Familie Migration Demenz

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1 Familie Migration Demenz Prof. Dr. Ursula Henke Ev. Fachhochhochschule RWL

2 Demografie Migrantinnen und Migranten aus 126 Ländern (http://www.herne.de/kommunen/herne/ttw.nsf/id/de_searchresult?opendocument=&q6=migranten) 9,5% > 65 Jährige in der Gruppe der Migrantinnen und Migranten (23,7% Anteil deutsche Bevölkerung) Tendenz steigend auf ca. 15% 2030 (Migrationsbericht 2012)

3 Prävalenz Schätzung: ca Menschen mit Demenz und Migrationserfahrung (Piechotta&Matter 2008) Krankenquote > 65 Jährige deutsch nichtdeutsch fast gleich (Mikrozensus 2009) Ähnlich hohe Prävalenzrate in Industrie- und Entwicklungsländern (vgl. Dementia Research Group, 2004

4 Krankheitsbild Verlust der Zweitsprachigkeit (vgl. Hirsch, 2006; Piechotta & Matter, 2008; Jones, Chow & Gatz, 2006) Doppelte Fremdheit Ca. 10 Jahre jünger als deutsche Erkrankte (62 Jahre) Häufiger Pflegestufe III (vgl. Tezcan-Güntekin 2014) 98% Pflege durch Angehörige (vgl. Okken 2008)

5 Krankheitsbild Problematik Erkennen der Erkrankung Weg zur Hilfe finden Kulturelle Prägung und Sprachlastigkeit der meisten Diagnoseinstrumente Später Zeitpunkt der Diagnosestellung

6 Assessment Erkankte: TRAKULA Tanskulturelles Assessment mentaler Leistungen EASY kulturfaires Screeningverfahren Angehörige: (Kücük 2013) Ablehnung außerfamilialer Pflege Entwicklung kultursensibler Pflegekurse Entwicklung transkultureller Assessmentverfahren

7 Häusliche Pflegeskala

8 Belastungen pflegender Angehöriger Morgendliche Unausgeschlafenheit 63,2% Erschwerte Bewältigung pflegeunabhängiger Aufgaben 63,2% Aufgabe von eigenen Zukunftsplänen aufgrund der Pflege 58,3% Wunsch aus der Pflegesituation auszubrechen 57,2% Konflikt zwischen Pflege und sonstigen Anforderungen 54,9% Pflegebedingte Abnahme mit der Zufriedenheit mit dem Leben 53,9% (vgl. Graessel 1998)

9 Belastungen 30-50% Störungen der Gesundheit: - Schlafstörungen - vermehrte Reizbarkeit - verschiedene körperliche Beschwerden - depressive Verstimmungen

10 Belastungen

11 Anlaufstellen - Beratungsführer Demenz/Stadt Herne - Demenzservicezentrum für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte/Gelsenkirchen

12 Anlaufstellen Demenz-Service-Zentrum:

13 Wünsche und Ziele Information und Beratung über die Art der Hilfe und Unterstützung, die verfügbar ist, und wie man auf sie zugreift und über die Krankheit, die der Pflegebedürftige hat Nicht so sehr die Möglichkeit, eine Angehörigengruppe zu besuchen (Döhner/Lüdecke 2005, 23)

14 Forderungen und Ziele Neue Formen der wohnortnahen Zusammenarbeit von pflegenden Angehörigen, Freiwilligen, Pflegediensten, professionellen Diensten, Hausärzten, der Klinik, dem Sozialarbeiter und der Nurse Practitioner (community based services) - Interdisziplinäre Teams -

15 Kultursensible Pflege Sachebene Persönliche Ebene Interaktionelle Ebene Institutionelle Ebene Kultursensible Pflege ist individuelle Pflege! ((BAGSO, Handreichungen für eine kultursensible Altenpflege,,

16 Diversity Management Der Prozess der interkulturellen Öffnung ist kein Zusatzangebot, sondern betrifft die ganze Organisation und erfordert einen transparenten langfristigen Entwicklungsprozess auf allen Ebenen (Memorandum für eine kultursensible Altenpflege 2002)

17

18 Charta der Vielfalt Die Umsetzung der Charta der Vielfalt in Ihrem Unternehmen hat zum Ziel, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Patienten und Patientinnen sollen Wertschätzung erfahren - unabhängig von Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

19 Best Practice Beispiele: - Nasch Dom (http://www.naschdom.de/ ) - MiMi (www.ethno-medizinisches-zentrum.de) - SprInt (http://www.sprachundintegrationsmittler.org/ ) - Casemanagement (http://www.dgcc.de/case-management/)

20 Nasch Dom

21 SprInt

22 SprInt

23 Casemanagement

24 Hausarzt/ Facharzt Klinik Apotheke Pflegeeinrichtungen Patient Case manager Ambulante Versorgung Nicht-medizin. Dienstleister

25 Casemanagement Optimierung der Versorgungsqualität Patientenorientierung Methodisch differenziert Ergebnisorientiert Hochkomplexes Gesundheitssystem

26 (Barg et.al. 2013,49)

27 Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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