Die Entwicklung des modernen Sportmanagements

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1 Stille Gesellschaft Merkmale: Kapitalzufuhr als Beteiligung mit einer Vermögenseinlage, ohne sichtbare Erscheinung nach außen Geschäftsbeziehung zwischen Untern. und stillem Gesellschafter nur im Innenverhältnis Vermögenseinlage geht in das Vermögen des Geschäftsinhabers h über Keine Beteiligung am Betriebsvermögen des U. Keine Haftung gegenüber Dritten Haftung im Innenverhältnis (Verlustbeteiligung) in Höhe der Einlage 172

2 Verlustbeteiligung g kann ausgeschlossen werden Gewinnbeteiligung in angemessenem Rahmen notwendig ( 231 HGB) Übertragung grundsätzlich nicht möglich Im Insolvenzfall Rechte eines Gläubigers (= Einlage wird dem Fremdkapital zugerechnet) Keine Sicherheitsleistung durch den Kreditnehmer Einlage hat eigenkapitalähnlichen it li h Charakter 173

3 Typische stille Gesellschaft: Gesellschafter hat ein handelsrechtl. festgesetztes Kontrollrecht Feste Verzinsung und Gewinnbeteiligung (i.d.r. ohne Verlustbeteiligung) Bei Ausscheiden Nominalbetrag zurück (evtl. plus fest vereinbarte Sonderzahlung = Non-Equity Kicker) Atypische stille Gesellschaft: Verzinsung und Gewinnbeteiligung i.d.r. Unternehmensverluste mittragen (bis Einlagenhöhe) Mitsprache- und Kontrollrechte (= Mitunternehmerschaft) Bei Ausscheiden: i.d.r. Equity Kicker (Beteiligung an der Wertsteigerung des U. 174

4 FU: Grundsätzlich denkbar, insbesondere bei informationsrestriktiver Unternehmensführung, da nur unwesentliche Einschränkung durch den Eigenkapitalinvestor Vermutung: Kapitalgeber kommen aus dem unmittelbaren Umfeld Sonstige Finanzierungsmöglichkeiten Hier insbesondere auf Finanzierung von Humankapitalinvestitionen (Spielerkader) oder Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (z.b. Stadion) bezogen Beispiele: Spielertransferfonds Das FU bringt nicht die gesamte Transfersumme auf Der Fonds übernimmt einen Teil und wird an den Transferrechten beteiligt (in div. europäischen Ländern, z.b. Portugal) 175

5 Beteiligungsgesellschaft und Leasingunternehmen (jeweils für Spieler und AV) Die Gesellschaft übernimmt die Finanzierung und i.d.r. die Bilanzierung der Investition (Operating-Leasing) (Bilanz der FU wird nicht tangiert) FU: Entrichtung einer Miet- oder Leasinggebühr an den Leasinggeber für die Nutzung des Spielers oder des Stadions Vorteil (Leasing, insbesondere über Beteiligungsgesellschaften): Kein finanzieller Kraftakt für FU nötig (aber: Eingehende Bonitätsprüfung des FU) 176

6 Sale-and-lease-back 1. Veräußerung von Transferrechten oder Anlagevermögen an eine Beteiligungs- oder Leasinggesellschaft 2. FU mietet AV (z.b. Stadion) wieder an oder least zurück Beispiele aus der Bundesliga: Spielerleasing des VfB Stuttgart Verkauf von Transferrechten an talentierten (Jung-)Profis an eine Leasinggesellschaft (Mitteldeutsche Leasing und Sächsische Landesbank) Längerfristige Erwartung des FU: Erträge von 5 bis 15 Mio. (je nach Anzahl und gegenwärtigem Marktwert der Spieler) Entrichtung von Leasingraten durch das FU 177

7 Bei vorzeitigem Wechsel des Spielers: VfB erhält die fällige Ablösesumme./. Vorfälligkeitsentschädigung und ausstehende Leasingraten Nicht zu verwechseln mit der Abtretung t von Transferrechten als Sicherheitsleistung h it i t für einen Kreditgeber (Fall Klose / 1. FC Kaiserslautern)! 178

8 Immobilien-Leasing Borussia Dortmund 2002 Verkauf der 75 %-Beteiligung an der Westfalenstadion KG für ~ 75,4 Mio. an eine Immobilienfondsgesellschaft der Commerzbank AG FU erwirbt das Stadiongrundstück und ein weiteres Grundstück für ~ 12,8 Mio. Konzerneigener Ausrüster goool.de erwirbt eine 6 %-Minderheitsbeteiligung am Stadion (~ 60Mio) 6,0 Mio.) (Ende 2017, also 15j. Laufzeit, BVB erwirbt das dann schulden- und lastenfreie Stadion zum Restbuchwert, etwa ursprünglicher Verkaufspreis) Nutzungsvertrag des FU mit der Stadion-Betriebsgesellschaft (u.a. alle Vermarktungserträge für das FU) Jährliche Leasingrate bis 2017 Ø 12,6 Mio. Tatsächlich zu zahlenden Leasingraten Ø 16,7 Mio. 179

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