Ich möchte einfach glücklich sein.

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1 DER PREIS DES GLÜCKS Lieber Newsletter-Leser, zu Beginn meiner Sitzungen frage ich gern Was ist Dein Ziel? Wenn wir beide mit unserer Arbeit fertig sind, was sollte dann anders sein?. Die spontanen Antworten darauf ähneln sich meist und spiegeln im Kern eine Aussage: Ich möchte einfach glücklich sein. Dass Jeder unter glücklich sein etwas anderes versteht, kommst spätestens auf meine Nachfrage, was denn genau sich dafür ändern müsse, zutage. Doch egal, welchen Lebensbereich wir uns auch immer angenehmer gestalten möchten - wohl kaum etwas ist so hoch wie der Preis für das Glücklichsein. Ich meine damit nicht das sich-alles-schönreden-glücklichsein, sondern das wahre Leben der eigenen Bestimmung, das Ausleben der eigenen Potenziale und der inneren Wahrheit kurzum: den Weg des Herzens zu gehen. Jetzt fragt sich vielleicht der Eine oder Andere, was an dem Preis dafür denn so hoch sei. Nun: Der Preis ist Deine Bereitschaft alles loszulassen, was Deinem Glück entgegensteht, ganz gleich wie lieb Du es bereits gewonnen hast, wie sehr es Dir als Glaubensfundament dient oder welchen Grad der Wichtigkeit es in Deinem Leben bisher erzielt hat! Und als sei dies nicht schon schwierig genug, gehört außerdem die Bereitschaft dazu, sich seinen emotionalen Wunden den Dämonen der Vergangenheit zu stellen und den Weg der inneren Wahrheit zu gehen. Letzteres stellt sich in der Regel als die größte Herausforderung heraus. Wer erlaubt sich dies heutzutage? Wer traut sich, wirklich ehrlich und authentisch zu leben, in vollkommener Übereinstimmung mit seinen Bedürfnissen? Leben wir in einer Gesellschaft, die dies überhaupt zulässt, oder gar fördert? Oder sieht es im Alltag nicht eher so aus, dass wir uns verbiegen und z.t. ganz schön klein machen müssen, um den Anforderungen zu genügen, die Herausforderungen zu meistern und die an uns gestellten Erwartungen zu erfüllen? Du liest richtig - ich habe mich nicht verschrieben: Ich meinte tatsächlich klein machen. Denn wenn uns eine Situation zwingt, gegen unsere innersten Überzeugungen oder Bedürfnisse zu handeln, raubt uns das nicht nur enorm Kraft und Energie, sondern gibt uns auch das Gefühl, so wie wir sind, nicht gut genug zu sein. Wir fühlen uns kleiner. lassen Anteile von uns sterben und mit ihnen einen Teil unserer Kraft. Denn Deine vollkommene Kraft kann sich nur zeigen, wenn Du Dein Potenzial lebst! wenn Du das, was in Dir angelegt ist, mit Leben erfüllst. DAS macht Dich stark. Das macht Dich groß. Und das macht Dich glücklich!

2 DER PREIS DES GLÜCKS, SEITE 2/5 Wie glücklich bist Du? Das ist die Frage. meine Frage an Dich. Und ich konkretisiere sie gern: Wie glücklich bist Du mit Deinem derzeitigen Leben? Stehst Du jeden Tag auf und freust Dich auf das, was Dir der Tag wohl bringen mag? Gehst Du abends zufrieden und gücklich mit einem dankbaren Lächeln auf den Lippen ins Bett? Wie gut schläfst Du? Bist Du ausgeruht und erfrischt am Morgen, voller Energie und Tatendrang? ( so wie es Kinder noch sind, bevor sie durch Schulbeginn oder sehr frühen Arbeitszeiten ihrer Eltern aus dem Schlaf gerissen werden müssen?) Hast Du Dir die kindliche Freude über die Kleinigkeiten des Lebens und die Achtsamkeit dem Moment gegenüber bewahren können? Lebst und genießt Du den Augenblick? Wenn Du all diese Fragen mit einem zufriedenen Lächeln beantworten konntest, dann: Herzlichen Glückwunsch, Du brauchst nicht weiterlesen! Wenn dies aber nicht auf Dich zutrifft, wenn Du bei Deinen Antworten auf meine Fragen schon die eine oder andere Stirnrunzel-Falte gezogen hast, Dir innerlich vergegenwärtigen musstest, dass irgendetwas doch nicht so ganz rund läuft, dann habe ich hier noch ein paar Fragen an Dich: In vielen meiner Sitzungen zeigt sich immer wieder, dass wir uns des Preises, den wir für die Erreichung unserer vermeintlichen Ziele zahlen müssen, zumeist nicht voll bewusst sind. >> Lies diesen Satz bitte noch einmal. Was fällt Dir auf? Dieser Satz enthält zwei elementare Aussagen.

3 DER PREIS DES GLÜCKS, SEITE 3/5 1. Wir beschäftigen uns zumeist viel zu wenig mit dem Preis, den wir zahlen müssen. Wann hast Du Dir einmal ausführlich vor Augen geführt, was Du dafür opfern musst, dass Du den Erwartungen anderer gerecht wirst? Weißt Du auf Anhieb, was Dich Deine Karriere gekostet hat? (Und vor allem: Bist Du jetzt glücklich damit?) Wie hoch ist der Preis, anderen zu gefallen? den gesellschaftlichen Normen zu entsprechen? einer bestimmten Gesellschaftsschicht auch nach außen hin deutlich sichtbar anzugehören? ein perfektes Bild nach außen zu transportieren? 2. Die Ziele, die wir zu erreichen versuchen, sind häufig gar nicht die, die uns glücklich machen, häufig sind es noch nicht einmal unsere eigenen Ziele! Hast Du Dich einmal gefragt, warum Dir gewinnen so wichtig ist? gewinnen, angesehen sein, bewundert werden, Anerkennung für Deine Leistungen bekommen? Welche Lücke in Deiner Seele soll das schließen? Mit dieser Frage sind wir beim Kern: Laut Motivationspsychologen treiben uns zwei Kräfte an: Schmerz zu vermeiden und Wohlgefühl zu erzielen, wobei die Schmerzvermeidung dominater ist. Sie ist uns wichtiger. Bildlich gesprochen könnte man sagen, ein schmerzvolles Erlebnis hinterlässt ein Loch in unserer Seele. Jede ähnliche Erfahrung macht es nicht nur wieder bewusst, sondern auch größer. Um dies zu verhindern, lassen wir uns eine Menge einfallen. Wir wollen z.b. gefallen, tun also alles dafür, um die Aufmerksamkeit und Anerkennung der wichtigsten Menschen um uns herum zu bekommen. Das Fehlen selbiger empfinden wir als Verlust, als Schmerz. Und so lernen wir sehr schnell, was uns scheinbar gut tut d.h. womit wir Anerkennung bekommen und was schmerzt d.h., was uns Anerkennung vorenthält. Einmal gelernt, behalten wir diese Programmierung nun solange bei bis uns durch einen noch größeren Schmerz klar wird, dass es im Leben gar nicht um die Anerkennung anderer geht. Nun stehen wir aber bereits an einem Punkt, an dem wir alles schön säuberlich genau um dieses Zentrum herum aufgebaut haben. Du schüttelst den Kopf? Dann prüfe bitte jetzt, welche Motivation Dich täglich dazu antreibt, das zu tun, wovon Du glaubst, dass es von Dir gefordert wird. Ich wiederhole mich an dieser Stelle gern noch einmal: Manche unserer Ziel sind gar nicht unsere Ziele! Im Laufe unseres Lebens erfahren wir so viele Prägungen, dass wir schon mal die Übersicht darüber verlieren, was wirklich unserem innersten Selbst entspricht, und was wir von unseren Bezugspersonen übernommen oder uns von ihnen überhelfen lassen haben. Wenn ich Dir in unseren Sitzungen dabei helfe, Deine Blockierungen zu löschen, um Dich Deinen Zielen näher zu bringen, dann kommen wir nicht selten zu einem Punkt, an dem Du erkennst WIE SEHR Dich Deine Erfahrungen prägen ob nun in Deinen Gedankenmustern, in Deinem Verhalten, oder aber in Deinen Wünschen. Wie oft kommt es vor, dass Kinder ihren Eltern zuliebe z.b. einen bestimmten Beruf ergreifen, in ihm jahre- oder jahrzehntelang ihr Bestes geben, immer auf der Suche nach Bestätigung und Anerkennung für ihre manchmal schier übermenschlichen Anstrengungen, nur um in einer Lebenskrise dann feststellen zu müssen, dass es alles eine Lüge war. Dass tief im Inneren gut verborgen unter den sozialen Anerkennungsstrebungen unserer Gesellschaft man alles nur getan hat, um schlussendlich die Anerkennung und Liebe der Elternzu erhalten. auf eine Weise zu erhalten, derer diese manchmal aber gar nicht mächtig sind. Das zu erkennen ist schmerzhaft.

4 DER PREIS DES GLÜCKS, SEITE 4/5 Aber richtig traurig wird es erst, wenn dieser Mensch, der die Zusammenhänge für sein bisheriges Streben und Tun erkannt hat, sich nun seiner ursprünglichen, eigentlichen Wünsche und Sehnsüchte bewusst wird (die nicht selten im Gegensatz dazu stehen) und sich trotzdem auch fortan nicht erlaubt, diese zu leben. Wenn Jemand erkennt, dass er nicht das lebt, was ihn glücklich machen würde, aber trotzdem damit fortfährt das zu tun, was ihn offensichtlich unzufrieden und unglücklich macht, dann tut das weh. Nicht nur mir, wenn ich dabei zusehen muss, sondern auch demjenigen selbst. Sein Körper reagiert. Das nennen wir dann Krankheit. Und zum Glück gibt es ja ein Pillchen gegen die Symptome. Wir gehen zum Arzt und lassen uns etwas verschreiben. Alles ist wieder gut. Doch ist es das wirklich? Oder sind wir nicht vielmehr manches Mal so sehr damit beschäftigt, den Überbringer der Nachricht (unsere Krankheit) zu bekämpfen, dass wir für die Nachricht an sich keine Kapazität mehr haben? Suggeriert uns diese Vorgehensweise nicht, wir bräuchten nur das Symptom wegzubekommen, dann wäre alles heil? Wenn Du mich fragst, dann bleibt eine Lüge eine Lüge, auch wenn sie sich unter einem schönen Schein verbirgt. Und eine der fatalsten Lügen ist wohl, sich ein Leben aufzubauen, das auf falschen Werten und Zielen beruht. Denn: Stell Dir vor, Du stehst am Ende Deines Lebens und blickst zurück auf die vergangenen Jahrzehnte. Wie fühlt sich das an? War es das, was Du wolltest? Hast Du die richtigen Prioritäten gesetzt? die richtigen Weichen gestellt? die richtigen Ziele verfolgt? Bist Du glücklich?

5 DER PREIS DES GLÜCKS, SEITE 5/5 Wenn Du Dein Leben noch einmal leben könntest, was würdest Du anders machen? Und vor allem: Wer hindert Dich daran, es jetzt schon zu tun? Mit dieser Frage deren Antwort die Zeit des darüber Nachdenkens wirklich mehr als wert ist komme ich zurück zu meinem Eingangsthema: Was ist der Preis des Glücks? Wie wir gesehen haben, liegt er um TUN, nicht im bloßen ERKENNEN. Denn: Die Differenz ist der Preis Deines Glücks! Ich bin gern bereit meinen zu zahlen. Wie sieht das bei Dir aus? Herzlichst, Doreen

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