Das Weihnachtswunder

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1 Das Weihnachtswunder

2 Ich hasse Schnee, ich hasse Winter und am meisten hasse ich die Weihnachtszeit! Mit diesen Worten läuft der alte Herr Propper jeden Tag in der Weihnachtszeit die Strasse hinauf. Als einige fröhliche Kinder an ihm vorbei liefen schrie er sie an: Geht mir aus dem Weg, ihr dummen Kinder! Er trampelte an ihnen vorbei und betrat sein grosses, altes Haus in dem er alleine wohnt.

3 Am Abend legt sich Herr Propper früh ins Bett. Als er in der Nacht plötzlich leise Schritte in seiner Wohnung hört, öffnet er seine Augen und ruft: «Wer ist da?» Da guckt plötzlich ein kleiner, zärtlicher Zwerg hinter der Tür hervor. Hallo, ich heisse Klausi und bin der Weihnachtszwerg der Vergangenheit, ich werde mit dir in deine Kindheit zurückreisen. Bevor Herr Propper etwas sagen konnte, fasste Klausi ihn an der Hand und plötzlich standen sie vor dem Fenster des Hauses in dem Herr Propper aufgewachsen ist.

4 Herr Propper wurde ganz still und betrachtete den glücklichen Jungen der aus einem Geschenk gerade einen Polizistenhut auspackte und damit spielte. Das bin ja ich, mit meiner Familie an Weihnachten vor 63 Jahren. Ja, du warst ein fröhliches Kind und hast mit deiner Familie gefeiert, genau wie die Kinder auf der Strasse vor deinem Haus. Heute lebst du alleine und brüllst die glücklichen Kinder auf der Strasse an. Herr Proper wird ganz nachdenklich und sagt etwas verbittert: Ich möchte wieder nach Hause in mein Bett. Klausi nimmt ihn an der Hand und Herr Propper steht wieder alleine in seinem Schlafzimmer. Verwirrt und nachdenklich legte er sich wieder in sein Bett.

5 Etwa eine Stunde später hört Herr Propper erneut ein Geräusch und sieht einen neuen kleinen Zwerg: Hallo, ich bin der Zwerg der Gegenwart, komm mit mir spazieren, ich möchte dir einige Dinge zeigen. Herr Propper wollte zuerst nicht mitgehen, liess sich aber dann doch überreden und zog sich was an. Auf der Strasse liefen der Zwerg und Herr Propper zu einem alten verwüsteten Haus, wo im Wohnzimmer noch Licht brannte.

6 Darin sah man eine Familie vor dem Weihnachtsbaum stehen und Lieder singen. Siehst du diese Familie, sie ist zwar arm aber trotzdem glücklich, weil sie Weihnachten zusammen feiern können und für einander da sind. Herr Propper sagte dazu nichts. Ebenfalls sahen sie Kinder auf der Strasse frohe Weihnachtslieder singen. Plötzlich stehen sie wieder vor dem grossen schönen Haus von Herrn Propper. Herr Propper wurde nachdenklich und sah, dass er alleine und verbittert in einem riesigen Haus wohnte und alles hatte, ausser Menschen die ihn liebten. Traurig legte er sich in sein Bett und schlief wieder ein.

7 Jetzt erwachte Herr Propper wieder wegen einem Geräusch und hinter der Tür hüpfte wieder ein kleiner Zwerg hervor. Hallo, ich bin der Zwerg der Zukunft, ich würde gerne mit dir in deine Zukunft reisen und dir zeigen wie dein Leben enden wird. Jetzt weigerte sich Herr Propper nicht mehr, er nahm die Hand des Zwerges und zusammen reisten sie fünf Jahre in die Zukunft. Herr Propper stand wieder bei seinem Haus. Es war wieder Weihnachten.

8 Sie standen eine Weile dort und sahen den Kindern beim Spielen zu. Plötzlich kommt ein alter, schlecht gelaunter Mann herbeigelaufen und brüllt die Kinder an. «Geht weg ihr dummen Kinder, ich kann euren Lärm nicht ertragen. Schnell, geht nach Hause und spielt dort oder ich rufe die Polizei!» Ein paar Minuten später standen Herr Propper und der Zwerg an seinem Grab, es war einsam und verlassen. Niemand besuchte ihn, weil er keine Freunde hatte. Geschockt sah Herr Propper sein Zukunfts-ich an. «Bin ich wirklich so widerlich und böse?» fragte er. «Wenn du dich nicht veränderst, wirst du in 5 Jahren genau so enden. Sieh dir dein grosses Haus an, du hättest viel Platz auch für andere. Dann wirst du bestimmt nicht alleine und einsam sterben. Mit einem schlechten Gefühl legte Herr Propper sich wieder ins Bett.

9 Am nächsten Morgen wachte er auf und fühlte sich frisch und gut gelaunt. Er wollte die Menschen glücklich machen und ihnen ab jetzt helfen. So zog er sich an, lief der Strasse entlang durch die Stadt und wünschte jedem, den er sah, frohe Weihnachten. Dann ging er in den Supermarkt, kaufte dort viele Süssigkeiten und verteilte sie den Kindern vor seinem Haus. Am Abend lud Herr Propper seine Nachbarn zum Weihnachtsessen ein und genoss den ganzen Abend.

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