Vorausberechnung der Bevölkerung. der Stadt Essen. Bevölkerungsprognose 2010, 2015 und Stadt Essen Der Oberbürgermeister

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1 Vorausberechnung der Bevölkerung der Stadt Essen Bevölkerungsprognose 2010, 2015 und 2020 Stadt Essen Der Oberbürgermeister Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen November 2006

2 Schriftenreihe: Beiträge zur Stadtforschung 46 Bearbeitung: Herausgeber: Bildnachweise für die Umschlagvorderseite: Druck: Bezugsquelle: Rüdiger Lohse, Stadtforschung Gabriele Vlatten, Textverarbeitung Stadt Essen, Der Oberbürgermeister Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen Fotos von Peter Wieler (Aalto-Theater; Menschen in Fußgängerzone) und Lutz Braun (Call-Center; it`s time! Business Communication AG; Wohnsiedlung, Bauträger Allbau AG) Amt für Zentralen Service Stadt Essen, Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen Essen Tel: 0201/ Fax: 0201/

3 Inhalt Seite Prognoseergebnis in Kurzfassung... 5 Allgemeine Erläuterungen zur Erstellung der Bevölkerungsprognose Bevölkerungsentwicklung vom bis Vergleich von Bevölkerungsprognosen für die Stadt Essen Die Entwicklung der Bevölkerungsbewegungen Die natürliche Entwicklung (Geburten und Sterbefälle) in der Stadt Essen Die Wanderungsbewegungen (Zu- und Fortzüge) in der Stadt Essen Entwicklung der Bevölkerung in der Gesamtstadt Gesamtbevölkerung Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahre) Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (18 bis 64 Jahre) Die Seniorenbevölkerung (65 Jahre und älter) Männer und Frauen Entwicklung der Bevölkerung in den Stadtbezirken Überblick Stadtbezirk I Stadtbezirk II Stadtbezirk III Stadtbezirk IV Stadtbezirk V Stadtbezirk VI Stadtbezirk VII Stadtbezirk VIII Stadtbezirk IX Anhang...63 Veröffentlichungsverzeichnis

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5 Prognoseergebnis in Kurzfassung Die Bevölkerung der Stadt Essen wird nach der Vorausberechnung bis zum Jahr 2020 weiter stark zurückgehen. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner reduziert sich danach von (am ) auf (am ). Die prognostizierten Wanderungsgewinne von ca. 200 bis 500 Personen pro Prognosejahr können die starken Sterbefallüberschüsse von ca bis nicht ausgleichen. Im Zeitraum der Jahre 2015 bis 2020 sinkt die Bevölkerungszahl von Essen unter die Marke von Das hat zum Beispiel zur Konsequenz, dass sich die Zahl der zu wählenden Ratsmitglieder entsprechend dem Kommunalwahlgesetz des Landes NRW von 82 auf 74 verkleinert. In Prozenten ausgedrückt verliert die Stadt bis zum Jahr ,8 % der Bevölkerung mit Hauptwohnsitz. Mit 14,7 % nimmt die Zahl der Kinder und Jugendlichen überdurchschnittlich ab (von auf ). Hervorzuheben ist dabei insbesondere der starke Rückgang der Anzahl der Kinder im schulpflichtigen Alter von 6 bis 17 Jahren (-18,6 %). Die Gruppe der Kinder unter 3 Jahre hingegen weit mit -2,0 % nur geringe Verluste aus. Die Zahl der erwerbsfähigen Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren wird von auf schrumpfen, dies ist ein Rückgang um -6,7 %. Dieser Rückgang ist allein auf die Altersgruppe der 18- bis 44-Jährigen zurückzuführen (-11,6 %), die Zahl der 45- bis 64-Jährigen bleibt im Vergleich der Jahre 2005 und 2020 nahezu konstant. Auch die Zahl der Personen im Alter von 65 und mehr Jahren wird von auf abnehmen (-6,0 %). Dies gilt jedoch nur die Personen zwischen 65 und 79 Jahren, die Zahl der Hochaltrigen 80 Jahre und älter - allerdings wird stark anwachsen (+17,6 %). Mit Blick auf die weitere Bevölkerungsentwicklung ist darüber hinaus zu erwähnen, dass die Zahl der Frauen im sogenannten gebärfähigen Alter (15 bis 44 Jahre) mit 12,2 % überdurchschnittlich zurückgehen wird, von im Jahre 2005 auf nur noch im Jahre Betrachtet man die Entwicklung der drei großen Bevölkerungsgruppen (Kinder und Jugendliche, Erwerbsfähige, Senioren) so wird sich die Altersstruktur der Stadt Essen zwischen 2005 und 2020 nicht gravierend verändern: Kinder und Jugendliche haben einen Anteil zwischen 15 % und 16 % der Bevölkerung, zu den Personen im erwerbsfähigen Alter zählen 62 % bis 63 % und zwischen 21 % bis 22 % der Essener/-innen sind 65 Jahre alt oder älter. Veränderungen werden erst deutlich, wenn man die Entwicklung der einzelnen Altersgruppen differenzierter untersucht. Die Anteile der beiden Altersgruppen der unter 6-Jährigen werden sich bis zum Jahr 2020 kaum verändern. Sie liegen bei jeweils rund 2,5 % der Gesamtbevölke- 5

6 rung. Der Anteil der 80-Jährigen und älteren erhöht sich von 5,2 % im Jahr 2005 auf 6,6 % im Jahr Die stärksten Verschiebungen in der Alterszusammensetzung der Essener Bevölkerung zeigen sich bei der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter: der Anteil der 18- bis 44-Jährigen nimmt deutlich ab (von 35,8 % auf 34,4 %), während der Anteil der 45- bis 64-Jährigen - bis zum Jahr 2020 (von 26,5 % auf 28,7 %) am stärksten zunimmt. Alle Stadtbezirke müssen Bevölkerungsverluste hinnehmen. Die geringsten Verluste verzeichnen dabei die Stadtbezirke V (-2,0 % bis 2020) und VI (-2,8 % bis 2020), die höchsten Rückgänge sind in den Stadtbezirken IV (-10,2 %) und VII (-11,4 %) festzustellen. Mehr Kinder unter 3 Jahren als 2005 werden 2020 nur in den Stadtbezirken I (+1,7 %), V (+9,7 %) und VI (+5,8 %) vorhanden sein. Bei den 3- bis 5-Jährigen gilt dies nur für die Bezirke V (+3,2 %) und VI (+1,9 %). Deutliche Anstiege der Bevölkerungszahlen bis zum Jahr 2020 sind in fast allen Stadtbezirken bei den 80-Jährigen und älteren zu beobachten (zwischen +15,4 % im Bezirk V und +42,4 % im Bezirk IV). Geringere Zugewinne gibt es in den Stadtbezirken I (+0,4 %) und II (+2,1 %). Einziger Stadtbezirk mit Verlusten in dieser Altersgruppe ist der Bezirk III mit - 1,0 %. Die Anteile der 80-Jährigen und älteren nimmt durch diese Steigerungen in allen Stadtbezirken zu. Sie erhöhen sich von 3,8 % (niedrigster Wert im Jahr 2005 im Stadtbezirk VI) bis 7,1 % (höchster Wert im Jahr 2005 im Stadtbezirk II) auf 4,8 % (niedrigster Wert im Jahr 2020 im Stadtbezirk V) bis 8,8 % (höchster Wert im Jahr 2020 im Stadtbezirk IX). 6

7 Allgemeine Erläuterungen zur Erstellung der Bevölkerungsprognose Eine Bevölkerungsprognose ist eine Vorausberechnung von Einwohnerzahlen, die den Versuch unternimmt, Aussagen über die zukünftig zu erwartenden Veränderungen in Zahl, Struktur und räumlicher Verteilung der Bevölkerung zu machen und damit einen Orientierungsrahmen für politisches und planerisches Handeln zur Verfügung zu stellen. Eine Vorausberechnung bietet jedoch nicht die Sicherheit, die künftige Entwicklung mit dem Anspruch eines tatsächlichen Eintreffens der errechneten Ergebnisse aufzuzeigen. Vielmehr sind die Ergebnisse grundsätzlich als Wenn-dann-Aussagen zu verstehen: Wenn die zu Grunde gelegten Annahmen für die Prognose eintreffen, dann ist mit der beschriebenen Entwicklung zu rechnen. Der Vergleich früherer Prognosen der Stadt Essen (MEO-Prognose von Januar ) oder des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen (LDS NRW von ) mit den tatsächlichen Bevölkerungszahlen zum macht dies deutlich. Sowohl die LDS- Prognose als auch die MEO-Prognose haben die tatsächliche Bevölkerungsentwicklung unterschätzt, so hat die Stadt Essen Einwohner/-innen gehabt und nicht (LDS- Prognose) bzw (MEO-Prognose). Solche zeitreihengestützte Vorausberechnungen sind in der Regel nur für kurz- und mittelfristige Prognosezeiträume sinnvoll und sollten daher nach Möglichkeit mindestens alle 3 Jahre kontrolliert bzw. neu erstellt werden, um die Voraussagen den neuen Entwicklungen anpassen zu können. Die hier vorgelegte Bevölkerungsprognose ist mit dem vom Verband deutscher Städtestatistiker getragenen KOSIS-Verbund entwickelten Programmsystem SIKURS (Statistisches Informationssystem kleinräumige Projektion und Umlegung einer regional gegliederten Bevölkerungsstruktur) erstellt worden. Das Programmsystem ist als Prognosebaukasten für kleinräumig gegliederte Bevölkerungsvorausschätzungen bei einem Prognosehorizont von 10 bis 15 Jahren konzipiert. Das SIKURS-Prognosemodell hat einen deterministischen Berechnungsansatz, d.h. es wählt den Pfad der größten Wahrscheinlichkeit. Im Gegensatz zu stochastischen Verfahren, die zufallsbedingte Entwicklung zulassen, führen deterministische Ansätze zu immer gleichen Ergebnissen. Dies erleichtert die Interpretation und die Überprüfbarkeit. 1 2 Stadt Essen, Der Oberbürgermeister, Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen: Vorausberechnung der Bevölkerung Bevölkerungsprognose 2005, 2020, 2015; Beiträge zur Stadtforschung 34, Essen 2003 Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (Hrsg.): Vorausberechnung der Bevölkerung in den kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens /2040, Statistische Berichte, Düsseldorf

8 Das SIKURS-System arbeitet rein bevölkerungsorientiert. Anhand der Entwicklungen der Vergangenheit werden, differenziert nach Alter und Geschlecht, für den Prognoseraum Raten und Quoten für die natürliche Bevölkerungsentwicklung (Geburten, Sterbefälle) und für die Wanderungen (Zu- und Fortzüge) berechnet. Diese bilden, zusammen mit der Basisbevölkerung aus dem Einwohnerregister als Ausgangsbevölkerung der Prognose, die Grundlagen für die Prognoseberechnungen. Raten und Quoten können für verschiedenen Gebietstypen unterschiedlich vorgegeben werden, wodurch eine differenzierte Anpassung an die örtlichen Besonderheiten gewährleistet ist. Die Berechnung der einzelnen demographischen Prozesse beginnt mit den relativ sicheren Ereignissen der natürlichen Bevölkerungsbewegung und endet mit der Abbildung der Binnenwanderung. Basisdaten der Essener Prognose: Ausgangsbevölkerung: am getrennt nach deutscher und nichtdeutscher Bevölkerung, Geschlecht, 100 Altersjahrgängen und 9 Gebietstypen Geburten: Sterbefälle: Außenfortzüge: Außenzuzüge: durchschnittliche Fruchtbarkeitsraten der Jahre 2001 bis 2005 getrennt nach deutschen und nichtdeutschen Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren sowie nach 9 Gebietstypen durchschnittliche Sterberaten der Jahre 2001 bis 2005 getrennt nach deutscher und nichtdeutscher Bevölkerung, Geschlecht, 100 Altersjahrgängen sowie nach 9 Gebietstypen durchschnittliche Fortzugsraten der Jahre 1994 bis 2005 getrennt nach deutscher und nichtdeutscher Bevölkerung, Geschlecht, 100 Altersjahrgängen sowie 5 Außengebietstypen und 9 Binnengebietstypen ausgehend von einem durchschnittlichen für den Prognosezeitraum gleich bleibendem Zuzugsvolumen errechnet aus den Zuzügen der Jahre 1994 bis wurden Zuzugsquoten gebildet. Die Quoten wurden getrennt nach deutscher und nichtdeutscher Bevölkerung, Geschlecht, 100 Altersjahrgängen sowie nach 5 Außengebietstypen und 9 Binnengebietstypen ermittelt. 8

9 Binnenwanderungen: durchschnittliche Binnenfort- bzw. Zuzugsraten der Jahre 1994 bis 2005 getrennt nach deutscher und nichtdeutscher Bevölkerung, Geschlecht, 100 Altersjahrgängen sowie 9 Binnengebietstypen. Bei den natürlichen Bevölkerungsbewegungen (Geburten und Sterbefälle) bilden die letzten fünf Jahre die Grundlage für die Berechnung der Raten. Ein längerer Zeitraum spiegelt nicht die aktuelle Entwicklung wider, sondern würde die geburtenstarken neunziger Jahre einbeziehen. In den Jahren 2001 bis 2005 liegt die Zahl der Geburten relativ stabil zwischen ca und Geburten. Auch die Zahl der Sterbefälle mit ca bis je Jahr im Zeitraum 2001 und 2005 gibt einen genaueren Trend wieder. In den neunziger Jahren liegt die Zahl der Sterbefälle bei und mehr. Bei den Wanderungsbewegungen ist ein längerer Zeitraum zur Ermittlung der Raten und Quoten sinnvoll. Erfahrungsgemäß verlaufen die Zahlen der Zu- und Fortzüge in den einzelnen Jahren nicht gleichmäßig. Bei Berücksichtigung eines längeren Zeitraumes werden starke Schwankungen ausgeglichen. Es werden daher die Bewegungen der Jahre 1994 bis 2005 zugrunde gelegt. Während die Fortzugsraten errechnet werden können, ist für die Ermittlung der Zuzugsraten für jedes Prognosejahr je Bevölkerungsgruppe (deutsch/nichtdeutsch) und je Geschlecht ein festes Zuzugsvolumen festzulegen. Da im Prognosezeitraum für größere Veränderungen im Zuzugsstrom keine Anhaltspunkte erkennbar sind, ist das Zuzugsvolumen für jedes Prognosejahr in Höhe des Durchschnittswertes der Jahre 1994 bis 2005 festgelegt. Dadurch bedingt ergibt sich pro Jahr ein durchschnittlicher positiver Wanderungssaldo von ca. 200 bis 500 Personen. Als Gebietstypen sind wie bei der Prognose aus dem Jahr 2003 sowohl für die natürlichen als auch für die Wanderungsbewegungen die neun Stadtbezirke definiert worden. Vergleichsberechnungen haben ergeben, dass sich die Stadtbezirke durchaus als Gebietstypen mit ihren spezifischen Eigenschaften anbieten. Die Vorausberechnungen werden kleinräumig für die neun Stadtbezirke durchgeführt. Eine Berechnung unterhalb der Stadtbezirksebene ist wie Testrechnungen ergeben haben nicht sinnvoll. Verlässliche Ergebnisse sind auf der Stadtteilebene wegen der niedrigen Ausgangs- und Bewegungszahlen und den damit verbundenen zu großen Ungenauigkeiten nicht zu erzielen. Auf eine Unterscheidung zwischen deutscher und nichtdeutscher Bevölkerung bei den Ergebnissen wird wie schon 2003 verzichtet. Aufgrund der Veränderungen im Staatsbürgerschaftsrecht sind Aussagen zur Entwicklung getrennt für Deutsche und Nichtdeutsche nach wie vor schwer möglich. Im Einzelnen hat sich die Gesetzeslage wie folgt zum verändert: 9

10 Ein Kind nichtdeutscher Eltern erhält die deutsche Staatsangehörigkeit mit Geburt, wenn ein Elternteil 8 Jahre in Deutschland lebt, davon 3 Jahre mit unbefristeter Aufenthaltserlaubnis. Ab dem 18. Lebensjahr (bis zum 23.) muss das Kind beantragen, die deutsche Staatsangehörigkeit zu behalten, andernfalls erhält es die zweite (nichtdeutsche) Staatsgehörigkeit. Das Einbürgerungsverfahren wurde vereinfacht. Die für eine Bevölkerungsprognose erforderliche Formulierung von quantifizierten Annahmen ü- ber die zukünftige regelmäßige Entwicklung in diesem Rechtsbereich, die sich nur aus Erfahrungen heraus stichhaltig finden ließen, ist zumindest zur Zeit nicht durchführbar. Somit lässt sich heute weder aussagen, wie viele deutsche Kinder zukünftig ethnisch einer anderen Staatsangehörigkeit zuzuordnen sind, noch welche Staatsangehörigkeit diese Kinder nach Vollendung des 18. Lebensjahres annehmen werden. In den nachfolgenden Kapiteln werden zahlreiche Tabellen mit den vom Prognoseprogramm ermittelten Bevölkerungszahlen beschrieben. Da die Bevölkerung in ganzen Zahlen ausgewiesen wird, das Programm diese Zahlen also gerundet hat, können in den Tabellen insbesondere bei den Prozentwertberechnungen Rundungsdifferenzen entstehen. 10

11 1 Bevölkerungsentwicklung vom bis Die Bevölkerungsentwicklung der letzten 100 Jahre zeigt, dass die Zahl der Essener/-innen seit 1962 mit dem Höhepunkt von mit Hauptwohnsitz Gemeldeten nahezu kontinuierlich gesunken ist. Die kurzzeitigen Steigerungen der frühen 90er Jahre sind auf den verstärkten Zuzug von Personen aus dem Ausland (Aussiedler/-innen, Asylbewerber/-innen) und aus den neuen Bundesländern zurückzuführen. Seit 1992 sinkt die Bevölkerungszahl von auf zuletzt ( ). Hauptgrund für das Absinken der Bevölkerungszahlen ist nach wie vor der jährliche hohe Sterbefallüberschuss bei der natürlichen Bevölkerungsentwicklung. Der leichte Wanderungsgewinn der letzten Jahre kann diese negative Entwicklung nicht kompensieren. Grafik 1: Bevölkerungsentwicklung vom bis zum Einwohner/-innen

12 2 Vergleich von Bevölkerungsprognosen für die Stadt Essen Aktuell sind derzeit zwei überregionale Bevölkerungsprognosen mit Berechnungen bis zum Jahre 2020 bekannt. Deren Prognoseergebnisse sind nur auf der Ebene der Gesamtstadt berechnet worden und vor allem im Verlauf höchst unterschiedlich. Der im Dezember 2005 erschienene Demographiebericht der Bertelsmann Stiftung 1 prognostiziert bis zum eine Einwohnerzahl von , die Prognose des LDS NRW 2 errechnet Einwohner, die nunmehr vorgelegte aktuelle Prognose der Stadt Essen hingegen ermittelt mit Einwohnerinnen und Einwohnern einen weitaus geringeren Wert (vgl. Grafik 2). Grafik 2: Bevölkerungsprognosen der Stadt Essen, des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik und der Bertelsmann Stiftung zum , 2015 und Stadt Essen LDS NRW Bertelsmann Einwohner/-innen 1 2 Bertelsmann Stiftung: Demographiebericht Ein Baustein des Wegweisers Demograhischer Wandel, Kommune Essen, 2005; siehe auch Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (Hrsg.): Vorausberechnung der Bevölkerung in den kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein- Westfalens 2005 bis 2025/2050, Statistische Analysen und Studien Nordrhein-Westfalen Band 31, Düsseldorf

13 Die Unterschiede sind darin begründet, dass die Bertelsmann-Stiftung, das LDS-NRW und die Stadt Essen die Berechnungen mit verschiedenen Eingabedaten durchgeführt haben und auch nicht von gleichen Annahmen hinsichtlich der Bevölkerungszuzüge ausgehen. Die Bertelsmann-Stiftung und das LDS NRW stützen ihre Berechnung auf einen Ausgangsbevölkerungsbestand, der auf den amtlichen Bevölkerungszahlen beruht. Diese sind derzeit höher als die Einwohnerzahlen, die aus dem Einwohnerregister der Stadt Essen ermittelt werden (siehe Tabelle 1). Die Bertelsmann-Stiftung begründet ihre Bevölkerungsprognose auf einen Einwohnerbestand vom in Höhe von Einwohnern, das LDS NRW hat als Ausgangsbevölkerung den Einwohnerbestand vom in Höhe von Einwohnern festgelegt. Die Vorausberechnung der Stadt Essen startet auch mit dem Bevölkerungsbestand vom bzw , allerdings mit der geringeren Einwohnerzahl von Tabelle 1: am und Quelle Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Amtliche Bevölkerungszahl Stadt Essen Einwohnerregister Amtliche Bevölkerungszahl und Einwohnerregister differieren, weil die amtliche Bevölkerungszahl auf einer rein rechnerischen Fortschreibung der Daten der Volkszählung von 1987 beruht. Es werden jeweils Geburten, Sterbefälle, Zu- und Fortzüge aufgerechnet. Das Einwohnerregister hingegen bildet den Bevölkerungsbestand aller mit Hauptwohnsitz gemeldeten Einwohner zu einem Stichtag ab. Die Zahlen der von der Stadt Essen berechneten Prognose müssen somit niedriger ausfallen, da der Ausgangdatenbestand bereits geringere Werte aufweist. Ein weiterer Unterschied ergibt sich aus den unterschiedlichen Annahmen für die Raten und Quotenberechnung hinsichtlich der natürlichen Bevölkerungs- und der Wanderungsbewegungen. Die Bertelsmann-Stiftung hat ihre Berechnung auf der Grundlage der Geburten und Sterbefälle sowie der Wanderungsbewegungen der Jahre 2000 bis 2003 durchgeführt. Das LDS NRW wählt als Basisdaten für die natürlichen wie auch die Wanderungsbewegungen die Jahre 2000 bis Die Bevölkerungsprognose der Stadt Essen stützt sich auf die Geburtenund Sterbefallzahlen der Jahre 2001 bis 2005, aber im Unterschied zu den anderen Berechnungen wird für die Wanderungsbewegungen die durchschnittliche Entwicklung der Jahre 1994 bis 13

14 2005 berücksichtigt. Den Stützzeitraum der Wanderungsbewegungen nur auf die letzten vier bzw. fünf Jahre zu begrenzen, erscheint als zu riskant, da die Wanderungssalden der letzten Jahre im Vergleich zu den neunziger Jahren deutlich positiver ausgefallen sind. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Trend in den nächsten Jahren anhält 1. Der Stützzeitraum der Stadt Essen mit der Berücksichtigung der Entwicklung der letzten zwölf Jahre ergibt in der Prognose bereits einen durchschnittlich positiven Wanderungssaldo von ca. 200 bis 500 Einwohnern pro Jahr. Bei den geschätzten Annahmen des Zuzugsvolumen werden von der Stadt Essen Zuzüge in Höhe des Durchschnitts der Jahre 1994 bis 2004 berücksichtigt. Die Bertelsmann-Stiftung hat für ihre Prognose einen jährlichen positiven Wanderungssaldo von Einwohner für Deutschland festgelegt. Das LDS NRW hingegen geht in seiner Prognose davon aus, dass das Zuzugsvolumen bis 2007 aufgrund rückläufiger Zahlen bei Aussiedlern und Asylbewerbern sinken wird. Für den Zeitraum ab 2011 erwartet das LDS NRW, dass das Zuzugsvolumen aufgrund der EU- Osterweitung und Änderungen im Zuwanderungsgesetz hingegen wieder auf ein höheres Niveau als 2005 ansteigen wird. Bei Betrachtung dieser unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen und Annahmen ist es offenkundig, dass die Vorausberechnungen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen müssen. Dieser Vergleich zeigt aber auch, dass Bevölkerungsprognosen nicht die Garantie bieten, dass die Einwohnerzahlen tatsächlich den berechneten Verlauf nehmen. Die Zahlen können nur Anhaltspunkte für künftige Planungen sein und sind daher stets mit gebotener Vorsicht zu benutzen. 1 Für das erste Halbjahr 2006 ergibt sich eine negative Wanderungsbilanz (-546). 14

15 3 Die Entwicklung der Bevölkerungsbewegungen 3.1 Die natürliche Entwicklung (Geburten und Sterbefälle) in der Stadt Essen Die Entwicklung der natürlichen Bevölkerungsbewegungen hat sich den letzten fünf Jahren hinsichtlich der Zahl der Geburten stabilisiert. Im Zeitraum von 1990 bis 2000 sinken die Geburtenzahlen kontinuierlich von auf Geburten ab. In den Jahren 2001 bis 2005 bleibt die Zahl der Geburten relativ konstant zwischen und Geburten (vgl. Grafik 3). Der Geburtenrückgang scheint in Essen gestoppt bzw. gebremst. Für die Jahre 2006 bis 2020 wird daher mit Geburtenzahlen von zwischen und Geburten pro Jahr gerechnet. Anhaltspunkte für ein erneutes Absinken, aber auch für mögliche Steigerungen sind nicht erkennbar, so dass diese Entwicklung bei den Geburten plausibel erscheint. Grafik 3: Natürliche Bevölkerungsbewegungen 2001 bis Geburten Sterbefälle Die Zahl der Sterbefälle erscheint in den Jahren 2001 bis 2005 rückläufig und bewegt sich zwischen und Sterbefällen. Da die Zahl der älteren Einwohner in Essen jedoch regelmä- 15

16 ßig weiter ansteigt und in der Prognose bewusst keine Anpassung der Lebenserwartung vorgenommen wird, ergeben sich in den Prognosejahren ca bis ca Sterbefälle pro Jahr. Im Saldo ergibt sich in den Prognosejahren trotz möglicher stabiler Geburtenzahlen eine Steigerung des Sterbefallsüberschusses von ca im Jahre 2006 auf ca im Jahre Diese Steigerung ist im wesentlichen für den weiteren Rückgang der Bevölkerungszahlen in der Stadt Essen verantwortlich. 3.2 Die Wanderungsbewegungen (Zu- und Fortzüge) in der Stadt Essen Die Entwicklung der Zahl der Zu- und Fortzüge ist unterschiedlich. Die Zahl der Fortzüge bewegt sich in den Jahren 1994 bis 2005 zwischen und pro Jahr (vgl. Grafik 4). Die Zahl der Zuzüge hingegen hat sich erst ab dem Jahre 2001 erhöht. In den Jahren 2001 bis 2005 zogen rund bis Einwohner pro Jahr nach Essen, in den Jahren 1994 bis 2000 waren es nur ca bis pro Jahr. Grafik 4: Wanderungsbewegungen 1994 bis Fortzüge Zuzüge

17 Grafik 4 macht deutlich, dass die Schwankungsbreite der Wanderungen sich von den natürlichen Bewegungen (Geburten und Sterbefälle) deutlich unterscheidet. Das Wanderungsverhalten der letzten fünf Jahre ergibt einen durchschnittlich positiven Saldo von ca. 500 Personen pro Jahr. Ob diese Entwicklung nachhaltig ist, lässt sich zur Zeit nicht abschätzen. 1 Diese Schwankungen bei den Zu- und Fortzugszahlen sind zu unterschiedlich und können in einer Prognoserechnung nicht abgebildet werden. Eine Vorausberechnung kann diese Bewegungen nur als Durchschnitt wiedergeben. Zwar ist die Basis der Fortzüge die ansässige Bevölkerung, diese verändert sich aber durch die Zuzüge besonders mobiler Bevölkerungsgruppen aus verschiedenen Herkunftsgebieten ständig. Noch schwieriger lässt sich die Zahl der Zuzüge vorhersagen, da sie zwar zu einem gewissen Grade mit den Angeboten in der Stadt zusammenhängen, gleichzeitig aber von unterschiedlichsten Entwicklungen in den Herkunftsgebieten determiniert werden. Bei der Festlegung des Zuzugsvolumens wird in der Prognose der Stadt Essen wiederum bewusst auf Eingriffe oder mögliche Annahmen für die Zukunft verzichtet. Die Übertragung einer Annahme wie sie beispielsweise hinsichtlich der möglichen EU-Erweiterung ab 2011 in der LDS-Prognose des Landes NRW getroffen wird, die damit von höheren Zuzugszahlen ausgeht, auf die Stadt Essen ist mangels Quantifizierbarkeit nicht möglich. Zudem wäre die Übertragung eines solchen Szenarios in eine zeitreihengestützte Vorausberechnung wie die Essener Bevölkerungsprognose methodisch nicht einwandfrei. Die Prognose der Stadt Essen hat für die Berechnung als Zuzugsvolumen der nächsten fünfzehn Jahre Zuzüge pro Jahr angenommen, dieser Wert wird aus dem Durchschnitt der Zuzugszahlen der Jahre 1994 bis 2005 ermittelt. Mit Berücksichtigung dieses langen Zeitraumes wird angenommen, dass mögliche Schwankungen, die auch zukünftig auftreten werden, ausgeglichen werden. Nach der Prognose der Stadt Essen kann der Verlust der Bevölkerungszahl, der durch den Sterbefallüberschuss in Essen entsteht, durch einen leicht positiven Wanderungssaldo in den Jahren 2006 bis 2020 etwas gemildert werden. Im Durchschnitt werden pro Jahr zwischen ca. 200 und 500 Einwohner als Wanderungsgewinn (Zuzüge Fortzüge) für die Stadt Essen erzielt. 1 Für das erste Halbjahr 2006 ergibt sich eine negative Wanderungsbilanz (-546). 17

18 4 Entwicklung der Bevölkerung in der Gesamtstadt 4.1 Gesamtbevölkerung Die Vorausberechnung der Hauptwohnsitzbevölkerung kommt im Ergebnis bis zum Jahr 2020 zu weiteren Bevölkerungsverlusten. Die Zahl der Einwohner/-innen wird sich demnach von auf reduzieren. In Prozenten ausgedrückt verliert die Stadt bis ,8 % der Bevölkerung. Im Zeitraum der Jahre 2015 bis 2020 sinkt die Bevölkerungszahl von Essen unter die Marke von Das hat zum Beispiel zur Konsequenz, dass sich die Zahl der zu wählenden Mitglieder des Rates entsprechend dem Kommunalwahlgesetz des Landes NRW von 82 auf 74 verkleinert. Bei Betrachtung der Tabelle 2 fällt auf, dass insbesondere die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Prognosezeitraum stark zurückgehen wird leben in Essen unter 18- Jährige, im Jahr 2020 werden es nur noch sein. Dies ist ein Rückgang um 14,7 %. Mit Blick z.b. auf die Infrastrukturplanungen für Kinder und Jugendliche ist aber zu berücksichtigen, dass die Entwicklung in den einzelnen Altersgruppen sehr unterschiedlich verlaufen wird. Die Gruppe der Kinder unter 3 Jahre weist die geringsten Verluste gegenüber dem Jahr 2005 auf (-2,0 % bis 2020). Zwischen 2010 und 2015 wird sich die absolute Zahl der Kinder dieser Altersgruppe sogar leicht erhöhen. Die Elterngeneration dieser Kinder stammt noch aus relativ starken Geburtsjahrgängen. Die Zahl der 3- bis 5-Jährigen wird bis zum Jahre 2010 um -8,9 % abnehmen, bleibt dann aber im Vergleich zum Jahr 2005 bis zu den Jahren 2015 und 2020 relativ konstant bei ca Kindern. Die größten Bevölkerungsrückgänge sind bei 6- bis 17-Jährigen zu verzeichnen. Zwar betragen diese bis zum Jahre 2010 nur durchschnittlich -7,9 %, steigen aber bis zum Jahr 2015 auf -14,8 % an und erreichen im Jahre 2020 den Wert von -18,6 % gegenüber der Ausgangsbevölkerung aus dem Jahr In den ersten beiden Fünf-Jahres-Zeiträumen verliert diese Gruppe jeweils rund Personen. Erst zwischen 2015 und 2020 geht dieser absolute Verlust auf ca Personen zurück. 18

19 Tabelle 2: Die Entwicklung der Essener Bevölkerung nach Altersgruppen 2005, 2010, 2015 und 2020 Altersgruppe im Alter von... Jahren absolut Bevölkerung 1 Prozent am unter ,4 unter ,4 3 bis ,5 6 bis ,5 18 bis ,3 18 bis ,8 45 bis ,5 65 und älter ,3 65 bis ,1 80 und mehr , am Veränderung gegenüber 2005 der... Absolutwerte Anteile Prozentpunkte absolut Prozent unter , ,3-0,8 unter , ,5 + 0,0 3 bis , ,9-0,2 6 bis , ,9-0,6 18 bis , ,5 + 0,0 18 bis , ,0-0,9 45 bis , ,0 + 1,0 65 und älter , ,9 + 0,8 65 bis , ,5 + 0,0 80 und mehr , ,4 + 0, ,5 am unter , ,0-1,2 unter , ,7 + 0,1 3 bis , ,3-0,1 6 bis , ,8-1,2 18 bis , ,0 + 0,8 18 bis , ,0-1,8 45 bis , ,1 + 2,6 65 und älter , ,7 + 0,3 65 bis , ,3-0,5 80 und mehr , ,6 + 0, ,2 am unter , ,7-1,2 unter , ,0 + 0,2 3 bis , ,8-0,0 6 bis , ,6-1,3 18 bis , ,7 + 0,8 18 bis , ,6-1,5 45 bis , ,0 + 2,3 65 und älter , ,0 + 0,4 65 bis , ,6-1,0 80 und mehr , ,6 + 1, ,8 1) am Ort der Hauptwohnung 19

20 Die erwerbsfähige Bevölkerung wird ebenfalls wenn auch nicht so stark abnehmen sind Essenerinnen und Essener zwischen 18 und 64 Jahre alt, 2020 trifft dies noch auf Personen zu, dies entspricht einer Abnahme um 6,7 %. Auch hier sind die Entwicklungsverläufe betrachtet man die einzelnen Altergruppen unterschiedlich. Bei den 18- bis 44-Jährigen sind die Verluste gegenüber dem Jahr 2005 von -5,0 % (bis 2010), -10,0 % (bis 2015) und -11,6 % (bis 2020) zu verzeichnen. Insgesamt geht die Zahl der Personen in dieser jüngeren Gruppe der Erwerbsfähigen von um auf zurück. Die Gruppe der älteren Erwerbsfähigen im Alter von 45 bis 64 Jahren verändert sich dagegen betrachtet man nur die Endpunkte der Prognose 2005 und 2020 zahlenmäßig kaum (+29 Personen). Allerdings nimmt deren Zahl bis 2010 mit +1,0 % ( Personen) und bis 2015 mit +4,1 % ( Personen) zu. In den letzten fünf Prognosejahren verliert die Gruppe wieder ( Personen) und erreicht damit zahlenmäßig den Bestand von Die Zahl der älteren Menschen (65 Jahre und älter) in Essen geht im Vergleich der Jahre 2005 und 2020 um bzw. -6,0 % zurück. Allerdings ist hier z.b. mit Blick auf zukünftige Planungen von Pflegebedarfen zu berücksichtigen, dass die Zahl der 65- bis 79-Jährigen abnehmen wird, während die Gruppe der Hochaltrigen (80 Jahre und älter) die einzige ist, für die sogar eine Zunahme der Personenzahl prognostiziert wird. Die Zahl der Hochaltrigen steigt mit +11,4 % bis 2010 und mit +17,6 % bis 2020 mit hohen relativen Zuwachsraten an. Die Zunahme beträgt in den ersten fünf Prognosejahren ca Personen pro Jahr ( Personen), um zwischen 2010 und 2015 absolut leicht zurückzugehen (-267 Personen). Danach erfolgt ein erneuter Anstieg der Zahl um Personen bis Zum Ende des Prognosezeitraumes werden dann Essenerinnen und Essener 80 Jahre alt oder älter sein. Die Zahl der 65- bis 79-Jährigen wird dagegen kontinuierlich zurückgehen: um -2,5 % (bis 2010), -8,3 % (bis 2015) und -13,6 % (bis 2020). Insgesamt wird diese Gruppe von im Jahr 2005 um Personen auf Personen im Jahr 2020 schrumpfen. 20

21 Grafik 5: Veränderungen der Anteile der Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung am gegenüber dem ,5 2,3 2 1,5 1,4 1 0,5 0,2 0 0,0-0,5-1 -1,0-1,5-1,3-1,5-2 unter 3 3 bis 5 6 bis bis bis bis und älter Trotz der zum Teil kräftigen Veränderungen (im wesentlichen Rückgänge) der Zahl der Gesamtbevölkerung und in der Besetzung einzelner Altersgruppen verändert sich die Altersstruktur der Essener Bevölkerung im Prognosezeitraum erstaunlich wenig. Die Verschiebungen liegen mit einer Ausnahme der Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen, deren Anteil mit +2,3 Prozentpunkten wächst in einem Korridor von ±1,5 Prozentpunkten. 4.2 Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahre) Die Zahl der Kinder und Jugendlichen wird bis zum Jahr 2020 sehr stark zurückgehen. Im Vergleich zum Jahr 2005 wird sich die Zahl von auf (-14,7 %) reduzieren. Der Rückgang der Gesamtbevölkerung beträgt im Vergleich dazu -7,8 %. Bei Betrachtung der Absolutzahlen machen die Verluste bei Kindern und Jugendlichen mit fast 1/3 des Rückgangs der Gesamtbevölkerung ( ) bis zum Jahre 2020 aus. Auffallend ist die überdurchschnittliche Abnahme der Zahl schulpflichtiger Kinder und zwar im gesamten Prognosezeitraum um 18,6 %, dies sind Kinder. Am stärksten 21

22 nimmt gegenüber dem Jahr 2005 die Zahl der Kinder in der Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen mit -10,6 % (bis 2010), -17,0 % (bis 2015) und -22,2 % (bis 2020) ab sind Kinder in diesem Alter, 2020 werden es nur noch sein. Hohe Rückgänge sind auch bei den 6- bis 9- Jährigen und den 15- bis 17-Jährigen zu beobachten. Die Zahl der 6- bis 9-Jährigen wird sich im Vergleich zum Jahr 2005 bis zum Jahr 2010 um -8.0 % verringern, bis zum Jahr 2015 um - 14,3 %, bleibt dann allerdings in den letzten fünf Prognosejahren stabil. Insgesamt werden Kinder, d.h weniger als noch 2005 (20.837) im Grundschulalter sein. Die Zahl der 15- bis 17-Jährigen sinkt bis zum Jahr 2010 zunächst um -3,4 Prozent, die Verluste steigen jedoch bis zum Jahr 2015 auf -11,7 % bzw. -17,8 % bis zum Jahr Die Größe der Gruppe der noch nicht schulpflichtigen Kinder verändert sich dagegen nicht so stark. Die prognostizierte Entwicklung zeigt aber, dass die Planung einer bedarfgerechten Betreuung für diese Kinder durchaus problematisch sein wird. Die Zahl der Kinder im Alter unter 3 Jahren geht im Vergleich zu 2005 nur wenig (-2,5 % bis zum Jahr 2010, -1,7 % bis zum Jahr 2015 und -2,0 % bis zum Jahr 2020) zurück. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass diese Altersgruppe von im Jahr 2005 auf im Jahr 2010 schrumpft, zwischen 2010 und 2015 sogar leicht wächst auf und danach bis 2020 wieder etwas verliert (13.662). Die Zahl der 3- bis 5-Jährigen nimmt nur bis zum Jahr 2010 um -8,9 % ab ( Personen). Danach bleibt sie nahezu konstant bei rund , so dass sich für den Prognosezeitraum ein Gesamtverlust von -8,8 % ergibt. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen an der Gesamtbevölkerung verringert sich von 16,4 % im Jahr 2005 auf 15,2 % im Jahr Bei den unter 6-Jährigen bleiben die Anteile der beiden Altersgruppen nahezu unverändert (bei rund 2,4 % bzw. 2,5 %). Nur leichte Veränderungen sind in den anderen Altersgruppen zu beobachten. So reduzieren sich im Vergleich zum Jahr 2005 bis 2020 die Anteile der 6- bis 9-Jährigen und der 15- bis 17-Jährigen nur geringfügig um -0,2 Prozentpunkte bzw. -0,3 Prozentpunkte, der Anteil der 10- bis 14-Jährigen ist -0,8 Prozentpunkte niedriger. 22

23 Tabelle 3: Die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen in Essen nach Altersgruppen 2005, 2010, 2015 und 2020 Altersgruppe im Alter von... Jahren Bevölkerung 1 Veränderung gegenüber 2005 der... Absolutwerte Anteile absolut Prozent Prozentpunkte absolut Prozent am unter ,4 3 bis ,5 6 bis ,5 6 bis ,6 10 bis ,9 15 bis ,0 unter ,4 Gesamtbevölkerung am unter , ,5 + 0,0 3 bis , ,9-0,2 6 bis , ,9-0,6 6 bis , ,0-0,2 10 bis , ,6-0,4 15 bis , ,4-0,0 unter , ,3-0,8 Gesamtbevölkerung ,5 am unter , ,7 + 0,1 3 bis , ,3-0,1 6 bis , ,8-1,2 6 bis , ,3-0,3 10 bis , ,0-0,6 15 bis , ,7-0,2 unter , ,0-1,2 Gesamtbevölkerung ,2 am unter , ,0 + 0,2 3 bis , ,8-0,0 6 bis , ,6-1,3 6 bis , ,2-0,2 10 bis , ,2-0,8 15 bis , ,8-0,3 unter , ,7-1,2 Gesamtbevölkerung ,8 1) am Ort der Hauptwohnung 23

24 4.3 Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (18 bis 64 Jahre) Die größte Gruppe in der Essener Bevölkerung die Personen im erwerbsfähigen Alter weist in absoluten Zahlen entsprechend auch die größten Verluste auf. Die Personenzahl in dieser Gruppe sinkt von im Jahr 2005 auf im Jahr Dieser Rückgang von Personen macht mehr als die Hälfte des Bevölkerungsverlustes der Stadt Essen bis 2020 ( Personen) aus. Relativ schrumpft die Zahl der Personen im erwerbstätigen Alter bis 2020 mit 6,7 % weniger stark als die Bevölkerung (-7,8 %). Während die Rückgänge bis zum Jahr 2010 mit -2,5 % noch denen der Gesamtbevölkerung entsprechen, fallen sie bis 2015 mit -4,0 % zu -5,2 % etwas günstiger aus. Im Jahr 2005 beträgt der Anteil der Erwerbsfähigen an der Gesamtbevölkerung 62,3 %. Er bleibt bis zum Jahr 2010 unverändert und steigt bis zum Jahr 2015 um +0,8 Prozentpunkte auf 63,1 % an, um dann bis zum Jahr 2020 stabil zu bleiben. Innerhalb dieser großen Gruppe der Personen im erwerbsfähigen Alter gibt es jedoch erhebliche Verschiebungen. Insbesondere die unterschiedlichen Entwicklungen der beiden personenstarken Altersgruppen der 28- bis 44-Jährigen und der 45- bis 64-jährigen fallen ins Auge. Die Gruppe der 28- bis 44-Jährigen ist die einzige, deren Personenzahl kontinuierlich bis 2020 abnimmt, und zwar besonders stark in den Jahren bis 2015 (von im Jahr 2005 auf im Jahr 2010 und im Jahr 2015). In den letzten fünf Prognosejahren ist der Rückgang dann nur noch sehr gering werden nur noch Personen in dieser Altersgruppe sein, d.h. 15,1 % weniger als Demgegenüber wird es in der zweiten große Gruppe der Erwerbsfähigen- 45- bis 59-Jährige 2020 mit sogar etwas mehr Personen als 2005 ( ) geben. Die Zahl der Personen in dieser Altersgruppe steigt zunächst bis zum Jahr 2010 auf , danach noch einmal bis 2015 auf Personen. Dann allerdings wachsen die geburtenstarken Jahrgänge der fünfziger und der sechziger Jahre langsam aus dieser Altersgruppe heraus und nähern sich dem Rentenalter. Im letzten Fünf-Jahres-Zeitraum der Prognose bis 2020 geht die Zahl dieser Altersgruppe um fast Personen auf zurück. Für die anderen Altersgruppen ist festzuhalten, dass bis zum Jahr 2010 die Zahlen der 18- bis 21-Jährigen (+6,3 %) und der 22- bis 27-Jährigen (+1,1 %) im Vergleich zum Jahr 2005 zuneh- 24

25 men, bis zum Jahr 2015 steigt nur noch der Wert für die 22- bis 27-Jährigen (+3,2 %) weiter an, während die Zahl der 18- bis 21-Jährigen um -2,1 % sinkt. Bis zum Jahr 2020 verliert die Gruppe der 18- bis 21-Jährigen -7,6 %, auch die Gruppe der 22- bis 27-Jährigen wird um -1,3 % kleiner. Bei den 60- bis 64-Jährigen gehen die anfänglich hohen Verluste bis zum Jahr 2010 (-15,3 %) zurück auf -7,1 % bis zum Jahr 2015 bzw. -3,2 % bis zum Jahr Tabelle 4: Die Entwicklung der erwerbsfähigen Bevölkerung in Essen nach Altersgruppen 2005, 2010, 2015 und 2020 Altersgruppe im Alter von... Jahren Bevölkerung 1 Veränderung gegenüber 2005 der... Absolutwerte Anteile absolut Prozent Prozentpunkte absolut Prozent am bis ,8 18 bis ,1 22 bis ,9 28 bis ,9 45 bis ,5 45 bis ,0 60 bis ,4 18 bis ,3 Gesamtbevölkerung bis am , ,0-0,9 18 bis , ,3 + 0,4 22 bis , ,1 + 0,3 28 bis , ,5-1,5 45 bis , ,0 + 1,0 45 bis , ,2 + 1,8 60 bis , ,3-0,8 18 bis , ,5 + 0,0 Gesamtbevölkerung ,5 am bis , ,0-1,8 18 bis , ,1 + 0,1 22 bis , ,2 + 0,6 28 bis , ,9-2,5 45 bis , ,1 + 2,6 45 bis , ,7 + 2,7 60 bis , ,1-0,1 18 bis , ,0 + 0,8 Gesamtbevölkerung ,2 am bis , ,6-1,5 18 bis , ,6 + 0,0 22 bis , ,3 + 0,5 28 bis , ,1-2,0 45 bis , ,0 + 2,3 45 bis , ,0 + 1,9 60 bis , ,2 + 0,3 18 bis , ,7 + 0,8 Gesamtbevölkerung ,8 1) am Ort der Hauptwohnung 25

26 Betrachtet man die Anteile der jeweiligen Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung verändern sich bis zum Jahr 2020 die Werte für die 18- bis 21-Jährigen (+ 0,0 Prozentpunkte), die 22- bis 27-Jährigen (+0,5 Prozentpunkte) und die 60- bis 64-Jährigen (+0,3 Prozentpunkte) kaum. Der Anteil der 28- bis 44-Jährigen hingegen sinkt bis zum Jahr 2020 um -2,0 Prozentpunkte, derjenigen der 45- bis 59-Jährigen steigt dafür um +1,9 Prozentpunkte bis zum Jahr Die 28- bis 44-Jährigen waren 2005 mit 24,9 % noch eindeutig die größte Gruppe. Durch die prognostizierte Entwicklung sinkt ihr Anteil auf 22,9 % im Jahr Die 45- bis 59-Jährigen, die 2005 noch 20,0 % der Bevölkerung repräsentierten, sind 2020 mit 22,0 % dann eine fast ebenso große Gruppe. 4.4 Die Seniorenbevölkerung (65 Jahre und älter) Die Zahl älterer Menschen (65 Jahre und älter) wird sich vom Jahr 2005 bis zum Jahr 2010 von auf (+0,9 %) erhöhen, ehe sie bis zum Jahr 2015 auf (-3,7 %) bzw. bis zum Jahr 2020 auf (-6,0 %) zurückgeht. Auch in dieser Bevölkerungsgruppe unterscheiden sich die Verluste mit -6,0 % nicht wesentlich von den Verlusten der Gesamtbevölkerung mit -7,8 %. Für alle Altersgruppen zwischen 65 und 79 Jahren wird bis 2020 ein Rückgang der Personenzahl prognostiziert. Die Gruppe der Hochaltrigen (80 Jahre und älter) ist die einzige, die bis zum Ende des Prognosezeitraumes kontinuierlich anwachsen wird. Ihre Zahl steigt von 2005 bis 2010 von auf stark (+11,4 %) an. Dann wird sich die Anzahl der 80-Jährigen und älteren bis 2015 kaum verändern (33.512). Ein weiteres Anwachsen dieser Altersgruppe auf Personen ist dann aber wieder bis 2020 zu erwarten. Insgesamt wird sich die Zahl der Hochaltrigen im Prognosezeitraum um erhöhen, dies sind +17,6 %. Bei weiterer Differenzierung in kleinere Altersgruppen ist festzustellen, dass die Zahl der 65- bis 69-Jährigen um -12,5 % bis zum Jahr 2010, und sogar um -25,5 % bis zum Jahr 2015 sinken wird. Danach wird sie bis zum Ende des Prognosezeitraums zwar wieder steigen, a- ber mit -18,6 % wird diese Gruppe bis zum Jahr 2020 am stärksten zahlenmäßig abnehmen. Insgesamt schrumpft die Zahl der 65- bis 69-Jährigen damit von Personen im Jahr 2005 auf nur noch Personen im Jahre 2020 ( 7.293). Die Zahl der 70- bis 74-Jährigen wird zunächst bis zum Jahr 2010 um +16,8 % ( Personen) auf Personen ansteigen. Ab 2011 wird sie aber wieder auf (2015) und bis 26

27 2020 auf Personen sinken, so dass sich der Zuwachs gegenüber dem Jahr 2005 bis zum Jahr 2020 in einen Verlust von -12,6 % gewandelt haben wird. Die prognostizierte Entwicklung der Zahl der 75- bis 79-Jährigen verläuft wellenförmig. Von 2005 (26.020) bis zum Jahr 2010 (23.707) wird diese Altersgruppe um Personen (-8,9 %) kleiner. In den nächsten fünf Prognosejahren bis zum Jahr 2015 wird diese Gruppe dann aber einen Zuwachs auf Personen erleben, ehe sich der Wert bis zum Jahr 2020 wieder in einen Verlust unter das Niveau von 2005 umkehrt. Insgesamt beziffert sich der Verlust gegenüber 2005 auf -7,2 % ( Personen). Tabelle 5: Die Entwicklung der Seniorenbevölkerung in Essen nach Altersgruppen 2005, 2010, 2015 und 2020 Altersgruppe im Alter von... Jahren Bevölkerung 1 Veränderung gegenüber 2005 der... Absolutwerte Anteile absolut Prozent Prozentpunkte absolut Prozent am bis ,1 65 bis ,7 70 bis ,0 75 bis ,4 80 und mehr ,2 65 und mehr ,3 Gesamtbevölkerung bis am , ,5 + 0,0 65 bis , ,5-0,7 70 bis , ,8 + 1,0 75 bis , ,9-0,3 80 und mehr , ,4 + 0,7 65 und mehr , ,9 + 0,8 Gesamtbevölkerung ,5 am bis , ,3-0,5 65 bis , ,5-1,4 70 bis , ,1 + 0,4 75 bis , ,1 + 0,5 80 und mehr , ,6 + 0,9 65 und mehr , ,7 + 0,3 Gesamtbevölkerung ,2 am bis , ,6-1,0 65 bis , ,6-0,8 70 bis , ,6-0,3 75 bis , ,2 + 0,0 80 und mehr , ,6 + 1,4 65 und mehr , ,0 + 0,4 Gesamtbevölkerung ,8 1) am Ort der Hauptwohnung 27

28 Der Anteil der 65-jährigen und älteren Menschen an der Essener Bevölkerung verändert sich nur wenig. Im Jahr 2005 beträgt er 21,3 %, steigt bis zum Jahr 2010 auf 22,0 %, sinkt dann aber wieder bis zum Jahr 2020 auf 21,7 %. Gleichwohl verändert sich die Alterstruktur der Seniorenbevölkerung. Der Anteil der Hochaltrigen im Alter von 80 Jahren und mehr steigt kontinuierlich von 5,2 % im Jahr 2005 auf 6,6 % im Jahr 2020 (+ 1,4 Prozentpunkte). Die höchsten negativen Veränderungen ergeben sich im Vergleich zum Jahr 2005 bei den 65- bis 69-Jährigen. Ihr Anteil sinkt bis zum Jahr 2010 um -0,7 Prozentpunkte, bis zum Jahr 2015 sogar um -1,4 Prozentpunkte, ehe er sich bis zum Jahr 2020 wieder bei einem Gesamtverlust von -0,8 Prozentpunkten einpendelt. Trotz einiger Verschiebungen innerhalb des Prognosezeitraums bleiben die Anteilswerte der übrigen Altersgruppen über die gesamte Zeit relativ konstant. Bei den 70- bis 74-Jährigen entsprechen die Anteile im Jahr 2020 wieder annähernd den Werten des Jahres 2005 (-0,3 Prozentpunkte), bei den 75- bis 79-Jährigen ergibt sich keine Veränderung. 4.5 Männer und Frauen Am leben in Essen Männer (47,7 %) und Frauen (52,3 %). Dieses Verhältnis wird sich bis zum Jahre 2020 kaum verändern. Bis zum Jahr 2020 sinkt die Zahl der Frauen in Essen auf (-8,4 %) und die der Männer auf (-7,2 %). Das Geschlechterverhältnis ändert sich in diesem Zeitraum auf 52,0 % Frauen zu 48,0 % Männer. Bei der großen Gruppe der erwerbsfähigen Bevölkerung (18 bis 64 Jahre) bleiben die Anteile der Männer (49,8 %) und Frauen (50,2 %) über den gesamten Prognosezeitraum konstant. Bei den unter 18-Jährigen wird der Anteil der Mädchen leicht von 48,8 % 2005 auf 49,5 % im Jahr 2020 ansteigen. Bei den 65-Jährigen und älteren Personen wird der Anteil der Männer dagegen deutlich steigen von 38,9 % im Jahr 2005 auf 41,2 % im Jahr Bei Betrachtung der einzelnen Altersgruppen ergibt sich im Geschlechterverhältnis eine auffällige, deutliche Veränderung insbesondere bei den 80-Jährigen und älteren. Die Zahl der Männer in dieser Gruppe steigt bis 2020 von auf (+60,6 %), während sich im gleichen Zeitraum die Zahl der Frauen nur von auf (+3,4 %) erhöht. Das Verhältnis von Frauen zu Männern verschiebt sich daher von 24,9 % Männer und 75,1 % Frauen im Jahr 2005 auf 34,0 % Männer und 66,0 % Frauen im Jahr Hier wirken die hohen Geburtenzahlen der Jahre 1935 bis 1940 nach, pro Jahr wurden in diesem Zeitraum ca Männer und Frauen geboren. 28

29 Tabelle 6: Männer und Frauen in Essen im Vergleich 2005, 2010, 2015 und 2020 Bevölkerung 1 Bevölkerung 1 Altersgruppe Männer Frauen gesamt Männer Frauen davon ins- davon im Alter von... Jahren absolut Prozent am unter ,2 48,8 unter ,8 49,2 3 bis ,5 48,5 6 bis ,3 48,7 18 bis ,8 50,2 18 bis ,4 49,6 45 bis ,0 51,0 65 und älter ,9 61,1 65 bis ,4 56,6 80 und mehr ,9 75, ,7 52,3 am unter ,0 49,0 unter ,3 49,7 3 bis ,4 49,6 6 bis ,2 48,8 18 bis ,8 50,2 18 bis ,4 49,6 45 bis ,0 51,0 65 und älter ,4 59,6 65 bis ,4 55,6 80 und mehr ,5 70, ,9 52,1 am unter ,9 49,1 unter ,3 49,7 3 bis ,4 49,6 6 bis ,1 48,9 18 bis ,8 50,2 18 bis ,4 49,6 45 bis ,0 51,0 65 und älter ,9 59,1 65 bis ,1 55,9 80 und mehr ,4 67, ,0 52,0 am unter ,5 49,5 unter ,3 49,7 3 bis ,4 49,6 6 bis ,6 49,4 18 bis ,8 50,2 18 bis ,4 49,6 45 bis ,0 51,0 65 und älter ,2 58,8 65 bis ,3 55,7 80 und mehr ,0 66, ,0 52,0 1) am Ort der Hauptwohnung 29

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