Andreas Korth und das GOOD GROWTH INSTITUT: Zwei Kompetenzführer für ethische Investments und Mikrokredite!

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1 Andreas Korth und das GOOD GROWTH INSTITUT: Zwei Kompetenzführer für ethische Investments und Mikrokredite! Titel des Interviews Name: Funktion/Bereich: Organisation: Homepage Unternehmen Andreas Korth und der GOOD GROWTH INSTITUT : Zwei Kompetenzführer für ethische Investments und Mikrokredite! Andreas Korth Geschäftsführer GOOD GROWTH INSTITUT für globale Vermögensentwicklung Liebe Leserinnen und liebe Leser, im Rahmen unserer Competence Site möchten wir Ihnen kompetenzführende Experten und Organisationen aus Forschung und Praxis vorstellen, die dabei zugleich ihr Kompetenzgebiet beleuchten. In diesem E-Interview befragen wir Andreas Korth, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Good Growth Institut für globale Vermögensentwicklung mbh, zu ethischen Investments und Transparenz bei nachhaltigen Geldanlagen. Als Banker, langjähriger Manager und Berater für vermögende Privatkunden hat er viel Erfahrung mit den Herausforderungen, mit Mikrokrediten einen wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen. Wir freuen uns sehr mit Andreas Korth über seinen eigenen Kompetenz-Pfad im Speziellen und den Markt für ethische Investments im Allgemeinen sprechen zu dürfen.. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihr NetSkill-Team Seite 1

2 Sehr geehrter Herr Korth, Frageblock 1: Kompetenzpfade Andreas Korth & GOOD GROWTH INSTITUT Sie und Ihr GOOD GROWTH INSTITUT sind als Kompetenzführer für nachhaltige Investments und Mikrokredite nach kurzer Zeit bereits sehr bekannt. Vielleicht können Sie dennoch zur Einordnung vorweg einen kurzen Einblick in die Entwicklungen des GOOD GROWTH FUND sowie Ihres eigenen Kompetenzpfades geben: Was waren bisher in der Entwicklungsgeschichte Ihres Unternehmens wichtige Stationen und Markterfolge? Wie gestaltete sich Ihr eigener Kompetenzpfad im Allgemeinen und beim GOOD GROWTH FUND im Speziellen? Was ist heute Ihr Verantwortungsbereich? Vielen Dank für die Blumen, denn in der Tat bin ich in den von Ihnen genannten Kompetenzfeldern Nachhaltigkeit und Mirkofinanz nun gerade einmal drei Jahre gezielt unterwegs. Allerdings befasse ich mich als Volkswirt seit über 25 Jahren mit dem Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge, sowohl auf betrieblicher Ebene, als auch im gesamtwirtschaftlichen Kontext. Ob als Akademiker, Banker, Unternehmenslenker oder als Investmentberater, stets hat mich interessiert, wie der wirtschaftliche Erfolg des Einzelnen bzw. von Unternehmen zum wirtschaftlichen Wohlstand der Gesellschaft beitragen kann. Vor rund 3 Jahren bat mich Michael Horbach, ein erfolgreicher Unternehmer aus der Finanzdienstleistungsbranche, sein Vermögen nicht nur rentabel und sicher zu investieren, sondern dabei auch eine soziale Nachhaltigkeitsstrategie zu verfolgen. Nach anfänglicher Skepsis hat mich der Gedanke fasziniert, dass man als Geldanleger Gutes tun kann, ohne auf Rendite zu verzichten. Zugleich mussten wir aber auch feststellen, dass es im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen eine Vielfalt von Methoden und Produkten gibt, allerdings keine Seite 2

3 klaren Strategien, die für die Anleger nachvollziehbar sind. Dies gilt vor allem auch für den sozialen Bereich, der Michael Horbach noch mehr am Herzen liegt, als ökologische Themen. In dieser Situation habe ich Impulse aus der Nachhaltigkeitsscene gesammelt und mit Unterstützung der Researchagentur Sustainalytics den GOOD GROWTH FUND initiert. Dies ist der erste vermögensverwaltende Nachhaltigkeitsfonds, der einen klaren Fokus auf soziale Nachhaltigkeitsziele wie Armutsbekämpfung und Schutz der Menschenrechte hat und dabei als einziger Publikumsfonds in Deutschland maßgeblich in die Anlageklasse Mikrofinanz investiert. Doch das GOOD GROWTH INSTITUT berät nicht nur das Nachhaltigkeitskonzept des GOOD GROWTH FUNDs. Mittlerweile erhält mein Unternehmen auch Beratungsaufträge von Vertriebsprofis und Unternehmen aus der Finanzbranche, die einen einfachen und zugleich glaubwürdigen Zugang zu nachhaltigen Geldanlagen wünschen. Seite 3

4 Frageblock 2: Der Markt für ethische Investments Der Markt für ethische Investments erlebt, vielleicht auch Dank der Finanzkrise, einen Aufwärtstrend. Allein die Anzahl nachhaltiger Publikumfonds in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist seit 2004 von 112 auf 301 im Jahr 2009 gestiegen (Quelle FNG SBI). Welche Gründe sprechen Ihrer Meinung nach dafür, in Krisenzeiten in ethische Werte zu investieren? Welche Zukunft sehen Sie langfristig für diesen Markt in Deutschland? Was kann getan werden, um den Markt weiter erfolgreich zu etablieren? Zunächst sei angemerkt, dass wir uns alle wohl daran gewöhnen müssen, dass die Grenzen zwischen Krise und Normalität immer weiter verschwimmen. Es gibt viele gute Gründe zu hoffen, dass die Weltwirtschaft ins Gleichgewicht findet, doch es gibt viele latente Risiken für die ökologische, soziale und wirtschaftliche Balance auf unserem Globus und diese Risiken können jederzeit schlagend werden. Würde es gelingen, dass große Teile der Investorengelder weltweit unter den Aspekten der Nachhaltigkeit investiert würden, könnten diese Risiken deutlich reduziert werden, zum Wohle Aller! Gerade in Deutschland gibt es da noch viel zu tun, denn bislang werden weniger als 1% aller investierten Gelder ausdrücklich auch unter ökologischen, sozialen oder anderen Nachhaltigkeitsaspekten investiert. Dies ist umso überraschender, weil ökologische Themen in der öffentlichen Diskussion gerade in Deutschland einen hohen Stellenwert haben und die deutschen Investoren grundsätzlich sehr offen für nachhaltige Geldanlagen sind. Doch weder Banken noch Versicherungen oder unabhängigen Finanzdienstleistern ist es bislang gelungen, den Kunden eine nachvollziehbare Symbiose von Nachhaltigkeit, Risiko und Rendite zu bieten. Die Dimension der Nachhaltigkeit in der Geldanlage ist im gegenwärtigen Umfeld noch sehr erklärungsbedürftig. Seite 4

5 Zu häufig fallen Anspruch und Wirklichkeit z.b. bei Nachhaltigkeitsfonds auseinander. Vielen Beratern fehlt das Know How, um die Nachhaltigkeitsansätze der Produkte zu verstehen und ihren Kunden erklären zu können. Sobald sich ein einfacher Erklärungsansatz für die Möglichkeiten und Grenzen der nachhaltigen Geldanlage etabliert hat, sehe ich gerade für den deutschsprachigen Raum noch erhebliches Wachstumspotenzial für die nachhaltigen Geldanlagen. Seite 5

6 Frageblock 3: GOOD GROWTH FUND erneut mit Europäischem Transparenzlogo ausgezeichnet Der GOOD GROWTH FUND hat 2010 erneut das Europäische Tansparenzlogo für nachhaltige Publikumfonds verliehen bekommen. Wie wichtig ist Ihnen dieser Preis und welche Rolle spielt Transparenz gerade in dem Bereich der nachhaltigen Geldanlagen? Wie sorgen Sie für ausreichend Transparenz? Das Transparenzlogo stellt einen ersten wichtigen Schritt auf dem Weg zur besseren Erklärung von nachhaltigen Geldanlagen dar. Nur wenn die Anbieter der Nachhaltigkeitsfonds mit offenen Karten spielen, entsteht das notwendige Vertrauen der Anleger in die verschiedenen Ansätze zur Umsetzung von Nachhaltigkeit in der Geldanlage. Wir freuen uns daher, dass wir auch in 2010 dieses Siegel erhalten haben. Der Fragenkatalog ist allerdings immer noch auf Expertenniveau und die Beurteilung der Antworten überfordert die meisten Anleger und auch die Berater. Daher arbeitet das FNG gemeinsam mit dem GOOD GROWTH INSTITUT an einer Datenbank, die viele Aspekte der Nachhaltigkeit vergleichbar macht und die in Form einer Greenbox auch zu einer vereinfachten Darstellung überführt. Der GOOD GROWTH FUND nutzt bereits diese Greenbox, um den Anlegern und Beratern auf einen Blick zu verdeutlichen, welche Nachhaltigkeitsziele der Fonds verfolgt und welche Methoden dabei zum Einsatz kommen. Seite 6

7 Frageblock 4: Pläne 2010/2011 Wir befinden uns jetzt in der Mitte des Jahres Welche wichtigen Aktivitäten und Pläne stehen beim GOOD GROWTH FUND für 2010 noch an? Gibt es schon Pläne für 2011? Welchen Ausblick wagen Sie für die Privatperson Andreas Korth für 2010 und darüber hinaus? Mit dem GOOD GROWTH INSTITUT möchte ich gern den Ansatz der Greenbox weiterentwickeln und gemeinsam mit dem FNG ein Beitrag dafür leisten, dass nachhaltige Geldanlagen in Deutschland besser erklärt und schneller verbreitet werden können. Einige namhafte Produktanbieter und Vertriebe zeigen bereits ernsthaftes Interesse an der vertrieblichen Umsetzung und ich hoffe, dass wir in 2011 von der Testphase in den breiten Einsatz gelangen. Für den GOOD GROWTH FUND plane ich den weiteren Ausbau des Vertriebsnetzes vor allem im Bereich der unabhängigen Vermittler. Gemeinsam mit den bestehenden Freunden des GOOD GROWTH FUND sollte es möglich sein, die wichtige Marke von 10 Mio. Anlagevolumen noch in diesem Jahr zu erreichen. Für mich persönlich würde ich mir wünschen, dass ich in den kommenden Jahren immer mehr Kunden und Geldgeber für die Idee der nachhaltigen Geldanlage begeistern kann und damit zugleich Gutes tun und Geld verdienen kann. Vielen Dank für das Interview! Seite 7

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