen 3.1 Qualitätssicherung Die gesetzlichen Bestimmungen bzgl. Fleischhygiene / Qualitätssicherung sind einzuhalten. -- Selbstverpflichtung 3.2 Gentechnik Der Verzicht auf gentechnisch veränderte Futtermittel ist keine Voraussetzung für die Markennutzung. Wenn ein Betrieb mit der Kennzeichnung ohne Gentechnik wirbt, muss er die relevanten gesetzlichen Bestimmungen einhalten. Für zertifizierte Bio-Produkte ist der Verzicht auf Gentechnik selbstverständlich und wird von den Kontrollstellen überwacht Wurstprodukte Bei Wurstprodukten aus verschiedenen Fleischsorten müssen mindestens 50 % der eingesetzten Rohstoffe aus Rindfleisch stammen, das diesem Pflichtenheft genügt, um mit dem Qualitätssiegel Rhön für den Bereich Rind / Kalb ausgezeichnet zu werden. -- Selbstverpflichtung 4. Kennzeichnung der Ware 4.1. Kennzeichnung der Schlachtkörper Die Schlachtkörper, die zur Verwendung des Qualitätssiegels gelagert bzw. weitergegeben werden, müssen mit Stempel Begleitetiketten eindeutig gekennzeichnet sein, um eine Verwechslung auszuschließen. Der Kennzeichnung muss zu entnehmen sein, ob es sich um Bullen-, Färsen- Ochsenfleisch handelt. -- Selbstverpflichtung, Stichprobenkontrolle durch vor Ort.

6 Qualitätskriterien der Dachmarke Rhön für den Bereich Rind / Kalb, Stand Seite Kennzeichnung der Teilstücke 4.3 Kennzeichnung unverpackter Ware im Endverkauf 4.4 Verwendung des Zeichens in Verbindung mit dem Produkt Nach der Zerlegung sind die Teilstücke Gebinde, die zur Verwendung des Qualitätssiegels gelagert bzw. weitergegeben werden, hierfür eindeutig zu kennzeichnen. Die Teilstücke sind vorrangig mit dem Qualitätssiegel auf dem Etikett zu kennzeichnen. Bei offener Ware kann auch die Kiste als Verpackung gekennzeichnet werden. Die für die Nutzung des Qualitätssiegels vorgesehenen Teilstücke sind von anderer Ware getrennt zu lagern. Beim Verkauf unverpackter Ware müssen die Erzeugnisse so beworben und angeboten werden, dass der Kunde eine eindeutige Trennung von Ware mit und ohne Qualitätssiegel erkennt. Das Qualitätssiegel Rhön ist an Verkaufsständen, Regalen, Theken und Preisschildern so anzubringen, dass der Bezug zum Produkt unverkennbar ist und eine deutliche Abgrenzung zu dem übrigen Produktangebot hergestellt wird. Das Qualitätssiegel darf nur in Verbindung mit dem Produkt zur Herausstellung der Produkteigenschaften Herkunft und Qualität zweifelsfrei und eindeutig verwendet werden. Für den Verbraucher missverständliche widersprüchliche Kennzeichnungen mit anderen Auszeichnungen/Aufmachungen sind zu vermeiden, d.h. es muss eine eindeutige Zuordnung des Siegels zu der entsprechenden Ware erfolgen. Es kann wie folgt verwendet werden: -einbezogen in die Produktkennzeichnung (Verpackung, Preisschild), -auf Schildern und Folien, die direkt mit dem Verkauf in Verbindung stehen bzw. der Produktpräsentation dienen, -in Anzeigen in Verbindung mit dem Produktangebot, -in Faltblättern mit dem Hinweis auf die Aussagen des Zeichens. -- Selbstverpflichtung, Stichprobenkontrolle durch vor Ort. -- Selbstverpflichtung, Stichprobenkontrolle durch vor Ort. -- Überprüfung der verwendeten Etiketten, Plakate, Preisschilder und anderer Kennzeichnungsmaßnahmen auf korrekte Zeichenverwendung (Stichprobe). IV. Biologische Erzeugung und Verarbeitung 1. Bio 1.1 Kriterien Sämtliche vorgenannten Kriterien gelten ebenso für biologisch erzeugtes und verarbeitetes Rindfleisch. Siehe I - III Siehe I - III 1.2 Biozertifizierung Der Betrieb muss zertifiziert sein gemäß EG-Öko-Verordnung. Kopie des Zertifikats Jährliche Vorlage beim Dachmarken Management 1.3 Kennzeichnung Der Betrieb bzw. die Produkte werden mit dem Bio-Siegel der Dachmarke Rhön ausgezeichnet. Siehe III.4 Siehe III.4

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