Ein optimal beradelbarer Stadtteil. Wolfgang Aichinger Berater für nachhaltige Mobilität, Berlin 26. Juni 2015, Wien, Donaufeld

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1 Ein optimal beradelbarer Stadtteil Wolfgang Aichinger Berater für nachhaltige Mobilität, Berlin 26. Juni 2015, Wien, Donaufeld

2 Fahrradstadt 2.0 Aufholbewegung seit den 70er Jahren GRÜNDE Marie Kåstrup, Stadt Kopenhagen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin

3 Radfahrer kaufen vor Ort Geld bleibt im Stadtteil GRÜNDE Marie Kåstrup, Stadt Kopenhagen Umsätze im Einzelhandel Lokaler Einzelhandel (ohne Einkaufszentren) profitiert enorm vom Radverkehr In Kopenhagen wird nur ein Drittel des Umsatzes von Auto-Kunden erwirtschaftet Fahrradfreundliche Strukturen nötig

4 Radfahrer kaufen vor Ort Geld bleibt im Stadtteil GRÜNDE

5 Platz für andere Nutzungen wird frei Weniger Kfz-Stellplätze = mehr Lebensqualität GRÜNDE Jonas Bubenhofer Metron Verkehrsplanung AG

6 Geld für andere Qualitäten wird frei Weniger Kfz-Stellplätze = mehr Lebensqualität GRÜNDE BMVIT, Kosteneffiziente Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs

7 Geld für andere Qualitäten wird frei Weniger Kfz-Stellplätze = mehr Lebensqualität GRÜNDE Bike City Wien Stadt Wien Kalkbreite Zürich Plattform autofrei/autoarm Wohnen Einsparungen bei Stellplätzen Bike City Wien 0,5 Stellplätze pro Wohneinheit -> Fahrradparken, Wellness Kalkbreite Zürich 0,08 Stellplätze pro Wohneinheit -> Fahrradparken, Hofgestaltung, Dachterrassen, Gästewohnungen,...

8 Komfort direkte Wege, einheitliche Verkehrsführung niedrige Geschwindigkeiten (subjektive Sicherheit) ausreichend Raum (zb Lastenräder, Pedelecs, aber auch Nebeneinanderfahren = soziale Interaktion) Sicherheit Sichtbarkeit (zb an Einmündungen) niedrige Geschwindigkeiten (Reaktionszeit) Sicherheitsabstände (zb Autotüren) diebstahlsicheres Parken WAS WOLLEN RADFAHRER? Attraktives Umfeld Nutzungsmischung lebendige Straßen / Radwege Akzeptanz Radfahren sollte willkommen sein Straßen so planen, dass wir unsere Kinder alleine mit dem Rad fahren lassen würden

9 ELEMENTE Fahrradstraße Beispiel Mannheim, Karl Ladenburg Straße Stadt Mannheim, Fachbereich Presse und Kommunikation

10 ELEMENTE/Fahrradstraße Rechtliches Tempo 30, Autoverkehr nur durch Anwohner nebeneinander Radfahren erlaubt Vorrang klären Rechtsregel problematisch! Ausstattung Verkehrszeichen (Fahrradstraße) Fahrbahnmarkierungen (Fahrradpiktogramme) Bauliche Verengung bei Einmündungen Gestaltung soll verdeutlichen, Autos sind zu Gast Österreich Niederlande

11 ELEMENTE/Fahrradstraße Fahrradstraßen als Netz Vorschlag der Stadtverwaltung Köln Errichtung von 50 Fahrradstraßen in der Innenstadt Kölnische Rundschau

12 ELEMENTE/Fahrradstraße BMVIT, Kosteneffiziente Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs Was lässt sich damit erreichen? Kostengünstige Schnellverbindungen für den Radverkehr Entlastung der Hauptstraßen Verkehrsberuhigung der Fahrradstraßen Erschließung von Schulen, Kindergärten, etc. Umsetzung Fahrradstraßen-Konzept Mannheim (insg. 7 Straßen) vom Gemeinderat beschlossen Köln in Abstimmung mit IHK, ADFC, ADAC, VCD

13 ELEMENTE Begegnungszone Beispiel Bern, Mittelstraße Urs Baumann

14 Rechtliches Maximalgeschwindigkeit 20km/h (Ausnahme Tempo 30) Alle Verkehrsgruppen (Kfz, Rad, Fuß) gleichberechtigt Ausstattung Verkehrszeichen (Begegnungszone) Niveaugleiche Straßengestaltung Was lässt sich damit erreichen? Aufwertung von Geschäftsbereichen Erschließung von Schulen, Kindergärten, etc. Verkehrssicherheit Keine Schnellverbindungen für den Radverkehr ELEMENTE/Begegnungszone Umsetzung in allen Bundesländern / Stadtgrößen sehr gute Beispiele (u.a. Velden, Hard, Linz, Leobersdorf,...)

15 Kinder / Ältere -> niedrige Geschwindigkeiten / gute Sichtbeziehungen ELEMENTE/Abkürzungen Graefestraße, Berlin Google Maps Verkehrszeichen DE Sackgasse, Rad- und Fußverkehr frei

16 Einmündungen gute Sichtbeziehungen -> kein Auto-Parken! ELEMENTE/Sicherheit Niedrige Geschwindigkeiten bei T50 geht der Reaktionsweg bis zum Ende des Bremswegs mit T30 Leipziger Straße, Frankfurt am Main IVM Frankfurt am Main

17 ELEMENTE/Fahrradparken Flächendeckende Angebote Schulen, Kindergärten (Mitarbeiter / Kinder) Handel (Mitarbeiter / Kunden) Arbeitsplätze (Mitarbeiter / Besucher) Wohnungen (Bewohner / Besucher) Räder werden hochwertiger! Pedelecs, Lastenräder,... Kundenfänger Stadt Köln Kindergarten-Modell Stadt Köln Lastenrad VCD

18 FAZIT Wenn ich einen optimal beradelbaren Stadtteil planen würde... Kurze, direkte Wege für Rad und Fuß Verkehrsberuhigung und Umwege für Kfz Niedrige Kfz-Geschwindigkeiten Zügige Radverkehrs-Hauptrouten (zb Fahrradstraße, Parks) Langsamere, gemischte Nebenrouten / Geschäftsbereiche (zb Begegnungszone) Flächendeckendes Fahrradparken Kfz-Parken am Rand

19 HERZLICHEN DANK!

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