Gutachterliche Stellungnahme zur Naturschutzfachlichen Einschätzung zur Planung Windenergiegebiet Hassendorf Liensfeld

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1 Gutachterliche Stellungnahme zur Naturschutzfachlichen Einschätzung zur Planung Windenergiegebiet Hassendorf Liensfeld Auftraggeber: Bearbeiter: Bürgerinitiative Gegenwind Hassendorf Hans-Peter Barz Dorfstraße Hassendorf GGV Freie Biologen Dr. Klaus Voß Hof Pries Kiel Kiel, den

2 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung / untersuchte Fragestellung 3 2. Ornithologische Bewertung der Darstellungen in der Naturschutzfachlichen 4 Einschätzung zu möglichen Beeinträchti- gungen planungsrelevanter Großvogelarten 3. Betroffenheit des Vogelzuges Grundsätzliche Bedeutung des ostholsteinischen Binnenlands 10 für den Vogelzug 3.2 Bedeutung des Raumes Hassendorf Liensfeld für den Vogelzug Fazit Literatur / Quellen 14 Abbildungsverzeichnis: Abb. 1 Lage des Vorhabengebietes Hassendorf Liensfeld 3 Abb. 2 Brutplatz des Kranichs bei Glasau (blauer Punkt) und Beobachtungen 6 nahrungsuchender Kraniche (blaue Kreise) Abb. 3 Schwarzmilan / Jungvogel 7 Abb. 4 Brutplatz des Schwarzmilans 7 Abb. 5 Schematische Darstellung des Vogelzuges zwischen der Lübecker Bucht und dem Großen Plöner See 11 2

3 1. Einleitung / untersuchte Fragestellung Das Land Schleswig-Holstein hat im Rahmen der Aufstellung des Landesentwicklungsplans (LEP) angekündigt, den Anteil der Eignungsflächen für die Windenergienutzung weiter anzuheben. In diesem Zusammenhang sind von vielen Gemeinden so genannte Weißflächenkartierungen vorgenommen worden, die aus gemeindlicher Sicht für die Windenergienutzung besonders geeignet bzw. konfliktarm erscheinen. Im östlichen Teil der Gemeinde Bosau wurde das potenzielle Windenergiegebiet Hassendorf Liensfeld definiert. Abb. 1: Lage des Vorhabengebietes Hassendorf Liensfeld Der Kreis Ostholstein kommt in seinem Windenergiekonzept vom zu der Einschätzung, dass der größte Teil der Fläche innerhalb von Beeinträchtigungsbereichen von unter Schutz stehenden Brutplätzen von Greif- und Großvögeln liegt, so dass nach Auffassung des Kreises im Rahmen der Feinsteuerung eine detaillierte Bewertung möglicher Konflikte und Ausschlusskriterien erfolgen muss. 3

4 Durch die Naturschutzfachliche Einschätzung zur Planung `Windenergiegebiet Hassendorf Liensfeld` (nachfolgend Naturschutzfachliche Einschätzung genannt) des Büros für ökologische Studien, Rostock, vom sollte der gemeindliche Wunsch nach einer Flächenausweisung im Hinblick auf artenschutzfachliche und rechtliche Aspekte untermauert werden. Die hier vorgelegte Stellungnahme im Auftrag der Bürgerinitiative Gegenwind Hassendorf nimmt auf Basis einer ersten groben Literatur- und Datenrecherche eine gutachterliche Bewertung der dort getroffenen Aussagen vor, allem bezogen auf den Aspekt Vogelschutz. Dabei wird neben dem Schutz der Brutplätze der planungsrelevanten Groß- und Greifvogelarten besonders der bisher in diesem Zusammenhang völlig unbeachtete Aspekt Vogelzug berücksichtigt. Da das Plangebiet sowie seine Umgebung in ornithologischer Hinsicht vergleichsweise gut untersucht sind, werden umfangreiche Daten örtlicher Ornithologen in die Bewertung einbezogen. 2. Ornithologische Bewertung der Darstellungen in der Naturschutzfachlichen Einschätzung zu möglichen Beeinträchtigungen planungsrelevanter Großvogelarten Das LLUR bzw. seinerzeit LANU (2008) hat in den Empfehlungen zur Berücksichtigung tierökologischer Belange bei der Windenergieplanungen in Schleswig-Holstein Räume definiert, die aufgrund zu erwartender Konflikte mit dem Artenschutzrecht grundsätzlich als Ausschlussbereiche fungieren. Weiterhin wurden artspezifische Prüfradien festgelegt, innerhalb derer mögliche Beeinträchtigungen im Rahmen von detaillierten Raumnutzungsuntersuchungen herauszuarbeiten und zu bewerten sind. Die Ausschluss- und Prüfgebiete sind entsprechend der einzelnen Vogelarten und deren Raumnutzungsverhalten unterschiedlich groß. Als eine erste Orientierung bezüglich der Vorkommen von relevanten Vogelarten dient dort die Karte 2 im Anhang. Die Naturschutzfachliche Einschätzung nimmt bei der Bewertung des Vorhabens im Hinblick auf möglicherweise zu erwartende Beeinträchtigungen von relevanten Vogelarten auf die Empfehlungen des LANU zwar grundsätzlich Bezug. Allerdings wird außer Acht gelassen, dass die in der Karte 2 im Anhang dargestellten Brutplätze der planungsrelevanten Arten ausdrücklich als Momentaufnahmen zu verstehen sind, die 4

5 im Rahmen der Einzelfallprüfung zwingend der Konkretisierung bzw. Aktualisierung bedürfen (vgl. Kap. 4.1 der LANU-Empfehlungen, S. 26ff). In der Tabelle II-2 der LANU-Empfehlungen (S. 45) wird für eine Reihe von dort aufgeführten Vogelarten wie z.b. für den Baumfalken und den Rotmilan die Ermittlung der Brutplätze explizit auf Vorhabensebene gefordert. Dies bedeutet, dass im Rahmen der Windkraftplanung für die relevanten Großvögel eine aktualisierte Brutplatzerfassung unumgänglich ist. Dies gilt umso mehr, als viele dieser Arten ihre Brutplätze aufgrund von Störungen etc. ihre Brutplätze durchaus wechseln und keineswegs statisch in der Landschaft verteilt sind. Vor diesem Hintergrund hat eine Bewertung wie in der Naturschutzfachlichen Einschätzung an vielen Stellen geschehen - allein auf Basis der in der Karte der LANU- Empfehlungen gemachten Darstellungen zur Folge, dass hierdurch erhebliche artenschutzrechtliche Konflikte nicht auszuschließen sind. Weiterhin ist anzumerken, dass die Empfehlungen des LLUR nach dortiger Auskunft ausdrücklich keinen rechtsverbindlichen Charakter im Sinne eines Erlasses o.ä. entfalten, sondern als fachliche Handreichung zu verstehen sind, die auf Basis der gegenwärtig verfügbaren Datenlage die fachlichen Mindeststandards definieren. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die Aussagen zu Abstandsflächen, Untersuchungsräumen und zum Untersuchungsumfang jeweils auf dem gegenwärtigen Stand der Feldforschung beruhen und demzufolge keinen Anspruch auf Vollständigkeit besitzen können. Zu den Darstellungen der möglichen Betroffenheiten bzw. Beeinträchtigungen der einzelnen Vogelarten wird wie folgt Stellung genommen: Weißstorch Auch wenn das Brutvorkommen bei Bichel knapp außerhalb des Prüfradius liegt, sollte bereits aus Vorsorgeaspekten eine detaillierte Raumnutzungsanlyse durchgeführt werden Die Aussage, dass eine Beeinträchtigungen von Brutvorkommen dieser Art durch die Planung nicht zu erwarten ist, ist vor diesem Hintergrund und zu diesem Zeitpunkt nicht abgesichert. 5

6 Kranich Die Beschränkung auf die Darstellung des Brutplatzes nahe Liensfeld (Bezugsjahr 2004) ist nicht ausreichend. So existiert im weiteren Umfeld um das Vorhabengebiet mindestens ein weiterer regelmäßig genutzter Brutplatz (Altenweide). Hinzu kommen einzelne Nichtbrüter, die ebenso wie die Brutvögel den gesamten Bereich um das Plangebiet und auch Teile desselben als Nahrungsfläche nutzen. Es bestehen also sehr intensive Wechselbeziehungen, die einen großen Teil des Plangebietes betreffen. Zudem ist es nicht ausgeschlossen, dass es weitere Brutpaare im oder in der unmittelbaren Umgebung des Plangebietes gibt (z.b. Bruchwald am Wald Hohenstegen, Bruchwald östl. Katzburg). Die Situation ist dort unzureichend bekannt. Insofern ist auch für den Kranich eine Brutplatzerfassung unumgänglich. Abb. 2: Brutplatz des Kranichs bei Glasau (blauer Punkt) und Beobachtungen nahrungsuchender Kraniche (blaue Kreise). Quelle: O. KLOSE, schriftl. Mitt. 6

7 Schwarzmilan Abb. 3: Schwarzmilan / Jungvogel Abb. 4: Brutplatz / Revier des Schwarzmilans (blauer Punkt) 7

8 Die Naturschutzfachliche Einschätzung geht auf Basis der Darstellungen in den LLUR-Empfehlungen davon aus, dass die in Schleswig-Holstein sehr seltene (nur 3-5 Brutpaare) und vom Aussterben bedrohte Art (KNIEF et al. 2010) nicht im Plangebiet bzw. in dessen Umfeld vorkommt. Die Angaben des LANU sind in diesem Punkt jedoch unvollständig. So hat es in dem nur 300 m von dem Vorhabengebiet entfernt liegenden Waldstück Hohenstegen in den Jahren 2002, 2003, 2004, 2005, 2006 und 2009 Brutnachweise bzw. Hinweise (O. KLOSE, mdl. Mitt.). Für diese Art ist damit eine aktuelle Brutvogelkartierung und Raumnutzungsanalyse unumgänglich. Rotmilan Die Naturschutzfachliche Einschätzung berücksichtigt die gegenwärtig besetzten Reviere innerhalb des maßgeblichen Prüfradius von 4 km. Folgerichtig werden für diese Art eine Brutvogelkartierung und eine Raumnutzungsanalyse empfohlen. Gleichwohl kommt der Gutachter bereits gegenwärtig und ohne nähere Begründung zu dem Schluss, dass eine erhebliche Beeinträchtigung der Rotmilane nicht anzunehmen ist. Damit werden die Ergebnisse künftiger Untersuchungen unzulässigerweise vorweggenommen. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass Teile des Plangebietes nach Erkenntnissen eines regionalen Experten (O. KLOSE, mdl. Mitt.) Rotmilanen regelmäßig als Nahrungsfläche dienen. Dabei beeinflussen Kulturart, Jahreszeit und Nahrungsverfügbarkeit die Nutzung des Gebietes als Nahrungsraum, so dass die Raumnutzung dieser als besonders kollisionsgefährdet geltenden Art über die gesamte Brutperiode untersucht werden muss. Seeadler Die Darstellung der Brutreviere gibt in diesem Fall den Status quo zutreffend wieder. Ebenso zutreffend ist die Darstellung, dass für diese Art eine detaillierte Raumnutzungsanalyse erforderlich ist. Der Hinweis, dass ein Überfliegen des Vorhabengebietes im Rahmen der Nahrungssuche nicht erforderlich ist, ist für die fachliche Bewertung unbeachtlich. Gerade große Greifvögel wie der Seeadler nutzen bei Ortswechseln nicht immer den direkten - für den menschlichen Betrachter zunächst naheliegendsten - Flugweg. Gerade bei stärkerem Wind nutzen die Vögel die topographi- 8

9 schen Gegebenheiten und fliegen oft vergleichsweise tief im Windschatten von Moränenzügen oder Wäldern. Insofern ist es durchaus wahrscheinlich, dass Seeadler das Vorhabengebiet auch in geringer Flughöhe durchqueren. Dies gilt umso mehr, als die Altvögel des Brutplatzes bei Neuglasau auch am Klenzauer See bei der Nahrungsuche beobachtet werden konnten (O. KLOSE, mdl. Mitt.). Zudem ist im Zuge des weiterhin ansteigenden Brutbestands schon rein stochastisch mit einer Zunahme von Flugbewegungen im Vorhabengebiet zu rechnen. Baum- und Wanderfalke Die Darstellung zur möglichen Betroffenheit des Wanderfalken ist zutreffend. Für den Baumfalken ist festzustellen, dass eine Bewertung des Vorhabens auf Basis der LA- NU-Darstellungen nicht möglich ist, da diese - bedingt durch die schwierige Erfassbarkeit der Art - kaum vollständig sein können. So ist das Revier Wald Hasenberg, in einer Entfernung von rund m zum Vorhabengebiet seit mindestens 10 Jahren regelmäßig besetzt (O.Klose, mdl. Mitt.). Nahrungsuchende Altvögel im Bereich der Glasau-Niederung deuten daraufhin, dass es womöglich weitere Brutpaare im Wirkungsumfeld der Planungen gibt. Insofern ist auch für diese vergleichsweise schwierig zu erfassende Art eine intensive Brutplatzsuche sowie Raumnutzungsanalyse erforderlich. Die Aussage, dass eine Beeinträchtigungen von Brutvorkommen dieser Art durch die Planung nicht zu erwarten ist, ist vor diesem Hintergrund und zu diesem Zeitpunkt nicht abgesichert. Uhu Auch hier wird bereits vor weitergehenden vertiefenden Untersuchungen zu Brutvorkommen und Raumnutzung der Schluss gezogen, dass erhebliche Beeinträchtigungen der Art nicht zu erwarten seien. Da der Uhu als vergleichsweise schwierig zu erfassende Art gilt und der Bestand demzufolge leicht unterschätzt wird (KLOSE & KOOP 2007), sind vor Durchführung entsprechender Untersuchungen keine Aussagen zu einer potenziellen Beeinträchtigung möglich bzw. zulässig. Bei der Bestandserfasssung sind die methodischen Hinweise von KLOSE & KOOP (2007) sowie ANDRETZKE et. al (2005) besonders zu beachten. 9

10 3. Betroffenheit des Vogelzuges 3.1. Grundsätzliche Bedeutung des ostholsteinischen Binnenlands für den Vogelzug Als Vogelzug werden entsprechend BERTHOLD (2000) hier die saisonalen Wanderungen von Vögeln zwischen ihren Brutgebieten und den klimatisch günstiger gelegenen Überwinterungsgebieten bezeichnet. Lokale Flugbewegungen z.b. zwischen verschiedenen Nahrungsflächen oder Flüge von bzw. zu Schlafplätzen stellen keine Zugbewegungen im eigentlichen Sinne dar, sind aber im Hinblick auf die Verträglichkeit des Ausbaus der Windenergienutzung ebenfalls von planerischer Relevanz (LA- NU 2008). Schleswig-Holstein besitzt als geographischer Brückenkopf zwischen Skandinavien und Mitteleuropa sowie zwischen der Nord- und Ostsee gleich in zweifacher Hinsicht eine europaweit herausragende Rolle für den eurasischen Vogelzug. Insgesamt dürften schätzungsweise jährlich mehr als 500 Millionen Vögel das Land durchqueren (KOOP 2002). Der Kreis Ostholstein spielt - da sich hier zwei internationale Zugwege kreuzen - landesweit eine herausragende Rolle. Das Vogelzuggeschehen in Ostholstein wird von diesen zwei Hauptzugwegen dominiert. So gelangen skandinavische Vögel über den Fehmarnbelt und den Verlauf der Vogelfluglinie überwiegend der Küstenlinie folgend in die Lübecker Bucht. Dort schwenkt ein Großteil von ihnen nach SSW bzw. SW und berührt das Plangebiet. Zudem gelangen sibirische Wat- und Wasservögel über das Baltikum entlang der Mecklenburger Ostseeküste ebenfalls in die Lübecker Bucht und beginnen von dort, das Land in Richtung Westen zu überqueren. 3.2 Bedeutung des Raumes Hassendorf Liensfeld für den Vogelzug Eine räumlich-zeitliche Darstellung des Vogelzuges ist auf einer kleinräumigen bzw. lokalen Ebene von einigen Quadratkilometern Größe in der Regel nicht verlässlich möglich, da das Vogelzuggeschehen in erheblichem Maße von Witterungseinflüssen bestimmt wird (GATTER 2000, KOOP 2002). Gerade Sichtverhältnisse, Windstärke und -Richtung beeinflussen den Vogelzug häufig unmittelbar und führen zu entsprechenden zeitlichen aber auch räumlichen Verschiebungen. Insofern ist es für eine grobe Darstellung der Vogelzugrelevanz eines Gebietes unumgänglich, auch das weitere räumliche Umfeld in die Betrachtung 10

11 einzubeziehen, um vorsorgeorientiert ein möglichst hohes Maß an Planungssicherheit und damit im Hinblick auf Artenschutzaspekte auch Rechtssicherheit zu erlangen. Im Rahmen des Projektes Vogelzug über Schleswig-Holstein der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein und Hamburg (OAG) wird seit Anfang der 2000er Jahre an verschiedenen Orten im Lande das Vogelzuggeschehen systematisch erfasst. Der dem Vorhabengebiet nächstgelegene Zählpunkt, der Klenzauer See, befindet sich in einer Entfernung von rund 2,5 km zum Vorhabengebiet. Für diesen regelmäßig besetzten Zählpunkt (Erfasser: O. Klose) liegen aus dem letzten Jahrzehnt knapp Datensätze von insgesamt rund ziehenden Vögeln vor. Die Hauptzugrichtung ist hier wie an den meisten Orten im Hinterland der Lübecker Bucht während des Herbstzuges SW bis SSW. Wasservögel und Laro-Limikolen bzw. Möwen, Seeschwalben und Watvögel ziehen überwiegend in Richtung W auf den Großen Plöner See zu (O. Klose mdl. Mitt., KOOP 2002). Abb. 5: Schematische Darstellung des Vogelzuges zwischen der Lübecker Bucht und dem Großen Plöner See. Rote Pfeile: Vögel skandinavischer Herkunft, blaue Pfeile: Wasservögel baltisch/sibirischer Herkunft, kleiner grüner Punkt: Vogelzugerfassungspunkt Klenzauer See, großer grüntransparenter Punkt: Plangebiet (Quelle: O. KLOSE schr. Mitt., KOOP 2002) 11

12 Die am Klenzauer See registrierten Zugbewegungen und -Intensitäten lassen sich auf das nahegelegene Vorhabengebiet grundsätzlich übertragen. Zwar ist mit zunehmender Entfernung von der Küste eine gewisse räumliche Auffächerung des Zuggeschehens festzustellen. Es ist aufgrund der Lage des Vorhabengebietes im Verlauf der Hauptzugrichtungen dennoch davon auszugehen, dass es in erheblichem Umfang vom internationalen Vogelzug berührt wird (vgl. Abb. 5). Regelmäßig auftretende Rastvogelansammlungen im westlich des Vorhabengebietes gelegenen Thranbruch und vor allem im EU-Vogelschutzgebiet Großer Plöner See belegen dies ebenfalls. Zu der gleichen Einschätzung gelangt auch KOOP (2002), der dem Raum um Hassendorf-Liensfeld eine sehr hohe Bedeutung für den Vogelzug beimisst. Beispielhaft werden in Tabelle 1 die Maxima ausgewählter Arten am Vogelzugerfassungspunkt Klenzauer See dargestellt Tab. 1: Maxima ausgewählter Arten am Vogelzugerfassungspunkt Klenzauer See fett: Arten des Anhanges I der EU-Vogelschutzrichtline; Quelle: O. KLOSE, schr. Mitt. Buchfink : Ex. am Bleßgans : Ex. am Fischadler : 3 Ex. am Gr. Brachvogel : 50 Ex. am Mäusebussard : 93 Ex. am Merlin : 4 Ex. am Nonnengans : Ex. am Pfeifente : 468 Ex. am Rotmilan : 10 Ex. am Rauchschwalbe : 996 Ex. am Ringeltaube : Ex. am Wespenbussard : 334 Ex. am Die Aussage der Naturschutzfachlichen Einschätzung, dass starke Konzentrationen des Vogelzuges nicht bekannt sind, ist somit unzutreffend (vgl. auch KOOP 2002). Damit ist dieser Aspekt im Rahmen der Planung detailliert zu untersuchen und zu bewerten. 12

13 4. Fazit Ä Die Naturschutzfachliche Einschätzung geht auf Basis der Karte 2 der LANU-Empfehlungen von einer statischen Verteilung von Großund Greifvogelbrutplätzen in der Landschaft aus, obwohl diese explizit nur als Momentaufnahmen zu bewerten sind. Eine weitergehende Datenrecherche, die mit vertretbarem Aufwand hätte erfolgen können, ist unterblieben, so dass die Basis für eine naturschutzfachliche Bewertung unzureichend ist. Das Konfliktpotenzial des Vorhabens wird dadurch von vornherein unterschätzt. Ä Obwohl die Naturschutzfachliche Einschätzung teilweise durchaus die Notwendigkeit weiterer Felderhebungen darstellt, wird vielfach und in unzulässiger Weise das planerische Ergebnis vorweggenommen. Ä Der Aspekt Vogelzug bleibt völlig unberücksichtigt, obwohl eine ganze Reihe von Vogelzugdaten aus der Umgebung vorliegen, die sich auf das Vorhabengebiet übertragen lassen und die eine erhebliche Bedeutung des Gebietes für den internationalen bzw. transkontinentalen Vogelzug belegen, ebenso wie die Darstellungen von KOOP (2002). Auch in dieser Hinsicht wird das Konfliktpotenzial also unterschätzt. Ä Die Naturschutzfachliche Einschätzung ist unter Zugrundelegung vorhandener und leicht abrufbarer Daten zu ergänzen und zu überarbeiten. Dort, wo weiterer Untersuchungsbedarf besteht, sind die Untersuchungserbnisse nicht unzulässiger Weise vorwegzunehmen. 13

14 5. Literatur / Quellen ANDRETZKE, H., T. SCHIKORE & K. SCHRÖDER (2005): Artsteckbriefe. In: Südbeck, P. et al. (Hrsg.): Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands, S , DDA, Radolfzell. BERTHOLD, P. (2000): Vogelzug. - Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 4. Aufl., Darmstadt. GATTER, W. (2000): Vogelzug und Vogelbestände in Mitteleuropa 30 Jahre Beobachtung des Tagzuges am Randecker Maar. - Aula-Verlag, Wiebelsheim. KNIEF, W., BERNDT, R..K., HÄLTERLEIN, B., JEROMIN, K., KIECKBUSCH, J.J. & B. KOOP (2010): Die Brutvögel Schleswig-Holsteins. Rote Liste. Hrsg.: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. KOOP, B. (2002): Der Vogelzug über Schleswig-Holstein Darstellung des sichtbaren Zuges von Unveröff. Gutachten im Auftrag des Landesamtes für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein, 189 S. + Anhang, Lebrade. KLOSE, O. & B. KOOP (2007): Brutbestand, Verbreitung und Siedlungsdichte des Uhus (Bubo bubo) in Schleswig-Holstein. - Corax 20: LANU = Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein (Hrsg.) (2008): Empfehlungen zur Berücksichtigung tierökologischer Belange bei Windenergieplanungen in Schleswig-Holstein. 90 S. + Anhang, Flintbek. 14

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