EV-ESM: NEWSLETTER 6 München,

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1 EV-ESM: NEWSLETTER 6 München, Liebe Eltern, am Ende des Schuljahres möchten ich Ihnen noch einige ausstehende Berichte und Informationen zukommen lassen. Die Elternvereinigung hat ein arbeitsintensives Schuljahr erlebt. In vielen Bereichen galt es Qualität und Leistung der Elternvereinigung und ihrer Serviceprovider zu überprüfen, neu zu ordnen und den Gegebenheiten anzupassen. In diesem Zusammenhang haben wir bereits über die Bereiche Transport und Eurohort, Nachmittagsbetreuung berichtet. Ein weiterer Schwerpunkt lag sicherlich auch im Bereich der Nebenschulaktivitäten. Neben zahlreichen neuen Kursen wurden die Verträge und Geschäftsbedingungen harmonisiert und rechtlich auf eine so hoffen wir solidere Basis gestellt. Ziel war hier Risiken für den Verein weiter zu reduzieren, mehr Klarheit und Transparenz zu schaffen. Bezüglich der Qualitätssicherung wurden viele Kurse im Rahmen von Kontrollbesuchen überprüft und eine Umfrage unter den Eltern gestartet. Die Auswertung hierzu ist noch im Gange wir werden im Herbst darüber berichten. Im Anhang finden Sie den Bericht zur Kantine. Die Finanzlage der Elternvereinigung kann, aufgrund des erfolgreichen Schuljahres und der weiteren genauen Haushaltsführung als sehr solide angesehen werden. Dies hat uns erlaubt in diesem Schuljahr mehr Mittel für Aktivitäten der Sprachsektionen und für Sponsoring zur Verfügung zu stellen. Weitergehende Ausgaben sind für das kommende Schuljahr bereits geplant um gemeinsame (mit der Schule) wichtige Projekte in Testphasen überzuführen. Hierzu zählt mit Sicherheit das Projekt Schulsozialarbeiter, Gestaltung der Freistunden in der höheren Schule und Maßnahmen gegen Gewalt und Drogenmissbrauch. Wir werden auf der allgemeinen Versammlung im Herbst darüber berichten. Die Zusammenarbeit mit der Schule war in vielen Bereichen sehr gut. So konnten unter anderem Richtlinien für die Videoüberwachung erarbeitet werden und die Frage der Instandhaltung und Erneuerung der Schließfächer geklärt werden. Die Projekte Schulsozialarbeiter und Freistundengestaltung in der HS konnten auf den Weg gebracht werden. Die Fortsetzung des Programms zur Konfliktbewältigung Komm wir finden eine Lösung in der Grundschule konnte weiter sichergestellt werden. Im Bereich des geplanten "middle Managements" der Schule, wurde letztendlich unseren Bedenken Rechnung getragen. Lehrer sollen für diese wichtige Nebentätigkeit nicht vom Unterricht abgezogen werden. Wir sehen daher der Implementierung im Herbst mit Zuversicht entgegen. Die gemeinsamen Arbeitsgruppen Kindergarten und Kommunikation haben intensiv gearbeitet und viele Punkte konnten geklärt werden. Insbesondere im Bereich des Kindergartens sind langjähriger Wünsche der Elternvertretung nach mehr Bilingualität bzw. Sprachunterricht und einem niedrigerem Betreuungsschlüssel erfüllt worden. Hierbei waren sich aber Elternvertretung und Schule nicht einig über die erfolgte Gründung einer spanischen Sektion im Kindergarten. Wir hätten uns ein langsameres Hinführen an eine mögliche eigenständige spanische Gruppe gewünscht.

2 Die Themengruppen Landschulheim und Klassenfahrten in der Grundschule sowie europäische Stunden wurden in den Herbst vertagt. Wir haben über Finanzierung und Kostentransparenz der Landschulheime, sowie Konzept der europäischen Stunden berichtet. Hier wurde bereits vereinbart, dass am nächsten Europafest Präsentationen und Erklärungen für eine breitere Gruppe an Eltern erfolgen sollen. Das neu eingeführte Krisenteam hat seine Arbeit aufgenommen. Der lang ersehnte Notfallplan, unser Vertreter im Krisenteam Herr Ulrich Kremer hat hier sehr viel Vorarbeit geleistet, soll nun im September endgültig erstellt werden. Im Rahmen der Arbeit des Krisenteams sind sicher noch Verbesserungen bezüglich der Kommunikation und der Informationsweitergabe nötig. Bezüglich der Verkehrssituation in der Putzbrunnerstrasse gab es ein Krisentreffen mit allen beteiligten und es wurde die Erweiterung der Halteverbotszone über den Kindergarten hinaus zugesagt. Dies ist zwar nur eine Teillösung um den inzwischen viel zu kleinen Busparkplatz zu entlasten. Wir werden hier noch für eine verstärkte Aufsicht eintreten. Leider müssen wir uns von einigen ausgezeichneten Lehrern und Lehrerinnen verabschieden. Das System der europäischen Schulen ist hier wenig flexibel. Trotz Bemühungen und Initiativen der Eltern ihren Lehrer beibehalten zu können haben die Elternvertreter (und auch die Schulleitung selbst) hier kaum Möglichkeiten Verlängerungen von Verträgen zu erreichen. Wir bedauern dies und wünschen den uns so verlassenden Lehrern alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg. Die Zusammenarbeit und Koordination mit dem EPA, als wichtigstem Kostenträger der Schule, hat sich weiter gut entwickelt. In einem informellen Arbeitsessen mit dem neuen Vizepräsidenten der DG4 Herrn Zeljko Topic konnten wir unsere Schwerpunkte für das kommende Schuljahr gegenüber dem EPA darlegen. Hiezu zählt die Dringlichkeit der Beschleunigung der Errichtung der New Site Fasanengarten, die soziale Verantwortung in der Entscheidungsfindung bezüglich Schulgebühren für Schüler der Kategorie III, die fortgeführte Erfindung neuer Kosten, die nicht von der Schule getragen werden (z.b. verpflichtende Landschulheim- und Klassenfahrten, career guidance fee, besonderer Pflichttaschenrechner...) und die Wahrung der Kontinuität in der erfolgreichen Verwaltung der Schule. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie schöne und vor allem erholsame Ferien! Georg Weber (1. Vorsitzender EV-ESM)

3 Anhang: Bericht Kantine Platz ist das Hauptproblem der Kantine. Ursprünglich geplant und gebaut für eine Schule mit 800 Schülern, beherbergt die ESM inzwischen 2000 Schüler. Dies führt dazu dass bis zu 1400 Menüs am Tag ausgegeben werden. Dies führt zu erheblichen logistischen Problemen, die sich in kurzen Essenzyklen und Wartezeiten auf die Schüler auswirken. Ohne der strikten Vorgabe von Essenszeiten und dem Blockweisen Einlass, damit sich keine Staus bei der Essensausgabe bilden ( free-flow system ), wäre die Versorgung längst am Ende ihrer Kapazitäten angelangt. Die Situation wird sich bis 2017 nicht verbessern, da dies der früheste Termin für die NewSite im Fasanengarten ist. Neben den unvermeidbaren Wartezeiten, sind manche der berichteten qualitativen Probleme auch auf diese Überlastung zurückzuführen. Nach dem Rücktritt unseres Vorstandmitglieds für die Kantine habe, ich interimistisch diese Aufgaben mit übernommen. Tatkräftig werde ich hierbei insbesondere von Marcela Frank unterstützt. Rolando Madonna hat die freigewordene Stelle im Kantinenausschuss übernommen. Nach einer langen Phase der fast dogmatisch geführten Debatte über Bio-, Nachhaltigkeit, "Fair Trade2 und diversen Erziehungsprogrammen, galt es jetzt insbesondere auch die angekündigte Qualitätsüberprüfung durchzuführen. Vorschlagsbox: Ein erster Schritt war die Wiedereinsetzung der Vorschlagsbox. Waren die Gründe für die zwischenzeitliche Abschaffung in der Verwendung als Mülleimer durch manche Schüler oder den Einwurf obszöner und beleidigender Texte gelegen, meinten wir, dass auch solche comments eine message sind. Nach der Wiedereinführung haben wir bislang neben humoristischen Bemerkungen hier auch interessantes gefunden: den vereinzelten Wunsch nach Sushi, Austern, Steak, Karottensticks und vor allem hundertfach Pizza und Eiscreme. Einhaltung der Vertragsbedingungen und gesetzliche Vorschriften: Einen Schwerpunkt bildeten die Prüfung der Einhaltung der Vertragsbedingungen und die Kontrolle der Einhaltung der einschlägigen Hygiene und Sicherheitsrichtlinien. Zusätzlich hat eine externe Biozertifizierung einen unangekündigten Test durchgeführt. Wir berichteten bereits, dass alle diese Überprüfungen unserem Caterer einen hohen Standard und Übereinstimmung mit den jeweiligen Bestimmungen bescheinigen. Umfrage unter Schülern: Die Elternvereinigung hat zusätzlich im Zeitraum vom 04/06 bis 21/06 eine breit gestreute Befragung der Schüler durchgeführt. Insgesamt wurde an 6 Tagen die Meinung bezüglich des Essens von 2945 Schülern, die die Kantine besucht haben, erhoben. Die Meinungserhebung erfolgte durch Einwurf von Smileys in den Farben Grün (es hat mir sehr geschmeckt), Gelb (neutral) und Rot (es hat nicht geschmeckt) in eine Box unmittelbar vor dem Verlassen der Kantine. Zusätzlich wurden Schüler direkt zum Essen befragt und Eltern haben an diesen Tagen auch in der Kantine gegessen und das Essen beurteilt. Der Test erfolgte unangekündigt und ohne Absprache mit dem Caterer. Ich möchte mich hier zuerst bei allen freiwilligen Helfern für ihren enormen Zeitaufwand und Ihre Geduld bedanken. Sie haben durch ihren freiwilligen Arbeitseinsatz diese umfangreiche Überprüfung ermöglicht. Das Ergebnis liefert nicht nur wertvolle Hinweise zur Gestaltung der

4 Menues sondern dient auch als Benchmark zur Überprüfung der Wirksamkeit zukünftiger Massnahmen zur Verbesserung. Zu den Ergebnissen: Von den an den 6 Tagen eingesammelten Smileys waren 1789 grün, 864 gelb und 292 rot. Das bedeutet dass insgesamt 60,8% der Schüler das Essen geschmeckt hat, 29,3% mit neutral gestimmt hatten und 9,9% unzufrieden waren. Es hat sich gezeigt, dass die Zufriedenheit relativ starken Schwankungen unterworfen war. So lag an einzelnen Tagen der Anteil der roten Smileys (unzufrieden!) zwischen 1,7% (21.06) und 19,2% (19.06). Von den 6 Tagen waren 4 mit roten Smíleys deutlich unter 10% und 2 deutlich darüber (der als Spitzenreiter und der 05.06). Am dem schlechtesten Tag gab es: Nudelsuppe, vegetarisch gefüllte Zucchini mit Tomatensauce. Putengulasch mit Reis und gebratene Wirsing. Am dem besten Tag gab es: Kohlrabisuppe, Spagetti mit Tomaten, Käse oder Pestosauce und als Dessert Eis. Die Eltern nochmals vielen herzlichen Dank die den Test durchführten, waren unabhängig vom Ergebnis mit dem angebotenen Essen zufrieden. Von Kindern gelegentlich geäußerte Kritik bezüglich zu viel Fett oder zu stark gewürztem Essen, konnte nicht nachvollzogen werden Geschmack und insbesondere der von Kindern ist aber verschieden. Analyse der eingegangenen Beschwerden: Eine parallel dazu durchgeführte Analyse der Beschwerden, zeigt, dass punktuelle einige Tage öfter zu Unzufriedenheit führen. Die Unzufriedenheit kommt hier oft von Kinder der 1. und 2. Klasse die das vegetarische Menü bekommen. Hierbei handelt es sich auch um ein strukturelles Problem, da diesen Kindern die Wahlmöglichkeit genommen wird. "Free-flow-system für alle"? Derzeit laufen Testversuche um das free-flow system auch für diese Jahrgangsstufen einzuführen. Wir (Caterer und Elternvereinigung) sind der Meinung, dass die allermeisten Kinder auch der 1 und 2 Klasse sich selbst das Essen aussuchen können und mittels Tablett an ihren Platz bringen können. Man muss ihnen nur etwas Zeit und Unterstützung geben. Wir planen, wenn wir die Schulleitung und hier insbesondere die Direktorin der Grundschule, überzeugen können, im Herbst mit free flow zu starten. Wir sind auch davon überzeugt, genügend freiwillige unter den Eltern zu finden die bereit sind an den ersten Tagen die Kinder zu unterstützen. Der Direktor der höheren Schule und der Verwalter haben bereits ihr Bereitschaft erklärt den Kaltesserbereich teilweise für die Mensa zu öffnen um der GS mehr Zeit zum Essen zu geben. Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenfassend kann man sicher ableiten, dass das Kochen von Highlights wie Spagetti und Pizza zu einer sehr hohen Zufriedenheit führt und wenn man diese dann noch mit Eiscreme als Dessert würzt hat man unter 2% unzufriedene Schüler. Bei einem Konzept dass auf Ausgewogenheit abzielt, kann solche Werte aber nicht dauerhaft halten. Wir werden daher überlegen dem Caterer als Benchmark ein less than 10% red zu setzten und

5 ihn auffordern den Speiseplan danach auszurichten. Mit anderen Worten gesundes Essen, das Bio, und Nachhaltigkeit verwirklicht und sich weiterhin an den Vorgaben der deutschen Gesellschaft für Ernährung orientiert, hat Priorität solange sich der Rahmen der Akzeptanz bei über 90% bewegt ( grüne und gelbe Smileys ). Eventuell weitergehende ernährungsbedingte Maßnahmen zur Erziehung sind hinter den Benchmark zu stellen. Kantine der ESM als Musterbetrieb! Kürzlich erreichte uns das Ansuchen der Stadt München, unsere Erfahrungen bezüglich Ausschreibung und Auswahl der Schulverpflegung zur Verfügung zu stellen. Wir freuen uns, dass wir die Stadt München bei der Erstellung eines neuen Schul- und Kita- Verpflegungskonzept unterstützen dürfen. Im Vergleich zu herkömmlichen Schulkantinen (wenn eine Schule überhaupt eine hat!), setzten wir mit unserer Kantine Maßstäbe in München. Ebenso hat bereist eine Delegation der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung unsere Kantine besucht. Im Rahmen des Programms Bio kann jeder gelten wir auch hier als Vorzeigebetrieb. Georg Weber (für das Kantinenteam ad interim)

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