IT Market Briefing Ausgabe: 03/2007

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1 IT Market Briefing Ausgabe: 03/2007 Lesen Sie in dieser Ausgabe TC-Thema des Monats: Windows Vista: Zwischen Wow und Wait TC-Branchenmonitor: Auch mittelgroße Unternehmen setzen auf Call-/Contact-Center TC-Chartservice: Telekommunikations - Lösungen: Mittelstand setzt auf indirekten Channel Stellt Euch vor es ist CeBIT und keiner geht hin, so orakelten viele frei nach dem amerikanischen Lyriker Carl Sandburg (und nicht wie oft fälschlicherweise angenommen nach Berthold Brecht) im Vorfeld der größten ITK-Messe der Welt in Hannover. Doch tatsächlich wurden diese Zweifler, zumindest wenn man die Nachberichterstattung des Veranstalters und die zahlreichen Ausstellerstimmen heranzieht, eines Besseren belehrt. Zwar waren auch in diesem Jahr nochmals weniger Aussteller im Messegelände als im Vorjahr vertreten, aber die Anzahl der CeBIT-Besucher hat erstmals wieder zugelegt. Knapp eine halbe Million Menschen haben sich für Innovationen und notwendige Investitionen in ITK-Produkte und Services interessiert. Dass einige Aussteller schon halbe Liebeserklärungen an die CeBIT 2007 abgegeben haben, ist vielleicht ein wenig euphorisch, spiegelt aber tatsächlich die derzeitige Stimmung wider. Impressum TechConsult ist Mitinitiator der Initiative: Auch wir als führendes Analysten- und Beratungshaus im ITK-Markt haben die CeBIT 2007 äußerst positiv erfahren. Unsere Terminkalender waren an allen Messetagen prall gefüllt, und unsere Gesprächspartner waren unseren Themen gegenüber mehr als aufgeschlossen: Zum einen gegenüber dem Thema Channel Partner Scoring, ein Analysemodell zur Bewertung und zur Auswahl der geeigneten Handelspartner für ITK-Anbieter, zum anderen gegenüber dem Thema Portfolio-Check, ein Beratungsangebot für ITK-Service-Provider. Gerade Letzteres hat uns die (Aussteller-)türen aufgestoßen. Denn die Anforderungen der Anwenderunternehmen haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Was erhoffen sie sich von Service Oriented Architecture (SOA), welche Erwartungshaltung haben sie bei Business Process Outsourcing (BPO)? Hier muss der Service-Provider prüfen, ob er die gestellten Fragen kennt und passende Lösungen anbieten kann, und ob sein Angebotsportfolio den sich verändernden Kundenanforderungen noch gerecht wird. Wir, als Analysten- und Beratungshaus, können Sie bei der Beantwortung all dieser Fragen unterstützen. Sprechen Sie uns darauf an, damit die nächsten 12 Monate bis zur CeBIT 2008 auch weiterhin erfolgreich verlaufen. Herzlichst Ihr Andreas W. Klein - Managing Director - TechConsult GmbH

2 Das Urheberrecht für alle Texte und Grafiken liegt bei der TechConsult GmbH, Kassel. Die Verwendung der Inhalte ist bei schriftlicher Nennung des Urhebers kostenfrei möglich.

3 TC-Thema des Monats Windows Vista: Zwischen Wow und Wait (TechConsult, Kassel Claus Vogt) Ende November letzten Jahres hat Microsoft das neue Client-Betriebssystem Windows Vista für Business-Kunden auf den Markt gebracht. Seit dem 30. Januar diesen Jahres sind nun auch die Editionen für den Consumer-Markt erhältlich. In diesem Artikel analysieren wir, wie der Markt auf das neue Betriebssystem reagiert. (mehr...) TC-Branchenmonitor Auch mittelgroße Unternehmen setzen auf Call-/Contact-Center (TechConsult, Kassel Frank Heuer) Im Kommunikationsmarkt haben Callund Contact-Center als Mittel zum Management der Kundenbeziehungen inzwischen eine große Bedeutung erlangt. Kein großer Finanzdienstleister oder Telekommunikationsanbieter kommt heute noch ohne die effiziente Bündelung, Bearbeitung und Verteilung eingehender Kontaktanfragen durch ein Call-Center aus. (mehr...) TC-Chartservice Telekommunikations-Lösungen: Mittelstand setzt auf indirekten Channel (TechConsult, Kassel Frank Heuer) Aus Sicht der IT-/TK-Entscheider im Mittelstand sind Internet-Telefonie-Anwendungen für die Anforderungen im Betrieb nicht ausreichend. Dies ist ein Ergebnis der regelmäßigen Erhebung zum IT-Mittelstandsindex, die TechConsult auf Initiative des Kommunikationslösungsanbieters Avaya durchführt. (mehr...)

4 TC-Thema des Monats Windows Vista: Zwischen Wow und Wait (TechConsult, Kassel Claus Vogt) Ende November letzten Jahres hat Microsoft das neue Client-Betriebssystem Windows Vista für Business- Kunden auf den Markt gebracht. Seit dem 30. Januar diesen Jahres sind nun auch die Editionen für den Consumer-Markt erhältlich. In diesem Artikel analysieren wir, wie der Markt auf das neue Betriebssystem reagiert. In großen Events rund um den Globus wurde der Launch des neuen Microsoft Flaggschiffes zelebriert. Dabei wurde stets kommuniziert, dass sich bei Benutzern bereits beim Anblick der neuartigen Oberfläche und erst recht bei der Arbeit mit Vista ein noch nie da gewesenes Wow -Gefühl einstellen wird. Die breite Marktdurchdringung würde daher bedeutend schneller von statten gehen, als 2001 durch den Vorgänger Windows XP. Die Fachpresse sah und sieht dies jedoch bedeutend skeptischer. Vor allem die hohen Hardwareanforderungen zum einwandfreien Betrieb von Vista seien ein Grund, warum Anwender ihre Systeme (noch) nicht auf Vista upgraden und weswegen hier eher eine wait -Situation besteht. Als Analystenhaus ist TechConsult der Meinung, dass der Markt differenziert betrachtet werden muss, da die unterschiedlichen Marktsegmente auch in ihren Entscheidungsmotivationen unterschiedlich sind. In deutschen Haushalten stehen momentan rund 40 Millionen Desktops und Notebooks. Nach neuesten Untersuchungen der TechConsult sind aufgrund ihrer Hardwarekonfiguration davon 16% geeignet für den Betrieb mit Windows Vista. Da es sich hierbei um erst in den letzten beiden Jahren angeschaffte Geräte handelt, werden diese vom Normaluser nicht auf Vista - das im Homebereich als XP-Update ab ca. 100 Euro zu beziehen ist - umgestellt. Es sei denn, sie haben beim Kauf ihres Rechners Ende letzten Jahres einen Vista- Gutschein bekommen, den sie jetzt einlösen. Technikaffine Early-Adaptors, die schon lange auf Vista gewartet haben, gibt es hier zwar, doch ist deren Anzahl im Gesamtmarkt überschaubar. Die große Menge neuer Betriebssysteme geht folglich als Bundle mit Neugeräten in dieses Marktsegment. Da Consumer üblicherweise Ihre Hardware mit bereits vorinstalliertem Betriebssystem kaufen und die meisten der heute über den Consumer-Channel wie beispielsweise Computershops oder Elektromärkte (vgl. hierzu auch IT Market Briefing 10/2006) erhältlichen PCs bereits Vista vorinstalliert haben, wird sich Microsoft dieses Jahr über mehr als drei Millionen verkaufte Betriebssysteme ohne wirkliche Kaufentscheidungsfreiheit seitens der Endkunden freuen. Wofür sich der Consumer jedoch in den meisten Fällen sehr wohl frei entscheiden kann, ist die Edition von Vista. Hier wird sich häufig gegen Home Basic und für das teurere Home Premium oder gar die Ultimate -Version entschieden. Wenn also schon ein neues Betriebssystem auf dem Markt ist, dann will der Consumer auch alle neuen Features nutzen können, zumal die interessanteren erst in den großen teureren Versionen erhältlich sind. Kleine Unternehmen, allen voran der gesamte SOHO-Bereich (Small Office / Home Office), verhalten sich in ihren Entscheidungen ähnlich wie Privatnutzer.

5 Hier gewinnt Vista nur über Rechneraustausch durch Neugeräte Marktanteile. Grafische Elemente, wie das neue Aero-Design sind dabei noch weniger eine Entscheidungsgrundlage. Das tägliche Geschäft wird abgewickelt mit der Überzeugung never change a running system und mit bestehenden Softwareressourcen. Außerdem hat die Vergangenheit viele Anwender gelehrt, auf die ersten Service Packs bei neuen Microsoft Produkten zu warten. Je größer Unternehmen werden, desto weniger wichtig wird der Neugerätekauf als Dooropener für Windows Vista. Hier werden Migrationen zunehmend als Projekte durchgeführt, die von vielen Faktoren abhängig sind, wie beispielsweise einer ausführlichen Kosten-/Nutzenanalyse oder die Berücksichtigung der Komplexität der Struktur ihrer IT-Infrastruktur. Viele Anwender besitzen Volumenlizenzverträge, die in einigen Versionen das Recht beinhalten, Windows Vista zu beziehen. Andere mittelgroße Unternehmen, die upgraden möchten, sind aktuell in der Evaluierungsphase, in der sie in Testumgebungen Kompatibilitäts- und Treibertest durchführen. Verläuft diese Phase erfolgreich, wird eine Deploymentstrategie festgelegt. Primäre Zielrechner sind Geräte, auf denen noch Windows 2000 läuft oder ältere Windows XP-Rechner. Wird nicht zwingend eine homogene Infrastruktur angestrebt, bleiben relativ neue XP-Rechner oft außen vor. Microsoft geht heute davon aus, dass bei den meisten dieser Unternehmen in den nächsten sechs bis zehn Monaten viele mit der Migration auf Windows Vista beginnen. Nach Meinung von TechConsult könnte dies jedoch durchaus auch noch ein Jahr länger dauern. Da Microsoft, nach ihren neusten Lifecycle Policies, die Supportphase für Windows XP (aufgrund der Verspätung von Vista) bis 2009 verlängert hat, haben es viele Unternehmen mit Vista nicht besonders eilig. Die meisten Migrationsprojekte erwartet TechConsult in der zweiten Jahreshälfte 2008 sowie in Aufgrund der weiten Verbreitung von Windows XP in den Unternehmen werden aber auch nach dieser Zeit noch viele XP-Installationen im Markt sein, so dass eine - zum Teil kostenpflichtige - Verlängerung der Supportphase für Windows XP auf 2010 oder 2011 wahrscheinlich ist. Zahlreiche Großunternehmen wurden von Microsoft schon vor dem offiziellen Launch frühzeitig auf Vista eingestimmt, indem kaufmännische und technische Unternehmensentscheider zu unterschiedlichsten Events eingeladen wurden. Gerade bei der Zielgruppe der großen Unternehmen versucht Microsoft mit der Identifikation von Einsparpotenzialen, beispielsweise durch das Vista Single Image Deployment, zu punkten, das größere Einsparungen bei Imageerstellungen verspricht, als Kosten durch neu zu beschaffende Hardware entstehen. Doch auch diese Unternehmen werden Vista zunächst genau evaluieren und PC-Abschreibungszyklen ausschöpfen, bevor deren Mitarbeiter in der Breite auf Vista arbeiten werden. Fazit: Windows Vista wird über kurz oder lang das vorherrschende Betriebssystem auf Desktops und Notebooks weltweit werden. Schon allein die Tatsache, dass Vista auf fast jedem neuen Gerät vorinstalliert ist, wird dies bewirken. Die Verbreitung von Vista ist im Wesentlichen von der Größe und IT- Strategie der Anwender abhängig, die schnellste Verbreitung wird es im Consumer-Bereich geben. Allerdings wird es noch geraume Zeit dauern, bis Marktdurchdringung und Marktanteil von Vista-wait auf Vista-wow umgeswitcht sind. (Seitenanfang)

6 TC-Branchenmonitor Auch mittelgroße Unternehmen setzen auf Call-/Contact-Center (TechConsult, Kassel Frank Heuer) Im Kommunikationsmarkt haben Call- und Contact-Center als Mittel zum Management der Kundenbeziehungen inzwischen eine große Bedeutung erlangt. Kein großer Finanzdienstleister oder Telekommunikationsanbieter kommt heute noch ohne die effiziente Bündelung, Bearbeitung und Verteilung eingehender Kontaktanfragen durch ein Call-Center aus. Aber auch mittelgroße Firmen und Organisationen in Deutschland haben inzwischen schon recht häufig den Nutzen von Call- und Contact-Centern für sich erkannt. Dabei setzen sie schwerpunktmäßig auf hausinterne Lösungen. Immerhin etwa jedes sechste mittelgroße Unternehmen (17%) nutzt ein eigenes Call-Center. Drei Prozent nehmen die Dienste externer Call-/Contact- Center in Anspruch. Etwa ein Prozent plant gegenwärtig die Einführung dieser Kommunikations-Lösung. Wie bei den deutschen Unternehmen insgesamt stellen die Finanzdienstleister die stärkste Nutzergruppe dar. Abbildung 1: Einsatzgrad von Call-/Contactcentern (Seitenanfang)

7 TC-Chartservice Telekommunikations-Lösungen: Mittelstand setzt auf indirekten Channel (TechConsult, Kassel Frank Heuer) Wenn es um Beschaffung und Service von Telekommunikations-Lösungen geht, vertrauen die mittelgroßen Unternehmen in Deutschland den lokalen Händlern vor Ort. Dies ist ein aktuelles Ergebnis des IT-Mittelstandsindex, den TechConsult im Auftrag von Avaya durchführt. Sechs von zehn mittelgroßen Firmen und Organisationen in Deutschland bevorzugen bei der Beschaffung von Telekommunikations-Systemen den persönlichen, direkten Kontakt zum Händler vor Ort. Knapp 40 Prozent setzen auf den Bezug beim Hersteller selbst. Ohne Bedeutung ist der Einkauf beim herstellerunabhängigen Versandhandel. Ähnlich ist das Bild hinsichtlich Services zu Telekommunikations-Lösungen. Hier legen die mittelgroßen Firmen offenbar großen Wert auf kurze Wege und schnelle Hilfe bei Problemen mit dieser geschäftskritischen Technologie. Diese Feststellungen gelten für nahezu alle Segmente des Mittelstandsmarktes. Allein der gehobene Mittelstand (zwischen 500 und Mitarbeitern) vertraut eher den Herstellern selbst. Abbildung 2: Indirekter Vertrieb gefragt

8 Abbildung 3: Nähe zählt beim Service Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40% zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publiziert Avaya gemeinsam mit TechConsult den IT-Mittelstandsindex. In einer monatlichen Befragung werden die Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen. (Seitenanfang)

9 Impressum TechConsult GmbH European IT Market Analysts Am Platz der Deutschen Einheit Leipziger Strasse Kassel Tel.: +49-(0) Fax: +49-(0) WWW: Handelsregister: HRB 7123 Amtsgericht Kassel Ust. ID Nr.: DE Sitz der Gesellschaft: Kassel Geschäftsführende Gesellschafter: Dipl. Oec. Andreas W. Klein, Dipl. Oec. Peter Burghardt Copyright: TechConsult GmbH Die Herausgeber distanzieren sich von Inhalten, die im Rahmen dieses Newsletter von anderen Informationsanbietern veröffentlicht werden und schliessen jede Haftung oder Gewährleistung für dort angebotene Produkte oder Dienstleistungen aus. Die Herausgeber distanzieren sich auch ausdrücklich von den Inhalten auf den von diesem Newsletter zur Verfügung gestellten Links. Die Herausgeber haben keinerlei Einfluss auf deren Inhalte oder die Gestaltung und machen sich den Inhalt dieser Seiten nicht zu Eigen. Alle Angaben nach 6 Teledienstegesetz (TDG). Sie erhalten diesen kostenlosen Newsdienst, weil Sie Kunde der TechConsult GmbH sind. Wenn Sie den Newsletter abbestellen möchten, senden Sie bitte eine mit dem Betreff "unsubscribe" an: Wir werden Sie dann aus dem Verteiler entfernen.

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