DIE INFORMATIKZEITSCHRIFT FÜR MÜNCHEN UND OBERBAYERN

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1 DIE INFORMATIKZEITSCHRIFT FÜR MÜNCHEN UND OBERBAYERN Ausgabe 3/2014 Juni/ Juli 2014 w w w. i t - s z e n e. d e Bayerische Landeshauptstadt bietet IT-Dienstleistungen via Internet an Münchner Consultinghaus auf der Suche nach Mobile-IT-Profis Im Münchner Umland siedeln sich immer mehr Distributoren für IT-Sicherheit an

2 n e r T web & mobile DEVELOPER präsentieren: ds u s ö L n nge Kn o Ho w w Unsere Leser spar en 149, mit Code DWX14its Juli 2014 NCC Ost, Nürnberg DDC.NET Developer Conference MDC 3-Tages-Konferenz Mobile Developer Conference 250 Vorträge 40 Thementracks Networking auf Abendveranstaltungen Top-Referenten über 150 Experten aus den Themenbereichen Web-, Mobile- und.net-entwicklung developer-week.de Aussteller & Sponsoren: WDC Web Developer Conference 10 parallele Workshops am 17. Juli 2014 Ganztägig Vertiefend Fachausstellung mehr als 40 Partner präsentieren sich in der begleitenden Fachausstellung vom Juli 2014 DeveloperWeek

3 Juni / Juli Jahrgang Heft 3 ISSN Jobs Events Consultinghaus in München auf der Suche nach Internet-Profis 02 Mobility-Studie: Nachwuchskräfte wissen, was sie wollen 04 Business Excellence Day Münchner Personalkongress IT 2014: Neue Arbeitswelten in einer digitalisierten Gesellschaft 22 Hochschule Großes Engagement für Start-Ups 26 Bayerische Akademie der Wissenschaften: TUM-Professor Manfred Broy wurde zum neuen Mitglied gewählt 06 Münchner Kreis präsentierte erfolgreiche Strategien Technologieunternehmen brauchen Wachstums-DNA 08 Veranstaltungen und Arbeitskreise GI/GChACM-Regionalgruppe München 15 Trends Standort Deutsche Security-Produkte Garant für saubere IT-Lösungen 23 Landeshauptstadt München nimmt Fahrt auf: Moderne Dienstleistungen werden via Internet angeboten 10 Münchener Sicherheitsunternehmen zieht Bilanz 12 Titelfoto: Maksim Kabakou - Fotolia.com Rubriken Marktplatz 07 Impressum 28 Vorschau 29 Termine 29

4 Jobs Consultinghaus in München auf der Suche nach Internet-Profis Nicht nur bei Capgemini sind Internet-Jobs heiß begehrt. Die Aufgaben rund um die mobile Technik locken zunehmend junge Consultants an. Wenn bei einer Ausschreibung das Thema Mobile enthalten ist, ist die Anzahl der Bewerbungen doppelt so hoch wie sonst, erklärt Christina Gräßel, Leiterin Recruiting und HR-Marketing bei Capgemini, Application Services. Das sei der Beweis, wie groß das Interesse jüngerer, aber auch erfahrener IT-Profis an Jobs in der Internet-Welt sei. Zurzeit sucht der Unternehmensbereich für alle Christina Gräßel Leiterin Recruiting und HR-Management, Capgemini, Application Services: Beim Thema Mobile sind die Bewerbungen doppelt so hoch wie sonst. Sektoren rund 300 Mitarbeiter, von denen zwei Drittel von der Hochschule kommen sollen. Gräßel: Im mobilen Umfeld suchen wir zurzeit vor allem Web-Solution-Berater. Von ihnen würde unter anderem Verständnis für die Architektur einschließlich mobiler Architekturen erwartet. Das große Interesse an Jobs im mobilen Umfeld kann Sebastian Peters, seit zwei Jahren Berater bei dem IT-Unternehmen, nur bestätigen: Kein Wunder, hier warten spannende Jobs auf die Spezialisten. Ein weiterer Grund für das Interesse: Das Internet begleite seine Generation schließlich bereits seit vielen Jahren. Gefragte Web-Themen wie CMS, Portale und Frontend-Technologien wie Flex, Silverlight, html 5 und Web Security würden an den Hochschulen zwar eher vernachlässigt, da aber eine herstellerspezifische Technologie zum Ende des Studiums schon wieder überholt sein könne, mache es Sinn, dass die Hochschulen eher auf eine solide Grundausbildung setzten. Wie viele Programmiersprachen der Kollege kennt, sei für ihn daher weniger wichtig als vielmehr Offenheit, die Bereitschaft zuzuhören und sich schnell in neue Technologien einzuarbeiten. Absolventen kämen dann eher durch Praktika, eigene Webseiten oder gar Start-ups in Berührung mit den schnelllebigen Web-Technologien. Der Berater hat sich direkt nach dem Master-Studium für Capgemini entschieden. Peters arbeitet vor allem in der Automobil-Branche und hier im Sektor Mobile Solutions für einen deutschen Hersteller. Erste Erfahrungen im Mobile-Sektor hatte er bei Capgemini bereits als Werkstudent gemacht. Peters: Für mich ging mit dieser Spezialisierung nun ein großer Wunsch in Erfüllung. Bei seinen Projekten geht es beispielsweise um Mobile Security: Apps verarbeiten mittlerweile immer sensiblere Daten. Es ist sehr wichtig, die darin enthaltenen Daten sicher zu übertragen, sagt er. Zuletzt hat sich Peters in seinem Projekt mit Zusatzdiensten für Carsharing-Autos beschäftigt, beispielsweise mit der Einbindung einer Mitfahrzentrale sowie die Anbindung an ein soziales Netzwerk im Carsharing-Auto. So würden Hunderte von Autos auf die Viertel in einer Großstadt verteilt, die der Kunde mit seinem Smartphone orten und buchen kann. Laut Peters hätten mobile Web-Lösungen in diesem Bereich ganz neue Geschäftsmodelle erschlossen. Der Berater, der im Studium eher generalistisch aufgestellt war, hat in den vergangenen beiden Jahren viel Praxiswissen, wie Architektur Know-how oder Android-Programmierkenntnisse, bei Capgemini erhalten. Für ihn ist es entscheidend, sich weiterzubilden und permanent am Ball zu bleiben. Peters: Neben 2 IT-Szene München

5 Jobs den spannenden Projekten sind es vor allem die erfahrenen Kollegen, die mich gerne zur Arbeit gehen lassen. Da lerne ich immer noch jeden Tag dazu. Johannes Eiseler, ebenfalls Berater bei Capgemini, stimmt seinem Kollegen zu: Das Internet ist in der Tat unser Beruf. Im Gegensatz zu seinem jungen Kollegen ist er seit 20 Jahren in der Consulting-Branche und mittlerweile als Projektleiter in dem Sektor Mobile tätig: Ich habe die Technologie von Anfang an verfolgt, endlich sind die Geräte so leistungsfähig, dass es richtig spannend wird. Eines der Projekte, an denen Eiseler mitarbeitet, beschäftigt sich mit dem Einsatz von Augmented Reality. Wir haben es hier mit einer Technik zu tun, die bereits für Einsteiger sehr greifbar und faszinierend ist, betont der Berater. Anders als Mobile komme Augmented Reality allerdings aus der Produktumgebung und gehe jetzt erst Richtung Consumer. Er nennt als Beispiel das virtuelle Sofa eines Möbelhändlers. Hier könne der Kunde schon vor dem Kauf prüfen, ob es zu den restlichen Einrichtungsgegenständen passe. Eiseler: Wir arbeiten zurzeit im Auftrag eines großen deutschen Herstellers an etwas, das es so auf der Welt noch nicht gibt. Die App werde Autofahrern und Werkstattkunden das Leben deutlich leichter machen. Er ist überzeugt, dass die Mensch-Maschine-Kommunikation noch am Anfang steht. Im Prinzip sind Maus und Tastatur nur Übergangslösungen, wir arbeiten jetzt an der nächsten Stufe der Kommunikation mit Maschinen, aber so, dass sie uns verstehen und nicht andersherum, erklärt der Consultant. Wer diese Entwicklungen mitgestalten will und gerne mit Menschen arbeitet, ist seiner Meinung nach bei einem Beratungshaus gut aufgehoben. Laut Capgemini-HR-Expertin Gräßel spielen Jobs im Webumfeld sowohl in den Sektoren Telecom und Medien als auch Automobilindustrie per se eine große Rolle. Hier würde Capgemini vorwiegend Spezialisten suchen, die im mobilen Umfeld bereits über praktische Erfahrung verfügen. Dass die Hochschulabsolventen dies meist noch nicht vorweisen könnten, läge auf der Hand. Sie kämen eher als Generalisten zu dem Beratungsunternehmen. Für uns ist das vollkommen in Ordnung, denn die Weiterentwicklung der Newcomer nehmen wir am liebsten selbst in die Hand, betont sie. Link Staatlich anerkannte Berufsfachschule Bewegungs- & Gesundheitspädagogik Gymnastik Tanz Musik Sport Fitness Wellness Gesundheit Prävention Rehabilitation Tizianstraße 106a München Tel IT-Szene München

6 Jobs Mobility-Studie: Nachwuchskräfte wissen, was sie wollen Die neue Generation an Arbeitnehmern möchte nicht nur mobil arbeiten, sondern auch bei der Auswahl der Mobilgeräte mitbestimmen dürfen. Diese Erwartungen werden von den Unternehmen derzeit aber nur zum Teil erfüllt. Wilfried Gschneidinger CEO von IFS Europe Central in Erlangen: Die nächste Generation an jungen Mitarbeitern bringt hohe Erwartungen an das Thema Mobilität mit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Vergleichsstudie des weltweit agierenden Anbieters von ERP-Lösungen IFS, Erlangen. Das Unternehmen ging der Frage Welche Erwartungen haben kommende Führungskräfte an das Thema Mobility und inwieweit werden die Unternehmen diesen Ansprüchen gerecht? im Rahmen einer zweistufigen Umfrage nach. Zum einen wurden mehr als 150 Interviews mit Studenten an Business Schools und Universitäten durchgeführt, zum anderen etwa ebenso viele Führungskräfte aus deutschen Unternehmen aller Größen und Branchen befragt. Über IFS IFS (http://www.ifsworld.com/de/about-ifs/) ist ein führender Anbieter von Business-Software (http://www.ifsworld.com/de/solutions/) für Unternehmen mit hohen Ansprüchen an Effizienz und Flexibilität. Mit der umfassenden Branchenexpertise (http://www.ifsworld.com/de/industries/) von IFS können Unternehmen ihre Produktivität in den Kernbereichen Enterprise Resource Planning (ERP), Enterprise Asset Management (AEM) und Enterprise Service Management (ESM) weiter steigern. IFS wurde 1983 gegründet, ist börsennotiert (XSTO: IFS) und hat über 2600 Mitarbeiter. Seine weltweit mehr als 2200 Kunden unterstützt IFS mit lokalen Niederlassungen und Partnern in über 60 Ländern. IFS ist im deutschsprachigen Raum mit IFS Deutschland in Erlangen und Niederlassungen in Dortmund, Mannheim und Neuss sowie der IFS Schweiz in Zürich mit insgesamt rund 200 Mitarbeitern vertreten. Zu den etwa 280 namhaften Kunden von IFS zählen Biella, BMW, Doppelmayr, FEV, Franke, Hama, Huber SE, Huf Hülsbeck & Fürst, K2 Ski Sport + Mode, Kendrion, LPKF, maxon motor, Samson, Siemens, V-ZUG und Völkl Sports. Die wichtigsten Ergebnisse Der erste Teil der Umfrage zeigt, dass die große Mehrheit der Nachwuchskräfte (92 Prozent) privat bereits eines oder mehrere Mobilgeräte nutzt. Die meisten der Newcomer möchten später im Berufsleben nicht nur ebenfalls mit Smartphones, Tablets und Notebooks arbeiten, sondern auch mitbestimmen, welche Geräte konkret sie dabei nutzen. Sollte der künftige Arbeitgeber mobile Devices zur Verfügung stellen, ist für die große Mehrheit (82 Prozent) ein Mitspracherecht bei der Auswahl wichtig. Der zweite Teil der Umfrage zeigt, dass die Unternehmen diese Erwartungen derzeit nur teilweise erfüllen. Zwar gaben 88 Prozent der befragten Führungskräfte an, von ihrem Arbeitgeber mit Mobilgeräten versorgt zu werden; was das Mitspracherecht angeht, hinkt 4 IT-Szene München

7 Jobs die Realität aber den Ansprüchen der Nachwuchskräfte hinterher. So gaben 59 Prozent der befragten Führungskräfte an, dass bei der Auswahl der gestellten Mobilgeräte ihre Wünsche berücksichtigt wurden, bei den verbleibenden 41 Prozent war dies leider nicht der Fall. Bei der Frage an die Führungskräfte, was ihrer Meinung nach im Zusammenhang mit dem Thema Mobility unverzichtbar ist, lag die Antwort Zugriff auf Unternehmens-Anwendungen mit 74 Prozent auf Platz eins. Für die Unternehmen ist es also zwingend notwendig, ihre derzeitigen und künftigen Verantwortlichen mit den nötigen Tools in Form von mobilen Business-Software-Apps auszustatten. Die nächste Generation an jungen Mitarbeitern bringt hohe Erwartungen an das Thema Mobility mit, sagt Wilfried Gschneidinger, CEO von IFS Europe Central in Erlangen. Das unterstreicht die hohe Bedeutung von Mobility als wichtigen Bestandteil im IT-Mix der Unter- nehmen. Sie ermöglicht nicht nur flexiblere und effizientere Arbeitsweisen, sondern kann ein Unternehmen auch als modernen Arbeitgeber positionieren, der für Nachwuchskräfte attraktiv ist. IFS unterstützt eigenen Angaben zufolge seine Kunden dabei bereits heute mit sicheren und sehr innovativen mobilen Lösungen für agilere Prozesse. Link AAAtmosphäre. Jobs mit Anspruch. Atmosphäre. Aussicht. Die adesso AG ist einer der führenden IT Dienstleister im deutschsprachigen Raum und hat die Mission, Kerngeschäftsprozesse beim Kunden durch gezielten Einsatz moderner IT zu optimieren. Um unseren Kunden aus der Industrie- und Versicherungsbranche weiterhin die bestmöglichen IT-Dienstleistungen anbieten zu können, möchten wir unseren Standort München weiter ausbauen und Sie für unser Team gewinnen! Verstärken Sie unser Münchener Büro beispielsweise als Software Engineer oder Senior Software Engineer mit dem Schwerpunkt Java (m/w) und arbeiten Sie in spannenden Projekten bei unseren großen Kunden vor Ort! Bei adesso erwarten Sie anspruchsvolle IT-Projekte, tolle Kollegen und ein von Respekt geprägtes Arbeitsklima. Besuchen Sie uns auf unserem Stellenportal und lernen Sie adesso und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in unserem Münchener Büro kennen! adesso AG // Olivia Slotta IT-Szene München T // 5

8 Hochschule Bayerische Akademie der Wissenschaften: TUM-Professor Manfred Broy wurde zum neuen Mitglied gewählt Das Plenum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat zwölf neue Mitglieder in die Akademie aufgenommen darunter Informatikprofessor Manfred Broy. Er wurde aufgrund seiner wissenschaftlichen Leistungen in die Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse berufen. Manfred Broy ist seit 1989 Inhaber des Lehrstuhls für Software and Systems Engineering an der Fakultät für Informatik der TU München. Er forscht auf dem Gebiet der Modellierung und Entwicklung komplexer softwareintensiver Systeme. Präzise Anforderungsermittlung und -spezifikation wohldurchdachter Prozesse, langlebige flexible Softwarearchitekturen und moderne Werkzeuge auf Prof. Dr. Manfred Broy Lehrstuhlinhaber und Professor an der Technischen Universität München Basis mathematischer sowie logischer Methoden gehören zu den Forschungsfeldern. Das Ziel: Die Weiterentwicklung der Methoden des Software & Systems Engineering in Hinblick auf Qualitätssicherung und langfristiger Systemevolution. Professor Manfred Broy trägt maßgeblich dazu bei, Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtun- gen in der Software-Entwicklung besser zu vernetzen. So ist er einer der wissenschaftlichen Leiter des Forschungs- und Transfer-Instituts für Software-intensive Systeme (fortiss), das insbesondere die bayerische Wirtschaft bei der Software-Entwicklung unterstützt. Für seine Leistungen wurde er mehrfach ausgezeichnet Manfred Broy erhielt bereits 1994 die höchste deutsche Wissenschaftsauszeichnung den Leibniz-Preis. Die Universität Passau verlieh ihm 2003 die Ehrendoktorwürde wurde ihm die Konrad-Zuse-Medaille überreicht, die höchste Auszeichnung für Informatik im deutschsprachigen Raum. Manfred Broy ist Mitglied in der Europäischen Akademie der Wissenschaften, in der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und im Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften e. V. acatech. Außerdem wurde er zum Max Planck Fellow und zum Fellow der Gesellschaft für Informatik ernannt. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, des Bayerischen Staatspreises für Unterricht und Kultus sowie des Bayerischen Maximiliansordens. Link 6 IT-Szene München

9 Rente Pflege Berufsunfähigkeit Betriebs-, Produktund Vermögensschäden Marktplatz EINFACH GUT ABGESICHERT! Kanzlei Dr. Rehbock Dr. Klaus Rehbock Rechtsanwalt, Diplom-Ökonom Arbeitsrecht Bankrecht Guido Gaudlitz Rechtsanwalt Simone Mager Rechtsanwältin Gabriele-Münter-Str Germering IT- und Urheberrecht Forderungsmanagement Handels- und Gesellschaftsrecht Immobilienrecht Medien- und Presserecht Medizinrecht Sportrecht Verwaltungsrecht Telefon: 089 / Telefax: 089 /

10 Hochschule MÜNCHNER KREIS PRÄSENTIERTE ERFOLGREICHE STRATEGIEN Technologieunternehmen brauchen Wachstums-DNA Der MÜNCHNER KREIS stellte im Center for Digital Technology und Management (CDTM) erfolgreiche Internationalisierungsstrategien deutscher IT- und Softwareunternehmen vor. Besonders digitale Produkte und Dienste sind auf Skalierbarkeit und auf planvolle Ausweitung der Märkte angewiesen. Das Risikokapital spielt eine zentrale Rolle bei der Expansion über die Grenzen der Komfort-Zone hinaus. Experten plädieren aber auch für die Tugenden ausprobieren, neu erfinden, und groß denken. Die strukturellen Herausforderungen für den Standort Deutschland sind oft Professor Thomas Hess Dozent an der Ludwig-Maximilians-Universität: Es ist ratsam, im Angebotsportfolio den Fokus auf die Kernkompetenzen der eigenen Produkte zu legen. geringer als befürchtet. Marktführerschaft ist auch Mentalitätssache. Warum haben wir in Deutschland so wenige, global erfolgreiche IT- und Softwareunternehmen? Diese für den deutschen Wirtschaftsstandort so wichtige Frage griff der MÜNCHNER KREIS am 25. März im Rahmen eines Networking-Abends in den Räumen des Center for Digital Technology and Management das Center for Digital Technology & Management (CDTM) ist eine gemein- same wissenschaftliche Einrichtung der beiden Münchner Universitäten Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und Technische Universität München (TUM) in der bayerischen Hauptstadt auf. Vor rund 200 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik stellten Professor Thomas Hess und Professor Arnold Picot von der Ludwig-Maximilians-Universität München einige wesentliche Ergebnisse des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes Deutsche Software-Champions (DESC) vor. Hess appellierte an die Eigenverantwortung deutscher Unternehmer: Die viel diskutierte Verbesserung von Rahmenbedingungen am Standort Deutschland reicht allein nicht aus. Gefordert sind Motivation, Flexibilität und Agilität. Die heimische Technologie- und Digitalwirtschaft konzentriere sich mit ihren Produkten und Diensten zu häufig allein auf die Märkte des deutschen Sprachraums und internationalisiere eher opportunitätsgetrieben. Dabei bringen deutsches Know-how und der heimische Standort eine Reihe von Wettbewerbsvorteilen mit sich, so Professor Michael Dowling, Vorstandsvorsitzender des MÜNCHNER KREIS. Insbesondere im Vergleich mit amerikanischen Erfolgsbeispielen fehle es hier oft an der Vernetzung der beteiligten Player. Daher stellten die Mitglieder der Arbeitsgruppe Smart Money ihre Ideen für eine verbesserte Vernetzung von Wachstumsunternehmen, Kapitalgebern und größeren Unternehmen vor. Die Vorschläge der Experten reichten von themenbezogenen Networking-Abenden bis hin zu einer Online-Plattform und Wachstumsbörse. Es geht nicht nur darum, Kapital zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist auch der Transfer von Wissen und Erfahrung um erfolgreiche Internationalisierungsstrategien, von denen insbesondere Unternehmen in der Wachstumsphase profitieren können, so Andreas Buchner, Vorstand der Communicatio AG. Einen Blick in die Praxis gewährten Vertreter junger Unternehmen der 8 IT-Szene München

11 Hochschule Über den MÜNCHNER KREIS Der MÜNCHNER KREIS ist eine gemeinnützige übernationale Vereinigung für Kommunikationsforschung. An der Nahtstelle von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien befasst er sich mit Fragen der Technologie, der Gesellschaft, der Ökonomie und der Regulierung im Bereich von Informations- und Kommunikationstechniken sowie der Medien. Er begleitet und fördert die Entwicklung der Informationsgesellschaft in verantwortungsvoller Weise, und wirkt an der Verbesserung der Rahmenbedingungen durch wissenschaftlich qualifizierte Beiträge und sachlichen Dialog konstruktiv mit. Informations- und Telekommunikationsbranchen, indem sie ihre Erfolgsgeschichten vorstellten. Rainer Koppitz, CEO der NFON AG, zeigte einige wichtige Erfolgsfaktoren für die internationale Expansion seines Unternehmens auf, das als Anbieter von Komplettlösungen für Geschäftskommunikation aus der Cloud europaweit wächst: Eine große Herausforderung liegt darin, Unternehmensstrukturen und Umsätze gleichzeitig erwachsen werden zu lassen. Die Fähigkeit zur schnellen Entscheidungsfindung, der Mut und die Flexibilität sollten aber auf keinen Fall auf der Strecke bleiben. Diese Start-up- Tugenden helfen sehr dabei, die Turbulenzen der Märkte abzupuffern und zum eigenen Vorteil zu nutzen. Beim Online-Spieleanbieter Mega Zebra aus München sieht man das ähnlich. Mitgründer Henning Kosmack erklärte: Wir waren von Beginn an gezwungen, so schnell wie möglich im Ausland zu wachsen. Spiele sind mittlerweile weltweit ein Massenmarkt, darum ist eine breite Nutzerbasis essenziell. Da unsere Konkurrenz in erster Linie aus dem anglo-amerikanischen Raum kam, konnten wir uns international schnell mit Vielsprachigkeit und Fokus auf Innovation einen Namen machen. Auch Philipp Roesch-Schlanderer, Geschäftsführer der egym GmbH, München, lernte als Gründer schnell, worauf es bei planvollem Wachstum ankommt: Es ist nicht großartig, seine Ziele überzuerfüllen. Es ist großartig, seine Ziele zu erreichen. Als Anbieter von Smart Gym Equipment und Customer-Relationship- Managementsystemen für die Fitnessindustrie konnte die egym GmbH innerhalb der ersten anderthalb Jahre ihres Bestehens rund 200 Fitness- Studios zu einer klaren Differenzierung vom Wettbewerb verhelfen. Produkte und Dienste müssen seiner Meinung nach vor allem einfach und benutzerfreundlich sein. Sobald das Angebot erklärungsbedürftig ist, müssen Unternehmen verstärkt international teure Kompetenz aufbauen, so Hess. Außerdem sei es ratsam, im Angebotsportfolio den Fokus auf die Kernkompetenzen der eigenen Produkte zu legen und auf das Angebot ergänzender und oftmals kostspieliger Dienstleistungen weitgehend zu verzichten, beziehungsweise diese auszulagern. Allerdings unterscheiden sich Internationalisierungspfade für die vertikalen Business-to-Business-Märkte grundsätzlich von denen im Konsumentenbereich. So erfordern erfolgreiche Consumer-Angebote möglichst rasche internationale Markteinführungen von eher generischen Diensten. Es empfehlen sich hier die Nutzung bestehender Plattformen sowie Kooperationen mit anderen Marktteilnehmern sowie möglichst benutzerfreundliche Produktauslegungen. In der Unternehmensorganisation ist auf flexible Strukturen und auf die Beschäftigung internationaler Mitarbeiter sowie auf offene Kollaboration auch mit externen Partnern zu achten, so das DESC-Projektteam. Im Geschäftskundenbereich stellt dagegen die Strategie der vertikalen Tiefe, also die Konzentration auf die Expertise in ausgesuchten Marktnischen, von denen aus dann eine Internationalisierung verfolgt wird, einen wichtigen Aspekt dar. Angesichts der sich beschleunigenden Digitalisierung, die alle Bereiche von Technik, Wirtschaft und Gesellschaft ergreift, hängt die Weltmarktposition deutscher Unternehmen stark davon ab, wie konsequent man die Chancen der extrem dynamischen, digitalen Märkte nutzt und dabei die eigene Erfolgsstrategie verfolgt, resümierte Dowling. Links IT-Szene München

12 Standort Landeshauptstadt München nimmt Fahrt auf: Moderne Dienstleistungen werden via Internet angeboten Die Einführung von E- und Open-Government hat sich in den letzten Jahren zu einem Indikator für eine moderne Stadtverwaltung entwickelt. Wie die Fahrt in Richtung offene Verwaltung aussieht, erklärt Projektleiter Wolfgang Glock. Viele Kommunen beschäftigen sich mit der Frage, wie sie ihren Bürgern neue elektronische Zugangswege zur öffentlichen Verwaltung und elektronische Dienste über das Internet (E-Government) ermöglichen können. Auch werden vielerorts Wege ermittelt, wie die Transparenz im Verwaltungshandeln erhöht und die Mitwirkung der Bürger an der politischen Willensbildung gefördert werden kön- Wolfgang Glock Landeshauptstadt München IT-Strategie und IT-Sicherheit, Projektleiter E- und Open-Government Projekt: Unser Ziel ist der zügige Ausbau des Online-Angebots an Verwaltungsdienstleistungen. nen (Open-Government). Einen erneuten Anstoß erhielt das Thema durch das im Juli 2013 beschlossene E-Government-Gesetz (EGovG), das den Weg für Online-Verwaltungsdienste auch für Länder und Kommunen ebnet. Die Umsetzung auf Länderebene wird derzeit vorbereitet. Die Verwaltung durch E-Government zu öffnen, moderne Dienstleistungen zeitgemäß über das Internet anzubieten und entsprechende gesetzliche Vorgaben wirksam für die kommunale Verwaltung umzusetzen, sind für die Landeshauptstadt München (LHM) IT-strategische Schwerpunkte in den folgenden Jahren. München beteiligt sich an der E- und Open-Government- Diskussion bereits seit einigen Jahren und baut sukzessive das Online-Angebot der städtischen Verwaltung aus. Als einer der Pioniere auf dem Gebiet bot die Landeshauptstadt mit dem Online-Wunschkennzeichen bereits 1998 einen echten E-Government- Service. Auch das Thema Open-Government wurde bereits 2011 mit dem Projekt MOGDy (Munich Open Government Day) erfolgreich praktisch umgesetzt. Ein Jahr später wurde die Initiative München Mitdenken von der Stadt ins Leben gerufen, bei der Bürgerinnen und Bürger online Einfluss auf das Stadtentwicklungskonzept nehmen können. Im Mai 2013 wurde zur Umsetzung einer E-Government-Strategie und -Roadmap ein Projekt zu E- und Open-Government auf den Weg gebracht, das bereits einige der Themen aus dem E-Government-Gesetz aktuell verwirklicht. Zum einen sollen damit E- und Open-Government nachhaltig in der LHM verankert werden, zum anderen schnell erste Ergebnisse präsentiert werden, von denen die Münchner Bürger sowie die Verwaltung profitieren. Wir wollen die Hemmschwelle senken, damit die Menschen besser mit der Stadt interagieren können, erklärt Peter Onderscheka, Leiter des Geschäftsbereichs IT-Strategie & IT-Sicherheit des STRAC (Hauptabteilung IT-Strategie, IT-Steuerung & IT-Controlling im Direktorium). Die Münchner Stadtverwaltung hat bereits in vergangenen Vorhaben wie der Einführung von LiMux und der Umorganisation der IT im Rahmen von MIT-KonkreT bewiesen, dass sie große IT-Projekte bewältigen kann. Nun müssen zudem gesellschaftsrelevante Faktoren adressiert werden sowie die nötige Akzeptanz für Online-Dienste geschaffen werden. Als bestes Argument für die Nutzung dienen die vielen Vorteile von E-Government, etwa dass Anträge schnell und unabhängig von Öffnungszeiten bequem per Internet gestellt werden können. 10 IT-Szene München

13 Standort Mit erweiterten, modernen Basisdiensten zur sicheren Kommunikation D -Dienste und IT-Infrastruktur zur -Verschlüsselung zwischen anderen öffentlichen Stellen, aber auch mit den Bürgern, lassen sich Informationen einfach, sicher und schnell austauschen. So kann der konventionelle Postweg schrittweise ersetzt werden. Dass die Nachfrage nach Online-Services heute bereits groß ist, zeigen die Benutzerzahlen des bereits bestehenden Online-Angebots der Landeshauptstadt. Derzeit werden täglich durchschnittlich ca Suchanfragen nach Angeboten der Münchner Verwaltung registriert. Dazu steht als zentraler Einstieg zu den vielen bereits existierenden elektronischen Angeboten im Bürgerportal Münchens der so genannte Dienstleistungsfinder bereit. Die zugrundeliegenden Informationen zu Verwaltungsleistungen sind dort orientiert an den Fragen und Lebenslagen der Bürger an die Kommunalverwaltung. Eine zentrale Ergänzung zum bestehenden Angebot bildet das neue Online-Service-Portal (Link de/online-services), das im Oktober 2013 als eines der ersten Umsetzungsergebnisse im Internet online ging. Das Online-Service-Portal wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem E-/Open-Government-Projekt, dem Eigenbetrieb für Informations- und Telekommunikationstechnik der Stadt München der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) und den Fachdienststellen entwickelt. Es ermöglicht den Münchnern, Anträge an die Stadtverwaltung online zu erfassen und direkt zur weiteren Bearbeitung an die zuständigen Stellen zu übermitteln. Ein eigenes Bürgerkonto, das auch die Nutzung des neuen Personalausweises ermöglicht, bietet einen persönlichen, zugangsgeschützten Bereich. Die hinterlegten Daten erleichtern die Nutzung der verschiedenen Dienste. Mit dem optionalen Identitätsnachweis über den neuen Personalausweis kann die Notwendigkeit der persönlichen Unterschrift oder persönlichen Erscheinens, soweit rechtlich erlaubt, sukzessive entfallen. Ein persönlicher Postkorb informiert über bisherige Aktivitäten und unterstützt in Zukunft die sichere Kommunikation. Neue Online-Dienste sind beispielsweise der Stellen-Newsletter der LHM, die elektronische Bestell- und Bezahlmöglichkeit für den Familienpass und den Ferienpass sowie die Möglichkeit, verschiedenste Formulare für Anträge an die Stadt München elektronisch zu erfassen und zu übermitteln. Als weiteres wichtiges Thema sorgt München mit Angeboten zu Open-Government für mehr Transparenz und baut eine offene Plattform auf, die strukturiert öffentlich zugängliche Daten aus der Verwaltung bereitstellt. Über die auf der Open-Government- Plattform vorhandenen Such-, Analyse- und Visualisierungsmöglichkeiten, aber auch über darauf aufsetzende Entwicklungen der IT-Community, sollen den Münchnern interessante Informationen bereitgestellt und der Wirtschaft bessere Entscheidungsgrundlagen gegeben werden. Das Engagement von Bürgern, Unternehmen und Interessengruppen ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg von Open-Government. Um die Aktivitäten dieser Community zu fördern, sollen im weiteren Verlauf moderne Werkzeuge für Kommunikation, Publikation und E-Parti- Isabel Dörfler Projektkommunikation E- und Open-Government-Projekt Die Bürger über das Online-Angebot der Stadt zu informieren, ist eine zentrale Aufgabe. zipation angeboten werden. Unser mittelfristiges Ziel ist es, in der zweiten Stufe des Projekts noch mehr Dienste in das Online-Portfolio mitaufzunehmen, die bisher an Papier oder persönliches Erscheinen gebunden waren, so Wolfgang Glock, Projektleiter des E- und Open-Government-Projekts. Die fundierten Erfahrungen, die bei den bereits entwickelten Online-Diensten gemacht wurden, helfen der Stadt München dabei, in der Zukunft auch die Komplexität von Massendiensten bewältigen zu können. Links www. muenchen.de/online-services IT-Szene München

14 Standort Münchener Sicherheitsunternehmen zieht Bilanz Die Angriffe durch Cyberkriminelle nahmen im letzten Quartal 2013 zu. Gleichzeitig wurden sie insgesamt intensiver. Das Münchner Sicherheitsunternehmen Myra Security nahm 2013 unter die Lupe: Das vergangene Jahr ließ, neben einer Zunahme an DDoS-Attacken insgesamt, vor allem auch einen neuen Fokus dieser erkennen: Zunehmend richteten sich die Angriffe direkt auf die Anwendung, wobei sowohl die Intensität als auch die Dauer der gesamten Attacken weiter zunahmen. Der führende DDoS- Sascha Schumann Gründer und Geschäftsführer von Myra Security: Die Zahlen aus dem vergangenen Jahr zeigen, dass noch immer viele Unternehmen auf die notwendigen IT-Schutzmaßnahmen verzichten. Schutz-Anbieter Myra Security evaluiert die Fälle des letzten Jahres, um anhand der Ergebnisse die Funktionsweise und vor allem auch die Notwendigkeit von Schutzmechanismen für E-Commerce-Shops und App-Nutzer besser vorzustellen. So waren im vergangenen Jahr in Deutschland beispielsweise Attacken über 50 Gigabit pro Sekunde bereits keine Seltenheit mehr. DDoS-Attacken zielen vermehrt auf die Anwendung ab Die beobachteten Angriffe fallen mittlerweile wesentlich gezielter aus, als dies noch vor einigen Monaten der Fall war: Sie konzentrieren sich mittlerweile nicht mehr nur auf den Layer 3 und 4, sondern nehmen vermehrt auch den sogenannten Layer 7 als Hauptangriffsfläche. Die Angreifer attackieren mit einer großen Anzahl an Anfragen zum Beispiel das Suchfeld einer Website. Dieser Angriff löst eine Vielzahl von Suchanfragen aus, die den Webserver des Opfers über Gebühr belasten. Hier setzt der DDoS-Schutz von myracloud an und entscheidet während des Angriffs, ob die Anfrage zum Webserver gelangen darf oder nicht. Bei großen Angriffen bedarf es auch eines entsprechend umfassenden Schutzes, um diesen standzuhalten. Angriffe stiegen im letzten Quartal 2013 an Im Rückblick auf das vergangene Jahr fällt primär die Quantität der Attacken auf: Im letzten Quartal 2013 wurden mehr Angriffe als je zuvor verzeichnet, zudem erhöhten sich deren Volumen und Bandbreite.* Da mittlerweile auch immer mehr mobile Geräte über immer höhere Rechenleistungen verfügen und in leis- tungsfähigen Mobilfunknetzen hängen, läuft auch auf diesen vermehrt Schadsoftware unbemerkt im Hintergrund mit. Dank der ungebrochenen Beliebtheit mobiler Geräte und der konstanten Leistungssteigerung dieser, ist auch für dieses Jahr mit erhöhtem Aufkommen dieser Geräte als Angriffswerkzeug zu rechnen. Angreifer faken bei Angriffen den User-Agent, was die Identifizierung von Mobile-Bots leider erschwert. Dauer und Intensität der Attacken länger Die Intensität der Angriffe ist sehr groß und endet erst dann, wenn die Website offline ist oder der DDoS- Schutz greift. Sobald eine Attacke abgewehrt ist, zieht sich der Angreifer zurück und sammelt neue Informationen. Mit diesen nimmt er zielgerichtet auch in den nachfolgenden Tagen die Webseite erneut ins Visier. Die Zahlen aus dem vergangenen Jahr zeigen, dass noch immer viele Unternehmen auf notwendige Schutzmaßnahmen verzichten. Bestes Beispiel hierfür sind kritische Berichterstattungen in der Finanzbranche, die regelmäßig angegriffen werden und im Falle von 12 IT-Szene München

15 Standort Über Myra Security Myra Security steht mit myracloud für optimierten DDoS-Schutz und Geschwindigkeitsverbesserung für erfolgreiche, sichere und benutzerfreundliche E-Commerce-Aktivitäten. myracloud ist ein verteiltes Netzwerk, das transparent zwischen Browser und die Webserver der Kunden geschaltet ist. Es leitet Anfragen an Ihre Website auf dem schnellsten Wege weiter und verhindert Einbrüche und DDoS-Attacken. Besucher und Suchmaschinen freuen sich über Hochverfügbarkeit und schnell ausgelieferte Internetseiten. Für myracloud arbeiten Software-Entwickler, die an großen Teilen der Kern-Infrastruktur des Internets seit fast 20 Jahren mitwirken. Auf die Dienste von myracloud setzen neben der wallstreet:online AG auch weitere namhafte Unternehmen wie die Sixt AG, lieferando.de und die notebooksbilliger.de AG. Link wallstreet:online durch myracloud geschützt werden. Der Ursprung der Attacke lässt sich im Internet zwar oft nicht zurückverfolgen, aber das Muster nach dem vorgegangen wurde, ist typisch für einen beauftragten Angriff leider nicht selten in der Finanzbranche, erklärt DDoS-Abwehr-Experte Sascha Schumann, Geschäftsführer der Myra Security GmbH. Der Angriff auf wallstreet:online habe sich gezielt auf eine Quelle gerichtet. myracloud wehrte den Angriff ab, so dass die Angreifer ausgesperrt wurden und reguläre Nutzer weiterhin Zugriff auf die Website hatten. Die Angreifenden variierten daraufhin ihre Methode, was myracloud wiederum automatisch abwehrte. Christian Kolbinger, Leiter IT der wallstreet:online AG, ergänzt: Wir sind froh darüber, uns frühzeitig für eine umfassende IT-Sicherheitslösung entchieden zu haben, sodass durch den Angriff auftretende Störungen sofort eingedämmt wurden und Schäden somit erst gar nicht entstanden. Link https://myracloud.com/de/ddos-schutz/ * (englisch) (englisch) Prolexic Quarterly Global DDoS Attack Report 2013: IT-Szene München

16 Events Business Excellence Day 2014 Unternehmensprozesse und -rollen im Wandel Neue Technologien und eine extreme Marktdynamik führen zu immer komplexer werdenden Geschäftsprozessen. Viele Geschäftsleitungen fordern zudem die Kopplung von IT-Strategie und -Architektur mit den Unternehmensabläufen. Auf der Veranstaltung erfahren die Teilnehmer, wie die Fachabteilung und die IT gemeinsam Innovationen beschleunigen. Es werden Beispiele gezeigt für Business Excellence anhand von Benchmarkstudien. Experten diskutieren mit den Teilnehmern des Events über die prozessorientierte Fabrik sowie die Reifegradmessungen zur Qualität der eigenen IT-Systeme. Der Austausch über die Herausforderungen beim Outsourcing und in puncto Wissensmanagement in Service-Prozessen steht ebenfalls im Vordergrund. Die Teilnehmer können sich über effizientes Personal-Recruitment informieren und austauschen. Die Zielgruppen der Veranstaltung sind Vertreter der Geschäftsleitung, IT- und Prozess-Verantwortliche, F+E Vertreter, Betriebsleiter und last but not least Personalleiter. Die Vorteile dieser Fachausstellung sind sowohl Information als auch Networking. Business Excellence Day Donnerstag, 17. Juli 2014 von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr hbw Haus der Bayerischen Wirtschaft, Konferenzzentrum Max-Joseph-Straße 5, München Nähere Informationen sowie kostenfreie Anmeldung über 14 IT-Szene München

17 GI/GChACM-Regionalgruppe München Vorträge, Wissenstransfer und Kontaktpflege Die Gesellschaft für Informatik e.v. (GI) verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Dazu zählen auch fachliche Kommunikationsforen, vor allem Veranstaltung von Arbeitstreffen, Fachtagungen, Kongressen und Ausstellungen. Die Idee der Regionalgruppen wurde auch von der GI aufgenommen. So hat sich die Gesellschaft für Informatik 1987 in München der German Chapter of the ACM (GChACM)-Regionalgruppe angeschlossen, daraus entstand die GI/GChACM-Regionalgruppe. Ihr Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer der in der Informatik Tätigen innerhalb der Region zu fördern. Vortragsveranstaltungen mit einem breit gefächerten Themenangebot stellen regionale Informatikaktivitäten vor und persönliche Kontakte lassen sich knüpfen und pflegen. IT-Szene München stellt Veranstaltungen der GI/GChACM-Regionalgruppe München zusammen mit verschiedenen Arbeitskreisen vor. Links muenchen.gi-ev.de Inhaltsverzeichnis Vorträge/Abendveranstaltungen S. 16 Mobilität der Zukunft Chancen durch Telematik und Herausforderungen an die Informatik S. 16 Vermuten Sie noch oder lernen Sie schon? Umgang mit Unsicherheiten in der Produktentwicklung S. 16 Regionalgruppenprogramm 2014 S. 17 Planungen, Informationen und Themenvorschläge S. 17 Unsere Regionalgruppe in XING S. 18 Ansprechpartner Regionalgruppenteam S. 18 Arbeitskreise S Software Engineering Live S. 19 Java User Group München (JUGM) S. 19 Requirements S. 20 Enterprise Architecture Management (EAM) S. 20 JBoss User Group (JBUG) S. 21 Frauen und Informatik S. 21 Selbständige S. 21 IT-Szene München

18 GI/GChACM-Regionalgruppe München Abendveranstaltungen Kurzer Bericht über den Vortrag im Mai: Mobilität der Zukunft Chancen durch Telematik und Herausforderungen an die Informatik von Hanno Schellenberg und Johannes Kreckel, NTT DATA Deutschland Emergency-Call, Automotive Apps, Verkehrsflusssteuerung oder Mobilitätsdienste im Zusammenhang mit dem vernetzten Fahrzeug, bieten ein großes Potential für die Mobilität und ergänzende Dienstleistungen. Diese ergeben sich unter anderem aus der Notwendigkeit Mobilität zu ökologisch und ökonomisch akzeptablen Bedingungen sicherzustellen, als auch die große Nachfrage nach Dienstleistungen um die Mobilität herum in Verbindung mit einem veränderten Kundenverhalten. An Beispielen aus der Öffentlichen Hand, Automobilindustrie und Finanzdienstleister werden Szenarien dargestellt, welche Lösungen denkbar sind, und was sich daraus für die Informatik ableitet. Dabei werden aktuelle Themen wie Big Data, Machine-2-Machine Kopplung als auch als datenschutz-rechtliche Rahmenbedingungen im Kontext neuer Verkehrskonzepte wie e-mobility oder Car-Sharing diskutiert Vermuten Sie noch oder lernen Sie schon? Umgang mit Unsicherheiten in der Produktentwicklung Gerhard Müller und Bernhard Tausch, TNG Technology Consulting GmbH Existierende Märkte ändern sich immer schneller, der Innovationsdruck auf etablierte Unternehmen wird zunehmend größer, insbesondere durch die Digitalisierung. Dadurch werden Unternehmen, die zu einseitig auf existierende Kernprodukte fokussiert sind, in die Defensive gedrängt. Teilweise agieren und reagieren Konzerne langsam, mit potentiell fatalen Folgen. Es werden Strategien, Werkzeuge und Beispiele aufgezeigt, mit denen die Chancen steigen, Märkte und Kunden nicht aus den Augen zu verlieren. Datenuntermauerte Hypothesen und faktenbasierte Entscheidungen können dabei helfen, neue Geschäftsmodelle schnell und kostengünstig evaluieren. Einfache Experimente erlauben es, nur die Features zu entwickeln, die nachgewiesener Weise einen Nutzen für Kunden haben. Bereits jetzt notieren! 16 IT-Szene München

19 GI/GChACM-Regionalgruppe München Regionalgruppen München GI und GChACM e.v. Der letzte Abschnitt der Vortragssaison 2013/14 wird mit dieser Ausgabe der IT-Szene München eingeläutet. Wir hoffen Ihnen auch im Juni/Juli noch interessante Vortragsthemen bieten zu können, bevor wir uns (großteils) Ende Juli in die Ferien verabschieden. Aber wie schon an anderer Stelle geschrieben am Ende der Saison ist vor der Saison. Es freut uns besonders, dass wir immer wieder sehr interessante Themen angeboten bekommen. Das Netzwerk funktioniert also, aber wir suchen natürlich Neues für den Blick über den IT-Tellerrand. Die Termine der Veranstaltungsreihe im Eden-Wolff-Hotel stehen bereits fest. Mitte Mai fand in Karlsruhe wie jedes Jahr das Treffen der Regionalgruppensprecher statt. Eine gute Einrichtung zum Erfahrungsaustausch, und mit ca. 20 Regionalgruppen und GI Aktiven gut besucht. Nun stellt München einen der drei Vertreter der Regionalgruppen im Präsidium der GI. Damit ist die älteste, größte Regionalgruppe mit dem umfangreichsten Programm in diesem, wichtigen Gremium präsent und wird sich für die Belange der Regionalgruppen engagieren. Bald wird es Änderungen unserer Website der Regionalgruppe geben. Inzwischen ist diese 15 Jahre in Betrieb und informiert über aktuelle Themen und unser Programm. Michael Haack ist hier der Schlüssel für den Erfolg und ich bedanke mich herzlich bei ihm für das tolle Engagement. Er hat uns auch nach seinem Wegzug aus München weiter aktiv unterstützt. Jetzt wird es aber Zeit einen Relaunch zu beginnen, denn die Betreuung soll übergeben bzw. verteilt werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Natürlich sind Anregungen und Wünsche herzlich willkommen. Beachten Sie daneben auch das Angebot der Muttergesellschaften und Und noch ein Hinweis für Ihre Herbstplanung die Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik vom 22. bis in Stuttgart es lohnt sich: Herzliche Grüße Wolfgang Glock Regionalgruppensprecher München Planungen, Informationen und Themenvorschläge Das Programm der Arbeitskreise finden Sie auch auf der Regionalgruppen-Homepage und den jeweiligen Internetseiten der Arbeitskreise. Unterstützen Sie die erfolgreiche Geschichte Ihrer GI&GChACM Regionalgruppe München und informieren Sie Ihren Bekanntenkreis. Werben Sie für die Angebote der Regionalgruppe und nutzen Sie Ihr Netzwerk, um interessierte Kolleginnen und Kollegen auf uns und das umfangreiche Programm aufmerksam zu machen. Schon jetzt vielen Dank dafür! Wir suchen ständig Vortragsthemen und freuen uns auf Ihren Kontakt mit dem Regionalgruppenteam. Würden Sie sich gern mit Gleichgesinnten austauschen, haben aber noch nicht den richtigen Rahmen gefunden? Warum nicht einmal den Weg über einen Arbeitskreis suchen wir vom Team stehen gerne mit unserer Infrastruktur und Tipps bereit. Und unser GI-Schnupperangebot zum kostenfreien Beitritt zur GI, für einen definierten Zeitraum, besteht weiter. Kontaktieren Sie mich dazu: IT-Szene München

20 GI/GChACM-Regionalgruppe München Unsere Regionalgruppe in Inzwischen sind wir über 400 Mitglieder, auch in XING die größte Gruppe unter den Regionalgruppen von GI & GChACM. Hier der Link zur Anmeldung zu der XING Gruppe Regionalgruppe München der Gesellschaft für Informatik (GI) & German Chapter ACM (GChACM). Geben Sie diesen gerne weiter! Wir freuen uns darauf, Sie bei XING zu begrüßen und somit nehmen Sie aktiv am Informationsaustausch teil. Es gibt die Möglichkeit Beiträge zu IT-Themen in Foren zu platzieren und über interessante IT-Veranstaltungen zu informieren. Schicken Sie doch eine Gruppeneinladung auch an Ihre Freunde und Bekannte. Gäste sind herzlich willkommen und erfahren so immer aktuell von den Aktivitäten der Regionalgruppe und unserem umfangreichen Programm. Daneben hat die GI, der ACM und der Arbeitskreis Requirements eine eigene XING Gruppe. Melden Sie sich gerne auch hier an. Lassen Sie uns gemeinsam eine aktive und informative Gruppe weiter ausbauen. Anregungen, Ideen und Wünsche können Sie gerne an die (den) Moderator(en) senden. Sprecher der GI/GChACM Regionalgruppe München Stellvertretender Sprecher Internet-Auftritt der Regionalgruppe Wolfgang Glock Thomas Matzner Michael Haack (Teamunterstützung) Bahnhofstr Landsberied muenchen.gi-ev.de IT-Szene München Öffentlichkeitsarbeit Öffentlichkeitsarbeit Ulrich Bode Wolf Rüdiger Gawron Wolfgang Bartsch Unterstützung Infrastruktur Trägervereine Gesellschaft für Informatik, Geschäftsstelle, Wissenschaftszentrum, Ahrstr. 45, Bonn, Telefon , Fax , Timo Körner German Chapter of the ACM e. V., Ruth Stubenvoll (Secretary, Schriftführerin), Gartenstraße 17, Brunnthal, Telefon 08102/ , 18 IT-Szene München

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