In Scope I wird zwischen drei möglichen Zertifikaten unterschieden:

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1 Beitrag SCC-Regelwerk aktueller Stand Allgemeines Das SCC Regelwerk, Version 2006, wird derzeit überarbeitet. Das revidierte SCC-Regelwerk wird nicht als Gesamtregelwerk veröffentlicht, vielmehr wird eine Splittung in Akkreditierungsvorgaben der DAKKS und normative Dokumente der DGMK vorgenommen. Da Entscheidungen zu einigen Dokumenten des normativen SCC-Regelwerkes der DAKKS ausstehen, werden die vorliegenden Entwürfe des normativen SCC-Regelwerkes, Version 2011 wahrscheinlich erst im Sommer in Kraft gesetzt mit einer entsprechenden Übergangsfrist bis Herbst SCC-SicherheitsCertifikatContraktoren ist ein zertifizierbares Arbeitsschutzmanagementsystem. Es wurde in der Petrochemie für Unternehmen entwickelt, die als Kontraktoren tätig werden wollen und vereinigt Belange aus Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (SGU). Die Kontraktoren sind Unternehmen, die auf Grund eines Dienst- oder Werkvertrages für ihren Auftraggeber bestimmte technische Dienst- oder Werkleistungen erbringen. Durch ihr Managementsystem und durch das Verhalten ihrer Mitarbeiter, wirken die Kontraktoren und das überlassene Personal wesentlich auf den SGU Standard ihrer Auftraggeber und damit auch auf deren Qualitätsstandards ein. Aus diesem Grunde prüfen die Unternehmen der Industrie die SGU-Managementsysteme der Kontraktoren und Personaldienstleister. Um ein einheitliches Prüfverfahren zu gewährleisten wurden entsprechende SCC und SCP Checklisten erstellt. In diesen Checklisten sind die Anforderungen an ein SGU-Managementsystem zur Erlangung einer Zertifizierung nach SCC bzw. SCP festgelegt. Erläuterungen zu speziellen Anforderungen sind in weiteren normativen Dokumenten beschrieben. Das normative SCC-Regelwerk, Version 2011, wurde nicht wie bisher als Gesamtregelwerk veröffentlicht, vielmehr wurde eine Aufspaltung vorgenommen in normativen Dokumenten der DGMK sowie Akkreditierungsvorgaben der DAKKS. In den neuen Checklisten und erläuternden Dokumenten der Version 2011 sind die überarbeiteten niederländischen Checklisten VCA und VCU berücksichtigt sowie die Erfahrungen der letzten Jahre. Das Zertifizierungssystem wird weiterhin in zwei Industriebereiche, sogenannte Scopes unterteilt: Scope I - Kontraktoren / produzierendes Gewerbe (SCC) und Scope II - Personaldienstleister (SCP) In Scope I wird zwischen drei möglichen Zertifikaten unterschieden: a) SCC * - als eingeschränktes Zertifikat. Dieses eingeschränkte Zertifikat beurteilt die SGU-Managementaktivitäten direkt am Arbeitsplatz. Es ist für kleine Unternehmen mit durchschnittlich < 35 Beschäftigten im gesamten Unternehmen bestimmt, die keine Subunternehmen (Werkvertrag) für technische Dienstleistungen einsetzen. b) SCC ** - als uneingeschränktes Zertifikat. Dieses uneingeschränkte Zertifikat beurteilt die SGU-Managementaktivitäten sowohl direkt am Arbeitsplatz als auch das SGU-Managementsystem des Unternehmens. Es ist für Unternehmen mit durchschnittlich mehr als 35 Beschäftigten im gesamten Unternehmen bestimmt.

2 c) SCC P als uneingeschränktes Zertifikat für die Petro-Chemie. Neben den unter SCC ** genannten Beurteilungskriterien wird hier zusätzlich die Erfüllung spezifischer Anforderungen der Petrochemischen Industrie und in Raffinerien erwartet. In Scope II gibt es nur ein Zertifikat das SCP als Zertifikat für Personaldienstleister. Die SCP Zertifizierung können ausschließlich Personaldienstleister erlangen, die ein SGU Managementsystem implementiert haben. Es ergeben sich somit vier Möglichkeiten eines Zertifizierungssystems. Die Bewertung eines Unternehmens erfolgt anhand der Kriterien der SCC-Checkliste (Dokument 003) bzw. SCP- Checkliste (Dokument 023). Die Fragen in den Checklisten sind Pflichtfragen und Ergänzungsfragen (siehe Tabelle). Ein Unternehmen, das sich zertifizieren lassen möchte, wendet sich an den ZDH als akkreditierte Zertifizierungsstelle (siehe und beantragt die Bewertung gemäß SCC-Checkliste und/oder SCP-Checkliste. Nachdem die Zertifizierungsstelle alle SCC bzw. SCP relevanten Angaben des Unternehmens erhalten hat, unterbreitet sie dem Antragsteller ein Angebot. Nach Vertragsabschluss und Festlegung eines Auditors, wird das Zertifizierungsverfahren in 2 Stufen ausgeführt. Neben der Unternehmenszentrale werden auch Baustellen, Werkstätten und Montagestellen beobachtet und die SGU-Rahmenbedingungen begutachtet. Es werden Beschäftigte befragt und Einsicht in Nachweise zur Bewertung aller zutreffenden Checklistenfragen genommen. Nach erfolgreicher Auditierung erteilt die Zertifizierungsstelle ein Zertifikat. Während der Gültigkeitsdauer des Zertifikats (3 Jahre) muss sich die Zertifizierungsstelle regelmäßig (mindestens einmal im Jahr) von der Aufrechterhaltung des SGU- Managementsystems im Unternehmen überzeugen. Hierzu werden Überwachungsaudits durchgeführt. Vor Ablauf der Gültigkeit des Zertifikats kann das Unternehmen eine Zertifikatsverlängerung beantragen. In diesem Fall hat die Zertifizierungsstelle in einem Rezertifizierungsaudit die komplette Bewertung durchzuführen.

3 Wesentliche Neuerungen der Fragen der SCC-Checkliste, Version SCC-Complianceaudits und bewertung Ziel dieser Frage ist die Sicherstellung der fortdauernden Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit des SGU-Managementsystems zur Erfüllung der SCC-Anforderungen. Als Mindestanforderungen sind hier festgelegte und dokumentierte Verfahren für interne SGU- Audits inklusive der Ableitung von Maßnahmen sowie eine jährliche Bewertung der fortdauernden Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit des SCU-Managementsystems durch die oberste Leitung. 2 SGU-Unternehmensziele und Maßnahmen Ziel ist hier die Vermeidung von Unfällen bzw. die Reduzierung der Unfallhäufigkeit im Unternehmen. Als Mindestanforderung sind hier die Verabschiedung von messbaren Unternehmenszielen und die Erstellung eines Maßnahmenplans und dessen mindestens einmal jährliche Überprüfung und Einleitung von Korrekturmaßnahmen. 3 LMRA (LastMinuteRiskAnalyse) Die Beschäftigten haben unmittelbar vor Arbeitsbeginn auf Baustellen, bei Montageeinsätzen etc. zu prüfen, ob alle Gefährdungen erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen wurden. Es wird ein festgelegtes Verfahren und die systematische und konsequente Durchführung der LMRA gefordert. 4 SGU-Schulung und prüfung der operativen Mitarbeiter Alle operativ tätigen Mitarbeiter (Arbeiter, Facharbeiter, Monteure) verfügen über die erforderlichen SGU-Grundkenntnisse. Die Mitarbeiter müssen eine SGU-Ausbildung einschließlich Prüfung erfolgreich absolviert haben (Dokument 016 oder 018). Die Schulungsund prüfungsnachweise sind zu erbringen. Die SGU-Qualifikationskriterien für operativ tätige Mitarbeiter sind in Form von Lernzielen für einzelne Sachgebiete im SGU- Prüfungsfragenkatalog für operativ tätige Mitarbeiter definiert. Jedem Lernziel sind Multiple- Choice-Fragen zugeordnet. Zu jeder Multiple-Choice-Frage werden 4 Antworten angeboten, von denen nur eine Antwort richtig ist. Für die SGU-Prüfung von operativ tätigen Mitarbeitern sind 40 Lernziele gemäß den Verteilungsvorgaben von der Personalprüfungsorganisation auszuwählen. Die Prüfungszeit für die Prüfung von operativ tätigen Mitarbeitern beträgt 60 Minuten. Die Prüfung von operativ tätigen Mitarbeitern gilt als bestanden, wenn mindestens 70% der Fragen richtig beantwortet wurden, d.h., wenn mindestens 28 richtige Antworten gegeben sind. Wird eine SGU-Prüfung nicht bestanden, kann diese beliebig oft, ohne zeitliche Einschränkung wiederholt werden. Den erfolgreichen Prüfungskandidaten wird ein SGU-Personalzertifikat ausgestellt. Die Gültigkeit des Zertifikats beginnt mit der positiven Zertifizierungsentscheidung und läuft über 10 Jahre.

4 5 SGU-Prüfung operativer Führungskräfte Alle operativ tätigen Führungskräfte (z. B. Bauleiter, Projektleiter, Meister, Techniker, Poliere, etc.) verfügen über die erforderlichen SGU-Kenntnisse. Alle operativ tätigen Führungskräfte müssen eine anerkannte SGU-Prüfung erfolgreich absolviert haben (Dokument 017). Die entsprechenden Prüfungsnachweise sind vorzuhalten. Die SGU-Qualifikationskriterien für Führungskräfte der operativen Ebene (FK) sind in Form von Lernzielen für einzelne Sachgebiete im SGU-Prüfungsfragenkatalog für Führungskräfte der operativen Ebene definiert. Jedem Lernziel sind Multiple-Choice-Fragen zugeordnet. Zu jeder Multiple-Choice-Frage werden 4 Antworten angeboten, von denen nur eine Antwort richtig ist. Für die SGU-Prüfung von operativ tätigen Führungskräften sind 70 Lernziele gemäß den Verteilungsvorgaben von der Personalzertifizierungsstelle auszuwählen. Die Prüfungszeit für die Prüfung von Führungskräften der operativen Ebene beträgt 105 Minuten. Die Prüfung von Führungskräften der operativen Ebene gilt als bestanden, wenn mindestens 70% der Fragen richtig beantwortet wurden, d.h., wenn mindestens 49 richtige Antworten gegeben wurden. Wird eine SGU-Prüfung nicht bestanden, kann diese beliebig oft, ohne zeitliche Einschränkung wiederholt werden. Den erfolgreichen Prüfungskandidaten wird ein SGU-Personalzertifikat ausgestellt. Die Gültigkeit eines SGU-Personalzertifikats beginnt mit der positiven Zertifizierungsentscheidung und läuft über 10 Jahre.

5 Prüfung 6 Unterweisung spezielle Auftraggebervorgaben Das Unternehmen hat sicherzustellen, dass die Beschäftigten über die speziellen SGU- Anforderungen eines Auftraggebers rechtzeitig vor Arbeitsbeginn informiert sind. Es ist ein festgelegtes, dokumentiertes Verfahren zur systematischen Planung und Durchführung von Unterweisungen der vor Ort tätigen Beschäftigten, falls es besondere Anforderungen eines Auftraggebers für bestimmte Arbeiten gibt, erforderlich. Die Durchführung der Unterweisung der Beschäftigten ist nachzuweisen. 7 Bewertung der Subunternehmer Ziel ist die Beauftragung von geeigneten Subunternehmern aus SGU-Sicht. Es wird ein festgelegtes Verfahren zur Bewertung der SGU-Leistung der eingesetzten Subunternehmen gefordert. Diese müssen entweder ein aktuell gültiges SCC-Zertifikat besitzen oder die ausgefüllte Checkliste 10.1 des Dokumentes 010 mit den entsprechenden Nachweisen vorhalten können. Eine Liste der Subunternehmer mit der entsprechenden Bewertung ist zu erstellen. Subunternehmen können ihre Eignung aus SGU-Sicht auch nachweisen, indem sie ein Arbeitsschutzmanagementsystem vorweisen (OHSAS, System der UV-Träger, etc.) und zusätzlich mit der entsprechenden Schulung und Prüfung aller operativ tätigen Mitarbeiter und dem Nachweis über eine erfolgreich absolvierte anerkannte SGU-Prüfung gemäß Dokument 016 oder Dokument 018 des SCC-Regelwerks. 8 Unfallhäufigkeitsquote unterhalb des Schwellenwertes Nur Unternehmen mit einer Unfallhäufigkeit, die unter den in Dokument 006 festgelegten Schwellenwerten liegen, können SCC-zertifiziert werden. Als Mindestanforderung gilt hier eine aktuelle Unfallstatistik sowie die Einhaltung bzw. Unterschreitung der SCC-Schwellenwerte gemäß Dokument 006. Es ist eine Unfallstatistik der letzten 3 Kalenderjahre vorzuhalten. Der Schwellenwert bei einer Erstzertifizierung ist eine Unfallhäufigkeit < 40 bzw. eine Unfallhäufigkeit, die kleiner ist als die durchschnittliche Unfallhäufigkeit der jeweilig zuständigen BG-Statistik. In diesem Fall sind die meldepflichtigen Arbeitsunfälle (Arbeitsunfall mit

6 Arbeitsausfall >3 Kalendertagen ohne Unfalltag und tödliche Unfälle) je 1 Mio. geleistete Arbeitsstunden zu berücksichtigen. Für die BG der Bauwirtschaft liegt diese durchschnittliche Unfallhäufigkeit bei 41,89 nur unwesentlich über den geforderten 40 des SCC-Regelwerks. Bestimmung der Unfallhäufigkeit Stärken von SCC verständliche Darlegungsform differenzierte Anforderungen nach Betriebsgröße Dokumentationsfreiräume insgesamt positive Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit konkreter Ergebnisindikator keine Verständnisschwierigkeiten zwischen AG und AN für alle Industriezweige anwendbar Vorteile für den Kunden Einsatz von Kontraktoren mit hohem Sicherheitsniveau formales, einheitliches und messbares System bei den Kontraktoren Vermeidung der Unfallgefahr durch Kontraktoren Bewertung der Kontraktoren durch einen unabhängigen Dritten Vorteile für Kontraktoren formales, messbares System erhöhtes Sicherheitsbewusstsein Managementverpflichtung höhere Rechtssicherheit Kostenreduzierung nur eine Bewertung durch einen unabhängigen Dritten erhöhte Kundenakzeptanz

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