Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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1 Blatt: 1 Prüfungsordnung (Satzung) der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für Studierende des auslandsorientierten Studienganges Coastal Geosciences and mit dem Abschluss Master of Science/Coastal Geosciences and Engineering -Reformmodell gemäß 81 Abs. 2 HSG- (Veröffentlichung vom 31. August 1999, NBl. MBWFK Schl.-H. S. 375), geändert durch Satzung vom 29. April 2004 (Veröffentlichung vom 25. Juni 2004, NBl. MBWFK Schl.-H. S. 162) Prüfungsordnung aufgehoben durch Satzung vom (NBl. MWV. Schl.-H. S. 169) Aufgrund des 86 Abs. 7 des Gesetzes über die Hochschulen und Klinika im Lande Schleswig- Holstein (Hochschulgesetz - HSG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. April 1995 (GVOBl. Schl.-H. S. 166), zuletzt geändert durch Gesetz vom 15. Juni 1999 (GVOBl. Schl.-H. S. 134) wird nach Beschlussfassung durch den Fakultätskonvent der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät vom 4. Februar 1998 die folgende Satzung erlassen: 1 Aufbau des Studiums Der Studiengang Coastal Geosciences and umfasst ein eineinhalbjähriges Hauptstudium. Es baut auf dem Grundstudium und zwei weiteren Fachsemestern eines geowissenschaftlichen, ozeanographischen oder marine-ingenieurwissenschaftlichen Diplomstudiengangs oder auf dem entsprechend qualifizierten Abschluss ausländischer Studiengänge dieser Fachrichtungen, insbesondere einem entsprechend qualifizierten Bachelor of Science (B.Sc.) auf. 2 Masterprüfung Durch die Masterprüfung soll festgestellt werden, ob die Kandidatin oder der Kandidat die Zusammenhänge ihres oder seines Faches überblickt, die Fähigkeit besitzt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden und die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben hat.

2 Blatt: 2 3 Graduierung Ist die Masterprüfung bestanden, so verleiht die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät den akademischen Grad eines Master of Science/Coastal Geosciences and Engineering (M.Sc.). 4 Regelstudienzeit Die planmäßige Studienzeit beträgt eineinhalb Jahre bis zur Masterprüfung. Für den erfolgreichen Abschluss ist ein zeitlicher Gesamtumfang von 51 Semesterwochenstunden erforderlich. 5 Aufbau der Masterprüfung Die Masterprüfung besteht aus Einzelprüfungen im Anschluss an die jeweiligen Lehrveranstaltungen, der Masterarbeit, die planmäßig im dritten Studienhalbjahr geschrieben wird, und einer mündlichen Prüfung im Anschluss an die Masterarbeit. (1) Der Prüfungsausschuss besteht aus: 6 Prüfungsausschuss für die Masterprüfung 1. fünf Mitgliedern aus dem Kreis der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer und Hochschuldozentinnen oder Hochschuldozenten der Fachrichtungen Geologie, Geophysik, Ingenieurgeologie, Ozeanographie und Ökologie 2. einer oder einem Studierenden mit beratender Stimme. Ein weiteres Mitglied kann aus dem Kreis der hauptberuflich an der Universität tätigen Privatdozentinnen oder Privatdozenten hinzukommen. (2) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses werden vom Fakultätskonvent für die Dauer von vier Jahren, studentische Mitglieder für ein Jahr, bestellt. (3) Der Fakultätskonvent bestellt die oder den Vorsitzenden aus den Mitgliedern zu Absatz 1 Nr. 1.

3 Blatt: 3 (4) Der Prüfungsausschuss hat insbesondere die Organisation der Fachprüfungen sicherzustellen und dafür Sorge zu tragen, dass die Masterarbeiten planmäßig abgelegt werden können. Die Kandidatinnen und Kandidaten sind rechtzeitig über Art, Zahl und Termine der Prüfungen zu informieren. 7 Anerkennung von Prüfungsleistungen (1) Prüfungsleistungen werden anerkannt, soweit sie gleichwertig sind. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn sie in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des Studiums der Coastal Geosciences and entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. (2) Voraussetzung für die Anerkennung von Prüfungsleistungen ist, dass diese unter Prüfungsmäßigen Bedingungen erbracht worden sind. (3) Es kann höchstens eine Einzelprüfung je Studienhalbjahr anerkannt werden. (4) Für die Anerkennung ist der Prüfungsausschuss nach 6 Abs. 1 zuständig. (5) Im übrigen sind bei Anerkennung von Prüfungsleistungen, die außerhalb Deutschlands erbracht worden sind, die von Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie die Abkommen zwischen den Hochschulen oder Fakultäten zu beachten. (6) Einschlägige berufspraktische Tätigkeiten können anerkannt werden. (7) Werden Prüfungsleistungen anerkannt, so sind die Noten, soweit die Notensysteme vergleichbar sind, zu übernehmen und entsprechend in die Gesamtnote einzubeziehen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk bestanden aufgenommen. Eine Kennzeichnung der Anerkennung im Zeugnis ist zulässig. 8 Zugang zum Studium (1) Zugang zum Studium der Coastal Geosciences and Engineering/Geo- und Ingenieurwissenschaften der Küsten erhält, wer 1. an einer wissenschaftlichen Hochschule in Deutschland a) die Diplom-Vorprüfung in einem der in 1 genannten Studiengänge bestanden hat und

4 Blatt: 4 b) zwei weitere Fachsemester in einem solchen Studiengang studiert hat, in diesen Fachsemestern einen Schwerpunkt in meereskundlich ausgerichteten oder relevanten Fächern gesetzt hat und die studienplanmäßig für das erste und zweite Semester nach dem Vordiplom vorgesehenen Teilnahme- und Leistungsnachweise erworben hat oder 2. einen Bachelor of Science-Degree (B.Sc.) in einer einschlägigen Fachrichtung erworben hat, der den in Nr. 1 genannten Voraussetzungen gleichwertig ist, oder 3. einen sonstigen, den unter Nr.1 und 2 genannten Zugangsvoraussetzungen gleichwertigen ausländischen Abschluss erworben hat und und 4. hinreichende Sprachkenntnisse nachweist, und zwar: a) Englischkenntnisse (TOEFL-Test mit 550 Punkten oder Sprachtest des Englischen Seminars der CAU); der Nachweis entfällt, wenn der B.Sc. in englischer Sprache erworben worden ist; b) Deutschkenntnisse; der Nachweis der Deutschkenntnisse entfällt, wenn die Bewerberin oder der Bewerber sich für die im Lektorat Deutsch für Ausländer vorgesehenen Sprachkurse eingeschrieben hat oder wenn sie oder er die Hochschulzugangsberechtigung oder das Vordiplom in deutscher Sprache erworben hat. (2) Bei der Prüfung nach Absatz 1 Nr. 1 können Vordiplom und Studienleistungen in anderen Studiengängen berücksichtigt werden, wenn in ihnen die für den Masterstudiengang erforderlichen naturwissenschaftlichen und mathematischen Grundlagen gelegt worden sind. (3) Es können grundsätzlich nur Zulassungsanträge berücksichtigt werden, die innerhalb der von der CAU bekannt gemachten Fristen eingegangen sind und denen die Nachweise über die Zugangsvoraussetzungen beigefügt sind. (4) Es stehen 40 Studienplätze zur Verfügung, davon 50 % für Absolventinnen oder Absolventen deutscher Abschlüsse und 50 % für Absolventinnen oder Absolventen ausländischer Abschlüsse. 9 Prüfungssprache Die Prüfungsleistungen können nach Wahl des Prüflings in deutscher oder englischer Sprache erbracht werden.

5 Blatt: 5 10 Zulassung, Anmeldung und Termine der Einzelprüfungen (1) Zu den Einzelprüfungen wird grundsätzlich nur zugelassen, wer an der entsprechenden Lehrveranstaltung teilgenommen hat. (2) Die für die Lehrveranstaltungen verantwortliche Hochschullehrerin oder der für die Lehrveranstaltungen verantwortliche Hochschullehrer gibt Termin und Ort der Einzelprüfungen bekannt. Darüber hinaus werden diese am Schwarzen Brett des Instituts ausgehängt. (3) Spätestens die Teilnahme an den Einzelprüfungen gilt als Anmeldung zu ihnen. (4) Zugelassen wird nicht, wer endgültig seine Zwischen- oder Abschlussprüfung in einem der in 1 genannten Studiengänge nicht bestanden hat oder wer sich in einem solchen Prüfungsverfahren befindet. 11 Umfang und Art der Einzelprüfungen (1) Es sind Klausuren als Abschluss der folgenden Lehrmodule zu schreiben: 1. aus dem ersten Studienhalbjahr a) Coastal Processes, b) Depositional Systems I, c) Geomathematics and Computational Methods, d) Geographic Information System, Data Bases and Remote Sensing, e) Principles of Fluid Flow and Sediment Transport, f) wahlweise - Marine Ecology oder - Introduction to Physical Oceanography oder - Marine Geophysics, 2. aus dem zweiten Studienhalbjahr a) Coastal Evolution and Protection, b) Depositional Systems II, c) Hydroinformatic Systems Applied to Coastal Environments, d) Coastal Environmental Surveying, e) Integrated Coastal Zone Management, f) Field Trip, g) wahlweise - Practical Activities in Nearshore Areas oder - Environmental Impact Assessment in Coastal Zones oder - Principles of Resource Management. (2) Es ist eine mündliche Prüfung zur Thematik der Masterarbeit nach Abgabe der Arbeit abzulegen.

6 Blatt: 6 (3) Insbesondere bei den Prüfungen nach Absatz 1 Nr. 2 und Absatz 2 wird fachübergreifend das Verständnis der Kandidatin oder des Kandidaten für die größeren Zusammenhänge sowie für methodische Fragen geprüft. 12 Masterarbeit (1) Die Masterarbeit soll zeigen, dass die Kandidatin oder der Kandidat in der Lage ist, ein Problem aus ihrem oder seinem Fach selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. (2) Sie darf erst ausgegeben werden, wenn die Einzelprüfungen mit Erfolg abgelegt worden sind. Sie ist spätestens drei Monate nach der letzten bestandenen Klausur auszugeben. (3) Studentinnen und Studenten mit ausländischem B.Sc. sollen ihre Masterarbeit an der Christian- Albrechts-Universität verfassen; mit Genehmigung des Prüfungsausschusses kann sie auch an einem ausländischen Institut gefertigt werden. Deutsche Studentinnen und Studenten, die kein Fachsemester im Ausland studiert haben, müssen die Masterarbeit an einem ausländischen Institut fertigen. Sie soll von einer Prüfungsberechtigten oder einem Prüfungsberechtigten gemeinsam mit dem ausländischen Institut betreut werden. Die Betreuerin oder der Betreuer aus dem ausländischen Institut ist zur Bewertung der Arbeit hinzuzuziehen, sie oder er kann als Prüferin oder Prüfer auch in der mündlichen Prüfung bestellt werden. (4) Die Bearbeitungszeit für die Abschlussarbeit darf grundsätzlich sechs Monate nicht überschreiten. 13 Bestehen der Einzelprüfungen und der Masterprüfung (1) Die Masterprüfung ist bestanden, wenn alle Einzelprüfungen bestanden sind und die Masterarbeit mit mindestens der Note ausreichend bewertet worden ist. Die Gesamtnote errechnet sich aus dem Durchschnitt der Noten der Einzelprüfungen und der dreifach gewichteten Note der Masterarbeit. (2) Im Rahmen anderer Studiengänge nicht bestandene Einzelprüfungen gelten auch im Rahmen dieses Studiengangs als nicht bestanden. 14 Wiederholung (1) Sind die schriftlichen Prüfungsleistungen in einem oder mehreren Einzelfächern mit nicht ausreichend benotet, so kann die Kandidatin oder der Kandidat sie im nächsten Prüfungstermin wiederholen. Besteht sie oder er diese Prüfungen dann mit mindestens ausreichender Benotung, so wird sie oder er zur Masterarbeit zugelassen.

7 Blatt: 7 (2) Werden die Einzelprüfungen auch im Wiederholungstermin nicht bestanden, so kann der Prüfungsausschuss in begründeten Einzelfällen eine mündliche Nachprüfung zulassen. Werden die mündlichen Einzelprüfungen mit mindestens ausreichender Benotung bestanden, so wird die Kandidatin oder der Kandidat zur Masterarbeit zugelassen. Andernfalls hat die Kandidatin oder der Kandidat die Masterprüfung endgültig nicht bestanden. (3) Die Masterarbeit kann nur einmal wiederholt werden. Das Thema der Wiederholungsarbeit ist spätestens sechs Monate nach Rückgabe der ersten Arbeit auszugeben. 15 Anerkennung von Prüfungsleistungen für den Erwerb des Diploms Über die Anrechnung von Prüfungs- und Studienleistungen nach dieser Ordnung zum Erwerb des Diploms im Studiengang Geologie-Paläontologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel entscheidet auf Antrag der zuständige Prüfungsausschuss im Rahmen der für diesen Studiengang geltenden Prüfungsordnung; hierbei ist zu berücksichtigen, dass 1. die Masterarbeit ohne Auflagen nur dann anerkannt wird, wenn sie den Anforderungen an eine Diplomarbeit entspricht, 2. die Diplomkartierung sowie eine zusätzliche mündliche Prüfung im Fachgebiet der Masterarbeit zum Erwerb des Diploms erforderlich sind. 16 In-Kraft-Treten Diese Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft. Die Genehmigung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur nach 14 Abs. 1 HSG wurde am 18. Juni 1999 erteilt. Kiel, den 30. Juni 1999 Der Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Professor Dr. H. König

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