VERBAND DER ELEKTROTECHNIK ELEKTRONIK INFORMATIONSTECHNIK VDE-BEZIRKSVEREIN SÜDBAYERN E.V.

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1 VERBAND DER ELEKTROTECHNIK ELEKTRONIK INFORMATIONSTECHNIK VDE-BEZIRKSVEREIN SÜDBAYERN E.V. Jahresbericht 2012

2 VERBAND DER ELEKTROTECHNIK ELEKTRONIK INFORMATIONSTECHNIK VDE-BEZIRKSVEREIN SÜDBAYERN E.V. Richard-Strauss-Str München Telefon: 089/ Telefax: 089/ Internet: 2

3 Inhalt Der VDE im Überblick 4 Grußwort VDE-Vorstand 6 Vorwort VDE-BV Vorsitzende 8 Bericht des Vorstandes des Bezirksvereins Südbayern e.v. 10 Bericht der Landesvertretung Bayern 12 Münchener VDE-Abend Münchener VDE-Kolloquien 22 Berufsinformationsmesse 26 Mitgliederbetreuung Hochschulgruppe 28 Seniorengruppe 32 Young Professionals 33 Arbeitskreise 34 Seminarwesen 36 Ansprechpartner Vorstand des Bezirksvereins 38 Arbeitskreise des BV Südbayern 40 Beirat und weitere Ansprechpartner 41 3

4 Der VDE im Überblick VDE Technologien fördern, Zukunft gestalten. Die VDE-Community wächst. VDE hinter diesen drei Buchstaben verbirgt sich einer der großen europäischen Verbände für Branchen und Berufe der Elektro- und Informationstechnik. Eine internationale Experten-Plattform für Wissenschaft, Normung und Produktprüfung interdisziplinär, eng verflochten, und einmalig auf der Welt. Eine geballte Konzentration an Erfahrung, Marktkenntnissen und technologischem Know-how. Rund Mitglieder davon Unternehmen, Studierende und Berufseinsteiger nutzen das VDE-Netzwerk als Wissensquelle, Arbeitsplattform und Kommunikationsnetz. Tendenz steigend. Kernthemen unserer Arbeit sind Innovation und Sicherheit. Wir engagieren uns für qualifizierten Nachwuchs und eine höhere Technikakzeptanz in der Bevölkerung. Für Hightech-Branchen von heute und morgen. Oberstes Ziel ist es, die Position Deutschlands als einen der führenden Innovationsstandorte weltweit zu festigen und weiter auszubauen. Kennzahlen 800 Mitarbeiter Mitglieder, davon Unternehmen, Studenten Teilnehmer auf VDE-Tagungen pro Jahr 5 Fachgesellschaften 29 Bezirksvereine / 55 Hochschulgruppen 4

5 Ein Verband. Drei Säulen. Viele Vorteile. Technologie-Verbände gibt es viele der VDE ist einzigartig: Sein interdisziplinäres System aus Wissenschaft, Normung und Prüfung vereint die Experten für Forschung & Entwicklung bedeutender Innovationsfelder unter einem Dach. Wissenschaft. Technologien. Innovationen. Kerngeschäft des VDE ist der Wissenstransfer. Unser Netzwerk fungiert dabei als Plattform für den fachübergreifenden Informationsaustausch rund um Technik und Trends. Experten der VDE-Fachgesellschaften für Informationstechnik, Energietechnik, Medizintechnik, Mikroelektronik und Nanotechnik sowie Automation entwickeln Innovationsstrategien und fördern den internationalen Dialog zwischen Forschern, Entwicklern und Anwendern. Prüfung. Sicherheit. Verbraucherschutz. Technische Innovationen sind immer nur so gut, wie sie für den Menschen im Alltag nutzbar sind. Der VDE schafft Sicherheit auf höchstem Niveau, mit weltweit anerkannten Standards, Prüf- und Kontrollverfahren. Das VDE-Zeichen kennen zwei Drittel der Bundesbürger als die Marke für elektrotechnische Sicherheit. Normen. Standards. Grundlagen. Innovationszyklen werden immer kürzer, das Tempo der Entwicklungen steigt rasant. Nur wer internationale Normen und Standards kennt, kann neue Produkte und Systeme technologisch kompatibel und damit zukunftsfähig gestalten. Mit der DKE Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE ist die nationale Normungsorganisation für technische Produkte im VDE verankert. Hier arbeiten Wissenschaft, Normung und Prüfung direkt zusammen. So lassen sich Fakten kompetent bewerten, Chancen zügig realisieren, Techniktrends frühzeitig sichern und ausbauen. 5

6 Grußwort VDE-Vorstand Mit über Mitgliedern ist der VDE Südbayern eine der größten regionalen Vertretungen des VDE. Mehr als ein Drittel seiner Mitglieder sind Studierende und Berufsanfänger der Elektro- und Informationstechnik, die sich für ein Studium und einen Berufsweg entschieden haben, der viele Chancen und Herausforderungen bereithält. Mit der Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer VDE-Vorstandsvorsitzender Energiewende und dem Aufbau einer intelligenten zukünftigen Energieversorgung der Elektromobilität oder der Medizintechnik stehen große Aufgaben für ganz Deutschland bevor. Die Zukunft können wir aber nur innovativ gestalten, wenn wir auch den Ingenieurnachwuchs auf hohem Stand und Niveau sichern. Unsere Mitgliedsunternehmen sind fast einstimmig der Meinung, dass sich die angespannte Fachkräftesituation in der Elektro- und Informationstechnik weiter verschärfen wird wegen des zunehmenden internationalen Wettbewerbs um Fachkräfte, insbesondere jedoch aufgrund neuer Aufgabenfelder. Deshalb legt der VDE in 2013 erneut ein Hauptaugenmerk auf die Nachwuchsförderung. So gehen die beiden VDE/BMBF-Schülerwettbewerbe SolarMobil Deutschland und INVENT a CHIP bereits in die vierte bzw. zwölfte Runde. Auch in Südbayern stehen wichtige Veranstaltungen für Nachwuchskräfte auf dem Programm: Ein Beispiel ist die VDE MINT Akademie, ein BMBF/VDE-Pilotprojekt. Das Fachsymposium der VDE MINT Akademie findet im Oktober in München statt und verfolgt das Ziel, innovative und nachhaltige Ideen und Konzepte für die Mobilität der Zukunft zu entwickeln und dem Mangel an weiblichen Fachkräften entgegenzutreten. Und es erwarten uns auch 2013 eine Vielzahl weiterer Highlights: von dem traditionellen Münchener VDE-Abend bis hin zum neuen Pilotprojekt Smart Home für die Werbung an Hochschulen. Ich freue mich auf die zahlreichen Aktivitäten des VDE- Südbayern und auf das gemeinsame erfolgreiche Engagement für die Elektro- und Informationstechnik. 6

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8 Vorwort VDE-BV Vorsitzende Sehr verehrte Mitglieder, Freunde und Förderer des VDE Südbayern. Prof. Dr.-Ing. Petra Friedrich Vorsitzende des Bezirksvereins Südbayern Im Jahr 2012 zeigte die Mitgliederentwicklung des VDE Bezirksvereins Südbayern eine gegen den generellen Trend nahezu gleichbleibende Anzahl von rund 3100 Mitgliedern (persönlicheund korporative Mitglieder) und festigte unsere Position als zweitgrößter Bezirksverein des VDE in Deutschland. Die Highlights bei den Veranstaltungen in München waren im letzten Jahr abermals die Ausstellung Faszination der Technik im Januar, der Münchener VDE-Abend im November mit der Verleihung der VDE-Awards, sowie die neue und bestens besuchte Veranstaltungsreihe Münchener VDE-Kolloquium zu den Themen Energiewandel und Informationstechnik/-sicherheit. Als Weiterbildungsmaßnahmen wurden in 2012 wieder Seminare des VDE-Hauptverbandes in Frankfurt, als auch des Bezirksvereins in München durchgeführt. Hervorzuheben ist das neue BV-Seminar Erneuerbare Energien-Windkraft, das eine hohe Akzeptanz und Teilnehmerzahl brachte. Die Aktivitäten unserer Arbeitskreise waren sehr gut besucht. Die Vortragsthemen reichten von Intelligente Haussteuerung für individuelle Lebensräume, über Stromspeicher, Energieeffizienz, Genetische Diagnostik und personalisierte Medizin, bis zu Elektromobilität und unser Mobilitätsverhalten. Auch die gewohnt erfolgreichen Unternehmungen unserer Hochschulgruppe fanden wiederum größten Zuspruch und Interesse. Der VDE-Ingenieurinnenkreis in Südbayern veranstaltete seine Aktivitäten traditionell zusammen mit dem VDI mit vielfältigen Vorträgen und Zusammenkünften. Besonders großen Zuspruch erfreuten sich auch dieses Jahr wieder die zahlreichen Exkursionen unseres Seniorenkreises und die monatlichen Stammtische der Young Professionals. Erfreulich waren auch die Aktivitäten unserer Zweigstellen in Rosenheim, Augsburg und Kempten. Ein vielfältiges und interessantes Programm fand reges Interesse und Zuspruch. Der Ausblick auf das Jahr 2013 zeigt, dass wir erneut all unsere traditionellen Veranstaltungen ( Münchener Kolloquium, Münchener Abend, Arbeitskreise, Stammtische, etc.) fortsetzen werden. Darüber hinaus werden wir 2013 wieder unser Mitglieder- und Freunde-Event auf dem Ammersee veranstalten und einen Hochschulwettbewerb (Smart Home Contest) initiieren und ins Leben rufen. Abschließend bedanke ich mich nochmals ganz herzlich bei allen Ehrenamtlichen des BV Südbayern für eine engagierte und erfolgreiche Mitarbeit. Herzlichst Ihre Petra Friedrich 8

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10 Bericht des Vorstandes des Bezirkvereins Südbayern e.v. Bericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr Mitgliederentwicklung Mitgliederentwicklung 1990 bis Mitgliederentwicklung Jungmitglieder 1990 bis Aufschlüsselung der Mitglieder 2008 / 2009 / 2010 / 2011 / 2012 Jungmitglieder Berufsanfänger Ordentliche Mitglieder Senioren Korporative Mitglieder Gesamt

11 2. Veranstaltungen 2012 Gesamtsicht Veranstaltungsort Anzahl der Veranstaltungen Anzahl der Teilnehmer München Augsburg Kempten ß Rosenheim Gesamt Detaillierte Übersicht der Veranstaltungen des BV in 2012 Veranstalter Veranstaltungen Teilnehmer AKA Mess- und Automatisierungstechnik 5 85 AKE Energietechnik AKI Informationstechnik 2 30 AKML Medizintechnik und Life Science Electronic AKMM Mikroelektronik, Mikro- und Feinwerktechnik - - AKU Unternehmensmanagement - - HSG Elektroingenieurinnen 2 40 Young Professionals Seniorenkreis Seminare (nur BV-Seminare) 3 25 Landesvertretung Bayern 1 10 Sonstige Veranstaltungen (Mitgliederversammlung, Münchener Abend, Münchener Kolloquium, Berufsinfomesse) Zweigstelle Augsburg Zweigstelle Kempten Zweigstelle Rosenheim Gesamt

12 Bericht der Landesvertretung Bayern Parlamentarischer Abend Parlamentarischer Abend der VDE Landesvertretung Bayern mit der Landtagsfraktion der CSU Die VDE Landesvertretung lud die Abgeordneten der CSU Fraktion im Bayerischen Landtag am 12. Juni 2012 zu einem parlamentarischen Abend zum Thema Smart Home ein. Als hochkarätiger Referent konnte Dr. Thomas Becks, Leiter Technik und Innovation beim VDE Frankfurt gewonnen werden. In seinem Vortrag zeigte er die ganze Tragweite des Themas Smart Home von der Gebäudeautomatisierung über die Einsparung von Energie bis hin zum altersgerechten Wohnen und der Patientenüberwachung auf. Anhand einiger Beispiele aus diesen Bereichen wies er auf die fehlende Kompatibilität vieler Systeme zur Hausautomatisierung untereinander hin, was beim Thema Smart Home derzeit die größte Herausforderung darstellt. Der VDE unternimmt deswegen in einem Projekt zusammen mit anderen Verbänden und verschiedenen Bundesministerium derzeit den Anlauf die Kompatibilität zu verbessern, was entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in diesem Bereich sein wird. In der anschließenden sehr intensiven Diskussion wurde die ganze Bandbreite des Themas Smart Home erörtert. Von Seiten der CSU-Landtagsfraktion bedankte sich Erwin Huber für den sehr informativen parlamentarischen Abend. Der Sprecher der VDE-Landes-vertretung Heinrich Wienold und sein Stellvertreter Ralf Stöber freuten sich über den zahlreichen Besuch und das große Interesse der Abgeordneten. Vertreter der CSU Landtagsfraktion mit den beiden VDE-Landesvertretungsvorsitzenden 12

13 Werden Sie aktiv! Wir suchen motivierte VDE-Mitglieder, die sich für die Ziele des VDE engagieren. Sie möchten sich im VDE Bezirksverein Südbayern aktiv betätigen Kontakte mit Kollegen pflegen, Ihre Berufserfahrungen einbringen? Berufstätig und nicht mehr berufstätig, wir bieten Ihnen verschiedene Möglichkeiten der Betätigung, entsprechend Ihren Interessen: eine Mitarbeit in den Teams, die die Arbeitskreise organisieren als Mentor für junge Ingenieure als Redakteur in den technisch-wissenschaftlichen Publikationen zur Unterstützung unserer Hochschulgruppe etc. Den Zeitaufwand können Sie selbst bestimmen. Vorzugsweise wohnen Sie in der Region München; aber auch Mitglieder, die unsere Zweigstellen in Augsburg, Kempten oder Rosenheim unterstützen wollen, sind herzlich willkommen. Sie unterstützen mit Ihrem Engagement nicht nur die Ziele Ihres Vereins, sondern profitieren auch persönlich durch viele Kontakte mit Kollegen. Wenn Sie daran Interesse haben, schreiben Sie uns bitte eine an: VDE Bezirksverein Südbayern e.v. Richard-Strauss-Straße München VDE BEZIRKSVEREIN SÜDBAYERN E.V. 13

14 Münchener VDE-Abend 2012 VDE Südbayern verleiht die VDE-Awards 2012 Der VDE Südbayern zeichnet in diesem Jahr mit den VDE Awards 2012 zum vierten Mal herausragende technisch-wissenschaftliche Leistungen in Südbayern aus. Die Preise wurden in den Kategorien Wirtschaft, Wissenschaft und Schule vergeben, zusätzlich wurde der Medienpreis Technik verliehen. In einem unterhaltsamen Dialog erläuterte Frau Prof. Friedrich den Anlass und Ziele dieses Abends Würdigung hervorragender Leistungen in und um die Technik, sowie Pflege und Aufbau eines Netzwerkes mit den verschiedenen Gesellschaftsgruppen. Ferner wurden die Aktivitäten und besonderen Ereignisse des VDE Bezirksvereins Südbayern im vergangenen Jahr kurz vorgestellt: die Vorträge der Arbeitskreise, das Münchener Kolloquium sowie die Weiterbildungsseminare. In seinem Grußwort spannte der stv. Vorstandsvorsitzenden des VDE, Herr Prof. Dr.-Ing. Helmut Klausing einen Bogen von König Ludwig II., der sich früh für die Technik begeisterte und sie förderte, zu den aktuellen Themen des VDE (Smart Grid, Medizintechnik, Elektromobilität und Smart Home). Heike Götz (Bayerisches Fernsehen) und Prof. Dr.-Ing. Petra Friedrich, Vorsitzende des VDE Südbayern. Mit den VDE-Awards möchten wir hervorragende technische Entwicklungen und das Engagement der Preisträger für mehr Technikbegeisterung in der Bevölkerung honorieren, so Prof. Dr.-Ing. Petra Friedrich, Vorsitzende des VDE Südbayern. Die Preisträger wurden am 15. November beim Münchener Abend 2012 geehrt. Frau Heike Götz (Bayerisches Fernsehen) begrüßte die Preisträger und die Gäste aus Wirtschaft, Hochschule, Politik, Verbänden und Medien des Münchener VDE- Abends 2012 im Königssaal des Bayerischen Hofs und stellte die Gastgeberin Frau Prof. Dr.-Ing. Petra Friedrich (Vorsitzende des VDE BV Südbayern) vor. Er betonte die Bedeutung der Normung auf diesen Gebieten, die maßgeblich ist für einen wirtschaftlichen Erfolg. Anschließend wies er auf den großartigen Erfolg des vor kurzem stattgefundenen VDE-Kongresses zum Thema Smart Grid hin. Das Engagement des VDE für Ausbildung und Wissenschaft zeige sich nach seiner Überzeugung auch in den Ehrungen des heutigen Abends. Herr Prof. Klausing 14

15 Als Preisträger der VDE-Awards 2012 wurden ausgezeichnet: Kategorie Schule Maximilian von Montgelas-Gymnasium in Vilsbiburg Prof. Dr.-Ing. Bullinger Danach folgte die mit Spannung erwartete Keynote des Abends von Herrn Prof. Dr. Ing. Hans-Jörg Bullinger (Fraunhofer Institut) zum Thema "Forschung als Innovationstreiber in Wirtschaft und Gesellschaft". Herr Prof. Bullinger erläuterte in seiner Rede die wesentlichen Punkte für eine erfolgreiche Weiterentwicklung in unserer Gesellschaft. Wichtig sei die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. Man müsse einen verstärkten Wettbewerb auch aus bisherigen Schwellenländern erwarten, dem man sich mit neuen Ideen, guten Produkten und damit verbundenen Dienstleistungen stellen müsse. Nicht immer einfach sei es, Innovationen an den Markt und zum wirtschaftlichen Erfolg zu führen, darum sollten wir uns noch mehr bemühen. Als Vertreter der Schule nahmen Frau OSTRin Dr. Christl, OStRin Hildegard Fronhöfer und StR Jürgen Reitbauer den VDE-Award entgegen.der Schulleiter Herr OStDir Kraus, der leider nicht anwesend sein konnte, ist auch Präsident des deutschen Lehrerverbands und äußert sich immer wieder kritisch zu Fragen der Bildung, was der VDE begrüßt. Frau Dr. Christl ist seit vielen Jahren Landeswettbewerbsleiterin in Bayern für Jugend forscht. Jugend forscht ist der größte europäische Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik. Frau Fronhöfer ist Fachbetreuerin im Bereich Physik und Herr Reitbauer betreut den Fachbereich Chemie. Mit dem Preis will der VDE das Engagement von Lehrern auch außerhalb der Pflichtstunden würdigen. Das Maximilian von Montgelas-Gymnasium selbst ist sehr erfolgreich bei verschiedenen naturwissenschaftlichtechnischen Wettbewerben wie Jugend forscht oder dem Focus- Schülerwettbewerb. So hat das Gymnasium mit einem Jugend forscht -Projekt in Chemie im Jahr 2012 den 1. Platz im Regional- und Landeswettbewerb erreicht. Für uns ist das ein erfreuliches Zeichen, dass neben dem Schulunterricht auch noch Zeit für solche Projekte bleibt. 15

16 Münchener VDE-Abend 2012 VDE-Award 2012 Kategorie Wissenschaft Hochschulabschlussarbeiten Sebastian Hilsenbeck (TU München) hat in München an der Technischen Universität studiert und hier mit dem Bachelor abgeschlossen. Danach war Herr Hilsenbeck in den USA, wo er eine Masterarbeit am Georgia Institute of Technology machte. Schließlich hat er in München sein Studium mit einer ausgezeichneten Diplomarbeit bei Prof. Steinbach abgeschlossen, der Titel der Diplomarbeit lautet Exploiting Text-related Features for Content-based Image Retrieval. Ziel dieser Arbeit ist es, aus Bildern einer Kamera herauszufinden, wo man ist. Normalerweise benutzen wir zur Navigation das GPS-System. Das ist aber nicht immer verfügbar, z.b. in engen Straßen. Enthält das Bild jedoch Schrift, z.b. Schilder oder Werbung, so kann man diese entdecken, analysieren und mit einer Bilddatei von Google oder anderen Anbietern vergleichen und somit den Ort feststellen. Dazu muss man quasi den Text lesen. Nun gibt es bekannte Verfahren der Texterkennung, die für diese Anwendung allerdings nicht besonders gut geeignet sind. Herr Hilsenbeck hat zusammen mit seinem Betreuer Georg Schroth ein neues Verfahren entwickelt, das sehr leistungsfähig, robust und vergleichsweise wenig aufwändig ist. Raimund Mauermayer (TU München) hat sich am Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik bei Prof. Eibert mit besonderen Antennen befasst. Das Thema seiner Diplomarbeit lautet Vermessung von Gruppenantennen im Nahfeld nach dem Prinzip der Synthese ebener Wellen. Gruppenantennen werden u.a. für die Peilung und Ortung von Sendern verwendet. Sie bestehen aus mehreren einzelnen Antennen, aus ihren unterschiedlichen Signalen kann man den Ort bestimmen. Bei der Herstellung solcher Antennen entstehen unvermeidlich Toleranzen. Man muss daher solche Antennen ausmessen, normalerweise mit Feldmessungen über große Entfernungen, was relativ schwierig zu realisieren ist. Die Diplomarbeit befasst sich mit Antennenmessungen im Nahfeld, also im Labor. Dieses wird möglich durch die Synthese von ebenen Wellen mit Hilfe anderer Antennen, die das Fernfeld nachbilden. Herr Mauermayer hat sich dabei in das sehr komplexe Thema der elektromagnetischen Felder und Wellen eingearbeitet und alle erforderlichen Modelle und mathematischen Transformationen in Computersimulationen umgesetzt. Die Ergebnisse konnte er im Antennenlabor der Firma Rohde und Schwarz überprüfen. 16

17 Thomas Blenk (Hochschule Augsburg) hat bei Herrn Prof. Stolle seine Bachelorarbeit gemacht, das Thema lautet Entwicklung von Rekonstruktionsalgorithmen für bildgebende Radarsysteme. Es geht dabei um den Füllstand von Behältern. Zur Messung des Füllstands verwendet man meist Radarsysteme die ganz einfach den Abstand messen. Ist die Oberfläche jedoch uneben, z.b. bei Schüttgut, so versagen diese einfachen Verfahren. Daher werden in solchen Fällen Radarsysteme mit mehreren Antennen verwendet. Herr Blenk hat in seiner Arbeit bekannte bildgebende Radarverfahren mit mehreren Radarantennen sowie ihren Aufwand und ihre Genauigkeit untersucht. Er hat diese Verfahren simuliert und mit den Messungen verglichen. Dabei musste er sich mit viel Mathematik und der Theorie von Antennen befassen. Herr Blenk hat ein verbessertes Verfahren vorgeschlagen, bei dem jede Antenne auch die Echos der jeweils anderen Antennen empfängt und auswertet. Dadurch wird die Genauigkeit erhöht oder der Aufwand vermindert. Seine Verfahren bestanden auch den Praxistest, indem sie erfolgreich zur Auswertung echter Messdaten eingesetzt werden konnten. Patrick Loos (Universität der Bundeswehr, München) Herr Patrick Loos hat ein Thema aus der Informationstechnik untersucht und zwar die Synchronisationstechnik für reaktive Störsysteme. Reaktive Störsysteme werden z.b. bei Transporten in Kriegsgebieten verwendet, um festzustellen, ob eine Gefährdung durch ferngezündete Sprengfallen vorliegt. Moderne Kommunikationstechnik macht es leider möglich, solche Sprengungen über Mobilfunknetze auszulösen. Reaktive Störsysteme können dies feststellen, sie stören den Empfang und verhindern damit die Zündung. Dazu wird das Frequenzspektrum fortlaufend analysiert. Werden bei größeren Transporten mehrere verteilte Störsysteme verwendet, so können sich diese gegenseitig stören, sie müssen aufeinander synchronisiert werden. Herr Loos hat bekannte Verfahren durch Simulationen analysiert und darüber hinaus ein eigenes, verbessertes Konzept vorgeschlagen. Seine Masterarbeit wurde im Rahmen einer Kooperation zwischen der Universität der Bundeswehr und der Firma Cassidian, Ulm, durchgeführt und bei einer internationalen Tagung präsentiert. Johannes Ziegmann (Hochschule Kempten) hat in Kempten Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt Elektrotechnik studiert und seine Diplomarbeit bei Prof. Simon gemacht. Die Praxis erfolgte dabei in den Laboren der Firma Siemens.Seine Arbeit zum Thema Konzeptanalyse und Implementierung adaptiver Schwingungsdämpfungen bezüglich hoch dynamischer Positioniervorgänge befasst sich mit mechanischen Schwingungen, die beispielsweise bei Bewegungen von Regalbediengeräten in modernen Hochlagern entstehen. Diese Geräte sollen in kurzer Zeit ihre Position stabil erreichen ohne große Eigenschwingungen, die die Zeit des Positionierens verlängern. Herr Ziegmann hat untersucht, wie man die Eigenfrequenzen mechanischer Systems messen und analysieren kann und wie man die Steuerung ausführen muss, damit diese die Eigenschwingungen maximal dämpft. Er hat sich intensiv mit der Theorie mechanischer Schwingungen befasst, ein praktisches Modell aufgebaut und die Messungen daran durch Simulationen überprüft. 17

18 Münchener VDE-Abend 2012 VDE-Award 2012 Wissenschaftliche Arbeiten Dr. Raphael Hunger (TU München) hat an der TU München Elektrotechnik studiert und mit dem Master im Jahr 2005 abgeschlossen. In den nachfolgenden Jahren war er bei Herrn Professor Utschick im Fachgebiet Methoden der Signalverarbeitung und hat sich mit einem Thema aus der mobilen Kommunikationstechnik befasst. Der Titel der Dissertation lautet Analysis and Transceiver Design for the MIMO Broadcast Channel. Die Übertragungsraten bei der Mobilfunkkommunikation werden durch die verfügbaren Frequenzbänder und die Ausbreitungseigenschaften von Wellen begrenzt. Man kann aber versuchen, die durch Naturgesetze gegebenen Grenzen durch aufwändige Technik tatsächlich zu erreichen. Moderne Verfahren wie LTE ( Long Term Evolution das ist der vierte Mobilfunkstandard nach UMTS) nutzen dazu u.a. Mehrfachantennen (MIMO). Mit solchen Antennen und unter Verwendung sehr komplexer Rechenoperationen kann der Empfänger aus verschiedenen mehr oder weniger gestörten Signalen das wahrscheinlich richtige erkennen. Außerdem wird versucht, das Frequenzspektrum durch dynamische Zuweisung so optimal wie möglich den verschiedenen kommunizierenden Smartphones zuzuordnen und das in beiden Richtungen. Herr Dr. Hunger hat hier grundlegende Erweiterungen der Theorie und entsprechende Algorithmen vorgestellt, die es ermöglichen, relativ einfache Optimierungen im Betrieb vorzunehmen. Dr. Stefan Herrmann (Universität der Bundeswehr, München) hat seine Arbeit am Institut für Technische Informatik bei Prof. Buchenrieder verfasst, nachdem er sein Diplom in Informatik dort erworben hat. Das Thema lautet Direkte und proportionale Ansteuerung einzelner Finger von Handprothesen. Arm- bzw. Handprothesen werden derzeit durch Muskelströme (myoelektrisch) gesteuert. Leider kann man dabei nur Bewegungen in wenigen Koordinaten ausführen. Weltweit wird versucht, neue Verfahren zu finden und zu erproben, mit denen auch beispielsweise einzelne Finger einer Prothese kontrolliert bewegt werden können. Herr Dr. Herrmann hat nun in seiner Arbeit weitere biologische Merkmale gesucht und gefunden, wie man die Gedanken der Betroffenen erkennen kann und in die Bewegungen von Fingern einer Handprothese umsetzen kann. Verwendet wird in seinem Verfahren neben den Muskelströmen die Reflexion einer LED Lichtquelle auf der Haut, die Muskelkontraktionen erkennen kann. Die Umsetzung in die Steuerung ist ein informationstechnisches Problem, diese Signale zu klassifizieren, um eindeutig Steuersignale für die Prothese zu gewinnen. Herr Dr. Herrmann hat sein Verfahren als Patent angemeldet und in Konferenzbeiträgen und Veröffentlichungen publiziert. 18

19 Kategorie Wirtschaft Start up Handwerk Benjamin Tobies Herr Tobies stammt aus einer Familie, die väterlicherseits bereits handwerklich geprägt ist. Nach der mittleren Reife folgt er dem Vorbild des Vaters, der auch Elektroniker ist und wählte ebenfalls einen Berufsweg in der Elektrotechnik. Bezeichnend ist, dass Herr Tobies die Gesellenprüfung mit der Bestnote 1 abgeschlossen hat und hierfür eine Handwerksauszeichnung sowie den Staatspreis für besondere Kenntnisse in der Berufsschule erhalten hat. Nach drei Jahren Berufstätigkeit in der Lehrfirma besuchte er den berufsbegleitenden Vorbereitungslehrgang auf die Meisterprüfung bei der Innung für Elektro- und Informationstechnik München. Die Meisterprüfung bestand aus Erstellung einer Steuerung für eine Außenbeleuchtung, Wegbeleuchtung sowie aus einem Drehstromantrieb in der Planung, Kalkulation und Ausführung. Auch hier wurde ein hervorragendes Ergebnis mit Bestnote 1 in Theorie und Praxis erreicht. Er ist heute Meister in der Firma, in der er seit Beginn der Lehre tätig ist. Er ist hauptsächlich in der Automatisierungs- und Aufzugtechnik tätig. FTAPI GmbH Die FTAPI GmbH hat durch eine innovative Übertragungs- und Speichertechnologie neue Standards bei Effektivität und Sicherheit für geschäftlichen Dateiaustausch und zugriff gesetzt. Die Gründer der FTAPI GmbH, Stephan Niedermeier und Marco Göbel, die bereits im Gründungsjahr 2010 zu den Besten im Münchner Businessplan Wettbewerb (MBPW) gehörten, erhielten unter anderem durch das Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) an der Hochschule München und im Rahmen öffentlicher Stipendien umfassende Unterstützung. Ihre Vision war und ist es, die Übertragung und Speicherung von großen Dateien über das Internet so einfach und gleichzeitig so sicher wie möglich zu machen. Das Produkt FTAPI SecuTransfer unterscheidet sich von anderen Managed-File-Transfer-Lösungen durch die besondere Kombination von echter Ende-zu-Ende- Verschlüsselung und einfacher Bedienung im Webbrowser ohne zusätzliche Client-Software. Die Produkte und Lösungen der FTAPI GmbH sind sehr innovativ und haben eine sehr hohe praktische Bedeutung; gerade heute ist das Thema Datensicherheit ein überaus aktuelles und sehr wichtiges Thema. 19

20 Münchener VDE-Abend 2012 VDE-Award 2012 Medienpreis Technik Erika Fuchs Preisträger der VDE-Awards 2012 mit VDE-Vorsitzende Prof. Petra Friedrich und Moderatorin Heike Götz Frau Erika Fuchs hat das zum Carl Hanser Verlag gehörende Fachmagazin MEDengineering als Chefredakteurin neu aufgebaut und zum Erfolg geführt. Mit einem attraktiven und aktuellen Themenmix begeistert sie regelmäßig aufs Neue im Print und Online ihre Zielgruppe: die der Konstrukteure und Entwickler in der Medizintechnik. Mit ihrem hohen Fachwissen erkennt sie früh Branchentrends und nimmt sie in ihr Magazin auf. Dabei reduziert Erika Fuchs sich nicht nur auf die reine Information, sie bietet vielmehr ihren Lesern stets ein differenziertes Bild und scheut in ihren Artikeln keineswegs die kritische Auseinandersetzung. Schwierige und trockene Themen begegnet sie mit einer klaren und verständlichen Sprache. Ihre Interviewpartner schätzen Erika Fuchs Fähigkeit, komplexe Themen anschaulich und lebhaft zu vermitteln. Erika Fuchs zeichnet nicht nur für das Printmagazin verantwortlich, sie ist zudem als Chefredakteurin für das Online Portal der MEDengineering sowie den Newsletter verantwortlich. Dabei führt sie das Netzwerk rund um die Medizintechnik zusammen. Aber nicht nur die Medizintechnik liegt Erika Fuchs am Herzen. Sie fördert aktiv den technischen Nachwuchs in der Elektro- und Informationstechnik: Auf ihre Initiative hin schloss sich der Carl Hanser Verlag dem MINT Pakt an. 20

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22 Münchener VDE-Kolloquien Stromübertragung für den Klimaschutz Potentiale und Perspektiven einer Kombination von Infrastrukturen Konferenzzentrum München der Hanns Seidel Stiftung am 8. Februar Die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende Deutschland als Industrienation nachhaltig umzubauen, erweist sich immer deutlicher als ein großes Experiment. Die Energiefrage ist mittelfristig eine gesamteuropäische und in jedem europäischem Land eine gesellschaftspolitische Frage größter Tragweite. STROMÜBERTRAGUNG FÜR DEN KLIMASCHUTZ Potentiale und Perspektiven einer Kombination von Infrastrukturen Deutschland hat als erste europäische Nation beschlossen, aus der Kernenergieversorgung auszusteigen und zugunsten des Klimaschutzes verstärkt auf alternative Energien zu setzen. Deutschland wird diesen Weg als erstes bestreiten, danach wird Europa folgen. Deutschland ist somit das Versuchslabor für ganz Europa. Für dieses Thema hat der VDE mit einer Gruppe aus dreizehn hochrangigen Experten ein Realisierungskonzept zum Netzausbau entwickelt, das als Grundlage für die politische Entscheidungsfindung dienlich sein könnte. Diplomingenieur Martin Pokojski, Experte der Energietechnischen Gesellschaft im VDE, geht davon aus, dass für den Netzausbau ca bis 4500 Trassenkilometer neu gebaut werden müssen. Für die Umsetzung dieses Netzausbaus wurden in der VDE-Studie mehrere Alternativen untersucht. Um eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung sicher zu stellen, ist eine Lösung entlang von Autobahnen und Bahntrassen in einem Overlay- Netz vorteilhaft. Am besten wäre hierbei ein Tunnelsystem als Basis für weitere Innovationen geeignet. Die Anfangsinvestitionen seien zwar sehr hoch - um ca. 300% teurer als Freileitungen - das Tunnelsystem würde sich aber langfristig als innovationstauglich, weil stets nachrüstbar, erweisen, da neue technologische Entwicklungen ohne neue und teure Umbaumaßnahmen eingeführt werden könnten. Darüber hinaus ist bei einer Tunnellösung eine gesellschaftliche Akzeptanz am wahrscheinlichsten. Als technischer Lösungsansatz wird daher in der VDE- Studie ein Gleichspannungsnetz mit Gleichspannungsschalter in einem Tunnelsystem vorgeschlagen. Ziel ist dabei eine Overlaystruktur für Deutschland, die als Kern eines europäischen Netzes dienen könnte. 22

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