HAT DEUTSCHLAND VOM EURO PROFITIERT?

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1 HAT DEUTSCHLAND VOM EURO PROFITIERT? Fakten, Fakten, Fakten CDU-Fraktions-Chef Kauder: Der Euro ist stabil. Wir haben keine Eurokrise. Quelle: ZDF morgenmagazin vom DEUTSCHLAND GEHT ES GUT Immerhin behaupten das viele Politiker - und auch die Massenmedien blasen unablässig ins gleiche Horn. Aber stimmt das auch? Schauen wir uns einfach die FAKTEN an: j&j presse + medienagentur * Dieter G. Jürgens * * Seite 1 von 10

2 STAATSVERSCHULDUNG Jede Familie weiß, dass sie dauerhaft nur so viel ausgeben kann, wie sie monatlich zur Verfügung hat. Ansonsten droht die Überschuldung. Dann ist sie pleite. Für unsere Politiker scheint dieses wirtschaftliche Gesetz keine Bedeutung zu haben. Sie holen sich die fehlenden Euros für Steuergeschenke und Rettungsschirme einfach über erhöhte Abgaben, Steuern, Kürzungen im Sozialbereich und Minizinsen (Inflation) von den Steuerzahlern zurück. Auf der folgenden Grafik ist unzweifelhaft erkennbar, dass ab den 1990er Jahren die Staatsverschuldung deutlich zunahm. So verdoppelte sich die Staatsverschuldung seit 2002 (offizielle Einführung des Euro als Zahlungsmittel) von 1.22 Billionen auf rund 2,1 Billionen im Jahr j&j presse + medienagentur * Dieter G. Jürgens * * Seite 2 von 10

3 Die hohe Staatsverschuldung beruht u.a. auf massiver Neuverschuldung (z.b. durch div. Rettungsschirme ), fehlender Tilgung der Schulden, der Einführung der Gemeinschaftswährung Euro und dem Zinseszinseffekt (exponentielles Wachstum). Grafik: 202,8 Mrd. Neuverschuldung in 8 Jahren j&j presse + medienagentur * Dieter G. Jürgens * * Seite 3 von 10

4 WACHSTUM UND VERSCHULDUNG Deutschland Wirtschaftswachstum und Staatsverschuldung 40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0% 39,98% Staatsverschuldung (BIP) 12,10% Wachstum Das Ergebnis ist eindeutig. Die Staatsverschuldung von 2002 bis 2012 wuchs nahezu viermal mehr als das Wirtschaftswachstum. Es wird auch Zeit, endlich mit dem Politiker-Märchen Deutschland hat vom Euro profitiert aufzuräumen. Der Exportanteil Deutschlands in den Euro-Raum lag vor und während der Euro-Währung nahezu konstant bei ca. 42 Prozent. In den letzten zwei Jahren ist der Exportanteil sogar um rd. 4 Prozent auf etwa 38 Prozent zurückgegangen. Die Exportüberschüsse erzielte Deutschland also fast ausschließlich im Nicht- Euroraum. Dazu brauchte Deutschland den Euro nicht. ARMUT IN DEUTSCHLAND? Wussten Sie eigentlich, dass fast jeder neunte Arbeitnehmer in Deutschland weniger als 8,50 Euro pro Stunde verdient? Betroffen sind Minijobber, Teilzeitkräfte, aber auch viele Vollzeitbeschäftigte. Das zeigen neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes. j&j presse + medienagentur * Dieter G. Jürgens * * Seite 4 von 10

5 Rund 12,5 Millionen Bürger in Deutschland sind armutsgefährdet. Das entspricht der gesamten Bevölkerung der 15 größten deutschen Städte wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart u.s.w. Auch diese Zahlen sind unseren Politikern bekannt - sie stammen vom Statistischen Bundesamt. Als arm gilt, wer 60% oder weniger des mittleren Durchschnitts-NettoEinkommens (= Medianeinkommen / Jahr 2011 = mtl.) bezieht. Das sind 772 /mtl. Davon sind Miete, Lebensmittel u.v.a.m. zu bestreiten. Zitat Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen: dass alle, die unter Euro verdienten und keine private Vorsorge betrieben haben, mit dem Tag des Renteneintritts den Gang zum Sozialamt antreten müssten. Ab 2030 droht Arbeitnehmern, die Euro brutto im Monat verdienen und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, nur eine Rente in Höhe des Grundsicherungsbetrags von 688 Euro. Zusätzlich sinkt das Rentenniveau bis 2030 auf 43 Prozent des Nettolohns. Laut Statistischem Bundesamt haben 2010 mehr als ein Drittel aller Vollzeitbeschäftigten weniger als Euro im Monat verdient. j&j presse + medienagentur * Dieter G. Jürgens * * Seite 5 von 10

6 j&j presse + medienagentur * Dieter G. Jürgens * * Seite 6 von 10

7 DAS TUT WEH, ODER? Schaut man sich die Grafik auf der letzten Seite an, muss man feststellen: Wir bezahlen mit unseren Steuergeldern 38,3 Mrd. für Schuldzinsen (hauptsächlich an private Banken). dafür könnte man 5,6 Jahre das Budget für Familie, Senioren und Jugend bestreiten. rund 3 Jahre für Bildung und Forschung investieren, und immerhin 2,6 Jahre die Ausgaben für Gesundheit abdecken. Immerhin geben wir für die Verteidigung (gegen wen?) 31,9 Mrd. aus! FRAGE: wie sähe die Berechnung wohl für 2, 3 oder mehr Jahre aus? Halten Sie diese Gewichtung für gerecht? Wollen Sie eine Fortsetzung dieser Budgetierung? ARBEIT UND BESCHÄFTIGUNG... oder wie lasse ich 1 Millionen verschwinden? Für Februar 2013 meldete die Bundesagentur für Arbeit 3,11 Millionen Arbeitslose bzw. eine Arbeitslosenquote von 7,4.%. Angeblich die niedrigste Arbeitslosenquote im Februar seit 21 Jahren! Was meinen Sie - Dichtung oder Wahrheit? j&j presse + medienagentur * Dieter G. Jürgens * * Seite 7 von 10

8 Aus der Arbeitslosen-Statistik fallen heraus: Teilnehmer arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. Menschen, die zwar mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten, aufgrund zu geringer Einkünfte allerdings dennoch bedürftig sind. Personen, denen Arbeit aufgrund ihrer persönlichen Verhältnisse oder Lebenssituation nicht zugemutet werden kann. Menschen nach Vollendung des 58. Lebens jahres, die in den letzten 12 Monaten Leistungen bezogen haben und denen in dieser Zeit kein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis angeboten werden konnte. Das sind nochmals: 1.04 Mio. bzw. 9,7% (Februar 2013) Hier die offiziellen Arbeitslosenzahlen: j&j presse + medienagentur * Dieter G. Jürgens * * Seite 8 von 10

9 Und hier die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen am Beispiel August 2013: Tatsächliche Arbeitslosigkeit im August 2013: Mio. o Offizielle Arbeitslosigkeit: Mio. o Nicht gezählte Arbeitslose: Tsd. Nicht gezählte Arbeitslose aufgeschlüsselt: o Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld I und/oder ALG II: Tsd. o Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): Tsd. o Förderung von Arbeitsverhältnissen: Tsd. o Fremdförderung: Tsd. o Beschäftigungsphase Bürgerarbeit: Tsd. o berufliche Weiterbildung: Tsd. o Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte): Tsd. o Kranke Arbeitslose ( 126 SGB III): Tsd. o Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): Tsd. j&j presse + medienagentur * Dieter G. Jürgens * * Seite 9 von 10

10 Wohlstand drückt sich auch im Einkommen und der Kaufkraft aus. Wie man sieht, ist das durchschnittliche Bruttoeinkommen vom Jahr 2000 bis 2010 gesunken. Gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten wie Mieten, Lebensmittel und Energiekosten teilweise regelrecht explodiert. Guthabenzinsen sind im gleichen Zeitraum fast bis auf Null gesunken (= Inflation). Sieht so der Fortschritt der letzten 10 Jahre aus? DEUTSCHLAND GEHT ES GUT? DEUTSCHLAND HAT VOM EURO PROFITIERT? Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein j&j presse + medienagentur * Dieter G. Jürgens * * Seite 10 von 10

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