Wie grüner BUND-Regionalstrom die Landschaftspflege fördert

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1 Wie grüner BUND-Regionalstrom die Landschaftspflege fördert DVL-Tagung Biogas aber natürlich Schwäbisch Hall, 8. Juli 2014 Was macht der BUND in Ravensburg? BUND-Ortsgruppe seit 1982 Naturschutzzentrum seit Hauptamtliche + FÖJ/Zivi + Praktikum + Freie Mitarbeiter Ehrenamtliche Finanzierung Spenden, Paten, Zuschüsse, Dienstleistungen, Bußgelder, Sponsoren 800 Mitglieder in RV und Umgebung, über Förderer, Paten und Spender,

2 Vermarktungsprojekte Land- und Forstwirte unterstützen, die besonders naturverträglich wirtschaften Naturschutz durch regionale Wertschöpfung Streuobstvermarktung Pellets aus Landschaftspflegeholz BUND-Solarpark Klimaneutrales Erdgas Biogasförderung über BUND-Regionalstrom BUND-Partner - Elektrizitätswerke Schönau Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) sind aus der Anti- Atom-Bürgerbewegung entstanden - die Bürger dieser Gemeinde im Südschwarzwald haben ihr Stromnetz gekauft und betreiben es nun selbst. Das Unternehmen bezieht seinen Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energien (insbesondere neuer Wasserkraft und EEG-Mix). Kein Atom, Kohle, Öl!

3 Grüner Stromanbieter mit regionaler Komponente EWS gibt 1 Cent pro verkaufter KWh Strom in einen regionalen Fördertopf (1,5 Cent für die ersten Stromkunden im Projekt-Gebiet Allgäu Oberschwaben 1,15 Cent für Anlagenförderung 0,35 Cent für Kundenwerbung und Projektmanagement) Daraus werden umweltfreundliche Anlagen zur Stromerzeugung, Stromsparmaßnahmen und Naturschutzprojekte in der Region unterstützt. Ein Gremium aus Fachleuten entscheidet über Kriterien und Vergabe. Projektmanagement macht der BUND, Stromkundenverwaltung die EWS Was wird gefördert? Biogasanlagen - unter Berücksichtigung von Naturschutzzielen Pflanzenöl-Blockheizkraftwerke, für die Raps und andere Ölpflanzen biologisch angebaut werden Holzenergienutzung mit besonders umweltfreundlicher Technik Modernisierung bestehender Wasserkraftwerke - z.b. durch Einbau von Fischtreppen Stromsparmaßnahmen von Schulen, Firmen, Handwerksbetrieben und Privathaushalten

4 Förderung BUND-Regionalstrom Bonus für: Kleinere Anlagen Mitvergärung von Mähgut aus Streuwiesen und Streuobstwiesen Bioanbau nachwachsende Rohstoffe Blühstreifen + Energienutzung Wildpflanzen Optimale Wärmenutzung Öffentlichkeitsarbeit viele Führungen bis bis bis Ausschluß: Gentechnik, Grünland-Umbruch, Ackerbau auf Moorböden, größer 500 KW Derzeit fördern Stromkunden zwischen Sigmaringen, Biberach, Leutkirch und Friedrichshafen 19 Landwirte mit jährlich Biogasanlage Norbert Marschall Ravensburg 235 KW-BHKW + 30 KW durch Abgasturbine, kwh Strom Gülle (10 GVE) Streuobstwiesen (18 ha) Ein- und Zweischnittwiesen (12 ha) Grünland (18 ha) Mais (18 ha), Kleegras (6 ha) Blumenstreifen am Ackerrand: 510 m 2 Hat Streuobst-Biovertrag und bekommt Landschaftspflege-Bonus EEG Regionalstrom-Förderung: Substrat, Buntbrache, Bio-Streuobst

5 Biogasanlage Franz Ibele Horgenzell Neue Anlage mit 180 KW; kwh Strom für 390 Haushalte Keine Gülle nur NaWaRo Mitvergärung Grünland (22 ha) Streuobstwiesen (6,5 ha) Streuwiesen (2 ha) Mais (20 ha) Getreidesilage (7 ha) Buntbrachen auf m 2 Konnte Ackerflächen nur in Kombination mit Streuobst dazupachten Hat Streuobst-Biovertrag Biogasanlage Hans Holland Ochsenhausen Anlage mit 62 KW; kwh Strom Festmist (!) von 56 GVE Mutterkuhhaltung, Schweinemast, Putenmast, Biobetrieb! Mitvergärung Grünland (16,5 ha) Kleegras (37 ha) Maisilage (2 ha) Blühstreifen am Ackerrand (1.500 m²) Wärmeversorgung drei Wohnhäuser, Stall, Getreide- und Holztrocknung Regionalstrom-Förderung Buntbrachen, Bioanbau, Substrat

6 Biogasanlage Frick Kißlegg Festmist und Gülle, Energiepflanzen vom Acker und Grünland Wildpflanzen-Mischung zur Energiegewinnung auf 4 Hektar 5 jährige Mischung, 25 Arten: Wilde Malve, Sonnenblume, Wilde Möhre, Luzerne, Buchweizen...t. Erfahrungen im Kreis KN: 28 ha bei 15 Landwirten. Flächenerträge im 1. und 2. Jahr ca % vom Mais Erfahrungen im Kreis RV: 13 ha bei 8 Landwirten im Raum Kißlegg. Infos Biogasanlage AER GmbH Argenbühl 250 KW, Baujahr 2012 Gülle (50%) und Gras (50%), auch Pferdemist und nassgewordenes Heu Anlage ohne Rührwerk mit besonderer Einbringtechnik (geeignet für Gras) 20 ha Pflegegras aus extensiv- Grünland 20 Landwirte liefern Substrate Standort war umstritten (FFH-Gebiete und Gewässer grenzen an)

7 Geförderte Anlagen Oberschwaben 18 Biogasanlagen davon 5 Biobetriebe + 9 Pflegebetriebe (2 ha) Gülle 1373 Großvieheinheiten Grünland 521 ha, davon 86 ha extensiv (16%) Streue - Einschürig 18 ha Zweischürig 18 ha Streuobst 50 ha Intensiv - Mehrschürig 435 ha Acker Silomais + Getreide Kleegras Sonstige NaWaRo 206 ha, davon 68 ha Bioacker (v.a. Kleegras) 131 ha 51 ha 18 ha incl. 3 ha Wildpflanzenmischungen Fett (2 Betriebe) 360 Tonnen Rasenschnitt (6 Betriebe) 220 Tonnen Buntbrachen m 2 Woran scheitert mehr Landschaftspflegegras in Biogasanlagen? Passende Technik fehlt vor Ort Biogasanlage für Gras, Material nicht silierfähig aufbereitet Schwierige Logistik Landschaftspflegematerial Kleine Mengen hohe Transportkosten unstete Lieferung. Beispiel Streuobst. Mix Bring-Hol-System? Probleme mit Abfall- und Förderrecht Fremdmaterial rechtlich schwierig. Eigener Anlagenteil? Schlechterer Energiegehalt Förderung gleicht geringere Wirtschaftlichkeit nicht aus.

8 Forderungen an Politik EEG (Einspeisevergütung) ändern Mehr Anreize für Reststoffe wie Gülle und Biomüll Bessere Förderung Mitvergärung Landschaftspflegegut NaWaRo-Bonus nur für artenreiches Grünland, Wildpflanzenanbau, Bioanbau und Zwischenfrüchte (z.b. Kleegras) Keine NaWaRo-Bonus mehr bei Mais und Getreide (Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion, Überförderung, Fruchtfolge) Agrarpolitik ändern Grünland besser fördern (Artenvielfalt, Weide) und Umbruch-Verbot Streuobst beim EU-Greening anerkennen Informationen und Kontakt BUND-Naturschutzzentrum Leonhardstraße Ravensburg Tel Fax

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