Mein Mann, das geliebte kleine Ekel Seite 1 von 5

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1 Mein Mann, das geliebte kleine Ekel Seite von 0 0 Kapitel Wir Frauen sind in dieser Welt ohne die Männer vollkommen aufgeschmissen. Vor allen Dingen ohne unsere Ehemänner. Was sollten wir mit unserem Tag anfangen? Es wäre so langweilig und wir hätten den lieben langen Tag keine Beschäftigung, da uns schmutzige Socken auf dem Boden und Nasenschleim in der Dusche fehlen würden. Was sollten wir mit unseren sinnlosen Nächten anfangen, wenn wir doch nur schlafen müssten und keinen schnarchenden Gesang an unserer Seite hätten? Jeder Tag ist neu und überraschend für uns, denn wir wissen nicht wer uns heute mit seinem Besuch beehrt. Wie vielseitig diese Geschöpfe doch sind. Mal Clown, mal Despot, mal Schauspieler, mal ein ehrlicher Naturbursche. Mein Mann jedenfalls ist nicht einfältig. Er überrascht mich doch jedes Mal aufs Neue. Vor allen Dingen beharrt er nicht stur auf einer Meinung. Nein, er ändert sie täglich. Wie schön, dass ich mich dem doch anpassen darf. Ja natürlich, ich bin stolz seine Frau zu sein. Schließlich vergibt er mir doch auch immer und immer wieder jeden Streit, den ich schließlich ausgelöst habe. Er ist wirklich gütig und sehr einsichtig. Er versteht im Nachhinein, dass ich seine Socken nicht ständig vom Boden auflesen möchte. Und dies versteht er jeden Tag aufs Neue! Wie wunderbar, wenn er mir Komplimente macht, wie z.b.: Guck mal Schatz, die hat genauso einen wunderschönen Hintern wie du. In manchen dieser Momente wünsche ich ihn ganz, ganz weit weg. Denn dann habe ich das Gefühl, dass er mich hassen MUSS. Diese Frau sieht aus wie ein Nilpferd. Danke, lieber Mann, dass du mich heute wieder so aufgerichtet hast! Du machst mich zur glücklichsten Ehefrau auf der ganzen, weiten Welt!

2 Mein Mann, das geliebte kleine Ekel Seite von Kapitel Heute möchte ich es ihm besonders schön machen. Ich hetze durch den Laden, koche ihm sein Lieblingsgericht und decke den Tisch liebevoll. Puh, bin ich geschafft. Jetzt werde ich mir noch zehn Minuten Ruhe gönnen, damit ich auch gleich ausgeruht bin, wenn er heim kommt. Die Türe geht auf.»na, mein Schatz, wieder nichts zu tun?«0 Gerade möchte ich etwas erwidern, da sehe ich, wie sein Blick zum Tisch wandert. Na ja, jetzt wird er sich sicher freuen. Das tut er auch.»kriegen wir Besuch?Nein, ich habe den Tisch für dich so schön gedecktschade, ich habe gedacht, es kämen ein paar FreundeFreust du dich denn gar nicht, dass ich mir für DICH solche Mühe gemacht habeaber das verlange ich doch gar nicht. Das ist doch nicht nötig. Für mich brauchst du dir nicht so viel Arbeit machen«ja, das sehe ich, denn das Essen ist in fünf Minuten verschlungen!ich würde mir ja auch nicht mehr so viel Mühe geben, wenn ich ihn nicht lieben würde. Und er schwärmt ja immer von Frau Müller, unserer Nachbarin, welche stets liebevoll an ihren Mann und ihre Kinder denkt. Die beschwert sich auch nie, dass der Mann ihr nie mal eine positive Überraschung beschert oder für sie kocht oder mal mit ihr ausgeht. Wie überrascht bin

3 Mein Mann, das geliebte kleine Ekel Seite von 0 ich doch, als ich Herrn Müller auf einem Empfang anderer Nachbarn treffe und er mir erklärt, wie wunderbar er es doch findet, dass ich mich so für meine Familie aufopfere, und dass er sich wünschen würde, dass seine Frau sich auch nur ein wenig von mir abgucken würde. Kurze Zeit später klagt mir seine Frau ihr Leid. Nie denkt ihr Mann an sie und wie sehr würde sie sich doch wünschen, dass er ihr ab und zu mal eine Überraschung bereite, wie früher. So wie mein Mann eben! Muss ich mehr auf meinen Mann aufpassen? Wünscht sich mein Mann diese Frau als seine Geliebte? Nein, wohl kaum. Sonst würde er sich wohl nicht mit Keksen voll stopfen und mich am Tag darauf bitten, ihm doch einmal sein Gewicht zu benennen, da er seine Füße nicht mehr sehen kann. Natürlich spinnt die Waage.»Nein, mein Schatz, die Waage spinnt nicht. Du hast wirklich ein wenig zugenommen«, gebe ich ihm behutsam mit einem Kuss auf die Wange zu verstehen.»das bist nur du Schuld, mit deinem ewigen Keksen und Kuchen backenaber das möchtest du doch immerich? Bestimmt nicht! Hast du mir meine Brote gemacht?«wütend stampft er von dannen! Na gut, dann mache ich meinem Schatz nachher etwas Leichtes zum Abendbrot! Das wird ihn sicher freuen! Und am Abend empfange ich ihn liebevoll. Er bedankt sich freudig für das üppige Mahl.»Was gibt es als Hauptgericht?«

4 Mein Mann, das geliebte kleine Ekel Seite von Also, so etwas würde Frau Müller ihrem Mann nie zumuten!!! Ich kann mich wirklich nicht beklagen, dass das Leben mir nichts zu bieten hätte. Schon am frühen Morgen freue ich mich über ein nettes Wort meines Mannes: Ist der Kaffee schon fertig und manchmal ruft er mich sogar extra von den Arbeit aus an.»hol mir nachher mal den Anzug aus der Reinigung«0 Mein Mann denkt eben immer an mich! Und an meine Bewegung, also meine Gesundheit. Wer rastet, der rostet, sagt er immer und: Hol mir mal ein Bier. Mein Gott, ohne ihn würde ich längst wegen Bewegungsmangel im Rollstuhl sitzen. Danke, mein Herr, danke! Und dann kommt mein Tag. Rudolf geht mit mir aus. Zum Griechen nebenan. Diese Frittenbude lädt wirklich ein, mit ihren mindestens fünf Jahre alten Tapeten, dem Fett-Geruch und den schmuddeligen Tischdecken. Mein Herzblatt sieht sich kurz um:»wie zu Hause, nicht wahr mein Schatz?«Zuvor brauchte ich auch keinerlei Aufwand betreiben.»lass doch, du musst dich doch nicht umziehen. Du fällst doch beim Sirtakis nicht auf!«, sagt Rudolf.»Er freut sich auch so über unseren Besuch«Der Abend ist wieder mal so wundervoll gelaufen und ich möchte nun doch wenigstens für meinen Mann ein wenig erotisch sein. Ich verbringe mehr Zeit als üblich im

5 Mein Mann, das geliebte kleine Ekel Seite von Bad, nehme mein bestes Parfum und ziehe mir den neuen Body an, welchen ich mir extra für besondere Anlässe angeschafft habe. Dann gehe ich mit klopfendem Herzen zu meinem besten Stück und sehe ihn erwartungsvoll an. Er mich auch.»wie, willst du jetzt noch schwimmen gehen?«0 Nein, aber abkühlen muss ich mich jetzt auf jeden Fall! Ich verlasse den Raum, atme tief durch und denke mir: Er meint es ja nicht so. Dann gehe ich zurück, doch ein wenig hängen meine Mundwinkel noch nach unten.»na, hast du es dir anders überlegt?«ich nicke. Er kuschelt sich an mich.»hör mal, Mäuschen. Ich wollte es dir eben nicht so sagen. Aber ich finde, der schwarze Badeanzug steht dir besser. Er macht dich schlanker«jetzt laufen mir die Tränen über das Gesicht. Verwirrt starrt er mich an.»was ist denn jetzt los? Ich wollte dich doch nicht kränken. Ich weiß doch, dass du auf unseren Geldbeutel achtest. Das schätze ich sehr an dir, Kleines. Aber auf alles musst du doch auch nicht verzichten. Kauf dir morgen ruhig einen neuen, schöneren Badeanzug«Ich flehe den Himmel an, dass er davon ablässt, mich aufzuheitern.

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