GYMNASIUM AM KOTHEN. Leitfaden für die Erstellung der Praktikumsmappe. 1. Allgemeines Ziel des Berichts. 2. Vorarbeiten für den Bericht

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1 GYMNASIUM AM KOTHEN Schluchtstraße Wuppertal Leitfaden für die Erstellung der Praktikumsmappe 1. Allgemeines Ziel des Berichts Die Einforderung des Praktikumsberichts durch die Schule verfolgt das Ziel, mit Hilfe von Fragen und Arbeitsaufgaben das Blickfeld im Praktikumsbetrieb zu erweitern und zu schärferen Beobachtungen anzuregen sowie kritisch zu hinterfragen. Der Bericht soll die Praktikumsstelle vorstellen, die eigenen Tätigkeiten darstellen und die Praktikumserfahrungen auswerten und reflektieren hinsichtlich der eigenen Berufsvorstellungen und des weiteren Bildungsweges. Die Hinweise sind als Vorgabe zu verstehen, von der im Einzelfall abgewichen werden kann. Der Umfang der einzelnen Gliederungspunkte kann abhängig von der Eigenart der jeweiligen Praktikumsstelle und den persönlichen lnteressenschwerpunkten eine erhebliche Variationsbreite aufweisen. In der Regel werden 8 Textseiten bei einer Schriftgröße von 12pt und einem Zeilenabstand von 18pt (1,5-zeilig) erwartet. 2. Vorarbeiten für den Bericht lnformationen über die Branche, den Betrieb und vor allem über den Beruf beschaffen, auswerten und sammeln. 3. Angaben auf dem Deckblatt - Gymnasium Am Kothen, Schluchtstraße 34, Wuppertal, Telefon , Telefax Betriebspraktikum im Schuljahr vom bis bei (Firmenname, Adresse und Branche) - Name Jahrgangsstufe 11

2 Leitfaden für die Erstellung der Praktikumsmappe Seite 2 4. Inhalt der Praktikumsmappe 4.1 Einleitung - Persönliche Motivation für die Auswahl der Praktikumsstelle - Berufliche Vorstellungen, Interessen, Wünsche einschließlich Begründungen - Erfahrungen bei der Bewerbung (knapp, nur Besonderheiten) - Erwartungen, evtl. Vorkenntnisse, Hoffnungen - Befürchtungen Die Einleitung soll die vier genannten Aspekte differenziert darstellen und sollte am besten schon vor Praktikumsbeginn formuliert werden. Sie bildet die Grundlage, auf die sich die Schlussreflexion beziehen soll. 4.2 Bewerbung um den Praktikumsplatz Hier ist Platz für alle Schreiben, die man vor Praktikumsbeginn selbst gefertigt bzw. erhalten hat, z.b. auch von der Schule. Auch wenn kein Bewerbungsschreiben und Lebenslauf vom Betrieb verlangt war, fertige diese nachträglich zur eigenen Übung an. 4.3 Der Praktikumsbetrieb - Anschrift und genaue Bezeichnung des Betriebes - Gründungsgeschichte, Zukunft des Betriebes - Rechtsform: Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft, sonstige Träger(knapp) - Standort - Größe des Betriebes Arbeitsplätze Umsatz Kunden - Hierarchie / Organisationsaufbau (Einordnung des Arbeitsplatzes in die Gesamthierarchie, evtl. Graphik); - Leistungen und Funktion (Produktions- oder Dienstleistungsbereich), Einordnung in das Gesellschafts- und Wirtschaftsgefüge (z.b. Weg einer Ware oder Dienstleistung vom Hersteller bis zum Verbraucher) - Branche (eventuell Beurteilung der Entwicklungsmöglichkeiten) und deren aktuelle wirtschaftliche Lage - Berufe und Qualifikationsebenen (im Überblick) 4.4 Das Praktikumstagebuch In das Praktikumstagebuch trägt man täglich stichwortartig den Tagesablauf und die Tätigkeiten im Betrieb ein, am besten gleich abends, damit man nichts vergisst.

3 Leitfaden für die Erstellung der Praktikumsmappe Seite Ein Praktikumstag Hier kann man von einem Praktikumstag zeitliche, technische und organisatorische Arbeitsprozesse, die für den Betrieb typisch sind, beschreiben und dokumentieren. Ziel ist dabei, Arbeitsabläufe zu erfassen und diese angemessen und verständlich wiederzugeben. Dazu eignen sich neben der beschreibenden Darstellung die Ergänzung durch Zeichnungen, Fotos usw Ein Berufsbild aus meinem Tätigkeitsbereich Auf der Grundlage berufskundlicher Literatur (z.b. Blätter zur Berufskunde, Internet, BIZ) sollen Angaben über Aufgaben und Tätigkeiten, über die Ausbildungsvoraussetzungen, die Ausbildung (Dauer, Inhalt, Prüfungen) und Möglichkeiten der Weiterbildung sowie über die Entlohnung zusammengestellt werden. Es soll soweit möglich auch auf die Berufsaussichten eingegangen werden. Die Informationen sollen sich auf einen Beruf beziehen, der auch im Verlauf des Praktikums erkundet wird. - Da eine sinnvolle Berufserkundung während des Praktikums und die anzufertigende Arbeitsplatzanalyse nur möglich ist, wenn fundiertes Hintergrundwissen über einen Beruf zur Verfügung steht, soll das Berufsbild bereits vor Antritt des Praktikums ermittelt werden Arbeitsplatzanalyse Durch eigene Beobachtungen und Erfahrungen während des Praktikums sowie auf der Grundlage von Gesprächen mit Mitarbeitern des Betriebes soll dargestellt werden, welche körperlichen, geistigen und psychischen Anforderungen die Arbeit in einem bestimmten Beruf an den Menschen stellt und welche Arbeitsplatz-bedingungen (räumliche Situation, Umweltbedingungen, spezifische Belastungen an einem bestimmten Arbeitsplatz usw.) mit der Ausübung dieses Berufs verbunden sind. Im Rahmen der Arbeitsplatzanalyse sollen die Angaben, die das Berufsbild in der Literatur enthält (s.o.), überprüft und durch eigene Feststellungen und Erfahrungen ergänzt und eventuell modifiziert werden. Es ist in diesem Zusammenhang sinnvoll, eine Person, die den zu erkundenden Beruf im Betrieb ausübt, nach deren individuellen Erfahrungen zu befragen («Expertenbefragung») und diese Aussagen in die Arbeitsplatzanalyse einfließen zu lassen. 4.7 Reflexion Für diesen abschließenden Teil gibt es keine formalen oder thematischen Vorgaben. Diese Offenheit soll ermöglichen, dass es zu einer persönlich gestalteten und von den Erfahrungen des Einzelnen getragenen persönlichen Auseinandersetzung kommt. Sie ist abhängig von der jeweiligen Motivation für die Wahl des Praktikumsplatzes und von der Art des Betriebes. Persönliche Daten, Namen usw. von Betriebsangehörigen gehören nicht in den Bericht. Ebenso sollen Wertungen und Kritik grundsätzlich begründet und in sachlicher Form erfolgen. So können ausgehend von einer aussagekräftigen Darstellung der Motivation, die zur Wahl des jeweiligen Praktikumsplatzes geführt hat, die persönlichen Erfahrungen während des Praktikums und ein Vergleich der Erwartungen mit der erlebten Realität geschildert werden. Auch soziale Aspekte können hier dargestellt werden, z.b. wie man mit den Mitarbeitern zurecht kam, wie das Verhältnis zu Kunden bzw. zu Patienten oder zu den Betreuern war. An dieser Stelle soll auch differenziert und begründet die Frage diskutiert werden, ob der im Praktikum ausgeübte Beruf als Berufswunsch in Frage kommt. Dabei soll deutlich werden, welche Aspekte für die eigene Berufswahl

4 Leitfaden für die Erstellung der Praktikumsmappe Seite 4 wichtig sind und inwieweit der im Praktikum näher betrachtete Beruf diesen Kriterien entspricht. 4.8 Materialsammlung Bilder und typisches Arbeitsmaterial können wichtige Zusatzinformationen geben und das Geschriebene veranschaulichen. Dazu muss das Material aber sinnvoll eingebunden und beschriftet sein. Auch Fotos mit den notwendigen Kommentaren sind geeignet. Man muss nur vorher fragen, ob man Fotos machen bzw. das Material dem Bericht beifügen darf. Foto u.a.: Der Betrieb und ich! Beachte aber bitte: keine blinde Sammelwut! 5. Praktikumsnachweis Die Teilnahme am Betriebspraktikum wird in einem Zertifikat mit einer der folgenden von der Betreuungsperson ausgewählten Formulierungen bescheinigt: Der Schüler hat an einem Betriebspraktikum teilgenommen und verfasste - einen ausgezeichneten Praktikumsbericht, - einen guten Praktikumsbericht (Standard) - einen zufrieden stellenden Praktikumsbericht, - einen nicht ausreichenden Praktikumsbericht, - keinen Praktikumsbericht Version 2008 (Überarbeitung 2010)

5 Leitfaden für die Erstellung der Praktikumsmappe Seite 5

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