HOTEL BÄREN. Familie Sauter Beobachtungen & Problembereiche. Interview mit Stefan Sauter (Miteigentümer)

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1 HOTEL BÄREN Familie Sauter Beobachtungen & Problembereiche Interview mit Stefan Sauter (Miteigentümer)

2 Werdegang Stefan Sauter 1990 bis 2004 Wie sein Bruder Thomas im Angestelltenverhältnis 1995 bis 2000 Selbstständige Führung der Weinstube im Haus 2005 bis heute Zusammen mit Bruder Thomas Eigentümer des Hotels Nach Lehre in einem anderen Betrieb, in verschiedenen Hotellerie und Gastronomiebetrieben angestellt. Praktika und Aushilfetätigkeit in verschieden Häusern dr Umgebung. Ausbildung zum Sommelier in Würzburg. Beide haben jeweils 2 Kinder, leben aber getrennt von ihren Frauen. Katrin, Thomas Exfrau arbeitet nach wie vor im Hotel mit. Der Vater ist nach wie vor jeden Tag im Haus, er begrüsst und kümmert sich um die Gäste. Die Mutter hilft an der Rezeption aus, und nimmt Anfragen entgegen.

3 Übergabe Gründe und Zeitpunkt Thomas & Stefan wollten den Betrieb weiterführen Übergabe war sehr kurzfristig und ungeplant Aufgrund drohender Insolvenz wurde eine Umgründung notwenig Fördergelder, Jungunternehmer Der Vater war für weitere Darlehen zu "alt" (65) Bankenfinanzierung für die Söhne Resultat: Ausstattung und Größe der Zimmer sind schon lange nicht zeitgemäß. Der erzielbare Preis ist an seiner Obergrenze angelangt, die Gäste kommen nicht mehr, oder fragen gar nicht mehr erst an. Die Übergabe kam 10 Jahre zu spät: Sie müssen heute mit den Konsequenzen aus 10 bis 15 Jahren "Investitionsstau" leben Wie andere auch haben beide Schulden aus der abgewendeten Insolvenz übernommen.

4 Aufgabenverteilung der Brüder Thomas ist ausgebildeter Koch mit Meistertitel Er verantwortet: Die Küche und Den "Wellnessbereich" (sehr bescheiden ausgestattet) Stefan ist verantwortlich für Die Rezeption und Reservierung Das Restaurant Zusammen sind sie zuständig für das Marketing Das Verhältnis ist gut, beide wissen sie müssen zusammen arbeiten

5 Rolle des Vaters und Verhältnis zum Vater heute Ein "schleichender " Prozess Der Vater kann sich nicht vom Haus trennen. "Redet permanent rein" Beide Eltern sind "kritikfreudig": negatives wird verstärkt, bzw. betont Positives wenig anerkannt Das Verhältnis: die persönliche Präsenz ist hilfreich in Bezug auf die Gäste Er sollte besser nur "Maitre de Präsenz" sein Die Anwesenheit des Vaters blockiert Mitarbeiter werden von 2 Richtungen geführt! Der Vater hat einen starken, oft unerwünschten Einfluss

6 Die größte Veränderung nach der Übernahme Die Optik und die Ausstattung des Hauses wurden verbessert Restaurantumbau, Neugestaltung Hotel Software wurde eingeführt Reservierungsoftware ersetzte die "eine" Person die Kontrolle über die bestehenden und eingehenden Reservierungen hatte

7 Das größte familiäre Problem Das Gefühl der persönlichen Betroffenheit Das Verhältnis ist nicht so neutral wie zu einem externen Geschäftsführer Kritik am Haus (bspw. die Vermietbarkeit der Zimmer), bzw. den Gegebenheiten wird vom Vater sehr persönlich genommen sie wird vom vater als persönlicher Angriff empfunden Die Einschränkungen durch das Alter (auch gesundheitlich) werden von ihm nicht akzeptiert, und rufen so Konflikte hervor Der Vater fühlt sich "abgeschoben" (bsp. Externer Wanderführer)

8 Die nächste Generation Die insgesamt vier Kinder (10-16 Jahre) können im Moment nichts mit dem Hotel anfangen Sie sind "lockere Vögel" "Heute dies, Morgen das" konkrete Berufswünsche haben sie im Moment nicht Sie versuchen sich mit "reinzuleben" da sie aber keine Pflichten haben und sehr viel Freizeit, finden sie es grundsätzlich positiv

9 Das Interview Clicken Sie auf das Symbol in der Steuerleiste des Players, um die Interview Aufzeichnung zu hören.

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