Kompetenz für Unternehmen Ausgabe 4 I K.O. mit 59?

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1 Kompetenz für Unternehmen Ausgabe 4 I 2015 ROFIT Der aktive Weg! K.O. mit 59? Geistesnahrung Änderungen zum Jahreswechsel

2 Reinhard Brücker Vorstandsvorsitzender Roland Wien Vorstand Liebe Leserin, lieber Leser, der Wandel der BKK vor Ort zur VIACTIV Krankenkasse verbunden mit einer inhaltlichen Neuausrichtung unterstreicht die enorme Bedeutung von Bewegung und Sport für unsere Gesundheit. Ziel ist es, unseren Kunden diesen Zusammenhang vor Augen zu führen. Doch wir wollen nicht nur ein Wegweiser sein, der in die richtige Richtung zeigt, wir werden diesen Weg auch selbst gehen. Unser Leistungsprofil hat hier einen deutlichen Schwerpunkt gebildet selbstverständlich ohne die herkömmlichen Leistungen zu vernachlässigen. Ganz im Sinne der Fortführung bewährter Traditionen machen wir Sie in dieser Ausgabe mit den zum Jahreswechsel anstehenden Änderungen und sonstigen Neuigkeiten aus dem Bereich der Sozialversicherung vertraut. Ferner beleuchten wir das metabolische Syndrom (auch hier hilft Bewegung!), entwickeln einen Plan zum gesunden Altern, informieren über gesunde Ernährung speziell für das Gehirn und werfen einen Blick auf das Thema Unternehmenskultur alles unter sportlichen Vorzeichen, nämlich denen des gesunden und fairen Wettbewerbs. Denn darum geht es schließlich. Natürlich stehen auch wir als Krankenkasse mitten im Wettbewerb um ein gesundes Wachstum. Dabei sind Sie als Arbeitgeber einer unserer wichtigsten Verbündeten gerade auch mit Blick auf die Gesunderhaltung unserer Versicherten. So unterstützen wir auch künftig das Prinzip der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Wenn umgekehrt auch Sie uns im Bemühen um die Gesundheit Ihrer Beschäftigten unterstützen möchten, machen Sie doch Anliegen und Angebot der VIACTIV Krankenkasse in Ihrem Unternehmen bekannt! Einen gesunden und erfolgreichen Herbst wünschen Ihnen Ihr Ihr EDITORIAL Reinhard Brücker Vorstandsvorsitzender VIACTIV Krankenkasse Roland Wien Vorstand VIACTIV Krankenkasse 2

3 Willkommen 4 Aus der Praxis I 6 INHALT GKV-Versorgungsstärkungsgesetz 8 Betriebsklima 10 Soziales und Gesundheit 12 Unternehmenskultur 14 Aus der Praxis II 16 Gesundheit 18 Hirnnahrung 20 Daten, Fakten, Recht 22 Fitness 24 Präventionsgesetz 26 IMPRESSUM Herausgeber: VIACTIV Krankenkasse Universitätsstraße Bochum Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Reinhard Brücker Redaktion: Selma Uylas Gestaltung, Text und Produktion: inside partner Verlag und Agentur GmbH Am Bahndamm Legden Tel.: Erscheinungsweise: vierteljährlich Druckauflage Stück Sie haben Fragen oder Anregungen? Ihre kostenlose Servicenummer: Ihr -Service: Ihr Online-Service: viactiv.de Nachdruck oder sonstige Nutzung (auch auszugsweise) nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Bilder: shutterstock 3

4 NEUES VON DER Viactiv krankenkasse Willkommen bei der VIACTIV Krankenkasse! 4

5 Am wurde aus der BKK vor Ort die VIACTIV Krankenkasse. Der Name ist Programm: Vi leitet sich aus dem französischen Wort Vie (Leben) ab die VIACTIV Krankenkasse steht also für das aktive Leben. Konkret stehen all jene Aktivitäten im Fokus, die helfen, Krankheiten zu vermeiden und Lebensqualität zu fördern. Von besonderer Bedeutung für unsere Gesundheit ist regelmäßige Bewegung im Rahmen von Sport und Prävention. In Kooperation mit Fitnessexperten und Medizinern werden deshalb die Leistungsangebote im Bereich Sport und Prävention ausgebaut. Damit einher geht die Förderung sanfter Diagnoseund Naturheilverfahren wie Akupunktur und Osteopathie. Zum Programm gehören auch Kooperationen mit Sportverbänden sowie Fitness-Studios, die zertifizierte Seminare anbieten. Unser Anspruch ist es, so Vorstandsvorsitzender Reinhard Brücker, unsere Versicherten gesund zu halten statt nur gesund zu pflegen. Natürlich bleibt auch die VIACTIV für die akuten Gesundheitsprobleme zuständig. Das vertraute Leistungsprofil für die rund Versicherten bleibt erhalten. Zusätzlich aber bietet die VIACTIV zahlreiche Leistungen an, die andere Kassen nicht aufweisen. Die Teilnahme an zertifizierten Sport- und Gesundheitskursen etwa wird mit bis zu 200 Euro bezuschusst. Zuschüsse gibt es auch für die sanfte Schmerzbehandlung durch Osteopathen und für sportmedizinische Checks. Mit dem VIACTIV Bonus, so Reinhard Brücker, bleiben wir nah an den Familien. Nach wie vor kann man sich mit einem gesundheitsbewussten Verhalten attraktive Prämien sichern. Die VIACTIV bezuschusst die professionelle Zahnreinigung und übernimmt die Kosten für ein jährliches Hautscreening. Anspruch ist es, jeden Einzelnen unabhängig vom Alter die Möglichkeit zu geben, seinen Gesundheitsschutz individuell zu gestalten und durch aktive Vorbeugung Krankheiten zu vermeiden. Über die VIACTIV Krankenkasse Die VIACTIV betreut mit etwa Mitarbeitern bundesweit an rund 70 Standorten ca Versicherte und Firmenkunden, Vertragspartner und Leistungserbringer. Damit ist sie eine der größten Krankenkassen in Deutschland. Hauptsitz ist Bochum (NRW). Die VIACTIV ist hervorgegangen aus Fusionen der Betriebskrankenkassen namhafter Unternehmen, darunter Krupp, Mannesmann, Opel, Dräger, Evonik, LWL und Werften in Rostock und Wismar. Einige unserer Top-Angebote: VIACTIV Osteopathie: Die Osteopathie als alternative Heilmethode gehört üblicherweise nicht zum Leistungskatalog von gesetzlichen Krankenkassen. Wir möchten alles tun, damit es unseren Kunden gut geht. Daher unterstützen wir sie auch auf dem Gebiet der Osteopathie. VIACTIV SportCheck: Alle zwei Jahre erstattet die VIACTIV Krankenkasse allen Versicherten 90 Prozent des Honorars (maximal 140 Euro) eines Sportarztes für eine sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung, sofern ein zertifizierter Arzt aufgesucht wird. Gut auch für Menschen, die nach längerer Bewegungspause wieder sportlich aktiv werden wollen. VIACTIV Bonus für Erwachsene: Ein Bonusprogramm, bei dem unsere Versicherten die Wahl haben! Mit unserem VIACTIV Bonus erhalten sie eine Prämie von 50 Euro, wenn sie sieben von zehn Bonuspunkten erreichen. Schaffen sie neun von zehn Bonuspunkten, erhöht sich die Prämie sogar auf 100 Euro. Beide Varianten setzen vier Pflichtpunkte voraus. Die weiteren Bonuspunkte werden aus sechs Wahlpunkten, darunter regelmäßiger Sport, Sportabzeichen oder eine professionelle Zahnreinigung nachgewiesen. Heißer Tipp für Familien: Für Babys, Kids und Teenager gibt es eigene Bonusprogramme! VIACTIV Sport- und Gesundheitskurse: Ob es um Bewegung, Stressbewältigung, Entspannung, Ernährung oder die Befreiung vom Suchtmittelkonsum geht wir unterstützen unsere Versicherten mit bis zu 200 Euro im Jahr für maximal zwei VIACTIV Kurse in ihrer Nähe. Besonderes Highlight: unsere Lauftherapie. Die VIACTIV-Lauftherapie hilft, neue Gewohnheiten zu entwickeln und alte abzuschaffen. Menschen, die regelmäßig laufen, achten sorgsamer auf das, was sie krank macht und was ihr Wohlbefinden stärkt. Sich wiederholende Krankheiten, Folge- und chronische Krankheiten sollen vermieden werden. Erreicht wird dies durch die Kombination von sportlicher Betätigung sowie pädagogischer und psychologischer Anleitung und Unterstützung. Deshalb fördern wir den VIACTIV Lauftherapiekurs im Rahmen unseres VIACTIV Präventionsprogramms mit bis zu 200 Euro im Jahr. 5

6 AUS DER PRAXIS I Jahreswechsel 2015/2016: RechengröSSen, Grenzwerte, Termine und mehr Alle Jahre wieder werden die Rechengrößen und Grenzwerte in der Sozialversicherung der wirtschaftlichen Entwicklung angepasst. Über diese und weitere turnusmäßige Änderungen berichten wir im nachfolgenden Beitrag. Weitere Änderungen zum Jahreswechsel finden Sie auf den Seiten 8 und 9, 16 und 17 sowie 26 und 27. Beitragsbemessungs- und Jahresarbeitsentgeltgrenze Für das Jahr 2016 wird in der gesetzlichen Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung die Beitragsbemessungsgrenze in den alten Bundesländern von ,00 Euro (monatlich: 6.050,00 Euro) auf ,00 Euro (monatlich: 6.200,00 Euro) angehoben. In den neuen Bundesländern kommt es zu einer Anhebung von ,00 Euro (monatlich: 5.200,00 Euro) auf ,00 Euro (monatlich: 5.400,00 Euro). In der Kranken- und Pflegeversicherung wird die Beitragsbemessungsgrenze für 2016 auf ,00 Euro (monatlich: 4.237,50 Euro) erhöht. Beitragssätze Anfang 2015 wurde der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung von bis dahin 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent abgesenkt. Dieser Wert gilt auch für das kommende Jahr; Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen jeweils die Hälfte der hieraus zu berechnenden Beiträge. Eine Ermäßigung des allgemeinen Beitragssatzes um 0,6 Prozentpunkte auf 14,0 Prozent ist für solche Mitglieder vorgesehen, für die der Anspruch auf Krankengeld ausgeschlossen ist (z. B. für die Bezieher von Vorruhestandsgeld oder für Arbeitnehmer, die eine Vollrente wegen Alters beziehen). Ebenfalls seit Anfang 2015 erheben die Krankenkassen einen kassenindividuellen, einkommensabhängigen Zusatzbeitrag, wenn ihr Finanzbedarf durch die Zuweisungen des Gesundheitsfonds nicht gedeckt wird. Dieser Zusatzbeitrag ist vom Versicherten allein zu tragen. Die Beitragssätze zur Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung sowie die Künstlersozialabgabe bleiben so der Stand bei Redaktionsschluss unverändert. Bei der Insolvenzgeldumlage ist eine Senkung geplant von bislang 0,15 Prozent auf künftig 0,12 Prozent. 6

7 Beitragszuschuss des Arbeitgebers Für Arbeitnehmer, die wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind, hat der Arbeitgeber einen Beitragszuschuss bis zur maßgeblichen Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung (2016: 4.237,50 Euro monatlich) zu zahlen. Ein von der Krankenkasse ggf. erhobener Zusatzbeitrag ist von der Zuschussberechnung ausgeschlossen. Höchstbeitragszuschuss im Kalenderjahr 2016: Mitglieder mit Anspruch auf Krankengeld: 309,34 Euro (4.237,50 Euro x 7,3 Prozent) Mitglieder ohne Anspruch auf Krankengeld: 296,63 Euro (4.237,50 Euro x 7,0 Prozent) Bei der Prüfung des Anspruchs und bei der Berechnung des Zuschusses zur Pflegeversicherung für freiwillig gesetzlich krankenversicherte oder privat versicherte Arbeitnehmer gelten die vorgenannten Ausführungen zum Beitragszuschuss zur Krankenversicherung entsprechend. Im Bundesland Sachsen ist der verminderte Beitragsanteil des Arbeitgebers zu beachten. Der Beitragszuschlag für kinderlose Arbeitnehmer ist nicht für die Berechnung des Beitragszuschusses zu berücksichtigen. Höchstbeitragszuschuss im Kalenderjahr 2016: Bundeseinheitlich (ohne Sachsen): 49,79 Euro (4.237,50 Euro x 1,175 Prozent) Sachsen: 28,60 Euro (4.237,50 Euro x 0,675 Prozent) Gesonderte Jahresmeldung für die Unfallversicherung Mit dem 5. SGB IV-ÄndG wird das Verfahren zur Übermittlung personenbezogener unfallversicherungsrelevanter Daten zum Zwecke der Betriebsprüfung zum 1. Januar 2016 angepasst. Hierbei wird im Zusammenhang mit der insgesamt schlechten Struktur des bisherigen Verfahrens die Ankopplung der Unfallversicherungsdaten an die originäre Entgeltmeldung aufgegeben. Stattdessen sind die notwendigen Daten für jeden im Vorjahr in der Unfallversicherung versicherten Beschäftigten ab 2016 ausschließlich in einer besonderen Jahresmeldung zur Unfallversicherung (UV-Jahresmeldung) mit dem neuen Abgabegrund (GD) 92 zu melden. Einmalzahlungen und Märzklausel: Neu ab 1. Januar 2016 Eine in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. März gewährte Einmalzahlung ist dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum des vergangenen Kalenderjahres zuzuordnen, wenn sie zusammen mit dem sonstigen für das laufende Kalenderjahr festgestellten beitragspflichtigen Arbeitsentgelt die anteilige Beitragsbemessungsgrenze übersteigt (Märzklausel). Bislang konnte die Einmalzahlung zusammen mit dem beitragspflichtigen Entgelt des Vorjahres in der Jahresmeldung gemeldet werden, sofern die Einmalzahlung dem Vorjahr zuzuordnen war und die Jahresmeldung noch nicht abgegeben wurde. Mit einer Änderung der Verordnung zur Datenerfassung und -übermittlung hat der Gesetzgeber nunmehr klargestellt, dass eine Einmalzahlung, die dem Vorjahr zuzuordnen ist, ab dem 1. Januar 2016 ausschließlich mit einer gesonderten Meldung (Abgabegrund 54 ) zu melden ist. Beispiel Einmalzahlung Januar 2016 Laufendes Arbeitsentgelt Januar Euro Euro Durch die Zusammenrechnung von laufend und einmalig gezahltem Arbeitsentgelt wird die Beitragsbemessungsgrenze in allen Versicherungszweigen überschritten. Die Einmalzahlung ist dem letzten Abrechnungszeitraum in 2015 zuzuordnen. Bisheriges Recht Die Einmalzahlung ist mit der Jahresmeldung für 2015 zu melden, sofern diese noch nicht übermittelt wurde. Neues Recht Die Einmalzahlung ist als Sondermeldung mit dem Abgabegrund 54 zu melden. Die UV-Jahresmeldung ist jeweils bis zum 16. Februar des Folgejahres also erstmalig bis zum 16. Februar 2016 für das Kalenderjahr 2015 zusätzlich zu den Entgeltmeldungen zu erstatten. 7

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